Schlagwort: Gemeinden

  • Energiestadt stärkt Klimapolitik mit neuen Zertifizierungsstandards

    Energiestadt stärkt Klimapolitik mit neuen Zertifizierungsstandards

    Der Trägerverein Energiestadt will seine 644 Gemeinden und Städte als Mitglieder künftig vor allem auf dem Weg zur Klimaneutralität unterstützen. In 30 Jahren Engagement habe vieles, was anfangs als fortschrittlich galt, zum Standard etabliert werden können, schreibt Energiestadt in einer entsprechenden Mitteilung. Um weiter als Schrittmacher zu agieren, sollen Zertifizierung und Unterstützung der Mitglieder konsequent auf das Netto-Null-Ziel ausgerichtet werden.

    Das Label Energiestadt zeichnet Städte und Gemeinden für eine nachhaltige Energie- und Klimapolitik aus. Der Zertifizierungsprozess wird dabei künftig netto-null-relevante Strategien und Massnahmen besonders stark gewichten. Als Beispiele werde in der Mitteilung der Ausstieg aus Erdgas beim Heizen und die Förderung von Elektromobilität genannt. Für die höchste Auszeichnung als Gold-Stadt muss in Zukunft nachgewiesen werden, dass Strategien und Massnahmen konsequent verfolgt werden und mit dem Netto-Null-Ziel vereinbar sind. Gleichzeitig will Energiestadt den Zertifizierungprozess für kleinere Gemeinden vereinfachen.

    «Mit den neuen Instrumenten stärkt Energiestadt seine Rolle als führendes Kompetenzzentrum für lokale Energie- und Klimapolitik in der Schweiz», wird Maren Kornmann, Co-Geschäftsführerin von Energiestadt, in der Mitteilung zitiert. «So bietet Energiestadt als einzige Organisation ein umfassendes Paket für die Planung, Umsetzung und das Monitoring von Netto-Null-Massnahmen auf lokaler Ebene an.»

  • Baubehördentagung Appenzell Ausserrhoden

    Baubehördentagung Appenzell Ausserrhoden

    Die diesjährige Baubehördentagung, organisiert vom kantonalen Amt für Raum und Wald, richtete ihren Fokus auf die Siedlungsökologie. Regierungsrat Dölf Biasotto eröffnete die Tagung und stellte den Zusammenhang zur Vision des Regierungsprogramms 2024–2027 her, welches eine deutliche Förderung der Biodiversität in den Wohngebieten vorsieht. Die kommunalen Baubehörden spielen eine zentrale Rolle, um diese Ziele zu erreichen.

    Inspirierende Vorträge und Praxisbeispiele
    Sechs Fachreferenten beleuchteten verschiedene Aspekte der Siedlungsökologie. Die Vorträge zeigten, wie eine nachhaltige Gestaltung von Siedlungsräumen gelingen kann, und lieferten wertvolle Anregungen für Gemeinden und Unternehmen. Besonders die Praxisbeispiele aus Teufen und Gais verdeutlichten, wie Gemeinden erfolgreich Biodiversität in ihre Siedlungen integrieren können. Auch die Kombination von Dachbegrünungen mit Photovoltaikanlagen wurde thematisiert und von Stefan Brenneisen aus wissenschaftlicher Perspektive beleuchtet.

    Exkursion ins Wildbienenparadies und reger Austausch
    Zum Abschluss der Tagung konnten die Teilnehmenden das Wildbienenparadies der JUST Schweiz AG besichtigen, welches als Vorzeigebeispiel für die Förderung von ökologischen Firmenumgebungen dient. Beim anschließenden Apéro wurde die Gelegenheit genutzt, um über die gewonnenen Erkenntnisse weiter zu diskutieren und Netzwerke zu stärken.

    Siedlungsökologie als gemeinsames Ziel
    Die Baubehördentagung 2024 unterstrich die Bedeutung von vielfältigen Lebensräumen in Siedlungen für die Förderung der Biodiversität. Die Praxisbeispiele und Fachvorträge lieferten wichtige Impulse für die zukünftige Gestaltung ökologischer Lebensräume in den Gemeinden. Die Veranstaltung trug zu einem wertvollen Erfahrungsaustausch bei und setzte klare Akzente für die Umsetzung des Regierungsprogramms.

  • Schweizer Gemeinden halten Zweitwohnungsanteil stabil

    Schweizer Gemeinden halten Zweitwohnungsanteil stabil

    Die aktuelle Erhebung des Bundesamts für Raumentwicklung (ARE) belegt, dass der Anteil von Gemeinden, die keine neuen Zweitwohnungen mehr zulassen, weiterhin signifikant ist. Etwa jede sechste Schweizer Gemeinde ist von diesem Beschluss betroffen, und diese Zahl ist im Vergleich zum Vorjahr nur leicht gestiegen.

    Interessanterweise verzeichnet die Schweiz nun insgesamt 340 Gemeinden mit einem Zweitwohnungsanteil von über zwanzig Prozent. In diesen Gemeinden sind neue Zweitwohnungen nur unter strengen Auflagen erlaubt, wie es das Zweitwohnungsgesetz vorschreibt. Besonders betroffen sind Gebiete im Alpenbogen, den Voralpen, vereinzelt im Jura und an Seen.

    Die Gemeinden führen jährlich ihre Wohnungsinventare durch, um den Bestand an Zweitwohnungen zu ermitteln. Die Ergebnisse werden vom ARE jedes Jahr Ende März veröffentlicht. Gemeinden, deren Zweitwohnungsanteil neu über zwanzig Prozent liegt, haben dann 30 Tage Zeit, um Stellung zu nehmen und ihr Inventar zu präzisieren. Bleibt der Anteil über zwanzig Prozent, greift das Zweitwohnungsgesetz, welches den Bau neuer Zweitwohnungen regelt und auf der im März 2012 angenommenen Zweitwohnungsinitiative basiert.

    Diese Entwicklung unterstreicht die Bestrebungen der Schweizer Gemeinden, die Zweitwohnungsproblematik im Einklang mit gesetzlichen Vorgaben zu regulieren und das Gleichgewicht zwischen Erholungs- und Wohnraumnutzung in ihren Regionen zu wahren.

  • Digitale Zwillinge erwecken Bauprojekte zum Leben

    Digitale Zwillinge erwecken Bauprojekte zum Leben

    Damit Bauprojekte von Gemeinden und Städten in der Bevölkerung auf Akzeptanz stossen, braucht es eine klare Kommunikation und greifbare Visualisierungen.

    Auch die Gemeinde Fällanden wollte die Raumplanung eines öffentlichen Gebiets anhand von Visuals besser darstellen. Seit einiger Zeit hatten die Verantwortlichen die Renovation des Ratshauses sowie einen neuen Begegnungsort im Zentrum geplant, der dem öffentlichen Leben unter freiem Himmel etwas mehr Platz gibt.

    Hierzu engagierte die Gemeinde Fällanden das Planungs- und Architekturbüro Suter von Känel Wild AG (SKW), das wiederum den Zürcher Softwareentwickler Nomoko zur Visualisierung der Bauprojekte in Fällanden engagierte.

    5200 hochauflösende Bilder von Fällanden
    Nachdem Nomoko vom Architekturbüro instruiert und von der Gemeinde mit Flugerlaubnis und den bestmöglichen Startpositionen für ihre Drohnen ausgestattet wurden, startete deren Crew anfangs Juni 2022 ihre Rotoren und überflog mit der Drohne WingtraOne fast drei Quadratkilometer Fläche und schoss rund 5200 hochauflösende Bilder aus der Vogelperspektive.

    Mit den Daten kehrten sie zurück in ihre Büros in Zürich Altstetten, wo die 3D-Designer die Fotos in einen sogenannten digitalen Zwilling der Gemeinde umwandelten. Ein digitaler Zwilling ist ein digital zugängliches 3D-Modell eines bestimmten Gebiets. Die SKW erstellte ausserdem Modelle der geplanten Bauten und Renovationen und Nomoko implementierte diese in das digitale Fällanden von heute.

    Digitale Zwillinge simulieren Bauvorhaben
    Am Stichtag präsentierten die Verantwortlichen der Gemeinde gemeinsam mit der SKW die Zentrumsplanung an einem öffentlichkeitswirksamen Workshop. Die Teilnehmenden waren vor allem Einwohner der Gemeinde. Besonders das hochauflösende, fotorealistische 3D-Modell und die Möglichkeit, verschiedene Lichteinstrahlungen und Wettersituationen zu simulieren, stiess auf positives Feedback.

    Wiederverwendbar und digital zugänglich
    Der ganze Wert des digitalen Zwillings wird sich allerdings erst in Zukunft offenbaren. Denn wo bisher für jedes einzelne Bauprojekt ein neues, physisches 3D-Modell gebaut werden musste, kann in Zukunft jedes weitere Projekt auf demselben digitalen Zwilling veranschaulicht werden.

    Die Arbeit mit digitalen Zwillingen diverse Vorteile:

    • Digitale Zwillinge vereinfachen die Kommunikation zwischen Auftraggebenden, Architekten, Baufirmen, Anwohnerinnen und Anwohnern führen bereits in frühen Phasen des Projektes zu einer einheitlichen Wahrnehmung des Vorhabens. Das erleichtert Verhandlungen und beschleunigt Diskussionen.
    • Digitale Zwillinge sind im Vergleich zu physischen Modellen wiederverwendbar und beliebig anpassbar. Sie brauchen wenig Speicher und beanspruchen keinen Lagerraum.
    • Webbasierte Tools machen es möglich, digitale Zwillinge einfach und ohne spezielle Fähigkeiten oder Programme im Internet aufzurufen und anzuschauen.

    Digitaler Zwilling der Schweiz für die Immobilienbranche
    Zusätzlich zu den massgeschneiderten Dienstleistungen für einzelne Bauprojekte stellt Nomoko eine Plattform zur Verfügung, die einen digitalen Zwilling der gesamten Schweiz mit einer smarten Suchmaschine für Immobilien kombiniert. Damit lassen sich etwa Städte nach Adressen oder Stadtteilen durchsuchen, Liegenschaften im Umkreis eines gesetzten Punktes anzeigen oder Immobilien nach Projektkriterien filtern. Zu jeder Immobilie sind Details über Lage, Rechtsstatus, Marktleistung und Entwicklungspotenzial aufgelistet.

    Zur Person
    Lukas Nussbaumer ist seit 2021 als Sales & Key Account Manager bei der Nomoko AG tätig. Er ist verantwortlich für die Expansion der 3D-Services und der Nomoko Plattform im deutschsprachigen Raum der Schweiz. Vor seinem Eintritt in die Nomoko AG war Lukas Nussbaumer bei der Emch+Berger Gruppe in der Abteilung Netzplanung Telekommunikation für die Kundenakquise und das Management diverser strategischer Projekte zuständig.

  • Kanton Solothurn führt Solarpflicht für Neubauten ein

    Kanton Solothurn führt Solarpflicht für Neubauten ein

    Im Kanton Solothurn gilt ab dem 1. Januar 2023 eine Solarpflicht für Neubauten ab einer bestimmten Grösse. Laut Medienmitteilung des Kantons hat der Regierungsrat sowohl eine Arbeitshilfe für die Gemeinden als auch die Verordnung zu den Ausnahmen der Solarpflicht verabschiedet. Das Solothurner Parlament hat einen entsprechenden Antrag mit 55 zu 37 Stimmen angenommen. Darin heisst es laut Protokoll der 19. Kantonsratssitzung, der Regierungsrat werde beauftragt, die gesetzlichen Regelungen dahingehend anzupassen, dass neue Bauten so ausgerüstet werden, dass mindestens ein Teil der benötigten Elektrizität selbst erzeugt wird. Fördermassnahmen seien vorzusehen.

    Das Bundesparlament hatte im Oktober 2022 das Bundesgesetz über dringliche Massnahmen zur kurzfristigen Bereitstellung einer sicheren Stromversorgung im Winter beschlossen. Im eidgenössischen Energiegesetz wurden dazu verschiedene kurz- und mittelfristig angelegte Massnahmen zur Stromversorgung der Schweiz festgeschrieben. Für den Kanton Solothurn brachte dies eine Solarpflicht auf Neubauten mit einer anrechenbaren Gebäudefläche von über 300 Quadratmetern mit sich.

    Der Regierungsrat hat die Arbeitshilfe für Gemeinden verabschiedet, die die Solarpflicht auf Neubauten im Rahmen von Baubewilligungsverfahren umsetzen müssen. Und er hat eine Verordnung zu den Ausnahmen der Solarpflicht angenommen.

    Die örtlichen Baubehörden in den Gemeinden sollen ab sofort an drei Abenden in Online-Seminaren über die Umsetzung der Solarpflicht in der Praxis geschult werden.

  • Die Gewinner des dritten nationalen Minergie-Ratings

    Die Gewinner des dritten nationalen Minergie-Ratings

    Minergie zeichnet allzweijährlich Gemeinden aus, welche seit 1998 und speziell in den vergangenen zwei Jahren am meisten nach Minergie gebaut und zertifiziert haben und so einen beachtlichen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Im nationalen Wettbewerb, bei dem alle Gemeinden, in denen mindestens ein zertifiziertes Minergie-Gebäude steht, mitmachen, können die Gemeinden in fünf Bereichen Punkte sammeln. So entsteht ein nationaler Vergleich aller Gemeinden in Bezug auf das energieeffiziente Bauen. Neben den Kriterien Anzahl Minergie Zertifikate Neubau, Modernisierung und die schwieriger zu erreichenden Spezialzertifikate (Minergie-A, Minergie-P und Minergie-ECO), sowie der total nach Minergie zertifizierten Fläche, jeweils pro Einwohner gerechnet, wird auch das Engagement der Gemeinden mit Punkten belohnt. Besonders gewichtet wird das in den vergangenen zwei Jahren Erreichte. Die 30 besten Gemeinden sind in der Tabelle aufgelistet (siehe Tabelle: Gewinnergemeinden nationales Minergie-Rating 2022). 

    Für die kleine Berggemeinde Isone ist der erste Platz im Minergie-Rating 2022 eine Bestätigung, dass der eingeschlagene Weg in der Energiepolitik der richtige ist. Die Gemeinden spielen in der Schweizer Energiepolitik eine grundlegende Rolle und haben eine wichtige Funktion gegenüber der Bevölkerung, aber auch gegenüber der Wirtschaft.

    Die Urner Gemeinde Andermatt, Gewinnerin in der Kategorie mittlere Gemeinden, hat dank dem Baugeschehen rund um das Tourismusresort des Investors Samih Sawiris in den Bereichen Anzahl Zertifikate Minergie und zertifizierte Energiebezugsfläche viele Punkte gesammelt. Erich Renner, Gemeinderat von Andermatt meint dazu: «Der Podestplatz bedeutet, dass Andermatt sehr gut unterwegs ist bezüglich Anzahl nach Minergie zertifizierter Gebäude und zertifizierter Energiebezugsfläche. Das ist sehr schön für uns – auch, weil wir ja bereits zum vierten Mal das Label „Energiestadt“ erreicht haben.» In der Gemeinde Andermatt ist der Bereich Bauen nur ein Teil auf dem Weg, ein Nachhaltigkeits-Valley zu werden.

    Für die Stadt Weinfelden ist der erneute Gewinn der Goldmedailleein Gemeinschaftswerk. Gemäss Martin Brenner, Stadtrat von Weinfelden, trugen weitsichtige Bauherren, innovative Planer und kompetente Handwerksbetriebe massgeblich dazu bei, dass Weinfelden nun wieder zuoberst auf dem Podest steht. Die Stadt Weinfelden wurde bereits 2018 mit der Goldmedaille ausgezeichnet. Auch zum diesjährigen Sieg beigetragen haben zwei in den letzten zwei Jahren neu gebaute Schulhäuser, welche nicht nur nach Minergie, sondern nach den etwas schwieriger zu erreichenden Standards Minergie-A und Minergie-P zertifiziert wurden.

    Gemeinden und Städte sind wichtige Akteure in der Förderung von energieeffizienten Bauweisen und auch im Bereich erneuerbare Energien. Zudem haben sie eine Vorbildrolle und sind oft Anlaufstelle für private Bauherrschaften und können so auch deren Entscheidungen beeinflussen. Deshalb ist diese Auszeichnung für die Gemeinden eine Bestätigung ihres Engagements für das nachhaltige Bauen und für den Klimaschutz. Mit der Kürung der Gewinner-Gemeinden bedankt sich Minergie für das Engagement der Gemeinden.

  • SVSM Award 2022: Projekt sind nominiert

    SVSM Award 2022: Projekt sind nominiert

    Seit 2007 vergibt die Schweizerische Vereinigung für Standortmanagement SVSM jährlich die SVSM Awards. Dabei handelt es sich um Auszeichnungen für besonders innovative Projekte aus den Bereichen Standortmarketing, Standortentwicklung und Wirtschaftsförderung. Für die diesjährigen Awards sind 14 Bewerbungen eingegangen – von Gemeinden, Städten und Organisationen vom Bodensee bis ins Oberwallis. Eine Jury hat diese anhand festgelegter Kriterien bewertet und die folgenden sechs Projekte für die Awards 2022 nominiert:

    • City-Event „Big Air Chur“ – eingereicht von der Kontaktstelle Wirtschaft der Stadt Chur

    • Umnutzung der alten Spinnerei in Lichtensteig – eingereicht von der Genossenschaft Stadtufer

    • Projekt „valais4you“ zur Förderung der Zuwanderung von Fachkräften –

    eingereicht vom Regions- und Wirtschaftszentrum Oberwallis

    • Gemeinschaftsprojekt „BIGNIK“ zur Identifikationsstärkung –

    eingereicht von REGIO Appenzell AR-St.Gallen-Bodensee

    • „Werkstadt Zürisee“ zur Entwicklung des Arbeitsplatzgebietes Rütihof –

    eingereicht von der Stadt Wädenswil

    • Lancierung der integrierten Standortförderung für das Zürcher Oberland –

    eingereicht vom Verein Standortförderung Zürioberland

    Mit der Nomination ist den Bewerber*innen aber noch kein Award auf sicher: Ende August haben alle Nominierten die Gelegenheit, ihre Projekte der Jury zu  präsentieren. Die Jury setzt sich zusammen aus den folgenden Fachpersonen: Katharina Hopp, Jury-Präsidentin und Vorstandsmitglied SVSM; Botschafter Dr. Eric Jakob, Leiter der Direktion für Standortförderung SECO; Pascal Jenny, Präsident Arosa Tourismus; Karin Jung, Leiterin Amt für Wirtschaft und Arbeit Kanton St.Gallen; Prof. Dr. Markus Schmidiger, Leiter Kompetenzzentrum Immobilien

    Hochschule Luzern; Sonja Wollkopf-Walt, CEO Greater Zurich Area.

    Die Vergabe der Awards findet am Mittwoch, 2. November 2022, im Rahmen der hybriden Fachtagung „SVSM Dialog Wirtschaftsförderung“ im Kino Capitol in Olten statt. An diesem Anlass wird übrigens auch der oder die Standortmanager/in des Jahres ausgezeichnet.

  • Bis zu 10’000 neue Arbeitsplätze im Sisslerfeld

    Bis zu 10’000 neue Arbeitsplätze im Sisslerfeld

    Das Sisslerfeld im Fricktal soll sich zu einem Zukunftsort entwickeln. Es ist das grösste zusammenhängende und eingezonte Industriegebiet des Kantons Aargau. Mit der Weiterentwicklung des Sisslerfelds sollen sich mehr Unternehmen im Gebiet ansiedeln und 5000 bis 10’000 zusätzliche hochqualifizierte Arbeitsplätze entstehen.

    Die vier beteiligten Gemeinden – Eiken, Münchwilen, Sisseln und Stein, – der Planungsverband Fricktal Regio und der Kanton Aargau haben darum Ende 2018 beschlossen, die Entwicklung der 200 Hektaren grossen Arbeitszone gemeinsam und koordiniert anzugehen. Qualitatives Wachstum steht dabei im Vordergrund.
    Bereits im Jahr 2019 wurden die Menschen, die im Sisslerfeld wohnen oder arbeiten, sowie die Unternehmen und Grundeigentümerinnen und Grundeigentümer nach ihren Bedürfnissen gefragt. Daraus sind Leitsätze für die weitere Entwicklung entstanden.

    Von Januar bis September 2020 suchten vier Teams von Fachplanerinnen und Fachplanern Lösungen, um die Leitsätze umzusetzen. In dieser sogenannten Testplanung beschäftigten sich die Teams mit der Frage, wie die Arbeitsplätze im Sisslerfeld wachsen und gleichzeitig der Verkehr erträglich bleiben und die landschaftliche Schönheit mit ihrem Naherholungswert bewahrt werden kann. Die Fachpersonen aus den Bereichen Wirtschaft, Gesellschaft, Städtebau, Mobilität, Freiraum und Energie arbeiteten dafür interdisziplinär zusammen. Dabei haben sie verschiedene Lösungsansätze untersucht und verglichen und ihre Vor- und Nachteile diskutiert.

    Ihre Lösungsansätze wurden von einem 16-köpfigen Beurteilungsgremium in drei Workshops intensiv und kritisch diskutiert. Um der jungen Generation genügend Gewicht zu geben, waren in diesem Gremium auch sehr junge Fachpersonen vertreten. Vorsitzender des Beurteilungsgremiums war Rainer Klostermann, Architekt und Städteplaner aus Zürich. In der Testplanung sei es für ihn wichtig gewesen, «all die Ideen und Erkenntnisse zu berücksichtigen, wie sich das Sisslerfeld als künftiger Arbeits-, aber auch Wohn- und Freizeitort gestalten lässt». «Anderseits», so Klostermann weiter, «gilt es, den lokalen Bedürfnissen Rechnung zu tragen, ja diese geradezu zu hüten.» In der Testplanung wurde nicht nur ausgelotet, wie das Sisslerfeld entwickelt werden könnte. «Ebenso wichtig war es, verschiedene Perspektiven zu diskutieren und unter einen Hut zu bringen.»

    Im Anschluss an die Testplanung wurden die verschiedenen Anliegen denn auch zu einem abgestimmten Gesamtbild zusammengeführt. Das Beurteilungsgremium hat diese Synthese Anfang Juli 2021 verabschiedet. Sie besteht aus acht Stossrichtungen und zeigt auf, wie sich das Sisslerfeld nachhaltig entwickeln könnte und welche Weichen dafür bereits heute gestellt werden können.

    In einem nächsten Schritt werden diese Stossrichtungen mit den Gemeinden, der Bevölkerung sowie den Grundeigentümerinnen und Grundeigentümern diskutiert. Die Ergebnisse dieses Dialogs sollen im Jahr 2022 in behörden- und anschliessend grundeigentümerverbindliche Planungen überführt werden.

  • Photovoltaikausbau steckt in den Kinderschuhen

    Photovoltaikausbau steckt in den Kinderschuhen

    Die Photovoltaik müsse neben der Wasserkraft zum Stützpfeiler einer klimafreundlichen Energiezukunft werden, schreibt der Verband unabhängiger Energieerzeuger (VESE) in einer Mitteilung. Die Fachgruppe der Schweizerischen Vereinigung für Sonnenenergie hat eine Online-Karte entwickelt, auf der der Ausbaustand der Photovoltaik in den einzelnen Gemeinden, Bezirken oder Kantonen dargestellt wird. Die interaktive Karte zeigt zudem wahlweise auch den schweizweiten Stand oder die Ausbauten einzelner Elektrizitätswerke an.

    Durch die Karte werde ein sehr heterogenes Bild beim Stand der Photovoltaik sichtbar, erläutert VESE. Je nach Kanton falle die installierte Leistung pro Einwohner bis zum Fünffachen höher oder geringer aus. Den höchsten Ausbaustand können die Kantone Appenzell Innerrhoden und Jura mit mehr als 600 Watt Leistung pro Einwohner vorzeigen. Im Kanton Zürich dagegen wurden bisher dagegen nur 134 Watt Leistung pro Einwohner installiert.

    An mangelnden Flächen könne dies nicht liegen, erklärt VESE in der Mitteilung weiter. Selbst Spitzenreiter Appenzell Innerrhoden nutze sein Potenzial erst zu „verschwindend kleinen 5,2 Prozent“. Für VESE-Projektleiter Diego Fischer ist vielmehr die Photovoltaikpolitik verantwortlich. Sie sei „ein grosses Flickwerk, in welcher die heisse Kartoffel zwischen Bund, Kantonen, Gemeinden, den Elektrizitätswerken und den Investoren hin und her geschoben wird, und sich am Schluss alle wundern, wieso es nicht schneller vorwärts geht“.

    Um den Ausbau der Photovoltaik voranzutreiben, müssten Kantone und Gemeinden die ihnen zur Verfügung stehenden Instrumente besser nutzen, meint Fischer. Konkret spricht der VESE-Projektleiter die Vergütung von eingespeistem Solarstrom und Subventionen zur Ergänzung von Einmalvergütungen an. Den Ausbau von Photovoltaik auch auf Dächern von Mietobjekten will Fischer durch Bauvorschriften steigern lassen.