Schlagwort: Heizsystem

  • Bielersee liefert Energie für Nidau und Biel

    Bielersee liefert Energie für Nidau und Biel

    Die Energieverbund Bielersee AG liefert laut einer Mitteilung erstmals Energie an Kundschaft in Nidau und Biel. Dazu wurde in den vergangenen Wochen der Zwischenkreis erstellt, der das Pumpwerk an der Dr. Schneiderstrasse mit der Energiezentrale im Alpha-Gebäude in Nidau verbindet.

    Das Seewasser gelangt über zwei Leitungen in 20 und 30 Metern Tiefe in das Pumpwerk. In der Energiezentrale wird über Wärmepumpen Warmwasser für Heizungen gewonnen, die an das Wärmenetz angeschlossen sind. Die Kälte wiederum wird über ein separates Netz ins Gebiet Robert-Walser-Platz beim Bahnhof Biel geleitet. Für kalte Tage steht ein Spitzenlastkessel bereit.

    Die Planungen für die Seewassernutzung reichen bis 2015 zurück. 2020 gründete Energie Service Biel/Bienne die Energieverbund Bielersee AG, an der inzwischen auch die Stadt und die Burgergemeinde Nidau beteiligt sind. Im März 2022 wurden die Seeleitungen verlegt, im darauffolgenden Mai der Rohbau des Pumpwerks fertiggestellt. Künftig sollen die Energiezentrale saniert und das Wärmenetz Richtung Ipsach erweitert werden.

  • Luzern will bis 2035 frei von fossilen Brennstoffen sein

    Luzern will bis 2035 frei von fossilen Brennstoffen sein

    Die Stadtverwaltung von Luzern will sich bis 2035 vom Verbrauch fossiler Brennstoffe befreien. Wie aus einer Medienmitteilung der Stadt hervorgeht, sollen in einem ersten Schritt bis 2030 die etwa 200 Dienstfahrzeuge von Benzin- und Diesel- durch Elektroantrieb ersetzt werden. Bis zum Zieljahr 2035 sollen zudem in den etwa 150 Liegenschaften der Stadt die Heizungen und Warmwasserversorgungen von Öl- beziehungsweise Gasbefeuerung auf erneuerbare Systeme wie etwa Wärmepumpen umgestellt werden. Auf den Dächern dieser Gebäude sollen Photovoltaikanlagen Strom erzeugen. Damit könnten 35 bis 40 Prozent des derzeitigen städtischen Bedarfs gedeckt werden.

    Bei der bereits vor fünf Jahren begonnenen Umstellung der Heizsysteme konnte die Verwaltung in einem aktuellen Bericht bereits auf 65 umgestellte Objekte verweisen. Ziel beim Heizungsumbau ist, ab 2035 insgesamt 3300 Tonnen CO2 weniger zu emittieren. Die Kosten des Umbaus werden auf etwa 60 Millionen Franken geschätzt.

    „Wir fordern nicht nur andere Liegenschaftsbesitzende auf, aktiv zu werden, wir packen auch selber an“, wird Katja Dürst, Leiterin der Abteilung Umweltschutz, in der Mitteilung zitiert.

  • Nachhaltigkeit trifft Lebensqualität in Spiez

    Nachhaltigkeit trifft Lebensqualität in Spiez

    Diese Siedlung stellt nicht nur eine Antwort auf die Bedürfnisse von Singles, Paaren und Familien dar, sondern berücksichtigt auch die Anforderungen älterer Menschen durch besondere bauliche Merkmale. Bei der Umsetzung des Projekts stehen sowohl die Qualität des Baus als auch die Verwendung nachhaltiger Materialien im Vordergrund, wobei ein faires Preis-Leistungs-Verhältnis nicht aus den Augen verloren wird.

    Die Gestaltung der Wohnanlage orientiert sich an modernen architektonischen Prinzipien. Sie besteht aus fünf kleeblattförmigen Hauptgebäuden und einem abschliessenden Gebäude. Diese Konfiguration bildet einen zentralen Innenhof, der sich ideal für Gemeinschaftsaktivitäten eignet. Sternförmig ausgehende Wege erschliessen weitere Grün- und Freizeitflächen. Insgesamt beherbergt das Projekt 81 Wohneinheiten, von denen ein Grossteil zur Miete und 35 Einheiten zum Kauf, inklusive vier luxuriösen Attikawohnungen und 2 Ateliers vorgesehen sind.

    Abseits der Wohnräume bietet die Anlage zahlreiche Annehmlichkeiten wie eine Tiefgarage mit 96 Parkplätzen, Fahrrad- und Technikräume sowie Ateliers. Doch was dieses Projekt besonders hervorhebt, ist sein Engagement für erneuerbare Energie. Das Herzstück bildet ein Eisspeicher-Heizsystem, welches komplett auf fossile Brennstoffe verzichtet. Dieses innovative System nutzt einen unter Terrain Wassertank als Energiespeicher, aus dem durch eine Wärmepumpe Energie gewonnen wird. Ein Solar-Luftabsorber optimiert diesen Vorgang, was das Projekt zu einem Vorreiter in Sachen nachhaltiger Energiekonzepte macht.

  • Cowa erhält 1 Million Franken von Investoren

    Cowa erhält 1 Million Franken von Investoren

    Die Cowa Thermal Solutions AG hat in einer ersten Finanzierungsrunde über 1 Million Franken von Privatinvestoren und ihren eigenen Gründern Remo Waser und Simon Maranda erhalten. Mit dem frischen Kapital will das im Technopark Luzern ansässige Jungunternehmen seinen Heizungsspeicher für Wärmepumpen im grösseren Stil vermarkten, heisst es in einem Artikel auf dem Portal startupticker.ch.

    Das Cleantech-Start-up entwickelt einen Heizungsspeicher mit Kapseln, die umweltfreundliche Salze als Phasenwechselmaterial enthalten. Ein mit den Kapseln befüllter Speicher kann dreimal mehr Energie aufnehmen als ein herkömmlicher Wasserspeicher für Wärmepumpen. Dadurch wird ein Heizsystem den Angaben zufolge unabhängiger vom Netzstrom. Ausserdem kommt es anders als Batterien oder Akkus ohne Lithium aus.

    Der mit Cowa-Kapseln befüllte Speicher ist seit April dieses Jahres beim Gebäudetechnik-Unternehmen Meier Tobler erhältlich. Die Mehrkosten für das Cowa-Produkt gegenüber herkömmlichen Speichern gleichen sich schnell aus aufgrund der Energiedichte und Langlebigkeit von 20 Jahren, heisst es weiter bei startupticker.ch.

    Neben einer weiteren Skalierung auf dem heimischen Markt möchte das Unternehmen bald nach Deutschland expandieren. Erste Gespräche mit möglichen Vertriebspartnern haben bereits stattgefunden.