Schlagwort: Erneuerbare Energien

  • Energiegewinnung und Kühlung: Fassaden im Fokus der Forschung

    Energiegewinnung und Kühlung: Fassaden im Fokus der Forschung

    Forschende der HSLU haben im Projekt GreenPV das Potenzial für Begrünung und Solarpaneele an Gebäudefassaden ausgelotet. «Während auf Dächern die Vorteile von PV-Systemen und Begrünungen schon vermehrt genutzt werden, finden sie an Fassaden bisher weitestgehend keine Anwendung», wird HSLU-Forscherin Silvia Domingo in einer Mitteilung der Hochschule zum Projekt zitiert. Sie könnten jedoch unter anderem zur Schliessung der Lücke beim Winterstrom beitragen. Denn «der Energieertrag einer PV-Anlage ist an einer Südfassade im Winterhalbjahr aufgrund des jahreszeitlich bedingten tiefen Neigungswinkels der Sonne höher als auf einem Dach», erläutert Domingo.

    Begrünte Fassaden wiederum tragen neben ihrem Kühleffekt zur Biodiversität und zur Verminderung der Schallausbreitung bei. Zudem wird die Luftqualität durch die Bindung von Schadstoffen und die Produktion von Sauerstoff verbessert. Nach Ansicht der Forschenden der HSLU lassen sich Begrünung und Photovoltaik (PV) an Fassaden gut kombinieren. «PV kommt da zum Zug, wo eine hohe Energiegewinnung möglich ist, also an einer unbeschatteten Fassade in den oberen Stockwerken», meint Domingo. Begrünungen sollten hingegen an den unteren Stockwerken und in Innenhöfen eingerichtet werden.

    Als Hemmnisse für Bauherrschaften haben die Autorinnen und Autoren die Finanzierung sowie fehlende Richtlinien und Erfahrungen ausgemacht. Auch die Optik einer vollständig mit schwarzen Solarpaneelen verkleideten Fassade sei nicht jedermanns Geschmack. Deshalb hat die HSLU in einem weiteren Projekt bereits Alternativen bei Farben und Texturen getestet.

  • Neues Whitepaper: «Energiespeicher für Immobilien: Erneuerbare Energien effizient nutzen»

    Neues Whitepaper: «Energiespeicher für Immobilien: Erneuerbare Energien effizient nutzen»

    Link zum Whitepaper

    Bis 2050 will die Schweiz das Netto-Null-Ziel erreichen. Es gilt daher, fossile Energien durch erneuerbare zu ersetzen. Allerdings ist der Ertrag der Anlagen von der Witterung sowie der Tages- und Jahreszeit abhängig. Um Angebot und Nachfrage in Einklang zu bringen, braucht es Speicherlösungen. Diese verbessern zudem die CO2-Bilanz, weil weniger Öl und Gas für die Abdeckung von Spitzenlasten benötigt werden.

    Stromspeicher: Batterie bringt Flexibilität
    Batteriespeicher können überschüssigen Solarstrom lokal zwischenspeichern und später Verbraucher*innen im Haushalt, Elektroautos oder die Wärmepumpe versorgen. Dies steigert den Eigenverbrauch und damit die Wirtschaftlichkeit von Solaranlagen deutlich. Nebst den Betreibern profitiert auch das Stromnetz von Speichern. So muss etwa eine Solaranlage bei Überproduktion nicht wegen einer drohenden Netzüberlastung abgekoppelt werden. Übersteigt im umgekehrten Fall die Nachfrage das Angebot, lassen sich mit lokal gespeicherter Energie Lastspitzen decken, was das Netz stabilisiert und die Kosten senkt. Als Standard-Stromspeicher dient heute die Lithium-Ionen-Batterie, während sich Alternativen wie Natrium-Ionen-Batterien oder Salzbatterien noch nicht etabliert haben. Gleiches gilt für das bidirektionale Laden, bei dem die Batterie eines Elektrofahrzeugs als lokaler Stromspeicher genutzt wird.

    Wärmespeicher: Erdsonden und Behälter
    Eine Alternative zum Speichern von Solarstromüberschüssen bietet die Umwandlung in thermische Energie. Wärme lässt sich über Wochen oder Monate speichern und bei Bedarf wieder für die Beheizung und die Warmwasserversorgung nutzen. So ergänzen Wärmespeicher erneuerbare Heizsysteme wie Wärmepumpen oder thermische Netze. Einige Speichertypen kann man zudem im Sommer als Wärmesenke nutzen, um Gebäude mit wenig Energieaufwand zu kühlen. Die in der Schweiz gängigsten Speichertypen sind Erdsonden-Wärmespeicher und Behälter-Wärmespeicher. Eine interessante Variante, die weniger Platz benötigt, sind Eisspeicher.

    Wasserstoff und Methan: Saisonale Speicherung
    Überschüssiger Solarstrom kann auch durch Umwandlung in ein CO2-neutrales Gas wie Wasserstoff oder Methan («Power-to-Gas») saisonal gespeichert werden. Bei Bedarf lässt sich das Gas entweder zur Produktion von Wärme und Strom oder als Treibstoff für Fahrzeuge verwenden. Wasserstoff entsteht durch die Elektrolyse von Wasser, der Wirkungsgrad dieser Umwandlung liegt bei bis zu 80%. Eine weitere Verarbeitung zu Methan hat den Vorteil, dass dieses ins Erdgasnetz eingespeist werden kann und keine separate Infrastruktur benötigt. Der Gesamtwirkungsgrad hängt von den angewendeten Methoden ab, liegt aber heute im besten Fall bei 50 bis 70% und ist noch nicht wirtschaftlich.

    Ausführlichere Informationen sowie Beispiele aus der Praxis finden Sie im neuen ewz-Whitepaper «Energiespeicher für Immobilien: Erneuerbare Energien effizient nutzen».

  • Kanton Zürich will Solaranlagen auf grossen Dächern vorschreiben

    Kanton Zürich will Solaranlagen auf grossen Dächern vorschreiben

    «Für eine sichere Stromversorgung in der Schweiz und um das Ziel Netto-Null-Treibhausgasemissionen zu erreichen, muss die Stromproduktion aus lokalen erneuerbaren Energien rasch und deutlich ausgebaut werden», leitet die Staatskanzlei des Kantons Zürich eine Mitteilung zu einer geplanten Teilrevision des Energiegesetzes ein. Konkret will der Kanton Zürich die Errichtung von Solaranlagen auf geeigneten Dächern ab 300 Quadratmetern Fläche verbindlich machen. Damit könnten rund 60 Prozent eines jährlichen Potenzials von insgesamt 6 Terawattstunden Solarstrom von Dächern ausgeschöpft werden, schätzt der Kanton.

    Die Installation von Solaranlagen auf grossen Dächern soll sowohl für Neubauten als auch für Bestandsbauten verbindlich sein. Bereits bestehende Gebäude dürfen dabei bei einer Dachsanierung, spätestens aber bis 2040 nachgerüstet werden. Die Vorgabe soll zudem nur dann greifen, «wenn die Solaranlage über die gesamte Lebensdauer wirtschaftlich ist». Die entsprechende Gesetzesvorlage wurde in die bis Ende November dauernde Vernehmlassung geschickt.

    Neben der Pflicht für Solaranlagen sieht die Teilrevision die Förderung von Technologien zur saisonalen Energiespeicherung vor. Sie soll aus einem von den Stromnetzbetreibern verwalteten Förderfonds erfolgen, der aus einer Abgabe von maximal 0,5 Rappen pro Kilowattstunde Strom geäufnet wird. Angedacht sind wettbewerbliche Ausschreibungen, von denen Projekte mit dem meisten Winterstrom pro Förderfranken profitieren, sowie die Unterstützung von noch in der Entwicklung befindlichen Technologien zur saisonalen Speicherung.

  • Grüner Wasserstoff: Studie identifiziert Kanada als Top-Standort

    Grüner Wasserstoff: Studie identifiziert Kanada als Top-Standort

    Forschende des Paul Scherrer Instituts (PSI) haben sich der Frage gewidmet, wo Wasserstoff effizient und kostengünstig hergestellt werden kann, mit dem Ziel den Klimawandel zu stoppen und zukünftig keine neuen Treibhausgase mehr auszustossen. Laut einer Mitteilung haben die Forschenden geografische und ökonomische Daten und Prognosen zusammengestellt, um den Aufbau einer Wasserstoffökonomie zu beschreiben. Dafür haben sie vier Szenarien mit einem Wasserstoffbedarf zwischen 111 und 614 Megatonnen pro Jahr analysiert. Die Studie ist aktuell in der Fachzeitschrift „Nature Communications“ zu lesen.

    Für die Herstellung von Wasserstoff gibt es verschiedene Technologien. Bei der sogenannten Polymerelektrolytmembran-Elektrolyse (PEM) wird der Wasserstoff in einem Elektrolyseur aus Wasser gewonnen. Der grosse Vorteil bei diesem Verfahren besteht darin, dass die Energie für die Umsetzung aus grünem Strom gewonnen werden kann. Zu lösen ist die Frage, wo der hohe Bedarf an Ökostrom am ehesten zu decken ist.

    „Wir haben dazu vor allem ökonomische Kriterien angelegt“, wird Tom Terlouw, Doktorand am PSI und Erstautor der Studie, in der Mitteilung zitiert. „Sprich, wo ist die Produktion am günstigsten?“ Dabei kristallisierten sich zwei Schwerpunkte heraus: Wo gibt es genug Wind oder Sonne, um den enormen Bedarf an Ökostrom zu decken? Und wo gibt es ausreichend freie Flächen, um die zur Produktion notwendigen Anlagen aufzustellen? Hier erwies sich Kanada als optimal. „Dort existieren viele freie Flächen, die sehr windig und daher ideal zum Aufstellen von Windturbinen sind“, ergänzt Terlouw. Weiterhin bieten sich die zentralen USA, Teile Australiens, die Sahara, Nordchina und Nordwesteuropa an. Mitteleuropäische Länder wie die Schweiz sind dagegen weniger geeignet, da dort weder freie Flächen noch ausreichende Sonneneinstrahlung vorhanden sind. Des Weiteren weisen die Forscher darauf hin, dass auch bei der Herstellung von grünem Wasserstoff noch Restemissionen an Treibhausgasen aus der Herstellung und dem Transport der benötigten Materialien entstehen. Um diese Restemissionen auszugleichen, müssten entsprechende Mengen Kohlendioxid aus der Atmosphäre gefiltert werden, heisst es in der Studie.

  • Einkaufsorganisation erzeugt eigenen Strom in St.Gallen

    Einkaufsorganisation erzeugt eigenen Strom in St.Gallen

    Die Einkaufsorganisation des Schweizerischen Auto- und Motorfahrzeuggewerbes (ESA) hat laut einer Medienmitteilung mit einer dritten Anlage ihr Netz zur eigenen Stromversorgung komplettiert. Am Donnerstag, 15. August, wurde am ESA-Standort in St.Gallen eine Photovoltaikanlage in Betrieb genommen. Vor vier Monaten startete die ESA an ihrem Sitz in Burgdorf und vor einem Monat in Giubiasco die ersten beiden Anlagen.

    Die Photovoltaikanlage in St.Gallen ist mit rund 1800 Modulen und rund 3500 Quadratmetern die momentan zweitgrösste Anlage der ESA. Die künftig erzeugte Strommenge wird in etwa den Jahresverbrauch von 150 Haushalten abdecken. Die Anlage in Burgdorf deckt 200 Haushalte ab, die in Giubiasco circa 25 Haushalte.

    Die Einkaufsorganisation ESA wurde 1930 gegründet. Als Genossenschaft gehört sie rund 7000 Mitinhabern aus dem Automobil- und Motorfahrzeuggewerbe. An elf schweizweiten Standorten sind rund 670 Mitarbeitende, davon rund 60 Lernende, im Einsatz.

  • Emissionen aus Heizöl und Gas werden weniger

    Emissionen aus Heizöl und Gas werden weniger

    In der Schweiz sind 2023 die Emissionen aus Brennstoffen gegenüber dem Vorjahr deutlich gesunken, nämlich um 8,8 Prozent. Dabei wurden die unterschiedlich kalten Wintermonate auf eine durchschnittliche Witterung umgerechnet. Im Vergleich zu 1990 lagen diese Emissionen um 41,7 Prozent niedriger. Das zeigt die soeben veröffentlichte CO2-Statistik 2023. Das Bundesamt für Umwelt (BAFU) legt diese Statistik jährlich vor.

    Laut seiner diesbezüglichen Medienmitteilung ist diese Abnahme vor allem auf die bessere Energieeffizienz von Gebäuden und den vermehrten Einsatz erneuerbarer Energien beim Heizen zurückzuführen. Insbesondere sei der Gasverbrauch im zweiten Jahr in Folge deutlich zurückgegangen.

    Dagegen blieb der durch Treibstoffe wie Benzin und Diesel verursachte CO2-Ausstoss gegenüber dem Vorjahr gleich. Gegenüber 1990 sind die Emissionen um 5,2 Prozent zurückgegangen. Dass sie nach der Pandemie, also nach 2022, nicht wieder angestiegen sind, liegt den Angaben zufolge zum einen an der damals begonnenen Veränderung des Mobilitätsverhaltens: mehr Heimarbeit und weniger Geschäftsreisen. Zum anderen führt das BAFU als Grund dafür auch den wachsenden Anteil der Elektromobilität an. Der Anteil biogener Treibstoffe am gesamten Treibstoffverbrauch ist von 3,4 leicht auf 3,6 Prozent gestiegen.

  • Paradigmenwechsel in der Energieplanung

    Paradigmenwechsel in der Energieplanung

    Zahlreiche Länder haben sich verpflichtet, bis 2050 klimaneutral zu sein. Dies erfordert für Gebäude- und Energiesysteme einen raschen Übergang von fossilen zu erneuerbaren Energien und eine stärkere Vernetzung verschiedener Sektoren. Gebäude, Mobilität, Industrie sowie Strom, Wärme und synthetische Brennstoffe müssen interagieren und integriert geplant werden. Matthias Sulzer von der Empa und Michael Wetter vom Lawrence Berkeley National Laboratory argumentieren, dass die aktuellen Planungsprozesse dieser Komplexität nicht gerecht werden und daher ein Paradigmenwechsel notwendig ist.

    Aktuelle Planungsprozess – ein Silo-Denken
    Heutige Planungsprozesse sind nach Disziplinen organisiert, was zu ineffizienten und suboptimalen Ergebnissen führt. Ingenieure und Architekten arbeiten nacheinander, anstatt interdisziplinär zusammen. Diese lineare, «Wasserfall»-artige Vorgehensweise lässt wenig Raum für Iterationen und Optimierungen im Gesamtsystem. Sulzer betont, dass dieser Ansatz nicht mehr ausreicht, um den Anforderungen zukünftiger, flexibler Energiesysteme gerecht zu werden.

    Inspiration aus der Chip-Industrie
    Sulzer und Wetter schlagen einen Planungsansatz vor, der von der Chip-Industrie inspiriert ist. Der Elektronik- und Computer-Wissenschaftler Alberto Sangiovanni-Vincentelli hat mit seinem «Platform-based Design» die Chip-Herstellung revolutioniert. Dieses Konzept nutzt verschiedene Abstraktionsebenen zur ganzheitlichen Analyse und Optimierung von Systemen und schafft allgemeingültige, modular kombinierbare Modelle. Dieses Modell könnte auch auf Gebäude- und Energiesysteme angewendet werden, um die Planung zu automatisieren und zu modularisieren.

    Vorteile eines modellbasierten Planungsprozesses
    Ein modellbasierter Planungsprozess würde bedeuten, dass Modelle nicht nur zur Analyse, sondern auch zur Spezifikation und zum Bau von Systemen genutzt werden. Diese Blaupausen könnten modular kombiniert werden, um das Design und die Funktionalität eines Systems eindeutig zu bestimmen. Dies würde die Planungs-, Bau- und Betriebsprozesse revolutionieren und die notwendige Digitalisierung und Automatisierung fördern, um die ehrgeizigen Dekarbonisierungsziele zu erreichen.

    Pilotprojekt an der Empa
    Das EU-Projekt GOES, geleitet von der Empa, ist ein erster Schritt zur Anwendung des «Plattform-based Design» im Energiesektor. Auf dem Empa-Campus in Dübendorf wird eine Pilotanlage mit 144 Erdsonden als erste Anwendung dieses Konzepts entwickelt. Ziel ist es, die verschiedenen Abstraktionsebenen der Entscheidungsfindung zu definieren und die Schnittstellen zu standardisieren.

    Die Umsetzung eines automatisierten und modularen Planungsprozesses ist entscheidend für die Erreichung der Klimaneutralität bis 2050. Sulzer und Wetter sind überzeugt, dass dieser Paradigmenwechsel die Flexibilität und Effizienz der Energiesysteme erheblich steigern wird. Der Ansatz bietet eine vielversprechende Lösung, um die Herausforderungen der Dekarbonisierung zu meistern und die Versorgungssicherheit zu gewährleisten.

  • Insolight startet erste Agri-Photovoltaikanlage in Frankreich

    Insolight startet erste Agri-Photovoltaikanlage in Frankreich

    Das auf Agri-Photovoltaiklösungen spezialisierte Unternehmen Insolight aus Lausanne hat in Frankreich seine erste Agri-Photovoltaikanlage in Betrieb genommen. Laut einer Medienmitteilung steht das Photovoltaikgewächshaus für die Erdbeerproduktion auf dem landwirtschaftlichen Anwesen La ferme Etchélécu in Sames im französischen Département Pyrénées-Atlantiques.

    Die Anlage mit 15‘000 Erdbeerpflanzen bedeckt 3000 Quadratmeter mit halbtransparenten Photovoltaikpaneelen und dynamischen Schattierungsschirmen. Reguliert wird so die Lichtdurchlässigkeit: Wird das Licht an den Solarzellen vorbeigeleitet, kommt es dem Wachstum der Pflanzen zugute. Bei der optischen Fokussierung der Lichtstrahlen auf die Solarzellen dagegen wird elektrischer Strom erzeugt.

    Mit einer installierten Kapazität von 190 Kilowatt können etwa 260 Megawattstunden saubere Energie erzeugt werden, was ausreicht, um etwa 50 Haushalte zu versorgen, heisst es in der Mitteilung. „Durch die Kombination von Solartechnologie und Landwirtschaft ermöglichen wir es den Produzenten, zur Energiewende und nachhaltigen Landwirtschaft beizutragen und gleichzeitig ihren Energiebedarf zu decken“, wird Mathieu Ackermann zitiert, Technischer Direktor von Insolight.

    Nach Angaben der Eigentümer des Agrarbetriebs, Jacques und Nathalie Etchélécu, ermöglicht die Insolight-Lösung, Beschattungsschirme zu haben, die zwei zusätzliche Monate pro Jahr für die Erdbeerproduktion möglich machen.

    Neben dem Bau von Produktionsanlagen für erneuerbare Energien und einem Katalog von Pflanzenschutzoptionen bietet Insolight laut der Firmenmitteilung Komplettlösungen an, von der Projektentwicklung und administrativen Unterstützung, zu Systemen zur Wasserrückgewinnung, Ad-hoc-Geschäftsmodellen und Früchteverwertung.

  • Mast misst Winddaten für Windpark Grotwind

    Mast misst Winddaten für Windpark Grotwind

    Die Planung für den Windpark Grotwind geht in die nächste Phase. Derzeit wird auf dem Grot in der Gemeinde Pfäfers ein Messmast errichtet. Dieser verfügt laut einer Mitteilung auf den Höhen von 57, 69 und 80 Metern über Windmesser und Wettersensoren. Diese sollen während zwölf Monaten kontinuierlich Wind- und Wetterdaten wie Windstärken und -richtungen, Turbulenzen, Luftfeuchtigkeit und Luftdruck aufzeichnen.  Auf 69 Metern werden zudem Ultraschallsensoren angebracht, welche die Töne der vorbeifliegenden Fledermäuse aufnehmen.

    Die Daten sollen dazu beitragen, die geeigneten Windturbinen, ihre Anzahl und ihre optimale Platzierung zu definieren. Sie sollen auch helfen, standortspezifische Abschaltalgorithmen zu bestimmen. Damit sollen Einwirkungen des geplanten Windparks auf Mensch, Tier und Umwelt niedrig gehalten werden.

    Der Windpark wird von den St.Gallisch-Appenzellischen Kraftwerken, der SN Energie und der eigens gegründeten Grotwind GmbH mit Sitz in Quarten SG geplant. Er soll Strom für 5000 Haushalte produzieren.

  • ETH-Forschende erzeugen mit neuer Technologie sehr hohe Temperaturen

    ETH-Forschende erzeugen mit neuer Technologie sehr hohe Temperaturen

    Forschende der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) haben mit einer sogenannten thermischen Falle eine Technologie entwickelt, die Sonnenlicht aufnimmt und so sehr hohe Temperaturen erzielen kann. Laut einer Medienmitteilung ist es gelungen, mit dieser Methode Temperaturen von über tausend Grad Celsius zu erreichen. Diese hohen Temperaturen werden für die Herstellung von Zement, Metallen und verschiedenen Chemikalien in energieintensiven industriellen Prozessen benötigt. Das Team um Emiliano Casati, Wissenschaftler in der Gruppe für Energie-​ und Prozesssystemtechnik, und Aldo Steinfeld, Professor für erneuerbare Energieträger, entwickelten dieses System, dessen wesentlicher Bestandteil ein Quarzstab ist. Wird dieser mit intensivem Licht bestrahlt, wandelt es sich mit nur geringen Wärmeverlusten in Wärme um. Bisherige derartige Versuche mit thermischen Fallen erreichten eine Temperatur von 170 Grad Celsius. Solarkraftanlagen arbeiten in der Regel mit Temperaturen bis zu 600 Grad Celsius.

    Ziel der Forschenden ist es, die Methode eines Tages für die Dekarbonisierung von energieintensiven Industriezweigen nutzen zu können. „Um den Klimawandel zu bekämpfen, müssen wir Energie generell dekarbonisieren“, wird Emiliano Casati in der Mitteilung zitiert. „Oft denkt man bei Energie nur an Strom, aber tatsächlich verbrauchen wir etwa die Hälfte unserer Energie in Form von Wärme.“ Die derzeitige Experimentalstudie wurde in der Fachzeitschrift „Device“ veröffentlicht. Weitere Analysen, auch zur Wirtschaftlichkeit dieser Technologie, sind in Planung.

  • Innovative Technologie zur Nutzung von Sonnenlicht für hohe Temperaturen

    Innovative Technologie zur Nutzung von Sonnenlicht für hohe Temperaturen

    Forschende der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) haben mit einer sogenannten thermischen Falle eine Technologie entwickelt, die Sonnenlicht aufnimmt und so sehr hohe Temperaturen erzielen kann. Laut einer Medienmitteilung ist es gelungen, mit dieser Methode Temperaturen von über tausend Grad Celsius zu erreichen. Diese hohen Temperaturen werden für die Herstellung von Zement, Metallen und verschiedenen Chemikalien in energieintensiven industriellen Prozessen benötigt. Das Team um Emiliano Casati, Wissenschaftler in der Gruppe für Energie-​ und Prozesssystemtechnik, und Aldo Steinfeld, Professor für erneuerbare Energieträger, entwickelten dieses System, dessen wesentlicher Bestandteil ein Quarzstab ist. Wird dieser mit intensivem Licht bestrahlt, wandelt es sich mit nur geringen Wärmeverlusten in Wärme um. Bisherige derartige Versuche mit thermischen Fallen erreichten eine Temperatur von 170 Grad Celsius. Solarkraftanlagen arbeiten in der Regel mit Temperaturen bis zu 600 Grad Celsius.

    Ziel der Forschenden ist es, die Methode eines Tages für die Dekarbonisierung von energieintensiven Industriezweigen nutzen zu können. „Um den Klimawandel zu bekämpfen, müssen wir Energie generell dekarbonisieren“, wird Emiliano Casati in der Mitteilung zitiert. „Oft denkt man bei Energie nur an Strom, aber tatsächlich verbrauchen wir etwa die Hälfte unserer Energie in Form von Wärme.“ Die derzeitige Experimentalstudie wurde in der Fachzeitschrift „Device“ veröffentlicht. Weitere Analysen, auch zur Wirtschaftlichkeit dieser Technologie, sind in Planung.

  • «Fischermätteli» erstes Areal mit Minergie-Zertifikat

    «Fischermätteli» erstes Areal mit Minergie-Zertifikat

    Das innovative und langfristig ausgerichtete Wohnbauprojekt Fischermätteli wurde von den Strüby Unternehmungen im Herbst 2023 nach einer etappierten Bauzeit von rund dreieinhalb Jahren erfolgreich fertiggestellt. Die zehn Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 168 Eigentumswohnungen entstanden auf einem früheren Gewerbeareal in Burgdorf BE. Bei der Konstruktion wurde über 6600 m3 Schweizer Holz verwendet, das als natürlicher CO2-Speicher dient und aufgrund kurzer Transportwege eine ausgezeichnete Ökobilanz aufweist.

    Der Energiebedarf für das gesamte Areal wird zu hundert Prozent aus erneuerbaren Quellen gedeckt. Der Strom stammt von den PV-Anlagen auf den Gebäudedächern, während die Wärme für Heizung und Warmwasser aus einer Heizzentrale kommt, die mit Schweizer Pellets betrieben wird. Das durchdachte Mobilitätskonzept setzt auf Elektromobilität, Car-Sharing, Velos und öffentlichen Verkehr. Ein Co-Working Space unterstützt das Arbeiten von Zuhause aus und entlastet somit indirekt die Verkehrswege. Zudem sorgt die Umgebungsgestaltung nach dem Schwammstadt-Prinzip im Sommer für eine natürliche und effiziente Kühlung und macht das Projekt dank der vielfältigen einheimischen Pflanzen zu einem wahren Hotspot der Biodiversität.

    Label mit hohen Anforderungen
    Im April 2024 erhielt das bisher grösste Immo-Projekt vom Verein Minergie das begehrte Zertifikat: das Label Minergie-Areal, nachdem es bereits mit dem Label Minergie-A-ECO ausgezeichnet wurde. Der neue Standard, der seit September 2023 besteht, wird von verschiedenen Organisationen wie dem Verein Minergie, den Kantonen, der Wirtschaft und dem Bundesamt für Energie unterstützt. Das Minergie-Areal zeichnet sich durch einen minimalen Energieverbrauch, minimierte Treibhausgasemissionen während Erstellung und Betrieb sowie eine maximale Selbstversorgung mit erneuerbaren Energien aus. Die Gebäude verfügen über einen besonders effizienten Hitzeschutz sowie einen kontrollierten Luftaustausch. Zudem wird der Aussenraum des Minergie-Areals so gestaltet, dass die Klimaresilienz und die Aufenthaltsqualität erhöht werden, beispielsweise durch grüne Bepflanzung und Beschattungsmöglichkeiten. Ein weiterer Pluspunkt des Minergie-Areals ist die Förderung einer klimafreundlichen Mobilität.

    Die Überbauung in Burgdorf BE setzt neue Massstäbe im Holzbau für Wohnungen. Mit 168 Eigentumswohnungen in zehn Mehrfamilienhäusern ist es das grösste Bauprojekt seiner Art, das Schweizer Holz und den Minergie-A-ECO-Standard vereint. Von Anfang an standen Nachhaltigkeitsaspekte im Mittelpunkt, was dem Projekt das erste Minergie-Areal-Zertifikat für ein realisiertes Projekt einbrachte.

    Dank der eleganten Holzfassaden fügt sich das Ensemble architektonisch optimal in die natürliche Umgebung ein. Die klar definierten Begegnungs- und Spielzonen mit dörflichem Charme fördern die Beziehungen zwischen den Bewohnern. Gleichzeitig gewährleistet die Architektur die Privatsphäre und schafft Wohnräume mit idealen Luft-, Licht- und Schalleigenschaften. Gemeinschaftsfördernde Elemente wie ein grosszügiger Gemeinschaftspavillon und die professionelle Homeoffice-Zone «fm produktiv» runden das Angebot ab.

    Die Wohnungen bieten 2.5 bis 5.5 Zimmer und sind für Singles, Paare und Familien jeden Alters konzipiert. Die Grundrisse sind flexibel gestaltet, sodass sie zukünftigen Bedürfnissen angepasst werden können. Der Bau erfolgte ab dem Erdgeschoss in Holzelementbauweise.

    Die Energieversorgung basiert konsequent auf erneuerbaren Quellen. Der Strom für die rund 400 Bewohnerinnen und Bewohner stammt von den PV-Anlagen auf den Dächern der Mehrfamilienhäuser (700 MWh/Jahr). Die Wärme wird in einer Heizzentrale mit Schweizer Holzpellets erzeugt.

    Das Mobilitätskonzept setzt auf Veloverkehr, öffentlichen Verkehr, E-Fahrzeuge und Car-Sharing. Es stehen Velounterstände, Ladestationen, Reparatur- und Reinigungsbereiche zur Verfügung. Zusätzlich können Bewohner via App eines der beiden Elektroautos des quartiereigenen Car-Sharing nutzen oder bequem den Bus nutzen, der halbstündlich vom Quartier nach Burgdorf verkehrt. Die Nachfrage nach den Eigentumswohnungen sowie nach den Mietwohnungen war von Anfang an sehr gross. Bereits Monate vor Fertigstellung, waren alle 168 Wohnungen verkauft respektive vermietet. Die fairen Verkaufs- und Mietpreise haben sicher zum grossen Erfolg beigetragen, z.B. war eine Wohnung mit 4.5 Zimmern bereits ab CHF 610’000 erhältlich (abzüglich Minergie-Fördergelder des Kantons Bern).

  • Region Basel wird zum Drehkreuz für Wasserstoff

    Region Basel wird zum Drehkreuz für Wasserstoff

    H2-HUB Schweiz, in Basel ansässiger und im Februar gegründeter Wirtschaftsverein, will die Region Basel zu einem Wasserstoff-Drehkreuz des Landes machen. Wie nun aus einer Medienmitteilung hervorgeht, soll dafür mit Sonnen-, Wasser- und Windenergie grüner Wasserstoff produziert und schweizweit vertrieben werden. Dies soll das Ziel unterstützen, die Schweiz klimaneutral zu gestalten.

    „Die EU treibt den Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft seit Jahren entschieden voran“, wird Dirk Mulzer, COO der Industriellen Werke Basel (IWB), in der Mitteilung zitiert. „Dazu wurden bereits europaweit Förderprogramme angestossen. Die Schweiz darf den Anschluss nicht verpassen.“

    Im Februar 2024 haben deshalb IWB, der Tankstellenbetreiber Fritz Meyer AG/AVIA, GETEC, Port of Switzerland, der Energiekonzern VARO und die Handelskammer beider Basel den Verein H2-HUB Schweiz in Basel gegründet. Bestreben des Vereins ist es, die Rheinhäfen Muttenz BL und Birsfelden BL als Zentrum für die Produktion, den Import und den Vertrieb von Wasserstoff für die Schweiz auszubauen.

  • Solstis bietet Photovoltaik in der ganzen Schweiz an

    Solstis bietet Photovoltaik in der ganzen Schweiz an

    Solstis, in Solothurn ansässiges Photovoltaikunternehmen, bietet seine Leistungen jetzt schweizweit an. Wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht, will die BKW Building Solutions unter dieser Marke ihrEngagement für erneuerbare Energien von der Westschweiz aus in das ganze Land erweitern. Mit der Expansion will BKW Buildings Solutions die installierte Leistung in der Deutschschweiz in den kommenden zwei Jahren auf 75 Megawatt erhöhen, das entspricht einer Verdopplung des aktuellen Leistungsangebots. Der Fokus der Dienstleistungen liegt im Privat- und Geschäftskundenbereich, wo BKW die Finanzierung und Solstis die Installation übernehmen soll.

    Unter der Marke Solstis, einer Ausgliederung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL), wird auch das Energy Center der ISP Electro Solutions agieren.

    „Erneuerbare Energien sind ein Schwerpunkt unserer Strategie und leisten einen entscheidenden Beitrag zur Umsetzung der Energiestrategie 2050. Die Photovoltaik ist ein wichtiges Puzzlestück hin zu nachhaltigeren Infrastrukturen“, wird Antonin Guez, CEO von BKW Building Solutions, in der Mitteilung zitiert.

  • Infomaniak setzt auf Meyer Burger

    Infomaniak setzt auf Meyer Burger

    Infomaniak will nach Erringung der wirtschaftlichen Unabhängigkeit auch im Hinblick auf erneuerbare Energien autark werden, informiert der Entwickler von Web-Technologien mit Sitz in Genf in einer Mitteilung. „Wir möchten jedes Jahr ein neues Solarkraftwerk installieren, um bis 2030 50 Prozent unseres jährlichen Stromverbrauchs selbst zu decken“, wird Boris Siegenthaler, Gründer und strategischer Direktor von Infomaniak, dort zitiert. Bei der Umsetzung der Pläne spannt Infomaniak mit dem international aktiven Solarhersteller Meyer Burger aus Thun zusammen.

    In einem ersten Schritt hat Infomaniak zwei Solaranlagen von Meyer Burger mit insgesamt 1085 Modulen in Betrieb genommen. Sie produzieren jährlich rund 400’000 Kilowattstunden Solarstrom der direkt bei Infomaniak verbraucht wird. In diesem Jahr ist eine weitere Anlage mit 364 Modulen geplant.

    Meyer Burger lässt die in der Schweiz entwickelten Module in seinem Werk in Süddeutschland fertigen. Im Vergleich zu in Asien hergestellten Modulen weisen sie aufgrund kurzer Transportwege, lokaler Lieferkette und Herstellung ausschliesslich mit erneuerbarer Energie einen wesentlich geringeren CO2-Fussabdruck auf. „Solarenergie in unseren Breitengraden mit asiatischen Solarmodulen zu erzeugen, ist heutzutage im Hinblick auf den Wirkungsgrad und den CO2-Fussabdruck unsinnig“, meint Siegenthaler. Er gibt zu bedenken, dass für Import und Herstellung mineralische Ressourcen abgebaut werden müssen. „Deshalb sollten lokale Hersteller bevorzugt werden, die ihre Auswirkungen so gering wie möglich halten.“

  • Accelleron holt in Baden Strom vom Dach

    Accelleron holt in Baden Strom vom Dach

    Die Accelleron Industries AG hat laut einer Medienmitteilung an ihrem Hauptsitz in Baden im Beisein von Stadtammann Markus Schneider die grösste Photovoltaikanlage der Stadt eingeweiht. Die Anlage wurde im Dezember in Betrieb genommen. Sie verteilt sich auf vier Dächer von Betriebsgebäuden mit 2533 Modulen und einer Kapazität von 1 Megawatt Spitzenleistung und soll etwa 1 Gigawattstunde pro Jahr produzieren. Das entspricht nach Angaben des Unternehmens dem jährlichen Energiebedarf von 400 Haushalten oder 150 Fahrten um die Welt mit einem Elektroauto. Accelleron decke nun 10 Prozent seines jährlichen Strombedarfs in Baden mit grüner Energie, heisst es weiter.

    „Als führendes Unternehmen in der Turboladerindustrie setzt sich Accelleron für die Dekarbonisierung ein und leistet einen positiven Beitrag zur  Nachhaltigkeit“, wird Herbert Müller zitiert, Präsident der High Speed Division von Accelleron und Co-Geschäftsführer der Tochterfirma Turbo Systems Switzerland. Accelleron Schweiz leiste mit diesem Projekt eine Vorreiterrolle bei der Nutzung erneuerbarer Energien, so Müller weiter. Markus Schneider war Ehrengast an der Einweihungsfeier. „Ich danke Accelleron als wichtigem Badener Unternehmen für dieses Engagement für die erneuerbaren Energien. Genau solche Projekte brauchen wir auf den Dächern der Badener Unternehmen“, wird Schneider zitiert.

    Von der internen Projektfreigabe bis zur Inbetriebnahme der Anlage im Dezember 2023 vergingen laut der Firmenmitteilung weniger als acht Monate. Obwohl sich das Projekt noch in einer frühen Betriebsphase befinde, seien bereits wichtige Erkenntnisse gewonnen worden, Das gelte etwa für die Auswirkungen der Schneelage auf die Stromproduktion mit Solaranlagen, so Accelleron.

  • Insgesamt 5 Millionen Dächer sind für die Stromerzeugung geeignet

    Insgesamt 5 Millionen Dächer sind für die Stromerzeugung geeignet

    Mehr als die Hälfte der gesamtschweizerischen Dachfläche – insgesamt 5 Millionen Dächer – ist für die Installation von Solar-/Photovoltaikanlagen geeignet. Das ist laut einer Medienmitteilung an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL) das Ergebnis einer Doktorarbeit zum Thema Ausbau der Solaranlagen in der Schweiz. Dadurch könnten mehr als zwei Drittel der Schweizer Städte und Gemeinden energieautark werden.

    Im Rahmen ihrer Doktorarbeit untersuchte Alina Walch das Potenzial erneuerbarer Energiesysteme. In Zusammenarbeit mit Martin Rüdisüli, Experte für Energiesystemmodellierung an der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) in Dübendorf ZH, entwickelte und verglich sie zwei Szenarien für den Ausbau der Photovoltaik in der Schweiz, um die Ziele der Energiestrategie 2050 zu erreichen oder sogar zu übertreffen.

    „Wir haben die Forschung gemeinsam durchgeführt, wobei ich meine Kenntnisse in der Modellierung der Photovoltaik und Martin Rüdisüli seine Erfahrung in der Bewertung verschiedener Szenarien für den Ausbau dieser Energieform im Rahmen der Energiewende eingebracht hat“, wird Walch zitiert.

    Die beiden untersuchten Strategien waren die Bevorzugung von grossen flache Dächern etwa auf Industriegebäuden und eine ausgewogene Stromerzeugung durch Anbringen von Solarzellen auf den Dächern aller Wohngebäude. Walchs Fazit: „Die beste Option ist ein Kompromiss zwischen den beiden Strategien – eine, die das Potenzial sowohl von Industrie- als auch von Hausdächern nutzbar macht.“

    Im Rahmen seiner Energiestrategie 2050 strebt der Bund einen raschen Ausbau der Solar-/Photovoltaikanlagen an. 2035 sollen 35 Terawattstunden (TWh) Strom aus erneuerbaren Energien (ohne Wasserkraft) erzeugt werden, 2050 sollen es 45 TWh sein.

  • Kanton Luzern will Ausbau von Erneuerbaren beschleunigen

    Kanton Luzern will Ausbau von Erneuerbaren beschleunigen

    Der Regierungsrat des Kantons Luzern hat seinen Gesetzesentwurf zum Ausbau der Stromproduktion aus erneuerbaren Energien. Die Änderung des Kantonalen Energiegesetzes sieht eine bessere Ausnutzung der Dachflächen zur Erzeugung von Solarstrom vor.

    Wie es in einer Medienmitteilung heisst, sollen Neubauten künftig nicht mehr nur einen Teil der selbst benötigten Elektrizität erzeugen, sondern das Stromerzeugungspotenzial der Dachfläche „angemessen ausnutzen“. Auch für bestehende Bauten werden Vorgaben zur Stromerzeugung vorgeschlagen, weil vor allem sie über ein „immenses Potenzial für die Stromerzeugung“ verfügten.

    Dies sei im Interesse eines raschen Ausbaus lokal produzierter erneuerbarer Energie, so Regierungspräsident Fabian Peter: Damit „erreichen wir nicht nur unsere Klimaziele, sondern erhöhen auch unsere Energieversorgungssicherheit“. Immerhin könnten Photovoltaikanlagen auf Dächern im Kanton insgesamt 2,4 Terawattstunden Solarstrom erzeugen. Das ist den Angaben zufolge mehr als das Doppelte des aktuellen Stromverbrauchs aller Privathaushalte.

    Neu sollen Photovoltaikanlagen auch auf einem anderen Dach innerhalb einer bestimmten Häusergruppe errichtet werden dürfen, etwa auf Ställen, Heuböden, Gewerbebauten oder bei Schularealen. Damit reagiert der Regierungsrat auf ein oft geäussertes Anliegen aus der öffentlichen Vernehmlassung. Diese hatte vom 15. Dezember bis 6. April 2023 stattgefunden.

    Die Mehrheit habe der generellen Stossrichtung, den Zielen und den Grundsätzen der neuen Regelungen zugestimmt. Die vorliegende Änderung des Kantonalen Energiegesetzes wird voraussichtlich für die kommende Mai-Session des Kantonsrats traktandiert.

  • Neue Ära der Umweltpolitik

    Neue Ära der Umweltpolitik

    Die UREK-N hat den Entwurf des CO2-Gesetzes für 2025-2030 mit einer Mehrheit von 18 zu 7 Stimmen angenommen. Dieser Entwurf beinhaltet die Halbierung der Treibhausgasemissionen der Schweiz bis 2030 im Vergleich zu 1990, wobei 75% der Reduktionen im Inland erzielt werden sollen. Die Kommission unterstützt viele Aspekte des Bundesrates, wie das Festhalten am maximalen CO2-Abgabebetrag von 120 Franken pro Tonne und lehnt eine Erhöhung ab.

    Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Förderung erneuerbarer Energien. Die Kommission hat vorgeschlagen, bis zu 45 Millionen Franken aus dem Ertrag der CO2-Abgabe für diesen Zweck zu verwenden, einschliesslich der Unterstützung von Anlagen zur saisonalen Energiespeicherung. Auch die Elektromobilität wird gefördert, indem die Basisinstallation von Ladeinfrastrukturen für Elektrofahrzeuge unterstützt wird, mit einem Budget von maximal 20 Millionen Franken pro Jahr.

    Im Bereich des Strassenverkehrs schlägt die Kommission eine reduzierte leistungsabhängige Schwerverkehrsabgabe (LSVA) für emissionsarme Lastwagen vor, die mit Elektro-, Wasserstoff- oder erneuerbaren Treibstoffen betrieben werden. Bei den Emissionsvorschriften für neue Fahrzeuge setzt die Kommission konkrete Zwischenziele für Personenwagen fest, um eine lineare jährliche Reduktion der CO2-Emissionen zu erreichen.

    Zur Förderung erneuerbarer Treibstoffe im Luftverkehr plant die Kommission, eine Beimischpflicht für erneuerbare Flugtreibstoffe einzuführen und eine Abgabe für Flüge von Privat- und Businessjets einzuführen.

    Die UREK-N hat auch wichtige Entscheidungen zum Beschleunigungserlass getroffen, der darauf abzielt, die Genehmigungsverfahren für Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien zu beschleunigen. Die Kommission unterstützt den Bundesratsentwurf weitgehend, fordert aber einige Ergänzungen, um die Einbindung von Standortgemeinden in das Verfahren zu gewährleisten.

    Insgesamt setzt die UREK-N mit diesen Entscheidungen ein starkes Zeichen für den Umweltschutz und die Förderung erneuerbarer Energien in der Schweiz.

    Die Kommission hat vom 6. bis 8. November 2023 unter dem Vorsitz von Nationalrat Jacques Bourgeois (FDP/FR) und teilweise in Anwesenheit von Bundesrat Albert Rösti in Bern getagt.

  • Schweizerinnen und Schweizer sind für schnellen Ausbau erneuerbarer Energien

    Schweizerinnen und Schweizer sind für schnellen Ausbau erneuerbarer Energien

    «Strom und Wärme aus einheimischen und nachhaltigen Quellen ist für Schweizerinnen und Schweizer immer wichtiger», sagt Patrick Drack, Geschäftsführer von STIEBEL ELTRON Schweiz. «Unsere Umfrage zeigt: Selbst wenn Windräder und Sonnenkollektoren möglicherweise das Landschaftsbild beeinträchtigen, akzeptiert eine sehr deutliche Mehrheit von 79 Prozent deren Betrieb.»

    Die Chancen der Energiewende
    Aus Sicht der Bevölkerung bietet die Energiewende vielfältige Chancen – insbesondere auch im Hinblick auf den Aspekt der Wirtschaftlichkeit: Nachhaltige Technologien sind nach Meinung der SchweizerInnen (82 Prozent) Wachstumsmärkte der Zukunft. Das Land kann dadurch wettbewerbsfähiger werden, denken 76 Prozent. Im eigenen Haus wiederum lässt sich mit dem Umstieg auf moderne Heiztechnik der Immobilien-Wert erhalten oder steigern, sind 85 Prozent überzeugt. «Die Wärmepumpe ist ganz klar die Heiztechnologie der Zukunft», sagt Drack. «Der Umstieg auf Erneuerbare in den privaten Haushalten ist ein wichtiger Beitrag zur Energiewende.»

    Bevölkerung wünscht sich Informationsangebot
    Auf eine solche umweltfreundliche Heizung möchten etwa zwei Drittel der Schweizerinnen und Schweizer laut Umfrage umstellen, um damit das Klima zu schonen und von Import-Energie unabhängiger zu werden. Zur Unterstützung wünscht sich die Bevölkerung aber ein zugänglicheres Informationsangebot, wie die Energiewende angegangen werden kann. Konkret gemeint sind auch die recht komplizierten Anträge für Förderangebote von Bund und Kantonen. «Mit dem Gebäudeprogramm sollen die privaten Haushalte beim Umstieg auf klimafreundliche Heiztechnik finanziell unterstützt werden», erklärt Drack. «Eine Energieberatung ist dabei äusserst hilfreich.»