Schlagwort: Hochbau

  • Neue Aufträge in Deutschland stärken Hochbaugeschäft

    Neue Aufträge in Deutschland stärken Hochbaugeschäft

    Implenia zieht in Deutschland Aufträge für Hochbauten mit einem Volumen von mehr als 200 Millionen Euro an Land. Wie es in einer Mitteilung heisst, entsprechen die Projekte „dem strategischen Fokus der Gruppe auf grosse und anspruchsvolle Immobilienprojekte, die umfassende Expertise und langjährige Erfahrung voraussetzen“.

    So wird der Baukonzern im Auftrag des Projektentwicklers und Vermögensverwalters Rock Capital Group als Generalunternehmer in München-Neuhausen das rund ein Hektar grosse Bruckmann Quartier an der Nymphenburgerstrasse zu einem hochwertigen Büroquartier umformen. Dort entstehen in einer Kombination von Neubau und Modernisierung in bester Zentrumslage 28’000 Quadratmeter Bürogeschossfläche. Dabei werden einzelne Gebäudeteile neu gebaut, historische Bauteile erfahren eine Modernisierung im Bestand, ein Gebäude wird aufgestockt, bei einem anderen steht die Fassade unter Denkmalschutz. Baubeginn ist noch 2025.

    In Brandenburg errichtet Implenia als technischer Federführer in einer Arbeitsgemeinschaft mit GP Papenburg ein neues Verwaltungsgebäude, im Ruhrgebiet eine Gesamtschule und in Frankfurt am Main eine Sechsfeld-Sporthalle mit Funktionsgebäuden für zwei Gymnasien. Alle drei Neubauten werden schlüsselfertig übergeben.

    Am Mainzer Zollhafen wird Implenia zum wiederholten Mal aktiv. Für die Projektgesellschaft der BWL Wohnungsbaugesellschaft und der Volksbank Darmstadt realisiert die Gruppe nun das Projekt Rheinwiesen living. Es besteht aus fünf fünfgeschossigen Wohngebäuden mit freiem Blick auf den Rhein. Ausserdem wurde Implenia mit der Errichtung einer Seniorenwohnanlage in Magdeburg sowie mit dem Bau eines Ausstellungs- und Verkaufsgebäudes für die Stark Gruppe in Nürnberg beauftragt.

  • Neue Grossaufträge für Hochbauprojekte in Bern und Zürich

    Neue Grossaufträge für Hochbauprojekte in Bern und Zürich

    „Implenia hat weitere grosse und anspruchsvolle Hochbau-Aufträge gewonnen“, informiert die Bau- und Immobilienfirma aus Opfikon in einer Mitteilung. Das Auftragsvolumen wird dort auf insgesamt über 400 Millionen Franken beziffert. Die beiden grössten Projekte betreffen einen Neubau für die Universität Bern und eine Wohnüberbauung im Zürcher Oberland.

    Der Kanton Bern hat Implenia mit den Baumeisterarbeiten für eine neues medizinisches Forschungs- und Ausbildungszentrum der Universität Bern beauftragt. Hier will die Universität fünf Institute ihrer Medizinischen Fakultät vereinen. Die Bauarbeiten sollen im Mai 2026 beginnen und im Juli 2028 abgeschlossen sein.

    In Oetwil am See im Zürcher Oberland wird Implenia als Totalunternehmerin für die Seraina Investment Foundation den Neubau Überbauung Schachenweid realisieren. Hier sind acht Mehrfamilienhäuser mit 90 Wohnungen im Stockwerkeigentum geplant. Der Beginn der Bauarbeiten ist für September 2025 vorgesehen. Im Oktober 2027 sollen die Wohnungen bezugsbereit sein.

    Als weitere neue Aufträge zählt Implenia in der Mitteilung die Modernisierung und Umnutzung eines innerstädtischen Gebäudes, die Umnutzung eines alten Fabrikareals in der Westschweiz zu einem Stadtquartier und zwei Neubauprojekte von Schulhäusern in der Schweiz und in Deutschland auf. Die neuen Projekte „entsprechen der Strategie von Implenia mit Fokus auf spezialisierte Immobilien, die umfassende Expertise und langjährige Erfahrung voraussetzen“, schreibt Implenia.

  • Immo-Monitoring 2025

    Immo-Monitoring 2025

    Der Wohnbausaldo fällt 2025 tiefer aus als erwartet. Ersatzneubauten und Aufstockungen ersetzen zunehmend den klassischen Neubau auf der grünen Wiese. Obwohl die Zahl der Baubewilligungen 2024 anstieg, bleiben Nettozugänge aufgrund von Rückbauprojekten begrenzt. Besonders betroffen ist der Kanton Zürich, wo nur noch 73 % der Neubauprojekte tatsächlich zu mehr Wohnraum führen.

    Gleichzeitig ist die Angebotsquote bei Mietwohnungen auf ein historisches Tief von 3.7 % gefallen. Die Nachfrage übersteigt das Angebot in fast allen Regionen deutlich.

    Preissteigerungen durch Nachfrageboom
    Die Zinssenkung und das steigende Nettovermögen der Haushalte beleben die Nachfrage nach Wohneigentum, insbesondere im oberen Preissegment. Die Transaktionspreise ziehen weiter an. In der Zentralschweiz ist die Dynamik besonders ausgeprägt. Für 2025 wird ein Anstieg von 3.6 % bei Eigentumswohnungen und 3.8 % bei Einfamilienhäusern prognostiziert. Die Angebotsmieten steigen ebenfalls, jedoch moderater (+1.7 %), während Bestandsmieten aufgrund des tieferen Referenzzinssatzes leicht rückläufig sein dürften.

    Büroflächenmarkt stabil mit regionalen Impulsen
    Im Bürosegment verläuft die Entwicklung verhaltener. Nach einem moderaten Beschäftigungswachstum von 1.1 % in 2024 wird 2025 mit einer leichten Dämpfung der Flächennachfrage gerechnet. Zwar stieg die Bautätigkeit nominal um 51.5 %, jedoch beruhte dies auf wenigen Grossprojekten. Das flächendeckende Wachstum ist deutlich geringer.

    Die Angebotsmieten legten durchschnittlich um 2.4 % zu, in Grosszentren sogar um 4.4 %. In Zürich und Genf gingen die Spitzenmieten leicht zurück, während Bern mit einem Plus von 5.3 % zulegte.

    Hochbau Trendwende und Umbau als Schlüssel
    Nach sechs rückläufigen Jahren setzt 2024 eine neue Wachstumsphase im Hochbau ein, mit einem erwarteten Plus von knapp 5 % im Jahr 2025. Vor allem der Umbausektor entwickelt sich zum Wachstumsmotor (+7.2 %), getrieben durch Baulandknappheit, die Energiewende, steuerliche Anreize und den hohen Sanierungsbedarf.

    Investitionen in Mehrfamilienhäuser steigen deutlich, während der klassische Einfamilienhausbau weiter zurückgeht. Die Investitionstätigkeit konzentriert sich zunehmend auf innerstädtische Verdichtung, Bestandes Erneuerung und energetische Sanierungen.

    Zwischenspurt mit Unsicherheiten
    Das wirtschaftliche Umfeld bleibt volatil. Die Schweizer Wirtschaft wächst 2025 voraussichtlich um 1.3 %, getragen von Konsum und Bauinvestitionen. Der globale Handel leidet weiterhin unter geopolitischen Spannungen und Zollkonflikten, was die Exportindustrie belastet mit Ausnahme des Pharmasektors.

    Die Inflation bleibt tief (+0.3 %), die Leitzinssenkung auf 0.25 % unterstützt die Konjunktur, könnte jedoch deflationäre Tendenzen verschärfen. Gleichzeitig kühlt sich der Arbeitsmarkt ab. Das Bevölkerungs- und Haushaltswachstum verlangsamt sich, was sich mittelfristig auf die Wohnraumnachfrage auswirken könnte.

  • Nachhaltige Bauprojekte im In- und Ausland gestartet

    Nachhaltige Bauprojekte im In- und Ausland gestartet

    Die im Opfiker Stadtquartier Glattpark ansässige Bau- und Immobiliengesellschaft Implenia konnte sich bei mehreren Ausschreibungen für Hochbauaufträge durchsetzen. Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, umfassen die Aufträge ein Gesamtvolumen von 160 Millionen Franken.

    In Bern wird das Unternehmen das neue Geschäftsgebäude des Schweizerischen Nationalfonds (SNF) errichten. Der nachhaltige Bau wird aus einheimischen Hölzern und rezyklierten Beton gemäss der Standards für Nachhaltiges Bauen Schweiz (SNBS) realisiert. Zudem hat Implenia mehrere Aufträge in Deutschland erhalten.

    In Mainz erhielt Implenia federführend gemeinsam mit den Partnern Gemünden und Apleona den Auftrag, ein neues, 10‘000 Quadratmeter umfassendes Forschungsgebäude für TRON zu errichten. Das Forschungsinstitut entwickelt neue Diagnostika und Wirkstoffe für immuntherapeutische Behandlungen.

    In Leipzig baut Implenia gemeinsam mit dem Partner GP Günter Papenburg AG eine sieben- bis achtgeschossige Wohnbausiedlung auf neun zusammenhängenden Liegenschaften. Neben 202 Wohneinheiten sollen viele Gewerbe- und Nebenräume entstehen. Die Gebäude werden als Niedrigstenergiebauten entsprechend dem Effizienzhaus-55-Standard errichtet, die gesamte Anlage wird schlüsselfertig übergeben.

    Drei Wohngebäude mit 101 Einheiten werden in München errichtet, die bis 2026 übergabefertig sein sollen. Darüber hinaus wird Implenia bei einem bereits laufenden Projekt in Heilbronn eine weitere Etappe realisieren und ist mit einer Pre-Construction-Phase in Siegburg beauftragt worden.

  • Nachhaltiges Bauen mit wiederverwendbaren Carbonbeton-Platten

    Nachhaltiges Bauen mit wiederverwendbaren Carbonbeton-Platten

    Die Einführung von Carbonfaser-verstärkten Betonplatten durch die ZHAW markiert einen bedeutenden Fortschritt im Hochbau. Diese Platten, die in der Fabrik vorgefertigt und zugeschnitten werden, können vor Ort schnell montiert werden. «Unser Bausystem aus Carbonbeton funktioniert ähnlich wie Lego, aber wie eine moderne Version davon, mit massgeschneiderten Bauteilen», erklärt ZHAW-Forscher Josef Kurath. Dieses System verkürzt nicht nur die Bauzeiten erheblich, sondern ermöglicht auch flexible Anpassungen und Erweiterungen von Gebäuden.

    Nachhaltigkeit und Wiederverwendung
    Ein Paradebeispiel für die Anwendung dieser Technologie ist der 120 Quadratmeter grosse Pavillon in Winterthur, der als Innovationslabor für nachhaltiges Bauen dient. Dank eines neuen Sharing-Modells können rund 90 Prozent des verwendeten Materials wiederverwendet werden, was im Vergleich zu herkömmlichen Methoden, bei denen nur etwa 10 Prozent wiederverwendbar sind, einen erheblichen Fortschritt darstellt. Angesichts der Tatsache, dass Zement für acht Prozent der weltweiten Treibhausgas-Emissionen verantwortlich ist, stellt diese Entwicklung einen wichtigen Beitrag zur Reduzierung des ökologischen Fussabdrucks dar.

    Carbonfasern als Herzstück
    Die CPC-Betonplatten (Carbon Prestressed Concrete) zeichnen sich durch ihre Langlebigkeit und Umweltfreundlichkeit aus. «Dank der neuen Leichtbauweise in Beton reduzieren wir den CO2-Fussabdruck um den Faktor zwei bis vier und sparen bis zu 75 Prozent Material gegenüber einer herkömmlichen Bauweise», erläutert Kurath. Die Kombination aus vorgespannten Carbonfasern und Beton bietet hervorragende strukturelle Eigenschaften: Carbon absorbiert Zugkräfte, während Beton Druck- und Querkräfte aufnimmt. Dadurch entstehen bei Belastung keine Risse, und die Platten behalten ihre Form und Tragfähigkeit bei geringerer Dicke.

    Industrielle Fertigung und Zukunftsaussichten
    Die CPC-Platten werden im ersten Werk in Deutschland von Holcim hergestellt, während die Carbonfasern in der Schweiz produziert werden, zukünftig mit biobasiertem Kohlenstoff. «Die entwickelten Platten sollen künftig auch hierzulande produziert und das neue Bausystem breit im Hochbau eingesetzt werden können – gerade der Schweizer Markt ist dafür prädestiniert», sagt Kurath. Ein Schwerpunkt der weiteren Forschung liegt auf der Optimierung der Platten für Schall- und Brandschutz sowie auf erdbebensicheren Konstruktionen. Innovative Verbindungstechniken ermöglichen nahezu endlose horizontale Ebenen ohne zusätzliche Verbindungselemente, was die Flexibilität und Effizienz des Bauens weiter erhöht.

  • Analyse und Ausblick der Baupreise

    Analyse und Ausblick der Baupreise

    Der Baupreisindex 2023 offenbart eine komplexe Dynamik im Schweizer Hochbau, mit moderaten Preissteigerungen, die durch eine Mischung aus internationalen Marktbedingungen, Währungseffekten und lokalen Wirtschaftsfaktoren beeinflusst werden. Die Branche steht vor Herausforderungen, darunter ein veränderlicher Arbeitsmarkt und eine rückläufige Bautätigkeit, die strategische Anpassungen erfordern. Der Bericht liefert wichtige Einblicke für Fachleute im Management der Immobilienbranche, um fundierte Entscheidungen zu treffen und zukünftige Entwicklungen zu antizipieren.

    Die Analyse der Materialpreise für den Hochbau zeigt eine differenzierte Entwicklung: Während der Materialpreisindex KBOB im November 2023 nur eine leichte Erhöhung um 0.6 Prozent gegenüber dem Vorjahr verzeichnete, offenbaren sich bei Betrachtung einzelner Materialien signifikante Unterschiede. So fielen die Preise für Armierungsstahl markant um 28 Prozent, während Frischbeton und Backsteine Preissteigerungen von 9.5 bzw. 36 Prozent erlebten. Diese Preisentwicklungen reflektieren eine Normalisierung der internationalen Marktpreise und die Auswirkungen der Aufwertung des Schweizer Frankens, die die Importkosten für Baumaterialien reduzierte. Dem gegenüber standen jedoch steigende Energie- und Treibstoffpreise, die die Materialkosten beeinflussten.

    Die Situation auf dem Arbeitsmarkt im Baugewerbe und die Lohnentwicklung bleiben von strategischer Bedeutung. Nach einem temporären Anstieg der offenen Stellen im Frühjahr stabilisierte sich die Quote im dritten Quartal 2023 auf 2.1 Prozent und liegt damit weiterhin über dem Zehnjahresmittel. Die demografische Entwicklung verstärkt die Herausforderungen für das Baugewerbe, was zu einem anhaltenden Aufwärtsdruck auf die Löhne beiträgt.

    Die Bautätigkeit, insbesondere im Bereich der Wohn- und Büroflächen, hat seit 2021 kontinuierlich abgenommen. Die Investitionen in Neubaubewilligungen gingen im Vergleich zu den Durchschnittswerten der letzten fünf Jahre zurück, was auf die hohen Finanzierungskosten und einen verhaltenen wirtschaftlichen Ausblick zurückzuführen ist. Diese Entwicklungen könnten zu einem verstärkten Preiswettbewerb führen und die Profitabilität im Bauwesen beeinträchtigen.

  • Private Umbauprojekte lassen die Bauinvestitionen im Jahr 2022 ansteigen

    Private Umbauprojekte lassen die Bauinvestitionen im Jahr 2022 ansteigen

    Die gesamten Bauausgaben setzen sich aus den Bauinvestitionen und den öffentlichen Unterhaltsarbeiten zusammen. Sie stiegen im Jahr 2022 um 1,5%. Da die Baupreise stark angestiegen sind, ergibt sich jedoch ein reales Minus von 5,9%. Die Bauinvestitionen wiesen im Jahresvergleich nominal eine Zunahme von 1,8% aus. Hingegen verzeichneten die Ausgaben in die öffentlichen Unterhaltsarbeiten gegenüber dem Vorjahr einen Rückgang von 1,4%.

    Private Auftraggeber investierten kräftig in Umbauprojekte
    Die Neubauinvestitionen (+0,3%) wie auch die Umbauinvestitionen (+4,2%) nahmen im Jahr 2022 gegenüber dem Vorjahr zu. Dieses positive Ergebnis ist auf die privaten Auftraggeber zurückzuführen, die deutlich mehr in Umbauten investierten (+7,2%). Im gleichen Zeitraum gaben sie auch mehr für Neubauprojekte aus (+0,3%). Die öffentlichen Auftraggeber – also Bund, Kantone und Gemeinden – erhöhten innert Jahresfrist ihre Investitionen in Neubauten (+0,3%). Hingegen gaben sie weniger für Umbauprojekte aus (-0,1%).

    Positive Entwicklung der Hochbauinvestitionen
    Schweizweit wurde im Vergleich zum Jahr 2021 insgesamt mehr in den Hochbau (+2,3%) investiert. Sowohl die privaten Auftraggeber (+2,4%) wie auch die öffentliche Hand (+1,3%) trugen zu diesem positiven Ergebnis bei. Die Investitionen in den Tiefbau (-0,1%) gingen dagegen binnen Jahresfrist zurück. Dabei gaben die öffentlichen Auftraggeber weniger für Infrastrukturbauten aus (-0,9%). Die privaten Auftraggeber investierten hingegen mehr in den Tiefbau (+3,2%).

    Ausblick auf das Jahr 2023
    Der Arbeitsvorrat (Ausgaben) für das Folgejahr 2023 der im Bau befindlichen Bauprojekte (inkl. öffentliche Unterhaltsarbeiten) hat sich per Stichtag 31.12.2022 um 1,6% gegenüber dem Vorjahresstichtag erhöht.

    Quelle: bfs.admin.ch

  • Strabag baut neues Schulhaus in Neuendorf

    Strabag baut neues Schulhaus in Neuendorf

    Die Kreisschule Gäu in Neuendorf wird durch einen Neubau erweitert. Den Rohbau mit Kernzonen und Fassaden erstellt Hochbau Oensingen, eine Abteilung der Schlieremer Baufirma Strabag AG. Das neue Schulhaus besteht laut Medienmitteilung von Strabag aus vier Etagen:  dem Untergeschoss mit Tiefgarage, Technikzentrale, Materiallager und Sitzungszimmer. Im Erdgeschoss entstehen der Eingangsbereich, die Aula und Lehrerzimmer. Die neuen Schulzimmer befinden sich in den beiden Obergeschossen. Das schon bestehende Gebäude und der Neubau werden unterirdisch mit einem Durchgang verbunden. Der Neubau soll im Herbst 2023 bezugsbereit sein.

    Zur Bauausführung heisst es in der Mitteilung, geplant sei ein Gebäude aus Sichtbeton mit Holzstruktur. Durch lasierte Schalungselemente und Holzplatten mit vertikalen Einbuchtungen soll nach dem Betonieren die gewünschte Sichtbetonstruktur entstehen.

    Die Kreisschule Gäu in Neuendorf betreibt die Sekundarstufe für Neuendorf und die umliegenden Gemeinden. Die zunehmenden Schülerzahlen in den Verbandsgemeinden erfordern zusätzlichen Schulraum, heisst es in der Mitteilung. Laut Internetseite des Zweckverbands Kreisschule Gäu kommen die Oberstufenschülerinnen und -schüler aus den Kreisgemeinden Egerkingen, Fulenbach, Härkingen, Neuendorf, Niederbuchsiten, Oberbuchsiten und Wolfwil. Es werden derzeit rund 440 Schülerinnen und Schüler von 60 Lehrpersonen unterrichtet.

  • Holcim kauft belgischen Baustoffspezialisten Cantillana

    Holcim kauft belgischen Baustoffspezialisten Cantillana

    Baustoffproduzent Holcim hat die Übernahme des belgischen Baustoffhändlers Cantillana bekanntgegeben. Mit der Präsenz und dem Portfolio von Cantillana könne Holcim den Ausbau der Sparte Lösungen und Produkte voranbringen, die bis ins Jahr 2025 insgesamt 30 Prozent des Konzernnettoumsatzes ausmachen soll, heisst es in einer Medienmitteilung.

    Die Entscheidung für den Anbieter von Speziallösungen bedeute für Holcim eine weitere Optimierung seiner Marktposition bei Fassadenbausystemen und Wärmedämmverbundsystemen. „Diese Erweiterung stärkt unsere Präsenz in Europa weiter, insbesondere im Bereich der Gebäudesanierung und Energieeffizienz“, wird Miljan Gutovic, Leiter der Region Europa, Naher Osten und Afrika von Holcim zitiert.

    Die Investition knüpfe an die eingeschlagene Strategie des „grünen Wachstums“ an. Beide Unternehmen kündigen an, „eine grössere Rolle bei der Bereitstellung innovativer und nachhaltiger Lösungen für energieeffiziente Gebäude“ anzustreben.

    Holcim nimmt nach dem Erwerb der französischen PRB Group, dem belgischen PTB-Compaktuna und Izolbet in Polen mit Cantillana ein privat geführtes Unternehmen in die „Holcim-Familie“ auf, heisst es. Hervogegangen als Zweigstelle eines Bauunternehmens, hat sich Cantillana seit Gründung im Jahr 1875 auf den Vertrieb von und Handel mit Baustoffen und Baustoffzubehör des Bau- und Baunebengewerbes spezialisiert. Heute gehört Cantillana zur Stadsbader-Gruppe und beschäftigt mehr als 200 Mitarbeitende an neun Produktionsstätten in Belgien, Frankreich, Deutschland und den Niederlanden.

    Die Holcim AG hat sich auf innovative und nachhaltige Baulösungen in Hochbau, Tiefbau und Infrastruktur fokussiert. An 55 schweizweiten Standorten produziert das Unternehmen passend für alle Bauprojekte Beton, Kies und Zement und recycelt Abbruchmaterialien zu ressourcenschonenden Produkten.

  • Das Bauen wird teurer

    Das Bauen wird teurer

    Zwischen April und Oktober des laufenden Jahres ist der Baupreisindex um 2,7 Prozent gestiegen. Das Preisniveau im Baugewerbe hat innerhalb eines Jahres um 4,1 Prozent zugelegt. Das zeigen Zahlen des Bundesamtes für Statistik. Wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht, lassen die Mehrkosten im Hochbau und Tiefbau die Preise im Bauwesen im Vergleich zum vorangehenden Halbjahr steigen.

    Bauträger müssen demnach für den Rohbau, von den Erdarbeiten bis zu Fenster und Türen, in sämtlichen Grossregionen tiefer in die Tasche greifen. Am stärksten zu spüren seien Kostensteigerungen für den Hochbau im Mittelland mit 3,4 Prozent und in der Zentralschweiz mit 3,2 Prozent Preisanstieg.

    Die Baupreise im Tiefbau legten mit Ausnahme der Ostschweiz und des Tessins zu. Auch in diesem Teilbereich des Baugewerbes seien die Regionen Mittelland mit 2,2 Prozent und Zentralschweiz mit 3,4 Prozent am meisten vom steigenden Kostenniveau betroffen. Am deutlichsten wirkten sich die Preisanstiege bei „kleineren Trassenbauten“ und etwas weniger ausgeprägt bei den „Honoraren“ aus.

  • Nachfrage nach grösseren Wohnungen treibt Bauwirtschaft

    Nachfrage nach grösseren Wohnungen treibt Bauwirtschaft

    Das Baugewerbe hat sich während der Corona-Pandemie als krisenresistent erwiesen. Das Wirtschaftsforschungs- und Beratungsinstitut BAK Economics erwartet laut einer Mitteilung ein Wachstum im Hochbau im laufenden Jahr um 0,4 Prozent. Für 2022 zeichne sich ein Plus von 0,6 Prozent ab.

    Die Perspektiven für die Bautätigkeit variieren dabei zwischen Wohnbau, Betriebsbau und Infrastrukturbau. Während der Wohnungsbau zulegt, verzeichnen der Gewerbebau und öffentliche Bauvorhaben leichte Verluste. Wegen der vermehrten Heimarbeit wächst die Nachfrage nach grösseren Wohnungen. Zudem treiben die energetischen Sanierungen und die zu erwartenden Zinswende das Wachstum.

    Beim Infrastrukturbau wirkt sich dagegen die pandemiebedingt rückläufige Zahl an Bauvorhaben der öffentlichen Hand aus. Ebenso sinkt die Zahl gewerblicher Bauprojekte, da viele Betriebe geplante Bauvorhaben verschieben oder stoppen. Dank der aktuelle Belebung der Wirtschaft ist laut BAK Economics 2022 auch mit einer Belebung für beide Bereiche zu rechnen.

    Für die Jahre 2023 bis 2027 sind positive Ergebnisse im Hochbau zu erwarten. Im Gewerbe- und Infrastrukturbau dürfte die mittelfristige Auftragslage konstant bleiben.

    Bei der Bautätigeit insgesamt zeigen sich regionale Unterschiede: Die besten Prognosen weisen laut BAK Economics die Regionen Zürich/Aargau, der Genferseeraum sowie die Zentralschweiz auf. Für die Region Basel erwartet das Institut mittelfristig eine Stagnation.

  • Implenia verkauft Hochbau-Geschäft in Österreich

    Implenia verkauft Hochbau-Geschäft in Österreich

    Implenia beabsichtige, ihr Hochbau-Geschäft in Österreich an die Zech Bau Austria GmbH zu verkaufen, informiert die Bau- und Immobiliengesellschaft aus Dietlikon in einer Mitteilung. Der Verkauf soll per Ende Oktober abgeschlossen werden. Über den Kaufpreis haben die beiden Partner Stillschweigen vereinbart.

    „Wir freuen uns, mit Zech Group einen strategisch passenden Eigentümer für unsere Hochbau-Aktivitäten gefunden zu haben, der gemeinsam mit unseren Mitarbeitenden in Österreich eine nachhaltige Wachstumsstrategie umsetzen wird“, erläutert Jens Vollmar, Head Division Buildings von Implenia, in der Mitteilung. Bereits im Bau befindliche Projekte will Implenia in Eigenverantwortung abschliessen.

    Der Verkauf des Hochbau-Geschäfts in Österreich erfolgt im Rahmen der Strategie von Implenia, sich auf das Kernportfolio des Unternehmens zu konzentrieren. Die Gruppe wolle sich „auf integrierte Bau- und Immobiliendienstleistungen in der Schweiz und in Deutschland sowie Tunnelbau und damit verbundene Infrastrukturprojekte in weiteren Märkten“ ausrichten, heisst es dazu in der Mitteilung. Ende 2020 hat Implenia bereits die Tüchler Ausbau GmbH in Österreich verkauft. Das Unternehmen für Innen- und Trockenausbau wurde von der HK-A Ausbau Holding GmbH übernommen.

  • Graubünden wirbt für wiederverwertbare Baustoffe

    Graubünden wirbt für wiederverwertbare Baustoffe

    Graubünden will die Nachfrage nach Recyclingbaustoffen erhöhen. Wie der Kanton jetzt mitteilt, hat er zu diesem Zweck zusammen mit dem Verband der Bündner Beton- und Kiesindustrie eine Broschüre erarbeitet. Sie soll Projektentwickelnden und Bauherrschaften die Möglichkeiten der Verwendung wiederaufbereiteter Baustoffe aufzeigen.

    Pro Jahr würden auf den 42 Aufbereitungsplätzen im Kanton Graubünden etwa 250’000 Kubikmeter mineralischer Bauabfälle angeliefert. Das entspreche etwa dem Volumen von 1300 Einfamilienhäusern. Wie der Kanton in seiner Mitteilung weiter ausführt, werde Betonabbruch bereits gut wiederverwertet und in neuen Betonkonstruktionen eingesetzt.

    Doch würden Mischabbruch und Strassenbelag oft noch nicht in gleichwertige Kreislaufanwendungen zurückgeführt, sondern lose etwa in Fundamenten verwendet oder auf Deponien abgelagert. Das sei weder ökologisch noch ökonomisch sinnvoll. Deshalb sehe auch die von der Regierung verabschiedete Botschaft zum Aktionsplan Green Deal Massnahmen zur Schliessung von Materialkreisläufen und zur Steigerung des Baustoffrecyclings vor.

    Was oft fehle, sei die Nachfrage nach diesen zurückgewonnenen Baumaterialien. Dabei lägen sie preislich mit den Primärmaterialien gleichauf. Zudem böten sie den Mehrwert einer nachhaltigen Ressourcennutzung. Jedoch werde häufig übersehen, dass auch Baustoffe mit CO2 belastet seien. Die nun vorgelegte Broschüre zeige „für alle denkbaren Anwendungen im Hoch- und Tiefbau auf, welche Recyclingprodukte angewendet werden können“.

  • Tschopp Holzindustrie kommt mit Sägewerk voran

    Tschopp Holzindustrie kommt mit Sägewerk voran

    Die Tschopp Holzindustrie AG gibt einen Meilenstein beim Bau ihres neuen Sägewerks am Hauptsitz in Buttisholz bekannt. So konnten die Tiefbauarbeiten im Bereich Sägehalle abgeschlossen werden. Nun sollen die Hochbauarbeiten beginnen. Das Gebäude soll eine Länge von 125 Metern, eine Breite von 50 Metern und eine Höhe von 20 Metern aufweisen.

    Das neue Sägewerk soll seinen Betrieb im Frühjahr 2023 aufnehmen. Tschopp Holzindustrie investiert insgesamt 75 Millionen Franken in den Ausbau. Es handelt sich um die bisher grösste Investition in der 100-jährigen Firmengeschichte.

    Tschopp Holzindustrie ist auf die Herstellung von Schalungsplatten für die Baubranche spezialisiert. Seit 2005 werden aus dem Restholz Pellets für die Energiebranche produziert. Nach der Inbetriebnahme des neuen Sägewerks sollen Holzbaufirmen auch Produkte angeboten werden, die im Inland bisher gar nicht oder nicht industriell hergestellt werden und deshalb aus dem Ausland importiert werden müssen, etwa Dreischicht-Naturholzplatten.

  • «Wir rechnen mit einem Trend nach urbanem Wohnen»

    «Wir rechnen mit einem Trend nach urbanem Wohnen»

    Zur Person
    Stephan Attiger (FDP) leitet seit 2013 das Departement Bau, Verkehr und Umwelt des Kantons Aargau. Auf nationaler Ebene vertritt der 54-Jährige als Präsident der Bau- und Umweltdirektorenkonferenz (BPUK) und als Vorstandsmitglied der Energiedirektorenkonferenz (ENDK) die Anliegen des Kantons. Der gebürtige Badener arbeitete lange Zeit in den Führungsetagen verschiedener Schweizer Unternehmen, bevor er in die Politik wechselte. Er war unter anderem von 2006 bis 2013 Stadtpräsident der Stadt Baden und von 2009 bis 2013 Grossrat des Kantons Aargau.

    Sie leiten das Departement Bau, Verkehr und Umwelt des Kantons Aargau. Wie muss man sich einen typischen Arbeitstag bei Ihnen vorstellen?
    In den letzten Monaten waren meine Arbeitstage covidbedingt eher untypisch: Ich war häufig im Homeoffice, physische Treffen waren selten, und offizielle Anlässe fanden fast gar nicht statt. Aber auch sonst ist nicht jeder Tag gleich, und der Ablauf hängt stark vom Terminkalender ab. Grundsätzlich bespreche ich am frühen Morgen mit meinen engsten Mitarbeitenden die kurzfristig anstehenden Themen und was mittel- und langfristig ansteht. Danach folgen Meetings auf verschiedenen Stufen: Regierungsrat, Departement, Abteilungen, bilaterale Gespräche und Sitzungen mit Externen. Zwischendurch studiere ich Akten.

    Welche Meilensteine haben Sie in Sachen Bau bislang erreicht?
    Da gibt es einerseits zahlreiche grössere und kleinere Bauten, die ich einweihen durfte – nicht nur im Strassenbau, sondern auch im Umweltbereich wie etwa Hochwasserschutz- und Renaturierungsprojekte. Auch Letztere wirken sich direkt und positiv auf die Wohn- und Standortattraktivität aus. Daneben haben wir wichtige Grundlagen für die Planung und spätere Umsetzung von Mobilitätsvorhaben geschaffen. Mit der letzten Revision des Richtplans und der neuen kantonalen Mobilitätsstrategie mobilitätAARGAU wollen wir die Siedlungs- und die Verkehrsentwicklung aufeinander abstimmen. Sie setzt deshalb gezielt räumliche Akzente und differenzierte Ziele pro Raumtyp für die einzelnen Verkehrsmittel. Das wiederum wirkt sich auf den Tief- und den Hochbau aus. Als Kanton nehmen wir auch eine Vorbildfunktion ein.

    Inwiefern?
    Wir fördern zum Beispiel in den Aussenräumen unserer Liegenschaften vermehrt Biodiversität und Aufenthaltsqualität. Wir suchen nach guten Lösungen, wie Biodiversitätsthemen bei Neubauten und bei der Pflege bestehender Liegenschaften berücksichtigt werden können. Klimaanpassungs-Massnahmen an Gebäuden und in deren Umfeld leisten einen Beitrag, unsere klimapolitischen Ziele zu erreichen. Ein gutes Beispiel ist zudem der Neubau des Amtes für Verbraucherschutz, bei dem wir als nachhaltigen Baustoff Holz aus den Aargauer Wäldern einsetzen wollen.

    Welches sind aktuell die bedeutendsten Bauprojekte im Hochbau?
    Ein zurzeit laufendes grosses Projekt im Bereich der kantonalen Immobilien ist der Neubau des Polizeigebäudes im Telliquartier in Aarau. Hier sollen die auf zahlreiche Standorte verteilten Einheiten der Kantonspolizei zusammengeführt werden. Die Baubewilligung ist bereits vorhanden. Auch startete der Kanton Ende März das Anhörungsverfahren für den neuen Standort einer Kantonsschule im Fricktal. Die Anhörungen zum erwähnten Neubau für das Amt für Verbraucherschutz und das Projekt zum Zusammenzug der Informatik Aargau in einem Gebäude in Unterentfelden konnten abgeschlossen werden. Alle Baumassnahmen werden nach dem Prinzip der Nachhaltigkeit umgesetzt. Bei der Planung liegt jeweils ein besonderes Augenmerk auf die im Gebäude gebundene graue Energie, und der Zeitpunkt für neue Nutzeranforderungen wird auf den Instandsetzungszeitpunkt abgestimmt.

    Der Aargau hat eine grosse Anzahl Entwicklungsareale, die Platz für zusätzliche Einwohner bieten könnten. Wie sehen hier die Pläne aus?
    Der kantonale Richtplan bezeichnet 21 Wohnschwerpunkte mit Arealen, die für eine hochwertige Siedlungsentwicklung prädestiniert sind. Diese sollen einen namhaften Beitrag dazu leisten, das erwartete Bevölkerungswachstum der nächsten 10 bis 20 Jahre an geeigneten, gut erreichbaren Orten aufzufangen. Die Areale sollen nicht nur mit einer angemessenen Dichte den haushälterischen Umgang mit dem Boden unterstützen, sondern auch im Interesse einer nachhaltigen Entwicklung zu qualitativ hochstehenden und attraktiven Wohnstandorten werden. Dies ist die Aufgabe der Gemeinden, die in der Nutzungsplanung die geeigneten Rahmenbedingungen und Anforderungen bestimmen. Der Kanton unterstützt sie dabei.

    Arealentwicklungen stolpern häufig über die Verkehrsproblematik. Helfen Sie hier aktiv bei der Lösungssuche?
    Es ist effektiv so, dass gerade bei Arealentwicklungen hohe Anforderungen an die Verkehrsplanung gestellt werden. Dies, weil viele Unbekannte bestehen bezüglich zukünftiger Ansprüche. Hier muss die Verkehrsplanung ein flexibles Gerüst bereitstellen, um auf die verschiedenen Anforderungen der Investoren reagieren zu können. Soweit der Kanton betroffen ist, übernimmt er einen aktiven Part oder setzt an den Schnittstellen die Rahmenbedingungen.

    Das Projekt zur Verlängerung der Limmattalbahn von Killwangen-Spreitenbach bis Baden schlägt derzeit hohe Wellen. Mit welchen Argumenten versuchen Sie, die Gegner der Verlängerung umzustimmen?
    Die Berichterstattung in den Medien vermittelt leider ein verzerrtes Bild von der allgemein grossen Akzeptanz zu diesem Projekt. In der öffentlichen Anhörung haben die Regionalplanungsverbände und alle Gemeinden im Perimeter der neuen Tramstrecke sowie die meisten Verbände der Limmattalbahn zugestimmt. Eine breite Zustimmung hat auch die konkret vorgeschlagene Linienführung erhalten. Die Vorbehalte aus der Bevölkerung, die aus der Anhörung hervorgegangen sind, nehmen wir sehr ernst. Zum Beispiel haben wir zusätzliche Varianten für die Linienführung aufgenommen. Diese und weitere beanstandete Punkte werden wir bis zur Festsetzung im Richtplan genauer untersuchen und mit den übrigen kantonalen Interessen sowie mit den erwähnten Vorbehalten abwägen.

    Die Zersiedelung ist auch im Aargau ein Problem. Haben die Gemeinden bei der Raumentwicklung Fehler gemacht?
    Wichtig ist, dass der Blick in die Zukunft geht. Im heutigen Bestand sollen die Potenziale erkannt werden, die für eine nachhaltige Entwicklung besser genutzt werden können. Die Revision des Raumplanungsgesetzes von 2013 hat gezeigt, dass mit der Siedlungsentwicklung nach innen, also der Nutzung der bestehenden Reserven, die Entwicklungsbedürfnisse der nächsten 20 Jahre abgedeckt werden können. Die Eindämmung der Zersiedelung nehmen wir sehr ernst. Der Richtplan 2015 legt das Siedlungsgebiet abschliessend fest. Der Verbrauch von Fruchtfolgeflächen ist bereits stark zurückgegangen.

    Wie gut oder schlecht funktioniert die gemeindeübergreifende Zusammenarbeit bei der Raumentwicklung?
    Bei dieser Zusammenarbeit kommt vor allem den Regionalplanungsverbänden eine wichtige Rolle zu. Sie haben auch gemäss Baugesetz die kommunalen Nutzungsplanungen regional abzustimmen. Die Koordination entlang der Gemeindegrenzen funktioniert.

    Wie sieht für Sie eine optimale Bodenressourcennutzung aus?
    Der haushälterische Umgang mit dem Boden ist ein zentrales Anliegen. Das Bauen in die Höhe kann aber nicht schrankenlos erfolgen. Die Siedlungsqualität und das Ortsbild sind immer zu berücksichtigen. Und bei unterirdischen Bauten ist darauf zu achten, dass genügend Flächen bleiben, wo man grosse Bäume pflanzen und Wasser versickern kann. Das ist entscheidend zur Vermeidung von Wärme-Inseln im Siedlungsgebiet und für das Grundwasser. Der Klimawandel stellt uns vor grosse Herausforderungen. Eine optimale Nutzung der Ressource Boden, eine nachhaltige Siedlungsentwicklung und hochwertige Wohn- und Arbeitsplatzgebiete sind keine Gegensätze.

    Der Kanton Aargau ist bereits heute in Sachen Digitalisierung gut aufgestellt. Wie sehen hier die Zukunftspläne im Baubereich aus?
    Die Digitalisierung von Bauprojekten mit Building Information Modeling (BIM) ist bei uns ein grosses Thema. Momentan beschäftigen wir uns mit rund 20 BIM-Pilotprojekten. Anfang Jahr wurde so auch die erste Baumeistersubmission als Teil eines Pilotprojekts im Einladungsverfahren ausgeschrieben. Unser Ziel ist, dass BIM ab 2025 bei allen neu startenden Projekten der Abteilung Tiefbau standardmässig für die Projektabwicklung eingesetzt wird. Den gleichen «Fahrplan» haben Astra und SBB.

    Pandemien hatten schon früher Einfluss auf die Stadtplanung. Wird Corona die Stadtplaner in Zukunft vor neue Herausforderungen stellen?
    Unsere Dörfer und kleinen Städte sind als Orte der kurzen Wege bestens geeignet für den Fuss- und Veloverkehr. Das ist eine sehr gute Ausgangslage, auch in Pandemiezeiten. An immer mehr Orten gibt es die Möglichkeit, in Co-Working-Spaces zu arbeiten. So lassen sich lange Reisezeiten vermeiden, auch wenn der Platz für Homeoffice knapp ist. Wichtig sind attraktive öffentliche Räume und gut erreichbare Naherholungsmöglichkeiten. Diese sind nicht erst seit Corona sehr gesucht. Dass diese Pandemie die Stadtplanung völlig auf den Kopf stellt, glaube ich nicht.

    Laut einer Analyse von Wüest & Partner hat der Kanton Aargau neben Genf, Waadt und Zürich das höchste Potenzial an neuem Wohnraum und Entwicklungsarealen. Was wird sich im Aargau in 10 Jahren verändert haben?
    Gemäss unserer Prognose werden wir besonders an gut erreichbaren Lagen, in Bahnhofsnähe, in den Zentren unserer Dörfer und Städte mehr attraktiven Wohnraum erhalten. Bestehende Bauten werden umgenutzt, zum Teil wird neu gebaut. Wir rechnen mit einem Trend nach urbanem Wohnen, nicht zuletzt wegen der demografischen Entwicklung. Mehr ältere Leute zieht es an zentrale Lagen, wo sie von Dienstleistungen, kurzen Distanzen und vom kulturellen Angebot profitieren können. Aber auch das Wohnen im Grünen wird attraktiv bleiben. Viele der rund 100’000 Einfamilienhäuser im Aargau werden saniert und energetisch auf den neusten Stand gebracht oder sogar durch Neubauten ersetzt werden.

  • Implenia akquiriert fünf Aufträge in Deutschland

    Implenia akquiriert fünf Aufträge in Deutschland

    Einer Mitteilung von Implenia zufolge hat die Bau- und Immobiliengesellschaft fünf Hochbauaufträge in Deutschland akquirieren können. Konkret soll Implenia für verschiedene Auftraggeber Büro-, Hotel- und Wohnungsprojekte in der Umgebung von Karlsruhe, in Berlin und in Jena realisieren. Das Auftragsvolumen wird in der Mitteilung auf insgesamt 140 Millionen Euro beziffert.

    In Karlsruhe wird Implenia für die [glossary_exclude]Qcoon Real Estate GmbH[/glossary_exclude] und die FORTOON Development GmbH einen Büro- und Hotelneubau realisieren. Mit den Bauarbeiten soll noch in diesem Quartal begonnen werden. In Bruchsal wurde Implenia von der Grundwerte Verwaltungs GmbH mit dem Bau eines Wohn- und Gewerbequartiers betraut. Hier ist der Baustart für den Herbst anvisiert.

    In Berlin wird Implenia für die Investa Real Estate ein Büro- und Geschäftshaus realisieren. Für das Gebäude sei eine Zertifizierung nach dem Umweltstandard DGNB Gold angestrebt, erläutert das Unternehmen in der Mitteilung. In Jena ist Implenia mit der Umsetzung von zwei Hochbauten betraut.

    Zum einen wird das Unternehmen in Jena im Auftrag der Stiftung Wandlungswelten ein Inklusionszentrum für pflegebedürftige Menschen und Mehr-Generationen-Wohngemeinschaften bauen. Zum anderen wurde Implenia von einem in der Mitteilung namentlich nicht genannten privaten Investor mit der Errichtung eines Büroneubaus betraut. Beide Projekte in Jena befinden sich bereits im Bau und sollen im kommenden Jahr ihren Bauherren übergeben werden.

  • Pandemie verzögert Erholung im Schweizer Hochbau

    Pandemie verzögert Erholung im Schweizer Hochbau

    Die Bautätigkeit im Hochbau werde in diesem Jahr um 3,1 Prozent geringer als im Vorjahr ausfallen, prognostiziert BAK Economics in einer Mitteilung zur aktuellen Bauprognose des Wirtschaftsforschungsinstituts. Im kommenden Jahr wird ein weiterer Rückgang um 1,8 Prozent erwartet. Als Begründung weist BAK Economics auf im Jahresvergleich gesunkene Zahlen bei im Bau befindlichen Projekten, Baubewilligungen und Baugesuchen hin. „Diese Indikatoren sprechen dafür, dass sich die Hochbautätigkeit in einem zyklischen Abschwung befindet“, erläutern die Analysten.

    Sie gehen von einem Abschwung in allen Sparten des Hochbaus aus. Dem Wohnbau käme dabei allerdings aufgrund des besonders hohen Anteils eine besondere Rolle zu, heisst es weiter in der Mitteilung. Hier hätten steigende Leerstände zu einem Rückgang der Baubewilligungen seit 2018 geführt.

    Der Betriebsbau werde hingegen vor allem von den Auswirkungen der Pandemie gebremst, da in dieser Sparte Bauprojekte von besonders betroffenen Branchen wie dem Tourismus erfasst werden, erläutern die Analysten. Den Abwärtstrend beim Infrastrukturbau führen sie hingegen eher auf zyklische Effekte zurück.

    Mittelfristig gehen die Analysten von einer wieder steigenden Hochbautätigkeit in allen Sparten und Landesregionen aus. Dem Wohnbau werden dabei schwächere Wachstumsraten als in der Vergangenheit prognostiziert. Gute Perspektiven sehen die Analysten aufgrund gewachsener Bedeutung von Transport- und Logistik für den Lager- und Hallenbau. Regional weisen sie der Region Zürich/Aargau sowie dem Genferseeraum die höchsten Wachstumsperspektiven zu.

  • Implenia gewinnt Hochbauprojekte in Deutschland

    Implenia gewinnt Hochbauprojekte in Deutschland

    Der Baudienstleister Implenia hat in Deutschland neue Hochbauaufträge erhalten. Der Auftragswert beläuft sich laut einer Medienmitteilung auf rund 108 Millionen Franken.

    In einem Gewerbegebiet in Bochum-Laer wird Implenia für die Landmarken AG drei Gebäude mit einer Fläche von rund 25’000 Quadratmetern erstellen. Der Baubeginn ist für diesen Herbst geplant.

    Als europäisches Pilotprojekt ist der Neubau einer innovativen Sport- und Freizeitanlage auf einer Industriebrache im Ruhrgebiet gedacht, „die in Kontinentaleuropa so erstmals errichtet wird“. Als Vorbild dienen die weltweit bereits existierenden 60 Anlagen dieser Art. Sie sollen eine Mischung aus Unterhaltung, Sport, Musik, Gastronomie und Veranstaltungen bieten. Weitere Anlagen sollen folgen, heisst es in der Mitteilung. Baustart ist im Oktober, die Übergabe ist für Februar 2022 geplant.

    Für die Beauftragung beider Projekte seien vorgeschaltete exklusive Partnerschaftsphasen entscheidend gewesen. Dabei habe Implenia mit den Kunden und ihren Planungsteams wirtschaftliche und technische Optimierungsvorschläge für das Projekt erarbeitet. „Das Ergebnis ist Kosten- und Terminsicherheit für den Bauherrn sowie auch für Implenia.“

    Zusätzlich zu diesen beiden Projekten im Ruhrgebiet wird Implenia eine Wohnanlage in Mannheim-Waldhof bauen und in München nahe des Bahnhofs den erweiterten Rohbau „für eine bekannte Hotelkette“ erstellen.

  • Umbau verdrängt Neubau

    Umbau verdrängt Neubau

    Die Bauwirtschaft ist 2019 insgesamt kaum vom Fleck gekommen. Laut den provisorischen Zahlen des Bundesamtes für Statistik (BFS) glich ein Anstieg der Bauinvestitionen in den Tiefbau in Höhe von 3,9 Prozent einen Rückgang im Hochbau in Höhe von 0,9 Prozent aus.

    Dabei fand ein Wechsel weg von Neubauten hin zu Umbauten und Erweiterungen statt. So gingen die Investitionen in Neubauten im Tiefbau um 6,9 Prozent zurück, während die Investitionen in Umbauten und Erweiterungen um 13,2 Prozent stiegen. Auch im Hochbau stiegen die Investitionen in Umbauten und Erweiterungen um 1,6 Prozent, während die Investitionen in Neubauten um 2,0 Prozent sanken.

    Dieser Wechsel hin zu Umbauten war bei öffentlichen Auftraggebern besonders ausgeprägt: Sie investierten im vergangenen Jahr 8,8 Prozent mehr in Umbauten und Erweiterungen und 7,2 Prozent weniger in Neubauten. Private Auftraggeber investierten 2,2 Prozent mehr in Umbauten und Erweiterungen als 2018, aber dafür 1,4 Prozent weniger in Neubauten.

  • Schweizweit erstmals wieder weniger Baufirmen gegründet

    Schweizweit erstmals wieder weniger Baufirmen gegründet

    Im Jahr 2019 wurden seit langem wieder mehr Löschungen als Neugründungen von Unternehmen in der Baubranche beobachtet, es wurden ein Minus von 748 Unternehmen dokumentiert. Generell ist die Lebensdauer vieler Unternehmen eher gering, viele Neugründungen verschwinden in den ersten drei Jahren wieder.

    Insgesamt gab es Ende 2019 in der Schweiz 61’475 Bauunternehmen. Der Kanton Zürich hatte dabei mit 8402 Unternehmen die meisten Firmen. In den einzelnen Branchenbereichen liegt jedoch im Hochbau der Kanton Waadt mit 632 Unternehmen vorne. Bern ist in der führenden Position mit 550 Holzbaufirmen und 133 Strassenbauunternehmen.

    Nach Branchen betrachtet lag im letzten Jahr der Bereich Elektroinstallation mit 6166 Unternehmen an erster Stelle. Darauf folgt der Hochbau mit 5253 Unternehmen und der Bereich Malerei mit 3765 Unternehmen.