Schlagwort: ERZ

  • Fernwärme zwischen Zürichs Norden und Westen fliesst

    Fernwärme zwischen Zürichs Norden und Westen fliesst

    ERZ Entsorgung + Recycling Zürich hat die Verbindung zwischen den Fernwärmenetzen Zürich-Nord und Zürich-West in Betrieb genommen. Am 31. Oktober wurden die Liegenschaften der Baugenossenschaft Oberstrass als erste daran angeschlossen. Insgesamt sollen durch die Versorgung zusätzlicher Quartiere laut einer Medienmitteilung der Stadt Zürich Tausende Tonnen CO2-Emissionen eingespart werden. Dem Rahmenkredit für den Bau dieser 6,5 Kilometer langen Verbindungsleitung in Höhe von 330 Millionen Franken hatte die Zürcher Stimmbevölkerung im November 2018 mit 84,1 Prozent zugestimmt.

    Damit „setzen wir heute einen weiteren Meilenstein für Netto-Null“, wird Stadträtin Simone Brandner, die Vorsteherin des Tiefbau- und Entsorgungsdepartements, zitiert. Sie rief in Erinnerung, dass der Anteil an Öl- und Gasheizungen in der Stadt Zürich noch immer 80 Prozent betrage: „Um unsere Klimaschutzziele umzusetzen, muss dieser Anteil massiv reduziert werden.“ Dazu werde der Ausbau der Fernwärmeversorgung „wesentlich beitragen“.

    Produziert wird die ERZ-Fernwärme den Angaben zufolge derzeit zu 70 Prozent mit CO2-neutraler Abwärme aus der Kehrichtverwertungsanlage (KVA) Hagenholz und dem Holzheizkraftwerk Aubrugg. Der Verwertungsprozess von Kehricht gilt zu 50 Prozent als klimaneutral, weil der verbrannte Kehricht rund zur Hälfte aus biogenem Material besteht. Das bei der Verbrennung in der KVA entstehende CO2, jährlich rund 300’000 Tonnen, soll künftig abgeschieden, genutzt und gelagert werden. ERZ befasse sich als Industriepartner in einer grossangelegten Studie von Bund und Eidgenössischer Technischer Hochschule Zürich „intensiv“ mit diesem Thema.

  • Stadt Zürich liquidiert Fernwärme Zürich AG

    Stadt Zürich liquidiert Fernwärme Zürich AG

    Das Kehrichtheizkraftwerk Josefstrasse habe das Ende seiner Lebensdauer erreicht und werde daher am 31. März stillgelegt, informiert das Tiefbau- und Entsorgungsdepartement der Stadt Zürich in einer Mitteilung. Das vom Werk Josefstrasse betreute Gebiet werde künftig über eine neue Verbindungsleitung mit Fernwärme aus dem Werk Hagenholz versorgt, heisst es dort weiter.

    Seit 2011 wurde das Heizkraftwerk Josefstrasse von der Stadt Zürich gemeinsam mit der Energie Baden-Württemberg AG (EnBW) betrieben. Dabei hatte die städtische Dienstabteilung ERZ Entsorgung + Recycling Zürich den operativen Betrieb verantwortet. EnBW war für die Beschaffung von Abfall im grenznahen Ausland zuständig. Für den gemeinsamen Betrieb des Kehrichtheizkraftwerks hatten die beiden Partner die Fernwärme Zürich AG (FWZ) gegründet.

    Mit der Stilllegung des Werks Josefstrasse beenden die beiden Partner nun ihre Zusammenarbeit. Wie zuvor vertraglich vereinbart, kauft die Stadt Zürich daher den von EnBW gehaltenen Anteil von 40 Prozent an der FWZ auf. Der Kaufpreis wird in der Mitteilung auf 480’000 Franken beziffert. Im Anschluss an die vollständige Übernahme durch die Stadt Zürich soll die FWZ liquidiert werden.

  • Stromfahrzeuge eigenen sich gut für Zürich

    Stromfahrzeuge eigenen sich gut für Zürich

    Eine Studie hat im Auftrag des Kantons und der Stadt Zürich die Gesamtökobilanzen verschiedener Fahrzeuge und Antriebsarten verglichen. Die Ergebnisse zeigen, dass batteriebetriebene Fahrzeuge grundsätzlich eine deutliche Reduktion der Treibhausgasemissionen pro Kilometer ermöglichen, insofern sie mit CO2-armen Strom betankt werden. Allerdings sind auch Stromfahrzeuge noch nicht perfekt. So verursacht ihre Herstellung insbesondere ausserhalb der Schweiz Feinstaubemissionen.

    Im Rahmen der Studie wurde auch der Zürich Mobilitäts-Umweltindex (ZMU) erstellt, der die Umweltindikatoren spezifisch für Zürich gewichtet. Die Ergebnisse des ZMU zeigen, dass die Gesamtumweltbelastung im urbanen Raum mit batterielektrischen Fahrzeugen am wirkungsvollsten reduziert werden kann.

    Die Ergebnisse sollen eine Entscheidungsgrundlage bei der Fahrzeugpolitik der Stadt und des Kanton Zürich bilden. Der Stadtrat will den Angaben zufolge eine konsequente Umstellung der Fahrzeugflotte auf alternative Antriebe. Diese Umstellung ist bereits im Gang. So setzt etwa ERZ Entsorgung + Recycling Zürich seit Juli 2019 für die Leerung der Abfallbehälter auf öffentlichem Grund auch elektrobetriebene Lieferwagen ein. Im April 2020 hat ERZ auch das erste elektrobetriebene Abfallsammelfahrzeug in Betrieb genommen.