Schlagwort: Handel

  • Reseda plant mit frischem Kapital neue Projekte

    Reseda plant mit frischem Kapital neue Projekte

    Reseda hat vier Tage vor Kampagnenende auf der Schwarmfinanzierungsplattform OOMNIUM das Ziel der Kapitalerhöhung um 1 Million Franken erreicht. Das vor 18 Jahren in Winterthur gegründete Unternehmen fertigt Möbelstücke komplett in der Schweiz und ausschliesslich aus heimischem Holz. Verkauft werden sie ohne Zwischenhandel.

    Mit der Kapitalerhöhung will die Firma ihre Produkte laut einer Medienmitteilung hinsichtlich Qualität und ökologischem Fussabdruck weiter verbessern, insbesondere durch die Investition in ein Holzlager, den Aufbau langfristiger Beziehungen mit Schweizer Waldbesitzenden und verschiedenen anderen Projekten, die alle durch die neue Massivholzplattenproduktion in Flurlingen möglich werden.

    Da Reseda das Holz nun selbst verleime, könne die Firma auch den Einkauf des Rohholzes in die Hand nehmen und kontrollieren, heisst es in der Firmenpräsentation auf OOMNIUM. „Unser Ziel ist es nämlich, schon in fünf Jahren den Grossteil unseres Holzes direkt, also ohne Zwischenhandel, von Schweizer Waldbesitzern zu beziehen.“ Das Unternehmen wolle „also weiter wachsen, aber nicht primär über eine Expansion in neue Ladenlokale, sondern über ein noch besseres, überzeugenderes Produkt“.

    Bereits vier Tage vor Ablauf der Kampagne waren die Reseda-Aktien in die Hände von 262 Schwarminvestoren gewechselt. Dies veranlasste die Verantwortlichen zum Entscheid, die Kampagne zu verlängern und die volle Bandbreite der vorgesehenen Kapitalerhöhung auszuschöpfen: Bis zum 11. Dezember sind weitere 3000 Aktien für je 1000 Franken erhältlich. Mit dem zusätzlichen Kapital will Reseda noch ein Herzensprojekt realisieren: die Einrichtung einer Secondhand-Plattform für den Verkauf zertifizierter gebrauchter Reseda-Möbel.

  • Limmattal soll seine Stadtwerdung aktiv gestalten

    Limmattal soll seine Stadtwerdung aktiv gestalten

    Der Urbanist Thomas Sevcik geht davon aus, dass die Region zwischen Schlieren und Turgi zunehmend zu einer Stadt wird. In seiner Publikation „Limmattalstadt – Impulse für die Region entlang der Limmat“ schlägt er vor, diese Urbanisierung „aktiv und strategisch“ zu gestalten. „Kommen wird die Limmattalstadt sowieso. Aber wir sollten sie so gut machen, wie wir nur können“, schreibt er.

    Sevcik schlägt unter anderem sogenannte Neogebiete vor. Diese sollten Lücken zwischen den Siedlungsgebieten schliessen. So könnte ein Campus etwa auf einem Teil des Rangierbahnhofs Platz für eine Hochschule Limmat, ein Rechenzentrum, aber auch ein Kongress- und Unterhaltungszentrum bieten. Zwischen Neuenhof und Killwangen könnte ein neues Wohnquartier entstehen, im Tägerhard östlich von Wettingen ein zukunftsgerichtetes Quartier für neue Wohn- und Arbeitsformen. Auch in der Hard in Siggenthal könnte ein neues Quartier Arbeiten, Wohnen und Freizeit verbinden.

    Sevcik weist darauf hin, dass die Limmat bisher in der Region wenig präsent ist. Er schlägt die Aufwertung der Flusslandschaft in Dietikon zu einer Riviera vor.

    Wirtschaftlich sollte die künftige Limmattalstadt auf ihre Stärken in der angewandten Technologie und im Design, auf Logistik und Handel sowie Medtech und Biotech setzen. Die Mobilität in der Region sollte durch die Verlängerung der Limmattalbahn, die Nutzung der Bahnstrecke zwischen Dättwil und Wettingen, durch Seilbahnen und das Velonetz erleichtert werden. Sevcik schlägt auch einen Startplatz für vertikal startende elektrische Helikopter bei der Autobahnraststätte Würenlos vor.

    Sevcik hat die Strategieideen auf Initiative der Standortförderung Limmatstadt erarbeitet und am 15. August an der Generalversammlung der Limmatstadt AG vorgestellt. 20 Unternehmen, vor allem aus der Region, haben das Projekt unterstützt. Die Publikation kann digital bestellt werden.

  • Faltbares Solardach von iWorks ist validiert

    Faltbares Solardach von iWorks ist validiert

    Ein Team aus sieben Ingenieuren der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) hat im Rahmen eines Innosuisse-Projekts die Photovoltaiklösung des Liechtensteiner Unternehmens iWorks validiert. Bei der faltbaren Urbanbox handelt es sich um automatisch aus- und einfahrbare Solarmodulträger. Sie wurden für Städte und Unternehmen entwickelt. Das Validierungsteam der beiden Institute für Energiesysteme und Fluid-Engineering (IEFE) und für Mechanische Systeme (IMES) an der ZHAW-School of Engineering wurde von der Klimastiftung Schweiz unterstützt.

    Die Träger der Photovoltaikmodule werden bei extremen Witterungsbedingungen durch eine digitale Steuerung in eine robuste Box zurück- und bei günstigem Wetter wieder ausgefahren. Weil dadurch keine massive Unterkonstruktion nötig ist und die Module bei ihrem Weg in oder aus der Box von einer rotierenden Bürste gereinigt werden, fallen laut iWorks im Vergleich zu permanent installierten Solardächern erhebliche Kosten weg.

    „Mit diesem Meilenstein wird die wirtschaftliche Doppelnutzung von Flächen im urbanen Raum für die Solarstromerzeugung bereits im nächsten Jahr absehbar“, wird Prof. Dr. Franz Baumgartner vom IEFE, der an der ZHAW auch den Studiengang Energie und Umwelttechnik leitet, in einer Medienmitteilung zitiert. „Firmen und Kommunen erhalten damit eine weitere, effektive Möglichkeit ihren CO2-Fussabdruck zu reduzieren und zur Energiewende beizutragen.“

    Das Unternehmen iWorks sei zusammen mit dem Team der beiden ZHAW-Institute nun bereit, in die nächste Projektphase überzugehen, heisst es in der Mitteilung. Auf Basis des bisher Erreichten soll noch in diesem Jahr eine voll industrialisierte Urbanbox-Lösung für den kommerziellen Einsatz realisiert werden.

  • Heizungssanierungen beflügeln Geschäft von Meier Tobler

    Heizungssanierungen beflügeln Geschäft von Meier Tobler

    Meier Tobler blickt auf ein gutes Halbjahr zurück, wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht. Das auf Klimatechnik spezialisierte Unternehmen aus Schwerzenbach konnte seinen Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 7 Prozent auf 276,4 Millionen Franken steigern. Der Konzerngewinn ist um 38,7 Prozent auf rund 16 Millionen Franken gestiegen.

    Die „wesentliche Grundlage“ für das Wachstum war den Angaben zufolge die anhaltende Dynamik bei Heizungssanierungen. Gleichzeitig legte auch der Verkauf von Wärmepumpen im zweistelligen Prozentbereich zu. Das Geschäft mit Klimasystemen verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahr nur leicht. Hier profitierte Meier Tobler vor allem von Grossprojekten wie etwa der Lieferung von zwei Absorber-Kältemaschinen mit je 3,4 Megawatt für das Shoppi Tivoli in Spreitenbach AG.

    Weiter konnte Meier Tobler im ersten Halbjahr sein neues Dienstleistungszentrum in Oberbuchsiten SO in Betrieb nehmen. Im neu erbauten Zentrum sind unter anderem automatisierte Hochregal- und Kleinteilelager oder autonome mobile Roboter im Einsatz. Der Betrieb wird laut Meier Tobler kontinuierlich hochgefahren.

  • Grundstein für die internationale Renera Group

    Grundstein für die internationale Renera Group

    Seit der Gründung setzt sich Energie Zukunft Schweiz für eine rasche Umsetzung der Energiewende ein. Das Unternehmen ist spezialisiert auf erneuerbare Energien und Energieeffizienz. 2022 verkaufte seine italienische Tochterfirma eine 375 MWp starke Photovoltaik-Projektpipeline an einen der grössten europäischen Energieversorger. «Die Energiewende ist ein weltumspannendes Projekt, deshalb war immer klar, dass wir unser Energiewende-Know-how auch über unsere Schweizer Grenzen hinaus in weitere Länder tragen wollen», sagt Geschäftsleiter Aeneas Wanner.

    Um Synergien zwischen den Ländergesellschaften besser zu nutzen und der Internationalisierung besser Rechnung zu tragen, reorganisieren sich die Firmen jetzt neu als international tätige Gruppe mit Hauptsitz in der Schweiz unter einem gemeinsamen Namen. In Anlehnung an die anbrechende Ära der Erneuerbaren wird die Firmengruppe «Renera» heissen. Der Bereich Energiehandel und Biogas ist der erste, der wechselt. Für Mitarbeitende und Kund:innen habe die Reorganisation positive Konsequenzen, so Aeneas Wanner: «Alle Dienstleistungen werden in der gewohnten Qualität weitergeführt und ausgebaut. Aufgrund der hohen Nachfrage werden wir weiterhin viele neue Arbeitsplätze schaffen und alle bestehenden erhalten. »

    Eine einzige starke Unternehmensmarke für alle Tätigkeiten in Europa soll aufgebaut und gepflegt werden. Die neue Markenstrategie soll die Mitarbeitenden näher zusammenbringen, die Komplexität für Kund:innen reduzieren und Synergien zwischen Ländergesellschaften sowie Geschäftsbereichen schaffen. Um die Positionierung auch visuell zu unterstützen, wurde ein neues Logo und Corporate Design in Zusammenarbeit mit einer spanischen Branding-Agentur entwickelt.

    Warum das Unternehmen so erfolgreich wächst, erklärt sich Aeneas Wanner so: «Unser Erfolgsrezept sind unsere talentierten und engagierten Mitarbeitenden. Dank ihnen werden Projekte Realität, die für Kund:innen und die Umwelt gleichzeitig profitabel sind.» Das Unternehmen ist bekannt für seine «hands-on»-Mentalität, die Mitarbeitenden bezeichnen sich als «Energiewende-Macher:innen». «Unternehmen aus der Energie- und der Immobilienbranche schätzen unsere ganzheitliche Herangehensweise und unser vielfältiges Know-how. Wir können komplexe Energieprojekte nicht nur ausdenken und planen, wir können auch die Umsetzung begleiten und die Resultate anschliessend monitoren.» Aeneas Wanner blickt auch sehr optimistisch in die Zukunft. Die Nachfrage nach Energieeffizienz und erneuerbaren Energien ist gerade enorm. Der Wunsch nach sauberer, verlässlicher Energie und hohe Energiepreise haben dazu beigetragen. «Wir sind jetzt in knapp vier Jahren von 40 auf 200 Mitarbeitende gewachsen, in den nächsten vier Jahren werden wir wohl weitere 500 Arbeitsplätze schaffen.» Nur so könne das Unternehmen seine Vision verwirklichen, eine führende Kraft auf dem Weg in eine vollständig erneuerbare Energiewelt zu sein.

  • IKEA expandiert in Chur und im Wallis  

    IKEA expandiert in Chur und im Wallis  

    IKEA eröffnet nach zehn Jahren wieder neue Standorte in der Schweiz. In Chur wird es ein Planungsstudio für Kundinnen und Kunden geben und in Riddes ein Einrichtungshaus gewohnter Grösse. Laut Medienmitteilung soll das 565 Quadratmeter grosse Planungsstudio mit diversen Musterzimmern im Herbst im Steinbock-Shopping-Center in Chur eröffnen. Er soll eine Art Mini-IKEA werden, heisst es weiter. Der Fokus liege auf dem Beratungs- und Planungsservice für Besucherinnen und Besucher sowie Geschäftskunden.

    Gleichzeitig reicht die in Spreitenbach ansässige IKEA Schweiz AG laut der Mitteilung demnächst die Baueingabe für ihr zehntes Geschäft in der Walliser Gemeinde Riddes ein. Nach der Ankündigung eines sogenannten Plan and Order Points in Bern sei der Ausbau der beiden Standorte ein nächster Schritt in der Expansionsstrategie von IKEA Schweiz. In Riddes soll das modernste und grünste IKEA-Einrichtungshaus der Schweiz entstehen. Die Eröffnung ist für den Herbst 2023 geplant. Das Geschäft soll auf rund 23’000 Quadratmetern mit viel Grünfläche ein breites Angebot an nachhaltigen Produkten und Serviceleistungen bieten.

    „Es ist nun zehn Jahre her, seit wir in Rothenburg den letzten IKEA Store in der Schweiz eröffnet und so die Innerschweiz erschlossen haben. Mit dem Planungsstudio in Chur und dem Store in Riddes erschliessen wir zwei neue Märkte in der Schweiz ausserhalb der Städte“, wird Jessica Anderen, CEO und Strategieverantwortliche von IKEA Schweiz, zitiert. Heute verfüge IKEA über neun Einrichtungshäuser in allen Landesteilen sowie ein Verteilzentrum in Itingen BL, das die meisten Online-Verkäufe abwickele.

    Das IKEA-Planungsstudio ist laut der Medienmitteilung das erste Format dieser Art in der Schweiz. Vergleichbare Servicestellen gebe es erst in London, Berlin und Oslo. „Wir sind ebenso erfreut wie stolz, dass IKEA ihr neues Serviceformat nach ausgesuchten Weltstädten nun ausgerechnet bei uns in Chur anbietet“, wird Frederick Widl, Leiter Immobilien bei der AXA, als Vermieter zitiert.

  • Coop erweitert Marktgass Bern

    Coop erweitert Marktgass Bern

    Die Filiale der Coop-Gruppe Marktgass Bern hat eine Verkaufsfläche von insgesamt 2100 Quadratmetern, informiert die Detailhandelsgenossenschaft aus Basel in einer Mitteilung. Seit Mai standen Kunden davon das Obergeschoss mit einem Supermarkt, einer Beauty-Insel sowie einer Vinothek und einer Bier- und Getränkewelt zur Verfügung. Nun ist auch das Erdgeschoss des denkmalgeschützten Gebäudes fertig umgebaut. Hier hat Coop eine Kaffee-Bar mit eigener Rösterei, eine Bäckerei, einen Kiosk und verschiedene Dienstleistungsangebote eingerichtet.

    „Es ist ein Schmuckstück entstanden, das keine Wünsche offenlässt und das Einkaufsangebot in der Innenstadt bereichert“, wird File Gjokaj in der Mitteilung zitiert. Die Geschäftsführerin der Filiale Marktgass Bern weist zudem auf den offen gestalteten Küchenbereich in der Kaffee-Bar hin: „Vieles ist hausgemacht und wird direkt vor den Augen der Kundschaft zubereitet.“ Alle Produkte werden sowohl zum Mitnehmen als auch für den Verzehr vor Ort angeboten.

    In Zukunft solle „im Coop Marktgass Bern ausserdem Einkauf auf Bewegung“ treffen, wird in der Mitteilung weiter erläutert. Noch im September wird im Untergeschoss ein update Fitness Einzug halten. Dafür stehen rund 1400 Quadratmeter Fläche zur Verfügung.

  • Häuselmann Metall siedelt ins Zürcher Unterland um

    Häuselmann Metall siedelt ins Zürcher Unterland um

    Die Häuselmann Metall GmbH hat ihren neuen Stammsitz in Embrach offiziell eröffnet. Der seit 1947 bestehende Metallhändler war im Mai mit seinen 60 Mitarbeitenden von Dietlikon ins Zürcher Unterland umgezogen. Am neuen Standort hat er auf einer Fläche von 10’000 Quadratmetern eine neue Produktions- und Lagerhalle sowie Büros für den Verkauf, die Verwaltung und das Bestellwesen realisiert. Dafür investierte das Unternehmen 16 Millionen Franken.

    „Die Zusammenarbeit mit der Gemeinde ist sensationell“, wird Geschäftsleiter Franz Thür in einer Mitteilung von Standort Zürcher Unterland zitiert. Embrach hatte ihm das Land im Baurecht zur Verfügung gestellt. Im Gegenzug habe die Firma neue Arbeitsplätze gebracht. Der Embacher Gemeindepräsident Erhard Büchi habe anlässlich einer Führung über das Gelände seiner Bewunderung über den hochmodernen neuen Firmenstandort zum Ausdruck gebracht und Thür zum unternehmerischen Mut gratuliert.

    Thür sieht den Neubau auch als „eine gute Chance, um die Kultur zu verbessern“. Zwar seien alle Mitarbeitenden mit umgezogen, doch seien „da und dort noch Ressentiments zu spüren, beispielsweise wegen des nun etwas längeren Arbeitswegs“. Zu einer angenehmen Arbeitsatmosphäre sollen auch eine Cafeteria und eine Dachterrasse mit Grill und Sitzgelegenheiten beitragen.

  • Pestalozzi Haustechnik eröffnet neues Kunststofflager

    Pestalozzi Haustechnik eröffnet neues Kunststofflager

    Die zur Dietiker Pestalozzi Gruppe gehörende Pestalozzi Haustechnik hat in Dietikon ein neues Kunststofflager mit einer Fläche von 1000 Quadratmetern eröffnet, wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht. Dieses neue Lager bietet Produkte für den Bereich Tiefbau/Versorgung an, also beispielsweise Kanal- und Sickerrohre sowie Formstücke.

    Durch das neue Lager kann Pestalozzi nun auch für diese Produkte einen 24-Stunden-Lieferservice anbieten. Dafür wird die eigene Transportflotte eingesetzt. Aber die Kunden können ihre Produkte auch selbst am neuen Lager abholen. Für den Kauf steht ihnen rund um die Uhr der E-Shop von Pestalozzi zur Verfügung.

    Neben der Haustechnik zählen auch die Bereiche Stahltechnik, Gebäudehüllen (GABS) und Logistik (Transstahl) zur Pestalozzi Gruppe. Diese kann nun Produkte für Sanitär, Heizung, Versorgung und Tiefbau aus einer Hand und an einem Ort anbieten.

  • Pop Up Shops erhält Finanzierung

    Pop Up Shops erhält Finanzierung

    Pop Up Shops hat eine sogenannte Post-Seed-Finanzierungsrunde mit einem nicht näher benannten sechsstelligen Betrag abgeschlossen. Wie Gründer und Managing Director Chalid A. El Ashker in einer Medienmitteilung erklärt, hätten sich daran „bestehende und neue Investoren aus den Bereichen Immobilien, Retail und Shopping Center Management“ beteiligt.

    Die Online-Plattform des Start-ups bringt Anbieter freier Detailhandels- und Promotionsflächen mit Personen zusammen, die an einer zeitlich befristeten Miete interessiert sind. Auch Vertrag und Zahlungen werden online abgewickelt.

    „Die Seed-Runde ermöglicht es uns, unsere Vermarktungs- und Buchungsplattform weiterzuentwickeln und der wachsenden Nachfrage von Vermietern und Mietern gerecht zu werden“, so El Ashker weiter. COVID-19 beschleunige diesen Trend weiter. Für viele Retail-Immobilien sei die Rohbaumiete „über 10, 5 oder sogar 3 Jahre kein langfristig tragfähiges Geschäftsmodell mehr“. Pop Up Shops biete für deren flexible und kurzfristige Bewirtschaftung eine effiziente Lösung.

    Zu den Schweizer Flächenanbietern zählen etwa Migros, SBB, die Schweizerische Post, Wincasa und SPG Intercity. „Mit den Tools von POP UP SHOPS vermarkten und bewirtschaften wir unsere flexiblen Promo- und Retailflächen nicht nur effizienter, sondern erreichen auch neue Mieter“, wird der Leiter Einkaufscenter der Migros, Thomas Meyer, in der Mitteilung zitiert. „Die gewonnene Zeit können wir für gezielteres Marketing und verbesserte Kuration einsetzen.“

    Das Unternehmen mit Sitz in Zollikon ist ausser in der Schweiz auch in Deutschland, Grossbritannien und den USA tätig. Pop Up Shops ist zusammen mit den Städten Zürich und St.Gallen sowie der Fachhochschule Ostschweiz Teil des von der Schweizer Innovationsagentur Innosuisse geförderten Projekts Pop-up City. Im Jahr 2019 wurde die Jungfirma beim deutschen Proptech Pitch als eines der innovativsten Proptech-Unternehmen des Jahres ausgezeichnet.

  • Coop übernimmt Jumbo

    Coop übernimmt Jumbo

    Coop übernimmt das in Dietlikon ansässige Baumarktunternehmen Jumbo von der Maus Frères SA. Die Kette mit insgesamt 40 Läden ergänze die Standorte der Coop-Gruppe ideal, heisst es in einer Medienmitteilung. Der Kauf muss noch von der Eidgenössischen Wettbewerbskommission abgesegnet werden.

    Die Maus Frères SA wolle sich nun auf ihr Kerngeschäft fokussieren, erklärt Verwaltungsratspräsident Didier Maus in der Mitteilung. Dazu gehöre die Warenhauskette Manor und die Marken unter dem Namen MF Brands Group. Ausserdem stärke das Unternehmen mit dem Verkauf seine finanzielle Basis und bereite sich damit auf mögliche Übernahmen von weiteren Marken vor.

    Coop sei überzeugt, mit dem Zukauf „eine für alle Seiten ideale Basis für die Zukunft geschaffen zu haben“, lässt sich Joos Sutter, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Coop-Gruppe Genossenschaft, zitieren. Mit der aktuellen Übernahme der Baumarktkette kauft Coop den zweiten Geschäftsteil von Jumbo. Im Jahr 2007 hatte der Detailhändler bereits die Grossmarktkette von Jumbo übernommen, an der Maus Frères und die französische Detailhandelskette Carrefour je zur Hälfte beteiligt waren.

  • Lidl plant Filialen für die Zukunft

    Lidl plant Filialen für die Zukunft

    Lidl Schweiz habe sich bereits 2014 verpflichtet, den Betrieb seiner Filialen laufend nachhaltiger zu gestalten, informiert das Detailhandelsunternehmen in einer Mitteilung. Immerhin entspreche der Energieverbrauch der 150 Schweizer Lidl-Filialen dem einer mittelgrossen Stadt des Landes, heisst es dort weiter. Entsprechend gross sei das Einsparungspotenzial.

    Neue Filialen sollen bereits ab diesem Jahr mit Hilfe eines innovativen Energiekonzepts realisiert werden, wird in der Mitteilung weiter erläutert. „Es ist uns ein grosses Anliegen, dass unsere künftigen Standorte zukunftsfähig und nachhaltig im Hinblick auf Bausubstanzen, Energieverbrauch und Technik sind“, wird Reto Ruch, Chief Real Estate Officer von Lidl Schweiz, dort zitiert. Für die Entwicklung dieses Energiekonzepts spannt Lidl Schweiz mit der Empa zusammen.

    In einem ersten Schritt werden die beiden Partner dabei den Energieverbrauch der bestehenden Filialen analysieren. In Folge sollen daraus dann Optimierungsmassnahmen abgeleitet werden. Gleichzeitig wollen Empa und Lidl alternative Energiesysteme mit Hilfe von Computersimulationen erproben. „Unser Ziel ist es, Lidl Schweiz mit unserer Forschungsarbeit zu helfen, die Nachhaltigkeit weiter zu verbessern, Emissionen auch künftig zu verringern und das Energiemanagement zu optimieren“, erläutert der Empa-Forscher Curdin Derungs in der Mitteilung.

  • Senozon hilft Händlern bei Standortwahl

    Senozon hilft Händlern bei Standortwahl

    Standort- und Verkehrsoptimierung sind das Kerngeschäft der Zürcher Firma Senozon. Jetzt können Interessierte laut einer Medienmitteilung kostenlos online eine Karte bestellen, die für einen bestimmten Postleitzahlbereich zeigt, wo sich Fussgänger im Tagesverlauf besonders häufig aufhalten. Ausserdem enthalten ist eine Karte mit den Fussgängerfrequenzen von Personen zwischen 18 und 65 Jahren, die über ein mittleres oder hohes Haushaltseinkommen verfügen.

    Die Ausgründung aus der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) erhalte zahlreiche Anfragen für Einzelstandorte, für die dieses kostenlose Datenprodukt nun Antworten liefere: „In Corona-Zeiten ist es für die Einzelhändler und ihre Berater noch wichtiger, die Standorte geschickt auszuwählen. Da leisten wir mit diesen Karten einen Beitrag“, so Senozon-Verkaufsleiter Phillip Kousz.

    Darüber hinaus biete Senozon kostenpflichtig weitere Produkte an, etwa Gebiete, die mehrere Postleitzahlen abdecken, absolute Fussgängerfrequenzen, weitere Soziodemographien, Frequenzen im Tagesablauf und Einzugsgebiete. Dabei ermögliche die Simulation nicht nur eine Analyse der heutigen Situation, sondern auch genaue Prognosen der Zukunft.

    Grundlage für die Simulationen von Senozon seien hauptsächlich öffentlich verfügbare Statistiken, heisst es weiter in der Mitteilung. Die Firma reichere sie um den Vergleich mit realen Messwerten an. Dafür würden Quellen wie etwa Verkehrszählungen, Apps sowie Statistiken von Google und Telekom-Anbietern genutzt. Der grosse Vorteil der Methode bestehe darin, dass die Bevölkerung eines Landes inklusive ihrer Soziodemographie enthalten sei. „Dies erlaubt zum ersten Mal zielgruppengenaue Auswertungen und Studien mit voller Anonymität.“

  • Lidl halbiert Fussabdruck

    Lidl halbiert Fussabdruck

    Lidl hat ein selbstgestecktes Umweltziel übertroffen. Bis 2020 habe das Unternehmen seine relativen CO2-Emissionen gegenüber 2013 um 35 Prozent reduzieren wollen, erläutert Lidl Schweiz in einer Mitteilung. Letztendlich sei der CO2-Ausstoss aber um 53 Prozent gesenkt worden. Als besonders wirkungsvolle Massnahme hebt Lidl dabei eine Umstellung im eigenen Transportbereich hervor. Hier will das Unternehmen bis 2030 nur noch mit Bio-Flüssiggas angetriebene Lastwagen einsetzen.

    Lidl Schweiz habe ein CO2-Management eingeführt, bei dem die jährlichen CO2-Emissionen des Unternehmens erfasst werden, wird in der Mitteilung weiter erläutert. Darauf aufbauend leitet das Unternehmen Massnahmen zur Reduzierung des Ausstosses ab. Die verbleibenden Emissionen werden kompensiert.

    Damit habe Lidl Schweiz bereits zum fünften Mal die Bedingungen für eine Zertifizierung mit den Swiss Climate Label CO2-neutral erfüllt, heisst es in der Mitteilung. Ihr zufolge ist Lidl Schweiz das erste Unternehmen seiner Art in der Schweiz, dessen Filialen und Warenverteilzentren alle nach der Energieeffizienznorm ISO 50001 zertifiziert sind.

  • Real Estate Brains: Der stationäre Einzelhandel ist angezählt

    Real Estate Brains: Der stationäre Einzelhandel ist angezählt

    Am Dienstagmorgen gab es per Internet zum zweiten Mal das neu geschaffene Format «Real Estate Brains». Das Thema lautete «Ist der Handel tot – es lebe der Handel!». Im Detail: Wie gross ist aktuell das Problem für die Vermieter? Wer profitiert vom sich wandelnden Handel? Wie sieht der Einzelhandel nach der Corona-Krise aus? Die Branchenprofis Susanne Eickermann-Riepe, Partner & German Real Estate Leader bei PwC (Pricewaterhouse Coopers), Marcel Stoffel, CEO Swiss Council of Shopping Places und Nico Schröder, Bereichsleiter Innovation bei Aachener Grundvermögen mit Sitz in Köln (D) präsentierten in Kurzreferaten ihre Thesen.

    «Der Handel hatte es schon vor der Krise schwer»

    Susanne Eickermann-Riepe, Partner & German Real Estate Leader bei PwC, ist überzeugt: «Es gibt immer mehr Lösungen als man denkt.» Man müsse sich vorbereiten – auch für eine nächste Welle der Entscheidungen im 3. und 4. Quartal. Es sei wichtig, seine Möglichkeiten genau zu kennen und bereit zu sein, schnelle Entscheidungen zu treffen.  Vermietern und Mietern rät sie, fair zu bleiben: «Man wird sich auch nach der Krise daran erinnern, wie ein Unternehmen die Krise gemanagt hat.» Vermieter müssten zudem bedenken, dass der Ersatz von Mietern, die man in der Krise verliert, teuer werden könne.

    Immobilienbewerter könnten zurzeit zwar die Bonität der Mieter und das Risiko der Branche analysieren: «Allerdings haben wir momentan keinen aktiven Markt. Man muss mit einer längeren Vermarktungsdauer rechnen sowie mit Mietanpassungen oder Mietausfall im Betriebsbereich. Auf der Finanzseite ergeben sich auf Mieter- und Vermieterseite Liquiditätsprobleme.» Die Banken seien hier ein wichtiger Partner und im besten Fall Teil solidarischer Lösungen.

    Laufende Transaktionen würden weitestgehend wegen zahlreicher Unsicherheiten gestoppt oder verschoben. PwC schätzt, das BIP in Deutschland werde im 2020 bei -5,8 % bis  -9,3% liegen. Bei den möglichen Szenarien sei man am Best Case (V-Kurve) bereits vorbei. «Wir sind aktuell eher in einem Base Case 1 (U-Kurve) oder Base Case 2 (W-Kurve), wo die U-Form darauf hindeutet, dass wir in den nächsten zwei Jahren noch Beeinträchtigungen sehen werden», sagt die Expertin. Unternehmen sollten am besten mit einem U-Szenario planen.

    Abschliessend hält Eickermann-Riepe fest: «Der Handel hatte es schon vor der Corona-Krise schwer. Jetzt wird es ernst. Vor allem der Non-Food-Handel leidet.» Der Onlinehandel dürfte auch in Zukunft stark bleiben. Auch bei den Lebensmitteln dürfte er zunehmen. Der Non-Food-Handel könnte vermehrt auf Kurzzeit-Mieten setzten; will heissen, dass Flächen nur für eine gewisse Zeit gemietet werden.

    «Concept- und Pop-Up-Stores sind die Zukunft»

    Marcel Stoffel, CEO Swiss Council of Shopping Places, macht deutlich, dass die Branche bereits vor dem Lockdown mit Problemen wie Umsatzrückgängen zu kämpfen hatte – vor allem in den Non-Food-Märkten. Generell sehe man schon länger eine Transformation im Retail bei den Shoppingcentern – auch ausgelöst durch die Multichannel-Thematik. Temporär geschlossene Geschäfte machten sich teils Gedanken über eine Umnutzung, wenn es keine Nachvermietung im Retail gebe. Auch die Repositionierung vom reinen Shoppingcenter zu einem Mixed-Use-Center sei immer öfters Thema.

    Laut Stoffel dürfte sich mit den vielen Erst-Nutzern von Online-Shopping dieser Absatzkanal etablieren. Eine noch vor dem Lockdown von Shopping Places durchgeführte Umfrage mit 173 Experten im Zeitraum vom 25. Februar bis 9. März 2020 zeigt: 60,8 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass die Umsätze weiter sinken werden. 72,3 Prozent prognostizieren eine sinkende Nachfrage bei Retailflächen und 82,3 Prozent gehen von weiteren Geschäftsschliessungen in Shoppingcentern der Agglomerationen aus. Im stationären Handel dürften vor allem Bijouterien, Optiker, Sportartikel, Drogerien/Apotheken sowie Lebensmittel gute Chance haben. Der Bekleidungsindustrie, Unterhaltungselektronik und Papeterie werden geringe Chancen zugesprochen. Im Bereich Umnutzung von Flächen könnte die Kosmetik-/Beauty-Branche einspringen wie auch Anbieter von Fitnessaktivitäten oder Co-Working-Gemeinschaften sowie Gastronomie-Konzepte und Angebote aus dem medizinischen Bereich.

    «In den letzten acht Jahren wurden in der Schweiz rund 5000 Geschäfte geschlossen, die Schliessungen dürfte sich weiter beschleunigen. Der klassische Retail wird sich zugunsten von Concept- und Pop-Up-Stores, Showrooms oder Retail-Labs hin verschieben», sagt Stoffel. Service- und Dienstleistungsanbieter würden in den Shoppingcentern zunehmen wie auch alle Angebote rund um das Thema Erlebnis/Freizeit. «Die gesamte Umnutzungsthematik hat für Eigentümer und Investoren zur Folge, dass man zukünftig mit tieferen Mieten rechnen muss und gleichzeitig für die Bewerkstelligung der Umnutzung höhere Investitionen anfallen.» Er sieht langfristig vor allem mittelgrosse Shoppingcentern mit Flächen von 20’000 bis 25’000 Quadratmetern bedroht: Sie seien zu gross für regionale Nahversorgungscentern und zu klein für weitere Nutzungen wie Healthcare etc.

    «Der Mensch rückt wieder in den Fokus»

    Die Aachener Grundvermögen misst seit zwei Jahren mit Lasergeräten die Passantenfrequenz in den Fussgängerzonen Deutschlands, wie Nico Schröder, Bereichsleiter Innovation bei Aachener Grundvermögen, sagt. Die Daten sind kostenfrei im Internet abrufbar und würden in dieser Zeit deutlich zeigen: Die Menschen bleiben wie angeordnet zu Hause. Solche Messungen seien auch in der Schweiz vorgesehen, die Installation aufgrund der herrschenden Corona-Krise aber noch nicht möglich.

    Die Gruppe der über 64-Jährigen mache normalerweise in den Zentren rund 20 Prozent aus. Nach der Lockerung dürften vor allem die Jüngeren wieder in die Innenstädte strömen: «Menschen sind soziale Wesen, sie vermissen während des Lockdowns den persönlichen Austausch und das Beisammensitzen.» Dies könnte nach der Krise eine echte Chance für den Einzelhandel sein: «Händler, die sich wieder auf den Menschen fokussieren statt auf Rabattschlachten könnten in Zukunft profitieren», sagt Schröder.

    Die Gastronomie hat bereits in der Zeit vor der Krise floriert. Sie wird auch danach stark sein, ist Schröder überzeugt. Aachener Grundvermögen ist vor allem in beliebten Shoppingstrassen grösserer deutscher Innenstädte aktiv. Sie führt rund 350 Einzelhandelsimmobilien – knapp 85 Prozent davon sind in Deutschland. Ihre Mieter sind hauptsächlich klassische Modehändler, Filialen von Schuhketten oder Anbieter von Konsumentenelektronik. Als mögliche Gewinner im Einzelhandel nennt er Anbieter von Retail-Experience.