Schlagwort: Flächennutzung

  • Neue Anforderungen an Büroflächen

    Neue Anforderungen an Büroflächen

    Die Art und Weise, wie Unternehmen ihre Büroflächen nutzen, hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Wie die Umfrage «Büroflächen-Barometer» zeigt, sind Arbeitsplätze für individuelle Schreibtischarbeit nicht mehr der zentrale Fokus, was bei einer durchschnittlichen Belegungsquote von rund 72% verständlich ist. Stattdessen legen Unternehmen Wert auf Räumlichkeiten, die sowohl Zusammenarbeit als auch konzentriertes Arbeiten ermöglichen. Besprechungsräume, Kundenbereiche sowie Erholungs- und Rückzugsräume gewinnen zunehmend an Bedeutung. Die klassischen Grossraumbüros weichen flexiblen Flächenkonzepten, die den vielfältigen Bedürfnissen der Mitarbeitenden gerecht werden.

    Stadt oder Agglomeration?
    Obwohl rund 24% der befragten Unternehmen nach wie vor eine Innenstadtlage bevorzugen, sind auch Standorte in der Agglomeration aufgrund der guten Verkehrsanbindung und attraktiven Mietpreise zunehmend gefragt. In Grosszentren bevorzugen gar 53% der Unternehmen eine Zentrumslage. Die moderne Infrastruktur ermöglicht es Firmen, ausserhalb der Zentren Kosten zu sparen, ohne Einbussen in der Erreichbarkeit hinnehmen zu müssen.

    Qualität und Nachhaltigkeit als zentrale Kriterien
    Bei der Wahl neuer Büroflächen steht die Qualität der Arbeitsumgebung an erster Stelle. 59% der Unternehmen bewerten hochwertige und ergonomisch ausgestattete Arbeitsplätze als sehr wichtig, während 37% dies als eher wichtig einstufen. Aspekte wie nachhaltige Bauweise und energieeffizienter Betrieb gewinnen an Bedeutung, da sie nicht nur zur Reduktion von Kosten beitragen, sondern auch die Nachhaltigkeitsziele der Unternehmen unterstützen. Mobilitätsfaktoren wie gute Anbindung an den öffentlichen Verkehr oder die Erreichbarkeit mit dem Auto sind ebenfalls entscheidend.

    Effiziente Flächennutzung durch datenbasierte Strategien
    Die schwankende Auslastung der Büroflächen stellt viele Unternehmen und Eigentümer vor Herausforderungen. Immer mehr Unternehmen setzen auf Technologien wie automatisierte Zählsysteme, um die tatsächliche Nutzung der Büroflächen zu analysieren. Diese Daten bieten wertvolle Einblicke und ermöglichen die flexible Anpassung der Arbeitsumgebung. Durch die Umgestaltung wenig genutzter Räume in Gemeinschafts- und Besprechungsbereiche können die Flächennutzung maximiert und die Betriebskosten gesenkt werden, während gleichzeitig das Wohlbefinden der Mitarbeitenden gefördert wird.

  • Evolution der Wohnraumgestaltung

    Evolution der Wohnraumgestaltung

    Wohnraumgestaltung im Wandel der Zeit
    Der Flächenbedarf pro Bewohner ist seit 1950 von 25 m² auf heute etwa 46 m² gestiegen. Dadurch haben sich Raumeinteilungen verändert: Was früher eine Familienwohnung war, ist heute eine Wohnung für Singles und kinderlose Paare. Statt zwei kleinen WCs wird nun ein grosszügiges Badezimmer bevorzugt, anstelle separater Küche und Esszimmer eine offene Küche mit Kochinsel. Zudem sind die persönlichen Ansprüche und gesetzlichen Vorschriften in Bezug auf Bauphysik und Ökologie gestiegen. Die Frage nach der Grundversorgung hat sich zur Frage nach der angemessenen Lebensqualität des Wohnraums entwickelt.

    Kosteneinsparung durch verdichtetes Bauen
    In den heutigen Wohnsiedlungen des Konjunkturaufschwungs besteht die Möglichkeit, durch verdichtete Bauweise und höhere Gebäude eine effizientere Nutzung der Baufläche zu erreichen. Besonders in zentrumsnahen Gebieten mit hohem Baulandwert wird oft die Sanierung bevorzugt anstelle von Neubauten. Es ist wichtig, beim Bauentscheid auch die ökologische Bedeutung im Hinblick auf die abnehmenden Baulandreserven der Schweiz zu berücksichtigen. In den letzten Jahrzehnten ist die Siedlungsfläche des Landes stark angewachsen. Durch einfaches Volumen, gut durchdachte Raumfolgen und verdichtetes Bauen mit hohen Ausnützungsziffern können Kosten eingespart und der Zersiedelung der Landschaft entgegengewirkt werden.

    Wärmedämmung renovierungsbedürftiger Gebäude
    Durch eine energieeffiziente Modernisierung eines Gebäudes aus den 1970er Jahren kann der Energieverbrauch um bis zu 90% reduziert werden. Um die Wärmedämmung zu optimieren, müssen äussere Bauteile wie Aussenwände, Dächer oder der Dachboden renoviert werden. Manchmal geht auch unentdeckt Wärme durch eine unzureichend gedämmte Kellerdecke verloren. Insbesondere die Fenster stellen in den Aussenwänden Schwachstellen in Bezug auf Wärme- und Schalldämmung dar. Zur Bewertung der Wärmedämmung kann eine Gebäudethermografie mit einer Wärmebildkamera durchgeführt werden. Zudem kann zur Prüfung der Luftdichtheit der Gebäudehülle das Differenzdruck-Messverfahren (Blower-Door-Test) angewandt werden.

    Effiziente Aussenwandsanierung mit Holz
    Aussenwände sind komplexe Bauteile, die wichtige bauphysikalische Funktionen wie Feuchteschutz, Schall- und Wärmedämmung erfüllen. Bei Fassadensanierungen kann Holz als Unterkonstruktion, Schalung und Wärmedämmung verwendet werden. Auch Dämmstoffe wie Steinwolle, Glaswolle, Schafwolle oder Flachs können eingesetzt werden. Die Sanierung von Aussenwänden wird heutzutage auch mit vorgefertigten Leichtbaufassaden im Rahmenbauweise durchgeführt. Dieses Konzept, ein Gebäude komplett neu zu verkleiden und ihm gleichzeitig ein neues Erscheinungsbild zu verleihen, hat sich als äusserst erfolgreich erwiesen. Dadurch können auch neue Anbauten und Aufstockungen architektonisch mit dem Bestand zu einer neuen Einheit verbunden werden.

    Optimierung von Räumen
    Bei Renovierungen im Innenbereich werden Räume entsprechend den neuen Anforderungen umgestaltet. Es entstehen neue Trennwände, Vorsatzschalen und abgehängte Decken. In die Holzlatten werden neue Sanitär- und Elektroinstallationen eingefügt. Die Hohlräume werden mit Dämmstoffen gefüllt und abschliessend mit Gips-, Zement- oder Holzwerkstoffplatten beplankt, um den Anforderungen an Brandschutz, Schallschutz und Feuchtigkeitsbeständigkeit gerecht zu werden. Zum Schluss werden die Fugen vom Verputzer verspachtelt und die Oberflächen neu verputzt. Gelochte oder geschlitzte Holzwerkstoffe dienen als Akustikpaneele zur Verbesserung der Raumakustik.

    Tipps für alten Boden
    Unebenheiten in alten Böden lassen sich durch verschiedene Massnahmen ausgleichen. Für leichte Unebenheiten eignen sich Feinspachtel oder Nivellierestrich, während Trockenschüttungen meist bei grösseren Unebenheiten verwendet werden. Fliessestriche aus Anhydrit oder Zement werden für umfangreichere Flächen eingesetzt. Eine Trittschalldämmung ist unerlässlich, um die Schallübertragung in darunter liegende Räume zu reduzieren. In Badezimmern und Feuchträumen werden Oberflächen zum Schutz vor eindringendem Wasser mit geeigneten Abdichtungsmassen und -bändern versehen. Gestaltete Aussenbereiche wie Holzterrassen und Wintergärten tragen zur Verbesserung der Wohnqualität bei. Im Rahmen von Fassaden- und Innenausbau-Sanierungen können Balkone, Terrassen, Loggien oder Wintergärten ergänzt oder erweitert werden. Dank widerstandsfähiger Holzarten und behandelter Hölzer sind auch stark beanspruchte Konstruktionen aus Holz möglich.

    Holzkonstruktionen für Wohnraumerweiterungen
    Unter Berücksichtigung lokaler Bauvorschriften und der Auswahl der passenden Haustechnik kann das Potenzial eines Gebäudes voll ausgeschöpft werden. Aufstockungen oder Dachausbauten bieten die beste Möglichkeit, mehr Wohnraum auf gleicher Grundfläche zu schaffen. Aufgrund des geringen Eigengewichts entscheiden sich Bauingenieure häufig für Holz bei Aufstockungen, da dadurch in der Regel die belastete Tragstruktur und das Fundament nicht zusätzlich verstärkt werden müssen. Vorgefertigte Holzelemente können mithilfe eines mobilen Krans auf das Dachgeschoss gehoben werden. Durch die Wahl einer Bauweise mit hoher Vorfertigung reduziert sich der Aufwand auf der Baustelle, und die Räume können schnell bezogen werden. Dadurch werden Bewohner und Nachbarschaft kaum durch Lärm und Staub beeinträchtigt.