Schlagwort: ForschungundEntwicklung

  • ETH testet Baumaterialien mit künstlicher Sonne

    ETH testet Baumaterialien mit künstlicher Sonne

    Die ETH verfügt neu über ein Labor, in dem Forschende Gebäudesysteme, -teile und -materialien unter verschiedenen klimatischen Bedingungen testen können. Herzstück des Zero Carbon Building Systems Lab ist eine künstliche Sonne, erläutert die ETH in einer Mitteilung. Sie besteht aus einem schwenkbaren Arm mit hunderten von starken Leuchtdioden und kann den Lauf der Sonne an unterschiedlichen Orten der Welt simulieren.

    Darüber hinaus können die Aussenwände, Decken und Böden der drei Forschungszellen des Labors durch zu testende Prototypen ersetzt werden. Aktuell wird unter anderem eine halbtransparente Fassade aus gedrucktem Polymer erprobt, die das Sonnenlicht je nach Einfallswinkel abschirmen oder durchlassen soll. Sie wurde von einer Gruppe von Forschenden um Arno Schlüter entwickelt. Der ETH-Professor für Architektur und Gebäudesysteme hat auch das Zero Carbon Building Systems Lab initiiert.

    „Wenn man die Treibhausgasemissionen von Gebäuden senken will, spielen Materialien, Gebäudetechnik und das Verhalten der Bewohner eine Rolle“, wird Schlüter in der Mitteilung zitiert. „Im Zero Carbon Building Systems Lab können wir das Zusammenspiel dieser Faktoren erforschen.“ Das neue Labor wird auch externen Forschenden und Industriepartnern offenstehen.

  • Pavillon auf ETH-​Campus erhält einen Arc Award

    Pavillon auf ETH-​Campus erhält einen Arc Award

    In einem praktischen Lehrprojekt haben Studierende der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) mit Materialien der abgerissenen Huber Pavillons ein Bauwerk ganz im Sinne der Kreislaufwirtschaft errichtet. Laut Medienmitteilung ist der Re-Use Pavillon auf dem ETH-Campus Hönggerberg mit dem Arc Award in der Kategorie Next Generation geehrt worden. Mit dem erstmals 2012 vergebenen Arc Award prämiert die Schweizer Baudokumentation jährlich die besten Bauten der Schweiz.

    Im Sommer 2022 mussten auf dem ETH-Campus Hönggerberg drei temporäre Holzbauten – die „Huber-Pavillons“ – einem Neubau weichen. Das Lehrprojekt CircÛbi nutzte laut Medienmitteilung der ETH diese Gelegenheit. Unter der gemeinsamen Leitung zweier ETH-Professorinnen, der Bauingenieurin Catherine De Wolf und der Architektin Momoyo Kaijima, erfassten Studierende die Bauelemente oder Bauteile der demontierten Lehrgebäude, um die Materialien nach dem Prinzip der Kreislaufwirtschaft wiederzuverwenden. Ein ganzes Semester lang beschäftigten sich rund 30 Studierende mit dem Projekt. Sie inventarisierten die Bauteile mit gelaserten QR-Codes und schufen so eine digitalisierte Schnittstelle. Das ermöglichte, aus wiederverwendeten Holzbauteilen ein neues Bauwerk zu schaffen.

    Die Jury würdigte insbesondere, dass dieses Studienprojekt im Zusammenspiel von verschiedenen Disziplinen entwickelt worden ist. „Zirkuläres Bauen erfordert kollaboratives Schaffen: Die Überbrückung verschiedener Disziplinen und die Nutzung digitaler Technologien sind dringend erforderlich, um die Prinzipien der Kreislaufwirtschaft im Bausektor zu verbreiten“, wird Bauingenieurin Catherine De Wolf zitiert.

  • FHNW lanciert drei neue Studiengänge zu Nachhaltigkeit

    FHNW lanciert drei neue Studiengänge zu Nachhaltigkeit

    Die Fachhochschule Nordwestschweiz bietet ab diesem Herbst drei neue Studienrichtungen im Bachelorstudiengang Energie- und Umwelttechnik an. Laut einer Medienmitteilung sollen die Studierenden darin das Rüstzeug erhalten, um Lösungen zu aktuellen Nachhaltigkeitsherausforderungen zu entwickeln. Das Studium ist in Vollzeit, Teilzeit, berufsbegleitend oder als praxisintegriertes Bachelorstudium möglich. In Projekten mit Unternehmen aus Industrie und Wirtschaft soll ein Praxisbezug vermittelt werden.

    Die drei neuen Studiengänge, die am Campus Brugg-Windisch und in Muttenz BL angeboten werden, sind: Nachhaltige Gebäude und Städte, Kreislaufwirtschaft und Ressourcenmanagement sowie Erneuerbare Energien und Energiesysteme.

    Zur Studienrichtung Nachhaltige Gebäude und Städte heisst es, Gebäude seien für rund 40 Prozent des Energieverbrauchs der Schweiz verantwortlich und binden enorme Mengen an Rohstoffen, die bislang noch ungenügend in einem Kreislaufprozess wiedergewonnen und aufbereitet werden. Gleichzeitig zeigen die Hitzesommer, wie wichtig intelligent geplante und optimierte Städte sind, um hohen Temperaturen entgegenzuwirken.

    Intelligente, möglichst geschlossene Kreisläufe und ein ökologisch wie sozial nachhaltiger Umgang mit Ressourcen stehen im Fokus der Studienrichtung Kreislaufwirtschaft und Ressourcenmanagement. Eine zukunftsfähige Wirtschaft müsse sich am zirkulären Gedanken ausrichten.

    Um die Energiezukunft dreht sich die Studienrichtung Erneuerbare Energien und Energiesysteme. Studierende erhalten das nötige Werkzeug, um innovative technische Lösungen zu gestalten wie Photovoltaik, Wind und Wasser, aber auch das gesamte Energiesystem von Steuerung und Regelung bis Übertragung, Speicherung und Umwandlung wie beispielsweise Power-to-Gas.

  • Empa gleist Forschungsinitiative zu CO2-Verwertung auf

    Empa gleist Forschungsinitiative zu CO2-Verwertung auf

    Für die Empa ist eine Netto Null beim Ausstoss von CO2 nur ein Zwischenziel. Ihre Forschenden suchen nach einem gesamtheitlichen Lösungsansatz, bei dem das CO2 nicht nur abgefangen und im Boden gespeichert wird. „Ziel ist es, ein gänzlich neues globales Wirtschaftsmodell und den dazugehörigen Industriesektor zu entwickeln, der CO2 als Rohstoff der Zukunft in wertbringende Materialien umwandelt, um herkömmliche Baustoffe und Petrochemikalien zu ersetzen“, schreibt die Empa in einer entsprechenden Mitteilung.

    Dazu hat die Empa die Forschungsinitiative Mining the Atmosphere aufgegleist. Statt den Fokus auf den Abbau von Rohstoffen in unterirdischen Minen zu legen, sollen zukünftig verstärkt atmosphärische Minen ausgebeutet werden. Dabei gelte es, „schätzungsweise 400 Milliarden Tonnen Kohlenstoff (also rund 1500 Milliarden Tonnen CO2) aus der Atmosphäre zu entfernen“, erläutert die Empa. Für die Bewältigung dieser „Jahrhundertaufgabe“ müssten „unzählige Akteure aus Forschung und Wirtschaft zusammenspannen“, schätzt die Forschungsanstalt.

    Der Auftakt der Forschungsinitiative Mining the Atmosophere wird mit zwei Veranstaltungen im Oktober und November gemacht. In der Ausgabe von wissen2go am 25. Oktober können Interessierte sich über Negativemissiontechnologien informieren. Anmeldungen für die Veranstaltung nimmt die Empa online entgegen.

    Am 7. November lädt die Empa „Interessenvertreter, Praktikerinnen und Forschende aus den Sektoren Bau, Gebäude und Infrastruktur, Energie, Umwelt und Nachhaltigkeit“ zum Seminar RFA Built Environment Mining the Atmosphere ein. Hier wird die Forschungsanstalt entsprechende eigene Arbeiten vorstellen. Anmeldungen sind bis zum 30. Oktober online möglich.

  • Universitätsklinik Balgrist eröffnet neues Forschungszentrum

    Universitätsklinik Balgrist eröffnet neues Forschungszentrum

    Die Universitätsklinik Balgrist hat ihren zehnten Operationssaal (Operation Room X, OR-X) feierlich eröffnet. Der OR-X ist eine nationale Forschungseinrichtung und ein chirurgisches Lehr- und Forschungszentrum. Patientenbetrieb wird es dort laut einer Medienmitteilung nicht geben. Herzstück ist den Angaben zufolge der voll ausgestattete Operationssaal sowie ein sogenanntes Skills Lab für die medizinische Forschung. Für Schulungen und grössere Forschungsexperimente mit mehreren Teilnehmenden biete das Skills Lab mit seinen sechs chirurgischen Arbeitsplätzen perfekte Bedingungen, so das Klinikum.

    Gelehrt wird an 3D-gedruckten Modellen, Simulatoren und menschlichen Präparaten. Für die chirurgische Aus- und Weiterbildung stehen eine realistische Infrastruktur mit technischen Einrichtungen wie intraoperative Künstliche Intelligenz, Navigationssysteme, Operationsroboter und durch Erweiterte Realität unterstützte Anwendungen zur Verfügung.

    Zur Eröffnung am 24. und 25. August waren 250 Gäste aus Politik, Gesundheitswesen und Wirtschaft geladen. Nebst einer Besichtigung des OR-X waren Ansprachen der Präsidentin des Vereins Balgrist, Rita Fuhrer, der Spitaldirektoren Mazda Farshad und Thomas Huggler, des Swissmem-Präsidenten Martin Hirzel sowie des OR-X-Mitgründers Philipp Fürnstahl zu hören.

  • BFH setzt verstärkt auf computergestützte Strömungsmechanik

    BFH setzt verstärkt auf computergestützte Strömungsmechanik

    Die BFH erweitert ihre Kompetenzen für computergestützte Strömungsmechanik (Computational Fluid Dynamics, CFD). Mit dieser Methode werden numerische Simulationen von Strömungen oder Strömungsverläufen erstellt. Die BFH wird sich unter den vielen Anwendungsbereichen von CFD auf Einflüsse im Baubereich konzentrieren, informiert die Fachhochschule in einer Mitteilung. Ihr Ziel ist es, neue Forschungsbereiche zu finden und Wirtschaftspartner in der Bauphysik effizienter zu beraten.

    Mit Hilfe computergestützter Strömungsmechanik kann die Anzahl der benötigten Experimente eingeschränkt werden. Zudem lassen sich die auftretenden physikalischen Phänomene mit CFD detailliert analysieren. Dies führt zu einer Reduktion von Zeit und Kosten in der Design- und Entwicklungsphase von Produkten.

    An der BFH ist computergestützte Strömungsmechanik bereits in verschiedenen Forschungsprojekten eingesetzt worden. In der Mitteilung werden als Beispiele ein Wandaufbau in Holzbauweise sowie ein Heizungs-, Lüftungs-, und Klimatisierungssystem in einem Fensterrahmen genannt. Der Forschungsbereich unterstützt die Arbeit der Hochschule zudem mit Kursen für Studierende, Seminaren und Hilfestellung bei Semester- und Abschlussarbeiten.

  • ZHAW weiht Laborgebäude für Lebensmittelforschung ein

    ZHAW weiht Laborgebäude für Lebensmittelforschung ein

    Die ZHAW zieht ihre Lebensmittelforschung an einem Ort zusammen. Dafür hat die Hochschule mit Hauptsitz in Winterthur ein neues Laborgebäude auf dem Campus Reidbach in Wädenswil eingerichtet, informieren Bau- und Bildungsdirektion des Kantons Zürich in einer gemeinsamen Mitteilung. Das von der Tuwag Immobilien AG errichtete Gebäude wurde am 23. August von Baudirektor Martin Neukom, Bildungsdirektorin Silvia Steiner sowie ZHAW-Rektor Jean-Marc Piveteau und Heiner Treichler, CEO der Tuwag Immobilien AG, eingeweiht.

    In das neue Gebäude wird vor allem das Institut für Lebensmittel- und Getränkeinnovationen der ZHAW einziehen. Seine Mitarbeitenden und Studierenden können künftig unter einem Dach die gesamte Wertschöpfungskette von Lebensmitteln erforschen. Dabei soll in Wädenswil „nicht nur geforscht und gelehrt, sondern auch produziert, analysiert, degustiert und verpackt“ werden, heisst es in der Mitteilung.

    Namensgeberin des Laborgebäudes ist die 1842 geborene und 1906 gestorbene Wädenswiler Geschäftsfrau im Biergewerbe Elisabeth Weber-Hauser. Der Kanton Zürich hat die Räumlichkeiten von der Tuwag Immobilien AG für 20 Jahre gemietet. In Mieterausbau und Ausstattung hat der Kanton zudem rund 48 Millionen Franken investiert.

  • Empa entwickelt recycelbaren Kunststoff für die Industrie

    Empa entwickelt recycelbaren Kunststoff für die Industrie

    Forschende der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) haben eine neue Art von Kunststoff entwickelt. Ihr Epoxidharz lässt sich sowohl reparieren als auch wiederverwerten. Das ist einer Medienmitteilung zufolge ein Novum. Bisher war die Wiederverwertung bei Epoxidharzen nicht möglich. Bei dieser Art von Kunststoffen sind die Polymerketten engmaschig miteinander vernetzt, was das Schmelzen verunmöglicht. „Haben sie einmal ausgedient, werden sie verbrannt oder in Deponien entsorgt”, erklärt Wenyu Wu Klingler vom Empa-Labor Advanced Fibers in St.Gallen.

    Epoxidharze haben allerdings ausgezeichnete mechanische und thermische Eigenschaften, wie die Empa in ihrer Mitteilung schreibt. Entsprechend werden sie vielseitig in der Industrie eingesetzt – etwa bei der Herstellung von Bauteilen für Flugzeuge, Autos, Züge, Schiffe und Windkraftanlagen.

    Mit dem besonderen Epoxidharz der Empa soll also unter anderem der Einsatz von faserverstärkten Kunststoffen in der Industrie nachhaltiger werden. „Die Herstellung von Kohlenstofffasern benötigt sehr viel Energie und setzt enorm viel CO2 frei”, erklärt Sabyasachi Gaan vom Empa-Labor Advanced Fibers. Wenn sie nach ihrer Nutzung in den Stoffkreislauf zurückgebracht werden können, könne der ökologische Fussabdruck verbessert und auch der Preis gesenkt werden, so Gaan.

    Faserverstärkte Kunststoffe, wie sie im Bau von Flugzeugen, Zügen, Booten, Autos und Velos eingesetzt werden, sind laut der Empa aber nicht die einzige Anwendung für den neuen Kunststoff. Er könnte beispielsweise zur Beschichtung von Holzböden eingesetzt werden –  als eine transparente, widerstandsfähige Schicht, die gute flammhemmende Eigenschaften aufweist.

  • HSLU eröffnet mikrobiologisches Analyselabor in Hergiswil

    HSLU eröffnet mikrobiologisches Analyselabor in Hergiswil

    An der HSLU kann neu auch interdisziplinär zur Keimbelastung geforscht werden. Dafür wurde am Hochschulstandort in Hergiswil ein mikrobiologisches Analyselabor eingerichtet, informiert die Hochschule in einer Mitteilung. „Hier wird die Expertise der Fachbereiche Medizintechnik, Gebäudetechnik und Verfahrenstechnik vereint“, wird Benoit Sicre, Experte für Lufthygiene und Raumluftqualität am Institut für Gebäudetechnik der HSLU, dort zitiert. „So können wir eine optimale Forschungs-, Entwicklungs- und Dienstleistungsqualität erreichen.“

    Grundsätzlich kann im neuen Labor ein breites Spektrum von Analysen vorgenommen werden. Als Beispiele zählt die Mitteilung die Wiederaufbereitung medizinischer Einwegkleidung oder die Wirkung einer UV-LED-Leuchte bei der Desinfektion eines Luftstrom auf. Aktuell wird der Schwerpunkt auf interdisziplinäre Fragestellungen der Luftdesinfektion und der Bekämpfung von Legionellen gelegt.

    Für die Forschungen mit Krankheitserregern wie Legionellen wurde das Labor an den Anforderungen der biologischen Sicherheitsstufe 2 ausgerichtet. Legionellen haben an Bedeutung gewonnen, seit die Temperatur von Boilern im Zuge von Energiesparmassnahmen häufig zu niedrig  eingestellt ist, um die Keime abzutöten. Zudem sei der Erreger schwierig zu erkennen, erläutert Christina Giger vom Institut für Medizintechnik der HSLU. „Wir tauschen uns regelmässig mit anderen Laboratorien aus, um unser Wissen topaktuell zu halten.“ Diese Wissen nutzen die Forschenden der HSLU, um Strategien zur Vermeidung von Legionellen oder Desinfektionsmittel zu testen.

  • Empa entwickelt hitzeresistente Drohne für Feuerwehr

    Empa entwickelt hitzeresistente Drohne für Feuerwehr

    Die FireDrone von Empa und dem Aerial Robotics-Labor des Imperial College in London hat ihre Feuertaufe bestanden: Erste Tests mit dem Flugroboter, der Feuerwehren bei ihren Einsätzen unterstützen soll, verliefen laut einer Medienmitteilung der Empa positiv. In der Flugarena der Empa in Dübendorf hätten sie gezeigt, dass Flugeigenschaften und die Steuerbarkeit der rund 50 Zentimeter grossen Spezialdrohne trotz ihrer Sonderausstattung „hervorragend“ seien. Das autonome Fluggerät war mit einem neuartigen Isolationsmantel, einem zusätzlich eingebauten Kühlsystem und einer Aluminiumverkleidung versehen worden.

    Das Design, das die Forschenden soeben im Fachblatt „Advanced Intelligent Systems“ publizierten, habe bei dieser Trockenübung überzeugt. Damit die Drohne den Einsatzkräften erste Informationen über den Gefahrenherd liefern kann, muss sie jedoch auch grosser Hitze standhalten. „Um näher heranzufliegen, ist die extreme Hitzeentwicklung eines Brandes für herkömmliche Drohnen zu gross“, wird David Häusermann vom Sustainability Robotics-Labor der Empa zitiert.

    Das Isolationsmaterial, mit dem auch dies gelungen ist, konnte das Empa-Labor Building Energy Materials and Components synthetisieren. Dabei handelt es sich um ein ultraleichtes Aerogel aus Polyimid und Silica. Es wurde zudem mit Glasfasern verstärkt. Elektronik, Wärmebildkamera und die CO2-Sensoren des FireDrone-Prototyps überstanden bei Versuchen mit einem Gasfeuer auf dem Trainingsgelände des Ausbildungszentrums Andelfingen mehrere Testflüge unbeschadet. Nun soll auch unter starker Russentwicklung getestet werden.

    „Macht eine Drohne die erste Lageerkundigung, müssen wir die Feuerwehrleute nicht sofort in die Gefahrenzone schicken“, wird Stefan Keller, Ausbildungskoordinator Feuerwehr der Gebäudeversicherung des Kantons Zürich, zitiert. „Für uns ist dieser Fortschritt enorm interessant.“

  • Fachhochschulen Graubünden und Rotterdam gestalten Städte der Zukunft

    Fachhochschulen Graubünden und Rotterdam gestalten Städte der Zukunft

    Die Fachhochschule Graubünden (FH) und die Rotterdam University of Applied Sciences haben einen Kooperationsvertrag unterzeichnet. Die Zusammenarbeit wurde laut Medienmitteilung im Rahmen der Sketchcity-Studienwoche mit Studierenden beider Institutionen besiegelt. Zum Start der neuen Kooperation kamen 200 Studierende aus den Bereichen Stadtplanung und Multimedia Production aus Chur, Bern und Rotterdam zusammen.

    Die Kooperation entstand aus dem Projekt Sketchcity, welches seit 2016 durch die FH Graubünden in den Niederlanden durchgeführt wird. Aus der Kooperation sollen innovative Ideen für die Stadtgestaltung der Zukunft durch interdisziplinäres Lehren und Lernen sowie der Forschung entstehen, heisst es in der Mitteilung der FH. „Wir sind verbunden durch den Rhein, was sinnbildlich für diese Kooperation steht“, wird Professor Bruno Studer zitiert, Departementsleiter Angewandte Zukunftstechnologien der FH Graubünden.

    Aufgrund der bestehenden Kontakte und positiven Erfahrungen beim Projekt Sketchcity  haben die beiden Fachhochschulen laut der Mitteilung beschlossen, die Zusammenarbeit zu intensivieren. Grundlage ist die Schweizer Methode Sketch&Draw, die als visuelles Entwicklungs- und Innovationswerkzeug zum Einsatz kommt. Die dahinterliegende Idee ist es, Co-Creation, Co-Teaching und Forschung auch mit visuellen Mitteln zu ermöglichen.

    „Wir alle brauchen ein visuelles Werkzeug, um die Zukunft zu entwerfen. Die Skizze war schon immer das Entwicklungswerkzeug in der akademischen Forschung“, wird  Tanja Hess zitiert, die Initiatorin der Methode Sketch&Draw. Sie ist Professorin für Visualisieren im Bachelorstudiengang Multimedia Production an der FH Graubünden und der Berner Fachhochschule.

  • FHNW weiht Trimble Technology Lab ein

    FHNW weiht Trimble Technology Lab ein

    Die Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) hat im Campus Muttenz das weltweit 25. Trimble Technology Lab eröffnet. Wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht, liegt der Fokus auf Planung und Geomatik. Damit bietet das Technologiezentrum eine Gesamtlösung aus Hard- und Softwarekomponenten für die Lehre, Forschung sowie Aus- und Weiterbildung an einem zentralen Ort.

    Der Forschungsbereich Architektur, Bau und Geomatik profitiere von einer „einzigartigen Infrastruktur“, wird FHNW-Professor und Projektleiter Stephan Nebiker zitiert. Sie bringe Vorteile für Geomatik und Bauingenieurwesen, Virtual Design and Construction (VDC), nachhaltiges Bauen, Planen und Architektur.

    Zur Ausstattung gehören Augmented Reality-Lösungen, GPS-Systeme, innovative Robotik-Totalstationen und 3D-Laserscanner der neuesten Generation sowie Softwareanwendungen für das Datenmanagement, die digitale Planung und Kollaboration. Studierende könnten die Plattform für den Austausch untereinander nutzen, heisst es.

    Das neue Technologiezentrum wurde wie das im März 2022 mit Schwerpunkt Bauausführung eröffnete Trimble Technology Lab am FHNW-Campus Sursee LU vom Technologieunternehmen Trimble finanziell unterstützt.

  • ETH-Ausgründung entwickelt intelligente Katzenklappe

    ETH-Ausgründung entwickelt intelligente Katzenklappe

    Oliver und Denis Widler haben eine mit Künstlicher Intelligenz gesteuerte Katzenklappe entwickelt. Sie verwehrt Katzen mit Beutetieren im Maul den Zugang ins Haus. Optional lässt die Flappie genannte Klappe auch ausschliesslich die zum Haushalt gehörenden Katzen mit entsprechend programmierten Mikrochip ins Haus. Die beiden Brüder haben ihr Projekt im Student Project House der ETH von der Idee bis zum ersten Prototyp entwickelt. In der ETH-Ausgründung Flappie Technologies mit Sitz in Freienbach soll die intelligente Katzenklappe nun zur Marktreife gebracht werden.

    „Wir haben festgestellt, dass Katzen entgegen der landläufigen Meinung erstaunlich intelligent sind“,  wird Oliver Widler in einer entsprechenden Mitteilung der ETH zitiert. „Dixie, Rocky und unsere anderen Testkatzen haben schnell gelernt, ihre Beute loszulassen, wenn sie ins Haus wollen.“

    Oliver Widler hat an der ETH konsumentenorientierte Produktentwicklung studiert, sein Bruder Denis bringt seine an der Universität Zürich erworbenen kaufmännischen Kenntnisse in das gemeinsame Jungunternehmen ein. Tüftler Denis hebt in der Mitteilung den Beitrag des Student Project House der ETH bei der Entwicklung von Flappie hervor: „Man kann da seine Ideen präsentieren und sich mit kritischen Fragen auseinandersetzen, und zwar in einem inspirierenden, unterstützenden Netzwerk“.

  • Sensoren informieren über Nutzung von Stühlen auf öffentlichen Plätzen

    Sensoren informieren über Nutzung von Stühlen auf öffentlichen Plätzen

    Im Rahmen des Pilotprojektes Smart City Zürich haben das Tiefbauamt und das Elektrizitätswerk der Stadt Zürich neu entwickelte Sensoren vom Center for Project-​Based Learning (PBL) der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) getestet. Die Studie kommt zu dem Schluss, dass die Sensoren „effizienter, zuverlässig, kontinuierlich und anonym“ Daten über die Nutzung von Stühlen auf öffentlichen Plätzen in der Stadt liefern, heisst es in einer Medienmitteilung.

    Demnach setzten das Tiefbauamt und das Elektrizitätswerk der Stadt Zürich (ewz) je acht Sensoren auf dem Münsterhof und auf dem Vulkanplatz im August und September vergangenen Jahres ein. Ziel war es herauszufinden, wie Passanten die Stühle auf einem Platz zu unterschiedlichen Tageszeiten und bei bestimmten Wetterbedingungen nutzen.

    Dabei erheben die Sensoren Daten über Temperatur, Luftfeuchtigkeit sowie Lärm. Auch die Belegung und der Standort eines Stuhles können gemessen werden. So zeigten die Sensoren in der Testphase, dass die Stühle auf dem unbepflanzten Münsterhof bei Sonneneinstrahlung in den Schatten gestellt wurden. Auf dem mit Bäumen begrünten Vulkanplatz blieben sie hingegen unabhängig von den Wetterbedingungen gleichmässig verteilt. Morgens und abends wurden die Sitzmöglichkeiten auf beiden Plätzen ähnlich stark genutzt. Die Stühle auf dem Münsterhof waren nachmittags am stärksten ausgelastet, die auf dem Vulkanplatz am Mittag.

    Für die Stadt Zürich können die Sensoren somit einen Beitrag zu einer bedarfsgerechteren Planung des öffentlichen Raums leisten. Diese Planung gewinnt den Angaben zufolge mit Blick auf den Klimawandel an Wichtigkeit. Die Stadt prüft nun weitere Einsatzmöglichkeiten.

  • Stromleitung und Katalysator der OST gewinnen Innovationspreis

    Stromleitung und Katalysator der OST gewinnen Innovationspreis

    Die 19. Innovationspreise der Stiftung zur Förderung und Unterstützung technologieorientierter Unternehmungen Rapperswil (Futur) gehen an zwei Studierendenprojekte der Ostschweizer Fachhochschule. Seit dem Herbstsemester 2008 schreibt die Stiftung unter den Studierenden der OST – Ostschweizer Fachhochschule in Rapperswil einen Innovationspreis aus, mit dem besonders innovative, später vermarktbare Konzepte ausgezeichnet und gefördert werden.

    Mit dem Hauptpreis in Höhe von 10’000 Franken wird die luftisolierte Stromleitung namens Hivoduct gefördert. Sie wurde von Studierenden um Prof. Dr. Michael Schueller am Institut für Energietechnik entwickelt. „Wir konnten damit eine verlustarme, unsichtbar verlegbare und einfach installierbare Lösung für den dringend nötigen Ausbau von Stromnetzen und für energieintensive Industrien entwickeln“, wird Schueller in einer Medienmitteilung der Fachhochschule zitiert. Das Hivoduct-Kabel ist den Angaben zufolge bereits in einem Pilotprojekt im Zürcher Seefeld und in einer Hochstromanlage in Deutschland im Einsatz. Die SBB will sie in einem Umspannwerk verwenden.

    Mit dem Anerkennungspreis in Höhe von 6000 Franken wurde der Katalysator SelfCat ausgezeichnet, der sich selbst regeneriert. Er wurde von der Fachgruppe für Advanced Materials and Processes um Prof. Dr. Andre Heel entwickelt. Um den Originalzustand wiederzuerlangen, genügt es laut Projektleiter Heel, ihn kurz bei hoher Temperatur zu lüften. Er lasse sich an zahlreiche Prozesse anpassen und spiele daher eine wichtige Rolle bei der Abgasreinigung und bei der Produktion von nachhaltigen synthetischen Energieträgern.

  • Spezialkommission stimmt Kredit für Innovationspark zu

    Spezialkommission stimmt Kredit für Innovationspark zu

    Die Spezialkommission Innovationspark Zürich stellt sich mit grosser Mehrheit hinter die Vorlage der Regierung. Sie beantragt laut einer Mitteilung mit den Stimmen von SP, FDP, GLP, EVP und Mitte dem Kantonsrat, dem Verpflichtungskredit von 97,45 Millionen Franken zuzustimmen. Davon sollen 44 Millionen als Darlehen gewährt werden, das im Erfolgsfall amortisiert werden soll.

    Der Innovationspark in Dübendorf soll etappenweise errichtet werden. Er soll zu einem lebendigen und offenen Stadtquartier werden und als Standort für Forschung und Entwicklung dienen.

    Die Spezialkommission stimmt auch dem Vorschlag zu, die Infrastruktur des Flugplatzes als strategische Reserve zu sichern. Sie beantragt dem Kantonsrat ebenfalls mit einer deutlichen Mehrheit, dem Planungskredit von 8,2 Millionen Franken für das Projekt Aviatik Flugplatz Dübendorf zuzustimmen. Damit könne die Regierung ein Vorprojekt ausarbeiten. Auf dessen Grundlage solle dann entschieden werden, ob die Regierung eine aktive Rolle bei der aviatischen Nutzung übernehmen solle.

    Die Zürcher Handelskammer (ZHK) reagiert erfreut auf die Entscheidung der Spezialkommission. „Der Innovationspark ist zur Stärkung des Wirtschafts- und Forschungsstandorts Zürich unabdingbar“, schreibt sie in einer Mitteilung. Er sei ein „zentraler Mosaikstein hinsichtlich einer verbesserten Vernetzung zwischen Wissenschaft und Wirtschaft“. Umso wichtiger sei es, dass das Geschäft im politischen Prozess möglichst rasch umgesetzt werden könne. „Die ZHK hofft, dass der Kantonsrat die wirtschaftliche Bedeutung des Innovationsparks erkennt und möglichst rasch Nägel mit Köpfen macht.“

  • Drohnenschwarm druckt Baumaterialien im Flug

    Drohnenschwarm druckt Baumaterialien im Flug

    Ein internationales Forschungsteam der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) hat einen Schwarm kooperativer Drohnen entwickelt, die auf dem Bau zum Einsatz kommen. Vorbild ist die Zusammenarbeit von Bienen und Wespen. Wie die Empa berichtet, drucken die Flugroboter unter menschlicher Kontrolle in der Luft 3D-Materialen aus und platzieren sie an den vorgesehenen Stellen. Die Leistungen dieser BuilDrones werden von einer zweiten Flotte, den ScanDrones, erfasst und überwacht. Sie geben auch die kommenden Fertigungsschritte vor.

    Dass dies das erste Mal ist, dass ein solch detaillierter 3D-Druck von einem frei fliegenden Roboter ausgeführt wurde, demonstriert die Empa auch in einem Video. Das Fachmagazin „Nature“ veröffentlichte die Studie des Teams um Professor Mirko Kovac vom Materials and Technology Centre of Robotics am 21. September online und machte sie in seinem jüngsten Heft vom 22. September zum Titelthema.

    Das sogenannte Aerial Additive Manufacturing ist so konzipiert, dass die Drohnen ihre Tätigkeit im Lauf des Bauprozesses an die unterschiedlichen Geometrien der Struktur anpassen können. Sie agieren während ihres Einsatzes autonom. Ein menschlicher Kontrolleur beobachtet den Prozess und nimmt auf Grundlage der von den Drohnen gelieferten Informationen gegebenenfalls Anpassungen vor.

    „Wir haben demonstriert, dass die Drohnen autonom arbeiten können, um Gebäude zu errichten und zu reparieren, zumindest im Labor“, wird Kovac zitiert. Dies könnte Arbeiten in schwer zugänglichen Bereichen wie Hochhäusern erleichtern. Nun wollen die Fachleute laut Empa mit Bauunternehmen zusammenarbeiten, um die entwickelten Lösungen in der Praxis zu validieren und neue Reparatur- und Fertigungsmöglichkeiten zu entwickeln.

  • ZHAW bietet vier neue Studiengänge

    ZHAW bietet vier neue Studiengänge

    An der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) beginnen mit dem Wintersemester 4500 neue Studierende ihre akademische Ausbildung. Im Vorjahr waren es 4700. Damit studieren ab dem 19. September insgesamt 14’100 Personen an den drei ZHAW-Standorten Winterthur, Wädenswil und Zürich. Das sind 600 weniger als zu Studienbeginn des vergangenen Jahres.

    Dabei verzeichnet das ZHAW-Departement Life Sciences und Facility Management mit einem Plus von 13 Prozent den grössten Zuwachs. Laut einer Medienmitteilung sind dafür vor allem die zwei neuen Bachelorstudiengänge Biomedizinische Labordiagnostik und Applied Digital Life Sciences sowie der Master of Science in Real Estate & Facility Management verantwortlich.

    Für den Studiengang Biomedizinische Labordiagnostik arbeiten die beiden ZHAW-Departemente Gesundheit und Life Sciences sowie Facility Management zusammen. Damit, so die ZHAW, entspricht das Studium den wachsenden gesellschaftlichen und technischen Anforderungen an Diagnostik und Gesundheitsversorgung.

    Der Studiengang Applied Digital Life Sciences bildet die Schnittstelle zwischen Data Science und Life Sciences. Neu ist auch der Studiengang Angewandtes Recht. Er vermittelt eine generalistische juristische Grundausbildung. Real Estate & Facility Management ist schweizweit der erste Masterstudiengang, der Immobilien- und Facility Management mit Nachhaltigkeit und Digitalisierung verbindet.

  • Empa erforscht klimafreundlichen Beton

    Empa erforscht klimafreundlichen Beton

    Der Schweizerische Nationalfonds (SNSF) fördert ein auf fünf Jahre angelegtes Projekt der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) zur Erforschung von CO2-Bindung in Zement. Im Rahmen des SNSF Advanced Grant erhalten die Wissenschaftler rund um Projektleiterin Barbara Lothenbach 2,2 Millionen Franken für ihr Forschungsprojekt, heisst es in einer Medienmitteilung.

    Der Zuschuss ersetzt demnach Gelder des European Research Council der Europäischen Kommission, zu denen Schweizer Forschende derzeit keinen Zugang haben.

    Mit Hilfe des Fördergeldes sollen die Empa-Experten zusammen mit Partnern der finnischen Universität Oulu Grundlagenforschung im Bereich CO2-Bindung in Zement durchführen.

    Hintergrund des Projektes namens Low Carbon Magnesium-Based Binders ist, dass die Zementindustrie grosse Mengen Kohlenstoffdioxid freisetzt. Gleichzeitig gilt Beton als Hoffnungsträger für die Bindung von CO2 und damit als potenzieller Senker des klimaschädlichem Treibhausgases, wenn er auf Magnesium basiert und nicht wie normalerweise auf Kalk.

    Wie stabil Magnesium-Beton auf lange Sicht ist, wie er sich auf Baustellen am besten herstellen lässt und wie sich Temperatur, pH-Wert und andere Faktoren auf molekularer Ebene auswirken, sollen die Forschenden ab 2023 herausfinden.

  • ETH-Professorin Kaijima erhält Wolf Preis

    ETH-Professorin Kaijima erhält Wolf Preis

    Die Professorin für Architectural Behaviorology an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH), Momoyo Kaijima, ist gemeinsam mit ihrem Partner Yoshiharu Tsukamoto mit dem diesjährigen Wolf Preis für Architektur ausgezeichnet worden. Tsukamoto ist Professor am Tokyo Institute of Technology. Beide betreiben gemeinsam das Atelier Bow-​Wow. Die Jury hat laut Medienmitteilung der ETH die Arbeiten beider Professoren aufgrund ihrer grossen Feinfühligkeit für lokale Kontexte und die sozialen Auswirkungen von Architektur zu Preisträgern gewählt.

    Der Wolf Preis wird seit 1978 an Wissenschaftler und Künstler von der in Israel ansässigen Wolf Foundation vergeben. Ausgezeichnet werden Verdienste zum Wohle der Menschheit und freundschaftliche Beziehungen unter den Völkern. Frühere Preisträger in der Kategorie Architektur sind laut der ETH-Mitteilung Frank O. Gehry, Jean Nouvel, Peter Eisenman oder David Chipperfield. Momoyo Kaijima ist erst die dritte Frau, die den Wolf Preis für Architektur erhält.

    Nach diversen Gastprofessuren. unter anderem an der Unoversität Harvard, der Royal Danish Academy of Fine Arts und der Columbia Universität, kam Momoyo Kaijima 2017 an die ETH Zürich, wo sie den Lehrstuhl für Architectural Behaviorology aufgebaut hat.

  • Neue Entwicklung soll Bahnlärm senken

    Neue Entwicklung soll Bahnlärm senken

    Forschende der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa), der Hochschule für Wirtschaft und Ingenieurwissenschaften des Kantons Waadt und der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL) haben gemeinsam neue Rail Pads entwickelt. Diese Bauteile bestehen zumeist aus elastischem Kunststoff und stecken zwischen Schienen und Betonschwellen, wie die Empa in einer Mitteilung erklärt. Sie werden zur Schonung von Schienen eingesetzt.

    Bestehende Rail Pads haben allerdings Grenzen. Insbesondere wenn der Schutz der Schienen stark erhöht wird, führt dies gleichzeitig zu mehr Lärmbelastung. Diese Herausforderung wollen die Forschenden nun lösen. Nach mehreren Tests im Labor erwies sich ein Bauteil mit einem Polyisobutylen (PIB)-Anteil von über 50 Prozent, eingelegt in eine Schale aus einem härteren Ethylenvinylacetat (EVA)-Kunststoff, als die wirkungsvollste Option. Es kann gleichzeitig den Bahnlärm senken und die Schienen schonen.

    In einem nächsten Schritt sollen die neuen Rail Pads im März auf einer Bahnstrecke in Nottwil getestet werden. „Diese Rail Pads lassen sich leicht herstellen. Auf der 100 Meter langen Strecke werden wir fast 400 Stück brauchen“, erklärt Bart van Damme von der Empa-Abteilung Akustik und Lärmminderung. Deshalb sei bereits ein Unternehmen an Bord, das die Herstellung der bereits patentierten Bauteile übernimmt.

  • Empa zeigt Vorteile von Hochleistungsdämmstoffen

    Empa zeigt Vorteile von Hochleistungsdämmstoffen

    Forschende der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) haben untersucht, ab wann sich für Bauherren eine Investition in kostspielige Hochleistungsdämmstoffe wie Aerogele lohnen kann. In einer ersten Betrachtung wurden laut einer Medienmitteilung die 25 teuersten Städte in Europa, Nordamerika und Asien einem Vergleich unterzogen. Dabei fand das Forscherteam heraus, dass der lukrative Flächengewinn durch die kostspieligeren Aerogele bei einem Quadratmeterpreis von mehr als 8000 Franken die Mehrkosten der dünneren Dämmvariante übersteigt.

    Zur Begründung heisst es, dass eine Hochleistungsisolation die gleiche Dämmwirkung erzielt wie konventionelle Mineralwolle, aber nur die Hälfte bis zu einem Viertel an Materialeinsatz benötigt wird. Vor dem Hintergrund steigender Immobilienpreise und verdichtetem Bauen in Städten könnten Hochleistungsdämmstoffe wie Aerogele eine wirtschaftliche Bauweise begünstigen. Denn je dünner die Aussenhülle eines Bauwerks ist, desto mehr Raum stehe im Inneren zur Verfügung.

    Die mittels einer Gleichung errechneten wirtschaftlichen Vorteile hätten sich in den 15 teuersten Städten zeigen lassen – darunter die vier Schweizer Städte Zürich, Genf, Lugano und Basel mit den europaweit höchsten Quadratmeterpreisen. Für Nordamerika sei die Amortisation in den 14 teuersten Städten, in Asien in den zehn teuersten Städten ermittelt worden. Die Erkenntnis könne auch künftige Planer bei der Entscheidung nach dem geeigneten Dämmmaterial unterstützen.

  • Halter errichtet Forschungszentrum in Lupfig

    Halter errichtet Forschungszentrum in Lupfig

    Die Halter AG hat per 1. Februar die Futura Towers in Lupfig von der Wisca Immo SA übernommen. Aus den beiden Gebäuden mit knapp 25‘000 Quadratmetern Gewerbe-, Produktions- und Lagerflächen soll laut Medienmitteilung des Schlieremer Immobilienentwicklers und neuen Eigentümers ein multifunktionales Zentrum für Lehre, Forschung, produzierendes Gewerbe sowie Freizeiteinrichtungen und Gastronomie werden. Dieses solle unter dem Markennamen Futurama neu positioniert werden. Die 1992 fertiggestellte Liegenschaft umfasse elf Obergeschosse und drei Untergeschosse mit 287 Parkplätzen sowie 30 weitere Aussenparkplätze.

    Futurama stehe für eine moderne Arbeitswelt der kurzen Distanzen für Lehr- und Forschungsinstitute, industrielle Fertigung sowie Büro- und Dienstleistungsbetriebe, wird der für Entwicklungen verantwortliche Halter-Geschäftsführer Andreas Campi zitiert. „Dabei werden wir besonderen Wert auf die Aufenthaltsqualität legen und ergänzende Freizeiteinrichtungen und Gastronomieangebote schaffen“, so Campi weiter.

    Der Standort ist direkt an den öffentlichen Verkehr in fünfminütiger Gehdistanz zum Bahnhof Lupfig angeschlossen. Weiter gebe es eine gute Anbindung an die Autobahn A1/3 mit zwei Autobahnanschlüssen, heisst es in der Mitteilung. Futurama liege in direkter Nachbarschaft zum Datacenter Campus Zürich-West von green.ch.

    Die Übernahme der Futura Towers durch Halter „entfacht die grosse Hoffnung, dass in den seit fast 30 Jahren meist ungenutzten Liegenschaften endlich Leben entsteht“, wird der Lupfiger Gemeindeammann Richard Plüss zitiert.

  • Swiss Prime Site und Superlab bauen Laborflächen in Schlieren

    Swiss Prime Site und Superlab bauen Laborflächen in Schlieren

    Swiss Prime Site Immobilien ist mit Superlab Suisse eine Partnerschaft eingegangen. Superlab ist Anbieterin von Labor- und Forschungsflächen. Laut Medienmitteilung stellt Superlab Suisse betriebsbereite und voll ausgestattete Forschungs- und Laborflächen zur Verfügung sowie Betriebsdienstleistungen bereit. Es verfüge bereits über einen solchen Standort in Lausanne. Beide Partner planen, Standorte in Basel und Schlieren mit mehr als 10‘000 Quadratmetern Gesamtfläche zu entwickeln. Das Labor in Schlieren wird nach Angaben von Superlab Suisse 5400 Quadratmeter Fläche haben.

    Die Limmatstadt beherberge Einrichtungen der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH), der Universität Zürich (UZH) und Forschungszentren von zahlreichen nationalen und internationalen Pharmaunternehmen. Entsprechend stark seien Laborflächen nachgefragt, heisst es. In Schlieren plant Swiss Prime Site Immobilien auf dem Areal JED ein modernes Neubauprojekt. Darin sollen in Zusammenarbeit mit Superlab Suisse auf zwei Stockwerken Forschungs- und Laborflächen für Start-ups, Ausgründungen oder etablierte Unternehmen entstehen.

    „Durch die direkte Nachbarschaft zum Wagi-Areal in Schlieren und dem Technologiepark in Basel können Unternehmen aus dem Bereich Life Science von bedeutenden Synergieeffekten dieser Ökosysteme profitieren“, wird Zhang Xi, CEO von Superlab, zitiert. In Basel solle am Stücki Park in den kommenden 18 Monaten ein hochmodernes Gebäude mit Labor- und Forschungsflächen von Superlab Suisse entstehen.

    Für Martin Kaleja, CEO Swiss Prime Site Immobilien, sind der moderne Ausbaustandard, die Flexibilität der Flächen sowie die Gewährleistung von Support und Services zentrale Erfolgsfaktoren. Swiss Prime Site Immobilien und Superlab Suisse verfügten zusammen über das notwendige Know-how, um den Flächenbedarf im Bereich Labor- und Forschungsflächen zu gewährleisten, wird Kaleja zitiert.

  • CondenZero gewinnt Swiss Innovation Challenge

    CondenZero gewinnt Swiss Innovation Challenge

    Die Swiss Innovation Challenge ist entschieden, die drei Gewinner kommen aus Zürich: Am Donnerstag wurde der Hauptpreis in Höhe von 20’000 Franken an condenZero verliehen. Die Ausgliederung der Universität Zürich (UZH) erhielt diese Auszeichnung virtuell bei einer Übertragung der Verleihungszeremonie aus dem Haus der Wirtschaft in Pratteln. Dabei wurde laut einer Medienmitteilung auch eine Grussbotschaft von Bundesrat Guy Parmelin zugespielt.

    Die Physiker von condenZero entwickeln und produzieren wissenschaftliche Probenhalter, die bei tiefen Temperaturen um etwa minus 270 Grad arbeiten. Das neuartige Kühlprinzip wurde ursprünglich am Schweizer Freie-Elektronen-Laser des Paul Scherrer Instituts entwickelt. In der Startphase konzentriere sich das Team darauf, die neue Technologie auf dem Markt der Kryo-Elektronenmikroskopie einzuführen. Die condenZero-Technologie kann kryogene Temperaturen bis zu 24 Stunden lang halten. Bei den aktuellen Kryo-Mikroskopielösungen ist dies nur für 15 Minuten möglich. CondenZero ist auch in der letzten Runde des Start-up-CERN BIC-Inkubators.

    Platz 2 und der Sonderpreis Life Sciences in Höhe von 5000 Franken gehen an MyLeg. Dabei handelt es sich um ein „einzigartiges“ Gerät, das sensorische Informationen über Berührung und Bewegung einer Beinprothese wiederherstellt. Dies geschieht durch nicht-invasive elektrische Stimulation. Das Gerät muss nicht operativ eingesetzt und kann zu jeder bestehenden Prothese hinzugefügt werden.

    Platz 3 und der Sonderpreis Bau wurden Oxara zuerkannt. Die Ausgründung aus der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich wandelt mit selbstentwickelten und patentierten mineralischen Additiven Bauabfälle in nachhaltige und bezahlbare Baustoffe um und fördert so die Kreislaufwirtschaft. Das Ziel des Unternehmens sei, „den immensen Fussabdruck“ konventioneller Baustoffe deutlich zu verringern.

  • Fernheizkraftwerk wird zum Ideenlabor

    Fernheizkraftwerk wird zum Ideenlabor

    Das Fernheizkraftwerk an der Zürcher Clausiusstrasse wurde in ein Ideenlabor für Studierende der ETH umgewandelt. Auf fünf Stockwerken und insgesamt 1200 Quadratmetern bietet das Student Project House die Möglichkeit, an neuen Ideen zu tüfteln, wie die Hochschule in einer Mitteilung schreibt. Dafür stehen den Studierenden 24 3D-​Drucker, vier Lasercutter sowie weitere Werkzeuge zur Verfügung. Ausserdem werden ihnen Coaching-Programme und Workshops angeboten.

    „Mit diesem Ideenlabor möchten wir unsere Studierenden ermuntern und befähigen, Neues auszuprobieren, auch mal zu scheitern und daraus zu lernen und explizit auch solche Projekte umzusetzen, die nicht zu ihrem Studium gehören“, erklärt Sarah Springman, ETH-​Rektorin und Schirmherrin der Initiative. Das Ziel sei es, „unabhängig denkende Persönlichkeiten auszubilden und zu fördern“.

    Zu den ersten Projekten, die im neuen Ideenlabor ausprobiert werden, gehört beispielsweise ein intelligenter Blindenstock oder eine Erweiterte-Realität-Brille, die als Anleitungsersatz dienen soll.

    Mit der Eröffnung des Ideenlabors ist das neue Projekt der ETH noch nicht abgeschlossen. Die Hochschule hat sich verpflichtet, den gesamten aus den 30er Jahren stammenden Gebäudekomplex zu sanieren. Dies kostet insgesamt 120 Millionen Franken und wird Ende 2025 abgeschlossen.

    Das neue Student Project House ist bereits das zweite solche Ideenlabor der ETH. Das erste befindet sich auf dem Campus Hönggerberg.

  • Hochschule Luzern testet Erweiterte Realität für Stadtplanung

    Hochschule Luzern testet Erweiterte Realität für Stadtplanung

    Die Hochschule Luzern testet zusammen mit der Stadt Luzern das Potenzial der Erweiterten Realität (Augmented Reality, AR) in der Stadtplanung. Dafür hat die Hochschule eine AR-Visualisierung möglicher Umgestaltungsmassnahmen in der Bahnhofstrasse und am Theaterplatz entwickelt. So würden etwa die projektierte zweite Baumreihe, die neue Velostation und die mobilen Sitzgelegenheiten samt Bepflanzung visuell erfahrbar, heisst es in einer Medienmitteilung der Hochschule.

    An dem Gemeinschaftsprojekt waren die Forschungsgruppen Visual Narrative vom Departement Design & Kunst und Immersive Realities Research Lab vom Departement Informatik sowie das Tiefbauamt der Stadt Luzern beteiligt. Es wurde jetzt den Medien vorgestellt. Präsentationen für die breite Öffentlichkeit folgen an drei Tagen im September.

    Die AR-Visualisierung ist auf gewöhnlichen Tablets einsetzbar. Auf dem Display erscheint die reale Umgebung mit darüber projizierten virtuellen Objekten. Dabei können geplante bauliche Interventionen dreidimensional und räumlich betrachtet werden. „Nutzerinnen und Nutzer erleben somit vor Ort, wie die Bahnhofstrasse künftig gestaltet und genutzt werden könnte, ohne dass dazu bereits reale bauliche oder sonstige Eingriffe nötig wären“, wird Projektleiter Tobias Matter in der Mitteilung zitiert.

    So bekämen alle Entscheidungsträgerinnen und -träger aus unterschiedlichen Bereichen die Möglichkeit, sich unkompliziert und aktiv an den Planungen zu beteiligen. Im Gegensatz dazu seien Pläne, Modelle und Fachvokabular nicht für alle unmittelbar verständlich. „Die immersive Visualisierungstechnologie von Augmented Reality kann somit ein wirkungsvolles Werkzeug sein, um die Öffentlichkeit transparenter über Bau- und Sanierungsprojekte zu informieren, ihre Beteiligung an der Planung zu fördern und damit letztlich bei allen Beteiligten mehr Akzeptanz für solche Vorhaben zu schaffen“, so Matter.

  • Institut veröffentlicht Leitfaden für Raumentwicklung

    Institut veröffentlicht Leitfaden für Raumentwicklung

    Das Institut für Raumentwicklung (IRAP) der OST – Ostschweizer Fachhochschule hat eine kostenlose Schritt-für-Schritt-Anleitung für Nachverdichtungsfragen in kleinen Gemeinden veröffentlicht. Sie soll Gemeinden mit weniger als 10’000 Einwohnern unterstützen, selbst eine Siedlungsstrategie anzufertigen, heisst es in einer Medienmitteilung.

    Insgesamt 95 Prozent der Gemeinden in der Schweiz haben weniger als 10‘000 Einwohner. Die dementsprechend kleinen Verwaltungen beschäftigen häufig kein Fachpersonal für Raumplanung. Das führt laut Medienmitteilung dazu, dass sich niemand Gedanken über eine qualitätsvolle Siedlungsverdichtung macht. Seit der Revision des Raumplanungsgesetz 2014 dürfen sich Ortschaften allerdings nur noch innerhalb ihres bestehenden Gebietes entwickeln, um Zersiedlung zu verhindern.

    Der kostenlose Leitfaden des IRAP soll hier eine Starthilfe geben. Das Papier umfasst sieben Kapitel auf 40 Seiten und soll Fragen beantworten wie „wieviel Wachstum hat unsere Gemeinde zu erwarten?“, „wo in unseren Bauzonen ist Verdichtung am sinnvollsten?“ und „wie lancieren wir diese Projekte?“.

    „Für qualifizierte RaumplanerInnen sollte es mit dieser Methodik möglich sein, für Gemeinden mit bis zu 10’000 Einwohner innert höchstens 200 bis 300 Stunden Facharbeit und damit für weniger als 50’000 Franken eine Innenentwicklungs-Strategie für das gesamte Gemeindegebiet auszuarbeiten“, wird IRAP-Professor Andreas Schneider in der Medienmitteilung zitiert.

    Die vollständige Methodenanleitung steht online kostenfrei zum Download zur Verfügung.

  • Universität Basel bekommt neues Forschungsgebäude

    Universität Basel bekommt neues Forschungsgebäude

    Die Universität Basel plane, an der Stelle des heutigen Biozentrums auf dem Life-Science-Campus Schällemätteli einen Neubau für das Departement Biomedizin zu errichten, informiert die Universität in einer Mitteilung. Im neuen Forschungsgebäude sollen die derzeit auf fünf Standorte verteilten rund 70 Forschungsgruppen des Departements zusammengeführt werden.

    Am Departement Biomedizin sind Forschende aus der medizinischen Grundlagenforschung und aus den Universitätsspitälern aktiv. Ihnen werden im neuen Forschungsgebäude „modernste Infrastruktur und beste Rahmenbedingungen für eine leistungsfähige Forschung“ zur Verfügung gestellt, heisst es in der Mitteilung. Auf diese Weise will die Universität den wissenschaftlichen und interdisziplinären Austausch fördern und die eigene Wettbewerbsfähigkeit stärken.

    Das geplante Gebäude werde auf zwei Unter- und neun Obergeschossen über rund 35’000 Quadratmeter Fläche verfügen, schreibt die Universität. Es soll direkt an das Pharmazentrum angrenzen und rund 700 Mitarbeitenden sowie 200 Studierenden Platz bieten. Die räumliche Nähe zu den neuen Gebäuden für das Biozentrum der Universität Basel und dem Departement für Biosysteme der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich ermögliche den auf dem Life-Science-Campus Schällemätteli Forschenden zudem „die gemeinsame Nutzung von komplexen und kostspieligen Schlüsseltechnologien“.

    Die Mittel für den Neubau werde sich die Universität Basel auf dem Finanzmarkt verschaffen, wird in der Mitteilung weiter erläutert. Der Baubeginn ist für 2023 geplant, 2029 soll das Gebäude bezugsbereit sein. Das Baubegehren ist am 4. August beim Bau- und Verkehrsdepartement des Kantons Basel-Stadt eingereicht worden. Das für den Neubau verantwortliche Totalunternehmen soll demnächst über eine öffentliche Ausschreibung ermittelt werden.

  • Empa-Forschende entwickeln Energiesparriegel für Fenster

    Empa-Forschende entwickeln Energiesparriegel für Fenster

    Forschende der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) haben eine neuartige Wärmedämmung für Fenster entwickelt. Laut Medienmitteilung ist der Dämmsteg eine Art Sandwich, mit einer umweltfreundlichen Füllung. Im Inneren befindet sich aus wiederverwerteten PET-Flaschen geformter Schaumstoff mit mikroskopisch kleinen Luftbläschen. Dieser sogenannte gefüllte Energiesparriegel für Fenster hat einen sehr hohen Wärmedämmwert.

    Entwickelt wurde der Riegel von einem Empa-Team um Michel Barbezat und Giovanni Terrasi von der Abteilung Mechanical Systems Engineering zusammen mit Experten des Metallbauunternehmens Hochuli in Wigoltingen TG. Frank Hochuli hat für das Vorhaben eigens die Tochterfirma hochuli advanced gegründet. Hochuli bietet den Dämmsteg unter dem Markenzeichen Alpet an. Verglichen mit heutigen hochwertigen Ausführungen liesse sich die Wärmdämmung, etwa in einem neuen Bürogebäude, durchaus um bis zu einem Fünftel verbessern, wird Frank Hochuli zitiert.

    Das neue Produkt ist von den Empa-Forschenden auf Verschleissfestigkeit bei Dauerbeanspruchung wie auf die Eigenschaften der Wärmedämmung geprüft worden. Eine weitere Prüfung des neuartigen Dämmstegs ist beim Prüfinstitut ift im bayerischen Rosenheim vorgenommen worden. Das ift gilt laut der Medienmitteilung in der Branche seit Jahrzehnten als Referenz. Die Fachleute dort setzten laut der Empa-Mitteilung die Prototypen auch Brandversuchen, Bruchtests und anderen Belastungen aus, wie auf nicht sichtbare Mikrorisse nach 1000-stündiger Lagerung in Öl oder leichter Säure oder nach starkem Zug in Querrichtung.

    Nach Angaben von Frank Hochuli liegen offizielle Zertifizierungen zum Brandverhalten und zur statischen Belastbarkeit vor. Das Attest zur Wärmedämmung steht noch aus.