Die Zivilluftfahrt hat 2024 in der Schweiz eine direkte Wertschöpfung von 9,8 Milliarden Franken erzielt. Diese umfassen die Unternehmen an den Flughäfen und deren Zulieferer. Das zeigt ein Bericht, den die INFRAS AG im Auftrag des Bundesamtes für Zivilluftfahrt (BAZL) erarbeitet hat. Mit 68 Prozent entfallen mehr als zwei Drittel der direkten Wertschöpfung auf den Flughafen Zürich und den benachbarten Gebäudekomplex The Circle. Genf folgt mit 19 Prozent, Basel mit 12 Prozent.
Die gesamte Wertschöpfung, die auch indirekte Folgen etwa über den Tourismus in die Schweiz einschliesst, beträgt danach 24,8 Milliarden Franken.
Die Zivilluftfahrt ist auch ein Beschäftigungsmotor. Direkt ermöglicht sie eine Beschäftigung von 49‘100 Vollzeitäquivalenten, insgesamt sogar von 150‘200 Vollzeitäquivalenten.
Die Region Zürich ist dank dem Flughafen die besterreichbare Region in Europa. Die Nordwestschweiz folgt auch dank dem Flughafen Basel auf Platz sechs, der Genferseeraum dank dem Flughafen Genf auf Platz sieben. Auch die anderen Regionen des Landes gehören zu den 15 besterreichbaren unter den 284 untersuchten Regionen in Europa.
Der Bericht beziffert die externen Kosten der Zivilluftfahrt auf 6,1 Milliarden Franken. Davon entfallen 4,6 Milliarden auf das Klima, 1,1 Milliarden auf vor- und nachgelagerte Prozesse.
Forschende verschiedener Fachbereiche der HSLU haben sich mit der Frage auseinandergesetzt, wie sich ein Hochhaus sozial nachhaltig gestalten lässt, informiert die HSLU in einer Mitteilung. Dazu wurden architektonische, soziale und wirtschaftliche Aspekte untersucht. Aus ihren Erkenntnissen haben die Forschenden Planungs- und Handlungsempfehlungen abgeleitet. Das interdisziplinäre Hochschulprojekt wurde von der Schweizerischen Agentur für Innovationsförderung, Innosuisse, gefördert.
Ein nachhaltiges Hochhaus biete „sowohl eine hohe individuelle als auch kollektive Lebensqualität und hat das gemeinschaftliche Zusammenleben heute und für künftige Generationen im Blick“, wird Projektinitiator Alex Willener in der Mitteilung zitiert. Um diese Anforderungen zu erfüllen, müsse das Gebäude sowohl seinen Bewohnenden als auch den Menschen in seinem Umfeld von Nutzen sein, den sozialen Zusammenhalt fördern und dazu noch wirtschaftlich tragbar sein, schreibt die HSLU.
In einem Hochhaus leben Menschen mit unterschiedlichen Lebensstilen und Erwartungen unter einem Dach. Die Forschenden raten dazu, das Zusammenleben dieser Unterschiede bereits bei der Planung zu berücksichtigen und im fertiggestellten Gebäude zu fördern. Damit ein Hochhaus auch in der Umgebung akzeptiert wird, solle es dem ganzen Quartier etwas bieten. Als Beispiele werden in der Mitteilung Arztpraxen, Kinderkrippen oder ein Quartiertreffpunkt genannt. Um das Hochhaus an sich verändernde Bedürfnisse anpassen zu können, empfehlen die Forschenden bereits beim Bau darauf zu achten, dass Räume mit wenig Aufwand zusammengelegt oder neu unterteilt werden können. hs
Das Sisslerfeld im Fricktal soll sich zu einem Zukunftsort entwickeln. Es ist das grösste zusammenhängende und eingezonte Industriegebiet des Kantons Aargau. Mit der Weiterentwicklung des Sisslerfelds sollen sich mehr Unternehmen im Gebiet ansiedeln und 5000 bis 10’000 zusätzliche hochqualifizierte Arbeitsplätze entstehen.
Die vier beteiligten Gemeinden – Eiken, Münchwilen, Sisseln und Stein, – der Planungsverband Fricktal Regio und der Kanton Aargau haben darum Ende 2018 beschlossen, die Entwicklung der 200 Hektaren grossen Arbeitszone gemeinsam und koordiniert anzugehen. Qualitatives Wachstum steht dabei im Vordergrund. Bereits im Jahr 2019 wurden die Menschen, die im Sisslerfeld wohnen oder arbeiten, sowie die Unternehmen und Grundeigentümerinnen und Grundeigentümer nach ihren Bedürfnissen gefragt. Daraus sind Leitsätze für die weitere Entwicklung entstanden.
Von Januar bis September 2020 suchten vier Teams von Fachplanerinnen und Fachplanern Lösungen, um die Leitsätze umzusetzen. In dieser sogenannten Testplanung beschäftigten sich die Teams mit der Frage, wie die Arbeitsplätze im Sisslerfeld wachsen und gleichzeitig der Verkehr erträglich bleiben und die landschaftliche Schönheit mit ihrem Naherholungswert bewahrt werden kann. Die Fachpersonen aus den Bereichen Wirtschaft, Gesellschaft, Städtebau, Mobilität, Freiraum und Energie arbeiteten dafür interdisziplinär zusammen. Dabei haben sie verschiedene Lösungsansätze untersucht und verglichen und ihre Vor- und Nachteile diskutiert.
Ihre Lösungsansätze wurden von einem 16-köpfigen Beurteilungsgremium in drei Workshops intensiv und kritisch diskutiert. Um der jungen Generation genügend Gewicht zu geben, waren in diesem Gremium auch sehr junge Fachpersonen vertreten. Vorsitzender des Beurteilungsgremiums war Rainer Klostermann, Architekt und Städteplaner aus Zürich. In der Testplanung sei es für ihn wichtig gewesen, «all die Ideen und Erkenntnisse zu berücksichtigen, wie sich das Sisslerfeld als künftiger Arbeits-, aber auch Wohn- und Freizeitort gestalten lässt». «Anderseits», so Klostermann weiter, «gilt es, den lokalen Bedürfnissen Rechnung zu tragen, ja diese geradezu zu hüten.» In der Testplanung wurde nicht nur ausgelotet, wie das Sisslerfeld entwickelt werden könnte. «Ebenso wichtig war es, verschiedene Perspektiven zu diskutieren und unter einen Hut zu bringen.»
Im Anschluss an die Testplanung wurden die verschiedenen Anliegen denn auch zu einem abgestimmten Gesamtbild zusammengeführt. Das Beurteilungsgremium hat diese Synthese Anfang Juli 2021 verabschiedet. Sie besteht aus acht Stossrichtungen und zeigt auf, wie sich das Sisslerfeld nachhaltig entwickeln könnte und welche Weichen dafür bereits heute gestellt werden können.
In einem nächsten Schritt werden diese Stossrichtungen mit den Gemeinden, der Bevölkerung sowie den Grundeigentümerinnen und Grundeigentümern diskutiert. Die Ergebnisse dieses Dialogs sollen im Jahr 2022 in behörden- und anschliessend grundeigentümerverbindliche Planungen überführt werden.
Schritt für Schritt wird Urdorf-Nord zu einem dichten, lebendigen und bezahlbaren Raum für innovative, nachhaltige und lokale Lebens- und Arbeitsformen. Momentan ist Urdorf-Nord in einer Phase der baulichen Verdichtung und wird mit der Limmattalbahn verkehrstechnisch noch besser an Zürich und den Kanton Aargau angeschlossen. Die Stadt im Dorf ist bereits heute eines der wichtigsten Arbeitsplatzgebiete im Limmattal und hat mit der Kantonsschule und dem angrenzenden Limmattalspital eine starke Verankerung in der Bildung und Gesundheit.
An die Kantonsschule angrenzend ist eine Zone vorgesehen, die neben innovativem Arbeiten auch urbanes Wohnen möglich macht. Die Strasse «In der Luberzen» soll zur Flaniermeile werden, und an einer der beiden Limmattalbahn-Haltestellen ist ein Platz vorgesehen, der Urdorf-Nord mit den umliegenden Quartieren verbindet. Die Nord-Süd-Verbindung schliesst an den zentralen Platz an, der die Achse weiter zur S-Bahn-Station Glanzenberg leitet. Von der Maisonette über das Loft bis zur WG-Wohnung, in Urdorf-Nord soll eine vielschichtige Wohnwelt entstehen, die ein urbanes Flair hat und gleichzeitig den Dorf-Charme nicht verliert. Urdorf-Nord gehört zu den wirtschaftlich interessantesten Gebieten im Limmattal und birgt ein hohes Potenzial bezüglich Arbeits- und Wohnqualität. Die Stadt im Dorf ist topografisch wie auch verkehrstechnisch das Entrée Urdorfs im Limmattal und kann damit eine Leuchtturm-Funktion einnehmen, um innovative und zukunftsorientierte Unternehmen anzusiedeln.
In Urdorf-Nord (www.urdorfnord.ch) soll aber nicht nur gearbeitet, sondern auch gelebt werden. Die Entwicklungsstrategie sieht vor, eine gute Balance zwischen innovativer Unternehmenskultur und urbanem Wohnen zu ermöglichen. Das Ziel ist klar: In einer umsichtigen Struktur werden sich Wohnen und Arbeiten attraktiv ergänzen, und so ergeben sich befruchtende Synergien. Darüber hinaus wird Urdorf-Nord ein optimiertes Verkehrskonzept erhalten, das den Ausbau des öffentlichen Verkehrs sowie des Langsamverkehrs gleichermassen berücksichtigt.
Bereits heute ist die Stadt im Dorf erlebbar, etwa mit der Zwischennutzung #luberzenareal: Seit Mitte August 2021 bieten unterschiedliche Foodtrucks, die avec box – der modernste Convenience Store der Schweiz – und unkomplizierte Aufenthaltsmöglichkeiten erhöhte Aufenthalts- und Verpflegungsqualität.
Die Zwischennutzung #luberzenareal lädt bereits heute zu Verpflegung und Aufenthalt ein.Willkommen im geplanten Urdorf-Nord.
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