Schlagwort: Franken

  • Binding Preis für Biodiversität 2023 erhält Ökoquartier in Lausanne

    Binding Preis für Biodiversität 2023 erhält Ökoquartier in Lausanne

    Die Arealentwicklung «Pra Roman» der Genossenschaft Codha und des Vereins «Sur le Pra» hat den Binding Preis für Biodiversität 2023 gewonnen, weil die Überbauung die ökologischen wie sozialen Vernetzungsfunktionen für das Quartier und die Stadt äusserst vorbildhaft übernimmt und das Projekt von Anfang an partizipativ angegangen wurde. Der Preis 2023 war zum Jahresthema «wegweisende Arealentwicklungen» ausgeschrieben worden.

    Lebensräume ökologisch vernetzt
    Die Siedlung «Pra Roman» mit zwölf Mehrfamilienhäusern auf einer Fläche von 22’000 Quadratmetern liegt an der Peripherie von Lausanne. Bei der Arealüberbauung vom Jahr 2020 wurde die Umgebung vorbildlich in die Planung und Erstellung miteinbezogen. So schuf die Preisträgerin etwa wechselfeuchte Wildkorridore mit integrierten Kleinstrukturen für Amphibien und Kleinsäuger und zur Förderung der Wildpflanzen. Dieses Bewusstsein, Verantwortung für die ökologische Vernetzung in einem grösseren System zu übernehmen, ist zentral für die Förderung der Biodiversität im Siedlungsraum.

    Bewohnerschaft in Planung miteinbezogen
    Die Sensibilisierung der Bewohnerschaft zur Biodiversitätsförderung war von Anfang an ein wichtiger Teil des Projektes «Pra Roman». Codha, die Bauherrin und Genossenschaft für gemeinnütziges Wohnen, initiierte zu Beginn der Planungsphase den Verein «Sur le Pra» und entwickelte einen partizipativen Prozess. Zukünftige Bewohnerinnen und Bewohner trafen sich schon früh zu Bauplatzrundgängen oder Naturbeobachtungen und entwarfen mit hoher Gestaltungsfreiheit in Workshops ihre naturnahen Aussenräume, die sie später eigenständig realisierten. Die Bauherrin unterstützte sie dabei finanziell.

    Gemüsegarten ermöglicht Begegnung und Sensibilisierung
    Eine dieser Grünflächen ist der Gemeinschafts-Gemüsegarten. Hier tauscht man sich aus und lernt die Natur als Lebensgrundlage kennen. Die Kultur der nachhaltigen Lebensweise und Landnutzung zieht sich wie ein roter Faden durch das gesamte Projekt «Pra Roman». Die umliegenden Ökosysteme werden beobachtet, in ihrer Vielfalt nachgeahmt und mit dem Siedlungsraum verbunden.

    «Wir sind überzeugt, dass dieses ausgezeichnete Beispiel weitere Immobilienentwickelnde ermutigt, Biodiversität früh mitzudenken und viele Menschen einzubeziehen», sagt Peter Lehmann, Vizepräsident der Jury des Preises.

    Anerkennungspreis geht an das Projekt Areal Bach in St. Gallen
    Neben dem Hauptpreis vergibt die Stiftung für kleinere Areale den mit 25’000 Franken dotierten Anerkennungspreis. Das Areal Bach, eine Zwischennutzung beim Bahnhof St.Fiden in St.Gallen, erhält diesen Preis, weil es eindrücklich das Potenzial der vielen brach liegenden Flächen in den Städten aufzeigt. Der Verein Areal Bach hat mit seinem Durchhaltewillen und Engagement Widerstände überwunden, die Chance gepackt und gemeinsam mit der Bevölkerung die Flächen ökologisch aufgewertet und mit kreativen Ideen belebt. Er hat es geschafft viele Akteure mit ins Boot zu holen, um so ein gemeinschaftlich getragenes, vielfältiges Projekt zu realisieren. Aus einem Unort entstand eine grüne Oase auf Zeit, die die Grundlagen für Biodiversität und Aufenthaltsqualität für die Planung einer zukünftigen Arealentwicklung schaffen kann.

  • Fensterbauer 4B erzielt höchsten Nettoumsatz seiner Geschichte

    Fensterbauer 4B erzielt höchsten Nettoumsatz seiner Geschichte

    Der Fenster – und Fassadenbauer 4B mit Sitz in Hochdorf hat im Geschäftsjahr 2022 den höchsten Nettoumsatz seiner Firmengeschichte erzielt. Trotz eines leicht gesunkenen Auftragsvolumens von 191 Millionen Franken konnte das Traditionsunternehmen den Nettoumsatz um 14,7 Prozent auf 204,2 Millionen Franken steigern, heisst es in einer Medienmitteilung.

    Demnach zeigten sich 4Bs Lieferketten auch in Zeiten einer „äusserst schwierigen geopolitischen Ausgangslage“ aufgrund des Ukrainekrieges als „erfreulich krisenresistent“. Grund dafür ist der Fokus des Unternehmens auf Lieferanten aus der Schweiz sowie dem nahen europäischen Ausland.

    Dadurch war eine hohe Liefersicherheit gewährleistet, Produktionsausfälle konnten verhindert und „das Geschäftsjahr 2022 positiv gemeistert“ werden, wird CEO Jean-Marc Devaud zitiert. Zum Gewinn machte er keine Angaben.

    Weiterhin hat der das Unternehmen 2022 verstärkt investiert. So stiegen die Investitionstätigkeiten um 45,5 Prozent auf 4,8 Millionen Franken. Durch die Inbetriebnahme neuer Anlagen konnte es die Zeit für die Fertigung eines Auftrages um mehr als zwei Tage senken.

    Auch in den Bereichen Digitalisierung und Automatisierung ging es den Angaben zufolge voran. Anstelle von Papierordnern verwenden die Mitarbeitenden nun iPads auf Baustellen. Damit können sie Bauabnahmen effizienter gestalten. Auch Angebote für Fensterrenovierungen können schneller und unkomplizierter noch während des ersten Beratungsgespräches berechnet werden.

    Überdies hat das Unternehmen 2022 seinen elften Standort bezogen. Er befindet sich in Wallisellen ZH. Per Ende 2022 beschäftigte 4B in der Schweiz 703 Mitarbeitende.

  • Zürcher Kantonsrat genehmigt Kredit für neues UZH-Zentrum

    Zürcher Kantonsrat genehmigt Kredit für neues UZH-Zentrum

    Der Zürcher Kantonsrat hat den Objektkredit für das neue Bildungs- und Forschungszentrums FORUM UZH genehmigt. Das Darlehen ist mit 598 Millionen Franken veranschlagt, abzüglich 1,3 Millionen Franken für Kunst am Bau, heisst es in einer Medienmitteilung. Der Neubau soll wichtigster zentraler Ort der Universität Zürich im Zentrum der Stadt werden.

    Als modernes Gegenstück zum historischen Hauptgebäude sei das FORUM UZH von „zentraler Bedeutung“ für die zukünftige Entwicklung der Hochschule, so die UZH. „Der Kantonsrat hat einen zukunftsweisenden Entscheid getroffen, damit sich das Zürcher Hochschulgebiet weiterentwickeln kann“, wird Michael Schaepman, Rektor der UZH, in der Mitteilung zitiert.

    Das neue Gebäude soll auf 37‘000 Quadratmetern dringend benötigten zusätzlichen Raum für Forschung und die Lehre einer zunehmenden Anzahl Studierender schaffen. Mehr als 700 studentische Arbeitsplätze sind geplant. Insgesamt können 6000 Menschen auf neun Stockwerken studieren, forschen und arbeiten.

    Das Raumkonzept nach Planungen der Architekten Herzog & de Meuron soll neuesten Lern- und Lehrformen entsprechen und ideale Bedingungen für den Austausch zwischen Lehrpersonal, Forschenden und Studierenden bieten. So ist etwa das Design der Hörsäle viel stärker als bisher auf Kooperation und Gruppenarbeit ausgelegt. Auch moderne Arbeitsplätze für die Forschung sind vorgesehen.

    Als nächsten Schritt bereitet die UZH ein Baugesuch vor. Das will sie im Herbst bei der Stadt Zürich einreichen. Liegt bis zum Frühjahr 2024 die Baugenehmigung vor, kann der Bau im Herbst 2024 beginnen. Die Fertigstellung ist per Ende 2029 vorgesehen.

  • Fundamenta Real Estate meldet starkes operatives Ergebnis

    Fundamenta Real Estate meldet starkes operatives Ergebnis

    Die Immobiliengesellschaft Fundamenta Real Estate in Zug hat laut Medienmitteilung ihr operatives Ergebnis im Jahr 2022 gesteigert und den Wert des Immobilienportfolios auf über 1 Milliarde Franken gehalten. Diese Milliarden-Grenze war Ende 2021 erstmals überschritten worden. Er liegt jetzt laut dem Jahresbericht für 2022 bei 1216,4 Millionen Franken und damit um 10,7 Prozent höher als im Vorjahr.

    Das operative Ergebnis von Fundamenta Real Estate stieg um 12,4 Prozent auf 19,9 Millionen Franken. Der Reingewinn, auch durch positive Neubewertungseffekte, lag bei 22,3 Millionen Franken. Der Netto-Ist-Mietertrag erhöhte sich um 10 Prozent auf 40,9 Millionen Franken und hat damit erstmals die 40-Millionen-Marke überschritten. Im  Vorjahr waren es 37,2 Millionen Franken. Das Unternehmen verweist auch auf eine rekordtiefe Leerstandsquote von nur 1,6 Prozent gegenüber 2,5 Prozent im Jahr 2021. Dies und der Erwerb von sechs Bestandsliegenschaften, der Abschluss eines Entwicklungsprojektes und dessen Überführung in das Portfolio hätten zu dem hohen Netto-Ist-Mietertrag beigetragen.

    Nachdem sich der Aktienkurs in den beiden Vorjahren um insgesamt 26,7 Prozent erhöht hatte, reduzierte er sich marktbedingt in der Berichtsperiode um 17,2 Prozent auf 16,10 Franken (Vorjahr: 19,45 Franken). Die Börsenkapitalisierung belief sich zum Jahresende auf 484 Millionen Franken gegenüber 584,7 Millionen ein Jahr zuvor.

    Für das Geschäftsjahr 2022 beantragt der Verwaltungsrat bei der ordentlichen Generalversammlung am 5. April wie im Vorjahr erneut eine Ausschüttung von 0,55 Franken pro Aktie. An der Generalversammlung stellt sich der gesamte Verwaltungsrat (VR) zur Wiederwahl. VR-Mitglied Herbert Stoop hat mitgeteilt, dass er an der Generalversammlung 2024 nicht mehr zur Wiederwahl antreten werde.

  • Bundesrat will Wettbewerbsfähigkeit von Schweizer KMU und Regionen weiter stärken

    Bundesrat will Wettbewerbsfähigkeit von Schweizer KMU und Regionen weiter stärken

    Mit der Botschaft zur Standortförderung 2024-2027 entwickelt der Bundesrat die strategischen Grundlagen der Standortförderung des Bundes weiter. Er verfolgt mit der Standortförderung in den Jahren 2024-2027 die folgenden fünf Ziele: Rahmenbedingungen für KMU verbessern, Regionen stärken, zur nachhaltigen Entwicklung beitragen, Chancen der Digitalisierung nutzen sowie die Attraktivität des Wirtschafts- und Tourismusstandorts stärken. Im Vergleich zur Periode 2020-2023 wird die Bedeutung der nachhaltigen Entwicklung und der Digitalisierung aufgewertet. Zudem wird die Standortförderung noch stärker auf die Bedürfnisse der Haupt-Zielgruppen – KMU und Regionen – ausgerichtet. Für die Umsetzung der Ziele werden in den kommenden Jahren durch das SECO und die mandatierten Organisationen (Bürgschaftsgenossenschaften, Schweizerische Exportrisikoversicherung, Schweizerische Gesellschaft für Hotelkredit, Schweiz Tourismus, Switzerland Global Enterprise) 23 konkrete Aktivitäten definiert. Die Umsetzung erfolgt zum Teil in Zusammenarbeit mit den Kantonen und weiteren Partnern.

    Die Schwerpunkte der Standortförderung
    Bei der KMU-Politik liegt der Schwerpunkt im Ausbau von EasyGov.swiss, des One-Stop-Shops von Bund, Kantonen und Gemeinden für Unternehmen. Dieser kann wesentlich zur administrativen Entlastung der Unternehmen beitragen. In der Periode 2024-2027 soll der Leistungsumfang von EasyGov weiter ausgebaut werden, um dem Bedürfnis der Unternehmen nach weiteren elektronischen Behördenleistungen gerecht zu werden. Im Rahmen des Ausbaus von EasyGov ist beispielsweise geplant, den Unternehmen künftig einen gebündelten Prozess für den Unternehmensumzug (Adressänderung) anbieten zu können. Geplant ist auch ein weiterer Ausbau im Bereich der ausländerrechtlichen Meldungen und Bewilligungen für Unternehmen.

    Bei der Tourismuspolitik liegen die inhaltlichen Schwerpunkte auf der Weiterentwicklung der Investitionsförderung, der nachhaltigen Entwicklung sowie der digitalen Transformation des Tourismus. Einen Schwerpunkt stellt in den Jahren 2024-2027 zudem die Umsetzung des Recovery-Programms für den Schweizer Tourismus dar, mit dem den Auswirkungen der Covid-19-Pandemie entgegengewirkt wird.

    Die Neue Regionalpolitik NRP startet 2024 in ihre dritte achtjährige Mehrjahresperiode (2024-2031). Die bisherigen thematischen Förderschwerpunkte «Industrie» und «Tourismus» werden weitergeführt. Als Querschnittthemen erhalten neben der Digitalisierung insbesondere die nachhaltige Entwicklung und die «lokale Wirtschaft», welche die Exportorientierung der NRP ergänzt, besonderes Gewicht.

    Schliesslich soll das Angebot zur Unterstützung der Exportwirtschaft, beispielsweise in Bezug auf handelstechnische Fragestellungen, und insbesondere der Zugang von Schweizer Exporteuren zu grossen ausländischen Infrastrukturprojekten, bedarfsgerecht weiterentwickelt und der «Team Switzerland»-Ansatz erweitert werden. So führen diverse Verbände, Bundesstellen, Switzerland Global Enterprise und die Schweizerische Exportrisikoversicherung vermehrt gemeinsame Promotionsauftritte im Ausland durch. Diese richten sich unter anderem an Generalunternehmer, welche grosse Infrastrukturprojekte ausführen. In wichtigen Märkten werden weitere Geschäftsmöglichkeiten identifiziert.

    Verpflichtungskredite und Zahlungsrahmen
    Um die Instrumente der Standortförderung fortzuführen und weiterzuentwickeln, beantragt der Bundesrat dem Parlament für die Jahre 2024-2027 Verpflichtungskredite und Zahlungsrahmen im Umfang von insgesamt 428,83 Millionen Franken. Für die Jahre 2020-2023 stand ein Betrag von rund 399 Millionen Franken zur Verfügung. Hinzu kommt ein Zahlungsrahmen für die Äufnung des Fonds für Regionalentwicklung in den Jahren 2024-2031 im Umfang von 217,3 Millionen Franken (reduziert um 12,7 Mio. CHF gegenüber der Vorperiode 2016-2023).

    Die Umsetzung der Standortförderung erfolgt anhand der Instrumente der KMU-Politik, der Tourismuspolitik, der Neuen Regionalpolitik (NRP) sowie der Aussenwirtschaftsförderung.

  • Ina Invest steigert Gewinne zweistellig

    Ina Invest steigert Gewinne zweistellig

    Ina Invest weist für 2022 ein Betriebsergebnis auf Stufe EBIT von 16,1 Millionen Franken aus. Im Jahresvergleich entspricht dies einem Wachstum um 12 Prozent. Der Reingewinn der 2020 von Implenia abgespaltenen Immobilienfirma legte im selben Zeitraum um 59 Prozent auf 19,1 Millionen Franken zu. Damit habe Ina Invest die für 2022 gesteckten Finanzziele übertroffen, schreibt das Unternehmen in einer Mitteilung.

    Im Berichtsjahr hat Ina Invest zudem das eigene Immobilienportfolio von 20 auf 40 Gebäude verdoppelt. Der Wert des Portfolios legte damit um 94 Prozent auf 842 Millionen Franken zu. Mittelfristig plant Ina Invest einen Ausbau des Immobilienportfolios auf über 2 Milliarden Franken.

    Auch die Entwicklung des Portfolios liegt Unternehmensangaben zufolge auf Kurs. Der Neubau Elefant in der Lokstadt Winterthur wurde vollständig an eine Versicherungsgesellschaft vermietet, das Hotel Holiday Inn Express & Suites im Baselink-Areal in Allschwil BL ist im Januar 2023 eröffnet worden. Beide Projekte sollen noch in diesem Jahr in das Portfolio der Bestandsliegenschaften übernommen werden.

    Erfolge vermeldet Ina Invest zudem bei der Verfolgung der eigenen Nachhaltigkeitsziele. Hier habe das Unternehmen im Berichtsjahr 93 von 100 Punkten und die Green Star-Auszeichnung in der Real Estate Development Benchmark-Analyse von GRESB in ihrer Peer-Gruppe in Westeuropa erhalten, heisst es in der Mitteilung. Bis 2040 strebt das Unternehmen eine Netto Null bei Betriebs- und Erstellungsemissionen von Neubauten an. Bei Bestandsbauten soll die Klimaneutralität des Betriebs 2050 erreicht werden.

  • Credit Suisse senkt Ausschüttung für Immobilienfonds

    Credit Suisse senkt Ausschüttung für Immobilienfonds

    Die Credit Suisse Funds AG rechnet mit einer Absenkung des Nettoinventarwerts ihres Credit Suisse Real Estate Fund International (CS REF International). Hintergrund sind Entwicklungen an den dem Immobilienfonds zugrunde liegenden globalen Zielmärkten, informiert Credit Suisse in einer Mitteilung. Hier haben steigende Zinssätze in den Schlüsselmärkten USA, Grossbritannien und Deutschland die Bewertungen beeinträchtigt.

    Konkret sinkt der Nettoinventarwert des Fonds zum Stichtag am Jahresende 2022 auf 960 bis 970 Franken. Per Ende 2021 wurde ein Nettoinventarwert von 1070,72 verbucht. Bis Jahresende 2022 hat die Credit Suisse Funds AG Rücknahmeforderungen im Umfang von 13,3 Prozent der ausgegebenen Anteile entgegengenommen.

    In Folge der zur erwartenden Reduktion des Nettoinventarwerts um 9,5 bis 10,5 Prozent passt die Zürcher Grossbank die Ausschüttung auf den CS REF International an. Für 2022 soll die Ausschüttung 35 bis 38 Franken pro Anteil betragen. Im Vorjahr waren 40 Franken pro Anteil ausgeschüttet worden.

  • Bundesrat will Wettbewerbsfähigkeit von KMU und Regionen stärken

    Bundesrat will Wettbewerbsfähigkeit von KMU und Regionen stärken

    Mit der Botschaft zur Standortförderung 2024-2027 entwickelt der Bundesrat die strategischen Grundlagen der Standortförderung des Bundes weiter. Er verfolgt mit der Standortförderung in den Jahren 2024-2027 die folgenden fünf Ziele: Rahmenbedingungen für KMU verbessern, Regionen stärken, zur nachhaltigen Entwicklung beitragen, Chancen der Digitalisierung nutzen sowie die Attraktivität des Wirtschafts- und Tourismusstandorts stärken. Im Vergleich zur Periode 2020-2023 wird die Bedeutung der nachhaltigen Entwicklung und der Digitalisierung aufgewertet. Zudem wird die Standortförderung noch stärker auf die Bedürfnisse der Haupt-Zielgruppen – KMU und Regionen – ausgerichtet. Für die Umsetzung der Ziele werden in den kommenden Jahren durch das SECO und die mandatierten Organisationen (Bürgschaftsgenossenschaften, Schweizerische Exportrisikoversicherung, Schweizerische Gesellschaft für Hotelkredit, Schweiz Tourismus, Switzerland Global Enterprise) 23 konkrete Aktivitäten definiert. Die Umsetzung erfolgt zum Teil in Zusammenarbeit mit den Kantonen und weiteren Partnern.

    Die Schwerpunkte der Standortförderung
    Bei der KMU-Politik liegt der Schwerpunkt im Ausbau von EasyGov.swiss, des One-Stop-Shops von Bund, Kantonen und Gemeinden für Unternehmen. Dieser kann wesentlich zur administrativen Entlastung der Unternehmen beitragen. In der Periode 2024-2027 soll der Leistungsumfang von EasyGov weiter ausgebaut werden, um dem Bedürfnis der Unternehmen nach weiteren elektronischen Behördenleistungen gerecht zu werden. Im Rahmen des Ausbaus von EasyGov ist beispielsweise geplant, den Unternehmen künftig einen gebündelten Prozess für den Unternehmensumzug (Adressänderung) anbieten zu können. Geplant ist auch ein weiterer Ausbau im Bereich der ausländerrechtlichen Meldungen und Bewilligungen für Unternehmen.

    Bei der Tourismuspolitik liegen die inhaltlichen Schwerpunkte auf der Weiterentwicklung der Investitionsförderung, der nachhaltigen Entwicklung sowie der digitalen Transformation des Tourismus. Einen Schwerpunkt stellt in den Jahren 2024-2027 zudem die Umsetzung des Recovery-Programms für den Schweizer Tourismus dar, mit dem den Auswirkungen der Covid-19-Pandemie entgegengewirkt wird.

    Die Neue Regionalpolitik NRP startet 2024 in ihre dritte achtjährige Mehrjahresperiode (2024-2031). Die bisherigen thematischen Förderschwerpunkte «Industrie» und «Tourismus» werden weitergeführt. Als Querschnittthemen erhalten neben der Digitalisierung insbesondere die nachhaltige Entwicklung und die «lokale Wirtschaft», welche die Exportorientierung der NRP ergänzt, besonderes Gewicht.

    Schliesslich soll das Angebot zur Unterstützung der Exportwirtschaft, beispielsweise in Bezug auf handelstechnische Fragestellungen, und insbesondere der Zugang von Schweizer Exporteuren zu grossen ausländischen Infrastrukturprojekten, bedarfsgerecht weiterentwickelt und der «Team Switzerland»-Ansatz erweitert werden. So führen diverse Verbände, Bundesstellen, Switzerland Global Enterprise und die Schweizerische Exportrisikoversicherung vermehrt gemeinsame Promotionsauftritte im Ausland durch. Diese richten sich unter anderem an Generalunternehmer, welche grosse Infrastrukturprojekte ausführen. In wichtigen Märkten werden weitere Geschäftsmöglichkeiten identifiziert.

    Verpflichtungskredite und Zahlungsrahmen
    Um die Instrumente der Standortförderung fortzuführen und weiterzuentwickeln, beantragt der Bundesrat dem Parlament für die Jahre 2024-2027 Verpflichtungskredite und Zahlungsrahmen im Umfang von insgesamt 428,83 Millionen Franken. Für die Jahre 2020-2023 stand ein Betrag von rund 399 Millionen Franken zur Verfügung. Hinzu kommt ein Zahlungsrahmen für die Äufnung des Fonds für Regionalentwicklung in den Jahren 2024-2031 im Umfang von 217,3 Millionen Franken (reduziert um 12,7 Mio. CHF gegenüber der Vorperiode 2016-2023).

    Die Umsetzung der Standortförderung erfolgt anhand der Instrumente der KMU-Politik, der Tourismuspolitik, der Neuen Regionalpolitik (NRP) sowie der Aussenwirtschaftsförderung.

  • EY attestiert GZA effizientes Standortmarketing

    EY attestiert GZA effizientes Standortmarketing

    Das Beratungsunternehmen EY bescheinigt der GZA und ihren Partnern in den Mitgliedskantonen einen positiven Beitrag zur qualitativen und nachhaltigen Entwicklung des Wirtschaftsraums Zürich. Das ist das Fazit der dritten Analyse von EY über die Tätigkeit der GZA in den Jahren 2018 bis 2021.

    Laut dieser Analyse und einer entsprechenden Medienmitteilung der GZA wurden durch das Standortmarketing der GZA in der Greater Zurich Area im genannten Zeitraum 445 Unternehmen aus dem Ausland angesiedelt. Sie haben 2014 neue Stellen geschaffen. Betrachtet man den gesamten bisher analysierten Zeitraum seit 2009, entstanden direkt 9426 neue Arbeitsplätze. Durch sogenannte Multiplikatoreffekte waren es nach EY-Schätzung indirekt mehrere Zehntausend Stellen.

    Das Ansiedlungsergebnis bezeichnet EY als „sehr nachhaltig“: Die Überlebensrate der direkt akquirierten Unternehmen liegt deutlich über dem Durchschnitt aller in der Schweiz gegründeten Firmen.

    Die Neuansiedlungen haben dem Wirtschaftsraum Greater Zurich Area von 2018 bis 2021 Steuererträge in Höhe von 57 Millionen Franken gebracht. Für die Periode 2009 bis 2021 errechnete EY Steuererträge von rund 647 Millionen Franken, denen 89 Millionen Gesamtkosten gegenüberstehen. Damit generiert jeder ins Standortmarketing investierte Franken rund 7,3 Franken zusätzliche Steuererträge.

    Das proaktive und kantonsübergreifende Standortmarketing der GZA schlage sich „positiv auf die Entwicklung unseres gemeinsamen Wirtschaftsgrossraums Zürich“ nieder, kommentiert die Präsidentin der GZA-Stiftung und Zürcher Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker Späh. Das sei „sehr erfreulich“, weil der internationale Wettbewerb um die besten Unternehmen und Talente seit Jahren hart geführt werde.

  • Post nimmt neues Paketzentrum in Buchs in Betrieb

    Post nimmt neues Paketzentrum in Buchs in Betrieb

    Die Post hat ein neues regionales Paketzentrum in Buchs in Betrieb genommen. Für den dazu notwendigen Umbau einer Lagerhalle hat das Unternehmen laut einer Medienmitteilung rund 15 Millionen Franken investiert.

    Nach 15 Monaten der Planung und des Bauens ist das Logistikzentrum seit Mitte Juli in Betrieb. Erstmalig bei der Post kommen hier vertikale, spiralförmige Förderbänder zum Einsatz. Sie sparen Platz und „hieven die Pakete in wenigen Sekunden zur Sortiermaschine auf knapp drei Meter Höhe“.

    So werden bis zu 5000 Pakete pro Stunde sortiert, die im Grossraum Aarau, Lenzburg, Seetal, Suhrental und Wynental aufgegeben und dort auch zugestellt. Sie müssen nun nicht mehr den Weg über die grossen Paketzentren wie Härkingen SO, Frauenfeld und Daillens VD machen. Das kürzt die Transportwege und macht die Paketverarbeitung nachhaltiger und schneller.

    Insgesamt 175 Mitarbeitende sind in Buchs beschäftigt, davon wurden 60 Stellen neu geschaffen. Weitere 100 sollen im kommenden Jahr von der Briefzustellstelle Aarau dorthin umziehen.

    „Die Post ist eine attraktive Arbeitgeberin im Aargau, sie beschäftigt fast 2500 Aargauerinnen und Aargauer. Mit dem neuen Logistikzentrum bekennt sie sich zu unserem Wirtschaftsstandort, was mich sehr freut“, wird Dieter Egli, Regierungsrat und Volkswirtschaftsdirektor des Kantons Aargau, in der Medienmitteilung zitiert.

    Nach Rümlang ist Buchs den Angaben zufolge das zweite regionale Paketzentrum, das die Post in diesem Jahr in Betrieb genommen hat. Weitere regionale Paketzentren hat der Konzern in Vétroz VS, Cadenazzo TI, Untervaz GR und Ostermundigen BE eröffnet. Insgesamt rund 250 Millionen Franken hat die Post in den vergangenen Jahren in den Ausbau ihrer Sortier- und Zustellinfrastruktur investiert.

  • Sachwerte werden unverzichtbar

    Sachwerte werden unverzichtbar

    Viele reden noch darüber, ob sie kommt – dabei ist sie längst da. Die Zinswende hat auch die Schweiz erreicht. Wobei das Wort Wende etwas grösser klingt als das, was da tatsächlich geschah. Es handelt sich nämlich schlicht um einen Vorzeichenwechsel: Erstmals seit vielen Jahren notieren die Renditen von mittel- und langfristigen Frankenobligationen wieder nominal im Plus. Dieselbe Entwicklung ist im Euroraum zu beobachten, und die Spreads in den Peripheriestaaten nehmen ebenfalls zu.

    Droht ein Ende des Immobilienbooms?
    Der Grund für die Nervosität an den Zinsmärkten ist schnell gefunden. Die Inflation steigt diesseits wie jenseits des Atlantiks – und das inzwischen so schnell, dass die US-Notenbank Fed inzwischen deutlich die Zügel anzieht. Deshalb starren nun alle auf die Europäische Zentralbank (EZB): Wird sie den USA folgen und damit die hiesige Wirtschaft ebenfalls mit höheren Kapitalkosten belasten? Und was hiesse das für die Schweizerische Nationalbank (SNB)? Droht uns ein Ende des guten wirtschaftlichen Umfelds und des langjährigen Immobilien- und Sachwertbooms?

    Weder noch. Denn die Lage in Europa ist fundamental anders als in den USA. Erstens waren im Euroraum und in der Schweiz die Real- und teilweise auch die Nominalzinsen jahrelang negativ, das hat es in den USA nie gegeben. Auch negative Leitzinsen, wie sie die EZB und die SNB für Depositen seit vielen Jahren verlangen, sind in den USA unbekannt. Genau wie die hier von Geschäftsbanken inzwischen vielfach üblichen Negativzinsen für grössere Sichteinlagen. Zweitens ist das Wachstum in Europa strukturell schwächer als in den USA. So wuchs das amerikanische Bruttoinlandprodukt im letzten Jahr um 5,7% und legte im vierten Quartal sogar 6,9% zu. Das relativiert selbst die Teuerung, die zuletzt mit 7,5% den höchsten Wert seit 40 Jahren erreichte. Die Beschäftigung in den USA ist stark gestiegen, die Arbeitslosigkeit sinkt. Und zugleich sitzen die US-Bürger nach zwei Jahren Pandemie auf viel Geld. All das ermöglicht es dem Fed, entschieden gegen die Inflation anzukämpfen.

    Langsame Zinserhöhungen
    Die EZB dagegen steckt im Zinstief fest. Selbst wenn sie es um die Inflation auszubremsen wollte, kann sie die Zinsen keinesfalls so schnell und entschieden anheben wie das Fed. Denn das viele billige Geld, das sie in den vergangenen zehn Jahren in den Markt pumpte, hat die Schuldenlast der EU-Staaten so massiv erhöht, dass die Zentralbank mit einem Zinsanstieg nicht nur den Aufschwung abwürgen, sondern auch den eigenen Mitgliedstaaten die Luft zum Atmen nehmen würde. Selbst die Triple-A-Nation Deutschland steckt inzwischen in der Zinsfalle.

    Als Folge davon sind auch der SNB weitgehend die Hände gebunden. Einerseits ist der Franken gegenüber dem Euro so stark wie seit Januar 2015 nicht mehr. Anderseits hält sich die Inflation in der Schweiz aktuell in Grenzen. Die Konjunkturforschungsstelle Kof erwartet für 2022 einen Anstieg der Konsumentenpreise von 2,0% und für 2023 einen Anstieg von 1,3%. Die steigenden Energiekosten tangieren die Schweizer Wirtschaft geringer als die Wirtschaftsräume der USA und der Eurozone, und die starke Währung wirkt generell preishemmend. Will die SNB nicht das Risiko einer noch stärkeren Währung eingehen, wird sie die ersten Zinsschritte der EZB abwarten müssen, bis sie ihrerseits eine Annäherung der Leitzinsen an die Null-Marke vornehmen kann.

    Mit anderen Worten: Die geldpolitische Wende ist da. Aber in Europa inklusive der Schweiz absolvieren wir sie im Zeitlupentempo. Die EZB wird ihre Ankaufprogramme für Anleihen zurückfahren, den Spielraum für grosse Zinsschritte hat sie nicht. Die EZB muss und wird die Inflation ein Stück weit laufen lassen. Die SNB wird wahrscheinlich nicht unter Zugzwang stehen, da die Inflation massvoll bleiben wird. Sie wird betreffend Zinserhöhungen behutsam vorgehen.

    Sachwerte bleiben Trumpf
    In einem solchen Umfeld sind Investoren auf Realwerte angewiesen, die einzigen Anlagen, die ihnen Inflationsschutz und Renditeperspektiven bieten. Investitionen in Immobilien und andere Sachwerte werden also unverzichtbar, und weil der Anlagedruck steigt, geht auch der Preisauftrieb in dem Segment weiter. Was wir hier erleben, ist keine Blasenbildung. Hier wirken ganz normale Marktkräfte. Wer in den USA eine Blase fürchtet, kann sich ebenfalls entspannen: Dort sind die Renditeniveaus bei den meisten Anlageklassen – gerade auch an den Immobilienmärkten – strukturell höher als im Euroraum. Das wiederum wirkt als Puffer gegen steigende Kapitalkosten. Wenn das Fed nun die Rückkehr zur Zinsnormalität plant, ist das also kein Grund zur Beunruhigung, sondern vielmehr der Beweis für wirtschaftliche Stärke.

    Davon sind wir in Europa und in der Schweiz weit entfernt. Stattdessen müssen wir uns auf eine Phase mit anhaltend niedrigen Realzinsen einstellen. In diesem Umfeld, welches das Halten von Bargeld und nominal verzinsten Anlagen bestraft, versprechen Aktien, Immobilien und Rohstoffe weiterhin den grössten Erfolg. Wertpapiere global tätiger Immobilienunternehmen weisen vor diesem Hintergrund weiterhin gute Perspektiven auf. In der Schweiz hat sich der Immobilienmarkt in den letzten Jahren preislich stark nach oben bewegt. Solange die negativen Realzinsen anhalten, gibt es aus wirtschaftlicher Sicht aber wenig Gründe, weshalb die Preise fallen sollten.