Schlagwort: Fachkraeftemangel

  • Die Baustelle will auch Flexibilität

    Die Baustelle will auch Flexibilität

    Adrian Dinkelmann, Geschäftsführer Infra Suisse, brachte es auf den Punkt. Vereinbarkeit gelingt nicht durch einzelne Massnahmen, sondern durch eine grundlegende Verankerung in der Unternehmenskultur. Zwei vom Bund geförderte Projekte zeigen konkrete Handlungsfelder auf. Der Rahmen muss so gestaltet sein, dass unterschiedliche Lebensrealitäten der Mitarbeitenden darin Platz finden.

    Nicht alle wollen dasselbe
    Jan Malmström, CEO der JMS-Gruppe, hat in seinem Unternehmen nachgefragt. Das Ergebnis überrascht. Der Wunsch nach Teilzeit ist im Büro stark ausgeprägt, auf der Baustelle deutlich weniger. Aber auch dort besteht ein klares Bedürfnis nach mehr Flexibilität im Alltag. Standardmodelle greifen zu kurz. Wer alle Mitarbeitenden gleich behandelt, verpasst den Kern.

    Co-CEO als Realitätscheck
    Sandra Werneyer und Lea Ott leben bei der werneyer ott architektur gmbh vor, was möglich ist, geteilte Führung im Co-CEO-Modell. Das funktioniert mit hohen organisatorischen und kommunikative Anforderungen. Ihr Auftritt machte deutlich, neue Arbeitsformen sind kein Selbstläufer. Sie verlangen Klarheit darüber, welche Verantwortung wirklich teilbar ist.

    Stereotype bremsen die Branche
    Dörte Resch, Professorin für Angewandte Psychologie an der FHNW, machte klar, Bilderkampagnen allein verändern nichts. Stereotype, die nicht mehr mit der Realität der Bauberufe übereinstimmen, müssen aktiv angegangen werden. Es braucht ein authentisches Berufsmarketing, das die attraktiven Aspekte der Branche für alle sichtbar macht. Caroline Farberger, schwedische Unternehmerin, ergänzte mit einer persönlichen Perspektive. Inklusion beginnt damit, bestehende Denkmuster zu hinterfragen.

    Kultur schlägt Konzept
    Im Podium wurde deutlich, was den Unterschied macht. Olivier Imboden, CEO Ulrich Imboden AG, beschreibt es so. Wenn Mitarbeitende die Werte eines Unternehmens mittragen, wirkt sich das direkt auf dessen Attraktivität als Arbeitgeber aus. Sven Stingelin von der Frutiger AG ergänzte die Baustellen-Perspektive und spricht die Rahmenbedingungen an, die anders sind als im Büro. Thomas Weber von Walo Bertschinger wies darauf hin, dass Projektabläufe den Handlungsspielraum wesentlich prägen. Cornel Müller, Gründer Work-ID AG, zeigte, wie gezieltes Berufsmarketing neue Zielgruppen erschliesst, auch durch frühzeitige Berufsorientierung.

  • Erfolgreiches Jobcoaching des SVIT Zürich!

    Erfolgreiches Jobcoaching des SVIT Zürich!

    Der SVIT Zürich unterstützt aktiv bei der Stellensuche im Immobilien-sektor. Bewerbende sind dabei nicht auf sich allein gestellt: Auf Wunsch erhalten sie gezielte Unterstützung beim Einstieg in die Immobilienwirt-schaft. Ein erfahrener Immobilienprofi begleitet sie als persönlicher Coach, analysiert gemeinsam ihre Ausgangslage und definiert wirksame Massnahmen für eine erfolgreiche Jobsuche. So erwerben die Teilnehmenden zusätzliche Kompetenzen, die ihre Bewerbungschancen nachhaltig verbessern.

    Die Arbeitsvermittlung ist für Mitglieder wie auch Nichtmitglieder kostenlos, sofern sie den Lehrgang «Quereinsteiger Assistenz Immobilienbewirtschaftung und -vermarktung» oder «Sachbearbeiter/in Immobilienbewirtschaftung» beim SVIT Zürich in Oerlikon absolviert haben oder aktuell besuchen. Mit diesem Angebot leistet der Verband einen aktiven Beitrag zur Bekämpfung des Fachkräftemangels und stellt gleichzeitig sicher, dass vermittelte Kandidatinnen und Kandidaten über eine fundierte Branchengrundausbildung beim SVIT Zürich verfügen.

    Immer mehr Mitglieder greifen auf diese qualifizierte Fachressource zurück – mit durchweg positiven Rückmeldungen. Sie profitieren von der Möglichkeit, neue Teammitglieder gezielt nach ihren Bedürfnissen aufzubauen und langfristig einzusetzen. Zudem bringen viele Kandidatinnen und Kandidaten wertvolle Zusatzkompetenzen aus ihrem bisherigen Berufsleben mit.

    Interessierte können sich per E-Mail an diana.waly@svit.ch anmelden. Der SVIT Zürich verfügt über eine amtliche Bewilligung des Kantons Zürich für private Arbeitsvermittlung.

    Weitere Informationen zum Ablauf sowie Bewerbungsvideos aktueller Kandidatinnen und Kandidaten finden Sie unter folgendem Link:

    https://www.svit.ch/de/svit-zuerich/themen-services/einstieg-die-immobilienbranche-bewerbungsvideos-quereinsteiger

  • Globale Arbeitgeberbewertung stärkt Position im Wettbewerb um Talente

    Globale Arbeitgeberbewertung stärkt Position im Wettbewerb um Talente

    Holcim sichert sich zum zweiten Mal in Folge die Auszeichnung Global Top Employer vom Top Employers Institute. Insgesamt wurden laut einer Mitteilung 27 Ländergesellschaften von Holcim über alle Regionen hinweg als Top Employer zertifiziert. Mit 27 zertifizierten Märkten erreichte Holcim eine globale Punktzahl von 87 Prozent und übertraf damit den weltweiten Richtwert.

    Besonders hoch bewertete das Top Employers Institute Holcim in den Bereichen Ethics & Integrity, Learning sowie Business Strategy. Diese Ergebnisse spiegeln die leistungsorientierte Unternehmenskultur wider, die die Wachstumsstrategie NextGen Growth 2030 des Konzerns vorantreibt, heisst es in der Mitteilung.

    „Ein strategischer Wachstumstreiber unserer NextGen-Growth-2030-Strategie ist unsere Leistungskultur und unsere Wertschöpfung für Mitarbeitende, Kunden und Aktionäre. Wir nennen dies den Holcim Spirit, der auf Sinn, Menschen und Leistung ausgerichtet ist“, wird CEO Miljan Gutovic zitiert. „Diese Auszeichnung gehört unseren mehr als 45’000 Kolleginnen und Kollegen, die den Holcim Spirit jeden Tag leben und Holcim zu einem hervorragenden Arbeitsplatz machen.“

    Für die Top-Employer-Auszeichnung werden Unternehmen anhand globaler Standards in den Bereichen Karriereentwicklung, Lernen, Wohlbefinden sowie Vergütung bewertet. Unternehmen, die als Global Top Employer ausgezeichnet werden, müssen zudem in einer Mindestzahl von Ländern und Regionen – darunter auch im Land ihres globalen Hauptsitzes – als regionaler Top Employer zertifiziert sein.

    Holcim hat seinen Hauptsitz in Zug, Schweiz, und beschäftigt global mehr als 45’000 Mitarbeitende in 43 Märkten, darunter in Europa, Lateinamerika, Asien, dem Nahen Osten und Afrika.

  • Engineers’ Day 2026

    Engineers’ Day 2026

    Gerade vor dem Hintergrund von Klimawandel, Digitalisierung und nachhaltiger Mobilität rücken Ingenieurinnen und Ingenieure in eine Schlüsselrolle. Sie entwickeln Lösungen für erneuerbare Energiesysteme, resiliente Infrastrukturen, smarte Mobilitätskonzepte, digitale Technologien, datenbasierte Anwendungen und eine ressourcenschonende Produktion.

    Nachwuchs im Fokus
    Der Engineers’ Day möchte junge Menschen früh für Technik begeistern, vom Primarschulkind bis zur Studienwahl. Firmen und Institutionen bieten Führungen, Workshops, Demo-Stationen und Dialogformate an, die Berufe erlebbar machen und direkte Begegnungen mit Fachleuten ermöglichen.

    ​Hintergrund ist ein anhaltender Fachkräftemangel, gerade in den Ingenieur- und MINT-Berufen, in denen Frauen weiterhin stark untervertreten sind. Unternehmen, Organisationen und Bildungsinstitutionen sind deshalb eingeladen, eigene Anlässe und Aktionen für den 4. März 2026 anzumelden und so aktiv zur Nachwuchsförderung beizutragen.

    National Conference of Engineers
    Neu findet am selben Tag erstmals die National Conference of Engineers statt. Rund 40 Expertinnen und Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verbänden kommen an der Hochschule Luzern in Horw zusammen, um konkrete Massnahmen zur Stärkung des Ingenieur-Nachwuchses zu diskutieren.

    ​Ziel der Konferenz ist es, Kräfte über Branchen und Disziplinen hinweg zu bündeln und neue Wege zu finden, um mehr junge Menschen in ihrer Vielfalt für Ingenieur-, MINT- und Tech-Berufe zu gewinnen. Damit ergänzt die Tagung die dezentralen Aktivitäten des Engineers’ Day um eine strategische Plattform für Austausch und gemeinsame Initiativen.

    Von Muttenz nach Luzern
    Die Stabübergabe vom bisherigen Austragungsort Muttenz an Luzern im Oktober 2025 markiert einen weiteren Entwicklungsschritt des Formats. Mit der ersten National Conference of Engineers an der HSLU wird der Engineers’ Day 2026 nicht nur zum Erlebnistag für den Nachwuchs, sondern auch zum Treffpunkt für Entscheidungsträgerinnen der Ingenieur- und Bildungslandschaft.