Swiss Life Asset Managers möchte mit der Übernahme der Schlieremer Gewerbe- und Handelszentrum AG (GHZ) ihre Position im Life Sciences-Sektor stärken, wie aus einer Mitteilung hervorgeht. Die GHZ hat das ihr gehörende Wagi-Areal entwickelt. Dort sind nun auf einer Mietfläche von 143’000 Quadratmetern insgesamt rund 250 Unternehmen und Organisationen aus der Life Sciences-Branche ansässig, die über mehr als 2400 Arbeitsplätze verfügen. Auch der Bio-Technopark Schlieren ist auf dem Areal angesiedelt.
Der Standort der GHZ bleibt erhalten, die Mitarbeitenden werden übernommen und auch GHZ-Geschäftsführer Walter Krummenacher wird weiterhin als Ansprechpartner für die Mieter fungieren und das Areal mit seinen Mitarbeitenden weiterentwickeln. „Wir sind sehr glücklich, mit Swiss Life Asset Managers eine verlässliche Partnerin gefunden zu haben, die unsere Werte und unser langfristiges Engagement für Immobilien und Life Science als Beitrag für die Gesellschaft teilt. So wird die Vision unseres Gründers Leo Krummenacher in die Zukunft getragen“, wird Walter Krummenacher in der Mitteilung zitiert.
Swiss Life Asset Managers will mit der Übernahme des „dynamischen und wachstumsstarken Zentrums mit langfristigem Wertschöpfungspotential“ den Fokus auf Investitionen in den Bereichen Living, Logistics, Light Industrial und Life Science und Tech („4L“) unterstreichen. „Wir freuen uns sehr, mit dem erfahrenen Team von GHZ die beeindruckende Entwicklung des Areals fortzusetzen. Swiss Life Asset Managers ist von der Attraktivität und der Zukunftsstärke von Life-Science-Immobilien überzeugt, da sie für unsere Wirtschaft wie auch für unsere Gesellschaft von grosser Bedeutung sind“, heisst es von Paolo Di Stefano, Head of Real Estate Switzerland bei Swiss Life Asset Managers.
Planon hat eine strategische Partnerschaft mit PROMOS consult, einem Berliner SAP-Partner mit Schwerpunkt auf Wohn- und Gewerbeimmobilien sowie Facility Management, bekanntgegeben. Die Zusammenarbeit erstreckt sich auf die DACH-Region. Das weltweit agierende niederländische Proptech-Unternehmen, das in der Schweiz mit einer Niederlassung im Technopark Zürich vertreten ist, bietet ebenfalls Softwarelösungen für das Immobilien- und Facility-Management an.
Wie es in Planons Mitteilung heisst, ist das Ziel dieser Partnerschaft, Prozesse zu optimieren, Abläufe zu vereinfachen und die Zufriedenheit der Mieterinnen und Mieter zu steigern. Dabei würden Planons innovative Lösungen für das Gebäudemanagement mit PROMOS‘ fundiertem Branchenwissen und breitem Angebotsportfolio für die Kernprozesse der Immobilienverwaltung kombiniert.
«Wir sind von den umfangreichen Möglichkeiten überzeugt, die diese Partnerschaft bietet», wird Planon-COO Stephan Mau zitiert. «Gemeinsam werden wir den Promos-SAP-Kunden eine zukunftsweisende Lösung für das Immobilienmanagement bieten.» PROMOS-CIO Volker Schulz zeigt sich «überzeugt, dass unsere Kunden von der gebündelten Kompetenz beider Unternehmen profitieren und wir somit den deutschsprachigen Markt nachhaltig transformieren werden».
Die Immatica AG hat Anfang 2024 die Baubewilligung für ein Gewerbegebäude auf dem Gelände der Matica AG in Kaltenbach, zu der sie gehört, erhalten. Die Matica AG ist auf die Herstellung energieeffizienter Speicher und den Bau von Spezialbehältern spezialisiert. Mieterin des 1500 Quadratmeter grossen Neubaus werde ab Anfang 2025 die Post AG, da der bisherige Standort in Stein am Rhein SH zu klein geworden sei, heisst es in einer Mitteilung.
Das Flachdach wird mit einer 1000 Quadratmeter grossen Photovoltaikanlage (PV) ausgestattet. Eine neuartige Speichertechnologie soll das Gebäude auch im Winter mit Sonnenenergie versorgen können. Mit einer Sorptionswärmepumpe (SWP) lasse sich durch einen chemischen Prozess das Potential der Sonnenenergie beliebig lange speichern. Beim Umkehrprozess entstehe Wärme, die sich im Winter zum Heizen nutzen lasse. Die SWP löst mehrere Herausforderungen der Energiewende: Aus Sicht des Anlagenbetreibers erhöht sie den Eigennutzungsgrad der PV-Anlage und federt so Energiepreisschwankungen besser ab, heisst es in der Mitteilung. Darüber hinaus trägt sie dazu bei, saisonale Schwankungen im Stromnetz zu reduzieren. Damit entlastet sie das Netz und reduziert den notwendigen Netzausbau. Durch den Einsatz der PV-Anlage mit einer Jahresleistung von rund 215 Kilowatt-Peak könnten 33 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart werden.
Die Post AG möchte bis 2030 all ihre Briefe klimaneutral zustellen. Mit dem von der PV-Anlage generierten Strom sollen alle elektrischen Anlagen im Gebäude sowie die elektrische Ladeinfrastruktur für die Elektrofahrzeuge versorgt werden. Die SWP in Kaltenbach ist die zweite Pilotanlage, die von der Matica AG in Zusammenarbeit mit der Hochschule Luzern und der Helbling Technik AG umgesetzt wird. Im Sommer 2024 startet eine erste Anlage in der Tierkörpersammelstelle der Stadt Frauenfeld ihren Betrieb.
Das bewährte Kreditfinanzierungsmodell wird es SASTECH ermöglichen, ihre Energieoptimierungslösungen als Dienstleistung ohne Vorabinvestitionskosten anzubieten, was die Nachfrage vergrössert und die Umsetzung von Energieeffizienzmassnahmen in Norwegen und darüber hinaus beschleunigt. Beliebte Massnahmen im Angebot umfassen die Installation von Wärmepumpen und Anlagen zur Abwärmenutzung sowie Dachsolaranlagen und Batteriespeichersysteme. Das Unternehmen wird von einer erfahrenen Geschäftsleitung rund um den Pionier erneuerbarer Energien, Dr. Alf Bjørseth, geführt.
Energiepreisanstiege, erhöhte Volatilität und daraus resultierende Bedenken um die Energiesicherheit haben Energieeffizienz auf die Agenda von vielen Unternehmen gebracht, für welche Energiekosten und Energieunabhängigkeit vormals kein Investitionsfokus waren. Während der Energiekonsum von energieintensiven Industrieunternehmen schon immer eng überwacht wurde, ist dies mittlerweile auch für Besitzer und Betreiber von Gewerbeimmobilien eine Notwendigkeit geworden. Die massgeschneiderte Finanzierungslösung befähigt Unternehmen, die steigende Nachfrage nach Energiedienstleistungen bedienen zu können.
Mit dieser Transaktion intensiviert die Firma Kreditplattform die Investitionstätigkeit in Skandinavien, investiert zum ersten Mal in Norwegen und erhöht die Anzahl abgedeckter Länder auf 18. Da sich die Investitionsphase für den SEEF II dem Ende zuneigt, befindet sich SUSI bereits im Fundraising für den Nachfolger, den SUSI Energy Efficiency and Transition Credit Fund, für den ein erstes Closing noch vor Jahresende erwartet wird.
Die Aktivität auf den weltweiten Immobilien-Investmentmärkten wurde im Jahr 2020 durch die Corona-Krise erheblich beeinträchtigt. Das Gesamtvolumen der weltweiten Gewerbetransaktionen belief sich zwischen Januar und September 2020 auf ca. 510 Mrd. US-Dollar, was einem Rückgang von 31% gegenüber demselben Vorjahreszeitraum entspricht. Die grössere Risikoaversion der Investoren bzw. ihre abwartende Haltung angesichts des weiteren Verlaufs der Pandemie, die erhöhte Fragilität der Mietmärkte und die Probleme bei Besichtigungen von Liegenschaften sind dafür verantwortlich. Dennoch gab es im dritten Quartal Anzeichen einer Erholung (+23% QOQ), nachdem im zweiten Quartal 2020 ein Zehnjahrestief erreicht wurde. Dieser Anstieg der Transaktionsaktivität wurde durch die sukzessive Lockerung der Bewegungseinschränkungen sowie die allmähliche Anpassung der Akteure an das neue Marktumfeld begünstigt.
Amerikanischer Kontinent am stärksten von der Krise betroffen, schwächere Erholung in Europa Das Tempo und das Ausmass des Aufschwungs zeigen jedoch deutliche geografische Unterschiede:
In Asien, wo das Krisenmanagement im Gesundheitsbereich oft als am effektivsten angesehen wird, verbesserte sich die Stimmung der Anleger zwischen dem zweiten und dritten Quartal 2020 deutlich und ermöglichte einen Wiederanstieg des Handelsvolumens (+39% QOQ).
Der amerikanische Doppelkontinent, der von der Pandemie stärker betroffen war, hat diesen Sommer zwar wieder ein leichtes Wachstum gesehen, konnte den bis zum September aufgelaufenen Rückgang des Investitionsvolumens von -44% (YOY) jedoch nicht ausgleichen.
Dank eines Rekordquartals im ersten Quartal liegt Europa in den ersten neun Monaten 2020 nur leicht unter dem Niveau von 2019 (-11% YOY). Das Vereinigte Königreich und Spanien gehören zu den Ländern, die am stärksten von der Verlangsamung der Investitionstätigkeit betroffen sind, während sich Deutschland besser gehalten hat. Im Durchschnitt war der Aufschwung im dritten Quartal 2020 in Europa jedoch wenig ausgeprägt (+9% QOQ).
Schweizer Investmentmarkt trotzt der Krise Die Schweiz ist das einzige europäische Land, das in den ersten drei Quartalen 2020 einen Anstieg der Handelsaktivitäten verzeichnen konnte (+5% im Vergleich zum Durchschnitt 2015–2020). Obwohl die Handelsvolumen während des Lockdowns im zweiten Quartal in gewissen Regionen leicht zurückgingen, konnte der Schweizer Markt im dritten Quartal von einem Nachholeffekt profitieren. In diesem Sommer konnte durch CBRE sogar die grösste Einzeltransaktion in der Geschichte des Landes (auch die zweitgrösste in Europa in diesem Jahr) abgewickelt werden: Der Verkauf des Glattzentrums in Wallisellen (ZH).
Wie der Vermietungsmarkt auch ist der Schweizer Immobilien-Investmentmarkt zunehmend durch eine geografische und sektorale Differenzierung gekennzeichnet, die durch die Pandemie nochmals verstärkt wurde. Die Nachfrage der Investoren konzentriert sich mehr auf die Kernstädte und den Wohnungsmarkt, und gleichzeitig steigt das Interesse an Logistikimmobilien. In der Tat haben sich die Fundamentaldaten dieser Segmente seit Anfang des Jahres als die stärksten erwiesen. Im Gegensatz dazu sind Einzelhandelsimmobilien und teilweise auch Büroimmobilien in Sekundärstandorten Gegenstand grösserer Vorsicht. Die Liquidität sowie das Preisgefüge auf dem Schweizer Immobilien-Investmentmarkt sind intakt geblieben, da institutionelle Investoren nach wie vor einen hohen Anlagedruck aufweisen. Insbesondere die Dominanz von Schweizer Investoren am hiesigen Investmentmarkt hat zur hohen Widerstandsfähigkeit beigetragen, ganz im Gegensatz zu Ländern, die wie das Vereinigte Königreich oder die Niederlande gegenüber internationalen Kapitalströmen deutlich exponierter sind. Während die Erholung der Transaktionsaktivität zu Beginn des vierten Quartals 2020 sogar noch weiter angezogen hat, spricht vieles dafür, dass auch für 2021 eine hohe Marktdynamik fortbestehen bleibt.
Laut einer Untersuchung der Zürcher Kantonalbank sind Gewerbeimmobilien am meisten von der Krise betroffen. „Der konjunkturelle Einbruch sorgt mittelfristig für steigende Leerstände bei Gewerbe- und Büroflächen und übt damit Druck auf deren Mieten aus“, sagt Ursina Kubli, Leiterin Immobilien Research. Zudem sei es nach der Krise auf längere Sicht möglich, dass vermehrt von zu Hause gearbeitet werde. Das beeinflusse die zukünftigen Anforderungen hinsichtlich Flächenbedarf und Standortwahl von Büroliegenschaften. So werde etwa die Erreichbarkeit nicht mehr das wichtigste Kriterium sein.
Mietwohnungen sind weniger von der Krise tangiert. Mehr Risiken hingegen sieht die Zürcher Kantonalbank im Luxussegment. Ein Grossteil dieser Kundschaft dürfte von den Einbrüchen an den Aktienmärkten stark betroffen sein. Dies werde die Nachfrage hemmen – die Preise dürften entsprechend sinken.
Durch die Corona-Krise rücken die Klimaziele in den Hintergrund: So würden 71 Prozent der Wohngebäude in den Städten weiterhin mit Öl oder Gas geheizt. Ohne eine raschere Sanierung zahlreicher Altbauwohnungen werde das Klimaziel 2050 frühestens in 100 Jahren erreicht, warnt die Bank.
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