Schlagwort: Erwerb

  • Admicasa gründet Fondsleitung und legt eigenen Immobilienfonds auf

    Admicasa gründet Fondsleitung und legt eigenen Immobilienfonds auf

    Bis Anfang 2024 will das Management einen weiteren Immobilienfonds auflegen. Dieser richtet sich an Kommunen, die sich mit dem Bau öffentlicher Einrichtungen wie Schulen, Spitälern und Heimen beschäftigen und die Erstellung von günstigem Wohnbau anstreben.

    Mit diesem Schritt erweitert die Admicasa Gruppe ihren Horizont: Admicasa entwickelt, realisiert und managt Immobilien, wobei das Segment Management insbesondere institutionelle Investoren anspricht. Mit der Fondsleitung richtet sich Admicasa nun auch an einen erweiterten Kreis von Anlegern.

    Das Verwaltungsratspräsidium der Admicasa Fondsleitung AG übernimmt Beat Langenbach. Der versierte Unternehmer ist Gründer einer erfolgreichen Brokergesellschaft und ehemaliger Präsident der Admicasa Gruppe.

    Beat Langenbach stehen drei hochkarätige Verwaltungsräte zur Seite: Professor Michael Trübestein ist Studiengangsleiter für Immobilienmanagement an der Universität Luzern und Träger verschiedener Verwaltungsratsmandate in der Immobilienwirtschaft. Thomas Bergmann ist als langjähriger Unternehmer in der

    Immobilienbranche breit verankert. Und Walter Keller bringt zwei Jahrzehnte Erfahrung in der Fondsindustrie mit, unter anderem als Head of Depotbank bei BNP Paribas.

    Mit Peter Csoport konnte Admicasa einen erprobten Investment- und Immobilienspezialisten gewinnen, der als CEO das operative Geschäft der Fondsleitung führen wird.

    Damit zählt der Schweizer Finanzplatz 53 bewilligte Fondsleitungen. Eine Mehrheit davon entfällt auf grosse Banken und Versicherungen. Die neue Admicasa Fondsleitung AG gehört zur exklusiven Gruppe der mittleren und unabhängigen Fondsleitungen. «Jetzt kann ein breiter Investorenkreis am Mehrwert teilhaben, den wir in der Immobilienbranche mit kreativen Lösungen schaffen», sagt Serge Aerne, Verwaltungsratspräsident der Admicasa Gruppe. «Wir wollen den Markt aufmischen.»

  • Wohneigentum: der Mix aus Digitalisierung und physischer Präsenz ist entscheidend

    Wohneigentum: der Mix aus Digitalisierung und physischer Präsenz ist entscheidend

    Erinnern Sie sich noch an die Zeit, in der es kein Internet gab? In der Schweiz brach der Internetboom ab 1995 an ­– am 16. September 1996 wurde das Internet auch für eine breite Bevölkerung bezahlbar, da der Zugang schweizweit zum lokalen Telefontarif möglich wurde. Die USA, vor allem amerikanische Internet-Startups, ebneten weltweit den Weg ins Internetzeitalter – Amazon wurde 1994 gegründet, Ebay 1995 und Google 1998.

    Auch in der Schweiz folgten rasch Aktivitäten in Bereichen wie E-Commerce, E-Banking und verschiedenen Markt- und Informationsplattformen. Dabei wurde der Marktplatz für Mietwohnungen und Wohneigentum schon früh digitalisiert: Die Marktführerinnen Immoscout24 und Homegate wurden im Jahr 1997 respektive 2001 gegründet. Zu den Online-Marktplätzen zur Vermietung und zum Verkauf von Immobilien gesellten sich in den letzten Jahren unzählige weitere Plattformen und Dienstleistungen rund um den Liegenschaftenmarkt: Sharing-Plattformen wie Airbnb, Wohnungsportale, wo der Vermieter den Mieter sucht, Immobilienplattformen für institutionelle Investoren, Plattformen für Crowdsourcing und Peer-to-Peer-Finanzierung, und viele weitere.

    Die Suche von Immobilien findet virtuell statt

    Digitale Plattformen sind ein wesentlicher Bestandteil des Wohnungsmarktes – und es gibt wohl kaum jemand, der bei der Suche nach einer Mietwohnung oder einem Eigenheim nicht zuerst die Webseiten oder Apps der verschiedenen Anbieter aufsucht. Leistungsfähige Suchmaschinen liefern wertvolle Informationen zu Angebot und Preis; immer bessere 360-Grad-Videos bieten virtuelle Rundgänge, und Chatbots beatworten die dringlichsten Fragen. Das Vertrauen der Nutzer in viele dieser digitalen Plattformen ist gross, nicht zuletzt, weil Falschangaben von der «Community» umgehend entlarvt werden.

    Diese digitalen Dienstleistungen liefern einen schnellen und einfachen Marktüberblick vom Sofa aus; kommt ein neues, bestimmten Kriterien entsprechendes Objekt auf den Markt, wird die Interessentin umgehend benachrichtigt. Doch während die Suche von Immobilien fast vollständig und erfolgreich in den virtuellen Raum verlagert wurde, möchten die meisten Mieterinnen und Mieter die potenzielle neue Wohnung dennoch persönlich in Augenschein nehmen – und beim Erwerb, Verkauf und Unterhalt von Wohneigentum geht kaum etwas ohne physische Präsenz. Die Digitalisierung stösst an Grenzen.

    Mithilfe digitaler Assistenten kann zwar schnell und einfach ein Objektprofil mit Baujahr, Nettowohnfläche, Objektart, Standort, etc. erstellt und der aktuelle Gebäudezustand ermittelt werden. Einzelne Modernisierungsassistenten liefern anhand eines solchen Profils sogar konkrete Empfehlungen, was genau wann ersetzt oder modernisiert werden sollte, inklusive einer Bandbreite der entsprechenden Sanierungskosten. Auch im Bereich der energetischen Sanierung können Plattformen viele Anregungen und Informationen bereitstellen, zum Beispiel zu Einsparungen des Stromverbrauchs oder möglichen Subventionen für Heizanlagen, die auf erneuerbarer Energie basieren.

    Für Investitionsentscheide braucht es physische Präsenz

    Wenn es jedoch darum geht, das «Look and Feel» einer Immobilie zu beurteilen, ist die physische Präsenz vor Ort unabdingbar. Die definitive Beurteilung des Zustands einer Baute und der Entscheid, welche Sanierungsmassen wirklich notwendig sind, können nur an Ort und Stelle erfolgen – und zusammen mit erfahrenen Experten. Auch die Wahl der richtigen Handwerker findet zumindest in einem zweiten Schritt physisch statt, da auch sie die Immobilie persönlich begutachten müssen, um konkrete Offerten erstellen zu können.

    Zudem verlangen viele Finanzinstitute für die Finanzierung eines Eigenheims eine von einem speziellen Begutachter erstellte «physische» Schätzung. Da Liegenschaften nicht fungibel sind, ist auch jede Transaktion anders – und für die Verhandlung und den Abschluss einer Immobilientransaktion sollten ebenfalls Fachpersonen beigezogen werden.

    Digitale Wohneigentumsplattformen können sehr viel Nutzen stiften und viele Bedürfnisse rund um den Kauf, den Unterhalt oder den Verkauf einer Liegenschaft abdecken. Aber ohne den Menschen geht es nicht. Nur der Mix aus Digitalisierung und physischer Präsenz – sowie die Begleitung durch entsprechende Experten – führt zum besten Resultat.