Schlagwort: ewl Areal

  • Urbaner, vielfältiger und ökologischer Lebensraum

    Urbaner, vielfältiger und ökologischer Lebensraum

    Die Stadt Luzern, die abl allgemeine baugenossenschaft luzern (abl) und ewl energie wasser luzern, realisieren gemeinsam auf dem heutigen ewl Areal ein neues Sicherheits- und Dienstleistungszentrum inklusive Wohnungen. Dazu haben die drei Parteien im Dezember 2018 die ewl areal ag gegründet.

    Objekte für verschiedene Bedürfnisse
    Die abl plant auf dem rund 20 000 Quadratmeter grossen Areal ein vielfältiges Angebot an gemeinnützigem Wohnraum. Die Palette reicht von 72 2½- bis 5½-Zimmer-Wohnungen. Dies ergänzend zum benachbarten Projekt Kooperation Industriestrasse. Zusammen mit den 81 Zimmern des Pflegezentrums der Viva Luzern AG soll so auf dem ewl Areal Wohnraum für verschiedene Bedürfnisse und Lebensformen entstehen. Dies in einem lebendigen Quartier mit Entwicklungspotenzial. So soll ein durchmischtes, nachhaltiges, ökologisches Vorzeigequartier für Wohnen, Arbeit und Freizeit entstehen. Für die Architektur des ewl-Areals zeichnen Masswerk Architekten Luzern und E2A Architekten Zürich verantwortlich. Gemeinsam hat das Team das Siegerprojekt «Rotpol» entworfen.

    Gemeinsamer Nutzen
    Ziel der Überbauung ist, dass die Aussenräume von den Anwohnerinnen und Anwohnern wie auch von den Mitarbeitenden aller Bereiche gemeinschaftlich genutzt werden können. Die bauliche Vergangenheit und das industrielle Erbe des Gaswerkareals bleiben im Projekt «Rotpol» mit dem Erhalt des «Roten Hauses» – ein Zeitzeuge Luzerner Industriekultur – erhalten. Sanft restauriert, wird diesem Haus eine neue Bedeutung zugesprochen. Das «Rote Haus» soll zum sozialen und kulturellen Treffpunkt der Überbauung werden. Um das «Rote Haus» – im Herzen des Areals – kreiert die Architektur einen Quartierplatz. Dieser wird von drei unterschiedlich geformten Gebäudekomplexen gefasst, die sich in Struktur und Ausdruck stark voneinander unterscheiden.

    Ökologisches Vorzeigeprojekt
    Das ewl Areal soll einen Meilenstein im verantwortungsbewussten und nachhaltigen Städtebau darstellen, betonen die Projektverantwortlichen. Die zukünftigen Nutzer sollen in der Lage sein, ihren Energiebedarf selber zu optimieren und dadurch ihren Teil für die verantwortungsbewusste Gestaltung der Zukunft beizutragen. Vorgesehen ist, dass die Seewassernutzung hierfür eine Schlüsselrolle einnehmen wird. Das Zusammenspiel von thermischer Energieversorgung durch einen Mix aus Seewasser-, Solarenergie- und Abwärmenutzung soll den Energiebedarf zu hundert Prozent aus erneuerbaren Energiequellen decken. Zudem strebt die Überbauung das Zertifikat für «2000-Watt-Areale» an.

    Baubewilligung wird 2021 erwartet
    Noch sind nicht alle Hürden überwunden: In der Stadt Luzern entscheiden 2021 die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger über die städtische Finanzierung dieses Projekts. Die ewl areal ag rechnet mit Baubewilligung im gleichen Jahr. Der Baustart der ersten Etappe ist für 2022 vorgesehen. Gebaut wird in zwei Etappen. Der Betrieb der vorhandenen Nutzungen auf dem Areal werde während der gesamten Bauphase ohne Provisorien gewährleistet, teilt das ewl mit. Der Baustart der zweiten Etappe ist für 2024 geplant. Zwei Jahre später sollen die Wohnungen, Pflegeplätze und Büroräumlichkeiten bezogen werden. ■