Schlagwort: H2

  • Wasserstoff-Produktionsanlage im St. Galler Kubel

    Wasserstoff-Produktionsanlage im St. Galler Kubel

    Die Wasserstoff-Produktionsanlage hat für den Kanton eine grosse Bedeutung. Marc Mächler sagt: «Wasserstoff kann zukünftig bei der Dekarbonisierung der Mobilität eine wichtige Rolle einnehmen. Es braucht deshalb weitsichtige Pionierprojekte, um diesen Energieträger attraktiv zu machen. Aus diesem Grund ist es erfreulich, dass mit dieser Produktionsanlage einheimischer und sauberer Wasserstoff in St. Gallen produziert werden kann.» Die Förderung erneuerbarer Energien ist ein grosses Anliegen der Regierung, weshalb das Thema auch in ihrer Schwerpunktplanung für die Jahre 2021 bis 2031 verankert ist.

    Wasserstoff produziert mit Wasserkraft
    Das Ziel ist es Wasserstoff als konkurrenzfähige und CO2-neutrale Alternative für den Schwertransport selbst zu produzieren. Dazu erläutert Stefano Garbin: «Für die H2-Produktion beziehen wir den Strom vom angrenzenden Wasserkraftwerk. Das ermöglicht uns, den Wasserstoff CO2-neutral herzustellen. Der Kraftstoff bietet Potentiale im Bereich der Mobilität und Umsetzung der Klimaziele.

    H2 für mehrere Millionen LKW-Kilometer im Jahr
    Die Bauphase für die Wasserstoff-Produktionsanlage dauert ca. acht Monate. «Unser Ziel ist, im Juni 2022 mit der H2-Produktion zu beginnen und zwischen 220 und 250 Tonnen H2 im Jahr zu produzieren. Mit dieser Produktionsrate können wir bis vier Container Wasserstoff an die Tankstelle liefern. Ein Lastwagen mit Brennstoffzelle verbraucht pro Kilometer rund acht Kilogramm Wasserstoff. Unsere jährliche Produktionsmenge reicht für ca. 3,75 Mio. Lastwagen-Kilometer. Bei einem PW würde diese bis 25 Mio. Kilometer ausreichen», erklärt Reto Zuglian.

  • Trafigura investiert in H2 Energy

    Trafigura investiert in H2 Energy

    Der niederländische Rohstoffhandelsriese Trafigura mit Niederlassung in Genf investiert in grossem Stil in die Zürcher H2 Energy Holding. In einem ersten Schritt hat sich das Unternehmen laut seiner Medienmitteilung dazu verpflichtet, 62 Millionen Dollar bereitzustellen. 20 Millionen davon fliessen als Kapitaleinlage in die H2 Energie AG. Damit soll die Entwicklung der Produktion, der Speicherung und des Vertriebs von grünem Wasserstoff für Tankstellen und Industriekunden unterstützt werden.

    Trafigura, einer der weltweit grössten Händler fossiler Rohstoffe, werde die verbleibenden gut 40 Millionen Dollar für die Gründung und Finanzierung eines 50:50-Gemeinschaftsunternehmens, H2 Energy Europe mit Sitz in Zürich, zur Verfügung stellen. Es soll grüne, auf Wasserstoff basierende Ökosysteme in die Märkte bringen. Zudem werde es in ganz Europa mit Ausnahme der Schweiz Investitionen in die Wasserstoffinfrastruktur und in Projekte tätigen, die mit Wasserstoff arbeiten.

    H2 Energy habe „ein erfolgreiches Geschäftsmodell entwickelt, das in jedem Teil der Wasserstoff-Wertschöpfungskette präsent ist“, wird Jeremy Weir, Executive Chairman und CEO von Trafigura, in der Mitteilung zitiert. „Und sie haben durch die grossangelegte Bereitstellung von Brennstoffzellenlösungen eine Nachfrage nach Wasserstoff geschaffen.“ Nun werde Trafigura seine Fähigkeit einbringen, traditionelle Lieferketten weiterzuentwickeln und neue Märkte zu erschliessen.

    Der gemeinsame Fokus liege auf einer gewinnbringenden Dekarbonisierung verschiedener Sektoren, so H2 Energy-Chef Rolf Huber. „Das Joint Venture mit Trafigura wird es den Partnern ermöglichen, die geplanten Projekte europaweit durchzuführen. Darüber hinaus wird es uns ermöglichen, Brennstoffzellenanwendungen für den Transportsektor zu Lande und zu Wasser, aber auch für stationäre Anwendungen weiterzuentwickeln.“

  • Coop liefert mit Wasserstoff-Lastwagen aus

    Coop liefert mit Wasserstoff-Lastwagen aus

    Coop wird ihre Verkaufsstellen künftig vermehrt mit Wasserstoff-Lastwagen beliefern. Einen der weltweit ersten serienmässig produzierten Brennstoffzellen-Elektro-Lastwagen hat die Lebensmittelgenossenschaft laut einer Medienmitteilung am Mittwoch in Betrieb genommen. Bis zum Jahresende werden insgesamt sieben davon im Einsatz sein. Weil dabei ausser Wasserdampf keine weiteren Emissionen entstehen, geht Coop von einem Einsparpotenzial von 80 Tonnen CO2 pro Lastwagen und Jahr aus. Zudem etabliere Coop weitere Wasserstofftankstellen in der Schweiz.

    Wie es in der Mitteilung weiter heisst, arbeite Coop dafür mit dem Schweizer Unternehmen H2 Energy AG und der Hyundai Motor Company zusammen. Hyundai gelte als weltweit führend in der Entwicklung der Wasserstoff-Brennstoffzellentechnik. Leistungsvermögen, Betankungszeit und Reichweite ihrer Wasserstoff-Lastwagen seien vergleichbar mit jenen von konventionellen Lastwagen.

    Coop habe sich zum Ziel gesetzt, bis 2023 in den relevanten Bereichen des Unternehmens CO2-neutral zu sein. Daher leiste der Lebensmittelgross- und -detailhändler „Pionierarbeit“ für eine Elektromobilität mit grünem Wasserstoff. 2018 wurde auf Initiative von Coop der Förderverein H2 Mobilität Schweiz gegründet. Ihm gehören sieben grosse Betreiber von Tankstellen und Lastwagenflotten an.

    „Der Verein H2 Mobilität Schweiz fördert den sauberen, CO2-freien motorisierten Individualverkehr in der Schweiz und implementiert die Technologie der Wasserstoffmobilität im Strassenverkehr auf privatwirtschaftlicher Basis“, so Jörg Ackermann, Mitglied des Coop-Managements und Präsident des Fördervereins. Der Verein hat zum Ziel, bis 2023 in der ganzen Schweiz ein flächendeckendes Netz von Wasserstofftankstellen zu schaffen.