Schlagwort: Freihandelsabkommen

  • Bundesrat verstärkt Agenda zur Standortattraktivität

    Bundesrat verstärkt Agenda zur Standortattraktivität

    Das internationale Umfeld bleibt volatil. Die USA stellen Handelsbeziehungen infrage und distanzieren sich von der OECD-Mindeststeuerreform, während die EU den Fokus auf Wettbewerbsfähigkeit und Bürokratieabbau legt. Für die Schweiz bedeutet dies Risiken, aber auch Chancen. Ihre stabilen Rahmenbedingungen, die offene Wirtschaft und eine exzellente Forschungslandschaft verschaffen weiterhin Vorteile im globalen Wettbewerb.

    Verbesserte Standortbedingungen als Schlüssel
    Der Bundesrat intensiviert seine wirtschaftspolitische Agenda und priorisiert Massnahmen, die die Produktionskosten der Unternehmen senken. Zudem sollen alternative Absatzmärkte erschlossen und die Rechts- und Planungssicherheit gestärkt werden. Wichtige Erfolge sind das neue Freihandelsabkommen mit Indien sowie der Abschluss der Verhandlungen mit Mercosur.

    Entlastung der Unternehmen
    Mit dem Unternehmensentlastungsgesetz (UEG) hat die Schweiz ein zentrales Instrument geschaffen, das nun konsequent umgesetzt werden soll. Neue Belastungen sollen vermieden, bestehende Regulierungen überprüft und gezielt vereinfacht werden. Die Evaluation ausgewählter Regulierungsbereiche spielt dabei eine zentrale Rolle.

    Kurzarbeit und Exportförderung im Fokus
    Aktuell prüft der Bundesrat rasch wirksame Massnahmen bei der Kurzarbeitsentschädigung. Diskutiert wird eine Verlängerung der Bezugsdauer von 18 auf 24 Monate innerhalb einer Rahmenfrist. Parallel wird der Bedarf zusätzlicher Schritte in der Exportförderung analysiert, um Schweizer Unternehmen in einem herausfordernden Umfeld abzusichern.

    Obwohl rund 10 Prozent der Schweizer Warenexporte von US-Zusatzzöllen betroffen sind, erwartet der Bundesrat keine Rezession vergleichbar mit der Finanzkrise oder der Pandemie. Ein Konjunkturprogramm gilt daher als nicht notwendig. Die Analyse der Wirtschaftslage wird jedoch laufend fortgesetzt, um bei Bedarf gezielt handeln zu können.

  • Neues Büro in Zürich stärkt Freihandelszone

    Neues Büro in Zürich stärkt Freihandelszone

    IFZA wirbt künftig mit einem eigenen Büro in Zürich um Schweizer Firmen. Das Büro ist nach Mallorca und Frankfurt am Main das dritte ausserhalb von Dubai und wird zunächst bei seinem Partner Quadris Solutions seinen Sitz haben.

    IFZA gehört zu den am schnellsten wachsenden Freihandelszonen in Dubai. Inzwischen seien in ihr über 30‘000 Firmen angesiedelt, sagte Finanzchef Holger Schlechter bei der Eröffnung am 17. September in Zürich. Sie spezialisiert sich auf kleine, mittlere und mittelständische Unternehmen, aber auch Start-ups. Viele nutzen Dubai zur Anbahnung von Geschäften im Mittleren Osten, Indien und Afrika.

    Ein erheblicher Teil der Unternehmen kommt aus den deutschsprachigen Ländern. Entsprechend stammen viele der inzwischen 500 IFZA-Beschäftigten aus Europa. «Wir wollen unsere Kunden in ihrer eigenen Sprache ansprechen», sagte Diego Michel, bei IFZA für die Geschäftsentwicklung im DACH-Raum verantwortlich und selbst Schweizer. «Wir bieten ihnen eine Reihe von Lösungen auch nach der Gründung, etwa Vernetzung und Marktanalyse.» IFZA stützt sich dabei auf ein Netz von 1500 Partnern.

    Die Schweiz ist in den Vereinigten Arabischen Emiraten schon jetzt sehr präsent. Michael Lane, Präsident des Swiss Business Council in Dubai, verwies auf die fast 4000 Schweizerinnen und Schweizer im Land. Die Schweiz verfüge dank der EFTA und im Gegensatz zur EU über ein Freihandelsabkommen mit den Golfstaaten und sei die viertgrösste Investorin in den Emiraten.

    Auch Hissa Abdulla Ahmed Al-Otaiba, Botschafterin der Emirate in der Schweiz, warb um ansiedlungswillige Unternehmen. «Die Freihandelszonen sind Motoren des Wachstums», sagte sie in ihrer Rede. «Sie sind Orte, in denen Ideen entstehen und Geschäfte gedeihen.»