Schlagwort: erneuerbare Wärme

  • Neue Wärmezentrale stärkt Energieversorgung in Villmergen

    Neue Wärmezentrale stärkt Energieversorgung in Villmergen

    Der AEW Wärmeverbund Villmergen liefert nach rund zweijähriger Bauzeit und 15 Millionen investierten Franken nachhaltige Wärme für lokale Unternehmen, wie aus einer Mitteilung hervorgeht. Der Wärmeverbund, der erneuerbare Wärme aus regionalem Altholz und Holz aus Kaskadennutzung mit moderner Speicher- und Regeltechnik kombiniert, stärkt die regionale Versorgungssicherheit im Rahmen der Energiestrategie 2050, so die Mitteilung.

    Im Mittelpunkt der Wärmezentrale steht ein effizienter Altholz-Heizkessel mit einer Leistung von 2000 Kilowatt. Geplant sind ausserdem ein weiterer Altholzkessel, Wärmepumpen und ein Spitzenlastkessel, die eine Gesamtleistung von bis zu 10’000 Kilowatt erbringen werden.

    Ein moderner Wärmespeicher mit einem Volumen von 160’000 Litern sichert dabei die Betriebseffizienz, eine Photovoltaikanlage mit einer Jahresproduktion von 220 Megawattstunden (MWh) produziert nachhaltigen Strom. 145 MWh des produzierten Stroms werden für den Eigenverbrauch der Anlage genutzt. Mittels der Power-to-Heat-Technologie wandelt die Anlage überschüssigen Strom in Wärme um und passt sich so Schwankungen im Energiesystem an. Dies führe zu einer besonders effizienten Energienutzung, während man gleichzeitig die Stabilität des Stromversorgungsnetzes unterstütze, erklärt die AEW.

    Nach Endausbau liefert die Wärmezentrale jährlich bis zu 14’500 MWh Wärme und deckt den Bedarf von rund 700 Einfamilienhäusern. Dadurch spare man jährlich rund 710’000 Kubikmeter Erdgas sowie 1500 Tonnen CO2, erklärt Daniel Wernli, Leiter der Wärmeproduktion der AEW.

    Von der Planung über die Bauausführung bis zum Betrieb hat die AEW bewusst Unternehmen aus der Region beauftragt. Auch die lokale Bevölkerung wird mit einbezogen: am Frühjahr 2026 richtet die AEW einen Tag der Offenen Tür im Wärmeverbund aus und erklärt, wie aus regionalem Holz nachhaltige Wärme entsteht.

  • Neuer Energieverbund soll Netto-Null-Ziel der Stadt Wädenswil unterstützen

    Neuer Energieverbund soll Netto-Null-Ziel der Stadt Wädenswil unterstützen

    Energie 360° und die Stadt Wädenswil wollen mit einem Energieverbund zum Netto-Null-Ziel der Stadt beitragen. Konkret ist geplant, das Wasser des Zürichsees zur Erzeugung erneuerbarer Wärme zu nutzen, informiert der Zürcher Energieversorger in einer Mitteilung. Dazu wollen die beiden Partner den Energieverbund Wädenswil AG einrichten, an dem sich die Stadt Wädenswil mit 51 und Energie 360° mit 49 Prozent beteiligt.

    Am 9. Februar hat das Stimmvolk von Wädenswil den Plänen zur Gründung des Energieverbunds mit 66,04 Prozent grünes Licht gegeben, heisst es in der Mitteilung. «Die Stadt Wädenswil investiert in die Zukunft», wird Stadtpräsident Philipp Kutter dort zitiert. «Eine saubere Energieversorgung kommt allen zugute und reduziert unsere Abhängigkeit von fossilen Energieträgern.»

    Die Planungen umfassen zwei unterirdische Energiezentralen im neuen Gessner-Areal und beim Parkplatz Rietlau. In der zweiten Energiezentrale kommt auch überschüssige Abwärme aus der Abwasserreinigungsanlage Rietlau zum Einsatz. Zudem will Energie 360° seinen seit 2011 in Wädenswil betriebenen Wärmeverbund Untermosen in den neuen Verbund integrieren.

    «Die lokal verfügbare Energie aus dem Zürichsee für die Energieversorgung zu nutzen, ist ökologisch und wirtschaftlich sinnvoll», meint Energie 360°-CEO Jörg Wild. Geht alles nach Plan, können erste Kundinnen und Kunden bereits 2026 erneuerbare Wärme aus dem Verbund beziehen. Im Endausbau soll der Verbund jährlich Emissionen im Umfang von rund 15’000 Tonnen CO2 vermeiden.