Schlagwort: Fabrik

  • SAEKI Robotics erhält Finanzierung von 2,3 Millionen Dollar

    SAEKI Robotics erhält Finanzierung von 2,3 Millionen Dollar

    SAEKI Robotics hat von Investoren 2,3 Millionen Dollar erhalten. Die Frühfinanzierungsrunde der 2022 gegründeten Ausgliederung aus der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) wurde von der Zürcher Investmentgesellschaft Wingman Ventures angeführt. Ausserdem beteiligten sich die beiden Risikokapitalfirmen Vento aus Turin und GETTY aus New York sowie Angel-Investoren.

    Wie es in einer Mitteilung von SAEKI auf LinkedIn heisst, werde diese Finanzierung „unsere Mission unterstützen, ein Netzwerk dezentraler automatisierter Fabriken aufzubauen, die digitale Fertigung und Robotik kombinieren, um grosse Teile in Lichtgeschwindigkeit zu produzieren“, etwa Windturbinenflügel, Bauteile für Gebäudeteile aus Beton oder Flugzeug- und Autoteile.

    Laut einem von SAEKI in der Mitteilung verlinkten Artikel von Techcrunch konzentrieren sich die drei Gründer auf die Errichtung vollautomatischer Fabriken mit unabhängigen Roboterzellen, die von Kundinnen und Kunden gebucht werden können. „Was wir immer wieder von Menschen und Unternehmen hören, ist der Wunsch nach schnelleren und nachhaltigeren Lösungen für ihre Teile“, wird Mitgründer Andrea Perissinotto dort zitiert. „Das blosse Angebot von Einsparungen durch eine mehrere Millionen Dollar teure Maschine, die viel Platz und zusätzliche Ressourcen erfordert, einschliesslich der Einstellung von Personal, das sich mit neuen Verfahren und Materialien auskennt, ist für sie nicht attraktiv.“

    Den Angaben zufolge plant das Unternehmen auch eine Zusammenarbeit mit der Industrie für Verbundwerkstoffe für leichte, aber stabile Teile in Flugzeugen, Autos und Velos. Mit der Technologie von SAEKI soll die zeitaufwändige und teure Herstellung komplexer Formen aus Metall oder Verbundwerkstoffen und damit ein Engpass für Unternehmen wegfallen.

  • Vom Guetzli-Backbetrieb zum Zentrumsquartier

    Vom Guetzli-Backbetrieb zum Zentrumsquartier

    Die Gemeinde Trimbach verabschiedet sich im 2022 von ihrem langjährigen Aushängeschild: der Wernli-Biskuitfabrik. Diese hat seit Anfang des 20. Jahrhunderts auf dem Breiti-Gelände ihre in der ganzen Schweiz bekannten Guetzli hergestellt.

    Nach der im 2008 erfolgten Übernahme der Wernli AG durch die Hug AG wird der Produktions-Standort bald an den Firmensitz der neuen Eigentümerin ins luzernische Malters verlagert. Damit ist der Platz an bester Lage mitten im Zentrum von Trimbach für eine neue Nutzung frei.

    Die neue Eigentümerin des Areals, die Aare Liegenschaften AG, entwickelt in enger Zusammenarbeit mit der Gemeinde ein neues Wohnquartier. Um das stimmigste Konzept zu eruieren, wurde ein Studienauftrag vergeben. Aus den eingereichten Vorschlägen ging das Projekt der Rykart Architekten AG als Sieger hervor. Die Architekten überzeugten die Jury mit einem städtebaulichen Gesamtkonzept, das eine Wohnüberbauung mit rund 150 Wohnungen vorsieht. Die wenigen, kompakten Bauten fügen sich harmonisch in die bestehende Quartierstruktur ein.

    Im vorderen, flacheren Teil des Geländes sind vier 4- bis 6-geschossige Bauten geplant. Drei höhere Gebäude mit bis zu 9 Geschossen werden im hinteren Teil entlang des Waldrands errichtet. Durch die Höhenstaffelung passen sich die verschiedenen Gebäude fliessend in die Umgebung ein. In den drei hinteren Gebäuden sind Eigentumswohnungen und in den vier vorderen Bauten Mietwohnungen vorgesehen. Eine Tiefgarage und Veloabstellplätze sind ebenfalls projektiert.
    Das «Wernli-Haus» an der Baslerstrasse bleibt als Zeitzeuge der industriellen Vergangenheit erhalten und bildet den Eingang der Überbauung. Als Begegnungsort dient ein Platz mit Baumbestand, der auch den umliegenden Quartieren zur Verfügung steht. Die zukünftigen Bewohner sollen einen eigenen Quartierplatz erhalten, der im Zentrum der Siedlung im oberen Bereich liegt. Seitlich davon finden sich zwei Baumhaine, ein Spielplatz sowie eine Rasenfläche. Der offengelegte Gämpfibach fliesst durch das gesamte Gelände.

    Entlang der Strassen sind publikumsorientierte Gewerbenutzungen in den Erdgeschossen geplant. Dank der Lage mitten im Zentrum bietet das neue Quartier bereits optimale Anschliessungen an den öffentlichen wie auch an den Individualverkehr. Das Areal selber bleibt autofrei und ist geprägt von einem gut erschlossenen Wegnetz.

    Das Siegerprojekt wird zurzeit weiter aus- und überarbeitet. Zeitgleich wird der Erschliessungs- und Gestaltungsplan erstellt. Mitte 2022 sollen die Planungsarbeiten abgeschlossen sein.