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  • Europas einzigartiges Stadtentwicklungsprojekt

    Europas einzigartiges Stadtentwicklungsprojekt

    Das Areal des ehemaligen Flughafens von Athen dient nun als Spielwiese für eines der grössten Stadterneuerungsprojekte Europas. Mit einer Investition von 8 Milliarden Euro transformiert das Projekt einen Raum von über 6 Millionen Quadratmetern in eine energieautarke „15-Minuten-Stadt“.

    Ein Symbol für modernes Wohnen
    Inmitten des nachhaltigen und smarten Stadtprojekts The Ellinikon kombiniert das Wohnviertel Little Athens lokale Baumaterialien mit modernem Städtebau. Das Viertel, das sowohl von griechischen als auch internationalen Architekturbüros entworfen wurde, verkörpert den weltoffenen Charakter Athens und bietet vielfältige Annehmlichkeiten, kurze Strandzugänge und eine pulsierende Gemeinschaft.

    Architektonisches Highlight
    Das renommierte Architekturbüro Bjarke Ingels Group ist verantwortlich für den Entwurf von Park Rise, einem der ersten 50 Meter hohen Gebäude in Little Athens. Mit einer Fassade, die von griechischen Säulen inspiriert ist, und luxuriösen Wohnungen bietet es eine exklusive Wohngelegenheit.

    Ein Meilenstein in der Stadtentwicklung
    The Ellinikon definiert modernes Leben und Investieren neu. Es kombiniert Wohnraum, Geschäfts- und Freizeitmöglichkeiten, um ein ganzheitliches urbanes Erlebnis zu bieten. Mit innovativen Features, wie einem der grössten Küstenparks Europas und einem Netto-Null-Kohlenstoff-Fussabdruck, setzt es neue Massstäbe in nachhaltiger Städteplanung.

    Ein weltweites Vorbild
    The Ellinikon Projekt verzeichnet nicht nur ein hohes Interesse von Investoren und der Öffentlichkeit, sondern beeindruckt auch durch seine Vision einer grünen, integrativen und zukunftsfähigen Stadt. Mit international anerkannten kreativen Partnern und einem erheblichen Beitrag zum griechischen BIP zeichnet es sich als weltweites Vorbild für nachhaltige Stadtentwicklung aus.

  • «Man muss seinen Kunden Alternativen anbieten»

    «Man muss seinen Kunden Alternativen anbieten»

    Was genau macht Swiss Circle?
    Swiss Circle ist das Netzwerk für die Schweizer Immobilienbranche. Wir betreuen unsere rund 250 Mitglieder, vernetzen diese untereinander und unterstützen sie mit Marketingtools. Unsere Member wollen sich untereinander besser kennenlernen, aber auch in der Branche vermehrt wahrgenommen werden. Ausserdem geben wir ihnen die Möglichkeit, ihr Knowhow in speziellen Disziplinen der Immobilienwirtschaft auszubauen.

    Wie geht das konkret?
    Wir bieten verschiedene Plattformen: So sind wir an den grossen internationalen Immobilienmessen wie der MIPIM in Cannes oder an der Expo Real in München präsent. Auf internationalen Bühnen sind wir mittlerweile seit 25 Jahren aktiv. Wir präsentieren an diesen Messen unsere Schweizer Firmen an einem Schweizer Gemeinschaftsstand. Darüber hinaus organisieren wir regelmässig Networking-Events und über das Jahr verteilt verschiedene Kongresse zu aktuellen Themen rund um Immobilien. Onlinetools wie etwa realestate-experts.ch ergänzen unser Angebot.

    Wichtige Messen fallen dieses Jahr aufgrund der Coronakrise weg. Wie wirkt sich dies auf Swiss Circle aus?
    Wir sind kreativ und haben Ersatz für ausgefallene Aktivitäten ins Leben gerufen. Darunter die Online-Serie «Real Estate Brains». Hier haben wir jeden Dienstagmorgen online eine Sendung produziert. Dieses Jahr haben wir den Kongress «Die Marketingrunde» vollumfänglich digital über Zoom umgesetzt. Den «Innovation Day» gleisen wir als Hybridanlass auf: Mittels zwei Sendungen, die wir live streamen sowie einem Printprodukt, das unseren Kunden eine weitere Plattform bietet, sich zu präsentieren. Als Ersatz für die nicht stattfindende Expo Real in München organisieren wir im Oktober am Flughafen Zürich den «Swiss Networking Circle». Mitglieder, die sonst nach München gegangen wären, erhalten so die Möglichkeit, sich zu vernetzen und zu präsentieren.

    Wie laufen die Anmeldungen für den Swiss Networking Circle im Herbst?
    Wir haben bereits zahlreiche Buchungen erhalten. Allerdings wissen wir noch nicht, wie viele Gäste wir dann effektiv einladen dürfen – das hängt von den Bestimmungen des Bundes für Anlässe im Oktober ab. Es kann sicher nicht jeder mitmachen. Partner, die sich am Event aktiv engagieren, erhalten aber auf jeden Fall ein Einladungskontingent für ihre Kunden. Auch wir vom Swiss Circle werden ein Kontingent an Mitgliedern einladen. Das Bedürfnis unserer Kunden, sich wieder persönlich zu treffen, ist auf jeden Fall gross.

    «Die Immo21 findet in einer grösseren Halle statt.»

    Wie kommen die Online-Angebote bei den Mitgliedern an?
    «Real Estate Brains» beispielsweise kommt sehr gut an – wir verzeichnen jeweils 200 bis 300 Zuschauer. Die Referenten kommen aus Deutschland, Österreich und aus der Schweiz. Die Schweizer Referenten rekrutieren wir in der Regel aus unserem Memberkreis. Nach der Sommerpause werden wir dieses Format bis auf weiteres im Monatsrhythmus weiterführen.

    Wie beurteilen Sie die aktuelle Lage auf den Immobilienmärkten?
    Die Lage ist kontrovers. Kritisch steht es um den Retailmarkt. Die Coronakrise wirkte als Brandbeschleuniger, der Detailhandel hatte es schon vor Corona schwer. Ein weiterer Verlierer sind Hotelliegenschaften. Bürogebäude dürften nur leicht nachgeben – hier muss abgewartet werden, ob und wie stark sich Home-Office durchsetzt und wie sich Digitalisierungstrends entwickeln. Der Wohnmarkt zeigt sich stabil – allenfalls gibt es noch langfristige Auswirkungen. Es gibt aber natürlich auch Gewinner: zum Beispiel Logistikimmobilien.

    Welches Feedback erhalten Sie von Ihren Mitgliedern?
    Dienstleister rund um den Liegenschaftenbetrieb wie Facility- und Property-Manager sind kaum betroffen. Bei den Transaktionen stellt man hingegen eine gewisse Zurückhaltung fest; es wird aktuell defensiver gehandelt als vor der Krise. Dies dürfte sich auf die Umsätze von Vermarktern oder Rechtsanwälten niederschlagen.

    Welche langfristigen Konsequenzen erwarten Sie aufgrund der Coronakrise?
    Ich rechne im Immobiliengeschäft nicht mit einem langfristigen negativen Effekt. Es ist aber möglich, dass die Geschäfte dieses Jahr aufgrund herrschender Unsicherheit und des fehlenden persönlichen Kontakts etwas harziger laufen. Was den Swiss Circle betrifft, bin ich jedoch zuversichtlich, dass Events und Messen nächstes Jahr wieder fast wieder wie gewohnt ablaufen werden. Welche Änderungen bleiben werden, wird sich zeigen. Das Motto der Zeit lautet: Flexibel sein und mit verschiedenen Szenarien rechnen. Das machen wir auch. Wer möglichst unbeschadet aus der Krise kommen will, muss seinen Kunden Alternativen anbieten.

    Die Immo21, die von Swiss Circle mitorganisiert wird, findet nächstes Jahr im Januar statt. Gibt es coronabedingte Änderungen?
    Wir haben bereits auf die Situation reagiert und mit der Halle 550 in Oerlikon eine grössere Lokalität als bisher gewählt. So können wir auch einer allenfalls weiterhin beschränkten Anzahl Besucher mehr Platz bieten, damit die Abstandsregeln eingehalten werden können. Dies könnte sich auch in Zukunft durchsetzen: Dass man mehr Quadratmeter pro Teilnehmer einkalkulieren muss.

    Was raten Sie Jungunternehmern im Immobilienbereich in dieser Zeit?
    Ihnen fehlt der Kontakt mit der etablierten Branche natürlich sehr. Jungunternehmer suchen in der Regel Investoren und Plattformen, um ihre neuen Ideen zu präsentieren – und sind darauf angewiesen, schnell zu wachsen und Erfolge vorzuweisen. Für Start-ups ist der Handbremseneffekt sicher gravierender als für ein etabliertes Unternehmen. Beim Swiss Networking Circle und beim Innovation Day haben wir spezielle Angebote, Jungunternehmer einzubinden, und ermöglichen ihnen bevorzugten Zugang. Da der Austausch zwischen Jung und Etabliert in Zukunft weiter an Bedeutung gewinnen wird, treten Swiss Circle und SwissPropTech in Zukunft vermehrt gemeinsam auf. Dazu heisse ich alle zukunftsorientierten Immobilienentscheider herzlich willkommen! ■

  • Das Jugendstil-Wahrzeichen von Nancy

    Das Jugendstil-Wahrzeichen von Nancy

    Führung florierte das Unternehmen und eröffnete unter anderem Filialen in Paris, London und Berlin.

    So konnte der 1859 geborene Franzose mit nur 39 Jahren den Bau einer prachtvollen Villa in Auftrag geben. Er vertraute dabei auf den damals erst 26 Jahre alten Architekten Henri Sauvage (1873–1932). Die beiden Herren lernten sich im Haus des gemeinsamen Freundes kennen – dem Bildhauer Alexandra Charpentier. Sauvage hatte noch nie zuvor an einem solchen Projekt mitgearbeitet. Die einzige Erfahrung, die Sauvage vorweisen konnte, war einige Monate Arbeit beim Brüsseler Architekten Paul Saintenoy. Majorelle gefielen die Jugendlichkeit und Kühnheit des Architekten wie auch dessen gute Vernetzung in die Kunstwelt. So zog er Sauvage dem erfahrenen, in Nancy ansässigen Architekten Lucien Weissenburger vor. Weissenburger durfte das Projekt aber immerhin vor Ort ausführen.

    Das Fotoalbum der Familie Majorelle lieferte wichtige Hinweise
    In den Jahren 1901–1902 wurde die Villa nach den Plänen von Sauvage gebaut. Sie war das erste komplett im Jugendstil errichtete Haus in Nancy und gilt als Paradebeispiel. Sauvage errichtete die Villa aber nicht im Alleingang: Er rief andere renommierte Künstler hinzu. Zum Beispiel seine Pariser Freunde, den Keramikkünstler Alexandre Bigot und den Maler Francis Jourdain. Bigot führte die Keramiken aus, Jourdain entwarf die dekorativen Gemälde im Speisesaal. Die Möbel stammen aus Majorelles eigener Produktion. Der Hausherr übernahm auch die Schmiedearbeiten und die Geländer. Die Buntglasfenster in den Haupträumen (Treppenhaus, Esszimmer, Wohn- und Schlafzimmer) wurden vom Meisterglaser Jacques Gruber gestaltet. Der Grossteil dieser Künstler gehörte der im Jahr 1901 von Emile Gallé mitgegründeten Ecole de Nancy an.

    Vier Jahre lang wurde die Villa Majorelle in aufwändiger Restaurationsarbeit innerlich wie äusserlich wieder instand gesetzt. Das komplett im Jugendstil gehaltene Gebäude wurde im Jahr 1898 von Louis Majorelle, selbst Möbelschreiner, Designer und Kunstschmied, in Auftrag gegeben. Majorelle wollte eigentlich Maler werden und studierte in jungen Jahren an der School of Fine Arts in Paris. Nach dem Tod seines Vaters musste er frühzeitig in seine Heimatstadt Nancy (F) zurückkehren, um das Familienunternehmen zu übernehmen. Er liess moderne Möbel herstellen und liess sich dabei von der Natur und von Emile Gallé inspirieren. Gallé spezialisierte sich auf das Material Glas und leistete auf diesem Gebiet Pionierarbeit. Er zählt zu den Begründern des Jugendstils. Unter Louis Majorelles Florale Elemente ziehen sich von der Fassade bis ins Innere des Hauses: Sie finden sich in Ornamenten, Schnitzereien, Mosaiken und Emailarbeiten. Architekt Sauvage ordnete die Fenster und Aussentüren so an, dass sie der Logik der Innenraumaufteilung entsprachen, und brach mit der Tradition des horizontalen symmetrischen Gebäudes. Fliessende Formen und dekorative Motive ziehen sich durch die gesamte Architektur. Sauvage spielte mit den Gegensätzen: Der nackte Euville-Stein steht im Kontrast zu der Polychromie von Ziegeln, Steinzeug, Holz und Eisenarbeiten. Der ständige Präsenz von Holz zieht sich wie ein roter Faden durch die Inneneinrichtung und schafft eine Verbindung zum Äusseren der Villa.

    Die Villa Majorelle gilt als einzigartige experimentelle Arbeit. Henri Sauvage sagte später: «Ich habe dort zwei Jahre lang gearbeitet und bin meinem ersten Kunden von Herzen dankbar für die unerhörte Freiheit, die er mir geschenkt hat. Trotz meines jungen Alters hat er mir nie eine Budgetbeschränkung oder seine persönlichen Vorstellungen auferlegt.» Nach der Fertigstellung lebte Louis Majorelle gemeinsam mit seiner Frau Jane Kratz und dem gemeinsamen Sohn Jacques dort. Das Bauwerk ist auch unter dem Namen «Villa Jika» – nach den Initialen von Jane Kratz – bekannt.

    Louis Majorelle verstarb 1926, die Villa erbte sein Sohn, welcher das Haus dem Staat verkaufte. Dieser liess darin zunächst Büros errichten. Die allmähliche Wiederentdeckung des Jugendstils führte dazu, dass die Villa 1975 als historisches Denkmal eingestuft und schliesslich 1996 unter Denkmalschutz gestellt wurde. Seit 2003 ist die Villa im Besitz der Stadt Nancy. In den letzten Jahren erfolgten immer wieder kleinere Renovationen an der Villa. Bei der jüngsten und umfassendsten Renovierung wurde die Villa in den Zustand von 1926 zurückversetzt. Die Renovationsarbeiten betreute das Atelier Grégoire André. Wichtige Informationen zum ursprünglichen Aussehen des Hauses lieferten Artikel und Publikationen aus der Entstehungszeit der Villa. Auch das Fotoalbum der Familie Majorelle diente als wertvolle Informationsquelle.

    Einige nachträglich gemachten Änderungen wurden dieses Mal zurückgebaut: So entfernte man ein Erkerfernster an der Nordfassade und brachte auf dem Dach die vor einigen Jahren aus Sicherheitsgründen entfernten Kaminhauben wieder an. Die Fassade wurde gereinigt und beschädigtes Mauerwerk ersetzt. Zwei Jahre lang dauerten nur schon die Arbeiten an der Aussenfassade und am Dach.

    Original Gruber-Fenster bei Bombardierung zerstört
    Aber auch das Innere des Gebäudes erfuhr eine komplette Restauration in enger Zusammenarbeit mit dem Musée de l’Ecole de Nancy und eines Komitees aus Jugendstil-Spezialisten und Kunsthistorikern. Um angemessene Empfangsbereiche für Besucher zu schaffen, sind im Bereich der Küche und Speisekammer die Kasse, Garderobe und der Souvenirshop untergebracht. Neu wurde ein Lift eingebaut, ansonsten wurden die Holz- und Mosaikböden sowie die Glasarbeiten vollständig überarbeitet.

    Das Wohnzimmer enthält ein aufwändiges Stuckdekor mit Tannenzapfenmotiv, welches sich auch auf den Möbeln und dem Kamin wiederfindet. Dasselbe Motiv wurde ebenfalls auf dem Buntglasfenster von Jacques Gruber eingesetzt. Das Gruber-Fenster wurde allerdings bei der Bombardierung Nancys im Jahr 1916 zerstört und durch ein anderes im orientalischen Stil gehaltenes Fenster ersetzt, das auch heute noch zu sehen ist.

    Fast 100 Möbel, Gemälde und Kunstobjekte fanden anschliessend aus dem Musée de l’Ecole den Weg in die Villa. Die Möbel sind grösstenteils original. Es wurden Werke ausgewählt, die von Louis Majorelle entworfen wurden und / oder von Firmen, mit denen er zusammengearbeitet hatte (Manufacture Daum, Manufacture Keller et Guérin, den keramischen Werkstätten de Rambervillers und Frères Mougin). Die Auswahl hing vor allem von der Ähnlichkeit mit den auf den alten Fotos sichtbaren Gegenständen ab. In der gleichen Weise hat das Museum aus seiner Sammlung auch Gemälde ausgewählt, die von Louis Majorelle oder seinem Sohn Jacques hergestellt wurden.

    Zwischen 2021 und 2022 erfolgen noch kleinere Renovationen im Innern der Villa, welche aber keine Schliessung des Hauses erfordern. Die Arbeiten umfassen die Nachbildung der Badezimmer, Schaffung von Lehr- und Bildungsbereichen im ersten Stock sowie die Renovierung des Ateliers von Louis Majorelle im 2. Stock. Die Kosten belaufen sich bislang auf 2,5 Millionen Euro. ■