Schlagwort: Führungskräfte

  • Empathie als Führungskompetenz

    Empathie als Führungskompetenz

    Die Bau- und Immobilienbranche sowie andere Wirtschaftszweige stehen vor immer komplexeren Herausforderungen. Führungskräfte, die nicht nur funktionale Prozesse steuern, sondern auch soziale und ethische Aspekte berücksichtigen, sind gefragter denn je. Im zweitägigen Praxisseminar an der FHNW vermittelt Prof. Peter Gruber bewährte Techniken, um Empathie gezielt im Führungsalltag einzusetzen.

    Empathie ist lernbar
    Laut Prof. Gruber gibt es zwei Formen der Empathie, die gefühlvolle, intuitive und die rational-professionelle Empathie. Letztere ist für Führungskräfte entscheidend, um Mitarbeitende zu verstehen, ohne sich selbst emotional zu überfordern. Besonders in Führungspositionen sei es essenziell, diese Kompetenz bewusst zu entwickeln, um tragfähige Beziehungen und eine gesunde Unternehmenskultur zu fördern.

    Führung versus Management: Ein grundlegender Unterschied
    Während das Management primär auf Zahlen, Daten und Fakten setzen, umfasst erfolgreiche Führung auch psychologische, soziale und ethische Dimensionen. Gruber betont: «Das Hauptinstrument einer Führungskraft ist das Gespräch, nicht das Excel-Sheet.» Führung bedeutet, nicht nur Leistung zu fordern, sondern Mitarbeitende als Menschen wahrzunehmen und zu fördern.

    Wertschätzende Führung als Erfolgsfaktor
    Moderne Führung ist sowohl leistungsorientiert als auch menschengerecht. Unternehmen, die auf eine respektvolle und sinnstiftende Arbeitskultur setzen, profitieren langfristig von motivierten Mitarbeitenden und einem positiven Betriebsklima. Die Freude an der Arbeit steigert sich, wenn Mitarbeitende den Sinn ihrer Tätigkeit erkennen, in einem Klima der Aufrichtigkeit arbeiten und ermutigt werden.

    Ein Seminar mit praxisnahem Mehrwert
    Das Praxisseminar «Führen mit Empathie» findet am 17. und 18. September 2025 an der FHNW in Brugg statt. Es richtet sich an Führungskräfte, die ihre soziale Kompetenz gezielt weiterentwickeln und ein nachhaltiges, erfolgreiches Leadership umsetzen möchten.

  • Historische Wahl bei Schweizer Ingenieur- und Architektenverband

    Historische Wahl bei Schweizer Ingenieur- und Architektenverband

    Susanne Zenker ist von der Delegiertenversammlung zur neuen Präsidentin des Schweizerischen Ingenieur- und Architektenverbandes (SIA) gewählt worden. Wie es in einer Medienmitteilung heisst, ist damit zum ersten Mal in der etwa 190-jährigen Geschichte des Berufsverbandes eine Frau an die Spitze gewählt worden. Die gebürtige Schwedin, an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL) ausgebildete Architektin, bringt langjährige Erfahrungen im Baubereich und in der Gestaltung nachhaltigen Lebensraums mit ins Amt, heisst es in der Mitteilung. Derzeit ist Susanne Zenker Leiterin des Bereiches Development und Mitglied der Geschäftsleitung von SBB Immobilien. Zudem ist sie Stiftungsrätin der Stiftung Baukultur Schweiz.

    „Der SIA vereint mit seinen Mitgliedern ein enormes Wissen und Engagement unter seinem Dach“, wird Zenker aus ihrer Rede in der Mitteilung zitiert. „Die nachhaltige Gestaltung des Lebensraums ist eine anspruchsvolle und vielfältige Aufgabe. Im SIA müssen wir darum unser Wissen noch mehr vernetzen, um wirkungsvoll zu bleiben. Dafür möchte ich mich als Präsidentin einsetzen“. Susanne Zenker übernimmt ihr Amt am 1. Juli 2024 und wird die SBB Immobilien Ende Juni verlassen.

    „Die Wahl einer Frau an die Spitze des Vereins ist ein historischer Moment. Mit Susanne Zenker gewinnt der SIA eine erfahrene Brückenbauerin. Ich bin überzeugt, dass sie die vielfältigen Interessen im Verein auf gemeinsame Ziele auszurichten vermag“, erklärt Alain Ouveley, einer der interimistischen Co-Präsidenten.

    Des Weiteren haben die Delegierten Sarah Kristin Schalles in den Vorstand gewählt.

  • Life-Science-Park Rheintal wird übernommen

    Life-Science-Park Rheintal wird übernommen

    Der Pharmakonzern Novartis übergibt die Weiterentwicklung des Life-Science-Parks Rheintal in Stein an den Energiedienst­leister und Industrieparkbetreiber GETEC mit Sitz in Muttenz BL. Laut einer Medienmitteilung von Novartis soll damit das wirtschaftliche Potenzial des Parks maximiert und professionell weiterentwickelt werden. Finanzielle Einzelheiten dieser Transaktion wurden nicht mitgeteilt. Die Übertragung aller Vermögenswerte soll bis Ende des Jahres 2023 abgeschlossen sein.

    Novartis behält den Standort als grösster Mieter bei und wird dort weiterhin Medikamente und Therapien herstellen. Das Unternehmen betreibt in Stein ein Produktionswerk für feste Darreichungsformen und Medikamente zur Injektion, für Zell- und Gentherapien sowie ein Mahl- und Mischzentrum für die chemische Fertigung.

    „Nach einer detaillierten Analyse ist Novartis zum Schluss gekommen, dass die Übertragung des Managements des Life-Science-Parks Rheintal an einen professionellen Industrieparkbetreiber das wirtschaftliche Potenzial des Standorts besser maximieren und weiterentwickeln kann und die Ansiedlung neuer Firmen erleichtert“, wird Steffen Lang, Präsident Operations und Mitglied der Novartis-Geschäftsleitung, zitiert. Im Gegenzug könne sich Novartis besser auf sein Kerngeschäft fokussieren.

    Die GETEC gehört zur GETEC Group mit Sitz in Magdeburg im deutschen Bundesland Sachsen-Anhalt. Die Gruppe ist auch in den Niederlanden und Italien tätig. In der Schweiz betreibt sie auch den 50 Hektar grossen Industriestandort in Muttenz.

    Die Standortförderung des Kantons Aargau begrüsst den Eigentümerwechsel im Grossraum Sisslerfeld, einem strategischen Entwicklungsschwerpunkt des Kantons: „Das Sisslerfeld verfügt über grosses Potenzial für wertschöpfungsstarke Betriebe und damit für deutlich mehr Arbeitsplätze“, so die Leiterin der Standortförderung, Verena Rohrer. „Die Übertragung an GETEC ermöglicht es uns, gemeinsam weitere, innovative Unternehmen im Grossraum Sisslerfeld anzusiedeln, die miteinander kooperieren können.“

  • Eine niedrige Data Literacy und geringe Datenmaturität als Hindernisse für den digitalen Fortschritt der Immobilienwirtschaft

    Eine niedrige Data Literacy und geringe Datenmaturität als Hindernisse für den digitalen Fortschritt der Immobilienwirtschaft

    Die Digital Real Estate Umfrage 2023 zeigt, dass die Digitalisierungsreife von Immobilienunternehmen in Deutschland und der Schweiz mäßig steigt. Der Index misst, in welchem Ausmaß sich die Marktteilnehmerinnen mit der Digitalisierung auseinandersetzen und wie weit sie bereits Maßnahmen ergriffen und umgesetzt haben. Der Digital Real Estate Index über den gesamten Markt liegt bei 4,7, was einer Zunahme von 0,2 Punkten zum Vorjahr entspricht. Während der Schweizer Index leicht ansteigt, fällt der Index von Deutschland um 0,1 Punkte auf 4,8.

    Die Einschätzung digitaler Technologien stagniert seit Jahren und entwickelt sich demnach nur langsam. Zwar werden alle Technologien häufiger eingesetzt, die Zunahme und die Erwartungen an den Nutzen sind jedoch eher moderat. Mit Ausnahme von «Decentralized Energy Technologies», die aufgrund der drohenden Energiemangellage einen Schub erfahren haben.

    Teuerung hemmt digitale Investitionen
    Auch die Entwicklung der digitalen Reife der verschiedenen Rollen in der Branche verläuft weiterhin gleichmäßig. Die FM-Dienstleister haben einen höheren Reifegrad in Bezug auf die digitale Transformation als andere Marktteilnehmerinnen, die steigende Teuerung aber setzt diese offenbar so unter Druck, dass die Investitionen drastisch reduziert werden mussten. Planerinnen und Bauunternehmer investieren hingegen stärker in Innovation und Digitalisierung, besonders aufgrund des verstärkten Einsatzes von BIM in der Projektierung. Zwei Drittel der Unternehmen geben mehr als 1 Prozent ihres jährlichen Umsatzes für Innovation und Digitalisierung aus, wobei kleine Unternehmen mit bis zu 49 Mitarbeitenden anteilsmäßig mehr investieren als mittlere und große Unternehmen. Große Unternehmen ab 250 Mitarbeitenden haben eine höhere digitale Reife als KMUs.

    «Vergleicht man die Investitionen in Prozent des jährlichen Umsatzes über alle Unternehmensgrößen mit den Umsätzen der Bau- und Immobilienwirtschaft im engeren Sinne, ergibt sich daraus eine beträchtliche Summe im Milliardenbereich, welche in der Branche für Innovation und Digitalisierung aufgewendet werden», erklärt Rebekka Ruppel, CEO von pom+Deutschland. «Da fragt man sich, warum der digitale Reifegrad nicht schneller ansteigt.»

    Unausgereifte Datenkompetenzen als größte Herausforderung
    Eine mögliche Erklärung dafür ist die geringe Datenmaturität in Verbindung mit einer niedrigen Data Literacy, also Datenkompetenz. Die Umfrage zeigt, dass Data Analytics nur von einem Viertel der Befragten eingesetzt wird und dass die meisten mit Pilotprojekten oder Wissensaufbau beschäftigt sind (38 % der Befragten). Nur 4 Prozent nutzen die Technologie bereits im Tagesgeschäft. Die Ergebnisse zeigen, dass Data Analytics auf mehr Bereiche einer Unternehmung einen positiven Einfluss hat als erwartet- insbesondere im Investitions-, Portfolio- und Assetmanagement. Verbesserte Reportings gelten als größter Nutzen, während die mangelnde Qualität der Datenbasis und das fehlende Know-how im Umgang mit Daten als größte Herausforderungen angesehen werden.

    «Das Bewusstsein für Daten als Asset hat sich in der Bau- und Immobilienwirtschaft noch nicht durchgesetzt. Gleichzeitig sind die Anforderungen an Datenarchitekturen im äußerst heterogenen Umfeld mit stark fragmentierten Prozessen und unterschiedlichen Beteiligungsgruppen sehr komplex. Hier ist eine klare und transparente Kommunikation in Verbindung mit einer strukturierten Data Governance notwendig, um ein besseres Verständnis für Daten zu schaffen», erklärt Rebekka Ruppel.

    Der Reifegrad der Digitalisierung in der Branche hängt nicht nur von technischen Möglichkeiten ab, sondern auch von Erfahrungen, Kompetenzen und Know-how. Unternehmen sollten sich auf den Ausbau und die Pflege von Partnernetzwerken sowie übergreifende Geschäftsmodelle konzentrieren, um von der Einzelleistung hin zu einer gemeinsamen Entwicklung zu kommen. Der Datenaustausch über Unternehmens- und Branchengrenzen hinweg wird voraussichtlich rasant zunehmen, daher sollten Unternehmen das Bewusstsein für Daten stärken.

  • 11. Immo-Boat Event auf dem Züri See

    11. Immo-Boat Event auf dem Züri See

    Als Gastreferent gab André Krause CEO von Sunrise einen Einblick in die Komplexität der Telekomunikation und Herausforderungen für die Zukunft. Moderiert wurde der Anlass wiederum, von Monika Schärer.