Schlagwort: Familienunternehmen

  • Finanzchef übernimmt vorübergehend die operative Leitung

    Finanzchef übernimmt vorübergehend die operative Leitung

    An der Spitze der Marke Griesser ist eine Veränderung vollzogen worden: Stefan Leitner hat die interimistische Geschäftsführung übernommen. Der bisherige CFO der im Bereich Sonnenschutzlösungen tätigen Griesser Gruppe folgt auf Urs Neuhauser, der per 12. Januar 2026 das Unternehmen einvernehmlich verlässt, wie die Griesser Gruppe in einer Mitteilung schreibt. „Urs Neuhauser hat das Unternehmen in den vergangenen sieben Jahren begleitet und verschiedene Entwicklungen mitgeprägt. Dafür danken wir ihm“, wird Verwaltungsratspräsident Walter Strässle zitiert. Stefan Leitner erhält Unterstützung von Strässle und Vertretern der Inhaberfamilie. Damit seien Kontinuität und Stabilität in der Geschäftsleitung sichergestellt, heisst es in der Mitteilung.

    Die Interimslösung leitet die Nachfolgeregelung ein. Der Prozess für eine Neubesetzung sei bereits eingeleitet. In der Zwischenzeit verfolge Griesser die Weiterentwicklung von Sonnenschutzlösungen, die Nähe zu Kundinnen und Kunden sowie nachhaltiges Wachstum in bestehenden und neuen Märkten in der Produktion von Sonnenschutzlösungen.

    Die 140-jährige Unternehmensgeschichte ist nach Unternehmensangaben das Resultat aus Pioniergeist, Qualität und langfristigem Denken. Darauf aufbauend blicke das Familienunternehmen zuversichtlich in die Zukunft.

  • Wirtschaftspreis würdigt Industriekompetenz und regionale Verankerung im Thurgau

    Wirtschaftspreis würdigt Industriekompetenz und regionale Verankerung im Thurgau

    Die GLATZ AG aus Frauenfeld sichert sich den Thurgauer Wirtschaftspreis 2026, der jährlich von der Industrie- und Handelskammer Thurgau, dem Thurgauer Gewerbeverband, der Thurgauer Kantonalbank sowie dem Departement für Inneres und Volkswirtschaft verliehen wird.

    Das Familienunternehmen überzeugte die Jury laut einer Mitteilung mit einer Kombination aus generationenübergreifender Geschäftstätigkeit, internationaler Wettbewerbsfähigkeit und regionaler Loyalität, heisst es zur Begründung. Mit ihren patentierten Schirmgestellen, einer hohen Fertigungstiefe, einer internen Näherei und kompromisslosen Qualitätsstandards sei die GLATZ AG Trendsetter bei Schattenlösungen – und das in Zeiten, in denen der internationale Billigmarkt viele Mitbewerber verdrängt. Die Grossschirme aus Frauenfeld, die Windgeschwindigkeiten von bis zu 115 Kilometern pro Stunde standhalten, werden so aus dem Thurgau in über 50 Länder exportiert.

    „Seit über 130 Jahren ist das Unternehmen fest im Thurgau verwurzelt – und trägt zugleich die Qualität und den Innovationsgeist des Werkplatzes Thurgau in die Welt hinaus“, wird Thomas Koller zitiert, Jury-Präsident des Thurgauer Wirtschaftspreises.

    Davon, dass die GLATZ AG auch künftig im Thurgau verwurzelt bleibt, zeugt der Umzug in den neuen Stammsitz an der Langfeldstrasse in Frauenfeld im Jahr 2024. Der Neubau, der Forschung und Entwicklung, Produktion, Verwaltung und ein modernes Schulungszentrum unter einem Dach vereint, sei auch mit Fokus auf die Nachhaltigkeit errichtet worden. So reduzieren Photovoltaikanlagen, energieeffiziente Heiz- und Kühlsysteme sowie verkürzte Transportwege den CO2-Fussabdruck.

    Die Preisverleihung findet am 15. April 2026 bei der GLATZ AG in Frauenfeld statt.

  • Langfristiges Unternehmertum als Erfolgsmodell ausgezeichnet

    Langfristiges Unternehmertum als Erfolgsmodell ausgezeichnet

    Das Bauunternehmen Richi AG in Weiningen ist mit dem Nachfolgepreis Phoenix Award 2024 in der Kategorie KMU von 100 bis 250 Mitarbeitende ausgezeichnet worden. Das Unternehmen wurde laut Medienmitteilung 1924 von Jakob Richi als Kiesgrube gegründet und umfasst heute fünf Betriebsbereiche mit 150 Beschäftigten, ist weiter in Familienhand und wird von der dritten und vierten Generation geführt. Verwaltungsratspräsident Jakob Richi aus der dritten Generation und David Richi (vierte Generation) nahmen den Preis am Mittwoch, 4. Dezember, in Weiningen entgegen. David Richi ist Verwaltungsrat und Mitglied der Geschäftsleitung.

    Die Richi AG umfasst heute fünf Sparten, heisst es weiter. Die sind Baustofflieferung unter Einsatz von Recyclingkies und -beton, das Wiederverwerten von Bauschutt, eine eigene Photovoltaikanlage, ein Biomassekraftwerk sowie Kräne und Spezialtransporte.

    „Dieser Nachfolgepreis ist eine schöne Würdigung für uns als Familie resp. Familienunternehmer*innen, denen die für alle stimmige Nachfolgeregelung ein wichtiges Anliegen ist“, wird David Richi, stellvertretend für die dritte und vierte Generation, aus seiner Dankesrede zitiert. Gleichzeitig sei der Preis eine tolle Anerkennung für das gesamte Firmen-Team und dessen Engagement.

    Der Phoenix Award für langfristiges Schweizer Unternehmertum wird seit  2020 jährlich vom Schweizer Dachverband für Unternehmensnachfolge (CHDU) vergeben. Die Auszeichnung ehrt Schweizer KMU, die ihre Nachfolgeregelung seit mindestens einem Jahrhundert meistern. Dies gelingt laut der Mitteilung im Kanton Zürich mit seinen gut 113‘000 Unternehmen, von denen rund 17‘800 vor einer offenen Nachfolge stehen, nur knapp 20 Firmen jährlich.

  • Mehrheit möchte Wohnraum nicht verkleinern

    Mehrheit möchte Wohnraum nicht verkleinern

    Die Studie Wohnraumnutzung aus individueller Sicht der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) hat ergeben, dass 70 Prozent der Befragten nicht bereit sind, ihren Wohnraum zu verkleinern. Unter den Personen, die in sogenannten Empty Nests leben, also mit leerstehenden Räumen flügge gewordener Kinder, empfinden nur 26 Prozent ihr Zuhause als zu gross. Ein Zimmerüberschuss von zwei Zimmern, also zwei Zimmern mehr als Personen im Haushalt leben, wird von den befragten Personen als ideal angegeben, so die ZHAW in einer Mitteilung. Von den umzugsbereiten Befragten zeigen sich laut Studie lediglich 42 Prozent bereit, ihre Zimmerzahl zu verkleinern. 32 Prozent wollen nicht von ihren Vorstellungen bezüglich Wohnkosten abweichen.

    «Es zeigt sich, dass die Kombination von Umzug und Verkleinerung – also zwei einschneidenden Veränderungen gleichzeitig – besonders herausfordernd ist», wird Selina Lehner, Co-Leiterin der Studie, zitiert. «Wenn zudem wichtige Anreize fehlen, wird diese Entscheidung häufig aufgeschoben.» Nur jede dritte befragte Person ist der Meinung, dass ältere Paare oder Alleinstehende in zu grossen Wohnungen ihren Wohnraum für jüngere Familien freigeben sollten. Dabei spielt laut ZHAW eine Rolle, dass die Neumiete für kleinere Wohnungen häufig teurer ist als die Bestandsmiete in der grösseren Wohnung.

    An Wichtigkeit gewinnt das häusliche Büro. 61 Prozent der Befragten geben an, künftig zuhause ein Arbeitszimmer einrichten zu wollen. Denn «ein externes Büro ist beispielsweise nicht gleich attraktiv wie ein Büro in den eigenen vier Wänden», so Studien-Co-Leiter Holger Hohgardt.

    An der Studie haben im Frühjahr 2024 insgesamt 1097 Personen in der Deutschschweiz und der Westschweiz teilgenommen. Die ZHAW führte die Erhebung in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Wohnungswesen, der Fédération Romande Immobilière, dem Hauseigentümerverband Schweiz und Raiffeisen Schweiz durch.

  • Prix SVC Ostschweiz 2024 geht an Zindel United

    Prix SVC Ostschweiz 2024 geht an Zindel United

    Zindel United aus Maienfeld hat den diesjährigen Prix SVC Ostschweiz gewonnen, informiert der Swiss Venture Club (SVC) in einer Mitteilung. Der Preis zeichnet innovative Unternehmen in der Region für herausragende Leistungen aus, mit denen nachhaltige wirtschaftliche Erfolge realisiert werden können. „Zindel United setzt ihre Vision – aus Ideen Gesamtlösungen entwickeln für künftige Generationen, dabei Menschen begeistern und die Umwelt schonen – in vorbildlicher und pionierhafter Weise um“, wird Jurypräsident Andrea Fanzun in der Mitteilung aus seiner Laudatio zitiert.

    Zindel United ist auf baubegleitende Dienstleistungen spezialisiert. Das in achter Generation geführte Familienunternehmen engagiert sich für Kreislaufwirtschaft im Bauwesen. Dazu setzt Zindel United auf einheimische Rohstoffe und leistet eigenen Angaben zufolge „mit dem ersten nachweislich CO2-neutralen Beton der Schweiz einen relevanten Beitrag zur Erreichung der Klimaziele 2050“.

    Mit der Silber- und der Bronzemedaille des Wettbewerbs wurden die Märchenhotel AG aus Braunwald GL und die Huber Fenster AG aus Herisau AR bedacht. Das mehrfach ausgezeichnete Märchenhotel für Familien mit Kindern hat sich seit Gründung 1977 zu einem der grössten touristischen Arbeitgeber im Kanton Glarus entwickelt. Die in fünfter Generation geführte Huber Fenster AG ist auf auf Spezialanfertigungen von Fenstern und Fassadenelementen spezialisiert, die den Architektenvorstellungen entsprechen.

  • Veriset holt Mujinga Kambundji an Bord

    Veriset holt Mujinga Kambundji an Bord

    Mujinga Kambundji steigt als Markenbotschafterin beim Luzerner Küchenhersteller Veriset ein. Die Leichtathletin hält die Landesrekorde über 60, 100 und 200 Meter und hat im vergangenen Jahr Gold bei den Hallenweltmeisterschaften über 60 Meter und bei den Europameisterschaften über 200 Meter geholt. Trotz ihres grossen Erfolges sei die Bernerin „bodenständig geblieben und strahlt dabei Lebensfreude und Sympathie aus“, schreibt Veriset in einer Mitteilung. Als Markenbotschafterin soll „die schnellste Frau der Schweiz“ den Produkten von Veriset „einen emotionalen Schub verleihen“.

    Unternehmen und Markenbotschafterin hätten vieles gemeinsam, heisst es in der Mitteilung. So stehe Kambundji als Tochter einer Schweizerin und eines Kongolesen „für eine multikulturelle Schweiz“, während bei Veriset „Menschen aus rund 25 Nationen“ arbeiten. Das Familienunternehmen legt Wert auf „familiäre Werte wie Ehrlichkeit, Respekt und Wertschätzung“ und schätzt „authentische Persönlichkeiten“. Die neue Markenbotschafterin sei „bekanntermassen ein absoluter Familienmensch“ und gleichzeitig „eine moderne Frau, die immer 100 Prozent gibt und ihr nächstes Ziel fest im Blick hat“, wird Daniel Jost, Mitinhaber und Geschäftsleiter der Veriset AG, in der Mitteilung zitiert. „Mujinga verkörpert für uns all die Werte, für die auch Veriset steht und die dank dem Engagement besser sichtbar werden sollen.“

  • Patrick Berger übernimmt Leitung von DBU Facility Services

    Patrick Berger übernimmt Leitung von DBU Facility Services

    Patrick Berger ist seit dem 1. Januar neuer Geschäftsleiter der DBU Facility Services AG in Schlieren. Der 30-Jährige ist nicht nur neuer Chef des Familienunternehmens, sondern auch Teilhaber der DBU, heisst es in einer Medienmitteilung des auf Gebäudemanagement spezialisierten Unternehmens. Patrick Berger übernimmt die Firmenleitung von seinem Vater Daniel Berger.

    Er kam 2020 zur DBU, um bei der Einführung der ERP-Software Abacus zu unterstützen. Enterprise-Ressource-Planning (ERP) umfasst die Bereiche Personal, Ressourcen, Kapital, Betriebsmittel, Material sowie Informations- und Kommunikationstechnik. Seit mehr als zwei Jahren ist Patrick Berger daran, die Digitalisierung innerhalb der DBU weiter voranzutreiben.

    „Es ist ein riesiges Privileg und überhaupt nicht selbstverständlich, dass ich in meinem jungen Alter eine so grosse Verantwortung übernehmen darf“, wird Patrick Berger zitiert, der über einen Master in BWL verfügt. „Dank dieser Nachfolgelösung liegt die Verantwortung für die DBU weiterhin in den Händen der Eigentümer“, wird Daniel Berger zitiert.

    Neben dem neuen Geschäftsleiter hat DBU auch weitere junge Führungskräfte ins Team geholt. 2021 hat Joanna Schneider die Leitung Administration und Personal übernommen. Sie ist als KV-Lernende bei der DBU eingestiegen und hat sich bis zum Mitglied der Geschäftsleitung hochgearbeitet.

    Mit Sandro De Nardo, Leiter Finanzen und zuständig für Informations- und Kommunikationstechnik (ICT), sei 2021 ein neues, junges Gesicht zur DBU gestossen. Im Frühling 2022 sei mit Reto Langenegger ein im Facility Management erfahrener Mitarbeiter für die operative Leitung Facility Services in die Firma eingetreten. Mit dem starken Führungsteam wolle sich der neue Geschäftsleiter auf übergreifende Themen konzentrieren und die Position der DBU am Markt stärken.

  • Energiesituation bei Schweizer KMU und Familienunternehmen: Sorge ja, Krise nein

    Energiesituation bei Schweizer KMU und Familienunternehmen: Sorge ja, Krise nein

    Auf dem Sorgenbarometer der Unternehmen rangiert die Energiekrise mit 45 % der Nennungen ex aequo mit der Inflation auf Platz drei. Noch mehr Sorgen bereiten den Entscheidungstragenden die aktuellen Lieferkettenprobleme. Den Spitzenplatz belegt mit 65 % der Nennungen der Fachkräftemangel. Dieser beschäftigt Schweizer Unternehmen unabhängig von Branche oder Grösse. 45 % der Befragten geben an, dass ihnen die Energiekrise überhaupt oder fast keine Sorgen bereiten würde. 47 % gehen nicht davon aus, dass ihre Umsätze unter der Energiekrise leiden. 22 % beziffern die erwarteten Umsatzeinbussen auf 1 % bis 4 %.

    Bereit für den Notfall

    82 % der Studienunternehmen sind überzeugt, ihr wirksamstes Energiesparpotenzial zu kennen. Schon heute reduzieren 54 % der Befragten ihren Stromverbrauch. 30 % haben einen Krisenstab etabliert, der Massnahmen konzipiert hat oder an solchen arbeitet. Nur gut jedes zehnte Unter-nehmen (12 %) erläutert, keine Massnahmen geplant oder umgesetzt zu haben. Jene Unternehmen, die bereits Energiesparmassnahmen entwickelt haben, sehen diese zu 57 % als sofort und zu 24 % als innerhalb weniger Wochen wirksam. Zwei Drittel der Befragten könnten ihren Betrieb auch dann aufrechterhalten, wenn aufgrund eines Energiemangels die Strom- und Gaszufuhr reduziert werden würde.

    Arbeitsplätze und Existenz gesichert

    88 % der Studienunternehmen denken nicht an einen Stellenabbau, um den steigenden Energiekosten entgegenzuwirken. Für knapp zwei Drittel (63 %) ist auch Homeoffice keine gangbare Lösung. Bei der Frage der Existenzbedrohung sind sich die Studienunternehmen einig: 91 % der Befragten sehen die Existenz ihres Unternehmens in den kommenden sechs Monaten durch die Energiekrise nicht gefährdet.

    Über diese Studie

    Die Kurzstudie zur Energiekrise wurde von PwC im November 2022 auf der Grundlage eines Online-Fragebogens durchgeführt. 137 Schweizer Unternehmen haben an der Umfrage teilgenommen. Sie stammen zu 42 % aus der verarbeitenden Industrie. Zudem sind Baugewerbe, Detailhandel, Informatik, Kommunikation, Unterhaltung, Gastgewerbe, Energie und Finanzwelt vertreten. 47 % der Studienunternehmen beschäftigen mehr als 250 Mitarbeitende, 17 % weniger als 50 Mitarbeitende.

    Weitere Infos
    www.pwc.ch/de/publications/2022/energiekrise-bei-familienunternehmen-und-kmu.pdf