Schlagwort: Freiraumgestaltung

  • Laufenburg baut Windmühlen am Bahnhof

    Laufenburg baut Windmühlen am Bahnhof

    Das Areal Schützegärte liegt an einer städtebaulich heiklen Stelle. Drei Strassen fassen es ein, ringsum treffen Bautypologien aus verschiedenen Jahrzehnten aufeinander. Genau dieses Chaos ist das Thema. AWW Architekten AG macht das «Gegensätzliche und Bilaterale» zur Grundlage des Konzepts. Die Architektur entsteht aus dem Spannungsfeld des Ortes, nicht gegen ihn.

    Versetzt, gedreht, verankert
    Zwei identische, viergeschossige Gebäudekörper bilden das Ensemble. Sie stehen nicht parallel, sondern versetzt und gedreht zueinander im leicht abschüssigen Terrain. Diese Positionierung ist kein ästhetischer Einfall, sondern eine präzise Reaktion auf Kantenbildung und Raumfluss gegenüber den Nachbarbauten. Ein Ensemble, das sich einfügt und gleichzeitig eigenständig bleibt. Die Gesamtgeschossfläche beträgt rund 4’600 Quadratmeter, das Bauvolumen rund 13’800 Kubikmeter.

    Windmühle als Wohnmodell
    Das architektonische Konzept basiert auf einer kompakten vierspännigen «Windmühlen»-Gebäudeform mit zentralem Treppenhauskern. Die auskragenden Flügel prägen die Fassade und nehmen Bezug auf typische Erkerformen im Quartier. Jede Wohnung ist dreiseitig ausgerichtet. Herzstück sind die «Vierjahreszeiten-Zimmer» mit grosszügige Räume, die als Wintergarten, Studio oder Wohn- und Essbereich nutzbar sind. Zusammen mit Loggien entsteht ein flexibles Raumangebot für unterschiedlichste Lebensentwürfe.

    Grün, gemeinschaftlich, geerdet
    Der Freiraum zwischen den Häusern ist bewusst niederschwellig gehalten. Zugänglich von innen und von der Strasse. Eine Grünschicht aus heimischen Sträuchern und Stauden schützt die Erdgeschosswohnungen und verleiht der Siedlung Charakter. An einer Ecke öffnet sich das Areal zu einer wiesenartigen Situation mit Obstbäumen.Eine Referenz an die lokale Tradition siedlungsnaher Obstgärten. Das Projekt denkt Wohnen und Gemeinschaft als Einheit.

    Nächste Schritte offen
    Die Stadt Laufenburg war nicht am Planungsprozess beteiligt. Stadtschreiber Marco Waser bestätigt, dass die Bauverwaltung lediglich die baurechtlichen Rahmenbedingungen vorgängig klärte. Eine Beurteilung seitens der Stadt liegt bislang nicht vor. Die Grundeigentümerin Erne Immo AG hat sich zum Zeithorizont der Umsetzung noch nicht geäussert.

  • Spreitenbach präsentiert Sieger im Wettbewerb für den Boostocksteg

    Spreitenbach präsentiert Sieger im Wettbewerb für den Boostocksteg

    Der Boostocksteg in Spreitenbach ist Teil eines umfassenden Projekts zur städtebaulichen und freiräumlichen Entwicklung der Gemeinde. Für den Neubau wurde ein Wettbewerb ausgeschrieben, dessen Ergebnis die Gemeinde jetzt präsentiert. Als Sieger wurde das Projektteam mit der Timbatec Holzbauingenieure Schweiz AG, dem Atelier Soto Freiraum & Landschaft sowie Winfried Schneider Produktdesign prämiert.

    Die Räumliche Entwicklungsstrategie Spreitenbach (RES 2030) betont die Bedeutung des Boostockstegs als Verbindungselement zwischen dem historischen Dorfkern und dem überregionalen Shoppi Tivoli, heisst es in einer Medienmitteilung der Gemeinde. Die umliegenden Hochhäuser prägen das Ortsbild, während der geplante Zentralpark als grünes Bindeglied zwischen Wohnquartieren, Dorfkern und Einkaufszentrum fungieren soll.

    Der neue Hängeseilsteg mit Pylon soll die Bahnhofstrasse überqueren und als Auftakt und Tor zum künftigen Park wirken. Der geplante Park soll der Bevölkerung als Treffpunkt und Erholungsraum dienen und zur ökologischen Vernetzung, Biodiversität und dem nachhaltigen Wasserhaushalt beitragen, heisst es weiter. Das innovative Konzept des Steges ziele darauf ab, für die Fussgänger und Radfahrer eine direkte und attraktive Verbindung durch das Zentrum von Spreitenbach anzubieten.

    Die Konstruktion des Boostockstegs setzt auf Holz als Hauptbaustoff, was nicht nur zu einer Reduzierung des CO2-Fussabdrucks führt, sondern auch aufgrund der schnellen Montage zu geringeren Beeinträchtigungen der Umgebung während der Bauphase beiträgt.

    Der Gemeinderat werde nun die Grundlagen für eine Kreditgenehmigung anlässlich der nächsten Gemeindeversammlung zusammenstellen, heisst es in der Mitteilung.