Schlagwort: Heizungsersatz

  • Ölheizung raus, Hauswert rauf?

    Ölheizung raus, Hauswert rauf?

    Simon Lüthi von Wüest Partner empfiehlt, das Haus möglichst bald zu sanieren. Für die Umwelt ist jeder Zeitpunkt richtig. Wirtschaftlich ist es besonders attraktiv, wenn Fördergelder, Steuerersparnisse und tiefere Nebenkosten den gesteigerten Marktwert zusätzlich stützen.

    Energieeffizienz als Wertfaktor
    Die Nachfrage nach energieeffizienten Immobilien steigt. Investoren, Fonds und Pensionskassen achten auf Nachhaltigkeit, oft aus regulatorischen Gründen. Investitionen in Energieeffizienz steigen langfristig den Immobilienwert. Besonders, wenn die Instandsetzung und Modernisierung zusammenfallen.

    Mietrecht und Stadtregionen
    Auch in Städten lohnt sich die energetische Sanierung. Der Markt reagiert dort besonders auf nachhaltige Verbesserungen. Eine Sanierung schützt zudem vor künftigen gesetzlichen Vorgaben. Allerdings können lokale Mietrechtsregelungen die Umlagemöglichkeiten einschränken.

    Heizungsersatz als sinnvoller Schritt
    Wer ohnehin die Heizung ersetzen muss, sollte vom Ölsystem auf Wärmepumpe oder Fernwärme umsteigen. Der Heizungsersatz ist meist alle 25 Jahre sowieso fällig und deckt die Instandsetzung gleich mit ab. Für viele Hauseigentümer ist der reine Heizungswechsel wirtschaftlich am attraktivsten.

    Hauseigentümer sollten mit einem Heizungsersatz beginnen, wenn die Gebäudehülle intakt ist. Ist die Hülle renovierungsbedürftig, lohnt sich eine kombinierte Sanierung von Dach, Fassade und Fenstern mit dem Heizungsersatz.

    Vorschriften, Fördergelder und Gutachten
    Die Regulierung wird strenger. Ziel ist der klimaneutrale Gebäudebestand bis 2050. Fördergelder und steuerliche Vorteile machen eine Sanierung rentabel. Wer unsicher ist, zieht für die Planung einen Fachgutachter bei.

    Finanzierung und graue Energie
    Die Banken bieten für nachhaltige Immobilien oft günstigere Hypotheken. Künftig rückt auch die effiziente Kühlung und die Wiederverwendung von Bauteilen in den Fokus. Die sogenannte graue Energie, also die im Gebäude enthaltene Herstellungsenergie, wird zunehmend wichtiger.

    Das Ersetzen der Ölheizung ist ein echter Mehrwert. Es bietet niedrigere Heizkosten und einen höheren Hauswert, für heute wie für morgen.

  • Energetische Sanierungen rechnen sich

    Energetische Sanierungen rechnen sich

    Wüest Partner hat in einer Studie die Wirtschaftlichkeit von energetischen Sanierungen des Schweizer Wohngebäudeparks untersucht. Dabei wurden zwei Szenarien für alle insgesamt 931’000 noch nicht nachhaltig beheizten Wohngebäude durchgespielt, informiert der Dienstleister für die Immobilienbranche in einer Mitteilung zur Studie. Im ersten Szenario wurde eine umfassende energetische Sanierung analysiert, im zweiten Szenario nur der Austausch der Heizungen.

    Hinsichtlich ökologischer Nachhaltigkeit erfüllen beide Szenarien die Vorgabe des Klimagesetzes, erläutert Wüest Partner. Beim Investitionsbedarf bis 2050 kommen die Fachleute des Immobiliendienstleisters auf eine Spanne von 52 Milliarden bis 228 Milliarden Franken. Ihnen stehen Wertsteigerungen zwischen 81 Milliarden Franken beim reinen Heizungsersatz und 168 Milliarden Franken im Falle umfassender energetischer Sanierung gegenüber.

    Der reine Heizungsersatz ist somit durchweg wirtschaftlich attraktiv. Bei umfassenden energetischen Sanierungen gleichen sich Investitionen und Wertsteigerungen des Gebäudebestands insgesamt aus. Bei Mehrfamilienhäusern mit Mietobjekten ist für gut die Hälfte eine kostendeckende Sanierung möglich. Bei selbst genutztem Wohnraum steigt der finanzielle Nutzen durch die erhebliche Einsparung von Heizkosten an.

    Die sinkenden Heizkosten kommen auch Mietenden von sanierten Objekten zugute, da sie einen möglichen Anstieg der Nettomieten in der Regel überausgleichen, schreibt Wüest Partner. «Rein energetische Sanierungen von Mietwohnungen können somit sozial verträglich sein, sodass die ökologische Nachhaltigkeit der sozialen Nachhaltigkeit nicht im Weg stehen muss.»

  • Gebäude werden zu Energie-Hubs

    Gebäude werden zu Energie-Hubs

    Gebäude sollen zur Umsetzung der Energiestrategie 2025 des Bundes beitragen. Die Kantone unterstützen dies durch Vorschriften und die Förderung von klimaschonenden Technologien. Ziel ist es, die Gebäude in Energie-Hubs zu verwandeln, erläutert die EnDK in einer Mitteilung. Um diese Entwicklung zu veranschaulichen, hat die EnDK die neue Plattform energiehub-gebäude.ch lanciert. Hier werden die gesetzlichen Grundlagen und der Stand der Umsetzung der kantonalen Gebäudepolitik vorgestellt sowie Praxisbeispiele gegeben.

    Die Energiefachstellenkonferenz der Kantone hat zudem die Auswirkungen der kantonalen Vorgaben zum Heizungsersatz anhand fünf ausgewählter Kantone analysieren lassen. Mit der Ausarbeitung einer entsprechenden Studie wurde die EBP Schweiz AG betraut, informiert die EnDK in einer Mitteilung auf energiehub-gebäude.ch. Die Ergebnisse zeigten, dass die CO2-Emissionen von Gebäuden seit 1990 stetig abgenommen haben. Dabei haben die in den Mustervorschriften der Kantone im Energiebereich 2014 definierten Anforderungen im Bereich Heizungsersatz den Ausschlag gegeben. Dort wird für Wohnbauten ein Anteil zwischen 10 und 100 Prozent erneuerbarer Energien beim Heizungsersatz vorgeschrieben.

    „Im Durchschnitt der fünf Kantone führten die Vorschriften dazu, dass 90 Prozent der neuen Heizungen in Wohnbauten mit erneuerbarer Energie oder Abwärme betrieben werden“, heisst es in der Mitteilung. Als erschwerende Faktoren werden die Verfügbarkeit von Gas und eine dichte Bebauung im städtischen Umfeld genannt. Trotz einer starken Förderung spielen finanzielle Gründe zudem weiterhin eine Rolle beim Verbleib von fossilen Heizungen.

  • Home2050.ch berät neu zu Solar, Heizung und E-Ladestationen

    Home2050.ch berät neu zu Solar, Heizung und E-Ladestationen

    Der Basler Energieversorger Primeo Energie, die Genossenschaft Elektra Baselland (EBL) und die Basellandschaftliche Kantonalbank (BLKB) haben ihre gemeinsame Solarberatungsplattform sun2050.ch zu home2050.ch transformiert. Damit reagieren sie einer Medienmitteilung zufolge darauf, dass die Beratungswünsche ihrer Kundschaft zunehmend über die optimale Photovoltaiklösung für ihre Liegenschaft hinausgehen.

    Deshalb erstreckt sich das Beratungsangebot auf home2050.ch neu zusätzlich auf Fragen rund um den Heizungsersatz und eigene E-Ladestationen. Nach wie vor erhalten Hausbesitzerinnen und -besitzer auf der neu gestalteten Internetseite kostenlose Richtofferten für Photovoltaikanlagen und können sich im Anschluss für eine kostenpflichtige individuelle Beratung anmelden. Die BLKB unterstützt Interessierte weiterhin mit einer eigens aufgelegten Energiehypothek.

    Die Energiewende gelinge nur in Zusammenarbeit mit der Bevölkerung, so EBL-CEO Tobias Andrist. Für ihre Kundinnen und Kunden wollen die drei Partner deshalb „einen echten Mehrwert generieren“, indem „wir mit der Kooperation home 2050.ch eine einfache und effektive Lösung für die Beschaffung ihrer Solaranlage, ihrer neuen Heizungsanlage oder ihrer neuen E-Ladestation bieten“.