Schlagwort: Forschungsergebnisse

  • Pilotprojekt misst Potenzial von CO2 in Recyclingbeton

    Pilotprojekt misst Potenzial von CO2 in Recyclingbeton

    Ein Pilotprojekt unter Führung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) hat in Zusammenarbeit mit Fachleuten der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa), des Wasserforschungsinstituts des ETH-Bereichs (Eawag), des Paul Scherrer Instituts (PSI) sowie der Firmen Kästli Bau aus Rubigen BE und neustark aus Bern und 18 weiteren Partnern gezeigt, dass bei mit CO2 begastem Betonabbruchgranulat rund 15 Prozent des Treibhausgases eingespart werden können, die bei seiner Herstellung erzeugt wurden.

    Insgesamt 10 Prozent davon erreichen die neuartigen Baustoffe, die mit karbonatisierten Beton-Granulaten angereichert wurden. Weitere 5 bis 7 Prozent können erzielt werden, weil das mit CO2 angereicherte Betongranulat die Zementverbindungen im Recyclingbeton fester macht als Normalbeton. Das haben aufwändige Messungen ergeben, die unter anderem durch Andreas Leemann von der Empa-Abteilung Concrete & Asphalt ausgeführt wurden: „Eine reaktive Phase also, die neu im Granulat entsteht und im Recyclingbeton eine höhere Festigkeit erzeugt. Das hat uns schon überrascht“, wird er in einer Medienmitteilung zitiert.

    Weiteres Potenzial zeigte auch die CO2-Behandlung des sogenannten Recyclingwassers aus Wasser, Zement und Sand, das bei der Reinigung von Betonfahrzeugen und Mischanlagen anfällt. Ein Kilogramm davon konnte die beachtliche Menge von 120 Gramm CO2-Gas binden. Lebenszyklus-Analysen haben resümiert, dass das karbonatisierte Material im Vergleich zu Beton mit herkömmlichem Zement und ohne Recyclingmaterial den Treibhauseffekt netto um rund 13 Prozent reduzieren kann. Bei Beton mit Recyclingmaterial liegt der Effekt noch bei 9 Prozent.

    Die Projektverantwortlichen stellen die Forschungsergebnisse beim sogenannten Closing-Event öffentlich vor. Er findet am 6. Dezember im Audi Max der ETH statt.

  • Neufassung von ‹Erdbebengerechte Holzbauten›

    Neufassung von ‹Erdbebengerechte Holzbauten›

    2010 hat die Lignum die Dokumentation ‹Erdbebengerechte mehrgeschossige Holzbauten› veröffentlicht. Diese wird nun aktualisiert und unter dem Titel ‹Erdbebengerechte Holzbauten› im Oktober neu herausgegeben. Die Überarbeitung war durch Änderungen der Norm SIA 261 im Jahr 2020 und neueste Forschungsergebnisse im Bereich Erdbeben und Holzbau erforderlich geworden.

    Während einige Kapitel der ursprünglichen Ausgabe aktualisiert wurden, gibt es auch neue Abschnitte, die wertvolle Informationen und Werkzeuge für die erdbebensichere Planung von Holzgebäuden bereitstellen. Dazu gehören Kapitel wie ‹Tragwerksverhalten von Holzbauten im Erdbebenfall› und ‹Bemessung›. Zusätzliche Erläuterungen zu bestehenden Normen sind ebenfalls enthalten, ebenso wie spezifische Empfehlungen, die vorwiegend auf der Forschungsarbeit der Berner Fachhochschule basieren.

    Für die populäre Brettsperrholzbauweise enthält die Dokumentation Angaben zur Bemessung und zum Verhalten in Abhängigkeit von der Konstruktionsart. Anhand von sechs neuen Bemessungsbeispielen werden Lösungsansätze für unterschiedliche praxisrelevante Aufgabenstellungen präsentiert, darunter auch Anleitungen für die Sanierung von Bestandsbauten.

    Die Neufassung wurde durch eine breite wissenschaftliche Trägerschaft unterstützt, darunter Autoren der ETH Lausanne, der Berner Fachhochschule und der Pirmin Jung AG. Finanzielle Förderung kam unter anderem vom Bundesamt für Umwelt BAFU, der Schweizerischen Gesellschaft für Erdbebeningenieurwesen und Baudynamik SGEB und dem Berner Holzförderungsfonds (BHFF).

    Weitere Informationen unter www.lignum.ch