Zwischen Bahnhof und Ebenaustrasse entstehen drei markante Neubauten mit Innenhöfen. Am Kreisel plant die Gemeinde ein achtstöckiges Gebäude, südlich davon ein 14-stöckiges Hochhaus als vertikalen Akzent und eine achtstöckige Längsbaute zur Ebenaustrasse. Dazwischen erhält der neue Bushof seinen Platz, näher am Gleis als heute und deutlich komfortabler für alle, die täglich umsteigen.
«Janus» setzt auf Grün und Glas
Weiter östlich, entlang der Ebenau- und Ringstrasse, hat die Gemeinde einen Architekturwettbewerb durchgeführt. Das Siegerprojekt heisst «Janus» und sieht fünf weitgehend verglaste, sechs- bis siebenstöckige Mehrfamilienhäuser vor, umgeben von Bäumen und verbunden durch einen gemeinsamen Vorplatz. Die Häuser wirken hell und offen, das Ensemble schafft urbane Qualität ohne Anonymität.
Gewerbe ja, aber wie viel?
Mindestens 20 Prozent der Flächen in den Neubauten sollen gewerblich genutzt werden. Dies sieht die Gemeinde so vor und zwar nicht nur im Erdgeschoss, sondern bis ins dritte oder vierte Obergeschoss. Die Grundeigentümer sehen das kritisch. Sie verweisen auf mangelnde Nachfrage und stützen sich auf Erfahrungen mit dem bisherigen Freiraumkonzept «Horw Mitte». Der Gemeinderat zeigt sich gesprächsbereit, behält sich aber vor, notfalls weitere Geschosse draufzusetzen.
Teil eines grossen Ganzen
Das Bahnhofsprojekt ist eingebettet in das Gesamtvorhaben «Horw Mitte», das rund 12 Hektar umfasst und langfristig 1’000 neue Wohnungen sowie 800 neue Arbeitsplätze vorsieht. Westlich der Gleise ist ein grosser Teil bereits realisiert, der östliche Teil holt nun auf. Die Gemeinde entwickelt so über zwei Jahrzehnte ein ehemaliges Randgebiet zum kompakten, gut erschlossenen Zentrum.
Einwohnerrat hat das Wort
Den Bushof hat der Einwohnerrat am 27. März 2026 bereits genehmigt, ein Baubeginn ist frühestens 2028 möglich. Für den Bebauungsplan Teil Ost steht die Abstimmung noch aus. Danach braucht es das Ja des Regierungsrats Kanton Luzern sowie einen referendumsfreien Abschluss. Offen ist auch noch, wer die Planungskosten trägt. Bis die Baukräne auffahren, bleibt also noch einiges zu klären.
