Schlagwort: Gebäudeplanung

  • Forscher plädieren für Paradigmenwechsel bei Gebäude- und Energieplanung

    Forscher plädieren für Paradigmenwechsel bei Gebäude- und Energieplanung

    Matthias Sulzer von der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) und sein Kollege Michael Wetter vom Lawrence Berkeley National Laboratory in Kalifornien setzen sich für einen Paradigmenwechsel in der Planung von Gebäude- und Energiesystemen ein. «Aufgrund der Komplexität und der geforderten Flexibilität künftiger Energiesysteme sowie der Dringlichkeit eines Wandels sind heutige Planungsprozesse nicht geeignet», erklärt der die Empa-Abteilung Urban Energy Systems leitende und parallel am Lawrence Berkeley National Laboratory forschende Sulzer in einer Mitteilung der Empa. «Es gibt wenig bis keine Interaktion zwischen den Disziplinen, um Gebäude oder Energieinfrastrukturen als ganzheitliches System zu entwerfen.»

    Sulzer und Wetter plädieren dafür, das für die Automatisierung der Chip-Produktion entwickelte sogenannte platform-based Design auf die Planung von Gebäude- und Energiesystemen zu übertragen. Die Methodik basiert auf verschiedenen Abstraktionsebenen, auf denen sich gegenseitig beeinflussende Systeme ganzheitlich analysiert und optimiert werden. Auf jeder Ebene werden dabei allgemeingültige Modelle geschaffen, die vorgeben, wie ein System definiert und zu bauen ist. Die einzelnen Modelle lassen sich in der Praxis dann individuell kombinieren. Ein derartiger Paradigmenwechsel könne «unsere Planungs-, Bau- und Betriebsprozesse revolutionieren und die Digitalisierung und Automatisierung fördern, die für das Erreichen unserer ehrgeizigen Dekarbonisierungsziele unerlässlich sind», meint Sulzer.

  • BKW macht Starthaus am Matterhorn energieautark

    BKW macht Starthaus am Matterhorn energieautark

    Die diesjährige Ski-Weltcup-Saison startet an den Wochenenden vom 11./12. und 18./19. November mit grenzübergreifenden Rennen in Zermatt und Cervinia. Die BKW hat dafür laut einer Mitteilung auf dem Theodulgletscher oberhalb von Zermatt ein Starthaus errichtet, das mobil ist und ohne externe Stromanschlüsse auskommt.

    Das Starthaus ist 15 mal 8 Meter gross und aufblasbar. Es wiegt 600 Kilogramm und soll dennoch Windgeschwindigkeiten bis zu 200 Kilometer pro Stunde aushalten. Die Stromversorgung erfolgt über 40 integrierte Solarzellen, die eine Gesamtleistung von 11 Kilowatt Peak aufweisen.

    Die Anlage wurde von Unternehmen aus dem Netzwerk des Berner Energiedienstleisters errichtet. Dazu gehörten die BKW Engingeering für die Projektsteuerung, ingenhoven architects mit Hauptsitz in Düsseldorf für die Gebäudeplanung und enerpeak mit Sitz in Dübendorf für die Elektrik und Photovoltaik.

    Die BKW ist offizielle Premium- und Nachhaltigkeitspartnerin des Veranstalters Swiss-Ski. „Wir nutzen die Partnerschaft mit Swiss-Ski, um nachhaltige Lösungen in den Schneesport zu bringen“, wird Michael Morgenthaler, Leiter Brand Experience, Partnerships & Campaigns bei der BKW, in der Mitteilung zitiert. „Gleichzeitig können wir der Bevölkerung unsere breiten Kompetenzen in den Bereichen Energie, Gebäude und Infrastruktur aufzeigen.“