Schlagwort: Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW

  • Der Bachelorstudiengang Geomatik legt Fokus auf die Zukunft der Branche

    Der Bachelorstudiengang Geomatik legt Fokus auf die Zukunft der Branche

    Seit den Ursprüngen der Vermessungs-Ausbildung an der heutigen FHNW vor fast 60 Jahren hat sich die Geoinformationswelt radikal verändert. Während sich das Berufsfeld früher auf die Vermessung und dann auch auf Geoinformationssysteme konzentrierte, nehmen Abgängerinnen und Abgänger heute zunehmend Aufgaben in weiteren Anwendungsbereichen wahr, bspw. in den zukunftsweisenden Bereichen GeoBIM, Infrastrukturmanagement, Umweltanalyse oder in der datengestützten Planung. 

    Um dem steigenden Bedarf an Fachkräften in allen Bereichen der Geomatik gerecht zu werden, wird der Bachelorstudiengang Geomatik überarbeitet, mit Start im Herbst 2022. Es wurden vier neue ganzheitlich und interdisziplinär ausgelegte Vertiefungsprofile geschaffen, in welchen Fach- und Methodenkompetenzen im Kontext aktueller Anwendungsgebiete vermittelt werden. Dies stets auch mit Blick auf künftige Berufsbilder und die Bedürfnisse einer sich wandelnden und diversifizierenden Branche. Mit dem Fokus auf projektbasiertem Lernen werden in jedem Profil fächerübergreifende Projektmodule mit komplexen Fragestellungen aus der Praxis sowie ein Feldkurs angeboten. Die Kombination von Haupt- und Nebenprofil garantiert, dass Absolvent*innen neben einer Spezialisierung auch über die gewünschte Breite an Fachwissen verfügen.  

    Mit der Berufung von Christian Gamma zum Professor für Landmanagement und Katastersysteme ist das neue Profil GeoDesign und Landmanagement mit einem Experten aus der Praxis von Beginn weg stark aufgestellt. 

    Der gelernte Vermessungszeichner und studierte Geomatikingenieur Christian Gamma ist patentierter Ingenieur-Geometer und leitete die letzten Jahre als Kantonsgeometer das Vermessungsamt des Kantons Aargau. Seit 2016 ist er als externer Dozent für Amtliche Vermessung am Institut tätig. Die nachhaltige Entwicklung und Nutzung des Raumes sieht er als große Herausforderung, zu der die Geomatik wichtige Beiträge leistet: «Dank interdisziplinärer Zusammenarbeit unter der Führung der Geomatik werden die Räume gestaltet und neu geordnet. Die Ergebnisse gilt es anschließend in einem aktuellen, zuverlässigen, verbindlichen, öffentlichen und amtlichen Informationssystem, dem sog. Kataster, geometrisch und beschreibend festzuhalten. Ich freue mich darauf diese Entwicklung zu begleiten und die zukünftigen Fach- und Führungskräfte auf diese interessanten und anspruchsvollen Aufgaben vorzubereiten.» 

    Das Redesign des Bachelorstudiengangs Geomatik setzt neben inhaltlichen Neuerungen auch auf die Förderung des selbst gesteuerten Lernens und der kritischen Selbstreflexion. Die Schaffung von Freiräumen bspw. zur Belegung von Wahlmodulen trägt zur Selbständigkeit der Studierenden bei und befähigt sie, auch nach Abschluss ihres Studiums lebenslanges Lernen als Teil ihres Portfolios in die Praxis einzubringen. So sind die künftigen Absolvent*innen mehr denn je bereit für die Herausforderungen und Entwicklungen der Zukunft und eine Bereicherung für die Unternehmen und Organisationen, die künftig von ihrem Fachwissen profitieren dürfen. 

  • Neue Professorin für Zirkuläres Bauen am Institut Nachhaltigkeit und Energie am Bau der FHNW

    Neue Professorin für Zirkuläres Bauen am Institut Nachhaltigkeit und Energie am Bau der FHNW

    Das Institut Nachhaltigkeit und Energie am Bau der Hochschule für Architektur, Bau und Geomatik FHNW engagiert sich in den Bereichen Forschung, Aus- und Weiterbildung sowie Dienstleistungen aktiv in den Themenbereichen energieeffizientes und klimaneutrales Bauen, integrale Gebäudetechnik, nachhaltiges Bauen und Betreiben, ressourceneffizientes und zirkuläres Bauen sowie gesundheitliche Aspekte in Gebäuden. Eines der grundlegenden Anliegen dieser Strategie ist es, das Bauen in der Kreislaufwirtschaft zu stärken. Sowohl im Bereich der Aus- und Weiterbildung wie auch in der Forschung leistet das Institut einen wichtigen Beitrag dazu, dass in der Schweizer Baupraxis vermehrt energie- und ressourceneffiziente sowie nachhaltige Bauweisen realisiert werden. Die Expertise der an der FHNW tätigen Forscherinnen und Forscher wird sowohl national und international als auch innerhalb der FHNW nachgefragt.

    Um dieses hochqualifizierte Team zu verstärken, ist es dem Institut Nachhaltigkeit und Energie am Bau gelungen, Andrea Klinge von ZRS Architekten Ingenieure Berlin als Professorin für Zirkuläres Bauen zu gewinnen.

    Andrea Klinge studierte Architektur an der technischen Universität Berlin und spezialisierte sich an der London Metropolitan University im Bereich des nachhaltigen Bauens. Sie arbeitete in verschiedenen Architekturbüros in London, Rom und Berlin, und ist seit 2013 bei ZRS Architekten tätig, wo sie die Forschungsabteilung etablierte. Ihre Forschungsschwerpunkte sind ein ganzheitlicher Ansatz des Bauens und beinhalten das kreislaufgerechte, LowTech Bauen sowie den Einsatz natürlicher Baustoffe (Lehm, Holz, Naturfasern) zur Verbesserung der Innenraumqualität in Gebäuden.

    Durch ihren Hintergrund als Tischlerin arbeitet Andrea Klinge immer wieder praktisch, um Forschungsergebnisse in die direkte Anwendung zu bringen. Sie hat dazu mehrere Projekte mit Holz, Lehm und Bambus mit Studierenden verschiedener Universitäten aber auch Kollegen international umgesetzt.

    An der Hochschule für Architektur, Bau und Geomatik FHNW möchte Andrea Klinge einiges bewirken und bewegen: «Was ich mit der Professur verbinde und angehen möchte, sind die aktuellen Herausforderungen im Bausektor. Dieser ist einer der ressourcenintensivsten Wirtschaftssektoren weltweit und trägt maßgeblich zum Klimawandel bei. Um die Pariser Klimaziele einzuhalten, bedarf es dringend konsequenter Ansätze, die die notwendige Bauwende im Bausektor umsetzen.»

    Seit September 2021 ist Andrea Klinge Mitglied im Fachbeirat Lebenszyklus und zirkuläres Bauen der Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen. Seit Oktober 2021 leitet sie zudem zusammen mit Eike Roswag-Klinge die AG DIN Circular Economy Normungsroadmap, Arbeitsgruppe Bauwerke und Kommunen.

    Prof. Barbara Sintzel, Leiterin Institut Nachhaltigkeit und Energie am Bau freut sich auf die Zusammenarbeit mit Andrea Klinge: «Andrea Klinge steht für die Bauwende. Sie bringt die Begeisterung und Vielseitigkeit mit, die dieses Thema braucht. Sie verfügt über Fachexpertise, um der Anwendung von ReUse Bauteilen und erneuerbaren Baustoffen in der Praxis mit angewandter Forschung zum Durchbruch zu verhelfen und damit die Bauwende möglich zu machen. Wir freuen uns auf ihre tatkräftige Unterstützung in Forschung und Lehre.»