Schlagwort: Geschichte

  • Neue Kraft in der Schweizer Equans Switzerland

    Neue Kraft in der Schweizer Equans Switzerland

    Der Rebranding-Prozess ist in vollem Gange und wird sich über die kommenden Monate erstrecken. Ab dem 1. Juli 2024 werden die «Bouygues E&S InTec Schweiz AG» in «Equans Switzerland AG» und die «Bouygues E&S Prozessautomation AG» in «Equans Switzerland Process Automation AG» umbenannt. Diese Änderungen betreffen jedoch nicht die bestehenden Geschäftsbeziehungen.

    Auch die Tochtergesellschaften erfahren Anpassungen unter der neuen Dachmarke. Bereits im Januar 2024 wurde der Facility Management-Bereich in «Equans Switzerland Facility Management AG» umbenannt. MIBAG Property Managers und Kummler+Matter EVT AG haben neue Logos erhalten. Die Bouygues E&S EnerTrans AG wird als EnerTrans Switzerland AG eigenständig und erhält ebenfalls ein neues Logo.

    Erweiterung des Dienstleistungsportfolios
    Die strategische Zusammenlegung ermöglicht es Equans Switzerland, ihr Dienstleistungsportfolio zu erweitern und noch gezielter auf die Bedürfnisse der Kunden einzugehen. Die Schwerpunkte liegen in den Bereichen Gebäudetechnik, Energieversorgung und -effizienz, Facility Management, Smart City, Verkehrsinfrastruktur und digitale Transformation. Ziel ist es, die führende Position in diesen Bereichen weiter auszubauen.

    Chancen und Herausforderungen
    Claudio Picech betont die Bedeutung dieses Zusammenschlusses: «Die Zusammenführung von Bouygues E&S und Equans ist ein anspruchsvolles Projekt, das grosse Chancen birgt. Das Schweizer Unternehmen darf auf über 180 Jahre Tradition und Geschichte zurückblicken, was uns alle sehr stolz macht. Die kommenden Monate werden herausfordernd, aber auch vielversprechend sein. Dabei spielt die Beteiligung aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine zentrale Rolle. Auch der persönliche Kontakt mit allen Angestellten liegt mir sehr am Herzen. Gemeinsam wollen wir diesen Wandel nutzen, um unsere Attraktivität als Arbeitgeber zu steigern.» Ganz nach dem Motto: Gemeinsam Zukunft gestalten.

    Mit diesen strukturellen und strategischen Änderungen positioniert sich Equans Switzerland als zukunftsorientiertes Unternehmen, das bereit ist, die Herausforderungen der kommenden Jahre erfolgreich zu meistern und die Branche nachhaltig zu prägen.

  • Von Antiken Ursprüngen bis zur modernen Architektur

    Von Antiken Ursprüngen bis zur modernen Architektur

    1. Entwicklung in Europa
      In Europa war Holz bis in die Neuzeit ein beliebtes Baumaterial. Die Bauweisen entwickelten sich von Block- zu Pfostenbauten, wobei letztere besonders in waldarmen Gegenden geschätzt wurden. Diese Pfostenbauten, die weniger Holz benötigten und flexible Füllmaterialien wie Lehm verwendeten, hatten aufgrund der Feuchtigkeit jedoch eine begrenzte Lebensdauer.
    2. Revolution durch Fachwerkbau
      Der Fachwerkbau, der sich seit dem 12. Jahrhundert in Nordalpenregionen etablierte, brachte eine Revolution in der Bautechnik mit sich. Diese Bauweise ermöglichte langlebigere Strukturen durch die Verwendung von Pfosten und Streben, die Feuchtigkeitsschäden reduzierten und den Bau von mehrstöckigen Gebäuden ermöglichten. Fachwerkbauten zeichnen sich durch ihre dekorativen Fassaden und technische Raffinesse aus.
    3. Ostasiatischer Holzbau
      Im Unterschied zum europäischen Holzbau ist der traditionelle ostasiatische Holzbau hauptsächlich ein Skelettbau, der sich durch seine komplexen Dachkonstruktionen auszeichnet. In diesem Baustil tragen nicht die Wände, sondern die Dachkonstruktionen die Hauptlast, was zu einer einzigartigen Raumwirkung und Erdbebensicherheit führt.
    4. Einfluss der Industrialisierung
      Mit dem Beginn der Industrialisierung im 19. Jahrhundert in Europa setzte die Ablösung des herkömmlichen Holzbaus durch Mauerwerk und Stahlbeton ein. Trotzdem erfuhr Holz durch Innovationen wie verleimte Holzträger und neue Konstruktionstechniken eine Wiederbelebung und Weiterentwicklung.
    5. Renaissance des Holzbaus im 21. Jahrhundert
      Seit dem Beginn des neuen Jahrtausends erlebt der Holzbau eine Wiedergeburt, angetrieben von ökologischen Vorteilen und technischen Innovationen. Moderne Bauweisen umfassen hybride Konstruktionen aus Holz, Beton und Stahl. Diese Entwicklungen haben zu einer vielfältigen und energieeffizienten Verwendung von Holz in der Architektur geführt.
    6. Die Zukunft des Holzbaus
      Der Holzbau hat sich nicht nur in der Bauweise, sondern auch in der Wahrnehmung verändert. Von traditionellen Methoden bis zur digitalen Fertigung und BIM ist Holz heute ein hochmoderner, vielseitiger Baustoff. Mit zunehmender Akzeptanz in der Baugesetzgebung und kontinuierlicher technischer Innovation bleibt Holz ein zentrales Element moderner Architektur.

    Holz als Baumaterial hat eine tiefe historische Verwurzelung, die bis in die Jungstein- und Bronzezeit zurückreicht. Wie prägend war das Holz schon damals für den Bau von Pfahlbauten in der Bodenseeregion und der Ostschweiz? Welche faszinierenden Einblicke bieten uns diese frühzeitlichen Holzbauwerke? Sie entstanden aus dem Bedürfnis, Wälder für Ackerflächen zu roden. Und so ermöglichten sie nicht nur die Besiedelung von Seenahen Gebieten, sondern schufen auch Schutz und neue Transportwege. Ein erstaunliches Zeugnis vergangener Zeiten, das uns bis heute beeindruckt.

  • Glattpark – oder wie aus einem Sumpf eine Stadt wird

    Glattpark – oder wie aus einem Sumpf eine Stadt wird

    Das Oberhauserriet – der heutige Glattpark – hat eine lange und bewegte Geschichte hinter sich. Mehr als vierzig Jahre dauerte die Planung der Bebauung des ehemaligen Sumpf- und Landwirtschaftsgebietes. Nach der Verabschiedung des Quartierplans 2001 nahm die Entwicklung jedoch Fahrt auf: In rasantem Tempo entstand auf der einst grünen Wiese ein neuer Stadtteil von Opfikon, mit aktuell rund 5780 Bewohnern und 3100 Arbeitsplätzen im Quartierplangebiet. Heute hat der Glattpark in seiner Einmaligkeit Modellcharakter. Ein neues Buch, das Mitte September erschien, zeigt Herausforderungen und Lösungen auf dem Weg von der Wiese zum Stadtteil auf und zeichnet die einzelnen Entwicklungsschritte nach.**

    Einer Vision Leben einhauchen
    Massgeblich zum Erfolg des Glattparks trug die Gründung einer bis dahin in der Schweiz einzigartigen Organisation im Jahr 2000 bei: ein Zusammenschluss mehrerer Grundeigentümer zu einem übergeordneten Gebietsmarketing, das für die Gesamtvermarktung des Oberhauserriets verantwortlich zeichnete. Ziel war es, eine gemeinsame Marke zu schaffen, von der wiederum alle Einzelprojekte profitieren würden. Die neue Organisation – das Gebietsmarketing Glattpark – sollte einerseits als Informationsdrehscheibe für die Grundeigentümer, die Medien und die breite Öffentlichkeit fungieren, andererseits sollte sie den einzelnen Grundeigentümern Marketing Services zur Verfügung stellen. Doch in erster Linie sollte sie einer Vision Leben einhauchen, denn im Oberhauserriet sollten nicht einfach Büros und Wohnungen entstehen – hier würde eine städtebauliche Vision realisiert werden. Die Kommunikation zum Entwicklungsgebiet erforderte deshalb eine Denkweise, die über die reine Bewerbung einzelner Projekte hinausging.

    Marketingoffensive für eine Wiese
    Angesichts des damals eher schwierigen wirtschaftlichen Umfeldes muss die Gründung eines gemeinsamen Gebietsmarketings als mutig bezeichnet werden. Die Entwicklungen am Flughafen bzw. in Sachen Fluglärm, die ungewisse Realisierung der Glattalbahn – für den neuen Stadtteil ein nicht zu unterschätzender Standortvorteil –, aber auch die generell schwierige wirtschaftliche Lage liessen «grosse Würfe» schwierig erscheinen. Das Gebietsmarketing Glattpark war sich dieser Tatsache von Anfang an bewusst, sah jedoch die Gesamtqualität des Gebiets als Chance. Der Erfolg gab dem Gebietsmarketing schon bald recht: Die Organisation entwickelte sich dank umfassender Marketing- und Kommunikationsmassnahmen innert kurzer Zeit zur zentralen Informations- und Anlaufstelle für den neuen Stadtteil. Bei der Vermarktung des Gebiets ging es anfangs in erster Linie darum, die Vision sichtbar zu machen. Dazu setzte das Gebietsmarketing Glattpark einerseits auf Visualisierungen, andererseits auf ein grosses Modell, das laufend aktualisiert wurde. Im eigens eingerichteten Showroom konnten sich Interessierte und Investoren ein Bild des künftigen Stadtteils machen. Ergänzend bot eine umfassende Webseite zahlreiche Informationen. Events, Messeauftritte und klassische Medienarbeit ergänzten die Vermarktungsmassnahmen. Und schliesslich wurde aus dem ehemaligen Riet sogar eine Ortschaft: 2005 wurde der Glattpark offiziell zu einem eigenen Stadtteil mit der postalischen Anschrift «8152 Glattpark (Opfikon)». Angestossen wurde der Prozess von den Grundeigentümern: Diese waren richtigerweise überzeugt, dass die Postadresse «Glattpark» viel zur Markenbildung beitragen würde.

    Koordination zwischen Grundeigentümern und Stadt
    Ein weiterer wichtiger Erfolgsfaktor für die Entwicklung des Glattparks war die enge Zusammenarbeit zwischen der Stadt Opfikon und den Grundeigentümern. Die Komplexität der Entwicklung eines neuen Stadtteils machte es auch auf Seite der Stadt Opfikon erforderlich, neue Organisationsformen zu schaffen: das Gebietsmanagement Glattpark. Die neue Organisation erhielt vom Stadtrat Opfikon den Auftrag, die strategische und operative Geschäftsführung im neuen Stadtteil zu übernehmen. Das Gebietsmanagement sollte die Bedürfnisse aller Verwaltungsabteilungen der Stadt, die den Glattpark betrafen, in den Entwicklungsprozess einbeziehen. Hauptaufgabe des Gremiums waren jedoch die übergeordnete Koordination und der Informationsaustausch unter den Beteiligten. Einsitz im Gebietsmanagement hatten Behördenvertreter, Verwaltungsangestellte, Grundeigentümervertreter sowie externe Spezialisten aus den Bereichen Raumplanung, Marketing, Betriebswirtschaft und Sozialwissenschaft.

    Was das urbane Herz begehrt
    Mit dem rasanten Baufortschritt im Glattpark belebte sich der neue Stadtteil rasch – und entwickelte dank der Gründung eines aktiven Quartiervereins, der Eigeninitiative engagierter Einwohner und externer Veranstalter eine eigene Quartieridentität. Der «Glattpark-Barometer» zeigte die Anliegen der Bewohner auf – und initiierte diverse Massnahmen zur Verbesserung der Lebensqualität. So wurde Glattpark auch bei Familien immer beliebter; und die Forderung nach einem eigenen Schulhaus wurde entsprechend lauter. Nach mehreren Volksabstimmungen steht dessen Realisierung nun nichts mehr im Weg. Und damit bietet der neue Stadtteil nun bald wirklich alles, was das urbane Herz begehrt: eine umfassende Quartierversorgung mit Einkaufsmöglichkeiten und Dienstleistungen, optimale Anbindung an den öffentlichen Verkehr, eine grosszügige Parklandschaft mit eigenem See, Kinderkrippen, Kindergarten und bald ein Primarschulhaus. ■

    *Alexandra Vogel ist Leiterin der Geschäftsstelle der Schweizerischen Vereinigung für Standortmanagement SVSM

    ** Das Buch «Glattpark – eine Stadt entsteht», herausgegeben von der IGG Glattpark, kann per E-Mail an info@glattpark.ch oder per Telefon 043 211 50 10 zum Preis von CHF 50, zzgl. Versandkosten, bestellt werden. Das Buch mit hochwertigem Hardcover-Einband im Format 24 x 34 cm zeichnet auf 128 Seiten mit Texten, Bildern, Zitaten und Zeitungsartikeln die bewegte Geschichte des Entwicklungsgebietes nach. Das Buch ist deit Mitte September erhältlich.

  • Altenrhein – Areal mit Geschichte

    Altenrhein – Areal mit Geschichte

    Von damals zu heute
    Das Areal Altenrhein blickt auf eine lange und bewegte Geschichte zurück: Mit dem Bau der Dornier-Werke und des Flugplatzes in den 1920er-Jahren erlebte das ehemalige Fischerdorf Altenrhein einen Aufschwung ohnegleichen. Der Flugzeughersteller Dornier galt damals als eines der modernsten Unternehmen der europäischen Luftfahrtindustrie. Nach dem Zweiten Weltkrieg wechselte das unter dem Namen FFA Flugzeugwerke Altenrhein AG bekannte Areal mehrmals den Besitzer. 1997 übernahm Schindler Waggon einen Grossteil davon. Zehn Jahre später wurde der Waggonbaubereich von Stadler Rail übernommen. 2018 gab
    der Schienenfahrzeughersteller bekannt, dass er 2021 mit einem Grossteil der Produktion in seinen Neubau nach St. Margrethen umziehen werde.

    Etwas ist aber immer gleich geblieben: Seit 100 Jahren wird in Altenrhein Grosses erschaffen. Die Lage im Vierländereck ist kaum zu überbieten, und das direkte Umfeld ist für alle Seiten bereichernd. Die Nähe zum Flughafen St. Gallen-Altenrhein sowie der eigene Gleisanschluss zum Streckennetz der SBB sorgen für eine hervorragende Anbindung an nationale und internationale Beschaffungs- und Absatzmärkte. Mit einer Grösse von ca. 110 000 m2 und einer vermietbaren Fläche von 55 000 m2 hat das Areal in Altenrhein zudem eine grosse Bedeutung in der gesamten Ostschweiz.

    Individuelles Arealmanagement gefordert
    Der Bereich Mixed-Use Site Management von Wincasa betreut seit Anfang 2017 erfolgreich gemischt genutzte Grossareale in der ganzen Schweiz. Mit dem Gewinn des Swisscanto-Mandats Werkplatz Altenrhein Mitte 2019 kommt nun eine ganz neue Dimension hinzu. Die Herausforderungen unterscheiden sich stark von herkömmlichen Arealen, die schweizweit durch die Spezialisten von Wincasa betreut werden.

    Beim Management von Industriearealen geht es vor allem um Tätigkeiten und Anforderungen rund um produzierende Unternehmen. Damit in der Schweiz konkurrenzfähig und hochwertig produziert werden kann, müssen die Bedürfnisse der Kunden schnell erkannt sowie umgehend und sehr individuell darauf eingegangen werden. Hinzu kommen auch die strategischen Bereiche der Weiterentwicklung, Kostenoptimierung und optimale Positionierung im Markt. Professionalität, Sicherheit und Eingespieltheit zwischen den verschiedenen Disziplinen sind das A und O eines reibungslosen Betriebs. Fehler im Betrieb hätten grosse Folgen.

    Die Dienstleistungen für Altenrhein sind speziell auf die Bedürfnisse der Mieter aus den Bereichen Industrie, Handwerk und Logistik zugeschnitten. Es handelt sich um Leistungen wie z.B. Botendienste, Reparaturservices, individuelle Reinigung oder die Organisation von Kundenanlässen. Nebst der Entsorgung, welche den höchsten Anforderungen des Kantons St. Gallen entspricht, bietet das Areal auch die Entsorgung von Sondermüll an. Da Produktionsfirmen immer flexibler arbeiten und produzieren möchten, ist darüber hinaus ein stetiger Ausbau der Dienstleistungen für die Mieter im Areal geplant.

    Aktuelle Herausforderungen
    Durch den angekündigten Wegzug von Stadler Rail bot sich Eigentümer und Management die Möglichkeit zu einer Neupositionierung des Areals: von einem Ort mit ein paar wenigen hin zu einem Ort mit mehreren Mietern. Ein umfassendes Rebranding, gepaart mit intensiven Vermarktungsaktivitäten, leitete die ersten Schritte ein. Erste Erfolge sind bereits zu verzeichnen, und das Interesse am Markt ist vorhanden. Durch das clever und flexibel gestaltete Raumangebot ist damit zu rechnen, dass der Vermarktungsprozess erfolgreich zu Ende geführt werden kann. ■