Am 6. Mai ist der Grundstein für den neuen Campus Biel/Bienne der Berner Fachhochschule auf dem ehemaligen Feldschlösschen-Areal beim Bahnhof Biel gelegt worden. Bis 2028 soll hier ein Bildungs- und Forschungsstandort für rund 2350 Studierende und Dozierende entstehen, informiert die Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern in einer Mitteilung. Der Kanton Bern bringt gemeinsam mit dem Bund und einem privaten Partner die rund 400 Millionen Franken für den Bau des neuen Campus auf.
Die Fachhochschule Bern wird am Campus Biel/Bienne ihre Departemente Technik und Informatik sowie Architektur, Holz und Bau vereinen. Fachübergreifender Austausch und kreative Zusammenarbeit sollen durch die offene Architektur des neuen Standorts gefördert werden, heisst es in der Mitteilung. Der Campus ist als Kleeblatt aus drei Gebäudeflügeln rund um ein gemeinsames Zentrum angelegt.
«Hier entsteht ein inspirierendes Umfeld, das auf Offenheit, Interdisziplinarität und hohe Standards in Infrastruktur und Qualität setzt», wird Regierungsrat Christoph Neuhaus, Bau- und Verkehrsdirektor des Kantons Bern, in der Mitteilung zitiert. «Der neue Campus entsteht als moderner Holzbau – ein Projekt, das für nachhaltiges, klimafreundliches Bauen steht.» Glenda Gonzalez Bassi, Stadtpräsidentin Biel, sieht den zukünftigen Campus «als einen zentralen Ort für die Entwicklung unserer Region, für die Ausbildung unserer jungen Generation und für die Gewinnung von Talenten, die unsere Wirtschaft heute mehr denn je braucht.»
Grosse, offene Räume und grosszügige Fenster stellen im zeitgenössischen Architekturdesign eine Herausforderung für den Holzbau dar. Dies liegt daran, dass nach aktuellen Normen Holzrahmenwände mit grossen Öffnungen, insbesondere im Hinblick auf die Belastung durch horizontale Kräfte durch Wind und Erdbeben, als nicht tragend betrachtet werden. Aufgrund der strengen Anforderungen an die Erdbebensicherheit erfordert dies den Einsatz zahlreicher und robuster Verankerungen, was wiederum die Kosten erhöht. Es wurde jedoch in einem Forschungsprojekt am Institut für Holzbau, Tragwerke und Architektur (IHTA) der Berner Fachhochschule (BFH) gezeigt, dass Bereiche rund um die Öffnungen durchaus zur Stabilisierung des Gebäudes beitragen können.
Im Rahmen eines Projekts, das durch den Aktionsplan Holz finanziert wird, soll nun eine experimentell abgesicherte Methode entwickelt werden, um versteifende Holzrahmenbauwände mit Öffnungen zu modellieren, dimensionieren und konstruieren.
Dieses Projekt ist eine Kooperation zwischen der Berner Fachhochschule, der Abteilung für Ingenieur-Strukturen der Empa, dem Institut für Baustatik und Konstruktion der ETH Zürich sowie den Verbänden Holzbau Schweiz und Swiss Timber Engineers. Durch die enge Zusammenarbeit von Forschung und Lehre im Rahmen des Projekts haben Studierende die Möglichkeit, an den neuesten Entwicklungen im Holzbau teilzunehmen. Eine Doktorandin der Empa und ETH beschäftigt sich mit dem Projekt, und an der BFH wurden bereits vier Bachelorarbeiten und eine Masterarbeit verfasst, mit weiteren geplanten Arbeiten in der Zukunft.
Im Rahmen eines Projekts, das durch den Aktionsplan Holz finanziert wird, soll nun eine experimentell abgesicherte Methode entwickelt werden, um versteifende Holzrahmenbauwände mit Öffnungen zu modellieren, dimensionieren und konstruieren.
Dieses Projekt ist eine Kooperation zwischen der Berner Fachhochschule, der Abteilung für Ingenieur-Strukturen der Empa, dem Institut für Baustatik und Konstruktion der ETH Zürich sowie den Verbänden Holzbau Schweiz und Swiss Timber Engineers. Durch die enge Zusammenarbeit von Forschung und Lehre im Rahmen des Projekts haben Studierende die Möglichkeit, an den neuesten Entwicklungen im Holzbau teilzunehmen. Eine Doktorandin der Empa und ETH beschäftigt sich mit dem Projekt, und an der BFH wurden bereits vier Bachelorarbeiten und eine Masterarbeit verfasst, mit weiteren geplanten Arbeiten in der Zukunft.
Städtebau und Freiräume Das neue Fachhochschulzentrum in unmittelbarer Nähe zu bestehenden Gebäuden und Industrieanlagen steht vor einer umfassenden Neugestaltung. Kernstück des städtebaulichen Konzepts ist ein U-förmiger, viergeschossiger Neubau, der als Ergänzung zum bereits bestehenden Hauptgebäude dient. Dieser Neubau wird eine zentrale Eingangshalle haben und soll eine klare, eindeutige Hauptadresse für das Fachhochschulzentrum schaffen.
Ein grosszügiger Campusplatz entsteht zwischen dem Neubau und dem bestehenden Schaltgebäude, der als zentrales «Gesicht» der Fachhochschule fungieren wird. Dieser Platz soll nicht nur als Treffpunkt und «Bühne» für die Hochschulgemeinschaft dienen, sondern auch den neugenutzten Bestand und den gegenüberliegenden Landschaftsraum miteinbeziehen.
Die Zugänglichkeit des neuen Zentrums wird durch ein feinmaschiges Fusswegnetz und einen regionalen Radweg gewährleistet. Zudem ist die Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel sichergestellt. Die Freiräume des Projekts werden unterschiedlich gestaltet: Während die Bereiche zum bestehenden Gebäude eine landschaftliche Prägung erhalten, werden die Freiräume zum Neubau urban konzipiert. Dadurch soll das Fachhochschulzentrum nahtlos in das Quartier integriert werden und sowohl für Studierende als auch für die Öffentlichkeit attraktiv sein.
Flexibilität und Interdisziplinarität Der geplante Neubau des Fachhochschulzentrums präsentiert sich als architektonisches Meisterwerk mit einer dreiteiligen Gliederung in Ost-West-Richtung. Diese Struktur spiegelt die des bestehenden Fachhochschulgebäudes wider und schafft eine harmonische Verbindung zwischen Alt und Neu. Die beiden Seitenflügel des Neubaus sind mit atriumartigen Lichthöfen ausgestattet, die als Zentren für die horizontale Erschliessung dienen. Diese Lichthöfe sind nicht nur architektonische Highlights, sondern auch funktionale Elemente, die alle Ebenen und Decks mit Lounges, Studierendenarbeitsplätzen, Gruppen- und Sitzungsräumen bis ins 1. Untergeschoss verbinden.
Die zentrale Eingangshalle dient als Herzstück des Gebäudes und bietet vielfältige Nutzungsmöglichkeiten. Sie fungiert als Empfangsbereich und bietet Zugang zu grossen Multifunktionsräumen und zur Mensa. Diese Flexibilität ermöglicht es, den Raum auch als Foyer für externe Veranstaltungen oder als Ausstellungsfläche zu nutzen.
Die Tiefen der Gebäudeflügel sind so konzipiert, dass sie eine flexible Anordnung der Räume ermöglichen. Dies fördert den interdisziplinären Austausch und bietet die Möglichkeit für zukünftige räumliche Anpassungen. Die Bibliothek, strategisch am Campusplatz positioniert, dient als Schnittstelle zur Öffentlichkeit und bietet zahlreiche Arbeitsplätze für Studierende.
Ein besonderes Augenmerk wurde auf die Sicherheit gelegt. In beiden Flügeln sind jeweils zwei Erschliessungskerne so angeordnet, dass alle Flucht- und Rettungswege zugänglich sind. Die Treppen sind so gestaltet, dass sie eine einfache Orientierung im Gebäude ermöglichen und gleichzeitig als soziale Treffpunkte dienen.
Insgesamt stellt der Neubau eine meisterhafte Kombination aus Funktionalität, Flexibilität und ästhetischer Eleganz dar, die den Bedürfnissen einer modernen Bildungseinrichtung mehr als gerecht wird.
Nachhaltigkeit und Flexibilität Der Neubau des Fachhochschulzentrums setzt auf ein durchdachtes Tragwerkkonzept, das Nachhaltigkeit und Effizienz in den Vordergrund stellt. Das Gebäude ist als Hybridbau konzipiert, wobei Materialien gezielt dort eingesetzt werden, wo sie am effizientesten und nachhaltigsten sind. Das Grundraster des Gebäudes, ermöglicht eine hohe Nutzungsflexibilität. Die Untergeschosse sind in Recyclingbeton ausgeführt, was nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern auch strukturell effizient ist. Ab dem Erdgeschoss wird ein Skelettbau aus Holz und Beton verwendet, der die Vorteile beider Materialien optimal kombiniert.
Die architektonische Gestaltung des Neubaus ist weniger durch einzelne Funktionen als durch die konstruktiven Elemente geprägt. Die Fassaden sind aus vorgefertigten Holzelementen hergestellt und integrieren Fenster, Brüstungen sowie Photovoltaik- Vordächer als Sonnen- und Witterungsschutz. Diese Elemente sind nicht nur funktional, sondern tragen auch zur ästhetischen Qualität des Gebäudes bei.
Im Inneren des Gebäudes sind Tragwerk und Haustechnik bewusst einander gegenübergestellt, um den architektonischen Charakter zu prägen. Die Lichthöfe spielen eine besondere Rolle. Sie sind durch Fachwerk und konstruktive Elemente wie Druckstäbe und Zugstützen charakterisiert, die sowohl funktional als auch didaktisch sind. Diese Elemente veranschaulichen das Potenzial des Tragwerks und sind integraler Bestandteil der Raumgestaltung.
Die Eingangshalle und das Foyer sind durch Betonrahmen und seitliche Oberlichter strukturiert, die den Raum rhythmisieren und das Hängen des Lichthofs symbolisieren. Die Deckenuntersichten der Räume sind durch Betonträger, Holzbalkendecken und Beleuchtungsbänder bestimmt, die eine hohe gestalterische Qualität aufweisen.
Insgesamt stellt der Neubau eine gelungene Symbiose aus nachhaltigen Materialien, innovativen Konstruktionsmethoden und ästhetischer Gestaltung dar. Er vereint Funktionalität mit gestalterischer Qualität und setzt neue Massstäbe in der Architektur von Bildungseinrichtungen.
Integration bestehender Gebäude in den Campus Im Kontext der Campusentwicklung des Fachhochschulzentrums werden neben dem Neubau mittelfristig auch bestehende Gebäude modernisiert. Das heutige Hauptgebäude, bekannt für seine Kupferfassade, bleibt in seiner Grundausrichtung und Funktion erhalten. Zu den Hauptveränderungen gehören eine westliche Öffnung zum angrenzenden Park und die Umgestaltung der bisherigen Bibliotheks- und Mensaflächen. Energetische Optimierungen und die Installation einer neuen Lüftungsanlage in der Fassade ermöglichen die Erfüllung des Minergie-Standards für nachhaltiges Bauen.
Am westlichen Rand des Campus befindet sich ein denkmalgeschütztes ehemaliges Schaltgebäude der Elektrizitätswerke Zürich, inklusive Wohnhaus und Trafoturm. Dieses Gebäude wird zu Gunsten der Studierenden und Mitarbeitenden umgestaltet. Aufgrund des Denkmalschutzes sind nur minimale Änderungen an der äusseren Hülle und der Struktur zulässig. Für die kreative Nutzung des Trafoturms werden noch innovative Ideen gesucht.
75 Studierende des Joint Master of Architecutre haben einen Konzertpavillon aus selbst entworfenen Holzmodulen entworfen und am Bielersee zwischen Nidau und Biel aufgebaut. Der Pavillon wurde Ende Juni mit einem Konzert des Laboratoire Zwingli des Theater Orchester Biel Solothurn (TOBS) eingeweiht.
Die Studierenden entwickelten ein modulares System, bestehend aus drei einfachen Rahmen, die in den Ecken mit Holzplatten verbunden sind, um die Module und die gesamte Struktur zu stabilisieren. Beim Aufbau als Bühne werden die Module nicht zusammengeschraubt, sondern mit Spanngurten verbunden. So kann die Struktur leicht montiert, demontiert und neu arrangiert werden. Zudem lassen sich die Module gut ineinanderstecken, was für eine unkomplizierte Lagerung sorgt.
Die zerlegbare Bühne ist mobil und wird dem Orchester Theater Biel Solothurn (TOBS) in Zukunft an verschiedenen Orten als Konzertbühne für Freiluftaufführungen dienen.
Die BFH erweitert ihre Kompetenzen für computergestützte Strömungsmechanik (Computational Fluid Dynamics, CFD). Mit dieser Methode werden numerische Simulationen von Strömungen oder Strömungsverläufen erstellt. Die BFH wird sich unter den vielen Anwendungsbereichen von CFD auf Einflüsse im Baubereich konzentrieren, informiert die Fachhochschule in einer Mitteilung. Ihr Ziel ist es, neue Forschungsbereiche zu finden und Wirtschaftspartner in der Bauphysik effizienter zu beraten.
Mit Hilfe computergestützter Strömungsmechanik kann die Anzahl der benötigten Experimente eingeschränkt werden. Zudem lassen sich die auftretenden physikalischen Phänomene mit CFD detailliert analysieren. Dies führt zu einer Reduktion von Zeit und Kosten in der Design- und Entwicklungsphase von Produkten.
An der BFH ist computergestützte Strömungsmechanik bereits in verschiedenen Forschungsprojekten eingesetzt worden. In der Mitteilung werden als Beispiele ein Wandaufbau in Holzbauweise sowie ein Heizungs-, Lüftungs-, und Klimatisierungssystem in einem Fensterrahmen genannt. Der Forschungsbereich unterstützt die Arbeit der Hochschule zudem mit Kursen für Studierende, Seminaren und Hilfestellung bei Semester- und Abschlussarbeiten.
Die Fachhochschule Graubünden (FH) und die Rotterdam University of Applied Sciences haben einen Kooperationsvertrag unterzeichnet. Die Zusammenarbeit wurde laut Medienmitteilung im Rahmen der Sketchcity-Studienwoche mit Studierenden beider Institutionen besiegelt. Zum Start der neuen Kooperation kamen 200 Studierende aus den Bereichen Stadtplanung und Multimedia Production aus Chur, Bern und Rotterdam zusammen.
Die Kooperation entstand aus dem Projekt Sketchcity, welches seit 2016 durch die FH Graubünden in den Niederlanden durchgeführt wird. Aus der Kooperation sollen innovative Ideen für die Stadtgestaltung der Zukunft durch interdisziplinäres Lehren und Lernen sowie der Forschung entstehen, heisst es in der Mitteilung der FH. „Wir sind verbunden durch den Rhein, was sinnbildlich für diese Kooperation steht“, wird Professor Bruno Studer zitiert, Departementsleiter Angewandte Zukunftstechnologien der FH Graubünden.
Aufgrund der bestehenden Kontakte und positiven Erfahrungen beim Projekt Sketchcity haben die beiden Fachhochschulen laut der Mitteilung beschlossen, die Zusammenarbeit zu intensivieren. Grundlage ist die Schweizer Methode Sketch&Draw, die als visuelles Entwicklungs- und Innovationswerkzeug zum Einsatz kommt. Die dahinterliegende Idee ist es, Co-Creation, Co-Teaching und Forschung auch mit visuellen Mitteln zu ermöglichen.
„Wir alle brauchen ein visuelles Werkzeug, um die Zukunft zu entwerfen. Die Skizze war schon immer das Entwicklungswerkzeug in der akademischen Forschung“, wird Tanja Hess zitiert, die Initiatorin der Methode Sketch&Draw. Sie ist Professorin für Visualisieren im Bachelorstudiengang Multimedia Production an der FH Graubünden und der Berner Fachhochschule.
Die 19. Innovationspreise der Stiftung zur Förderung und Unterstützung technologieorientierter Unternehmungen Rapperswil (Futur) gehen an zwei Studierendenprojekte der Ostschweizer Fachhochschule. Seit dem Herbstsemester 2008 schreibt die Stiftung unter den Studierenden der OST – Ostschweizer Fachhochschule in Rapperswil einen Innovationspreis aus, mit dem besonders innovative, später vermarktbare Konzepte ausgezeichnet und gefördert werden.
Mit dem Hauptpreis in Höhe von 10’000 Franken wird die luftisolierte Stromleitung namens Hivoduct gefördert. Sie wurde von Studierenden um Prof. Dr. Michael Schueller am Institut für Energietechnik entwickelt. „Wir konnten damit eine verlustarme, unsichtbar verlegbare und einfach installierbare Lösung für den dringend nötigen Ausbau von Stromnetzen und für energieintensive Industrien entwickeln“, wird Schueller in einer Medienmitteilung der Fachhochschule zitiert. Das Hivoduct-Kabel ist den Angaben zufolge bereits in einem Pilotprojekt im Zürcher Seefeld und in einer Hochstromanlage in Deutschland im Einsatz. Die SBB will sie in einem Umspannwerk verwenden.
Mit dem Anerkennungspreis in Höhe von 6000 Franken wurde der Katalysator SelfCat ausgezeichnet, der sich selbst regeneriert. Er wurde von der Fachgruppe für Advanced Materials and Processes um Prof. Dr. Andre Heel entwickelt. Um den Originalzustand wiederzuerlangen, genügt es laut Projektleiter Heel, ihn kurz bei hoher Temperatur zu lüften. Er lasse sich an zahlreiche Prozesse anpassen und spiele daher eine wichtige Rolle bei der Abgasreinigung und bei der Produktion von nachhaltigen synthetischen Energieträgern.
Durch sein klares Volumen integriert sich das neue Hochhaus wie selbstverständlich in die städtebauliche Struktur des neuen Quartiers «Vision Mitte». Es nimmt die Fluchten der umliegenden Gebäude auf und bildet sozusagen das letzte Puzzlestück im grossen Gebäude-Cluster von Fachhochschule und Büro- und Industriebauten auf diesem Areal. Namensgeberin war natürlich nicht die Anzahl Wohnungen, sondern die bekannte römische Ausgrabungsstätte in Windisch (Vindonissa).
Für jede Nutzung der richtige Wandtyp Die 16 Eigentumswohnungen befinden sich in den obersten vier Stockwerken des Towers, die 116 Mietwohnungen in der 3. bis 10. Etage. In den untersten drei Geschossen deckt das Centurion Towerhotel mit 66 Apartments und Zimmern die Bedürfnisse vieler regionaler Unternehmen sowie der benachbarten Fachhochschule ab. Diese unterschiedlichen Nutzungen spiegeln sich nicht zuletzt in der Materialisierung und im Design innerhalb des Gebäudes. Der Turm wurde als Skelettbau hochgezogen und vollständig mit nicht tragenden Gips-Trockenbausystemen ausgebaut.
Die (Fast)-Alles-Könnerin In den Küchen und Nasszellen der Eigentumswohnungen spielt die hydrophobierte Rigips® Habito-Platte eine zentrale Rolle. Sie ist wahrscheinlich eine der vielseitigsten Gipsbauplatten überhaupt und eignet sich für den Wohnungs-, Büro- und Gewerbe-, aber auch Hotel-, Spital- und Schulhausbau. Bei der Entwicklung standen das optimale Raumklima und die einfache Verarbeitung im Zentrum. Kompromisslos wurde das revolutionäre Produkt auf diese Eigenschaften hin optimiert und mit besten Leistungsdaten und breiter Einsatzfähigkeit ausgerüstet. Die Platte ist sehr robust, feuerfest, schalldämmend, ökologisch nachhaltig und effizient zu verarbeiten.
Viel Planungs- und Umnutzungsfreiheit Sobald mit dem Rigips® Habito-System eine gemauerte Wand ersetzt wird, potenzieren sich die Vorteile. Das Ausmessen und der Einbau von lastverstärkenden Wandeinlagen entfallen, weil Kraglasten wie Möbel, Bilder oder Fernsehscreens ohne Dübel direkt angeschraubt werden können. Aus dem gleichen Grund entfällt auch das frühzeitige Festlegen der Wandeinlagen, wodurch die Planungsfreiheit steigt. Habito ist also standhaft wie ein römischer Legionär oder wie eine herkömmliche Massivbauwand. Bei all diesen bauphysikalischen und kon- struktiven Stärken bleibt dank der Planung mit Gips-Trockenbausystemen genügend Flexibilität für spätere Umbauten, falls sich die Nutzungsbedürfnisse einzelner Räume oder gar Stockwerke ändern sollten.
Der Gips-Trockenbau kann auch auf diesem Niveau längst mithalten.
ÜBER RIGIPS Rigips ist Pionier der Trockenbauweise in Europa und Teil der Saint-Gobain Gruppe, einem der traditionsreichsten und innovativsten Industriekonzerne der Welt. In der Schweiz ist die Rigips AG die führende Produzentin und Anbieterin von Gips-Trockenbausystemen und zuverlässige Unterstützerin in der Planung und Ausführung anspruchsvoller Innenausbau-Lösungen. Gipsplatten-Systeme der Rigips AG werden entwickelt, um die Ziele von Kunden und Partnern erfolgreich und nachhaltig umzusetzen.
Flexible Übernachtungsformen, sogenannte Flexlodges, könnten den Bündner Tourismus stärken. Die Chancen, die das Nischensegment in Ergänzung zur klassischen Unterbringung in Hotels und Ferienwohnungen bietet, werden allerdings bisher kaum genutzt. Das haben Wissenschaftler des Instituts für Tourismus und Freizeit der Fachhochschule Graubünden einer Medienmitteilung zufolge im Auftrag des Amts für Wirtschaft und Tourismus Graubünden herausgefunden.
Zu den neuen Formen der Beherbergung zählen Safarizelte und Jurten, Bauwagen und Busse sowie Schlaffässer, Wohnboote und Baumhäuser. Sie zeichnen sich durch ihre Nähe zur Natur aus. Im Vergleich zu Hotels und Ferienwohnungen bieten sie den Angaben zufolge ein besseres Kosten- und Ertragsverhältnis aufgrund niedrigerer Investitionskosten. Weiterhin ermöglichen sie es den Betreibern, flexibler auf Nachfragespitzen zu reagieren. Ausserdem sprechen Flexlodges eine grosse Spannbreite von Zielgruppen an. Weiterhin liefern sie häufig spektakuläres und damit besonders medienwirksames Bildmaterial für Kommunikations- und Marketingmassnahmen.
Die Grundlagenstudie zeigt aber auch, dass die Chancen für innovative Geschäftsideen in dem Bereich bisher kaum ausgeschöpft werden. Gründe sind unter anderem eine mangelnde Orientierung für Anbieter sowie eine komplizierte Gesetzgebung hinsichtlich Raumplanung. Ausserdem sind die Angebote aufgrund fehlender einheitlicher Begrifflichkeiten und Plattformen oft nur schwer oder nur durch Zufall auffindbar. Insgesamt sind Flexlodges noch zu wenig bekannt.
Die Wissenschaftler empfehlen daher die „Schaffung von Rahmenbedingungen, der Förderung von Kooperationen involvierter Akteure, der Bereitstellung von Information und der Angebotsvermarktung“.
Die Fachhochschule Graubünden (FHGR) – die achte öffentlich-rechtliche Fachhochschule der Schweiz – ist heute auf fünf Standorte in neun Gebäuden innerhalb der Stadt Chur verteilt. Die Anzahl Studierender sowie das Forschungsvolumen der FHGR nehmen weiterhin zu. Die bestehenden Standorte bieten zu wenig Räumlichkeiten und Ausbaumöglichkeiten, um die Hochschule in Zukunft optimal aufzustellen. Bislang fehlt beispielsweise der Raum für den Austausch zwischen den Disziplinen sowie für die informelle Kommunikation zwischen den Studierenden und den Dozierenden. Darüber hinaus sind derzeit zu wenige studentische Arbeitsplätze vorhanden, die den heutigen Anforderungen genügen. Durch die Verteilung der Gebäude über die Stadt fehlt der Hochschule zudem die architektonische Visibilität.
Aus diesen Gründen hat der Kanton Graubünden entschieden, das Fachholschulzentrum am Standort Pulvermühle neu zu erstellen. Hier befindet sich seit 1993 der Hauptsitz der FHGR. Der Neubau soll ein zusammenhängendes Bildungs- und Forschungszentrum ermöglichen, das von der Diversität und interdisziplinären Zusammenarbeit aller Organisationseinheiten lebt. Die Projektleitung wurde dem Hochbauamt Graubünden übertragen. In einem Wettbewerbsverfahren wurde aus den 57 eingegangenen Bewerbungen ein Generalplanerteam selektioniert, welches die Vorgaben und Ziele der Regierung bezüglich Funktionalität, Ortsbau und Architektur überzeugend umsetzt und die Realisierung in der geforderten Qualität und Wirtschaftlichkeit sowie unter Einhaltung der Kosten- und Terminvorgaben garantieren kann.
Das Siegerprojekt überzeugt mit Nachhaltigkeit und Funktionalität Die Entscheidung fiel auf das Team rund um das Projekt «Partenaris». Den Lead übernimmt dabei das Zürcher Architekturbüro Giuliani Hönger Architekten. Überzeugt hat das Projekt die Jury durch die gleichmässige Berücksichtigung der Kriterien Architektur, Tragwerk, Nachhaltigkeit und Funktionalität. «Partenaris» sieht eine städtebauliche Positionierung des Neubaus vor – unter Einbezug der bestehenden Gebäude und durch die sorgfältige Gestaltung eines parkähnlichen Aussenraums. So wird ein attraktives Hochschulareal geschaffen. Die Planung berücksichtigt ausserdem die gewünschte Nutzungsflexibilität.
Die erste Etappe sieht einen viergeschossigen U-förmigen Baukörper mit einer zentralen, rund 1200 Quadratmeter umfassenden Eingangshalle vor. Dabei öffnen sich die drei Gebäudeflügel nach Süden zur Pulvermühlestrasse hin und interagieren mit den bestehenden Gebäuden. Der Neubau wird als Hybrid-Skelettbau ausgeführt.
Mittels Passerelle wird es mit dem Neubau verbunden. Die Obergeschosse sind für Nutzungen der Institute und Departemente vorgesehen, wobei der Öffentlichkeitsgrad und damit die Publikumsintensität mit jedem Stockwerk abnimmt. Das Raumprogramm wird mit vergleichsweise wenig Geschossfläche flächeneffizient umgesetzt. Dank der strukturierten Bauweise und ressourcenschonenden Materialisierung können die Werte bei der Grauen Energie auf einem guten Niveau gehalten werden. Im Westen entsteht zudem eine neue Terrasse. In der zweiten Etappe wird das bestehende Gebäude P57 in Richtung Westen erweitert.
Aus Sicht des Kantons Graubünden ist die Realisierung des Fachhochschulzentrums hinsichtlich Bildung, Forschung und auch innovationspolitisch von grosser Wichtigkeit. Denn der Mangel an Fachkräften, insbesondere in den technisch-naturwissenschaftlichen Disziplinen, hat Auswirkungen auf die Bündner Unternehmen: Diesen fehlen das nötige Wachstum und die gewünschte Entwicklung. Die neue Fachhochschule soll junge Leute ausbilden, fördern und damit die Wettbewerbsfähigkeit der Bündner Volkswirtschaft stärken.
Das Siegerprojekt wird in einem nächsten Schritt planerisch weiterbearbeitet. Danach muss es vom Grossen Rat genehmigt werden. Erhält «Partenaris» grünes Licht, soll Ende 2024 mit den Bauarbeiten begonnen werden. Im Jahr 2028 soll der Neubau bezugsbereit sein. Der Studienbetrieb läuft während den Umbauarbeiten weiter wie gewohnt.
Die Visualisierung zeigt den zukünftigen Campusplatz.So soll das Foyer des Neubaus dereinst aussehen.
Die Hochschule für Architektur, Bau und Geomantik der FHNW offeriert ab Januar an ihrem Standort in Olten einen Zertifikatslehrgang in Spatial Data Analytics, zu deutsch Geodatenanalyse. Dieser soll Fachpersonen etwa aus den Datenwissenschaften, Verkehr, Logistik, Raumplanung sowie Natur- und Umweltwissenschaften befähigen, die Städte der Zukunft digital zu planen und die Daten von Infrastrukturen auszuwerten. Damit reagiere die Hochschule auf ein Bedürfnis der Bau- und Planungsbranche, heisst es in ihrer Medienmitteilung.
Das Certificate of Advanced Studies (CAS) Spatial Data Analytics solle in 16 Kurstagen und in Zusammenarbeit mit Fachleuten aus der Praxis das erforderliche Wissen vermitteln, um Geodaten zielgerichtet modellieren, verarbeiten und interpretieren zu können. Dafür sei „eine ausgewogene Mischung aus Vorträgen, Fallstudien, Gruppenarbeiten und praktischen Übungen“ vorgesehen, so die FHNW. Zudem seien Zeitblöcke für das Selbststudium eingeplant.
„Die Frage, wo räumlich messbare Ereignisse stattfinden, reicht nicht mehr aus“, wird Prof. Dr. Pia Bereuter in der Mitteilung zitiert. „In Zukunft müssen wir auch verstehen, warum sich diese ereignen. Dazu braucht es fundierte Analyseprozesse, welche in die Digitalisierungsstrategie von Unternehmen oder Organisationen eingebunden sind.“ Diese Expertise stelle „in nahezu jeder Branche“ die Grundlage für Entscheide mit Raumbezug dar.
Eine Forschungsgruppe der Hochschule für Life Sciences (HLS) der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) gibt Entwarnung: Ihre Tests belegen, dass das in den neuartigen Perowskit-Solarzellen enthaltene Blei auch bei eventuellen Wetterschäden ebensowenig ausgewaschen wird wie alle anderen funktionellen Metalle. Die Zellen konnten Regenwasser- und Hageltests standhalten, ohne dass sich die Metallkonzentration im Regenwasser merklich erhöht hat.
Voraussetzung für ein geringes Umweltrisiko ist, dass die Solarzellen nach kommerziellem Standard eingepackt sind. Doch „selbst mit schlechter Verpackung wurden über mehrere Monate nur 5 bis 10 Prozent des Gesamtbleigehalts im Regenwasser gemessen“, wird HLS-Doktorand Felix Schmidt in einem Bericht der FHNW zitiert. „Aktuell sehen wir wenig Grund zur Sorge, was die möglichen Umweltauswirkungen von Blei angeht.“ Jedoch müsse dieses sensible Thema bezüglich der gesellschaftlichen Akzeptanz dieser Technologie transparent kommuniziert werden.
Perwoskit-Solarzellen gelten als die Zukunft der Photovoltaik. Enorme Fortschritte in der Forschung konnten ihren Wirkungsgrad in den vergangenen Jahren von zunächst 3 auf inzwischen fast 30 Prozent anheben. Damit liegt er knapp über dem der traditionellen Silizium-Zellen.
Perowskit ist der Sammelbegriff für neuartige Materialen, deren Kristallstruktur dem ebenfalls Perowskit genannten natürlichen Mineral gleicht. Perowskite absorbieren Licht besonders effizient und leiten den gewonnenen Strom gut ab. Dabei sind sie sowohl kostengünstig als auch einfach in der Herstellung und Verarbeitung. In der Schweiz laufen unter anderem zwei Nationale Forschungsprogramme. Sie sollen die schnelle Einführung dieser disruptiven Technologie fördern.
Nun müsse man sich Gedanken machen, „was mit den Solarzellen am Ende ihrer Lebensdauer passiert“, so Schmidt weiter. „Deshalb entwickeln wir aktuell Möglichkeiten, um Blei vollständig aus alten Zellen zu gewinnen und dieses wieder in neuen Zellen zu verwerten.“
Die Fachhochschule (FH) Graubünden hat untersucht, wie die Wertschöpfung bei oftmals leerstehenden Luxusresidenzen verbessert werden kann. In diesem Zusammenhang ging das Institut für Tourismus und Freizeit (ITF) der Frage nach, wie deren Besitzerinnen und Besitzer zu überzeugten Vermietenden werden können. Sie seien in Graubünden bisher „eher stiefmütterlich behandelt“ worden, schreibt die FH in einer Mitteilung. Weil der Trend jedoch von Hotellogiernächten zur eigenen Ferienwohnung gehe, dürfe diese Klientel nicht vernachlässigt werden.
Für eine Bedürfnisanalyse sei jedoch die bestehende Datenlage zu dünn. Deshalb untersuchten die Forschenden in ihrer Studie die Vermietungsbereitschaft bei ähnlichen Prestigeobjekten. Im globalen Yacht-Chartermarkt machten sie neben hohen administrativen Hürden auch psychologische Motive als Hemmnis für eine Vermietung aus. Dazu zählen Eingriffe in die Privatsphäre und eine limitierte Flexibilität bei der Eigennutzung.
Die wichtigste Erkenntnis aus dieser Bedürfnisanalyse laute jedoch, „dass es sich sowohl bei der Vermietung von Superyachten als auch Luxusresidenzen um Vertrauenssache handelt“. Damit das Potenzial der oftmals leerstehenden Luxusimmobilien in den alpinen Hochpreisdestinationen genutzt werden könne, müssten „alle anfallenden Aufgaben von einer Koordinatoren-Rolle verwaltet werden“. Ihre Aufgabe sei es, ein möglichst reibungsloses Ineinandergreifen aller Service-Beteiligten zu garantieren. „Der Rest kommt dann wie von selbst, denn zufriedene Vermietende generieren zufriedene Mietende“, heisst es in der Mitteilung.
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