Schlagwort: Heizen

  • Wärmeverbund Birstal montiert Holzheizkessel

    Wärmeverbund Birstal montiert Holzheizkessel

    Der nachhaltige Wärmeverbund Birstal hat mit der Montage der ersten Holzheizkessel einen weiteren Entwicklungsschritt vollzogen. Das von Primeo Energie aus Münchenstein und uptownBasel initiierte Projekt hat laut einer Medienmitteilung mit der Montage der Kessel die Heizanlage auf dem Areal von uptownBasel erweitert. In einem späteren Schritt soll noch eine Wärmepumpe installiert werden. Bei den Holzheizkesseln handelt es sich um zwei Biomassekessel mit Leistungen von 8 und 11 Megawatt. Moderne Filteranlagen und Technologien sollen zu geringstmöglichen Abgaswerten führen, heisst es in der Mitteilung. Zu einem späteren Zeitpunkt soll die Heizzentrale eine Leistung von 40 Megawatt liefern und damit die grösste von Primeo Energie betriebene Anlage in der Schweiz sein.

    Der Wärmeverbund Birstal besteht aus 25 Wärmeanlagen und -verbünden in Reinach, Arlesheim und Münchenstein. Er wird zunehmend auf erneuerbare Energien umgestellt. Energiequelle soll zum einen Teil die Abwärme aus dem Bereich uptownBasel in Arlesheim sein, zum anderen wird in kalten Jahreszeiten oder bei Spitzenbelastungen Biomasse und Holz aus regionalem Anbau verfeuert.

    Mit der neuen Energiezentrale und dem Wärmeverbund Birstal will Primeo Energie einen Beitrag zur Energiewende und zu einer nachhaltigen Wärme- und Kälteversorgung in der Region leisten, heisst es in der Mitteilung weiter.

  • Bern hat klimafreundlichsten Gebäudepark

    Bern hat klimafreundlichsten Gebäudepark

    Navitas Consilium hat ein interaktives Werkzeug entwickelt, mit dem sich der Anteil an erneuerbarer oder importierter Energie für die Gebäudeparks jeder Gemeinde der Schweiz darstellen lässt, informiert das Energie- und Klimaberatungsbüro aus Martigny in einer Mitteilung. Auch die von den Gebäudeparks erzeugte Menge an Treibhausgasen ist über das Werkzeug abrufbar. Mit seiner Entwicklung will Navitas Consilium dazu beitragen, den Bedarf an Dekarbonisierung von Gebäudeparks für die Umsetzung der Schweizer Klimastrategie zu ermitteln.

    Über eine interaktive Karte kann gezeigt werden, dass die am dichtesten besiedelten Gebiete des Landes im Vergleich zum ländlichen Raum einen niedrigen Anteil an erneuerbaren Energien einsetzen. Lausanne steht mit einem Anteil von 28 Prozent unter zehn Metropolen noch am besten dar. Gesamtschweizerisch schwanken die Werte zwischen 2 und 84 Prozent.

    Heizen und Warmwasser in Gebäuden kommt mit knapp 40 Prozent ein sehr hoher Anteil am Energieverbrauch insgesamt zu. Für die Umsetzung der Klimastrategie hält Navitas Consilium daher eine Verringerung des Energieverbrauchs im Zusammenspiel mit dem Einsatz von emissionsarmen erneuerbaren Energien für unumgänglich.

    Derzeit hat die Stadt Bern bei der Klimafreundlichkeit ihres Gebäudeparks die Nase vorn. Mit jährlich 23 Kilogramm CO2-Äquivalent pro Quadratmeter weist Bern die geringsten Emissionen unter den zehn grössten Städten der Schweiz auf. Zürich und Basel folgen mit jeweils 24 Kilogramm CO2-Äquivalent pro Quadratmeter. Allgemein haben Städte mit einem Anteil von weniger als 10 Prozent Energie aus erneuerbaren Quellen einen vergleichsweise hohen Ausstoss an Treibhausgasen.

  • Heizberatung von EnergieSchweiz ist ab sofort kostenlos

    Heizberatung von EnergieSchweiz ist ab sofort kostenlos

    Die Impulsberatung erneuerbar heizen ist für Eigentümerinnen und Eigentümer von Wohnimmobilien seit dem 1. April 2022 kostenfrei, wie aus einer Mitteilung hervorgeht. Mit diesem Programm von EnergieSchweiz fördert der Bund den Umstieg auf eine erneuerbare Wärmeerzeugungsanlage.

    Die etwa eineinhalbstündige Vor-Ort-Beratung kann für jede Wohnimmobilie in Anspruch genommen werden, deren Heizsystem älter als zehn Jahre ist und als Hauptheizung für die Raumwärme dient. Dabei spielt die Gebäudekategorie und der Energieträger des alten Wärmeerzeugers keine Rolle.

    Über die Postleitzahlsuche erhalten Interessierte eine Liste mit den zugelassenen Impulsberaterinnen und -beratern in ihrer Nähe und können einen Termin vereinbaren. Unterschieden wird lediglich in zwei Kategorien: Einfamilienhaus oder Mehrfamilienhaus mit bis zu sechs Wohneinheiten sowie Mehrfamilienhaus mit mehr als sechs Wohneinheiten oder Stockwerkeigentum.

  • NEST-Rechenzentrum hilft beim Heizen

    NEST-Rechenzentrum hilft beim Heizen

    Das Projekt ECO-Qube untersucht, wie die elektrische und die thermische Welt mit der IT-Infrastruktur zusammengebracht werden können. Dafür soll das Abwärmepotenzial von Mikro-Rechenzentren für die Gebäudeheizung untersucht werden. Die Feldtests finden im neu installierten Rechenzentrum im Forschungsgebäude NEST der Empa sowie an zwei weiteren Standorten in der Türkei und den Niederlanden statt.

    ECO-Qube ist auf drei Jahre angelegt. Danach will das Team Richtlinien für Planer und Betreiber von Gebäuden bereitstellen. Das Projekt wird durch das EU-Förderprogramm Horizon 2020 unterstützt. Es bringt Forschungs- und Industriepartner aus der Schweiz, der Türkei, Spanien, Deutschland, Schweden und den Niederlanden zusammen. „Unser Ziel ist es, sowohl den Energiebedarf als auch die CO2-Emissionen von kleinen Rechenzentren um je ein Fünftel zu senken“, wird Çağatay Yılmaz, Innovation Manager beim türkischen IT-Lösungsanbieter Lande und Projektleiter von ECO-Qube, in einer Medienmitteilung der Empa zitiert.

    Mithilfe von Big Data-Strukturen und Künstlicher Intelligenz werden Sensordaten der einzelnen IT-Komponenten akkumuliert und mit Luftstromsimulationen zur punktuell genauen Kühlung kombiniert. Gleichzeitig würden die Rechenlasten so verteilt, dass die Anlagen so energieeffizient wie möglich arbeiten.

    Die drei Rechenzentren werden ausserdem in die Energiesysteme der umliegenden Quartiere integriert. Sie sollen möglichst mit erneuerbarer Energie gespeist werden. „Für uns ist es interessant, das Mikro-Rechenzentrum nicht nur als elektrischen Verbraucher zu betrachten, sondern als eine dynamische Komponente im Gesamtsystem“, erklärt Philipp Heer, Leiter der Energieforschungsplattform Energy Hub an der Empa.

  • Eigenheimbesitzer sind zu Umstieg auf erneuerbares Heizen bereit

    Eigenheimbesitzer sind zu Umstieg auf erneuerbares Heizen bereit

    Der Schwerpunkt des von Raiffeisen Schweiz vorgelegten elften Kundenbarometers erneuerbare Energien liegt auf dem Einsatz und der Nutzung von Heizungstechnologien, Solaranlagen und Elektromobilität. Die Umfrage von Raiffeisen, der Universität St.Gallen und EnergieSchweiz hat laut Medienmitteilung ergeben, dass die Hälfte der befragten Eigenheimbesitzer grundsätzlich bereit ist, ihre Öl- oder Gasheizung durch eine umweltfreundlichere Technologie zu ersetzen.

    Ein Viertel der Befragten habe über einen Ersatz noch nicht nachgedacht, heisst es in der Medienmitteilung. Schon heute nutzen 30 Prozent der Befragten klimafreundliche Heiztechnologien wie Wärmepumpen, Solarthermie und Fernwärme. Aber 28 Prozent heizen noch mit Öl. Davon habe sich rund ein Fünftel bereits für einen klimafreundlichen Ersatz in den nächsten Jahren entschieden.

    Photovoltaikanlagen (PVA) verzeichnen laut dem Raiffeisen-Bericht derzeit ein exponentielles Wachstum. So besitzen bereits 22 Prozent der befragten Eigenheimbesitzer eine Anlage zur Erzeugung von Solarstrom. 30 Prozent könnten sich eine Anschaffung in naher Zukunft vorstellen. Die diesjährige Studie hat sich zudem dem Batteriespeicher für Photovoltaikanlagen gewidmet. Als Hauptargumente dafür werden zu 26 Prozent die Steigerung des Erlöses aus der Stromproduktion, zu 23 Prozent die Reduktion der CO2-Emissionen sowie die Senkung der Stromkosten angegeben (22 Prozent).

    Raiffeisen setzt laut der Mitteilung auf einen ganzheitlichen Beratungsprozess zur Steigerung der Modernisierungsquote. „Wir sind überzeugt, dass eine langfristige Planung und finanzielle Vorbereitung der Investitionen in die Immobilie entscheidende Erfolgsfaktoren sind, um die optimalen Modernisierungs-Massnahmen zur richtigen Zeit durchzuführen“, wird Roland Altwegg, Leiter Neue Geschäftsmodelle & Ökosysteme bei Raiffeisen Schweiz, zitiert. Und: „Was oft vergessen gerät: Umweltfreundliche Technologien steigern auch den Wert einer Immobilie.“

  • Gesundheitszentrum nutzt ökologische Heizzentrale

    Gesundheitszentrum nutzt ökologische Heizzentrale

    Das Gesundheitszentrum Dielsdorf setzt auf eine nachhaltige heiztechnische Lösung. Auf dem Dach der Einrichtung hat das Liechtensteiner Unternehmen Hoval dafür eine Heizzentrale in der Grösse eines kleinen Einfamilienhauses umgesetzt, wie aus einer Mitteilung hervorgeht. Über die restliche Dachfläche erstreckt sich eine Solaranlage.

    „Die grosse Fläche bot sich für den Einsatz von Solarenergie an. Die gesamte Anlage wurde mittels Kran auf das Dach gehoben“, erklärt Edgar Stutz, Bereichsleiter Technischer Dienst des Gesundheitszentrums Dielsdorf, in der Mitteilung. Laut Heinz Hitz, Technischer Verkaufsberater bei Hoval, werden in der Schweiz pro Jahr nur etwa 30 Anlagen dieser Grösse in Betrieb genommen.

    Das Herz der Energieversorgung bilden ein Gas-Brennwertkessel und die Solarpanels. Im Untergeschoss befinden sich zwei Energiespeicher. Wenn beide Speicher die nötige Temperatur erreicht haben, wird die überschüssige Energie der Solaranlage automatisch in einen alten Teil der Überbauung weitergeleitet. Die Anlage wird von einem Öl-Brennwertkessel ergänzt, der aber nur im Fall einer Störung zum Einsatz kommt.

    Im Vergleich zu herkömmlichen Heizsystemen kann das Gesundheitszentrums mit der neuen Anlage 120ʼ000 Kilowattstunden Energie einsparen, meint Björn Zittra, Leiter Verkaufssupport bei Hoval. „Das entspricht etwa 12ʼ000 Kubikmeter Erdgas – oder rund 29 Tonnen CO2 pro Jahr“, erklärt er.

  • Neue Energielösungen am Start

    Neue Energielösungen am Start

    Gerade im Bereich Heizen von Wohnraum dominiert immer noch die Verwendung fossiler Brennstoffe. Dank innovativer Technologien entstehen hier neue klimafreundliche Alternativen – zum Beispiel das Heizen mit Seethermie oder die Nutzung der Abwärme von Computern. Beide Ansätze verwenden bestehende Wärmequellen zum Beheizen von Gebäuden.

    Die Seethermie ist eine der jüngsten Formen der Energiegewinnung und macht sich die Seen als riesige Wärmespeicher zu Nutze. Im Sommer nehmen die Seen die Wärme der Sonne auf und geben sie nur langsam ab. Selbst bei Minusgraden behält das Seewasser in der Tiefe eine gewisse Temperatur – ideal um dem Wasser in den unteren Schichten Wärme zu entziehen und diese als natürliche Heizquelle zu verwenden. Das Wasser wird dem See dann wieder kühler rückgeführt. Für das Ökosystem ist dies unbedenklich und steuert in gewissem Masse sogar der klimatischen Erwärmung entgegen. Mit dieser Technologie steht in Luzern das grösste Seethermie-Projekt der Schweiz erfolgreich am Start.

    Einen anderen Ansatz verfolgt das Pariser Startup «Qarnot» und setzt auf die Abwärme von Computern. Anstatt Rechner in grossen Serverräumen aufwendig zu kühlen, werden diese in Heizkörper eingebaut. In den Heizkörpern fliessen somit Daten statt Wasser. Die dezentrale Rechenleistung wird an grosse Firmen verkauft, die digitalen Heizkörper selbst an private Haushalte. Diese haben somit nach der Erstinvestition keine Heizkosten mehr. Je mehr Wärme gewünscht wird, desto mehr Datenleistung wird generiert. Die Daten sind verschlüsselt und werden auch nicht gespeichert, somit ist nicht nachvollziehbar, welche Daten fliessen. Dasselbe funktioniert auch mit Warmwasserboilern – in Bordeaux wurde bereits ein gesamter Wohnkomplex mit dieser Technologie ausgestattet. Aufgrund der weltweit steigenden Datenmengen scheint das zukünftige Potential somit enorm.

    Mehr zu intelligenten Lösungen lesen Sie hier:
    https://proptechmarket.net/loesungen

  • Energie Zukunft Schweiz lanciert Klimaprämie für Holzheizungen

    Energie Zukunft Schweiz lanciert Klimaprämie für Holzheizungen

    Energie Zukunft Schweiz fördert gemeinsam mit Holzfeuerungen Schweiz (SFIH) Holzheizungen mit einer neuen Klimaprämie. Damit soll belohnt werden, wer die fossilen Brennstoffe Öl oder Gas durch einheimisches Holz ersetzt. Weil laut einer Medienmitteilung bisherige Förderprogramme vor allem auf kleine Wohngebäude und nicht auf Industrie- und Gewerbebauten zielen, richtet sich diese Prämie auf mittlere und grosse Heizungen.

    „Dank der grosszügigen Klimaprämie aus dem Förderprogramm und der einfachen Abwicklung von Energie Zukunft Schweiz wird diese Lücke nun geschlossen. Und das einheitlich für die ganze Schweiz“, heisst es in der Mitteilung. Damit würden mittlere und grosse Holzheizungen „nicht nur die klimafreundlichste, sondern gleichzeitig auch die wirtschaftlichste Variante“. Heizen mit Holz schone das Klima, fördere die lokale Wertschöpfung und trage zu einem gesunden Wald bei. Reguliert wird dieses Programm durch das Bundesamt für Umwelt (BAFU).

    Der Förderbetrag beläuft sich auf 18 Rappen pro Kilowattstunde respektive 1,80 Franken pro eingespartem Liter Erdöl oder Kubikmeter Erdgas. Energie Zukunft Schweiz rechnet vor, dass das „bei einer korrekt dimensionierten Heizung“ 360 Franken pro Kilowatt Leistung entspricht. So könnten etwa für einen Wohnblock mit zehn Wohnungen die Investitionskosten um 70 Prozent reduziert werden. Besonders interessant sind laut Energie Zukunft Schweiz die Einsparungen für Grossheizungen mit einer Leistung von mehr als 200 Kilowatt, etwa für Gemeindebauten, Industriebetriebe und grosse Bürogebäude.

  • Liestal heizt künftig mit Holz aus der Region

    Liestal heizt künftig mit Holz aus der Region

    Die Stadt Liestal will ihre sieben Wärmeverbünde sanieren und bis 2030 zu einem neuen Grosswärmeverbund zusammenschliessen. Wie die Genossenschaft Elektra Baselland (EBL) mitteilt, wird dazu in einem ersten Schritt die Heizzentrale Liestal für 42 Millionen Franken modernisiert. Sie soll ab 2023 zu 90 Prozent mit Holz aus der Region geheizt werden, je zur Hälfte mit Recyclingholz und Waldhackschnitzel. Bisher beträgt der Anteil erneuerbarer Energieträger 45 Prozent. Pro Jahr sollen so 24‘000 Tonnen CO2-Ausstoss eingespart werden.

    Ausserdem sollen drei weitere lokale Wärmeverbünde an das Netz der Heizzentrale angeschlossen und das Fernwärmenetz auf 31 Kilometer verlängert werden. Der Ausbau des Netzes soll in drei Etappen bis 2030 abgeschlossen werden.

    Der Kanton Basel-Landschaft will sukzessive die 48‘000 fossilen Heizungen im Kanton ersetzen. „Wir sind davon überzeugt, dass für eine nachhaltige Energieversorgung die Energie zunehmend aus erneuerbaren Ressourcen stammen muss“, wird EBL-CEO Tobias Andrist in der Mitteilung zitiert.

  • Zürichsee soll Zentrum von Thalwil heizen

    Zürichsee soll Zentrum von Thalwil heizen

    Der Zürichsee soll in Teilen von Thalwil künftig Öl und Gas als Energieträger ersetzen. Wie der Zürcher Energiedienstleister Energie 360° mitteilt, will er gemeinsam mit der Gemeinde einen Energieverbund realisieren. Dazu soll beim Schiffsanleger eine 30 Meter lange Rohrleitung in den See verlegt werden, mit der Seewasser in einen Wärmeaustauscher geführt wird. Die Energie wird dann mit Fernwärmeleitungen in das Zentrum der Gemeinde geführt.

    Der Energieverbund soll rund hundert Liegenschaften mit 13 Gigawattstunden Wärme und 0,5 Gigawattstunden Kälte im Jahr versorgen, darunter fünf Liegenschaften der Gemeinde. Damit können bestehende Öl- und Gasheizungen ersetzt und 2800 Tonnen CO2 eingespart werden. Zur Abdeckung von Leistungsspitzen in kalten Wintern dienen zwei Gaskessel in der Energiezentrale. Der Bau der Anlage soll im Frühjahr 2021 beginnen.