Schlagwort: Flughafen

  • Sanierung der Flughafenpiste erfolgt unter laufendem Flugbetrieb

    Sanierung der Flughafenpiste erfolgt unter laufendem Flugbetrieb

    Die Walo Bertschinger AG mit Sitz in Dietikon beteiligt sich gemeinsam mit ihrem Partner TRBA aus dem belgischen Péruwelz an der Sanierung der Hauptpiste des EuroAirports Basel-Mulhouse. Das Grossprojekt umfasst den Rückbau und die Wiederherstellung von Teilen der Flugpiste, heisst es in einer Mitteilung auf Facebook.

    Die Arbeiten gestalten sich in hoher Intensität. Innert 29 Stunden wurden 38‘000 Quadratmeter Piste zurückgebaut. Es müssen über 15‘000 Kubikmeter Beton abgebrochen und erneuert werden. Gleichzeitig arbeiten 500 Personen in den Spitzenzeiten an dem Projekt. Die Arbeiten verlaufen parallel zum Flugbetrieb, der auf der Sekundärpiste 07/25 abgewickelt wird. Dabei werden dorthin auch Flugbewegungen mit grösseren Flugzeugen von den Typen A319 und A320 durchgeführt, die normalerweise über die Hauptpiste verlaufen, wie der Flughafen mitteilt. Die Arbeiten laufen seit dem 15. April und noch bis zum 20. Mai 2026. Am 21. Mai soll die neue Piste wiedereröffnet werden. 

  • Letztes Schlüsselgebäude im Flughafenareal gehört jetzt einer Hand

    Letztes Schlüsselgebäude im Flughafenareal gehört jetzt einer Hand

    Die Flughafen Zürich AG hat in einer Medienmitteilung die Übernahme des Radisson-Blu-Gebäudes bekanntgegeben. Vorbesitzerin Al Maha Real Estate AG hat demnach das Eigentum zum Kaufpreis von 155 Millionen Franken vollständig übergeben. Es sei das letzte Areal innerhalb des Flughafenperimeters, das bisher noch nicht der Flughafen Zürich AG gehört hat.

    Für das ab 2005 im Baurecht errichtete und 2008 eingeweihte Gebäude, in welchem die Hotelkette Radisson Blu sowie Büros und ein Tagungs- und Konferenzzentrum beheimatet sind, galt laut Mitteilung ein Baurechtsvertrag bis 2080. Dieser wurde infolge des Heimfalls an die Flughafen Zürich AG vorzeitig beendet. Der Mietvertrag mit Radisson Blu laufe weiter. Der Hotelbetrieb soll weiterlaufen. Zudem werde sich an der bisherigen Nutzung nichts ändern.

    Die strategische Idee hinter der vollständigen Eigentumsübernahme seien Entwicklungs- und Wachstumsziele der Flughafen Zürich AG im zentralen Flughafenperimeter.

  • Modernisierte Lounge am Flughafen St.Gallen-Altenrhein eröffnet

    Modernisierte Lounge am Flughafen St.Gallen-Altenrhein eröffnet

    Die People’s Passagier und Crew Lounge am Flughafen St.Gallen-Altenrhein ist laut einer Mitteilung der Betreiberfirma People’s Air Group umfassend erneuert worden. Im Fokus stand, die Räumlichkeit frischer und moderner wirken zu lassen und den Qualitätsstandard substanziell zu steigern, heisst es weiter. Gemeinsam mit dem Innenarchitekturbüro Jürgen Krämer aus Lustenau im österreichischen Vorarlberg sei ein neues Designkonzept entwickelt worden. Die Arbeiten wurden in drei Wochen abgeschlossen.

    Neu gestaltet wurde die gesamte Ausstattung von der Farbwahl über die Einrichtung und Möblierung bis hin zur Technik, heisst es in der Mitteilung. So gebe es Sessel und Sofas Verweilen. Daneben wurde eine Arbeitsfläche eingerichtet mit Hochtisch, Barhockern und ausreichend Steckdosen. Sie soll Kunden und Gästen ermöglichen, während ihres Aufenthaltes am Flugplatz St.Gallen-Altenrhein produktiv zu arbeiten.

    Der Zugang in die People’s Lounge ist in den Tarifen People’s und Full Flex enthalten oder kann direkt beim Check-in erworben werden. Eine grosse Auswahl an kalten und heissen Getränken stehe kostenlos zur Verfügung, ergänzt durch verschiedene Snacks, so die Mitteilung.

    Von St.Gallen-Altenrhein gibt es eine Direktverbindung nach Wien sowie Flüge zu mehr als einem Dutzend Ferienzielen im Mittelmeerraum.

  • Trinationale S-Bahn: 33 neue Flirt Evo France Züge für den Raum Basel

    Trinationale S-Bahn: 33 neue Flirt Evo France Züge für den Raum Basel

    Neue S-Bahn-Verbindungen für den Raum Basel
    Täglich pendeln 60.000 Menschen im Dreiländereck Schweiz, Frankreich und Deutschland – davon 30.000 Berufspendler zwischen dem Elsass und der Nordwestschweiz. Aktuell nutzen rund 90 Prozent von ihnen das Auto. Das soll sich ändern: Ab Ende 2030 wird eine direkte S-Bahn-Verbindung zwischen der Nordwestschweiz und dem Elsass eingeführt. Ziel ist es, möglichst viele Pendler auf die Schiene zu bringen, einschliesslich der über 6.000 Beschäftigten im Einzugsgebiet des EuroAirports und der jährlich rund acht Millionen Flugpassagiere.

    Einführung in Etappen
    Die neuen grenzüberschreitenden S-Bahn-Linien werden in Etappen eingeführt:

    • Ab Dezember 2030: Inbetriebnahme der Linien S2 (Olten–Basel-Mulhouse) und S4 (Laufen–Basel-St. Louis) im 30-Minuten-Takt.
    • Ab 2034/35: Anbindung des EuroAirports an beide Linien, gemeinsam mit der französischen Regionalexpress-Linie Strasbourg–Mulhouse–Basel (TER200) im 10-Minuten-Takt zwischen EuroAirport und Basel SBB.

    Beschaffung der neuen Züge
    Um das neue Bahnangebot zu betreiben, beschafft die SBB 33 Flirt Evo France Züge bei Stadler. Diese Fahrzeuge zeichnen sich durch zwei Besonderheiten aus:

    • Einheitsflotte:
      Die Züge können in beiden Ländern eingesetzt werden, was die Komplexität reduziert und die Flexibilität im Betrieb erhöht. Die Fahrzeuge können effizient als Einzel- oder Mehrfachtraktion gekoppelt werden und ersetzen die bisherigen Fahrzeuge der Linie Mulhouse–Basel (TEROmnibus).
    • Zwei Systeme:
      Die Züge sind technisch ausgestattet, um in der Schweiz und in Frankreich zugelassen zu werden. Sie verfügen über zwei integrierte Bahnstrom- und Bahnsicherungssysteme, um einen reibungslosen grenzüberschreitenden Einsatz zu gewährleisten.

    Investition und Projektmanagement
    Die Investition für die Beschaffung der 33 Züge beträgt rund 320 Millionen Schweizer Franken. Zur effizienten Vorbereitung und termingerechten Inbetriebnahme des neuen Angebots gründeten SBB und SNCF Voyageurs im Juli 2023 gemeinsam die EuroBasilea AG. Weitere Informationen sind auf www.eurobasilea.com verfügbar.

  • Verdichtung trotz Lärmbelastung in den Flughafengemeinden

    Verdichtung trotz Lärmbelastung in den Flughafengemeinden

    Der Zürcher Kantonsrat hat am Montag beschlossen, dass die Flughafengemeinden Oberglatt, Niederglatt und Niederhasli trotz bereits bestehender Lärmbelastung zusätzliche Wohnungen bauen dürfen. Diese Umklassierung im Richtplan erlaubt eine Verdichtung in Gemeinden, die bereits zusammengewachsen sind. Lokale Behörden unterstützten die Entscheidung für zusätzlichen Wohnraum, der Platz für etwa 5000 Menschen bieten könnte.

    Gegen diesen Beschluss waren die Grünen, die AL und Teile der SP, die Bedenken hinsichtlich der steigenden Zahl von Lärmbetroffenen äusserten. Die geplante Verdichtung stelle einen klaren Widerspruch zur Lärmproblematik dar, so die Kritiker.

    Barbara Franzen von der FDP erkannte einen Interessenskonflikt mit der Flughafenpolitik, betonte jedoch, dass der Siedlungsraum bereits den Charakter einer «urbanen Wohnlandschaft» habe. Stefan Schmid von der SVP unterstützte die Verdichtung und argumentierte, dass das Bevölkerungswachstum diese Massnahme erforderlich mache.

    Baudirektor Martin Neukom von den Grünen befürwortete ebenfalls die Umklassierung und betonte, dass die betroffenen Gemeinden diese Entwicklung wünschten. Er erkannte zwar einen Interessenskonflikt, verwies jedoch darauf, dass das Potenzial für innere Verdichtung vorhanden sei und die Gebiete gut erschlossen seien.

  • The Circle ist zu 95 Prozent vermietet

    The Circle ist zu 95 Prozent vermietet

    Das Dienstleistungszentrum The Circle am Flughafen Zürich zieht weitere Mieter an, wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht. Mit national und international etablierten Unternehmen, die sich neu für Büroräumlichkeiten im Circle entschieden haben, sind die Büroflächen fast vollständig vermietet. Die Vermietungsquote liegt bei rund 95 Prozent.

    Neuerungen gibt es laut der Mitteilung des Flughafens Zürich im Gastronomie- und im Wellness-Bereich. Das Leon’s Loft ist bereits seit 2020 Teil der gastronomischen Betriebe im Circle. Dank der erfolgreichen Entwicklung werde das Restaurant seine Räumlichkeiten im Frühsommer um die direkt daneben gelegene Fläche erweitern, heisst es in der Mitteilung. Dort entstehe ein Bodega-Konzept mit integriertem Weinverkauf, in Zusammenarbeit mit der Zürcher Weinkellerei Smith & Smith. Ergänzend zur bereits bestehenden Terrasse auf dem Hauptplatz entstehen ausserdem weitere Aussensitzplätze in der Gasse.

    Das Health- und Wellness-Angebot im Circle wird laut Mitteilung ebenfalls erweitert. Das Floatingcenter Flooat öffnet im Februar und bietet eine besondere Entspannungsmethode: Beim Schweben in einer Sole aus Wasser und Salz erlebt der Körper Schwerelosigkeit durch natürlichen Auftrieb, was die Gelenke und Organe entlastet.

    Zu den Neuvermietungen heisst es, cass sich mit dem zu Telefónica Tech gehörenden Unternehmen Be-Terna ein weiteres international etabliertes Unternehmen für den Circle als Standort entschieden habe. BE-Terna bietet Microsoft-Cloud-Lösungen an. Der Einzug ist für das vierte Quartal 2024 geplant. Weiter werden die CSS Gruppe und Grenkeleasing AG ihre Büroräumlichkeiten ausbauen. Novo Nordisk und Inventx, zwei Unternehmen, die bereits im Circle eingemietet sind, werden ihre Flächen im ersten Halbjahr 2024 erweitern.

  • Flughafen Zürich hat Anforderungen des Kantons übertroffen

    Flughafen Zürich hat Anforderungen des Kantons übertroffen

    Der Zürcher Regierungsrat hat am 7. Dezember den Flughafenbericht vorgelegt. Danach hat der Flughafen Zürich 2022 die volks- und verkehrswirtschaftlichen Anforderungen erfüllt. Die Gesamterträge stiegen mit 1024 Millionen Franken erstmals seit Corona wieder über 1 Milliarde, ein Anstieg um 50,5 Prozent. Die Kosten stiegen nur um 22,9 Prozent auf 468 Millionen Franken. Der Gewinn betrug 138 Millionen Franken, ein Anstieg um 149,3 Prozent.

    Die Passagierzahlen erholten sich weiter auf 23 Millionen, für 2023 erwartet der Regierungsrat 28 Millionen Reisende. Auch qualitativ steht der Flughafen gut da: Global steht er bei der Erreichbarkeit auf Platz 7, bei der Qualität auf Platz 8. Beim Fluglärm wurde laut der Präsentation des Regierungsrates mit rund 43‘400 Fluglärmbetroffenen der Richtwert von 47‘000 unterschritten. Auch bei den Flugbewegungen blieb der Flughafen mit 216‘000 – davon 10‘000 nachts – deutlich unter 320‘000.

    Die Komplexität des Flugbetriebs sei aber weiterhin hoch, betont der Regierungsrat. Eine Verlängerung der Pisten, über die das Stimmvolk im Frühjahr abstimmt, verringere die Zahl der Kreuzungspunkte in der Luft und am Boden. Damit werde die Sicherheitsmarge erhöht, heisst es in einer Mitteilung zum Flughafenbericht.

    Der Regierungsrat unterstreicht die Bedeutung des Flughafens für den Standort. Dieser sei entscheidend für die internationale Erreichbarkeit der Schweiz, ein wichtiger Arbeitgeber und ein Wirtschaftsmotor für den Kanton und die Schweiz insgesamt.

  • Zürcher Kantonsparlament stimmt Pistenverlängerung zu

    Zürcher Kantonsparlament stimmt Pistenverlängerung zu

    Die Flughafen Zürich AG will die Piste 28 um 400 Meter nach Westen und die Piste 32 um 280 Meter nach Norden verlängern. Mit dem Projekt will der Flughafen die Schlussfolgerungen aus der Sicherheitsüberprüfung Flughafen Zürich (SÜFZ) des Bundesamtes für Zivilluftfahrt von 2012 umsetzen. Die Verlängerung der Pisten soll die Stabilität des Flugverkehrs bei allen Wetterlagen und für alle Flugzeugtypen erhöhen.

    Der Kantonsrat Zürich hat der Verlängerung laut einer Mitteilung am 28. August mit einer knappen Mehrheit von 87 zu 83 Stimmen bei zwei Enthaltungen zugestimmt. Die SVP, FDP, Mitte und EVP stimmten der Vorlage zu, die übrigen Parteien lehnten sie ab.

    Der Flughafen Zürich nimmt die Entscheidung erfreut zur Kenntnis, wie er in einer Mitteilung schreibt. Die längeren Pisten würden die Bremswege verlängern und die Kreuzungspunkte am Boden und in der Luft verringern. Ein stabilerer Betrieb würde die Zahl der Verspätungen ebenso verringern wie die der Fluglärmbetroffenen. „Es gibt keine alternativen Massnahmen im Flugbetrieb, die dieselben Verbesserungen punkto Sicherheit und Reduktion von Verspätungen mit sich bringen“, heisst es in der Mitteilung. Die Zahl der Flugbewegungen dagegen bliebe gleich.

    Auch die Zürcher Handelskammer (ZHK) begrüsst die Entscheidung des Kantonsrates. „Der Flughafen Zürich ist für den Grossraum Zürich und für das ganze Land von hoher volkswirtschaftlicher Bedeutung“, schreibt sie in einer Mitteilung. „Um die internationale Vernetzung Zürichs mit der Welt langfristig zu gewährleisten, muss sich der Flughafen den veränderten Verhältnissen anpassen können.“ ZHK-Direktorin Regine Sauter hatte sich bereits im Vorfeld für eine Zustimmung des kantonalen Parlaments stark gemacht. „Die Pistenverlängerungen bringen mehrfache Vorteile: Die Anwohnerinnen und Anwohner profitieren von mehr Nachtruhe, und der Standort Zürich kann langfristig auf einen pünktlichen Flughafen und eine verlässliche Anbindung an die Welt zählen“, wird sie nun in der ZHK-Mitteilung zitiert.

    Die Entscheidung des Kantonsrats unterliegt dem fakultativen Referendum, das Stimmvolk dürfte daher das letzte Wort haben. Erst danach kann der Flughafen ein Plangenehmigungsgesuch beim Bund einreichen.

  • Swiss Life investiert in Entwicklung des Flughafens JFK

    Swiss Life investiert in Entwicklung des Flughafens JFK

    Der Zürcher Lebensversicherer Swiss Life investiert über seine Sparte Swiss Life Asset Managers in ein Entwicklungsprojekt am Flughafen JFK in New York. Einer Medienmitteilung zufolge hat sich Swiss Life Asset Managers zu einer Minderheitsbeteiligung am Neubau des Terminal One verpflichtet. Gemeinsam mit JLC Infrastructure und anderen Konsortialpartnern wird eine Summe von 9,5 Milliarden Dollar bereitgestellt.

    Entstehen soll ein rund 223’000 Quadratmeter grosses „hochmodernes“ Terminal. Es stelle eine „Infrastrukturanlage mit attraktivem langfristigem Wachstumspotenzial dar und passt sehr gut in die Anlagestrategie unseres Fonds“, so Sinisha Ponzio, Head of Value Add Infrastructure bei Swiss Life Asset Managers, in der Mitteilung.

    Für Swiss Life Asset Managers stellt die neue Investition die dritte Anlage im Luftfahrtsektor dar. Der Versicherer sieht dies als einen „Vertrauensbeweis für die Zukunft der modernen Luftfahrt“. Swiss Life Asset Managers erwartet keine Abschwächung in der Luftfahrtbranche. Hervorgehoben werden in diesem Zusammenhang die bessere Kapazitätsauslastung der Fluggesellschaften, neue Flugzeugbestellungen, der technologische Fortschritt und die Errichtung moderner Flughafenanlagen.

  • «Planerische Rahmenbedingungen mit Weitsicht setzen»

    «Planerische Rahmenbedingungen mit Weitsicht setzen»

    Zur Person
    Balz Halter ist Hauptaktionär und Verwaltungsratspräsident der Halter AG. Die Unternehmensgruppe der Schweizer Bau- und Immobilienwirtschaft beschäftigt rund 320 Mitarbeitende an den Standorten Schlieren, Bern, Basel, Luzern, Lausanne, Genf und St. Gallen. Der Ingenieur ETH und Jurist ist bekannt für Unternehmergeist und Innovationskraft. So hat sein Unternehmen «The Branch», ein Do-Tank und eine Kollaborationsplattform für eine innovative und integrierte Immobilienwelt, initiiert.

    Herr Halter, Ihr Unternehmen ist seit über 100 Jahren am Markt tätig. Was hat sich seither in der Stadtplanung verändert und was ist gleichgeblieben?
    Unverändert ist sicher immer noch die Anziehungskraft von Wirtschaftsmetropolen wie Zürich. Den Drang in die Stadt gab es schon vor 100 Jahren und er ist heute nicht geringer, wahrscheinlich sogar grösser. Es ist immer noch der gleiche Kampf um günstigen Wohnraum. Das wird ein ewiges Thema in allen Städten bleiben. Anders als damals macht man sich heute kaum Gedanken zu einer übergeordneten Stadtplanung und der Frage, wie sich Stadt über ihre politischen Grenzen hinaus entwickeln soll. Mit Aufkommen des Individualverkehrs und Ausbau der S-Bahnen wurde primär in Infrastrukturen gedacht und geplant. Entstanden ist die konturlose Agglomeration, die weder Dorf noch Stadt ist und ihre Identität sucht. Den Herausforderungen des Wachstums und die damit verbundene Not an zahlbaren Wohnraum begegneten unsere Ahnen vor 100 Jahren mit dem internationalen Städtebauwettbewerb Gross-Zürich, der sich weit über die damaligen Stadtgrenzen Zürichs erstreckte. Es wäre höchste Zeit, wieder einen derartigen Wettbewerb angepasst auf die aktuellen Anforderungen und Herausforderungen zu veranstalten.

    Gibt es hier vielleicht einen Wechsel durch die aufkommende Elektromobilität?
    Wir wissen, dass sich etwas verändern wird, aber wir sehen noch zu wenig klar, was da auf uns zukommt. Wie und wann sich Konzepte des Selbstfahrens, motorisierter Individualverkehr im Sharing-Modell kommen wird, wissen wir noch nicht. Wie dieser im Zusammenspiel mit öffentlichen Verkehrsträgern wie Tram, Bus und Bahn funktionieren oder diese sogar teilweise ersetzen werden, können wir noch nicht abschätzen. Es ist jedenfalls anzunehmen, dass diese Entwicklungen Auswirkungen auf die Stadtplanung haben werden, insbesondere auf den öffentlichen Raum. Möglicherweise werden weniger Parkplätze als Umschlagplätze gefragt sein.

    Im Wandel der Mobilität, von der Pferdekutsche bis zum Automobil und vielleicht sogar bis zur künftigen Drohne als individuelles Verkehrsmittel, muss man wie früher auch schon die Strukturen grosszügig planen, dann kann sich Vieles ergeben. Wir sehen gerade vor der Tür in Schlieren mit der Limmattalbahn oder auch im Glatttal die Wiedergeburt der Strassenbahn. Das ist möglich, wenn öffentliche Räume zur Verfügung stehen. Deshalb wäre es falsch, grundsätzlich von einem Paradigmenwechsel auszugehen.

    Faktor Flugzeug und Flughafen – wie strahlt das auf die Region Zürich und die Immobilienprojekte aus?
    Der Flughafen ist ein Treiber für Arbeitsplätze, Wohlstand und Prosperität. Wir verdanken wohl dem Airport Zürich auch, dass Zürich die Wirtschaftsmetropole in der Schweiz ist. Es war damals ein strategischer Entscheid, den Landesflughafen im Gebiet des damaligen Waffenplatzes Kloten-Bülach anzusiedeln. Davon profitieren wir alle heute in hohem Mass. Wir müssen diesen Vorteil weiter nutzen und dem Flughafen mit seiner Hub-Funktion Sorge tragen, so dass er direkte Verbindungen in alle Welt auch nach Corona bieten wird. Das Reisen wird wieder zunehmen, wenn auch nicht in dem rasanten Tempo, wie wir es zuvor erlebt haben. Der Flughafen Zürich hat eine enorm grosse Bedeutung und ich hoffe, dass das auch so bleibt.

    Braucht es einen Flughafenausbau, und falls ja, wie und wann?
    Im Wettbewerb der Volkswirtschaften ist die Schweiz als Binnenland und Exportnation auf diese Stärke angewiesen. Wir müssen den Flughafen als langfristiges Projekt verstehen, dass sich wandelnden Bedürfnissen anpassen kann und muss. Deshalb müssen wir planerisch und regulatorisch die Basis schaffen, dass ein weiterer Ausbau möglich bleiben wird. Ob das dann wirklich geschieht, steht auf einem anderen Blatt. Das können und müssen wir nicht heute oder morgen entscheiden. Aber die Rahmenbedingungen müssen mit Weitsicht gesetzt werden.

    Im Moment sind Lärm und Nachhaltigkeit sowie fossile Brennstoffe grosse Themen. Dank Fortschritt bei neuen Antriebsmodellen und bei der Energiegewinnung wird es auch in der Flugindustrie zu Veränderungen kommen. Es wird andere Kraftstoffe geben, die nachhaltiger sind. Die Lärmbelastung durch den Luftverkehr wird von Jahr zu Jahr weiter sinken. Auch deshalb können und sollten wir Weichen stellen, um einen Airport-Ausbau zu ermöglichen und Wachstum zuzulassen.

    In der Flughafenregion sind Sie zuhause und haben bereits eine Vielzahl an Projektentwicklungen mit Ihrer AG realisiert. Die jüngste in dieser Reihe ist eine Neuüberbauung in Wetzikon in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof. Was ist hier der aktuelle Stand und was entsteht dort genau?
    Das Zentrum Metropol, so der Name des Projektes, ist in meinen Augen ein wegweisendes Vorhaben, das als Modell für Zentrumsüberbauungen in Subzentren dienen könnte. Aus der Sicht des Stadtentwicklers ist es deshalb spannend, weil wir es mit der Um- und Neunutzung eines Einkaufszentrums zu tun haben. Shoppingcenter kennt man aus den 1960er und 1970er Jahren und mit dem Projekt Metropol erfolgt in Wetzikon eine Neuinterpretation dieses Modells. Geplant ist ein neuartiges Einkaufskonzept, das auch nach aussen strahlt. Wir bauen einen Stadtbaustein, der die verschiedenen öffentlichen Räume vernetzt und das Leben dort unterstützt. Wir interpretieren Stadt quasi neu. Es wird nicht mehr ein in sich geschlossenes System sein, sondern ein offener, zugänglicher und vielfältiger Ort für alle. Die Nutzungen werden gemischt sein: neben Retail- entstehen Dienstleistungsflächen, Wohnungen sowie Angebote für Coworking und neue Formen des Zusammenarbeitens. Wir streben einen guten Mix an, so dass der Ort lebt, nicht nur zu Büro- oder Geschäftszeiten. Wetzikon soll an Attraktivität gewinnen, gegenüber den grossen Zentren Zürich und Winterthur, so dass die Leute in ihrer Stadt bleiben.

    Stichwort «Digitales Planen und Bauen»: Mit Raumgleiter besitzt Halter hier eine wegweisende und innovative Schwestergesellschaft. Was wird heutzutage noch analog gemacht und was bereits alles digital?
    Raumgleiter ist ein Pionier im Bereich Virtualisierung, digitaler Planungs- und Bauprozesse auf der Basis von 3D-Modellen, respektive des digitalen Zwillings eines Gebäudes. An diesen Themen arbeiten wir bei Raumgleiter, aber eigentlich in allen Unternehmen unserer Gruppe. Doch: Immobilien sind und bleiben real. Deshalb ist deren Realisierung und auch vieles im Betrieb analog und wird es auch in Zukunft bleiben. Die Digitalisierung hilft uns jedoch, die heute sehr komplexen, hoch fragmentierten Bau- und Betriebsprozesse neu zu gestalten. Das Ziel muss sein, dass Gebäude effizienter und nachhaltiger erstellt und betrieben werden können, in hoher Qualität und ausgerichtet auf die tatsächlichen Bedürfnisse ihrer Nutzer. Wir stehen noch am Anfang: die Digitalisierung bietet unserer Industrie jedoch ein enormes Potenzial.

    Welche Rolle spielt dabei der von Ihnen mitinitiierte Do-Tank «The Branch»?
    Im Branch kommen viele verschiedene Beteiligte aus der Bau- und Immobilienwirtschaft zusammen: Unternehmer, Dienstleister, Bauherren, Investoren und finanzierende Institute. Wir als Halter-Gruppe sind auf Planer und Unternehmer angewiesen, wenn es um die Entwicklung und Realisierung von Gebäuden geht. Deshalb müssen wir Partner haben, die denken wie wir und die bereit sind, neue Prozesse, Produkte und Tools zu entwickeln und auszuprobieren. Deshalb laden wir Gleichgesinnte aus der Branche ein, auf unserem Weg in die Digitalisierung mitzumachen und durch innovative Konzepte neue Geschäftsmodelle, Berufsbilder und Plattformen zu schaffen und zu gestalten. Wir sind ein Do-Tank. Es geht nicht nur darum nachzudenken, sondern konkret zu handeln. Das können gemeinsame Pilotprojekte sein oder sogar gemeinsame Unternehmungen. Diese Initiative ist auf sehr offene Ohren gestossen. Wir haben enormen Zulauf von Bauunternehmern, Zulieferern, institutionellen und privaten Investoren und Planern. Wir sind auf einem sehr guten Weg, ein neues Verständnis und neue Denkmodelle in unsere Industrie hineinzubringen. Ziel ist es, über die Innovation hinaus unsere Wirkung zu verbessern, insbesondere auch bezüglich Nachhaltigkeitsaspekten und einer zirkulären Wirtschaft.

    Vieles in der Digitalisierung hängt scheinbar von gemeinsamen Standards ab. Sollten diese national oder besser international sein?
    Ich glaube, man überschätzt die Möglichkeiten einer Standardisierung, eines technokratischen Ansatzes in einer Zeit der sich rasch wandelnden technischen Möglichkeiten. Es ist verführerisch zu sagen, wir handeln alle gleich und wir denken alle gleich. Aber die Bauindustrie ist extrem regional und wenn man diese international und global betrachtet, findet man so viele unterschiedliche Kulturen, Usancen, aber auch Normen und Standards. Man kann sehr viel Energien verschwenden, wenn man versucht, den einen gemeinsamen Standard zu bauen. Man muss sich vielmehr an der Denkweise der Softwareindustrie orientieren. Dort ist nicht die Frage, ob alles nach dem gleichen Modell funktioniert, sondern wie kann man das «Handover» zwischen den verschiedenen Lösungen mit den richtigen Programmierschnitt- stellen hinbekommen. Am Ende werden sich aus diesen technischen Innovationen auch gewisse Industriestandards formieren. Diese sind dann nicht kraft Definition entstanden, sondern aus Bewährtem im Arbeitsalltag.

    Wie schaut Raumplanung und Stadtentwicklung in 20, 50 oder gar 100 Jahren dann aus?
    Ich bin kein «Digital Native» und keiner, der sich in den «Metaverses» herumtreibt. Aber auch zukünftige Generationen werden reale Geschöpfe bleiben und in der analogen Welt leben. Daran wird sich nichts ändern. Deshalb lohnt sich ein Blick zurück und zu schauen, wie Städte vor 100 Jahren gebaut wurden. Sie sind damals menschengerecht geplant und realisiert worden. Wir leben noch heute in diesen Städten und schätzen gerade diese bewährten Stadtstrukturen und Quartiere sehr. Natürlich verändern sich Möglichkeiten und Bedürfnisse. Die Grundstrukturen funktionieren aber noch, die wesentlichen Elemente, die Stadt ausmachen, bleiben die gleichen. Das ist vor allem am öffentlichen Raum abzulesen, den man früher mit Grosszügigkeit und Weitsichtigkeit, aber auch zuweilen mit einer gewissen ‘Verengtheit’ geplant hat. Das sind heute spezifische Qualitäten, die wir sehr schätzen.

    Wenn man Bilder vom Zürcher Bellevue vor 100 Jahren anschaut: Das war ein riesiger Platz, wo nicht viel passierte. Irgendwann kam das Tram, die Pferdekutschen verschwanden und dann sind die Autos, Zweiräder und Busse dazugekommen. Das konnte alles aufgenommen werden und funktionierte. Man muss offen sein für künftige neue Bedürfnisse und auch neue technologische Möglichkeiten. Grosszügige öffentliche Räumen schaffen Identität, Flexibilität und die Chance neue Entwicklungen zuzulassen. Das ist eine Qualität, die auch den Menschen gerecht wird und die die Attraktivität der Stadt ausmacht. Wenn wir an den bewährten Grundelementen weiterarbeiten, wird die Stadt in 100 Jahren zwar grösser und vielzähliger, aber nicht deutlich anders ausschauen. Gewisse Flächen und Räume werden anders bespielt werden als heute. Aber die Anziehungskraft von Städten wird bleiben.

  • Anbindung von EuroAirport an Wärmeverbund kommt voran

    Anbindung von EuroAirport an Wärmeverbund kommt voran

    Die Erweiterung des Wärmeverbundes zum geplanten Anschluss des EuroAirport Basel Mulhouse Freiburg geht voran. Die Baufirma SMCE forage et tunnel mit Sitz in Sierentz hat dafür zwei 90 Meter lange Tunnel unter der Autobahn A35 im Elsass hindurchgebohrt, heisst es in einer Medienmitteilung von Primeo Energie aus Münchenstein. In die Tunnel werden anschliessend die Rohre verlegt, die die Wärme künftig zum Flughafen transportieren.

    Die Wärme stammt aus dem Biomassekraftwerk in der elsässischen Stadt Saint-Louis. Es wird betrieben von dem Energieunternehmen R-CUE, einer Tochterfirma des Energieversorgers Primeo Energie. Über das bestehende Fernwärmenetz von 12,3 Kilometern versorgt R-CUE bisher umgerechnet 5000 Haushalte mit Wärme und produziert gleichzeitig Strom.

    Mit dem EuroAirport kommt ein grosser Wärmeabnehmer dazu. Der Flughafen hat allein einen Heizenergiebedarf von 3000 Wohnungen. Dessen Anschluss an den Verbund „wird den Verbrauch an fossilen Brennstoffen um 90 Prozent reduzieren“ und damit dessen Energiemix dekarbonisieren. Gleichzeitig spart der Anschluss Heizkosten ein, heisst es in der Medienmitteilung.

    Später sollen weitere Stadt- und Gewerbegebiete an das Fernwärmenetz im Ballungsgebiet von Saint-Louis angeschlossen werden, darunter das Hyperzentrum Saint-Louis, die Zonen Zentrum, Süd und Nord, die Entwicklungszone Lys (ZAC) sowie der Technoport. Insgesamt soll das Netz auf 30 Kilometer Länge wachsen.

    Bis 2030 sollen bis zu 68 Gigawattstunden pro Jahr an zusätzlicher Wärme verteilt werden. Das entspricht 10’000 Haushalten und erfordert den Bau eines neuen Biomasseheizwerkes, heisst es weiter in der Medienmitteilung. Die Erweiterung des Wärmeverbundes Saint-Louis war Ende 2020 beschlossen worden.

  • Fünf Start-ups beziehen Büro Züri Innovationspark

    Fünf Start-ups beziehen Büro Züri Innovationspark

    Das Büro Züri Innovationspark ist offiziell eröffnet, wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht. Fünf Start-ups haben die insgesamt 170 Quadratmeter im umgebauten Feuerwehrhaus des ehemaligen Flughafens Dübendorf bezogen. Sie waren im vergangenen Sommer unter zehn Kandidaten per öffentlicher Abstimmung ausgewählt worden.

    Der moderne Bau bietet 16 flexible Arbeitsplätze, Besprechungsräume, eine Küche und grosszügige Infrastruktur. Mit ihrem Einzug ins Dübendorfer Büro Züri werden die Teams auch Teil des Ökosystems im Switzerland Innovation Park Zurich, so die Zürcher Kantonalbank. Die Zürcher Kantonalbank, Mitgründerin des Innovationsparks Zürich, stellt diesen Raum für eine innovative und kollaborative Arbeitsgemeinschaft kostenfrei zur Verfügung. Das Bankhaus bezeichnet das Büro Züri, von dem es in der Zürcher Bahnhofstrasse eine weitere Ausgabe gibt, in einer Mitteilung als sein „Geschenk“ an die Bevölkerung.

    Zu den fünf Start-ups des Büro Züri Innovationspark zählen das Medtech aiEndoscopic und die Datenaufbereitungsplattform für Künstliche Intelligenz, Lightly. Ebenso ist Soma Rem vor Ort, das mit Virtueller und Erweiterter Realität Menschen mit Körperwahrnehmungsstörungen hilft. TerraRad Tech überträgt Weltraum-Fernerkundungstechnologie auf die Landwirtschaft. Und Tethys Robotics entwickelt Unterwasserroboter.

  • Flughafen eröffnet The Circle

    Flughafen eröffnet The Circle

    The Circle ist während Jahren die grösste Hochbaustelle der Schweiz gewesen. Seit Donnerstag ist der Gebäudekomplex unmittelbar neben dem Flughafen der Öffentlichkeit zugänglich, wie der Flughafen in einer Mitteilung schreibt.

    Die Eröffnung erfolgt schrittweise. Bereits seit Oktober ist das Universitätsspital Zürich mit einem Gesundheitszentrum im Circle vertreten, auch die Victoria Apotheke ist bereits eröffnet. Läden wie Avec und Bayard öffnen im November. Das Hyatt Regency Hotel mit der Convention Hall für 2500 Personen öffnet im Dezember, das Hyatt Place Hotel folgt im Frühjahr. Einige Büromieter sind bereits eingezogen. Andere Mieter wie Abraxas, Microsoft, MSD, Novo Nordisk, SAP und Oracle folgen schrittweise. Im Frühjahr folgt ein Gemeinschaftsbüro von Westhive.

    Andreas Schmid, Verwaltungsratspräsident der Flughafen Zürich AG, betont, dass die Baukosten im Griff behalten werden konnten und The Circle fast vollständig vermietet ist. „Der Realisierungsentscheid war ein mutiger Schritt der beiden Miteigentümer“, wird er in der Mitteilung zitiert. „Heute können wir die Früchte dafür ernten.“

    Ähnlich sieht es Rolf Dörig: „Der Circle ist in jeder Hinsicht eine zukunftsgerichtete Überbauung: verdichtetes und nachhaltiges Bauen am richtigen Standort und ein modernes Nutzungskonzept, das sich an den Bedürfnissen der heutigen wie auch künftigen Generationen ausrichtet“, wird der Verwaltungsratspräsident der Miteigentümerin Swiss Life zitiert.

  • Flughafen Zürich: Neuer Hangar für die Geschäftsfliegerei

    Flughafen Zürich: Neuer Hangar für die Geschäftsfliegerei

    Für die Geschäftsfliegerei plant der Flughafen Zürich im äussersten Westen, bei Rümlang, einen neuen Hangar. Der Flughafen rechnet mit Kosten von 50 Millionen Franken. Geplant ist ein Hangar, in dem die Maschinen gewartet und parkiert werden, ein Terminal für die Passagiere mit Sicherheits- und Zollkontrollen sowie Büroflächen. Die Flughafen Zürich AG hat deshalb beim Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) des Bundes ein Plangenehmigungsgesuch zum Bauprojekt «Zone West, Hochbau inklusive Vorfeld und Erschliessung» eingereicht, schreibt die Flughafen Zürich AG in einer Mitteilung. Das geplante Gebäude verfügt über eine Fläche von 80 x 280 Meter sowie eine Höhe von maximal 30 Metern. Noch ist die Geschäftsfliegerei beim General Aviation Center im Osten auf dem Flughafengelände angesiedelt. Dieser Standort soll langfristig für andere Bauten wie zum Beispiel eine neue Frachtanlage angesiedelt werden. In der Nähe des künftigen neuen Hangars sollen auch neue Standplätze entstehen. Aus diesem Grund müssen der bei Flugfans beliebte Spotterhügel und der Heligrill weichen. Es werde jedoch einen neuen Spotterplatz geben, sagt eine Sprecherin der Zürich Flughafen AG. Der Baubeginn des neuen Hangars steht noch nicht fest. ■

  • Immobilien-Summit beleuchtet Wandel

    Immobilien-Summit beleuchtet Wandel

    Bereits im Eingangsreferat von André Ingold stand das Thema Wandel im Mittelpunkt des diesjährigen Immobilien-Summit der Flughafenregion Zürich AG (FRZ). Konkret stellte der frisch gewählte Präsident der FRZ die rund 20 grossen geplanten oder im Bau befindlichen Bauprojekte in der Flughafenregion vor, erläutert die FRZ in einer Mitteilung zur Veranstaltung. Exemplarisch hatte Ingold den geplanten Stadtteil Steinacker in Kloten herausgestrichen. Hier soll entlang der Glattalbahn ein Stadtgebiet für 6700 Bewohner und 4000 Beschäftigte entstehen.

    Als Hauptredner hatte die FRZ den langjährigen Bundesminister und ehemaligen deutschen Vizekanzler (SPD), Sigmar Gabriel, gewinnen können. Der im Mai in den Aufsichtsrat der Deutschen Bank gewählte ehemalige Spitzenpolitiker ging in seinem Referat auf die Herausforderungen für Europa wie den Brexit, die Coronavirus-Pandemie und den Handelskrieg zwischen den USA und China ein. Im Hinblick auf die Schweiz erklärte Gabriel, die Entwicklung der Schweiz spräche dafür, „dass der bisherige Weg dieses Landes richtig war“. Dabei habe sich das Land  „gerade wegen dem engen und entspannten Verhältnis zur EU so gut entwickelt“, meinte Gabriel.

    Tobias Straumann legte seine Sicht auf die Entwicklungen am Immobilienmarkt dar. „In den nächsten ein bis zwei Jahren liegt die Wahrscheinlichkeit einer Immobilienkrise bei null Prozent“, wird der Wirtschaftshistoriker in der Mitteilung zitiert. Ihm zufolge droht weder ein Zinsschock noch ein „ruinöser Verdrängungswettbewerb“.

    In weiteren Referaten stellten Unternehmerpersönlichkeiten wie André Wyss, CEO der Implenia AG, Christine Novakovic, Vorstandsvorsitzende von UBS Europe SE, Romeo Deplazes, Bereichsleiter Solutions und Mitglied der Geschäftsleitung der Energie 360° AG, und  Rudolf Tschopp, Partner bei Asia Green Real Estate die Strategien ihrer Unternehmen im Umgang mit den globalen Transformationsprozessen vor.

  • André Ingold präsidiert neu die Flughafenregion

    André Ingold präsidiert neu die Flughafenregion

    An der achten Generalversammlung der FRZ am 15. September in Dübendorf haben 180 Vertreter von Mitgliedern des Wirtschaftsnetzwerks teilgenommen, informiert die FRZ in einer Mitteilung. Derzeit gehören der FRZ 644 Unternehmen, zwölf Städte und Gemeinden sowie 19 Verbände und Vereinigungen aus der Region an. Per Ende Geschäftsjahr 2019 hatte das Wirtschaftsnetzwerk noch knapp 640 Mitglieder gezählt.

    Zur diesjährigen Generalversammlung war Präsident René Huber von seinem Amt zurückgetreten, wird in der Mitteilung weiter erläutert. Der seit 2006 als Stadtpräsident von Kloten amtierende Huber (SVP) sei 2011 „massgeblich an der Schaffung“ der FRZ beteiligt gewesen, heisst es dort weiter. Mit seinem Rücktritt wolle der scheidende Präsident eine „gestaffelte Erneuerung der Führungsstrukturen“ des Wirtschaftsnetzwerks einleiten. In Würdigung seiner Verdienste um die FRZ wurde Huber von der Generalversammlung zum ersten Ehrenpräsidenten der FRZ ernannt.

    Als Nachfolger für Huber hatte der Vorstand der FRZ den amtierenden Stadtpräsidenten von Dübendorf, André Ingold (SVP), vorgeschlagen. Die Teilnehmer der Generalversammlung seien diesem Vorschlag einstimmig gefolgt, schreibt die FRZ. Neu in den Vorstand wurden zudem Jan Schibli von der Schibli Gruppe und die Gemeindepräsidentin von Dietlikon, Edith Zuber (SVP), gewählt.

  • Flughafen Zürich meldet Erfolg für The Circle

    Flughafen Zürich meldet Erfolg für The Circle

    Trotz Coronavirus mache The Circle gute Fortschritte und es werde nur mit leichten Verzögerungen bis zur Fertigstellung gerechnet, heisst es in der Medienmitteilung des Flughafens Zürich. Inzwischen seien die Büroflächen von 70‘000 Quadratmetern fast vollständig vermietet. Fünf von sechs Circle-Gebäuden hätten jetzt ihre Mieter. Es seien nur noch knapp 10‘000 Quadratmeter Fläche verfügbar. Erst in den vergangenen Wochen seien drei weitere Mieter dazugekommen.

    Unispace Global zieht von der Zürcher Innenstadt in den Circle. Das Unternehmen ist auf die Gestaltung von Arbeitswelten und innovativen Büroflächen spezialisiert. Für Benji Tiso, Principal Unispace Schweiz, ist dieser Standortentscheid von grosser Bedeutung: „Der neue Standort im Flughafen Zürich The Circle stellt für Unispace einen weiteren, wichtigen Meilenstein dar in unserer kontinuierlichen Entwicklung im Schweizer und globalen Markt. Das zukunftsweisende Konzept vom Circle unterstreicht unsere Position als marktdefinierende Visionäre im Workplace Design.“ Neben Microsoft und SAP verlege damit ein weiteres weltweit tätiges IT-Unternehmen seinen Schweizer Hauptsitz in den Circle, betont die Flughafen Zürich AG.

    Neben den Büroflächen gibt es im Circle zwei Hotels der Hyatt-Gruppe, Kongressflächen für Veranstaltungen mit bis zu 2500 Teilnehmern, Shopping-Möglichkeiten, Gastronomie und sogar ein ambulantes Gesundheitszentrum des Universitätsspitals Zürich.

    Realisiert wird das Projekt durch eine Miteigentümergemeinschaft, woran die Flughafen Zürich AG mit 51 Prozent und die Swiss Life AG mit 49 Prozent beteiligt sind.

  • Flughafen Frankfurt setzt auf Schindler

    Flughafen Frankfurt setzt auf Schindler

    Noch bis zum Jahr 2023 wird am Flughafen Frankfurt am neuen Terminal 3 gebaut. Nach der Fertigstellung sollen dort bis zu 21 Millionen Passagiere ankommen und abfliegen. Dabei handelt es sich um eines der grössten privat finanzierten Infrastrukturprojekte Europas.

    Beim Bau setzt der Flughafen Frankfurt auf Technologie von Schindler aus dem Kanton Luzern. Das Unternehmen wird 73 Rolltreppen und Fahrsteige sowie 91 Aufzüge liefern. Die Schindler-Tochter Haushahn stellt die Aufzüge, die mit der Schindler Ahead-Technologie ausgestattet sind, bereit. 

    „Wir sind fest davon überzeugt, mit Schindler und Haushahn professionelle Partner gefunden zu haben, die die komplexen Anforderungen an die Anlagen zu unserer vollsten Zufriedenheit umsetzen werden“, wird Jannik Holst, Projektleiter Fördertechnik bei der verantwortlichen Fraport Ausbau Süd GmbH, zitiert.

  • Flughafen Zürich: Den wachsenden Passagierströmen gerecht werden

    Flughafen Zürich: Den wachsenden Passagierströmen gerecht werden

    Mit der Erweiterung der landseitigen Passagierflächen soll für die wachsenden Personenströme genügend Raum zur Verfügung gestellt und bestehende Engpässe beseitigt werden, teilt die Flughafen Zürich AG mit. Das Projekt geht auf einen im Jahre 2014 ausgeschrieben Projektwettbewerb zurück. Aktuell befindet sich das Projekt in der Planungsphase.

    Verbesserung dank Umgestaltung
    Das Projekt umfasst eine Neugestaltung der Passagierflächen auf den Ebenen G0 und G1 im nördlichen Teil des Airport Center. Durch die Umgestaltung werde für alle Benutzer – Passagiere, Pendler und Einkaufende – eine qualitative und quantitative Verbesserung der Wegbeziehungen von Bahn, Bus, Parking, Terminal 1 und 2 sowie dem neuen Zentrum «The Circle at Zurich Airport» erreicht, betonen die Projektverantwortlichen.

    Erweiterung des Retail- und Gastronomieangebotes
    Geplant ist zudem, dass entlang dieser Erschliessungswege das Retail- und Gastronomieangebot mit einer Vielzahl von Shops und neuen Gastronomiezonen erweitert werden soll. Gleichzeitig wird das neue Zentrum «The Circle at Zurich Airport», welches sich im Bau befindet, unterirdisch mit dem Airport Center verbunden. Neu gelöst wird auch die Anlieferung. Der Anlieferverkehr wird direkt ab der Flughafenstrasse in eine neue, unterirdische Anlieferung führen und somit die Vorfahrten entlasten.

    Auf der Hauptebene G0 des heutigen Airport Centers wird die Engstelle im Übergang zu Check-in 1 und Ankunft 1 eliminiert und dafür eine grosszügige Einkaufsmeile erstellt. Das gesamte Retailangebot des Airport Centers werde damit um insgesamt 60 Prozent erhöht. Auf der Ebene des Bushofes entsteht in der heutigen Lücke zwischen den Parkhäusern P1 und P2 eine lichtdurchflutete Halle. In dieser sogenannten «Foodhall» soll ein reichhaltiges kulinarisches Angebot aus den verschiedensten Ländern angeboten werden. Vorgesehen ist, dass die Erweiterungsvorhaben 2024 abgeschlossen sein sollen. Die Arbeiten werden unter laufendem Betrieb und in mehreren Bauphasen durchgeführt. 