Schlagwort: Gebaeudesanierung

  • Sanierungsprojekt setzt auf Kreislaufwirtschaft und CO2-Reduktion

    Sanierungsprojekt setzt auf Kreislaufwirtschaft und CO2-Reduktion

    Sika beteiligt sich laut seiner Mitteilung in den drei Projektphasen Exploration (2026), Synthesis (2027) und Transfer (2028) als Förderpartner am Living Lab HIL der ETH. In diesen Etappen wird die Sanierung, die energetische Aufwertung und Erweiterung des Lehr- und Forschungsgebäudes für Architektur und Bauingenieurswesen (HIL) auf dem Campus Hönggerberg vorbereitet. Das Grossprojekt soll bis 2035 abgeschlossen sein.

    Der Sanierungsbedarf und die veränderten Raumansprüche hätten nach Angaben der ETH klar für eine Kernsanierung mit Rückbau bis auf die Tragstruktur gesprochen. Stattdessen will die Hochschule sorgsamer mit dem Bestand umgehen und ihren Fokus auf CO2-Reduktion, Digitalisierung und Kreislaufwirtschaft legen. Sie entwickelt das Bauvorhaben intern, mit Wissen und Erkenntnissen aus eigener Lehre und Forschung und mit Industriepartnern.

    In diesem laut Sika „weltweit einzigartigen Leuchtturmprojekt“ steuert das in Baar ansässige Unternehmen der Spezialitätenchemie für Bau und Industrie nicht nur finanzielle Unterstützung bei. Die Förderung des Projekts umfasst auch einen aktiven und engen fachlichen Austausch zwischen Sika und den Projektteams der ETH. Sie erfolgt über die ETH Foundation.

    Sika wolle dazu beitragen, „die Transformation hin zu nachhaltigen Bauweisen voranzutreiben“, wird seine Innovations- und Nachhaltigkeitschefin Patricia Heidtman zitiert. „Das Living Lab HIL bietet eine einzigartige Plattform, die Forschung und Praxis aktiv miteinander verbindet und Innovationen spürbar beschleunigt.“

    Industrie und Wissenschaft müssten gemeinsam handeln, um die Klimaziele zu erreichen, so Mathias Kohler, ETH-Professor für Architektur und Digitale Fabrikation. „In Kooperation mit Sika erproben wir im Living Lab HIL neue Lösungen, die ab 2030 in der Sanierungsphase am ETH-Gebäude realisiert werden.“

  • Zürich stärkt Energiewende mit 60-Millionen-Programm

    Zürich stärkt Energiewende mit 60-Millionen-Programm

    Gebäude gehören zu den grössten Energieverbrauchern im Kanton Zürich. Rund 40 Prozent des Energiebedarfs und ein Drittel der CO₂-Emissionen entfallen auf diesen Bereich. In den letzten Jahren hat sich jedoch viel bewegt. Technische Innovationen, die CO₂-Abgabe und kantonale Vorschriften zeigen Wirkung.

    Mit dem Energieförderprogramm schafft der Kanton zusätzliche Anreize, um fossile Heizungen zu ersetzen, Gebäudehüllen zu dämmen oder Wärmeverteilsysteme zu modernisieren. Die Nachfrage nach Fördergeldern ist weiterhin hoch, befeuert durch das revidierte Energiegesetz von 2022.

    Finanzrahmen bis 2029
    Für die Fortsetzung des Programms beantragt der Regierungsrat dem Kantonsrat nun 60 Millionen Franken. Diese Mittel sollen mit Anteilen aus der CO₂-Abgabe und aus dem nationalen Impulsprogramm ergänzt werden. Sofern die Bundesleistungen nicht gekürzt werden, ergibt sich ein Gesamtetat von bis zu 286 Millionen Franken für die Jahre 2026 bis 2029.

    Der Fokus liegt auf Massnahmen im Gebäudebereich. Auch Beratungs- und Informationsangebote werden unterstützt, insbesondere für Eigentümerinnen, die ihre Liegenschaften energetisch sanieren möchten oder vor dem gesetzlich vorgesehenen Verbot von Elektroheizungen ab 2030 Alternativen suchen.

    Innovation und Biogas im Blick
    Neben klassischen Gebäudesanierungen fördert der Kanton künftig verstärkt Innovation. Je eine Million Franken pro Jahr stehen für Pilotprojekte zur Verfügung, die neue Technologien und Verfahren zur effizienten Energienutzung oder -speicherung erproben. Weitere 250’000 Franken pro Jahr fliessen in die Förderung von Biogas aus landwirtschaftlichen Anlagen. Ein zukunftsträchtiger Energieträger für industrielle Hochtemperaturprozesse.

    So verbindet das Energieförderprogramm Klimaschutz mit regionaler Wertschöpfung. Es stärkt Innovation und wirkt zugleich als Hebel auf dem Weg zur Netto-Null im Zürcher Gebäudebestand.

  • Innovation für die Gebäudesanierung setzt europaweit neue Massstäbe

    Innovation für die Gebäudesanierung setzt europaweit neue Massstäbe

    HeiQ erhält für seine Xpectra-Technologie den Deutschen Nachhaltigkeitspreis Produkte, wie aus einer Mitteilung hervorgeht. Die Beschichtung wird auf Gebäude aufgesprüht und reflektiert bis zu 74 Prozent der Wärmestrahlung. Die Sprühbeschichtung erleichtere insbesondere die Nachrüstung im Gebäudebestand, heisst es von der Jury: „Mit der Auszeichnung hebt die Jury eine Innovation hervor, die zeigt, wie durch materialeffiziente Technologien die energetische Sanierung von Gebäuden vereinfacht und beschleunigt werden kann und so ein wirksamer Beitrag zum Klimaschutz geleistet wird.“

    Xpectra wird innerhalb der Schlieremer HeiQ-Gruppe von der im deutschen Regensburg ansässigen HeiQ Xpectra GmbH betreut. HeiQ wird den Preis am 4. Dezember in Düsseldorf entgegennehmen. Das Unternehmen plant nun die Skalierung der Technologie in Europa, Nordamerika und im asiatisch-pazifischen Raum. „Der Deutsche Nachhaltigkeitspreis ist ein Erfolgsbeispiel für HeiQ als Innovator von Deep-Tech-Materialien und für unser gemeinsames Engagement für Innovation und Nachhaltigkeit“, wird Oliver Zech zitiert. Er ist Vorstandsvorsitzender der ebenfalls in Regensburg ansässigen HeiQ RAS AG. „Die Auszeichnung stärkt unsere Position auf dem Markt und eröffnet uns neue Möglichkeiten für die gemeinsame Vermarktung.“

    HeiQ ist eine Ausgliederung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich, hat seinen Sitz im IJZ Innovations- und Jungunternehmerzentrum und ist Mitglied von Start Smart Schlieren.