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  • Implenia und Frutiger bauen zweite Röhre des Gotthardtunnels

    Implenia und Frutiger bauen zweite Röhre des Gotthardtunnels

    Kernstück der Arbeiten ist der 7.3 km lange Vortrieb mit einem Durchmesser von 12.3 m durch eine Tunnelbormaschine (TBM) mit Tübbingausbau. Dieses schliesst an eine 160 m lange, konventionell ausgebrochene Startstrecke an. Weitere Arbeiten des Auftrags sind dabei der 430 m lange, konventionelle Vortrieb durch die Störzone Nord, der vom in Ausführung befindlichen 4 km langen Zugangsstollen Nord aus

    ausgebrochen wird. Die TBM wird später durch diesen Abschnitt der Störzone hindurch gezogen und deren Bohrkopf vollständig revidiert. Dann wird die TBM den weiteren Vortrieb bis zur Losgrenze in Angriff nehmen. Ebenso wird die ARGE einen hochkomplexen Ausbruch zweier unterirdischer Lüftungszentralen erstellen sowie eine unterirdische Betonanlage und Produktionshallen für Tübbinge und Werkleitungskanäle in ehemaligen Militärkavernen.

    Das ASTRA begründet den Zuschlag wie folgt: «Die ARGE ‘secondo tubo’ hat ein qualitativ und preislich sehr gutes und damit insgesamt das vorteilhafteste Angebot eingereicht. Die Offerte des Zuschlagsempfängers überzeugt durchwegs mit gut bis sehr gut beurteilten Zuschlagskriterien. Der Anbieter hat das vorteilhafteste Angebot vorgelegt und kann sich auch qualitativ anhand der vorgelegten Angebotsunterlagen von den anderen Bietern hervorheben. Die für den Baustelleneinsatz vorgesehenen Schlüsselpersonen werden mit sehr gut beurteilt.»

    André Wyss, CEO von Implenia, zum gewonnenen Auftrag: «Die zweite Röhre des Gotthard Strassentunnels trägt wesentlich zur Verbesserung der Nord-Süd-Strassenverbindung in der Schweiz bei. Wir freuen uns sehr, dass wir dieses grosse und komplexe Infrastrukturprojekt, das ausgezeichnet zur Strategie von Implenia

    passt, planen und bauen dürfen. Wir können dabei unsere langjährige Erfahrung und bewährte Expertise im Tunnelbau sowie in weiteren Disziplinen des Tiefbaus optimal einsetzen.»

    Seitens Implenia werden nebst dem Tunnelbau auch der Spezialtiefbau sowie Tiefbaueinheiten der Zentralschweiz in die Ausführung involviert sein.

  • Implenia baut Stollen am Gotthard

    Implenia baut Stollen am Gotthard

    Das Bundesamt für Strassen hat der ARGE secondo tubo (zu deutsch: zweite Röhre) den Zuschlag für die Erstellung eines vier Kilometer langen Zugangsstollens zur zweiten Gotthardröhre erteilt. In dieser Arbeitsgemeinschaft hat Implenia laut ihrer Medienmitteilung die Federführung. Sie ist mit 40 Prozent daran beteiligt, ebenso wie Webuild Group/csc. Weitere 20 Prozent hält Frutiger.

    Den Angaben zufolge habe sich die ARGE secondo tubo bei der Ausschreibung mit der höchsten Punktzahl aus der Bewertung aller Zuschlagskriterien gegen vier weitere Angebote und zwei zusätzliche Varianten durchsetzen können. Der Zuschlag unterliege noch einer 20-tägigen Beschwerdefrist. Die Bauarbeiten sollen noch in diesem Frühling beginnen und zweieinhalb Jahre dauern.

    „Der Gotthard-Strassentunnel ist ein zentrales Infrastruktur-Projekt für die Schweiz, bei dem Implenia als grösster Schweizer Baudienstleister mit viel Erfahrung und geballtem Spezialisten-Know-how einen wichtigen Beitrag leisten kann“, wird der Chef der Implenia-Division Civil Engineering, Christian Späth, in der Mitteilung zitiert.

    Implenia hatte im November 2020 bereits den Zuschlag für die Umlegung des Sicherheitsstollens Nord erhalten. Damit ist dieses aktuelle bereits das zweite Los für den Bau der zweiten Röhre beim Gotthard-Strassentunnel. Diese Vergabe gehe der Veröffentlichung der Ausschreibung für die beiden grösseren Lose um einige Monate voraus, heisst es in der Mitteilung weiter. In den Jahren von 2001 und 2014 war Implenia schon massgeblich am Bau des Gotthard-Basistunnels für die Bahn beteiligt. Damals betrug das gesamte Auftragsvolumen 2,84 Milliarden Franken.