Schlagwort: Ferienwohnungen

  • Nachhaltige Ferienkonzepte erhalten Wachstumskapital

    Nachhaltige Ferienkonzepte erhalten Wachstumskapital

    Die Private-Equity-Gesellschaft Limestone Capital aus Zug hat 30 Prozent der Anteile von Nokken, einem Anbieter ökologischer Ferienwohnungen aus dem Vereinigten Königreich, übernommen.

    Mit der Investition will Nokken seine Marktposition in Europa und den USA ausbauen, sowie in den asiatischen und austroasiatischen Markt eintreten. Die Finanzmittel dienen primär dazu, strategische Partnerschaften mit Landeigentümern und Betreibern einzugehen, Schlüsselbestandteile von Nokkens Lieferkette zu übernehmen und Sales – und Marketingkapazitäten auszubauen. „Die Investition ist ein Meilenstein für Nokken und eine Bestätigung für unsere Vision der Zukunft des Gastgewerbes“, wird Nathan Aylott in einer Medienmitteilung zitiert, Mitgründer von Nokken,

    Nokken fokussiert auf naturverbundene Erlebnisse, die durch geringere Kosten, schnelle Umsetzung und höhere Attraktivität für Gäste überzeugen. Das „Retreat“-Modell des Unternehmens mit dem modularen Design seiner Ferienhütten ermöglicht skalierbare Naturerlebnisse und minimiert dabei die Bodenbelastung, verwendet ökologische Materialien und vermeidet hohe Infrastrukturanforderungen herkömmlicher Bauweisen, wie es vom Unternehmen heisst.

    Limestone Capital ist mit über 1 Milliarde Euro AUM (Assets Under Management) in den Bereichen Lifestyle und Gastgewerbe engagiert bei Investitionen in erfahrungsfokussierte Plattformen. Die Teilübernahme von Nokken signalisiert das Engagement der Kapitalgesellschaft für nachhaltige Unternehmen im Gastgewerbe: „Diese Investition ist nicht nur reines Kapital – sondern eine Partnerschaft, die auf geteilten Werten basiert“, heisst es von Grazi Panelli, CEO von Limestone Capital. „Nokken bietet bedeutungsvolle, naturbasierte Erfahrungen ohne Abstriche bei Design oder ökologischer Verantwortung.“

  • Ferienwohnungsmarkt im Alpenraum zeigt stabile Nachfrage bei Preisabschwächung

    Ferienwohnungsmarkt im Alpenraum zeigt stabile Nachfrage bei Preisabschwächung

    Der UBS Alpine Property Focus 2025 bewertet die Entwicklung des Ferienwohnungsmarkts im Alpenraum. Fünf Schweizer Destinationen führen das Preisranking an. Engadin/St.Moritz GR sichert sich Platz 1 mit mindestens 22’300 Franken pro Quadratmeter. Die Top 5 werden von Verbier VS, Zermatt VS, Gstaad BE und Andermatt UR komplettiert. Die Preise für alpine Ferienwohnungen stiegen im vergangenen Jahr bei hoher Nachfrage um 2,3 Prozent.

    Das Aufkommen hybrider Arbeitsformen nach 2020 löste die aktuell hohe Nachfrage aus, heisst es in einer Medienmitteilung der UBS. Seit 2020 verteuerten sich alpine Ferienwohnungen um rund 30 Prozent. Das Jahr 2024 sah eine gedämpfte Preissteigerung im Alpenraum. Die Preise in französischen und italienischen Destinationen verteuerten sich um durchschnittlich 4, in Schweizer Standorten um 3 Prozent. In Österreich gingen sie um 3 Prozent zurück.

    «Kurzfristig dürfte sich die Preisentwicklung im Alpenraum in den nächsten Quartalen weiter abschwächen», sagt Maciej Skoczek, Immobilienökonom bei UBS und Hauptautor der Studie. Alpine Ferienwohnungen erfreuen sich grosser Nachfrage, doch die verhaltenen Wirtschaftsaussichten und die Inflation belasten Haushalte, sagt der Ökonom.

    Die Studie bewertet die Aussichten Schweizer Immobilien positiv. Diese erfreuen sich bei geopolitischen Turbulenzen als sichere Kapitalanlagen grosser Beliebtheit.  Gesenkte Hypothekarzinsen und ein geringes Angebot an Ferienwohnungen stützen Schweizer Preise zudem.

    Risiken für den Ferienwohnungsmarkt sieht die Studie in regulatorischen Eingriffen: Die Lockerung des Zweitwohnungsgesetzes dürfte die Angebotslage entspannen, während die geplante Verschärfung der Lex Koller den Grundstückserwerb für Ausländer stärker reguliert, so die UBS. Diese Eingriffe dämpfen die Preisentwicklung im Luxussegment.

  • Zweitwohnungsgesetz tangiert Immobilienmärkte weniger als erwartet

    Zweitwohnungsgesetz tangiert Immobilienmärkte weniger als erwartet

    Am 12. März 2012 hat die Schweizer Bevölkerung die Zweitwohnungsinitiative angenommen. Das entsprechende Zweitwohnungsgesetz sieht vor, dass in Gemeinden mit mehr als 20 Prozent Zweitwohnungen keine zusätzlichen Ferienwohnungen oder -häuser mehr gebaut werden dürfen. Experten befürchteten, dass mit der Annahme der Initiative die Preise für entsprechende Immobilien in den touristisch geprägten Gebieten explodieren würden.

    Zehn Jahre später hätten sich diese Befürchtungen nicht bestätigt, schreibt die Hochschule Luzern (HSLU) in einer Mitteilung. Forschende der HSLU haben die Auswirkungen des Zweitwohnungsgesetz in zwei Studien untersucht. Den Ergebnissen zufolge sind die Immobilienpreise bis 2018 nicht gestiegen, sondern stattdessen sogar gesunken.

    „Die Annahme der Initiative hat zu einer panikartigen Flut an Last-Minute-Baugesuchen geführt“, wird der Leiter der entsprechenden Studie, Daniel Steffen, in der Mitteilung zitiert. „Dies hat ironischerweise für ein zwischenzeitliches Überangebot gesorgt.“ Erst mit dem Ausbruch der Pandemie sei die Nachfrage nach Wohnungen in den touristischen Bergregionen gestiegen. „Heute sind die Preise wieder ungefähr auf dem Niveau, auf dem sie nach Modellrechnungen auch ohne Zweitwohnungsinitiative wären“, so Steffen.

    Auch Hotelbranche und Bergbahnen spürten nur geringe Folgen der Neuregelung, wird in der Mitteilung weiter erläutert. Lediglich das Modell der Hotelbranche, Sanierungen über den Bau und Verkauf von Zweitwohnungen querzufinanzieren, sei durch das Zweitwohnungsgesetz eingeschränkt. In der Baubranche machen die Forschenden allerdings für in den betroffenen Gemeinden aktive Baufirmen markante Beeinträchtigungen aus. „Insbesondere grössere, strategisch breit aufgestellte Firmen“ orientierten sich aber bereits „vermehrt in Richtung Talboden, wo die Aufträge nicht so stark vom Zweitwohnungsbau abhängig sind“, wird der Leiter der entsprechenden Studie, Stefan Lüthi, in der Mitteilung zitiert.

    „Über alle Branchen betrachtet sei insgesamt zu erwarten, dass die Wirkungen des Zweitwohnungsgesetzes erst in den kommenden Jahren spürbar werden dürften“, konstatieren die HSLU-Forschenden.

  • Andermatt Swiss Alps AG verkauft ein Drittel mehr Wohnungen

    Andermatt Swiss Alps AG verkauft ein Drittel mehr Wohnungen

    Die Andermatt Swiss Alps AG verzeichnet eine weiterhin hohe Nachfrage nach Ferienwohnungen im neuen Dorfteil Andermatt Reuss. Insgesamt 420 Einheiten habe das Unternehmen mit Sitz in Andermatt seit Baubeginn im Jahr 2007 fertiggestellt. 408 davon seien verkauft worden, allein 100 davon im laufenden Jahr, heisst es in einer Medienmitteilung. Das sei noch einmal eine Steigerung der Verkäufe von mehr als einem Drittel gegenüber 2020.

    In den kommenden Monaten übergibt das Unternehmen 130 neue Wohnungen rund um die Piazza Gottardo an die Eigentümer, heisst es weiter. Der Platz befindet sich auf einem Podium genannten Infrastruktursockel. Dieser soll auf 20‘000 Quadratmeter erweitert werden, um weitere Häuser bauen zu können.

    „Das ist eines der grössten Bauprojekte in den Alpen und ermöglicht uns, den Dorfteil Andermatt Reuss um weitere 16 Apartmenthäuser und zwei Einkaufsgassen mit Retail- und Gastroangeboten zu erweitern“, wird CEO Raphael Krucker in der Medienmitteilung zitiert.

    Noch in diesem Winter gehen zwei Häuser in den Verkauf. Haus Elva wird elf Wohnungen mit jeweils bis zu vier Schlafzimmern beherbergen. Im Haus Mira entstehen 18 Wohnungen mit einem und zwei Schlafzimmern.

    Die Andermatt Swiss Alps AG plant, baut und entwickelt die Ganzjahresdestination Andermatt in den Alpen. Insgesamt 2000 Wohneinheiten mit bis zu 10’000 Betten in Apartmenthäusern, Hotels und Chalets soll das Projekt am Ende umfassen.