Schlagwort: Hochschule für Architektur Bau und Geomatik

  • FHNW verstärkt Expertise zu digitalem und nachhaltigem Bauen

    FHNW verstärkt Expertise zu digitalem und nachhaltigem Bauen

    Die Hochschule für Architektur, Bau und Geomatik der Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW baut die eigene Expertise in den Bereichen digitales und nachhaltiges Bauen weiter aus. Dazu hat sie zwei neue Professor*innenstellen errichtet, die von fachkundigen Experten mit hohem Praxisbezug und grosser Innovationskraft angetreten werden.

    Fokus Digitales Bauen: Informationsmanagement
    Am 2018 neu gegründeten und seither rasch wachsenden Institut Digitales Bauen wird Lukas Schildknecht ab 1. Mai 2022 als Professor für Digitales Bauen mit Fokus Informationsmanagement antreten. Der Umweltingenieur und Informatiker ist bereits seit fünf Jahren als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Dozent an der Hochschule für Architektur, Bau und Geomatik und am Institut Digitales Bauen engagiert. Als Leiter des Produktbereiches Forschung hat er die Projektakquise und Forschungstätigkeit des noch jungen Instituts aufgebaut und hat unter anderem verschiedenste Projekte zu Fragestellungen des Bauinformationsmanagement im Auftrag von öffentlichen und privaten Partner*innen geleitet. In seiner neuen Funktion wird er wie bis anhin Teil der Institutsleitung sein und seinen Schwerpunkt noch stärker auf das Management komplexer Datensysteme ausrichten. «Mich interessieren insbesondere die interdisziplinären Schnittstellen zwischen Informationstechnologien und (digitalen) Bauwerksmodellen. Hier brauchen wir für die Praxis kompatible Lösungen, so zum Beispiel durch gute Integrationsplattformen zur Harmonisierung heterogener Datenquellen», so Schildknecht. Die Baubranche durchlaufe aktuell mit der Einführung von BIM technologische und methodische Entwicklungen, welche in anderen Branchen bereits vor mehr als zehn Jahren erfolgt seien. Es sei daher an der Zeit, das so etablierte Wissen zu transferieren und auf die Baubranche zu spezifizieren, ohne dass das Rad neu erfunden werden müsse. 

    Fokus nachhaltiges Bauen: Ökobilanzen im Bauwesen
    Nebst der Digitalisierung des Bauwesens gewinnt für die Hochschule für Architektur, Bau und Geomatik FHNW auch der Anspruch auf nachhaltige Bauprozesse an Bedeutung. Das vor zwei Jahren neu ausgerichtete Institut Nachhaltigkeit und Energie am Bau unter der Leitung von Barbara Sintzel belegt deshalb mit einer neuen Professorenstelle ein für die Bauwende in der Schweiz wichtiges Themenfeld: jenes der Ökobilanzierung. 

    Für diese Position konnte die Hochschule den Experten für nachhaltiges Bauen und Ökobilanzen, Daniel Kellenberger, engagieren. Der Kultur- und Umweltingenieur war zuletzt Geschäftsleitungsmitglied und Bereichsleiter «Klimaschutz und Energiemanagement» des interdisziplinären Forschungs- und Beratungsunternehmen Intep und hat unter anderem am Aufbau der international renommierten Ökobilanzdatenbank Ecoinvent mitgearbeitet. Mit seiner neuen Position als Professor für Nachhaltiges Bauen mit Fokus Ökobilanzen im Bauwesen strebt er an, die Hochschule für Architektur, Bau und Geomatik FHNW als Kompetenzzentrum für Ökobilanzen in der Baubranche zu etablieren. «In den vergangenen Jahrzenten wurde sehr erfolgreich zum energieeffizienten und klimafreundlichen Betreiben von Immobilien geforscht. Die Umsetzung erfolgt jedoch oft ohne Rücksichtnahme auf die graue Energie und entsprechende Treibhausgasemissionen. Eine konsequente Netto-Null-Strategie ist aber nur dann erfolgreich, wenn auch die Bau- und Baustoffbranche einen Beitrag leistet. Mit Ökobilanzierungen haben wir hierzu ein wichtiges Instrument in der Hand», so Kellenberger. Er tritt die Stelle auf 2. November 2022 an.

    Ruedi Hofer, Direktor der Hochschule für Architektur, Bau und Geomatik FHNW, freut sich über den kompetenten Zuwachs und führt aus: «Unsere Hochschule hat mit diesen beiden Stellen einen weiteren grossen Schritt in eine digital gestützte und nachhaltig bebaute Umwelt gemacht. Ich bin stolz auf die grossartigen Erfolge der Institute unserer Hochschule und freue mich, dass wir mit unserer Arbeit sowohl die Aus- und Weiterbildung aber auch Forschung zu wichtigen Zukunftsthemen der Baubranche vorantreiben können».

  • Neue Professorin für Zirkuläres Bauen am Institut Nachhaltigkeit und Energie am Bau der FHNW

    Neue Professorin für Zirkuläres Bauen am Institut Nachhaltigkeit und Energie am Bau der FHNW

    Das Institut Nachhaltigkeit und Energie am Bau der Hochschule für Architektur, Bau und Geomatik FHNW engagiert sich in den Bereichen Forschung, Aus- und Weiterbildung sowie Dienstleistungen aktiv in den Themenbereichen energieeffizientes und klimaneutrales Bauen, integrale Gebäudetechnik, nachhaltiges Bauen und Betreiben, ressourceneffizientes und zirkuläres Bauen sowie gesundheitliche Aspekte in Gebäuden. Eines der grundlegenden Anliegen dieser Strategie ist es, das Bauen in der Kreislaufwirtschaft zu stärken. Sowohl im Bereich der Aus- und Weiterbildung wie auch in der Forschung leistet das Institut einen wichtigen Beitrag dazu, dass in der Schweizer Baupraxis vermehrt energie- und ressourceneffiziente sowie nachhaltige Bauweisen realisiert werden. Die Expertise der an der FHNW tätigen Forscherinnen und Forscher wird sowohl national und international als auch innerhalb der FHNW nachgefragt.

    Um dieses hochqualifizierte Team zu verstärken, ist es dem Institut Nachhaltigkeit und Energie am Bau gelungen, Andrea Klinge von ZRS Architekten Ingenieure Berlin als Professorin für Zirkuläres Bauen zu gewinnen.

    Andrea Klinge studierte Architektur an der technischen Universität Berlin und spezialisierte sich an der London Metropolitan University im Bereich des nachhaltigen Bauens. Sie arbeitete in verschiedenen Architekturbüros in London, Rom und Berlin, und ist seit 2013 bei ZRS Architekten tätig, wo sie die Forschungsabteilung etablierte. Ihre Forschungsschwerpunkte sind ein ganzheitlicher Ansatz des Bauens und beinhalten das kreislaufgerechte, LowTech Bauen sowie den Einsatz natürlicher Baustoffe (Lehm, Holz, Naturfasern) zur Verbesserung der Innenraumqualität in Gebäuden.

    Durch ihren Hintergrund als Tischlerin arbeitet Andrea Klinge immer wieder praktisch, um Forschungsergebnisse in die direkte Anwendung zu bringen. Sie hat dazu mehrere Projekte mit Holz, Lehm und Bambus mit Studierenden verschiedener Universitäten aber auch Kollegen international umgesetzt.

    An der Hochschule für Architektur, Bau und Geomatik FHNW möchte Andrea Klinge einiges bewirken und bewegen: «Was ich mit der Professur verbinde und angehen möchte, sind die aktuellen Herausforderungen im Bausektor. Dieser ist einer der ressourcenintensivsten Wirtschaftssektoren weltweit und trägt maßgeblich zum Klimawandel bei. Um die Pariser Klimaziele einzuhalten, bedarf es dringend konsequenter Ansätze, die die notwendige Bauwende im Bausektor umsetzen.»

    Seit September 2021 ist Andrea Klinge Mitglied im Fachbeirat Lebenszyklus und zirkuläres Bauen der Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen. Seit Oktober 2021 leitet sie zudem zusammen mit Eike Roswag-Klinge die AG DIN Circular Economy Normungsroadmap, Arbeitsgruppe Bauwerke und Kommunen.

    Prof. Barbara Sintzel, Leiterin Institut Nachhaltigkeit und Energie am Bau freut sich auf die Zusammenarbeit mit Andrea Klinge: «Andrea Klinge steht für die Bauwende. Sie bringt die Begeisterung und Vielseitigkeit mit, die dieses Thema braucht. Sie verfügt über Fachexpertise, um der Anwendung von ReUse Bauteilen und erneuerbaren Baustoffen in der Praxis mit angewandter Forschung zum Durchbruch zu verhelfen und damit die Bauwende möglich zu machen. Wir freuen uns auf ihre tatkräftige Unterstützung in Forschung und Lehre.»