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  • Ehemaliges Unterwerk Steghof in Luzern im Schutzstatus

    Ehemaliges Unterwerk Steghof in Luzern im Schutzstatus

    Der Wert des ehemaligen Elektrizitätswerks an der Sternmattstrasse 3 soll hinsichtlich der noch bestehenden Bausubstanz sorgfältig untersucht werden. Als Eigentümerin der Liegenschaft will ewl diesem Anliegen Rechnung tragen. «Wir werden gemeinsam mit der Denkmalpflege und der Stadtplanung prüfen, ob die Bausubstanz erhaltenswert ist», sagt Patrik Rust, Vorsitzender der Geschäftsleitung. Das Anliegen wurde in einem offenen Brief der IG Unterwerk Steghof an ewl formuliert und von verschiedenen Luzerner Vereinen und Interessengruppen unterzeichnet (siehe Beilage).

    Historischer Bau und aktuelle Substanz
    Die Kernelemente des alten Elektrizitätswerks stammen noch aus dem frühen 20. Jahrhundert. Das Haus wurde zwischen 1904 und 1905 vom Architekten Carl Griot gebaut, für die 1903 gegründete Elektrizitätswerk Luzern-Engelberg AG. Mit der Anlage wurde in erster Linie die Stadt Luzern mit Strom versorgt, da das Kraftwerk Thorenberg in Littau nicht mehr genügend Leistung erbrachte.

    Das Gebäude weist eine gewisse historische Bedeutung auf. Der ursprüngliche Backsteinbau ist heute allerdings nicht mehr wiederzuerkennen. Das frühere Erscheinungsbild wurde durch mehrere Umbauten ab den späten 1950er Jahren weitgehend zerstört. Die Fassade wurde teilweise durchbrochen, ein Zwischengeschoss wurde zwischen zwei Stockwerken eingezogen und verzierende Elemente wurden abgeschlagen. Die Gebäudehülle ist seit 1979 mit grünen Faserzementplatten abgedeckt. Aus heutiger Sicht scheint dieser unsorgfältige Umgang mit der Bausubstanz als unverständlich. Das Gebäude wurde nach Vorabklärungen beim kantonalen Denkmalschutz bisher weder als erhaltens- noch als schützenswert gelistet. Dies soll nun geprüft werden. Heute wird ehemalige Unterwerk Steghof von ewl als Lager genutzt, insbesondere für die Luzerner Weihnachtsbeleuchtung.

    Zwischennutzung und Neubau des ewl Areals
    Ein weiteres Anliegen der IG Unterwerk Steghof betrifft die Prüfung möglicher Zwischennutzungen auf dem Areal. Für eine öffentliche Zwischennutzung des alten Unterwerks Steghof, mit regelmässiger Begehung durch Personen, sähe Patrik Rust vor allem sicherheitstechnische Hürden. «Je nach Nutzungsidee müsste sehr viel Geld investiert werden, um das Gebäude für Besucherinnen und Besucher sicher zu machen.»

    Mit der Sternmattstrasse 3 sind noch zwei weitere Gebäude baulich verbunden: ein Wohngebäude mit derzeit zwei vermieteten Wohnungen sowie eine ausgediente Leitstelle für die Netzanlagen Strom, Erdgas und Wasser. In der ausgedienten Leitstelle sind zurzeit Büroräumlichkeiten eingerichtet.

    Hinsichtlich der geplanten Grossüberbauung des gesamten ewl Areals (Projekt «Rotpol») sieht ewl den Eigenbedarf als notwendig. Mit der Überbauung des ewl Areals soll in den nächsten Jahren ein ganz neuer Stadtteil entstehen. Im Kern der Überbauung wird das «Rote Haus» stehen, das sorgfältig renoviert wird. Ein historischer Industriebau, der für Veranstaltungen der Öffentlichkeit zur Verfügung steht. «Das Rote Haus hat sich bereits in den vergangenen Jahren als idealer Ort für Kulturveranstaltungen etabliert», sagt Rust. Es gilt offiziell als «schützenswertes Objekt».

    Während der geplanten Bauphasen des Projektes Rotpol brauchen die Mitarbeitenden von ewl Platz für provisorische Lösungen und Büroräumlichkeiten. «Im Umfeld muss das Versorgungsmaterial von ewl sinnvoll platziert werden können, um in erster Priorität die Versorgungssicherheit für die Stadt Luzern mit Strom, Wasser und Wärme nicht zu gefährden», sagt Rust. Für das Bauprojekt werden voraussichtlich auch Umschlagplätze für Grossfahrzeuge und schwere Baugeräte benötigt. «Der Ort, an dem die besagten Gebäude stehen, könnte als ein solcher Platz dienen.» Bezüglich dem Projekt Rotpol hatte der Grosse Stadtrat am 4. Mai 2023 auf Antrag der Geschäftsprüfungskommission den Bericht und Antrag «ewl Areal AG: Zweiter Finanzierungsschritt» zur Überarbeitung zurückgewiesen. Offene Fragen werden zurzeit geklärt. Nach aktuellem Stand der Projektarbeiten sowie mit einem Ausblick auf die nächsten Schritte zieht ewl aktuell nur Zwischennutzungen für unternehmenseigene Zwecke in Erwägung.

  • ewl investiert Milliardenbetrag in nachhaltige Energie

    ewl investiert Milliardenbetrag in nachhaltige Energie

    Die Energieversorgerin Energie Wasser Luzern (ewl) investiert gemäss einer Medienmitteilung mehr als 1 Milliarde Franken in den Umbau des Energiesystems. Für eine klimaneutrale Zukunft im Raum Luzern will ewl die Nutzung von See-Energie, Fernwärme, Photovoltaikanlagen, Ladelösungen für Elektrofahrzeuge und intelligente Energiekonzepte fördern. Im Fokus hat die ewl klimafreundliche Lösungen aus einer Hand.

    Die umweltschonende Energieversorgung über Fernwärme und See-Energie sei schon in vollem Gange, wie das Unternehmen mit Verweis auf getätigte Investitionen in Höhe von 330 Millionen Franken unterstreicht. Aktuell werden 3700 Haushalte im Zentrum Luzerns mit nachhaltig gewonnener Wärme versorgt. Für bestehende Fernwärmenetze sind ewl zufolge Erweiterungen vorgesehen. Netzausbauten in ausserstädtischen Gebiete sollen folgen. Für Orte, an denen sich Gas und Öl nicht unmittelbar ersetzen lassen, will ewl Übergangslösungen schaffen. 20 Millionen Franken sieht ewl für die Installation von Photovoltaikanlagen auf städtischen Gebäuden vor.

    Bei der Elektromobilität seien „Ladelösungen mit intelligentem Lademanagement“ für grössere Überbauungen und Unternehmen vorgesehen. Mehr als 250 Ladestationen hat die ewl installiert, davon rund 100 im laufenden Geschäftsjahr. Mit Investitionen in die Ladeinfrastruktur in Höhe von 13 Millionen Franken soll die Verfügbarkeit bis 2030 auf 3000 Stationen wachsen.

    Aktiv zeigt sich ewl bei Projekten zur Förderung von Biogas oder Power to X-Technologien. Im Fokus stehe auch die Weiterführung einer flächendeckenden Versorgung der Haushalte mit intelligenten Messsystemen und Stromzählern.

  • ewl eröffnet klimaneutrales Rechenzentrum im Erdreich

    ewl eröffnet klimaneutrales Rechenzentrum im Erdreich

    Der Energiedienstleister ewl hat ein ökologisches Rechenzentrums unter der Erde eröffnet, wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht. Das Gebäude basiert auf modernster Technologie und Nachhaltigkeit durch den Einsatz regenerativer Energien und kann die Abwärme des Serverparks effizient einsetzen, heisst es.

    Weil das Rechenzentrum ideal an das ewl-eigene See-Energie- und Kommunikationsnetz angeschlossen sei, lasse sich im laufenden Betrieb ökologischer Strom einsetzen. Für die Kühlung werde See­wasser aus dem Vier­wald­stätter­see verwendet. Mit der Ab­wärme der Rechner werden Gebäude in der Um­gebung beheizt.

    In dieser Kombination sei das Datenzentrum energieeffizient und nachhaltig und gehöre „zu den ökologischsten Datacentren der Schweiz“, wird Patrik Rust, Vorsitzender der Geschäftsleitung von ewl, in der Medienmitteilung zitiert.

    In dem Rechenzentrum werden wichtige und sensible Daten verschiedener Organisationen aufbewahrt und gesichert. Die dafür benötigte IT-Infrastruktur bilden 600 Server-Racks auf über 1600 Quadratmetern Fläche in einem Stollen im Luzerner Wartegghügel. Dort befand sich vor mehr als 50 Jahren eine Zivilschutzanlage für den Regierungsrat und die Schülerinnen und Schüler der Kantonsschule Luzern.

    Während des Baus wurde das Gestein teilweise gesprengt. Dank des harten Gesteins am unterirdischen Standort könne das Rechenzentrum den „höchsten physischen Schutz“ gewährleisten. Zur Datensicherheit tragen zudem modernste Technologien wie biometrische Zutrittskontrollen und eine Non-Stop-Videoüberwachung bei.