Schlagwort: Genf

  • 170-Meter-Turm setzt Akzente im Quartier de l’Étoile

    170-Meter-Turm setzt Akzente im Quartier de l’Étoile

    Die Halter AG mit Sitz in Schlieren und die Fordinvest (Schweiz) Immobilien GmbH mit Sitz in Pfäffikon SZ realisieren in Genf den Tour de l’Étoile 3. Das Hochhaus wird sich laut einer Mitteilung im neuen Quartier de l’Étoile in Genf befinden und mehr als 300 Wohnungen, Räume für öffentliche Einrichtungen, Gastronomie, Geschäfte und Dienstleistungen sowie ein öffentlich zugängliches oberstes Geschoss bieten. Mit einer Höhe von 170 Metern und einer Fläche von über 50’000 Quadratmetern soll es künftig ein architektonisches Landmark von Genf bilden.

    Hintergrund des Projekts ist das Raumplanungsprojekt Praille-Acacias-Vernets (PAV) in Genf. Im Rahmen dessen sollen in den kommenden Jahren auf einer Fläche von mehr als 140 Hektaren neun neue Stadtquartiere mit über 12’000 Wohnungen, 6’000 Arbeitsplätzen, öffentlichen Einrichtungen sowie Frei- und Grünflächen entstehen. Nun hat die Unterzeichnung der Planungsvereinbarung mit der Fondation Praille-Acacias-Vernets und dem Kanton Genf den Weg für die Entwicklung zweier Hochhäuser bereitet.

    Der Tour de l’Étoile 3 soll zusammen mit dem von Rolex geplanten Hochhaus ein zentrales Element des Entwicklungsprojekts PAV bilden und zur sozialen und funktionalen Vielfalt des Stadtteils l’Étoile beitragen. Fordinvest hat den bestehenden Tour de l’Étoile bereits im Jahr 2000 erworben und die Entwicklung des neuen Hochhauses initiiert. Halter übernimmt als Gesamtleister die Verantwortung für die Realisierung des Tour de l’Étoile 3. Das Unternehmen ist zudem bereits mit einem realisierten Hochhausprojekt im Projekt PAV präsent und plant, 2026 ein weiteres zu bauen.

  • Standort Genf unter Druck

    Standort Genf unter Druck

    Genf gilt als Symbol für internationale Zusammenarbeit. 36’000 Arbeitsplätze in internationalen Organisationen, rund 250’000 Übernachtungen jährlich und ein starker lokaler Fussabdruck. Diese Zahlen verdeutlichen die Relevanz der internationalen Präsenz. Doch geopolitische Spannungen und der mögliche Rückzug von Grossakteuren wie den USA setzen dieses System unter Druck.

    Die Konsequenzen sind Haushaltskürzungen, Strukturveränderungen und Standortfragen, die weit über das politische Parkett hinausreichen. Auch Immobilienmärkte, lokale Dienstleister und die Stadtentwicklung sind unmittelbar betroffen. Was bislang als stabil galt, muss nun neu gedacht werden.

    Wenn Nachfrage neu verteilt wird
    Internationale Mitarbeitende prägen Genfs Wohnungsmarkt mit rund 9’500 bewohnten Einheiten, hoher Zahlungsbereitschaft und Fokus auf grosszügige, möblierte Wohnungen. Ein Rückgang von nur 20 % der Beschäftigten könnte die Angebotsquote spürbar erhöhen. Doch die Leerstandsquote dürfte kaum steigen. Die angespannte Wohnsituation sorgt dafür, dass frei werdende Wohnungen rasch durch lokale Haushalte belegt werden.

    Entscheidend wird sein, wie sich die Zusammensetzung des Angebots verändert, vor allem im hochpreisigen Segment. Der Markt könnte kurzfristig entspannter wirken, mittelfristig aber eine Verschiebung der Mietpreisdynamik erfahren.

    Stabilität auf dem Prüfstand
    Rund 650’000 m² Bürofläche sind heute durch internationale Organisationen belegt. Ein Rückgang um 20 % würde die Leerstandsquote auf über 10 % steigen lassen, mit besonders deutlichen Auswirkungen in Grand-Saconnex, Pregny-Chambésy und im Gebiet Jardin des Nations. Ein kompletter Rückzug würde über 140’000 m² leerstehende Flächen hinterlassen, eine Dimension, die etwa dem doppelten PAV-Projekt entspricht.

    Der Markt zeigt sich zwar bislang robust, doch der Rückgang internationaler Nachfrage könnte bestehende Ungleichgewichte verschärfen. Differenzierte Strategien für eine flexible, nutzerzentrierte Nutzung sind gefragt.

    Sichtbare, verletzliche Abhängigkeit
    Jährlich finden in Genf rund 2’500 Konferenzen statt. Der damit verbundene Tourismus stützt weite Teile des Hotelmarktes. Ein Wegfall dieser Veranstaltungen könnte die Auslastung der Hotels um bis zu 10 % reduzieren. Mit Dominoeffekten auf Zulieferer, Gastronomie und das internationale Renommee der Stadt.

    Gerade dieser Bereich zeigt, wie eng wirtschaftliche, städtebauliche und diplomatische Interessen verflochten sind und wie verletzlich dieser Knotenpunkt ist.

    Von der Gefahr zur Gelegenheit
    Der mögliche Rückzug internationaler Organisationen ist keine isolierte Krise, sondern Ausdruck eines globalen Strukturwandels. Die Herausforderung für Genf ist die Resilienz nicht nur als Widerstand, sondern als Wandel zu verstehen.

    Zukunftsstrategien für Genf
    Ein einzigartiges Ökosystem aus internationalen Organisationen, hoher Lebensqualität und institutioneller Stabilität spricht weiterhin für Genf. Gleichzeitig gilt es, strategisch auf Herausforderungen wie Bodenknappheit, hohe Grundstückspreise und hohe Lebenshaltungskosten zu reagieren.

    Transformation mit zwei Hebeln vorantreiben
    Neue Geschäftsmodelle entwickeln durch Diversifizierung von Finanzierung und Leistungen, hybride Formate, digitale Plattformen und lokal verankerte Partnerschaften.

    Immobilien intelligent und flexibel nutzen
    Unterausgelastete Flächen modular, nutzerzentriert und anpassungsfähig neu denken. Voraussetzung dafür ist nicht nur räumliche, sondern auch organisatorische Agilität.

    Synergien im Raum gezielt nutzen
    Wandel von klassischen Büros hin zu Orten des Wissens, der Begegnung und Innovation. Konferenz‑, Hotel- und Coworking-Infrastrukturen sollten stärker integriert geplant und genutzt werden.

    Planung flexibilisieren
    Stadtentwicklung muss reaktionsfähig und anpassbar sein. Mit visionären Konzepten, die Reversibilität und Nutzerorientierung ermöglichen, statt starrer Vorgaben.

  • Parlament bewilligt Neubau IOM-Hauptsitzes in Genf

    Parlament bewilligt Neubau IOM-Hauptsitzes in Genf

    Mit 166 zu 2 Stimmen hat der Nationalrat am 14. Juni 2025 ein zinsloses Bundesdarlehen für die Erneuerung des Hauptsitzes der Internationalen Organisation für Migration bewilligt. Der Entscheid folgte auf ein bereits im März gefälltes Ja des Ständerats. Die IOM, als Teil des UNO-Systems, spielt eine führende Rolle in der globalen Migrationspolitik. Der aktuelle Standort im Genfer Morillons-Quartier stammt aus den frühen 1980er-Jahren und entspricht weder energetischen, funktionalen noch sicherheitsrelevanten Standards.

    Ivestition mit strategischer Bedeutung
    Die Zustimmung des Parlaments erfolgte, obwohl die IOM kürzlich angekündigt hatte, rund 20 Prozent der rund 1000 Stellen in Genf abzubauen. Hintergrund ist ein Hilfsstopp der USA, einer der Hauptgeldgeber der Organisation. Aussenminister Ignazio Cassis betonte jedoch im Rat, dass das Bauprojekt auch mit reduziertem Personalstand, künftig rund 600 Mitarbeitende, sinnvoll dimensioniert sei. Die Schweiz verfolge mit dem Engagement eine klare gaststaatpolitische Strategie zur langfristigen Stärkung des internationalen Genf.

    Finanzierungsstruktur und Zeitplan
    Das vom Bund gewährte Darlehen über 44,7 Millionen Franken ist zinslos und soll innerhalb von 50 Jahren zurückgezahlt werden. Die Gelder fliessen an die FIPOI (Immobilienstiftung für internationale Organisationen), welche das Projekt verantwortet. Der Kanton Genf beteiligt sich zusätzlich mit 21,6 Millionen Franken. Damit tragen Bund und Kanton etwa zwei Drittel der Gesamtkosten. Bereits 2022 hatte das Parlament ein Vorprojekt mit 5,7 Millionen Franken für Planungsarbeiten unterstützt. Der Baustart ist für Januar 2026 vorgesehen, der Bezug für 2029.

    Genf als strategischer Standort internationaler Organisationen
    Die Unterstützung des Bundes ist als Teil der übergeordneten Gaststaatenpolitik zu verstehen. Genf beherbergt heute mehr als 40 internationale Organisationen und gilt weltweit als einer der bedeutendsten multilateralen Standorte. Die Schweiz verfolgt das Ziel, diese Rolle weiter zu festigen. Nicht zuletzt in einem zunehmend wettbewerbsintensiven Umfeld um internationale Sitze. Die Modernisierung der Infrastruktur ist ein zentrales Mittel, um Organisationen wie die IOM dauerhaft an Genf zu binden.

    Signal für Kontinuität trotz Unsicherheiten
    Mit der klaren Zustimmung zum Neubau der IOM-Zentrale bekennt sich die Schweiz einmal mehr zu ihrer Rolle als Gaststaat internationaler Organisationen. Trotz geopolitischer Unsicherheiten und interner Kürzungen bei der IOM wird mit dem Projekt ein starkes Signal für die Standortattraktivität und die Verlässlichkeit der Schweiz gesetzt. Ein Aspekt, der für Fach- und Führungskräfte in Diplomatie, internationalen Organisationen und Bauwesen gleichermassen von Bedeutung ist.

  • Planung in Genf: eine schwierige Übung

    Planung in Genf: eine schwierige Übung

    Das Office de l’urbanisme ist für die Raumplanung im Kanton Genf zuständig. Können Sie uns einen Überblick über Ihre Zuständigkeiten geben?
    Das Stadtplanungsamt erarbeitet und setzt eine Bodennutzungspolitik um, die darauf abzielt, den Wohnungsbau, die wirtschaftliche, soziale und kulturelle Entwicklung zu fördern und gleichzeitig den Lebensraum im Hinblick auf den ökologischen Wandel zu verbessern sowie das natürliche und bauliche Erbe aufzuwerten. Er ist das Eingangstor für alle territorialen Projekte und gewährleistet einen ständigen und iterativen Dialog zwischen den lokalen und regionalen Ebenen sowie zwischen den öffentlichen Politiken, die auf diese Projekte einwirken (Natur, Landschaft, Mobilität, Grund und Boden, Soziales, Gesundheit, Wirtschaft usw.).

    Zu den Instrumenten gehört der kantonale Richtplan, der eine allgemeine Orientierung über die grossen räumlichen Gleichgewichte gibt, insbesondere in Abstimmung mit den Nachbarn in Frankreich und im Waadtland. Das Stadtplanungsamt ist auch für Zonenänderungen zuständig, um die Nutzungen an die Bedürfnisse des Gebiets anzupassen, sowie für Leitplanungen wie die Quartierrichtpläne oder die lokalisierten Quartierpläne, die die Anordnung der Gebäude präzisieren, die Aussenräume organisieren und die Baurechte verteilen.

    Seit 2015 verfügt das Stadtplanungsamt über eine Abteilung für Bürgerbeteiligung, die ein Kompetenzzentrum für alle Abstimmungsprozesse ist, die alle Projekte begleiten. In der Tat hat sich die Berücksichtigung der Bevölkerung und ihrer Nutzungsexpertise bei den Projekten durch die Konzertierungsansätze weiter verstärkt. Um zu verstehen, wie das Gebiet bewohnt wird, und um eine bessere Berücksichtigung der Wohnwünsche der Bewohner durch die Projekte zu ermöglichen, werden in Ergänzung zu den partizipativen Ansätzen immer häufiger soziologische Studien in die Grundstudien der Projekte integriert.

    Um den Bau der Schnittstellen des Léman Express zu begleiten, hat das Stadtplanungsamt auch eine operative Direktion geschaffen, die für Projekte im öffentlichen Raum zuständig ist: Plätze, grüne Wege für den Langsamverkehr, Schulhöfe, Parks etc.

    Mit welchen Herausforderungen und Chancen ist die Stadtentwicklung in Genf konfrontiert, insbesondere im Vergleich zu anderen Schweizer Kantonen?
    Die grösste Herausforderung besteht heute darin, dieses Wachstum qualitativ hochwertig in einem immer engeren und beschränkteren Raum unterzubringen.

    Über Jahrzehnte hinweg hat das Genfer Territorium seine landwirtschaftlichen und natürlichen Gebiete sowie seine Landschaften bewahrt, wodurch es seinen Bewohnern eine hohe Lebensqualität bieten konnte. Diese ständige Aufmerksamkeit zwischen Bewahrung und Entwicklung hat dazu geführt, dass es im städtischen Prozess des Wachstums nach innen eine Vorreiterrolle einnimmt. Die Herausforderung besteht heute darin, dieses Wachstum in den bestehenden Siedlungsstrukturen unterzubringen, aber auch positive Prozesse der Regeneration und Sanierung bereits urbanisierter Gebiete in Gang zu setzen. Die Klimaresistenz verlangt von uns, die öffentlichen Räume zu überarbeiten, indem wir die Wasserinfiltration, die Entsiegelung von Böden und die Erhöhung der Vegetationsdecke besser steuern. Gleichzeitig muss die energetische Sanierung bestehender Gebäude zu erheblichen Einsparungen führen und gleichzeitig auf erneuerbare Energiequellen umgestellt werden.

    Diese Herausforderung, die Stadt auf bereits bebauten Flächen zu errichten, muss sich auch mit der Erhaltung des baulichen Erbes und der Bäume sowie der Berücksichtigung der Biodiversität im städtischen Umfeld auseinandersetzen.

    Welche Gebiete in Genf sind für Unternehmen besonders attraktiv und warum?
    Das bebaute Gebiet von Genf ist besonders dicht und kompakt. Die Unternehmen des sekundären Sektors profitieren von den hochwertigen Industriegebieten, die über die «Ecoparc» sowohl auf eine Dynamisierung des Wirtschaftsgefüges als auch auf die Berücksichtigung der Herausforderungen bei der Anpassung an den Umweltwandel abzielen: besseres Wassermanagement, Begrünung, Energieeffizienz, Kreislaufwirtschaft etc. Diese Industriegebiete sind in der Regel gut an Verkehrsachsen angebunden und verfügen zum Teil über einen Bahnanschluss.

    Die mobileren Dienstleistungsaktivitäten haben in letzter Zeit bedeutende Umsiedlungen erlebt, um von neuen «Adressen» zu profitieren, die besser gelegen, moderner und vor allem besser an die Mobilitätsnetze angebunden sind. In diesem Streben nach Optimierung haben die neuen Geschäftsviertel des PAV eine grosse Attraktivität bewiesen, insbesondere diejenigen, die direkt in der Nähe der Bahnhöfe des Léman Express liegen. Man kann feststellen, dass die Unternehmen auf verschiedene Parameter achten, darunter die Lage, die Verkehrsanbindung (öffentlich und privat), die im Viertel angebotenen Nahversorgungsdienste sowie die Flexibilität der Räumlichkeiten und die Umweltfreundlichkeit der Gebäude.

    Welches sind die wichtigsten Bauprojekte im Kanton Genf und wie tragen sie zur Stadt- und Raumentwicklung bei und welche Projekte würden Sie als Leuchtturmprojekt bezeichnen und aus welchen Gründen? Wo sieht die Stadt- und Raumentwicklung in Genf noch Entwicklungspotenzial und wie könnte dieses ausgeschöpft werden?
    Die aktuelle Stadtentwicklung besteht hauptsächlich aus drei grossen Projektfamilien:

    Die «Grossprojekte» als Stadterweiterung auf landwirtschaftlichem Gebiet. Diese Projekte wurden vor etwa zehn Jahren konzipiert und durchliefen den gesamten Prozess von der Aufnahme in den kantonalen Richtplan über die Zonenänderung bis hin zum Quartierrichtplan. Jedes dieser Projekte umfasst mehrere tausend Wohnungen, Gewerbeflächen, Annehmlichkeiten und öffentliche Einrichtungen. Sie befinden sich alle in der Bauphase, die in Etappen bis 2040 dauern wird.

    Die Stadterneuerungsprojekte in der Villa-Zone. Diese Projekte haben ein grosses Potenzial für neue Wohnungen, aber ihre Planung ist aufgrund der Auswirkungen auf das bestehende Gefüge heikel, das nicht nur eine natürliche Widerstandsfähigkeit gegenüber Veränderungen aufweist, sondern stellenweise auch über patrimoniale und ökologische Qualitäten verfügt, die heikle Interessenabwägungen erfordern.

    Die dritte grosse Familie betrifft die Verdichtung der Stadtkrone, darunter der Sektor «Praille-Acacia-Vernet (PAV)» und die Bahnhofsviertel des Léman Express. Während letztere sich in der Endphase der Fertigstellung befinden und Wohnungen und Gewerbeflächen mit hervorragender Verkehrsanbindung bieten, zielt der PAV-Sektor auf die Umwandlung eines über 200 Hektar grossen Industriegebiets in ein neues Stadtzentrum ab. Weit entfernt von einer Brache ist dieser dynamische Sektor heute in Betrieb und erfordert die Umsiedlung von Unternehmen, um deren Fortbestand im Genfer Wirtschaftsgefüge zu gewährleisten.

    Gibt es in Genf noch ungenutzte Flächen, die für neue Entwicklungsprojekte in Frage kommen? Wenn ja, wo befinden sie sich?
    Wie bereits erwähnt, ist der Kanton Genf gezwungen, sich nach innen zu entwickeln und sein Siedlungsgebiet zu regenerieren. Im Gegensatz zu anderen Städten gibt es in Genf keine städtischen Brachflächen, da diese häufig mit der Deindustrialisierung in Verbindung stehen. So wird die Urbanisierung hauptsächlich durch die Mutation der bestehenden Bauzonen vorangetrieben, mit der Perspektive, das Gebiet auszustatten, um die Praktiken der Nähe zu fördern.

    Die Lebensqualität wird durch die Erneuerung von Stadtvierteln verbessert. Dazu gehören die Neugestaltung der öffentlichen Räume, die Bereitstellung von Einrichtungen und Dienstleistungen für die Nachbarschaft, die Erhaltung des baulichen und natürlichen Erbes sowie ein leichterer Zugang zu Erholungsräumen. In diesem Sinne stellen die Villengebiete aus dem letzten Jahrhundert heute das grösste Potenzial für eine Mutation für Entwicklungsprojekte im Kanton dar.

    Die Ambitionen Genfs, seine Natur- und Landwirtschaftsflächen zu erhalten, werden durch den Sektorplan für Fruchtfolgeflächen (SDA) unterstützt, der darauf abzielt, eine Quote von 8400 Hektar qualitativ hochwertiger landwirtschaftlicher Flächen zu erhalten, um zur Genfer Selbstversorgung beizutragen. Da diese Grenze praktisch erreicht ist, sind zukünftige grosse Stadterweiterungen in der Landwirtschaftszone nicht mehr möglich.

    Hat die Pandemie zu langfristigen Veränderungen in der Planung Genfs geführt? Wenn ja, welche?
    Die Pandemie war ein Moment, in dem das kollektive Bewusstsein für die enge Verbindung zwischen Lebensstilen und der Produktion der Stadt geschärft wurde.

    Tatsächlich war der Einschluss für alle eine echte Erfahrung der städtischen Widerstandsfähigkeit in einem Kontext, in dem eine Anpassung an den Klimawandel notwendig ist. Er hat auch den Bedarf an einer vielfältigen Stadt aufgezeigt, die in der Lage ist, in der Nähe eines Stadtviertels Dienstleistungen, Orte der Entspannung und der Erholung anzubieten. Die Qualität der öffentlichen Räume ist daher von entscheidender Bedeutung, ebenso wie die Vernetzung von Parks und Gärten. In Hitzesommern ist der Zugang zu Wasser ebenfalls wichtig und hat dazu geführt, dass die Nutzung der Seeufer und Wasserläufe völlig neu gestaltet wurde, indem Spazierwege freigegeben und neue Erholungsmöglichkeiten geschaffen wurden (Rhône-Ufer, Strand von Eaux Vives, Strand von Vengeron usw.).

    Das Bedürfnis nach Freizeit und Erholung setzte auch die landwirtschaftlichen und natürlichen Flächen unter Druck, mit einer starken Frequentierung während der Pandemie, die vor allem auf die Schliessung der Grenzen zurückzuführen war. Heute wird über die «sozio-ökologische» Verwaltung dieser Gebiete nachgedacht, um zu versuchen, die landwirtschaftliche Tätigkeit und die Erhaltung der Ökosysteme miteinander in Einklang zu bringen und gleichzeitig einen vernünftigen Zugang für die Öffentlichkeit zu ermöglichen.

    Wie stellen Sie sich die ideale Entwicklung des Kantons Genf vor? Was wären die Schlüsselelemente?
    Die Entwicklung des Kantons Genf erfordert vorrangig den Erhalt und die Aufwertung seiner landwirtschaftlichen und natürlichen Flächen, sowohl aus Gründen der Biodiversität, der Nahrungsmittelproduktion als auch des Landschaftsbildes.

    Neue Potenziale werden daher idealerweise im bereits bebauten Gebiet liegen, teils in der Stadterneuerung, teils in der Verdichtung der Villenzone.

    Die Vision, die der Entwicklung zugrunde liegt, zielt darauf ab, eine dichte, grüne Stadt zu fördern, die Dienstleistungen und Annehmlichkeiten in der Nähe anbietet und die zukünftigen Entwicklungen in Bereichen ansiedelt, die gut an die Mobilitätsnetze (aktive Mobilität und öffentliche Verkehrsmittel) angebunden sind. Quartiere, die vielfältige Aufnahmebedingungen bieten und eine Generationenmischung unterstützen, die begrünt und für alle Arten von Menschen konzipiert sind, sanfte Mobilitätsnetze, die die Lebensräume (Wohnen, Arbeit, Bildung, Freizeit usw.) miteinander verbinden Eine selbstbewusste Urbanität einer dichten Stadt, die es versteht, die Bautypologien zu kontextualisieren und die Bewohnerinnen und Bewohner voll in ihre Planung und Umsetzung einzubeziehen.

  • AMAG baut Photovoltaik aus

    AMAG baut Photovoltaik aus

    AMAG hat an seinem Standort Châtelaine in Vernier bei Genf eine neue Photovoltaikanlage in Betrieb genommen. Laut einer Medienmitteilung des Unternehmens sind auf dem Dach des Gebäudes für Audi, Seat und Cupra auf einer Fläche von 1737 Quadratmetern insgesamt 891 Solarpaneele installiert worden. Insgesamt kann die neue Photovoltaikanlage in Vernier pro Jahr voraussichtlich rund 400’000 Kilowattstunden Energie produzieren. Diese wird am Standort selbst für den Eigenbedarf eingesetzt. Eine mögliche Überproduktion soll ins öffentliche Stromnetz eingespeist, heisst es in der Mitteilung.

    „Dass auch wir eine Photovoltaikanlage erhalten haben, erfüllt mich mit grosser Freude und mit Stolz“, wird Francine Varga, die Geschäftsführerin der AMAG Châtelaine, in der Mitteilung zitiert. „Ich erachte es als überaus sinnvoll und nachhaltig, die Kraft der Sonne zu nutzen, um den grössten Teil des Strombedarfs in unserem Betrieb zu decken.“

    Bis 2025 sollen 75’000 Quadratmeter der Dächer von AMAG-Betrieben mit Solarpaneelen ausgestattet werden. Die AMAG-Gruppe hat in den vergangenen Jahren schrittweise die Solarkapazitäten ausgeweitet. So entstanden auf den Dächern zahlreicher Betriebe entsprechende Anlagen.

  • Patrimonium Urban Opportunitiy AG geht an die BX Swiss

    Patrimonium Urban Opportunitiy AG geht an die BX Swiss

    Die Patrimonium Urban Opportunity AG ist seit dem 18. Juli an der Börse BX Swiss AG kotiert. Die Kotierung soll dem Unternehmen schnelleres Wachstum ermöglichen und die Flexibilität bei der Finanzierung neuer Projekte erhöhen, erläutert Patrimonium in einer Mitteilung. Gründungsgesellschafter und Management behalten ihre Anteile.

    Das Portfolio von PATURBO setze sich aktuell aus neun kommerziellen Renditeimmobilien mit einem Marktwert von insgesamt 222 Millionen Franken zusammen, heisst es in der Mitteilung. Eine weitere im Bau befindliche Immobilie soll 2024 fertiggestellt werden. Die Immobiliengesellschaft fokussiert auf Gewerbeimmobilien in den Einzugsgebieten von Genf, Lausanne und Zürich.

    „Wir sind stolz darauf, diesen bedeutenden Meilenstein dank der langjährigen guten und vertrauensvollen Zusammenarbeit mit unseren Investoren und Partnern erreicht zu haben” , wird Christoph Syz, Vorstandsdelegierter von PATURBO, in der Mitteilung anlässlich der Kotierung des Unternehmens an der Berner Börse zitiert. Hanspeter Berchtold, CIO Real Estate der Patrimonium Asset Management AG, freut sich dort „auf weitere spannende Projekte und darauf, einen positiven Beitrag zur Stadtentwicklung in den wichtigsten Wirtschaftszentren der Schweiz leisten zu können”. Die Patrimonium Asset Management AG ist von PATURBO mit der Vermögensverwaltung betraut worden.

  • Swiss Prime Site Immobilien meldet Erfolg im ersten Halbjahr

    Swiss Prime Site Immobilien meldet Erfolg im ersten Halbjahr

    Swiss Prime Site Immobilien hat im ersten Halbjahr 2022 die Vermietungen gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres verdoppelt. Laut einer Medienmitteilung des Unternehmens mit Sitz in Zürich wurden über das gesamte Portfolio und über alle Regionen hinweg 90‘000 Quadratmeter neu oder wieder vermietet. Im ersten Halbjahr 2021 waren es 47‘000 Quadratmeter.

    Die Swiss Prime Site Immobilien AG, die zur Swiss Prime Site Gruppe mit Sitz in Zug gehört, führt diesen Erfolg auf die guten Marktbedingungen und die damit zusammenhängende Nachfrage nach kommerziellen Flächen zurück. Trotz der globalen wirtschaftlichen Verlangsamung bleiben die Signale für die Entwicklung in der Schweiz mehrheitlich positiv, heisst es in der Mitteilung. So seien im Dienstleistungssektor in den vergangenen zwölf Monaten 105‘000 neue Arbeitsplätze geschaffen worden, ein Plus von 2,6 Prozent. Weiter zeugten auch die 114‘000 offenen Stellen von einem robusten Schweizer Arbeitsmarkt.

    Eine besonders positive Entwicklung stellte das Immobilienunternehmen in Basel, Zürich und Genf fest. Aber auch die beiden im Bau befindenden Entwicklungsprojekte JED in Schlieren und Stücki Park in Basel erfreuen sich laut Swiss Prime Site reger Nachfrage. Dort werden bis Ende Jahr Vorvermietungsquoten von rund 90 Prozent  erwartet.

    „Mit der starken Performance der Wieder- und Neuvermietungen innerhalb unseres Portfolios und den nach wie vor intakten wirtschaftlichen Aussichten sind wir auch für Ende Jahr bezüglich tiefem Leerstand und positiver Mietertragsentwicklung optimistisch“, wird Martin Kaleja zitiert, CEO von Swiss Prime Site Immobilien.

    Swiss Prime Site kündigt an, am Donnerstag, 25. August, die ausführlichen Halbjahresresultate 2022 zu publizieren.

  • Zürich bleibt Spitze im Schweizer Städteranking

    Zürich bleibt Spitze im Schweizer Städteranking

    Das Magazin „Bilanz“ hat das diesjährige Ranking der Lebensqualität Schweizer Städten publiziert. Dabei hat Zürich wieder den Platz eins bekommen und steht damit laut dem Bericht seit elf Jahren praktisch unangefochten an der Spitze. Auf den Plätzen zwei und drei stehen die Städte Zug und Bern, gefolgt von Winterthur, Basel und Genf.

    Das Städteranking ist von den Immobilienexperten von Wüest Partner für das Wirtschaftsmagazin „Bilanz“ anhand mehrerer Indikatoren für die Lebensqualität der Städte erstellt worden, etwa in den Bereichen Arbeitsmarkt, Bildung, Freizeiterholung und Einkaufen. Insgesamt sind 162 Städte so bewertet worden.

    Es erscheint für andere Städte kaum möglich, in die absolute Spitzengruppe vorzudringen, heisst es in dem Artikel von „Bilanz“. In den Top 10 hat einzig die Kantonshauptstadt Aarau zwei Ränge verloren und steigt ab von Platz 6 auf Platz 8. Auf die Frage, ob andere Städte überhaupt eine Chance hätten, in die Spitzengruppe hineinzukommen, wird Patrick Schnorf von Wüest Partner zitiert: „Unmöglich ist es nicht.“ So habe etwa St.Gallen, das derzeit Platz 11 hält, eine Chance, wenn die Stadt im Bildungs- und Kulturangebot zulegen könnte ebenso wie beim Bevölkerungswachstum.

    Gegenbeispiel ist laut Schnorf Bassersdorf ZH, das elf Plätze nach hinten gerutscht sei. „Im Vergleich zu anderen Städten hat sich Bassersdorf nicht so schnell entwickelt, etwa was Bildung und Kultur betrifft“, wird Schnorf zitiert. Am lebenswertesten seien laut dem Ranking die beiden Wirtschaftsregionen Zürich und Genfersee.

    Da es unter den Top 30 nur vier Städte aus der Westschweiz und mit Lugano eine im Tessin gebe, müsse man feststelle, dass die Lebensqualität in der Deutschschweiz insgesamt höher sei.

  • Angebotsmieten entwickeln sich unterschiedlich

    Angebotsmieten entwickeln sich unterschiedlich

    Der vom digitalen Immobilienmarktplatz Homegate in Zusammenarbeit mit der Zürcher Kantonalbank monatlich erhobene Mietindex hat im Mai auf dem Stand von 117,6 Punkten geschlossen, informiert Homegate in einer Mitteilung. Im Vergleich zum Vormonat legten die Angebotsmieten damit schweizweit durchschnittlich um 0,2 Prozent zu. Innerhalb der einzelnen Kantone haben die Analysten des Index dabei unterschiedliche Entwicklungen beobachtet.

    In den meisten Kantonen sind die Mieten relativ stabil geblieben. Im Kanton Genf fielen die Angebotsmieten im Mai um 1 Prozent geringer als im April aus. In den Kantonen Zug, Graubünden, Appenzell Innerrhoden und Appenzell Ausserrhoden haben die Analysten hingegen deutliche Steigerungen zwischen 1,1 und 4,1 Prozent ausgemacht. Sie führen den Sprung von 4,1 Prozent im Kanton Zug aber hauptsächlich auf einen Rückgang im Vormonat zurück.

    Bei den im Index untersuchten acht Städten haben die Analysten eine Zunahme der Angebotsmieten um 0,7 Prozent in St.Gallen und einen Rückgang in jeweils gleicher Höhe in Genf und Lausanne ausgemacht. Die beiden Westschweizer Städte sind zudem die einzigen, bei denen die Analysten auch im Jahresvergleich gesunkene Angebotsmieten beobachtet haben.

    Bei der Erfassung der Mietpreisveränderungen für den Mietindex werden die Mietpreise um unterschiedliche Qualität, Lage und Grösse der Wohnungen korrigiert, erläutert Homegate. Dies mache eine Erfassung der tatsächlichen Mietpreisentwicklung möglich.

    Homegate ist ein Geschäftsbereich der SMG Swiss Marketplace Group AG. In dieser sind die digitalen Marktplätze von TX GroupRingier und Mobiliar vereint.

  • Zürich ist zweitbeste Stadt Europas für Immobilienanlagen

    Zürich ist zweitbeste Stadt Europas für Immobilienanlagen

    Zürich gewinnt im European Thematic Cities Index (TCI) gegenüber dem Vorjahr zwei Plätze und liegt damit auf Rang 2. Platz 1 hat London inne, Platz 3 Stockholm. Dieser Index von Swiss Life Asset Managers misst laut einer Medienmitteilung 135 europäische Städte in 28 Ländern. Er bewertet sie bezüglich fünf Kernthemen, die den Immobilienmarkt einer Stadt prägen: Veränderung und Disruption, Klima und Umwelt, Gemeinden und Cluster, Konsumenten und Lifestyle sowie Konnektivität. Damit will er eine Vergleichbarkeit für Immobilieninvestitionen bieten.

    Die sechs Schweizer Städte in der Rangliste liegen alle in den Top 50 des TCI. Unter ihnen bleibt Zürich „die dynamischste und gesündeste Stadt mit den besten Netzwerken“. Trotz eines fehlenden internationalen Flughafens ist Bern mit Rang 9 nun „die am drittbesten zugängliche Stadt im gesamten Ranking“. Basel gewinnt gegenüber dem Vorjahr einen Platz und liegt auf Rang 7, Lausanne auf Rang 15. Genf legt mit 16 Plätzen am meisten zu und wird auf Platz 31 geführt. Luzern verliert wegen seines „weniger umweltfreundlichen Branchenmixes und einer überdurchschnittlichen Autonutzung“ neun Ränge und landet auf Platz 41.

    Alle sechs Schweizer Städte versprechen dem TCI zufolge bei aller Stabilität und Attraktivität ein geringes Wachstumspotenzial. Bezüglich dieses Kriteriums befinden sie sich laut dieser Analyse sämtlich unter den elf schlechtesten europäischen Städten. Und wie bereits im TCI 2021 bewertet die diesjährige Analyse die Gesundheit als das schwächste Thema der Schweizer Städte.

  • Privera ernennt neue Leitung der Region Westschweiz  

    Privera ernennt neue Leitung der Region Westschweiz  

    Die Bewirtschaftungsregion West wird seit dem 1. Mai 2022 von Gabriel Vonlanthen geleitet. Herr Vonlanthen ist Immobilienbewirtschafter mit eidg. Fachausweis und seit dem 18. Mai 2021 bei der PRIVERA als Niederlassungsleiter in Genf tätig.  

    Gabriel Vonlanthen bringt eine grosse Erfahrung und vertiefte Kenntnisse des Immobilienmarktes in der Region rund um den Genfersee und in der gesamten Romandie mit. Er verfügt sowohl in der Betreuung von institutionellen Immobilieneigentümern als auch in der Umsetzung von Unternehmensprojekten über einen beachtlichen Leistungsausweis.  

    «Mit Gabriel Vonlanthen haben wir einen neuen Regionenleiter für die Bewirtschaftung Westschweiz, welcher nicht nur über grosse Erfahrungen in der Immobilienbranche verfügt, sondern auch PRIVERA bestens kennt.», sagt Andrea Wegmüller, COO der PRIVERA. Die Bewirtschaftung der Region Deutschschweiz wird von Herr Wegmüller direkt geleitet. 

  • Nachfrage nach Eigentumswohnungen stark von Region und Preis abhängig

    Nachfrage nach Eigentumswohnungen stark von Region und Preis abhängig

    Die neuste Ausgabe der Online Home Market Analysis vom Immobilienportal Homegate und dem Swiss Real Estate Institute (SwissREI) untersucht die Inseratedaten von Eigentumswohnungen für 2020 und 2021. Die ausgewerteten Inserate stammen von den vier grössten Schweizer Internetportalen und umfassen damit rund 85 Prozent aller Online-Inserate während des Betrachtungszeitraums. Detaillierte Reports zur Studie für alle Regionen finden Sie hier in der Online-Medienmitteilung.

    Für Martin Waeber, Managing Director Real Estate, SMG Swiss Marketplace Group, zeigt die neuste Online Home Market Analysis, wie heterogen der Schweizer Eigentumswohnungsmarkt ist: «Insgesamt hat sich die Nachfrage nach Eigentumswohnungen schweizweit im vergangenen Jahr coronabedingt etwas weniger dynamisch entwickelt. Bestimmte Marktsegmente haben im vergangenen Jahr dennoch eine lebhafte Nachfrage verzeichnet, insbesondere in den Städten». So hat sich im Mittel in den untersuchten Städten die Inseratedauer im tiefen Preissegment deutlich verlängert, während sie im höheren Preissegment praktisch unverändert geblieben ist, obwohl die Zahl der Inserate zugenommen hat. «Analog zum Mietwohnungsmarkt haben sich in der Covid19-Pandemie auch im Eigentumswohnungsmarkt die Präferenzen weg von kleineren und preiswerteren hin zu grösseren und teureren Objekten verschoben», so Waeber zusammenfassend zu den Studienergebnissen.

    Längere Inseratedauer trotz kleinerem Angebot 
    Die aufgrund der Covid19-Pandemie für 2020 gegenüber 2019 markante Verlängerung der mittleren Ausschreibungsdauer von Eigentumswohnungen von 61 auf 84 Tage hat sich im Jahr 2021 mit 85 Tagen auf hohem Niveau bestätigt. Im Vergleich dazu ist die Inseratedauer für Einfamilienhäuser von gut 61 Tagen im Jahr 2019 auf das Level vor der Pandemie zurückgegangen.

    Demgegenüber steht, dass schweizweit im Jahr 2021 online rund 20 Prozent weniger Eigentumswohnungen angeboten wurden als noch im Vorjahr. Bei einer so starken Angebotsverknappung würde man erwarten, dass sich auch die mittlere Inseratedauer entsprechend verkürzt. Dass sich diese jedoch nicht verkürzt, sondern sogar noch leicht verlängert hat, zeugt für 2021 von einer schweizweit abnehmenden Nachfrage nach Eigentumswohnungen.

    Prof. Dr. Peter Ilg, Institutsleiter von SwissREI, sieht mehrere Gründe für die schwächere Nachfrage nach Eigentumswohnungen: «Die Eigentumswohnungspreise in der Schweiz sind im Jahr 2021 durchschnittlich um über 8 Prozent gestiegen. Dies ist der stärkste Preisanstieg seit zehn Jahren. Eine solch deutliche Verteuerung dürfte generell eine dämpfende Wirkung auf die Nachfrage gehabt haben. Steigende Nachfrage ist nur noch in ausgesuchten Regionen sowie in einzelnen gehobenen Preissegmenten ersichtlich, in denen die Käuferschaft vermutlich vermehrt auf Erbvorbezüge zurückgreifen konnte». Darauf lasse sich beispielsweise aus den Verteilungen des steuerbaren Vermögens sowie der Eigenheimkäuferschaft nach Altersklassen schliessen. So verfügt die Klasse der über 54-Jährigen im Kanton Zürich über die Hälfte des steuerbaren Vermögens, während schweizweit bei der Verteilung der Eigenheimkäuferschaften die Mehrheit unter 55 Jahre alt ist, so Ilg weiter. 

    Regionale Unterschiede bei Inseratedauer verstärken sich 
    Regional betrachtet haben sich die Unterschiede der Inseratedauer in den untersuchten acht Grossregionen 2021 weiter akzentuiert. In der Region Zürich, in der Verkäuferinnen und Verkäufer schweizweit am wenigsten lang eine Eigentumswohnung ausschreiben müssen, verkürzte sich die Inseratedauer um rund einen Viertel deutlich auf nur noch 43 Tage (minus 14 Tage). In den zwei Regionen mit der längsten durchschnittlichen Inseratedauer für eine Eigentumswohnung hingegen stiegen sie mit je rund 22 Prozent weiter signifikant an; die Region Waadt/Wallis verzeichnete einen Anstieg um 18 auf 98 Tage, das Tessin um 25 auf 139 Tage. 

    Die absolut betrachtet stärkste Verkürzung der Inseratedauer zeigte sich derweil in der Region Innerschweiz. Diese Region verzeichnet neu nach einem Rückgang um 19 Tage (minus 27 Prozent) für 2021 mit 51 Tagen unmittelbar nach der Region Zürich die zweitkürzeste Inseratedauer aller acht untersuchten Regionen. Die Region Genf hingegen, die mit 52 Tagen im Jahr 2020 noch schweizweit die kürzeste Inseratedauer aufwies, ist im Jahr 2021 nach einem Anstieg um 12 Prozent (plus 6 Tage) auf den dritten Platz zurückgefallen.

    Steigende Nachfrage einzig in drei von acht untersuchten Regionen
    Die Kombination der Veränderung der Inseratedauer sowie der Veränderung der Anzahl Inserate lässt Schlüsse auf die Nachfrageveränderung in den untersuchten Regionen zu. So zeigt sich in den drei Regionen Tessin, Waadt/Wallis und Genf für das Jahr 2021 trotz Angebotsverknappungen (das heisst rückläufiger Anzahl Inserate) eine teilweise deutliche Verlängerung der Inseratedauer und somit eine schrumpfende Nachfrage nach Eigentumswohnungen. Für die drei Regionen Innerschweiz, Nordwestschweiz und Zürich kann hingegen eine zunehmende Nachfrage (grösserer prozentualer Rückgang bei der Inseratedauer als bei der Anzahl Inserate) festgestellt werden. Die übrigen zwei Regionen (Ostschweiz und Espace Mittelland) weisen für 2021 eine konstante Nachfrage auf.

    Nachfragewachstum bei Stadtwohnungen insbesondere im oberen Preissegment
    Neben den acht Regionen untersucht die Online Home Market Analysis auch acht Schweizer Städte. Bei der Analyse der Nachfrage nach Eigentumswohnungen zeigt sich dabei mit genauerem Blick auf das Preissegment, dass insbesondere die Nachfrage in Basel, Lausanne, Genf und Lugano gestiegen ist. Dies sowohl im hohen Preissegment (CHF 1.5 Mio. – CHF 3.0 Mio.) als auch im tiefen Preissegment (CHF 0.3 Mio. – CHF 0.5 Mio.). Im hohen Preissegment hat die Nachfrage insgesamt in sechs von acht untersuchten Städten – neben Basel, Lausanne, Genf auch in St. Gallen und Luzern – zugenommen, in tiefen Preissegment hingegen verzeichneten die restlichen vier Städte eine gleichbleibende oder abnehmende Nachfrage. Diese erhöhte Nachfrage im hohen Preissegment gestaltet sich derweil sehr unterschiedlich aus; während in Basel insbesondere die rückläufige Inseratedauer zur höheren Nachfrage führte, deutete in Genf eine wesentlich höhere Zunahme des Immobilien-Angebots gegenüber der Ausschreibungsdauer auf diese Schlussfolgerung.

  • Wald dominiert Bodennutzung in Städten

    Wald dominiert Bodennutzung in Städten

    Die aktuelle Studie zur Nutzung der Bodenfläche in Schweizer Städten brächte Erstaunliches zutage, schreibt der Schweizerische Städteverband in einer Mitteilung zur gemeinsam mit dem Bundesamt für Statistik erarbeiteten „Statistik der Schweizer Städte 2022“. Den Erhebungen der Analysten zufolge machten Siedlungsflächen 2018 gerade einmal 23,5 Prozent oder 95’000 Hektare der Gesamtfläche der insgesamt untersuchten 170 Schweizer Städte aus. Der grösste Teil städtischen Bodens, konkret 32,3 Prozent, war zum Ende des Untersuchungszeitraums 1985 bis 2018 mit Wald bedeckt. Auch der Anteil der landwirtschaftlich genutzten Fläche fiel 2018 mit 30,9 Prozent deutlich grösser als die Siedlungsfläche aus.

    In den sechs grössten Städten der Schweiz (Basel, Bern, Genf, Lausanne, Winterthur und Zürich) lag der Anteil der Siedlungsfläche 2018 mit 54,2 Prozent allerdings deutlich höher als in der Gesamtrechnung, wird in der Mitteilung weiter erläutert. Wald und landwirtschaftlich genutzter Boden brachten es hier auf 29,6 beziehungsweise 14,3 Prozent.

    Wachstum haben die Analysten im Berichtszeitraum vor allem beim Wohnareal beobachtet. Es habe zwischen 1985 und 2018 um fast 10’000 Hektare auf 35’000 Hektare zugelegt. Auch die für den Verkehr genutzten und mit Erholungs- und Grünanlagen bebauten Flächen sind im Berichtszeitraum gewachsen. Die von der Industrie genutzten Flächen in den Städten mit mehr als 100’000 Einwohnenden gingen zwischen 1985 und 2018 dagegen um 26 Prozent zurück.

  • ETH-Forschende bauen Kuppel aus Bauabfällen

    ETH-Forschende bauen Kuppel aus Bauabfällen

    Eine Gruppe Forschender des Circular Engineering for Architecture Labs (CEA) an der ETH haben aus Bauabfällen eine Kuppel gebaut. Ziel des Projektes um die Assistenzprofessorin Catherine De Wolf am Departement Bau, Umwelt und Geomatik war es, Vorteile der Kreislaufwirtschaft sowie der Digitalisierung für die Baubranche aufzuzeigen, heisst es in einer Medienmitteilung.

    Dabei sollten die Wissenschaftler den gesamten Wiederverwendungszyklus von Baumaterial einmal durchlaufen – von den Abbauarbeiten über das Design eines neuen Gebäudes bis hin zu dessen Bau. Vor dem Abriss eines Autolagerhauses in Genf sammelten sie unter Anleitung von Abbruchspezialisten dafür brauchbare Altbauteile.

    Die Teile lagerten und verbauten sie auf dem Campus Hönggerberg mit Hilfe eines selbst programmierten Algorithmus. Dieser berechnete selbständig die optimale Geometrie und die Dimensionen des Holzvorrats, um ihn möglichst effizient zu nutzen. „Ziel war, das Computerprogramm so zu konzipieren, dass es nicht die grössten Balken in kleine Stücke verschneidet und möglichst wenig Reste übrigbleiben“, wird Doktorand Matthew Gordon in der Medienmitteilung zitiert.

    In einer Datenbank speicherten die Teilnehmenden ausserdem Informationen zu jedem Bauteil, welches mit einem QR-Code gekennzeichnet wurde. Die Idee des Prototyps: Architekten könnten darüber herausfinden, „wann welche Materialien aus Abrissobjekten verfügbar sind, und diese in Neubauten einplanen“.

    Denn im Projekt stellte sich heraus, dass die Beschaffung von gebrauchten Bauteilen eine der grössten Herausforderungen ist. „Idealerweise würden die Unternehmen frühestmöglich über einen Abriss oder Rückbau informiert, so dass sie gleich mit der Suche nach Abnehmern für die Materialien beginnen können“, wird De Wolf in der Medienmitteilung zitiert. Tatsächlich passiere dies jedoch oftmals kurzfristig.

  • Bund leistet Kantonen Arbeitshilfe beim Klimaschutz

    Bund leistet Kantonen Arbeitshilfe beim Klimaschutz

    Das Bundesamt für Raumentwicklung (ARE) will die Kantone dabei unterstützen, räumlichen Ursachen und Auswirkungen des Klimawandels zu begegnen, erläutert das ARE in einer Mitteilung. Es hat dazu eine Arbeitshilfe für die kantonalen Richtpläne erstellt. Mit diesen für alle Behörden verbindlichen Richtplänen steuern die Kantone ihre räumliche Entwicklung.

    Die vom ARE entwickelte Arbeitshilfe soll als Ergänzung des bestehenden Leitfadens für die kantonale Richtplanung fungieren. Sie bietet gute und umsetzbare Beispiele aus der Praxis an, wie die Raumplanung den Herausforderungen des Klimawandels begegnen kann. Dabei werden sowohl Massnahmen für den Klimaschutz als auch Massnahmen zur Anpassung an die Klimawandel thematisiert.

    Als Beispiel einer Massnahme zum Klimaschutz führt das ARE in der Mitteilung die im Richtplan des Kantons Genf verankerte Förderung des Fuss- und Veloverkehrs an. Dies und „der Planungsgrundsatz der kurzen Wege“ seien „wichtige raumplanerische Hebel für den Klimaschutz“.

    Bei der Anpassung an den Klimawandel nennt das ARE ein Beispiel aus dem Kanton Schaffhausen. Er hat in seinem Richtplan festgesetzt, dass Flächen im Siedlungsgebiet möglichst nicht versiegelt werden sollten, damit das Wasser versickern und zur Neubildung von Grundwasserreserven beitragen kann.

  • GenTwo lanciert erstes Immobilienzertifikat im Metaverse

    GenTwo lanciert erstes Immobilienzertifikat im Metaverse

    Drei Unternehmen bringen gemeinsam das erste Anlageprodukt für digitale Immobilien im Metaverse auf den Markt, das Criptonite Metaverse Real Estate AMC. Dafür haben sich der Verbriefungsspezialist GenTwo Digital aus Zürich, der in Lissabon ansässige NFT-Marktplatz für Luxusmarken, Exclusible, und der Genfer Vermögensverwalter von Kryptowährungen, Criptonite, zusammengeschlossen. Zur Feier der Markteinführung des aktiv verwaltete Zertifikats (AMC) Criptonite Metaverse Real Estate findet am Abend des 8. April in Decentraland die Crypto Night Party statt. Dies ist die erste Veranstaltung von GenTwos web3-Konferenzveranstalter AssetRush.

    Laut einer Medienmitteilung stehen im Mittelpunkt dieses „exklusiven Anlageprodukts“ digitale Luxusimmobilien, also NFTs (Non Fungible Tokens), im Metaverse, einem künftigen riesigen Verbund virtueller Welten samt virtueller Wirtschaft und virtueller Gesellschaften. Das Anlageprodukt soll institutionellen Anlegern eine direkte Beteiligung an der Entwicklung des Metaverse und digitaler Vermögenswerte erlauben.

    „Wir sind stolz, angesichts der unglaublichen Möglichkeiten, die das Metaverse bietet, unser nächstes bedeutendes Metaverse-Anlageprodukt anzukündigen“, wird GenTwo-CEO Philippe Naegeli zitiert. „Wir sind überzeugt davon, dass unsere kuratierten digitalen Luxusimmobilien sowohl neuen als auch kryptoerfahrenen professionellen Anlegern die notwendige Sicherheit geben werden, um ihre ersten Schritte ins Metaverse zu wagen“, so Exclusible-Mitgründer Romain Girbal. „Dank diesem AMC muss man kein ,Geek‘ sein, um in das Metaverse zu investieren.“

  • Weniger Wohnungen stehen leer

    Weniger Wohnungen stehen leer

    Zum Stichtag am 1. Juni 2021 wies die Schweiz insgesamt 71’365 leerstehende Wohnungen inklusive Einfamilienhäuser auf, informiert das Bundesamt für Statistik (BFS) in einer Mitteilung. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht das einem Rückgang um 9,5 Prozent. Die entsprechende Leerwohnungsziffer nahm im selben Zeitraum um 0,18 Prozentpunkte auf 1,54 Prozent ab. Sie sei damit zum ersten Mal innert zwölf Jahren gesunken, heisst es in der Mitteilung.

    Die Analysten des BFS haben dabei in in sechs der sieben Grossregionen einen Rückgang der leerstehenden Wohnungen beobachtet. Lediglich im Grossraum Tessin sei die Leerwohnungsziffer um 0,12 Prozentpunkte auf 2,83 Prozent angestiegen. Innerhalb der Kantone machten die Analysten die tiefsten Leerwohnungsziffern in Zug (0,34 Prozent), Genf (0,51 Prozent) und Zürich (0,72 Prozent) aus. Die höchsten Leerwohnungsziffern wurden in den Kantonen Solothurn (3,15 Prozent), Tessin (2,83 Prozent) und Appenzell Innerrhoden (2,59 Prozent) beobachtet.

    Einen besonderes hohen Rückgang der Leerstände haben die Analysten bei Neubauwohnungen und Einfamilienhäusern festgestellt. Zum Stichtag wurden schweizweit 7066 leer stehende Objekte zur Dauermiete oder zum Kauf angeboten, das sind 24,2 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Die Zahl der für Dauermiete oder Kauf angebotenen leerstehenden Einfamilienhäuser nahm im selben Zeitraum um 18,8 Prozent auf 5940 Immobilien ab.

  • Preisunterschiede bei Immobilien sind gross

    Preisunterschiede bei Immobilien sind gross

    Homegate.ch stellt grosse Unterschiede beim Kaufpreis von Wohnobjekten innerhalb der Schweiz fest. Als die teuersten Kantone für den Wohnungskauf erweisen sich Genf und Zug, wie die zur TX Markets AG gehörende Immobilienplattform in einer Medienmitteilung schreibt. Dort können Interessierte für 500’000 Franken nur eine 1,5 Zimmer-Wohnung kaufen. Mit dem gleichen Geld kann im Kanton Zürich auch eine Drei-Zimmer-Wohnung erworben werden. In den Kantonen Uri, St.Gallen und Jura reicht das Budget sogar für eine 4,5-Zimmerwohnung.

    Auch innerhalb der einzelnen Kantone ortet Homegate.ch grosse Unterschiede bei den Immobilienpreisen. In einigen Gemeinden des Kantons Zürich (Elgg, Gossau oder Mönchaltorf) kann für 500’000 Franken eine 3,5-Zimmer-Wohnung erworben werden. In anderen Gemeinden (Stadt Zürich, Horgen oder Männedorf) reicht das Geld nur für eine 1,5-Zimmer-Wohnung.

    Insgesamt sind die Kaufpreise für Immobilien in den vergangenen zehn Jahren in allen Kantonen höher geworden. Am stärksten haben sich Immobilien im Kanton Zug verteuert. Dort sind die Preise für eine 4,5-Zimmer-Eigentumswohnung von 900’000 Franken im Jahr 2010 auf 1,3 Millionen im Jahr 2020 angestiegen. Das entspricht einem Plus von 45 Prozent.

    Auch die Mietpreise fallen je nach Kanton sehr unterschiedlich aus. Und auch hier erweisen sich Genf und Zug als besonders teuer. Auch die Stadt Zürich hat vergleichsweise hohe Mietpreise. Als günstiger gelten etwa Appenzell Ausserrhoden oder Jura. Die Mietpreise sind in den vergangenen zehn Jahren weniger stark angestiegen als die Kaufpreise.

  • Westhive will weiter expandieren

    Westhive will weiter expandieren

    Westhive sieht eine steigende Nachfrage an flexiblen Büroflächen. Der 2017 gegründete Zürcher Anbieter will deshalb Anfang 2022 neue Standorte in Basel, Zürich-Stettbach und in Zug eröffnen. Genf soll ein Jahr später folgen, schreibt Westhive in einer Mitteilung. Der dortige Standort soll im neuen Alto Pont-Rouge eingerichtet werden und eine Fläche von 4500 Quadratmetern umfassen. Vorgesehen sind dort auch ein eigenes Fitnesscenter, zwei Restaurants und ein Veranstaltungskonferenzzentrum.

    Insgesamt entstehen an den vier Standorten auf 10‘000 Quadratmetern rund 1000 Arbeitsplätze. „Alle Locations verfügen über einen hohen Anteil an privaten Offices, für die wir die grösste Nachfrage verzeichnen“, wird Westhive-Mitgründer Andreas Widmer in der Mitteilung zitiert.

    Westhive hat auch 2020 ein starkes Wachstum erlebt. Die Zahl der Mieter sei um über 50 Prozent gestiegen. „Wir verzeichnen eine kontinuierliche Nachfrage nach flexiblen Offices und Arbeitsplätzen, selbst jetzt, wo das Home-Office verpflichtend ist“, so Widmer. „Aber am meisten freut uns, dass wir praktisch keine Members verloren haben.“

  • Romande Energie kauft im Wallis zu

    Romande Energie kauft im Wallis zu

    Romande Energie verstärkt seine Präsenz im Wallis. Wie der Waadtländer Energieversorger mitteilt, übernimmt er die Toutelec SA in Monthey. Der 1990 gegründete Installateur von Stromleitungen und Telefonanlagen ist ausser an seinem Hauptsitz auch mit Niederlassungen in Troistorrents und Vouvry im Unterwallis und in Ollon VD vertreten.

    Neu wird Toutelec Teil der Romande Energie Services SA. Die Dienstleistungstochter von Romande Energie ist ausser in der Waadt bereits in den Kantonen Genf und Freiburg vertreten und will ihr Angebot auf die gesamte Westschweiz ausweiten. Toutelec sei für seine Kompetenzen in den Bereichen Stromleitungen Telekommunikation und Sicherheit bekannt und gut im Unterwallis verankert, wird Alexandre Udry in der Mitteilung zitiert, bei Romande Energie Services für das Wallis zuständig. „Wir freuen uns darauf, künftig auf seine Professionalität rechnen zu können, um unsere Präsenz und unsere Kompetenzen in diesem Bereich zu stärken.“

  • Jean Nouvel renoviert  das Grand Hotel Geneva

    Jean Nouvel renoviert das Grand Hotel Geneva

    Anfang Jahr wechselte das Grand-Hotel Geneva die Betreiber: Fairmont Hotels & Resorts, eine der Luxusmarken aus der Accor-Gruppe, übernimmt von der Kempinski-Gruppe. Gleichzeitig wurde von der Eigentümerschaft, der Le Palace Genève SA, die umfassende Renovierung des Hotels angekündigt.

    Das Genfer 5-Sterne-Haus direkt am See mit Aussicht auf den Mont Blanc wird vom französischen Stararchitekten Jean Nouvel umgebaut. Er sicherte sich mit seinem Architekturbüro den Auftrag im Rahmen eines international ausgeschriebenen Architekturwettbewerbs. Das Genfer Partner-Büro von Brigitte Jucker-Diserens koordiniert das Projekt. Aus Nouvels Hand stammen unter anderen das KKL Luzern, die Oper von Lyon, die Galerie Lafayette in Berlin oder das nationale Museum in Doha. Er wurde 2008 mit dem Pritzker-Preis ausgezeichnet und hat bislang über 200 Bauwerke geschaffen.

    Höchste Energieeffizienz-Standards angepeilt
    Die Umbauarbeiten sollen Ende 2020 / Anfang 2021 beginnen, wenn alle Bewilligungen vorliegen. Ein Schwerpunkt der Renovierung liegt auf der Fassade. Sie soll perfekt in die Umgebung integriert werden und sich in Design und Materialien an die anderen in der Seebucht gelegenen Häuser anlehnen. Auch der Innenhof, die öffentlichen Bereiche sowie die Gastronomiebetriebe erfahren eine Erneuerung. Ausserdem soll das Hotel nach dem Umbau höchste Energieeffizienzstandards erfüllen. Abgeklärt wird zurzeit, ob sich eine thermische Heizlösung umsetzen lässt. Dann würde das Hotel mit Wasser aus dem Genfersee beheizt und gekühlt. Dieser Fokus auf Nachhaltigkeit steht im Einklang mit der Philosophie der Marke Fairmont.

    Das Hotel verfügt über 412 Zimmer, darunter 33 Suiten und 14 Apartments; drei Restaurants, eine Lounge und Bar mit Blick auf den See, ein beheizter Innenpool sowie ein Spa- und Fitnesscenter. Die Anzahl der Zimmer wird nach dem Umbau unverändert sein, wie der Presseverantwortliche der Fairmont Hotels & Resort, Philippe Eberhard, mitteilt. Das zentral gelegene Hotel bleibe während der Renovierung geöffnet. Die Kosten dürften sich laut Eberhard auf mehrere zehn Millionen Franken belaufen.

    Zurzeit umfasst das Portfolio von Fairmont 77 Hotels in 29 Ländern, darunter das GrandHotel Geneva. Ebenfalls am Genfersee liegt das Fairmont Le Montreux Palace. ■