Schlagwort: Heizungen

  • IWB lanciert Nanoverbund für Heizungen

    IWB lanciert Nanoverbund für Heizungen

    Die Basler Energieversorgerin IWB lanciert den Nanoverbund als eine neue Lösung für das Heizen ausserhalb der Fernwärmeversorgung im Kanton Basel-Stadt. Dabei werden laut Medienmitteilung bei einem Austausch von Heizungen in dicht nebeneinander stehenden Häusern oder Reihenhäusern die Heizanlagen miteinander verbunden und mit einer zentralen Steuerung ausgestattet. IWB hat den Nanoverbund am Mittwoch, 6. März, interessierten Eigentümern aus dem Reinacher Mausacker-Quartier zum ersten Mal präsentiert.

    In der Regel kümmert sich jede Eigentümerschaft um eine eigene Heizung. Dabei werden die einzelnen Heizungen aus Sicherheitsüberlegungen oft überdimensioniert ausgelegt, heisst es in der Mitteilung. Installations- und Heizkosten seien höher als notwendig. In einem Nanoverbund werden die Heizungen von zwei bis acht Liegenschaften physisch miteinander verbunden und durch eine intelligente Steuerung ergänzt. Es können alle Arten von Heizungen zusammengeschlossen werden.

    Die Steuerung ermöglicht, dass zuerst die Anlagen eingesetzt werden, die umweltfreundlich heizen. Über eine Internet-Applikation können sich alle angeschlossenen Eigentümer jederzeit einen Überblick über Energieproduktion, den Verbrauch und die Kosten verschaffen. In einem zweiten Schritt können alte, fossile Heizungen ausser Betrieb genommen werden.

    In einem Pilotprojekt habe der Zusammenschluss von drei Liegenschaften zu einer finanziellen Einsparung von bis zu 15 Prozent. Zudem konnten die drei Liegenschaften, in welchen eine Wärmepumpe, Solarthermieanlagen und Gasheizungen eingebaut waren, durch den Zusammenschluss zu 90 Prozent erneuerbar heizen.

  • Heizungssanierungen beflügeln Geschäft von Meier Tobler

    Heizungssanierungen beflügeln Geschäft von Meier Tobler

    Meier Tobler blickt auf ein gutes Halbjahr zurück, wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht. Das auf Klimatechnik spezialisierte Unternehmen aus Schwerzenbach konnte seinen Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 7 Prozent auf 276,4 Millionen Franken steigern. Der Konzerngewinn ist um 38,7 Prozent auf rund 16 Millionen Franken gestiegen.

    Die „wesentliche Grundlage“ für das Wachstum war den Angaben zufolge die anhaltende Dynamik bei Heizungssanierungen. Gleichzeitig legte auch der Verkauf von Wärmepumpen im zweistelligen Prozentbereich zu. Das Geschäft mit Klimasystemen verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahr nur leicht. Hier profitierte Meier Tobler vor allem von Grossprojekten wie etwa der Lieferung von zwei Absorber-Kältemaschinen mit je 3,4 Megawatt für das Shoppi Tivoli in Spreitenbach AG.

    Weiter konnte Meier Tobler im ersten Halbjahr sein neues Dienstleistungszentrum in Oberbuchsiten SO in Betrieb nehmen. Im neu erbauten Zentrum sind unter anderem automatisierte Hochregal- und Kleinteilelager oder autonome mobile Roboter im Einsatz. Der Betrieb wird laut Meier Tobler kontinuierlich hochgefahren.

  • Hochschule Luzern lokalisiert fossile Heizungen

    Hochschule Luzern lokalisiert fossile Heizungen

    Fachleute des Kompetenzzentrums Thermal Energy Storage an der Hochschule Luzern (HSLU) wollen den klimaverträglichen Austausch fossiler Heizungen fördern. Dafür hat das Team gemeinsam mit der in Lüterkofen SO ansässigen geoimpact AG mithilfe Maschinellen Lernens Modelle berechnet, die fossile Heizanlagen lokalisieren.

    Denn Öl- und Gasheizungen würden derzeit zu rund 80 Prozent durch neue fossile Heizanlagen ersetzt, heisst es in einer Medienmitteilung der HSLU. „Eine neues Heizsystem braucht Planung“, wird HSLU-Energieexpertin Esther Lindner zitiert. „Wenn das alte im Winter kaputtgeht, hat man natürlich dafür keine Zeit und ersetzt dann einfach schnell das, was man vorher hatte, wieder mit dem gleichen System.“ Um dem entgegenzuwirken, will das Projekt diese Haushalte rechtzeitig mit Informationen über Alternativen und Beratungsangebote versorgen.

    Zunächst wurde ein Modell für 1957 Gemeinden erstellt, anschliessend eines für 158 Bezirke und schliesslich ein weiteres für die gesamte Schweiz. Auf Gemeindeebene ist das Modell den Angaben zufolge mit nahe 80 Prozent Treffsicherheit am genauesten. Die Künstliche Intelligenz dieser Modelle wurde mit öffentlich zugänglichen Daten des Gebäude- und Wohnungsregisters trainiert.

    Nun wird das Modell für ein vom Bundesamt für Energie unterstütztes Sweet Edge-Projekt zu einem Empfehlungsprogramm weiterentwickelt. Damit sollen Gemeinden bei der Energieplanung unterstützt werden. „Gemeinden, die das Modell nutzen und gleichzeitig weiterentwickeln wollen“, so Lindner, „sind willkommen“. Das Projekt wird auch am diesjährigen Abend der Wirtschaft des Departements Technik & Architektur präsentiert. Er findet am 20. Oktober 2022 statt.

  • Kantone mustern fossile Heizungen aus

    Kantone mustern fossile Heizungen aus

    Die Konferenz Kantonaler Energiedirektoren (EnDK) habe an ihrer Plenarversammlung am 26. August „ein umfassendes Papier zu den Grundsätzen der Gebäudepolitik 2050+“ verabschiedet, informiert die EnDK in einer Mitteilung. Es sieht unter anderem vor, dass in der Schweiz spätestens ab 2030 keine fossilen Heizungen mehr verbaut werden. Nur so könne die Schweiz ihr Ziel erreichen, 2050 netto kein CO2 mehr auszustossen, schreibt die EnDK. Die künftigen kantonalen Energiegesetze müssen sich an diesem von der EnDK beschlossenen Grundsatz ausrichten.

    Im neuen Grundsatzpapier wird zudem auch Wert auf eine Stromproduktion am Gebäude selbst Wert gelegt. Hier sollen vor allem Photovoltaikanlagen auf Dächern und an Fassaden eingesetzt werden. „Das Gebäude wird zum Energiehub, das Energie nicht nur für die üblichen Anwendungen verbraucht, sondern vermehrt auch für die stark steigende Elektromobilität nutzt und Elektrizität selbst produziert und speichert“, wird Mario Cavigelli (CVP) in der Mitteilung zitiert. Der per Ende Jahr aus dem Regierungsrat ausscheidende Vorsteher des Departements für Infrastruktur, Energie und Mobilität des Kantons Graubünden hat sein Amt als Präsident der EnDK an der Plenarversammlung an den Vorsteher des Departements für Finanzen und Energie des Kantons Wallis, Roberto Schmidt (CVP), übergeben.

    Kantonseigene Gebäude sollen so früh wie möglich ausschliesslich mit erneuerbaren Energien betrieben werden. Aktuell bereiten sich die Kantone zudem auf eine mögliche Versorgungskrise vor. Auch hier wollen die Kantone „als Vorbild vorangehen“ und die Erarbeitung kantonseigener Energiesparmassnahmen koordinieren, schreibt die EnDK.