Schlagwort: Geomatik

  • FHNW weiht Trimble Technology Lab ein

    FHNW weiht Trimble Technology Lab ein

    Die Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) hat im Campus Muttenz das weltweit 25. Trimble Technology Lab eröffnet. Wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht, liegt der Fokus auf Planung und Geomatik. Damit bietet das Technologiezentrum eine Gesamtlösung aus Hard- und Softwarekomponenten für die Lehre, Forschung sowie Aus- und Weiterbildung an einem zentralen Ort.

    Der Forschungsbereich Architektur, Bau und Geomatik profitiere von einer „einzigartigen Infrastruktur“, wird FHNW-Professor und Projektleiter Stephan Nebiker zitiert. Sie bringe Vorteile für Geomatik und Bauingenieurwesen, Virtual Design and Construction (VDC), nachhaltiges Bauen, Planen und Architektur.

    Zur Ausstattung gehören Augmented Reality-Lösungen, GPS-Systeme, innovative Robotik-Totalstationen und 3D-Laserscanner der neuesten Generation sowie Softwareanwendungen für das Datenmanagement, die digitale Planung und Kollaboration. Studierende könnten die Plattform für den Austausch untereinander nutzen, heisst es.

    Das neue Technologiezentrum wurde wie das im März 2022 mit Schwerpunkt Bauausführung eröffnete Trimble Technology Lab am FHNW-Campus Sursee LU vom Technologieunternehmen Trimble finanziell unterstützt.

  • Jobsharing am Institut Architektur der Hochschule für Architektur, Bau und Geomatik FHNW

    Jobsharing am Institut Architektur der Hochschule für Architektur, Bau und Geomatik FHNW

    Gerade mal 9.6% aller Teilzeitbeschäftigten in der Schweiz und nur 5.1% in der Baubranche arbeiten in einem Jobsharing , das heisst sie teilen sich ihre Stelle mit einer zweiten Person. Dieser Anteil wird nochmals geringer, wenn man sich Kaderfunktionen anschaut – gerade hier geht das Institut Architektur der Hochschule für Architektur, Bau und Geomatik FHNW aber mit positivem Beispiel voran und führt das bereits erfolgreich gelebte Prinzip des Topsharings fort. Ab Herbstsemester 2023 übernehmen Maya Scheibler und Sylvain Villard als Co-Professorin und Co-Professor die Lehre im Bereich Analyse, Entwurf und Konstruktion im zweiten Jahreskurs des Bachelor-Studiengangs des Instituts Architektur und wurden entsprechend durch den Fachhochschulrat der FHNW gewählt. Die Architektin und der Architekt führen bereits seit über zehn Jahren ein gemeinsames Büro in Basel, mit dem sie sich auf vielfältige Projekte, vom Wohnungsbau bis hin zu städtebaulichen Planungen, und Räume für Menschen mit verschiedensten Bedürfnissen spezialisiert haben.

    Gemeinsames Studium an der FHNW und Lehre als Hochbauzeichnerin und Hochbauzeichner
    Scheibler und Villard haben beide eine Lehre als Hochbauzeichnerin bzw.-zeichner abgeschlossen und lernten sich während des Bachelor- und Masterstudiums in Architektur an der FHNW kennen. Nur drei Jahre nach Studienabschluss gründeten sie das gemeinsame Büro in Basel. Sie setzen sich in Lehre und Arbeit gezielt mit der Frage nach nachhaltigen Baumaterialien auseinander, was für das Institut Architektur der Hochschule für Architektur, Bau und Geomatik FHNW ein tragender Fokus der Lehre ist: «Scheibler Villard verfügen über ein noch kleines, aber hochstehendes gebautes Werk, das seine Kraft insbesondere aus der Durcharbeitung bis in die Details der Konstruktion bezieht. Den Aspekt dieses explizit konstruktiven Entwerfens möchten wir am Institut Architektur weiter stärken, insbesondere vor dem Hintergrund der anstehenden Bauwende. Unseren Studierenden vermitteln wir als Kernkompetenz die konkrete Auseinandersetzung mit den Eigenschaften und Potentialen von Baumaterialien – und genau hier bringen Scheibler Villard spannende neue Ansätze», begründet Tim Seidel, Co-Institutsleiter des Instituts Architektur der Hochschule für Architektur, Bau und Geomatik FHNW, die Wahl.

    Von der Lehre zur Berufung als Professorin und Professor
    Weiter haben Scheibler Villard aber auch durch ihren unkonventionellen und ambitionierten Werdegang überzeugt, wie Seidel anfügt: «Mit ihren aussergewöhnlichen Lebensläufen nehmen die beiden eine wichtige Vorbildfunktion für unsere Studiereden ein. Sie zeigen, welche Karrierewege nach einer Lehre in der Schweiz offenstehen und dass wir an der FHNW eine qualitativ hochstehende Architekturausbildung bieten, die dafür als Sprungbrett dient.»

    Das Institut besetzt damit bereits die dritte Führungsstelle mit einer Co-Leitung. Bereits 2019 wurde eine entsprechende Stelle in der Lehre mit zwei Professorinnen besetzt. 2022 folgte ein Topsharing in der Besetzung der rotierenden Institutsleitung. «Die Führungsarbeit in Teamkonstellationen ist ein in der Praxis der Architekturbranche etabliertes Modell. Sie stärkt die inhaltliche Auseinandersetzung mit baulichen Fragestellungen und sichert damit die Qualität. Mit der Übertragung der Jobsharing-Idee auf Lehre und Forschung haben wir als Institut in den vergangen Jahren ebenfalls ausgezeichnete Erfahrungen gemacht und freuen uns, diese Reihe fortsetzen zu können», hält Seidel abschliessend fest.

    Maya Scheibler
    Maya Scheibler (1983) ist gelernte Hochbauzeichnerin und hat an der FHNW ihr Bachelor- und Masterstudium in Architektur erfolgreich abgeschlossen. Nach einem Auslandaufenthalt in Japan war sie bei Miller & Maranta AG in Basel tätig, bevor sie 2012 und nur drei Jahre nach Studienabschluss mit Sylvain Villard das gemeinsame Architekturbüro in Basel gründete. In den letzten Jahren wirkte sie in mehreren Kommissionen und als Gastkritikerin oder Expertin in Fachjurys mit, war zudem von 2012 bis 2016 Assistentin von Prof. Andrea Deplazes der ETH Zürich und unterrichtete zuletzt als Professorin Entwurf und Konstruktion an der Berner Fachhochschule in Burgdorf. Sie ist Mitglied der Ortsbildkommission der Gemeinde Riehen Basel-Stadt und Mitglied der Arealbaukommission des Kantons Basellandschaft.

    Sylvain Villard

    Auch Sylvain Villard (1980) ist gelernter Hochbauzeichner und hat an der FHNW studiert, ebenfalls mit einem erfolgreichen Bachelor- und Masterabschluss in Architektur. Nach verschiedenen Praktika und Austauschsemestern in Tokyo und Berlin, arbeitete er als Projektarchitekt bei Burkard Meyer Architekten in Baden und gründete 2012 mit Maya Scheibler das gemeinsame Büro. Bis 2018 war er Mitglied der SIA-Fachkommission «Städtebau und Architektur» und seit 2020 ist er gemeinsam mit Maya Scheibler Mitglied der Ortsgruppe

  • FHNW weiht Pavillon aus wiederverwerteten Bauteilen ein

    FHNW weiht Pavillon aus wiederverwerteten Bauteilen ein

    Im Rahmen des Jahresthemas Constructive Futures – beyond Concrete hat die Hochschule für Architektur, Bau und Geomatik der FHNW einen Wettbewerb unter den Studierenden des dritten Jahreskurses ihres Bachelor-Studiengangs Architektur durchgeführt. Aufgabenstellung war es, die Bauteile einer geschosshohen Holzrampe wiederzuverwenden, welche temporär am Schweizerischen Architekturmuseum angebracht war. Neu sollte ein vor Wind und Sonne geschützter Aufenthaltsort im Park des FHNW-Campus in Muttenz entstehen.

    Das im Wettbewerb siegreiche Projekt Silvestris wurde in einem fachübergreifenden Wahlpflichtkurs im vergangenen Frühlingssemester vertieft und umgesetzt, erläutert die FHNW in einer Mitteilung. Dabei seien „verschiedene konstruktive und statische Herausforderungen“ zu meistern gewesen. Zudem habe das Projekt die Grenzen der Wiederverwertbarkeit der Bauteile aufgezeigt. Konkret wies das Altholz der Rampe nicht die notwendige Festigkeit für die statisch relevanten Bauteile des geplanten Pavillons auf. Hier musste auf nicht von der Rampe stammendes Konstruktionsholz zurückgegriffen werden.

    Die nun fertiggestellte „Arena Zirkulär“ soll Mitgliedern der Hochschule und Quartierbewohnenden als Platz für Lehre, Darbietungen und als Ort der Nutzung und Mitgestaltung dienen. Am 27. September lädt die FHNW alle Interessierten zur Einweihung in den Park des Campus der FHNW in Muttenz ein. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

  • Neuer Re-Use-Pavillon am FHNW Campus Muttenz

    Neuer Re-Use-Pavillon am FHNW Campus Muttenz

    Ganz im Sinne des Jahresthemas «Constructive Futures – Beyond Concrete» haben sich die Studierenden des dritten Jahreskurses des Bachelor-Studiengangs Architektur unter der Leitung der Professorinnen Ursula Hürzeler und Shadi Rahbaran mit der Wiederverwendung von Bauteilen auseinandergesetzt. Ausganslage dafür war die geschosshohe Holzrampe, welche als urbane Intervention im Zuge der Ausstellung «Access for All – Architektonische Infrastrukturbauten São Paulo» 2021 an der Frontfassade des Schweizerischen Architekturmuseums S AM angebracht war. Diese Rampe wurde nach Ende der Ausstellung wieder abgebaut, und die Bauteile sollten nun einem neuen Verwendungszweck zugeführt werden.

    Architekturwettbewerb für Studierende
    Hierfür wurde im Herbstsemester 2021 ein Architekturwettbewerb unter den Studierenden veranstaltet. Die Aufgabe bestand darin, einen vor Wind und Sonne geschützten Aufenthaltsort im Park zu entwerfen, zur Nutzung und freien Bespielung für Hochschule und Quartier. Das aus dem Wettbewerb hervorgegangene Gewinnerprojekt «Silvestris» wurde zur Weiterentwicklung und Umsetzung ausgewählt. In der Folge haben die Studierenden die Entwurfsidee gemeinsam weiterentwickelt und im Frühlingssemester 2022 die Details innerhalb eines fachübergreifenden Wahlpflichtfachkurs weiter vertieft. Parallel dazu erfolgte der strukturelle Entwurf, die statische Dimensionierung, die Entwicklung der Knotenanschlüsse sowie die Ausführungsplanung durch das Institut Bauingenieurwesen unter der Leitung von Prof. Dr. Simon Zweidler, Leiter des Baulabors. Dabei kam vom Konstruieren bis zur Fertigung aller Stahlknoten zukunftsweisend die digitale Fabrikation zum Einsatz: Nach der vollständigen 3D-Modellierung sind die für die Abkantung benötigten Flächen per Software berechnet worden und die abgewickelte Fläche wurde per Laser aus dem Vollblech geschnitten; die nachgelagerte dreidimensionale Abkantung erfolgte ebenfalls vollautomatisch.

    Statische Herausforderungen
    Im Verlauf dieser detaillierten Planung galt es verschiedene konstruktive und statische Herausforderungen zu meistern. Auch zeigten sich die Grenzen der Wiederverwendbarkeit von Bauteilen; in diesem konkreten Fall hatte das Altholz nicht die notwendige Festigkeit, welche für die neue Arena und die geplante intensive Nutzung und Dauer erforderlich war. Dies führte zum Entscheid, die statisch relevanten Bauteile mit dafür vorgesehenem Konstruktionsholz mit entsprechender Festigkeit auszuführen und das Altholz teilweise für sekundäre Bauteile zu verwenden. Daraus resultierte ein wertvoller Lernprozess in Hinblick auf die Komplexität und Herausforderungen der Wiederverwendung von Bauteilen. Die ursprüngliche Struktur der Rampe widerspiegelt sich jedoch nach wie vor in den Abmessungen der Elemente und der Gestalt der neuen Arena.
    Die so geschaffene Arena soll diverse Nutzungsmöglichkeiten bieten. Durch das Dach aus leichtem Gewebe entsteht ein schattiger Aufenthaltsort, welcher nicht nur der Lehre und dem Unterricht der Hochschule dienen kann, sondern auch Platz für Darbietungen gibt und auch die Anwohnenden im Quartier zur Nutzung und Mitgestaltung einlädt. Das Siegerprojekt sowie alle anderen durch die Studierenden entwickelten Projektvorschläge sind zudem in einer Ausstellung im Windfang des Campusgebäudes öffentlich ausgestellt.

  • Der Bachelorstudiengang Geomatik legt Fokus auf die Zukunft der Branche

    Der Bachelorstudiengang Geomatik legt Fokus auf die Zukunft der Branche

    Seit den Ursprüngen der Vermessungs-Ausbildung an der heutigen FHNW vor fast 60 Jahren hat sich die Geoinformationswelt radikal verändert. Während sich das Berufsfeld früher auf die Vermessung und dann auch auf Geoinformationssysteme konzentrierte, nehmen Abgängerinnen und Abgänger heute zunehmend Aufgaben in weiteren Anwendungsbereichen wahr, bspw. in den zukunftsweisenden Bereichen GeoBIM, Infrastrukturmanagement, Umweltanalyse oder in der datengestützten Planung. 

    Um dem steigenden Bedarf an Fachkräften in allen Bereichen der Geomatik gerecht zu werden, wird der Bachelorstudiengang Geomatik überarbeitet, mit Start im Herbst 2022. Es wurden vier neue ganzheitlich und interdisziplinär ausgelegte Vertiefungsprofile geschaffen, in welchen Fach- und Methodenkompetenzen im Kontext aktueller Anwendungsgebiete vermittelt werden. Dies stets auch mit Blick auf künftige Berufsbilder und die Bedürfnisse einer sich wandelnden und diversifizierenden Branche. Mit dem Fokus auf projektbasiertem Lernen werden in jedem Profil fächerübergreifende Projektmodule mit komplexen Fragestellungen aus der Praxis sowie ein Feldkurs angeboten. Die Kombination von Haupt- und Nebenprofil garantiert, dass Absolvent*innen neben einer Spezialisierung auch über die gewünschte Breite an Fachwissen verfügen.  

    Mit der Berufung von Christian Gamma zum Professor für Landmanagement und Katastersysteme ist das neue Profil GeoDesign und Landmanagement mit einem Experten aus der Praxis von Beginn weg stark aufgestellt. 

    Der gelernte Vermessungszeichner und studierte Geomatikingenieur Christian Gamma ist patentierter Ingenieur-Geometer und leitete die letzten Jahre als Kantonsgeometer das Vermessungsamt des Kantons Aargau. Seit 2016 ist er als externer Dozent für Amtliche Vermessung am Institut tätig. Die nachhaltige Entwicklung und Nutzung des Raumes sieht er als große Herausforderung, zu der die Geomatik wichtige Beiträge leistet: «Dank interdisziplinärer Zusammenarbeit unter der Führung der Geomatik werden die Räume gestaltet und neu geordnet. Die Ergebnisse gilt es anschließend in einem aktuellen, zuverlässigen, verbindlichen, öffentlichen und amtlichen Informationssystem, dem sog. Kataster, geometrisch und beschreibend festzuhalten. Ich freue mich darauf diese Entwicklung zu begleiten und die zukünftigen Fach- und Führungskräfte auf diese interessanten und anspruchsvollen Aufgaben vorzubereiten.» 

    Das Redesign des Bachelorstudiengangs Geomatik setzt neben inhaltlichen Neuerungen auch auf die Förderung des selbst gesteuerten Lernens und der kritischen Selbstreflexion. Die Schaffung von Freiräumen bspw. zur Belegung von Wahlmodulen trägt zur Selbständigkeit der Studierenden bei und befähigt sie, auch nach Abschluss ihres Studiums lebenslanges Lernen als Teil ihres Portfolios in die Praxis einzubringen. So sind die künftigen Absolvent*innen mehr denn je bereit für die Herausforderungen und Entwicklungen der Zukunft und eine Bereicherung für die Unternehmen und Organisationen, die künftig von ihrem Fachwissen profitieren dürfen. 

  • Neue Professorin für Analyse, Entwurf und Konstruktion bringt zukunftsorientierte Impulse

    Neue Professorin für Analyse, Entwurf und Konstruktion bringt zukunftsorientierte Impulse

    Ab März wechselt Friederike Kluge von der Fachhochschule in Konstanz an Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW und freut sich auf diese neue Herausforderung: «Mich interessiert die Frage, wie das Bauen in der Zukunft aussieht. Der status quo kann langfristig nicht funktionieren. Meine Hoffnung und mein Ziel sind deshalb, in der Forschung und zusammen mit den Studierenden Lösungen zu finden, wie wir das Bauen in Zukunft gestalten können. Klimaneutrales und klimapositives Bauen müssen fokussiert angegangen werden, stets unter Beachtung von biologischer Diversität. So geht es beispielsweise im ersten Jahr darum, junge Menschen an das Fachgebiet Architektur heranzuführen, ihnen die Grundthemen zu vermitteln und dennoch Raum für Entwicklung und Kreativität zu lassen. Diese Spannung zwischen fixen, z.B. physikalischen Grössen, die unumstösslich sind, und Veränderung, welche für eine nachhaltige Zukunft unerlässlich ist, interessiert mich und ich freue mich darauf, diese an der FHNW gemeinsam mit meinen Kolleginnen und Kollegen zu erforschen und weiterzuentwickeln. Immer mit dem Ziel, architektonisch qualitätsvolle Gebäude zu schaffen»

    Friederike Kluge studierte Architektur an der Universität Karlsruhe und sammelte an der Professur für Gebäudelehre und Entwerfen, Prof. Daniele Marques, und am Institut für Bildende Künste, Prof. Stephen Craig, erste Erfahrungen in der Lehre. Neben dem Architekturstudium absolvierte sie das fachübergreifende Begleitstudium «Angewandte Kulturwissenschaften» mit dem Ziel, Gebäude zu entwerfen, die das Wissen vieler Fächer zusammenführen und gleichzeitig einen eigenen, unverkennbaren Charakter besitzen.

    Während ihrer fünfjährigen Arbeit bei Buchner Bründler Architekten in Basel konnte sie unter anderem am Schweizer Pavillon für die Expo in Shanghai 2010 arbeiten, sowie als Projekt- und Bauleiterin am Wohnhaus «Bläsiring» in Basel.

    Seit 2012 selbständig, gründete sie Anfang 2014 zusammen mit Meik Rehrmann das Büro «Alma Maki» in Basel. Gemeinsam vertreten sie die Ansicht, dass Architektur dazugewinnt, wenn sie von der ersten Skizze bis zur Baufertigstellung einen ganzheitlichen Prozess darstellt und die architektonische Grundidee in den Details noch erkennbar ist. Um dies bestmöglich kontrollieren zu können, setzt das Büro die geplanten Projekte, wenn möglich, auch handwerklich um und wurde für diese Herangehensweise 2018 mit dem ersten Preis des «Schweizer Foundation Award» ausgezeichnet.

    Seit 2013 vermittelt Frederike Kluge ihre Überzeugung der konzeptuell-entwerferischen, darstellerischen und auch gebauten Stringenz u.a. im Rahmen eines Lehrauftrags an der Professur für Architektur und Konstruktion, Annette Spiro, ETH Zürich und seit 2019 an der HTWG Konstanz, wo sie die Fächer Baukonstruktion und Entwerfen konsequent auf den Themenschwerpunkt Nachhaltiges Bauen ausrichtete. So organisierte sie beispielsweise einen Workshop mit dem Titel «Das architektonische Detail in Zeiten der Klimakrise». In der Folge gründete sich die Gruppe «Countdown 2030» . Die Gründungsidee war, einen Leitfaden zu entwickeln und eine Countdownuhr über dem Architekturmuseum zu installieren, welche die Architekturbranche darauf sensibilisiert, beherzte Maßnahmen in der Architekturpraxis zu ergreifen und eine zukunftsfähige Baukultur zu entwickeln. Die Gruppe hat mittlerweile über 50 aktive Mitglieder, veranstaltet Workshops, Podiumsdiskussionen und Ausstellungen, ist beteiligt an Jurys und in städtischen Gremien aktiv, publiziert zu verschiedenen Themen Beiträge in Fachzeitschriften und wurde für seine Tätigkeit mit dem «Faktor 5 Publikumspreis» und mit einer Nominierung für den Swiss Art Award ausgezeichnet. 

    Das Institut Architektur freut sich ausserordentlich, dass eine solch engagierte und zukunftsorientierte Persönlichkeit gewonnen werden konnte. 

    Quellen:
    Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW
    Hochschule für Architektur, Bau und Geomatik www.fhnw.ch/habg 

  • FHNW bekommt Professorin für zirkuläres Bauen

    FHNW bekommt Professorin für zirkuläres Bauen

    Kreislaufwirtschaft ist für das Institut Nachhaltigkeit und Energie am Bau der Hochschule für Architektur, Bau und Geomatik der FHNW ein wichtiger Bestandteil von umwelt- und ressourcenschonendem Bauen. Um Forschung und Bildung bei den Themenbereichen energieeffizientes und klimaneutrales Bauen, integrale Gebäudetechnik, nachhaltiges Bauen und Betreiben, ressourceneffizientes und zirkuläres Bauen sowie gesundheitliche Aspekte in Gebäuden weiterzuentwickeln, richtet das Institut die Professur Zirkuläres Bauen ein. Den entsprechenden Lehrstuhl soll die Architektin Andrea Klinge übernehmen.

    Klinge hat Architektur an der Technischen Universität Berlin studiert, informiert die FHNW in einer Mitteilung zur neuen Professur. Nach einer Weiterbildung im nachhaltigen Bauen an der London Metropolitan University war die designierte Professorin in verschiedenen Architekturbüros in London, Rom und Berlin tätig. Derzeit ist Klinge bei ZRS Architekten Ingenieure Berlin aktiv. Hier habe die studierte Architektin und gelernte Tischlerin eine Forschungsabteilung etabliert, heisst es in der Mitteilung.

    In ihrem neuem Amt will Klinge „die aktuellen Herausforderungen im Bausektor“ angehen. „Dieser ist einer der ressourcenintensivsten Wirtschaftssektoren weltweit und trägt massgeblich zum Klimawandel bei“, wird die designierte Professorin in der Mitteilung zitiert. „Um die Pariser Klimaziele einzuhalten, bedarf es dringend konsequenter Ansätze, die die notwendige Bauwende im Bausektor umsetzen.“ Barbara Sintzel, Leiterin Institut Nachhaltigkeit und Energie am Bau, zufolge verfügt Klinge „über Fachexpertise, um der Anwendung von ReUse-Bauteilen und erneuerbaren Baustoffen in der Praxis mit angewandter Forschung zum Durchbruch zu verhelfen und damit die Bauwende möglich zu machen“.