Schlagwort: Fernwaerme

  • Neuer Wärmeverbund nutzt Abwärme und Rheinwasser effizient

    Neuer Wärmeverbund nutzt Abwärme und Rheinwasser effizient

    Die Energieversorgerin AEW Energie AG investiert laut einer Mitteilung 8 Millionen Franken in den Bau eines Wärmeverbunds in Augst im Kanton Basel-Landschaft. Nach Unternehmensangaben wird damit „ein klares Zeichen für die Umsetzung der Energiestrategie und den konsequenten Ausbau erneuerbarer Wärmelösungen“ gesetzt.

    Die Abwärme der Generatoren im bestehenden Wasserkraftwerk Augst und das Rheinwasser sollen für die Fernwärme genutzt werden. Über ein 1,3 Kilometer langes Fernwärmenetz sollen die angeschlossenen Gebäude mit Beginn der Heizphase 2026/2027 die CO2-freie Energie erhalten, heisst es.

    Drei Wärmespeicher mit je 15’000 Litern realisieren auch bei Spitzenlasten eine sichere Versorgung und einen zuverlässigen und stabilen Betrieb. Die thermische Leistung der Anlage beträgt laut Mitteilung 2 Megawatt und soll im Endausbau einen Wärmeabsatz von 4400 Megawattstunden liefern. So sollen jährlich 1200 Tonnen CO2 eingespart werden.

    Zum Bauprojektstart per Spatenstich am 16. März 2026 teilte das Unternehmen mit, einen Ersatz für die AEW Contractinganlage in Pratteln zu schaffen, welche mit Holzpellets und Öl betrieben worden sei. „Mit dem Wärmeverbund Augst nutzen wir vorhandene Energiequellen aus unserer eigenen Infrastruktur optimal und leisten einen wichtigen Beitrag zur Dekarbonisierung der Wärmeversorgung in der Region“, wird Dr. Raffael Schubiger, Präsident des Verwaltungsrats der AEW Energie AG und der Kraftwerk Augst AG, zitiert.

    Nach Aussage von David Gautschi, Leiter Geschäftsbereich Produktion der AEW, zeige der Wärmeverbund Augst exemplarisch, wie sich bestehende Energieinfrastrukturen und natürliche Ressourcen effizient kombinieren lassen.

  • Neues Wärmenetz verbindet Klimaschutz und regionale Wertschöpfung

    Neues Wärmenetz verbindet Klimaschutz und regionale Wertschöpfung

    Der Wärmeverbund Maisprach im Kanton Basel-Landschaft und der Basler Energieversorger IWB haben ein neues Projekt zur Wärmeversorgung aus regionalen Rohstoffen in Betrieb genommen. Seit Anfang Dezember wird aus einem Holzkessel und einer Pflanzenkohleanlage Energie gewonnen und in das Wärmenetz eingespeist, heisst es in einer Mitteilung.

    Die Voraussetzung für den jetzt erfolgten Schritt lieferte die Gemeinde Maisprach im Januar 2025 mit dem Bau eines neuen Werkhofs. Dort errichtete die IWB zunächst neue Holzheizanlagen. Im November folgte der Bau der Pflanzenkohleanlage. Jährlich sollen hier 250 Tonnen Pflanzenkohle aus Landschaftspflegeholz und Biomasse durch Pyrolyse erzeugt werden. Die Abwärme aus der Kohleproduktion wird in das Fernwärmenetz eingespeist. Die Betreiber rechnen mit 900 Megawattstunden Wärmeenergie für die Netzkunden, bei steigender Tendenz mit einem weiteren Netzausbau. Der Holzkessel wird ebenfalls mit regionaler Biomasse betrieben. Die produzierte Pflanzenkohle wird in der Region als Zusatz zur Kompostierung, in Erdsubstraten sowie in der Landwirtschaft genutzt. Die IWB investierte in das Projekt 3,5 Millionen Franken.

    „IWB hat Erfahrungen im Bau und Betrieb von Wärmeanlagen. Im Rahmen eines Pilotprojekts hat IWB in Basel den innovativen Ansatz getestet, Abwärme aus einer Pflanzenkohleanlage in einem Wärmenetz zu nutzen. Davon können wir nun profitieren“, wird der Maispracher Gemeindepräsident Dorian Wernli in der Mitteilung zitiert.

  • Neue Rohrbrücke stärkt regionales Fernwärmenetz

    Neue Rohrbrücke stärkt regionales Fernwärmenetz

    BRUGG Pipes aus Kleindöttingen, Teil der in Brugg ansässigen BRUGG Group AG, hat vorisolierte Fernwärmerohre für eine Querung der Autobahn A4 geliefert. Das Brückenelement zwischen Holzhäusern und Rotkreuz wurde Ende Oktober eingehoben, heisst es in einer Mitteilung. Bei der Montage sind zwei für Brückenbauwerke taugliche Rohrleitungen mit einer Länge von 48 Metern montiert worden. Sie wiegen ohne Wasser 4,9 Tonnen.

    Die Rohrbrücke verbindet bereits bestehende mit neuen Abschnitten des Wärmeverbundes Ennetsee. Dabei sollen weitere Quartiere und Gewerbestandorte in Rotkreuz ZG, Cham ZG und angrenzenden Gebieten an das Fernwärmenetz angeschlossen werden. Bauherrin des Projekts ist die WWZ. Für die Planung und Bauleitung der Brücke war das Unternehmen B+S AG verantwortlich, unterstützt von der Hodel SHLK AG als Rohrbauer. „Ich bin begeistert, wie die WWZ, B+S, Hodel SHLK und die weiteren Partner dieses Projekt partnerschaftlich und mit grösster Präzision umgesetzt haben. Eine solche Verlegung unserer Rohre mit einer eigenen Brücke ist definitiv nicht alltäglich. Umso mehr freut es mich, dass die Installation erfolgreich verlief und unsere vorisolierten Rohrsysteme nun den Ausbau des Wärmeverbunds Ennetsee sowie die Dekarbonisierung unterstützen“, wird Martin Rigaud, CEO von BRUGG Pipes, in der Mitteilung zitiert.

    Als Wärmequelle nutzt die WWZ die Abwärme der Kehrichtverbrennungsanlage Renergia in Perlen LU. Bis Herbst 2026 soll auch Cham mit Fernwärme aus dem Projekt versorgt werden. Insgesamt rechnet man beim Ausbau des Verbunds mit einer Einsparung von etwa 12‘000 Tonnen Kohlendioxid jährlich.