Schlagwort: EY

  • Nachhaltigkeit treibt Immobilienpreise

    Nachhaltigkeit treibt Immobilienpreise

    Der Schweizer Immobilienmarkt bleibe auch 2022 für Investoren attraktiv, schreibt EY Schweiz in einer Mitteilung zum Immobilien Trendbarometer 2022 der Beratungsgesellschaft. Den Erhebungen von EY zufolge wird der Immobilienmarkt aktuell von den drei Faktoren Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Pandemie bestimmt. Die überwiegende Mehrheit der Investoren ist zudem der Meinung, dass das Investitionsvolumen insgesamt auf dem Niveau vom Vorjahr verbleiben wird.

    Bereits im vergangenen Jahr verstärkte die Pandemie den Fokus der Investoren auf Wohnimmobilien. „Diese eindeutige Präferenz zeigt sich auch für das Jahr 2022 deutlich, denn das Wohnsegment wird gegenüber anderen Nutzungsarten weiterhin klar favorisiert“, wird  Tizian Scheidegger, Senior Consultant Real Estate Schweiz, in der Mitteilung zitiert. „Auch Logistik- und Gesundheitsimmobilien erfreuen sich wie im Vorjahr grosser Beliebtheit.“

    Fast neun von zehn für die Studie Befragten sind der Ansicht, dass Nachhaltigkeitskriterien den Ausschlag bei den Kaufentscheidungen institutioneller Investoren geben. Drei Viertel der Investoren haben bei nachhaltigen Immobilien Preisaufschläge beobachtet. Gleichzeitig sind mehr als neun von zehn Befragten der Ansicht, dass die Umsetzung von Nachhaltigkeitsstrategien im Immobiliensektor noch am Anfang steht. Ebenso viele Investoren sprechen sich für die Erstellung von CO2-Bilanzen von Gebäuden oder Immobilienportfolios aus. Einer intelligenten Infrastruktur mit Ladestationen, Konnektivität und intelligenten Energiekonzepten schreiben 97 Prozent der Investoren eine hohe Bedeutung zu.

  • Pandemie stärkt Immobilienmarkt

    Pandemie stärkt Immobilienmarkt

    Fast alle der 74 von EY für das Trendbarometer Immobilien-Investmentmarkt Schweiz 2021 befragten Experten bewerten die Attraktivität des Schweizer Immobilienmarktes als attraktiv bis sehr attraktiv, informiert EY in einer Mitteilung zum Trendbarometer. Im Vergleich zum letzten Jahr habe die Anziehungskraft auf Investoren sogar noch einmal leicht zugelegt, heisst es dort weiter. Nur 15 Prozent der Befragten rechnen mit einem rückläufigen Investitionsvolumen. Im Trendbarometer 2020 hatte der entsprechende Wert bei 17 Prozent gelegen.

    „Auf globaler Ebene sehen wir mangelnde Anlagealternativen, den hohen Anlagedruck sowie zunehmende wirtschaftliche Unsicherheit als Treiber für die Anlageklasse Immobilien“, wird Claudio Rudolf, Autor und Leiter Transaction Real Estate bei EY in der Schweiz, in der Mitteilung zitiert. Konkret nennt Rudolf Pandemie und Brexit als Treiber für die Volatilität. „Vor diesem Hintergrund erkennen Investoren im Schweizer Immobilienmarkt einen sicheren Hafen, der über mehr Krisenresistenz verfügt als in anderen Ländern“, meint der Immobilienfachmann.

    Das Barometer zeigt aber auch Unterschiede innerhalb der Sektoren auf. „Während die Entwicklungen der unterschiedlichen Immobiliensektoren in der Vergangenheit stärker korrelierten – frei nach dem Motto ,die Flut hebt alle Boote‘ – sorgt die Corona-Pandemie für eine stärkere Ausdifferenzierung des Immobilienmarkts“, erläutert Daniel Zaugg, Leiter Immobiliensektor bei EY in der Schweiz. Wenig riskante Sektoren wie Wohnimmobilien dürften von einer gestiegenen Risikoaversion der Investoren profitieren, heisst es in der Mitteilung. Gute Chancen für eine schnelle Erholung von der Pandemie macht das Barometer für Büroliegenschaften in Zentrumslagen und Ferien-Hotellerie aus. Business-Hotellerie, Büroliegenschaften in der Peripherie und Einkaufszentren räumen knapp die Hälfte der Befragten hingegen auch langfristig keine guten Erholungschancen ein.

  • Energieversorger setzen auf Zusammenarbeit

    Energieversorger setzen auf Zusammenarbeit

    Zunehmende Digitalisierung und branchenübergreifende Zusammenarbeit eröffnen den Energieversorgungsunternehmen (EVU) in der Schweiz neue Geschäftsfelder. Laut den Ergebnisse der Stadtwerkestudie 2020 des Beratungsunternehmens EY und des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft sehen 80 Prozent der Energieversorger grosses Synergiepotenzial bei der Telekommunikation, 71 Prozent in der Wohnungswirtschaft und 69 Prozent in der Wärmeindustrie. Die Umfrage wurde laut einer Medienmitteilung in der Schweiz und in Deutschland durchgeführt, schweizweit unter 49 EVU.

    Damit, so heisst es in einer Medienmitteilung von EY, habe sich das Potenzial für Kooperationen aus Sicht der EVU noch einmal erhöht: 2019 sahen nur 50 Prozent grosses Synergiepotenzial in der Telekommunikation und 67 Prozent in der Wohnungswirtschaft. Die Wärmeindustrie wurde damals nicht abgefragt.

    Auf der Suche nach aussichtsreichen Geschäftsmodellen würden die EVU künftig noch stärker über den eigenen Tellerrand schauen, so Benjamin Teufel, Leiter des Energiesektors in der Schweiz. „Insbesondere die Wohnungswirtschaft bietet sich als Kooperationspartner an: Dezentrale und klimafreundliche Energielösungen werden immer wichtiger.“ Wie EY in einem weiteren Artikel ausführt, seien auf digitalen Daten basierende Plattformgeschäfte für die Wohnungswirtschaft denkbar. „Stadtwerke sind prädestiniert, die Betreiber dieser Plattformen zu sein“, heisst es dort.

    Insgesamt 71 Prozent der EVU erwarten, dass sie bei der dezentralen Stromerzeugung als Plattformbetreiber auftreten können, 67 Prozent in der Elektromobilität und 71 Prozent im Bereich Smart Metering, also der Nutzung intelligenter Stromzähler. Entsprechend zeigt die Stadtwerkestudie 2020 auch, dass 84 Prozent der Energieversorger das Smart Metering für die wichtigste Technologie der digitalen Transformation halten. „Die Smart Meter werden als Datendrehscheibe zu zahlreichen neuen Anwendungen, Produkten und Geschäftsmodellen führen“, wird Teufel hierzu zitiert.

    Im Artikel „Wie Stadtwerke in Zukunft von Smart Metering profitieren können“ erklärt EY: „Je mehr Unternehmen die Smart Meter-Daten für ihr Business nutzen und je mehr diese Services untereinander vernetzt werden können, desto stärker wächst das Plattformgeschäft. Typischerweise partizipiert der Plattform-Betreiber, hier das Stadtwerk, an den Transaktionserlösen.“