Schlagwort: Hochschule

  • Neuer Studiengangsleiter für Real Estate Management an der HWZ – Fokus auf Digitalisierung und KI

    Neuer Studiengangsleiter für Real Estate Management an der HWZ – Fokus auf Digitalisierung und KI

    Facchinetti bringt umfassende Erfahrung in Digitalisierung, Innovation und PropTech mit. «Wir sind überzeugt, dass er den Studierenden durch seine breite Vernetzung und Fachkenntnis grossen Mehrwert bieten wird», so Markus Streckeisen, Hauptverantwortlicher für die Real Estate Programme der HWZ.

    Der neue Studiengangsleiter verantwortet künftig drei praxisnahe CAS-Programme, die einzeln oder modular über mehrere Jahre bis zum Masterabschluss absolviert werden können:

    • CAS Smart Real Estate Business (Start: März 2025)
    • CAS Smart Real Estate AI, Data & Value (Start: September 2025)
    • CAS Smart Real Estate Life Cycle Management (Start: September 2025)

    «Ich freue mich darauf, gemeinsam mit Experten aus der Praxis zukunftsorientierte Kompetenzen zu vermitteln, die für die Herausforderungen unserer Zeit notwendig sind», so Facchinetti.

    Das berufsbegleitende Weiterbildungsprogramm, zentral am HB Zürich angesiedelt, richtet sich an Fach- und Führungskräfte, die ihre digitale Kompetenz in der Immobilienbranche stärken wollen – praxisnah, modern und zukunftssicher.

  • Limmattal soll seine Stadtwerdung aktiv gestalten

    Limmattal soll seine Stadtwerdung aktiv gestalten

    Der Urbanist Thomas Sevcik geht davon aus, dass die Region zwischen Schlieren und Turgi zunehmend zu einer Stadt wird. In seiner Publikation „Limmattalstadt – Impulse für die Region entlang der Limmat“ schlägt er vor, diese Urbanisierung „aktiv und strategisch“ zu gestalten. „Kommen wird die Limmattalstadt sowieso. Aber wir sollten sie so gut machen, wie wir nur können“, schreibt er.

    Sevcik schlägt unter anderem sogenannte Neogebiete vor. Diese sollten Lücken zwischen den Siedlungsgebieten schliessen. So könnte ein Campus etwa auf einem Teil des Rangierbahnhofs Platz für eine Hochschule Limmat, ein Rechenzentrum, aber auch ein Kongress- und Unterhaltungszentrum bieten. Zwischen Neuenhof und Killwangen könnte ein neues Wohnquartier entstehen, im Tägerhard östlich von Wettingen ein zukunftsgerichtetes Quartier für neue Wohn- und Arbeitsformen. Auch in der Hard in Siggenthal könnte ein neues Quartier Arbeiten, Wohnen und Freizeit verbinden.

    Sevcik weist darauf hin, dass die Limmat bisher in der Region wenig präsent ist. Er schlägt die Aufwertung der Flusslandschaft in Dietikon zu einer Riviera vor.

    Wirtschaftlich sollte die künftige Limmattalstadt auf ihre Stärken in der angewandten Technologie und im Design, auf Logistik und Handel sowie Medtech und Biotech setzen. Die Mobilität in der Region sollte durch die Verlängerung der Limmattalbahn, die Nutzung der Bahnstrecke zwischen Dättwil und Wettingen, durch Seilbahnen und das Velonetz erleichtert werden. Sevcik schlägt auch einen Startplatz für vertikal startende elektrische Helikopter bei der Autobahnraststätte Würenlos vor.

    Sevcik hat die Strategieideen auf Initiative der Standortförderung Limmatstadt erarbeitet und am 15. August an der Generalversammlung der Limmatstadt AG vorgestellt. 20 Unternehmen, vor allem aus der Region, haben das Projekt unterstützt. Die Publikation kann digital bestellt werden.

  • Baudenkmal der ETH ist fertig saniert

    Baudenkmal der ETH ist fertig saniert

    Ein ETH-Baudenkmal, das Maschinenlaboratorium, steht der Hochschule nach umfangreichen Sanierungsarbeiten wieder vollständig zur Verfügung. Die Halle und das anschliessende Fernheizkraftwerk wurden laut einer Mitteilung der Hochschule von Altlasten sowie nicht-originalen und überflüssigen Bauelementen befreit und bautechnisch modernisiert.

    In das bereits 2021 fertig sanierte Fernheizkraftwerk wurde auf 1200 Quadratmetern das Student Project House eröffnet, wo Studierende Ideen entwickeln und Prototypen bauen können. Die zentral gelegene grosse Halle mit ihrem Glasprismendach werden Forschende der RobotX-Initiative künftig für die Weiterentwicklung der Robotik nutzen. Wo früher schwere Maschinen und Dampfturbinen standen, sollen ab 2024 Drohnen, Lauf- und andere intelligente Roboter sowie autonome Fahrzeugen Raum finden. Grosse Schaufenster in den unteren Geschossen des Lehrgebäudes geben den Blick in die Maschinenhalle frei.

    „Diese Sanierung war aus verschiedenen Gründen äusserst anspruchsvoll“, wird Ulrich Weidmann, Vizepräsident Infrastruktur der ETH Zürich, in einer Medienmitteilung zitiert. „Jetzt nach zehn Jahren das fertige Resultat zu sehen und die Räume endlich wieder vollumfänglich für die ETH nutzen zu können, ist eine grosse Freude.“

    Der ursprüngliche Bau stammte vom Architekten und Semper-Schüler Benjamin Recordon. In den 1930er-Jahren wurde er von ETH-Architekturprofessor Otto Rudolf Salvisberg erweitert. Er verlieh Maschinenhalle und Fernheizkraftwerk die funktionale und klare Formensprache, die nun vom Berner Architekturbüro Itten+Brechbühl wiederhergestellt wurde. Die Firma war 1922 von Otto Rudolf Salvisberg mitgegründet worden.

  • Neues Verfahren ermöglicht individuelle Gestaltung von Backsteinen

    Neues Verfahren ermöglicht individuelle Gestaltung von Backsteinen

    Keller Unternehmungen mit Sitz in Pfungen und die Hochschule Luzern (HSLU) haben ein Verfahren zur Individualisierung von Backsteinen entwickelt. Es ermöglicht Bauherren und Architekten neue Gestaltungsmöglichkeiten in der Serienproduktion für die Sichtfläche der Steine, heisst es in einer Medienmitteilung.

    Demnach kommen in dem neuen Verfahren die natürlichen Unregelmässigkeiten von historischen Backsteinen in Textur und Farbe zum Tragen. Damit kann die Einzigartigkeit eines Steins gezielt zur Gestaltung einer Fassade eingesetzt werden.

    „Unser Ziel war, diese in der modernen Backsteinherstellung weitgehend verschwundenen Abweichungen wieder zu beleben und zu ergänzen“, wird Projektmanagerin Cornelia Gassler zitiert.

    Unter Mitwirkung eines interdisziplinären Forschungsteams aus Produktdesignern, Maschinenbauern und Architekten entstanden so modulare Werkzeugaufsätze für die Gestaltung der Backsteinoberfläche. „Die Herstellung von Backsteinen ist eine Jahrtausende alte Technik“, so Gassler weiter. „Unser Ansatz mit seinen technisch einfach gehaltenen Aufsätzen spiegelt das wider, ist aber dank der modernen digitalen Steuerung gleichzeitig sehr präzise kontrollierbar.“

    In der modernen industriellen Backsteinherstellung wird normalerweise Einheitlichkeit bei Backsteinen angestrebt. Dies hinterfragte Cornelia Gassler 2018 zunächst in ihrer Masterarbeit und erhielt dafür den Förderpreis Master of Arts Design von der HSLU. Daraus entwickelte sich 2019 das von Innosuisse, der Schweizerischen Agentur für Innovationsförderung, geförderte Forschungsprojekt ExxE in Kooperation mit Keller Unternehmungen.

    Die neuen Designs sind ab sofort unter der Marke kelesto Signa bei der Keller Systeme AG erhältlich.

  • Neuer Campus Horw schafft Synergien

    Neuer Campus Horw schafft Synergien

    Der Kanton Luzern zählt immer mehr Studierende – die bestehende Infrastruktur auf dem jetzigen Campus Horw hat ihre Kapazitätsgrenzen aber bereits erreicht und einige Gebäudeteile sind zudem veraltet. Dank den Erneuerungen und Erweiterungen des Hochschulcampus in Horw sollen nach Fertigstellung ab dem Jahr 2029 rund 4000 Studierende und 1000 Mitarbeitende des HSLU-Departements Technik und Architektur sowie der Pädagogischen Hochschule Luzern Platz finden.

    Die beiden Institutionen bleiben dabei eigenständige Organisationen mit einer je eigenen Identität und mit unterschiedlichen Kulturen. Der Campus lässt diese Diversität zu und ermöglicht eigenständige Auftritte. Trotzdem prägt ihn Gemeinsamkeit nach innen und aussen. Die gemeinsame Nutzung von Räumen und Einrichtungen, überschneidende und komplementäre Lehr-, Forschungs- und Dienstleistungsangebote sowie die zentrale Bewirtschaftung der Campusanlage basieren auf gemeinsamen Abmachungen und bewirken Synergien. Dadurch entsteht für die Pädagogische Hochschule wie auch Technik & Architektur ein qualitativer und ökonomischer Mehrwert.Geplant sind zwei neue Baukörper: Im Norden ein sechsgeschossiges Hauptgebäude der PH Luzern und im Süden ein siebengeschossiger Bau des Departements Technik & Architektur der Hochschule Luzern. Die bestehenden Trakte II, III und IV werden saniert und um ein Geschoss erweitert. Die leicht versetzte Anordnung der neuen Bauvolumen sorgt für eine spannungsvolle Gesamtkomposition auf dem Areal. Den Zuschlag für das Projekt erhielt das Architekturbüro Penzel Valier AG aus Zürich.

    Die neuen Bauvolumen werden leicht versetzt angeordnet.

    Die Architekten haben sich für eine Hybridbauweise aus Beton und Holz entschieden. Für die Erweiterung der Bestandesbauten sowie für die aussenliegenden Raumschichten der Neubauten soll unter anderem heimisches Holz zur Verarbeitung kommen. Dieses verleiht den Unterrichtsräumen eine angenehme und warme Atmosphäre. Die innenliegenden grossen Raumbereiche werden aus Recyclingbeton konstruiert.

    Die Unterrichts- und Büroräume der beiden Neubauten entstehen rund um zentrale Atriumfiguren. Die Räumlichkeiten werden flexibel und an sich verändernde Bedürfnisse anpassbar gebaut. Die Atrien vernetzen die Institute der jeweiligen Schulen untereinander sowie mit den übergeordnet genutzten Sockelgeschossen. Diese sehen gemeinsame Nutzungen für den Gesamtcampus wie Bibliothek, Mensa, Audimax oder Campusaula vor.

    Die rötliche Farbgebung der verschiedenen Fassaden-Elemente setzt die bestehende Tradition und Identität des Campus Horw fort.

    Für die Realisierung des rund 365 Millionen kostenden Projekts sowie für den späteren Betrieb des Campus ist eine eigens dafür gegründete Aktiengesellschaft, die Immobilien Campus Luzern-Horw AG, verantwortlich. Die Realisierung ist ab 2026 vorgesehen. Die etappierte Inbetriebnahme ab 2029.

    Der neue Campus Horw entsteht in Hybridbauweise aus Beton und Holz.
  • Schweiz hat bestes Hochschulsystem der Welt

    Schweiz hat bestes Hochschulsystem der Welt

    Die Schweiz verfügt über das beste Hochschulsystem der Welt. Das ist ein Ergebnis der diesjährigen Rangliste des globalen Hochschulanalysten Quacquarelli Symonds (QS). Die 13. Ausgabe der QS World University Rankings by Subject hat die weltweit besten universitären Angebote in 54 akademischen Disziplinen ermittelt.

    Insgesamt 32 Hochschulprogramme der Schweiz gehören in ihren jeweiligen Disziplinen zu den zehn besten der Welt. Das sind 15 Prozent aller Schweizer Hochschulprogramme – der höchste Anteil weltweit. Damit beherbergt das Land 6 Prozent aller Top Ten-Fächer der Welt. Dieser Anteil wird nur von den USA mit 47 Prozent und Grossbritannien mit 27 Prozent übertroffen. Die Rangliste hat insgesamt 1594 Universitäten aus 93 Ländern in 54 akademischen Fachbereichen bewertet.

    Die Schweiz belegte in vier dieser Fachbereiche den Spitzenplatz. Drei davon vereint die Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH) auf sich: Erd- und Meereswissenschaften, Geophysik und Geologie. Keine andere Universität in Kontinentaleuropa hat den ersten Platz häufiger inne. Ausserdem ist die Schweiz mit der Ecole Hôtelière de Lausanne im Hochschulprogramm Gastgewerbe führend. Hierzulande sind gleich sieben der zehn weltweit führenden Hotelfachschulen ansässig. Die ETH liegt mit zahlreichen Studiengängen wie Architektur (Rang 3), Engineering – Mechanical, Aeronautical & Manufacturing (Rang 5), Chemie (Rang 7) sowie in Mathematik, Physik und Astronomie (jeweils Rang 8) unter den besten zehn. Zwei der weltweit zehn besten Studiengänge in Zahnmedizin befinden sich in der Schweiz: Die Universität Bern liegt hier auf Platz 7, die Universität Zürich auf Platz 8. Die Eidgenössische Technische Hochschule Lausanne (EPFL) ist mit zwei Fächern unter den Top 10 weltweit vertreten: Datenwissenschaft (9) und Bauingenieurwesen (10). Den grössten Sprung nach vorn machten in der Schweiz die Biowissenschaften an der Universität Genf. Sie verbesserten sich um 18 Plätze auf Rang 62. Auch die Mathematik an der EPFL stieg in die Top 20 auf.

  • Zürcher Kantonsrat genehmigt Kredit für neues UZH-Zentrum

    Zürcher Kantonsrat genehmigt Kredit für neues UZH-Zentrum

    Der Zürcher Kantonsrat hat den Objektkredit für das neue Bildungs- und Forschungszentrums FORUM UZH genehmigt. Das Darlehen ist mit 598 Millionen Franken veranschlagt, abzüglich 1,3 Millionen Franken für Kunst am Bau, heisst es in einer Medienmitteilung. Der Neubau soll wichtigster zentraler Ort der Universität Zürich im Zentrum der Stadt werden.

    Als modernes Gegenstück zum historischen Hauptgebäude sei das FORUM UZH von „zentraler Bedeutung“ für die zukünftige Entwicklung der Hochschule, so die UZH. „Der Kantonsrat hat einen zukunftsweisenden Entscheid getroffen, damit sich das Zürcher Hochschulgebiet weiterentwickeln kann“, wird Michael Schaepman, Rektor der UZH, in der Mitteilung zitiert.

    Das neue Gebäude soll auf 37‘000 Quadratmetern dringend benötigten zusätzlichen Raum für Forschung und die Lehre einer zunehmenden Anzahl Studierender schaffen. Mehr als 700 studentische Arbeitsplätze sind geplant. Insgesamt können 6000 Menschen auf neun Stockwerken studieren, forschen und arbeiten.

    Das Raumkonzept nach Planungen der Architekten Herzog & de Meuron soll neuesten Lern- und Lehrformen entsprechen und ideale Bedingungen für den Austausch zwischen Lehrpersonal, Forschenden und Studierenden bieten. So ist etwa das Design der Hörsäle viel stärker als bisher auf Kooperation und Gruppenarbeit ausgelegt. Auch moderne Arbeitsplätze für die Forschung sind vorgesehen.

    Als nächsten Schritt bereitet die UZH ein Baugesuch vor. Das will sie im Herbst bei der Stadt Zürich einreichen. Liegt bis zum Frühjahr 2024 die Baugenehmigung vor, kann der Bau im Herbst 2024 beginnen. Die Fertigstellung ist per Ende 2029 vorgesehen.

  • Jobsharing am Institut Architektur der Hochschule für Architektur, Bau und Geomatik FHNW

    Jobsharing am Institut Architektur der Hochschule für Architektur, Bau und Geomatik FHNW

    Gerade mal 9.6% aller Teilzeitbeschäftigten in der Schweiz und nur 5.1% in der Baubranche arbeiten in einem Jobsharing , das heisst sie teilen sich ihre Stelle mit einer zweiten Person. Dieser Anteil wird nochmals geringer, wenn man sich Kaderfunktionen anschaut – gerade hier geht das Institut Architektur der Hochschule für Architektur, Bau und Geomatik FHNW aber mit positivem Beispiel voran und führt das bereits erfolgreich gelebte Prinzip des Topsharings fort. Ab Herbstsemester 2023 übernehmen Maya Scheibler und Sylvain Villard als Co-Professorin und Co-Professor die Lehre im Bereich Analyse, Entwurf und Konstruktion im zweiten Jahreskurs des Bachelor-Studiengangs des Instituts Architektur und wurden entsprechend durch den Fachhochschulrat der FHNW gewählt. Die Architektin und der Architekt führen bereits seit über zehn Jahren ein gemeinsames Büro in Basel, mit dem sie sich auf vielfältige Projekte, vom Wohnungsbau bis hin zu städtebaulichen Planungen, und Räume für Menschen mit verschiedensten Bedürfnissen spezialisiert haben.

    Gemeinsames Studium an der FHNW und Lehre als Hochbauzeichnerin und Hochbauzeichner
    Scheibler und Villard haben beide eine Lehre als Hochbauzeichnerin bzw.-zeichner abgeschlossen und lernten sich während des Bachelor- und Masterstudiums in Architektur an der FHNW kennen. Nur drei Jahre nach Studienabschluss gründeten sie das gemeinsame Büro in Basel. Sie setzen sich in Lehre und Arbeit gezielt mit der Frage nach nachhaltigen Baumaterialien auseinander, was für das Institut Architektur der Hochschule für Architektur, Bau und Geomatik FHNW ein tragender Fokus der Lehre ist: «Scheibler Villard verfügen über ein noch kleines, aber hochstehendes gebautes Werk, das seine Kraft insbesondere aus der Durcharbeitung bis in die Details der Konstruktion bezieht. Den Aspekt dieses explizit konstruktiven Entwerfens möchten wir am Institut Architektur weiter stärken, insbesondere vor dem Hintergrund der anstehenden Bauwende. Unseren Studierenden vermitteln wir als Kernkompetenz die konkrete Auseinandersetzung mit den Eigenschaften und Potentialen von Baumaterialien – und genau hier bringen Scheibler Villard spannende neue Ansätze», begründet Tim Seidel, Co-Institutsleiter des Instituts Architektur der Hochschule für Architektur, Bau und Geomatik FHNW, die Wahl.

    Von der Lehre zur Berufung als Professorin und Professor
    Weiter haben Scheibler Villard aber auch durch ihren unkonventionellen und ambitionierten Werdegang überzeugt, wie Seidel anfügt: «Mit ihren aussergewöhnlichen Lebensläufen nehmen die beiden eine wichtige Vorbildfunktion für unsere Studiereden ein. Sie zeigen, welche Karrierewege nach einer Lehre in der Schweiz offenstehen und dass wir an der FHNW eine qualitativ hochstehende Architekturausbildung bieten, die dafür als Sprungbrett dient.»

    Das Institut besetzt damit bereits die dritte Führungsstelle mit einer Co-Leitung. Bereits 2019 wurde eine entsprechende Stelle in der Lehre mit zwei Professorinnen besetzt. 2022 folgte ein Topsharing in der Besetzung der rotierenden Institutsleitung. «Die Führungsarbeit in Teamkonstellationen ist ein in der Praxis der Architekturbranche etabliertes Modell. Sie stärkt die inhaltliche Auseinandersetzung mit baulichen Fragestellungen und sichert damit die Qualität. Mit der Übertragung der Jobsharing-Idee auf Lehre und Forschung haben wir als Institut in den vergangen Jahren ebenfalls ausgezeichnete Erfahrungen gemacht und freuen uns, diese Reihe fortsetzen zu können», hält Seidel abschliessend fest.

    Maya Scheibler
    Maya Scheibler (1983) ist gelernte Hochbauzeichnerin und hat an der FHNW ihr Bachelor- und Masterstudium in Architektur erfolgreich abgeschlossen. Nach einem Auslandaufenthalt in Japan war sie bei Miller & Maranta AG in Basel tätig, bevor sie 2012 und nur drei Jahre nach Studienabschluss mit Sylvain Villard das gemeinsame Architekturbüro in Basel gründete. In den letzten Jahren wirkte sie in mehreren Kommissionen und als Gastkritikerin oder Expertin in Fachjurys mit, war zudem von 2012 bis 2016 Assistentin von Prof. Andrea Deplazes der ETH Zürich und unterrichtete zuletzt als Professorin Entwurf und Konstruktion an der Berner Fachhochschule in Burgdorf. Sie ist Mitglied der Ortsbildkommission der Gemeinde Riehen Basel-Stadt und Mitglied der Arealbaukommission des Kantons Basellandschaft.

    Sylvain Villard

    Auch Sylvain Villard (1980) ist gelernter Hochbauzeichner und hat an der FHNW studiert, ebenfalls mit einem erfolgreichen Bachelor- und Masterabschluss in Architektur. Nach verschiedenen Praktika und Austauschsemestern in Tokyo und Berlin, arbeitete er als Projektarchitekt bei Burkard Meyer Architekten in Baden und gründete 2012 mit Maya Scheibler das gemeinsame Büro. Bis 2018 war er Mitglied der SIA-Fachkommission «Städtebau und Architektur» und seit 2020 ist er gemeinsam mit Maya Scheibler Mitglied der Ortsgruppe

  • Zwei neue Ausbildungsberufe für die Solarbranche starten 2024

    Zwei neue Ausbildungsberufe für die Solarbranche starten 2024

    Das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation hat gemäss einer Medienmitteilung des Fachverbands Swissolar den Weg für zwei neue Berufsbilder geebnet. Die zweijährige Lehre Solarmonteur:in EBA und die dreijährige Ausbildung Solarinstallateur:in EFZ bereiten laut dem Fachverband für Sonnenenergie auf eine berufliche Karriere in der Photovoltaiktechnik und Solarbranche vor.

    Die Bildungspläne wurden von Swissolar, dem Bildungszentrum Polybau sowie Vertreterinnen und Vertretern der Branche entwickelt, mit pädagogischer Unterstützung der Eidgenössischen Hochschule für Berufsbildung. Die neuen Berufe seien „ein wichtiger und dringlicher Schritt, um dem Fachkräftebedarf in der rasch wachsenden Schweizer Solarwirtschaft zu begegnen und um die Branche weiter zu professionalisieren“, wird Rita Hidalgo, Leiterin Bildung und Wissensmanagement bei Swissolar, zitiert. Aktuell zähle die Solarwirtschaft 10’000 Vollzeitstellen, die sich bis 2050 verdoppeln können, so der Verband.

    Für Betriebe bietet Swissolar ab Frühjahr 2023 Vorbereitungsseminare an. Berufsinteressentinnen und -interessenten können bei Informationsveranstaltungen ab Herbst 2023 erfahren, welche Herausforderungen und Betätigungsfelder im Bereich der regenerativen Energien auf sie warten. Mit Beginn des Schuljahres 2024/2025 sollen die ersten Auszubildenden starten können. Als Schulungsstandorte sind die Polybau-Bildungszentren in Uzwil SG und Les Paccots FR vorgesehen.

  • Hochschule Luzern lokalisiert fossile Heizungen

    Hochschule Luzern lokalisiert fossile Heizungen

    Fachleute des Kompetenzzentrums Thermal Energy Storage an der Hochschule Luzern (HSLU) wollen den klimaverträglichen Austausch fossiler Heizungen fördern. Dafür hat das Team gemeinsam mit der in Lüterkofen SO ansässigen geoimpact AG mithilfe Maschinellen Lernens Modelle berechnet, die fossile Heizanlagen lokalisieren.

    Denn Öl- und Gasheizungen würden derzeit zu rund 80 Prozent durch neue fossile Heizanlagen ersetzt, heisst es in einer Medienmitteilung der HSLU. „Eine neues Heizsystem braucht Planung“, wird HSLU-Energieexpertin Esther Lindner zitiert. „Wenn das alte im Winter kaputtgeht, hat man natürlich dafür keine Zeit und ersetzt dann einfach schnell das, was man vorher hatte, wieder mit dem gleichen System.“ Um dem entgegenzuwirken, will das Projekt diese Haushalte rechtzeitig mit Informationen über Alternativen und Beratungsangebote versorgen.

    Zunächst wurde ein Modell für 1957 Gemeinden erstellt, anschliessend eines für 158 Bezirke und schliesslich ein weiteres für die gesamte Schweiz. Auf Gemeindeebene ist das Modell den Angaben zufolge mit nahe 80 Prozent Treffsicherheit am genauesten. Die Künstliche Intelligenz dieser Modelle wurde mit öffentlich zugänglichen Daten des Gebäude- und Wohnungsregisters trainiert.

    Nun wird das Modell für ein vom Bundesamt für Energie unterstütztes Sweet Edge-Projekt zu einem Empfehlungsprogramm weiterentwickelt. Damit sollen Gemeinden bei der Energieplanung unterstützt werden. „Gemeinden, die das Modell nutzen und gleichzeitig weiterentwickeln wollen“, so Lindner, „sind willkommen“. Das Projekt wird auch am diesjährigen Abend der Wirtschaft des Departements Technik & Architektur präsentiert. Er findet am 20. Oktober 2022 statt.

  • FHNW weiht Pavillon aus wiederverwerteten Bauteilen ein

    FHNW weiht Pavillon aus wiederverwerteten Bauteilen ein

    Im Rahmen des Jahresthemas Constructive Futures – beyond Concrete hat die Hochschule für Architektur, Bau und Geomatik der FHNW einen Wettbewerb unter den Studierenden des dritten Jahreskurses ihres Bachelor-Studiengangs Architektur durchgeführt. Aufgabenstellung war es, die Bauteile einer geschosshohen Holzrampe wiederzuverwenden, welche temporär am Schweizerischen Architekturmuseum angebracht war. Neu sollte ein vor Wind und Sonne geschützter Aufenthaltsort im Park des FHNW-Campus in Muttenz entstehen.

    Das im Wettbewerb siegreiche Projekt Silvestris wurde in einem fachübergreifenden Wahlpflichtkurs im vergangenen Frühlingssemester vertieft und umgesetzt, erläutert die FHNW in einer Mitteilung. Dabei seien „verschiedene konstruktive und statische Herausforderungen“ zu meistern gewesen. Zudem habe das Projekt die Grenzen der Wiederverwertbarkeit der Bauteile aufgezeigt. Konkret wies das Altholz der Rampe nicht die notwendige Festigkeit für die statisch relevanten Bauteile des geplanten Pavillons auf. Hier musste auf nicht von der Rampe stammendes Konstruktionsholz zurückgegriffen werden.

    Die nun fertiggestellte „Arena Zirkulär“ soll Mitgliedern der Hochschule und Quartierbewohnenden als Platz für Lehre, Darbietungen und als Ort der Nutzung und Mitgestaltung dienen. Am 27. September lädt die FHNW alle Interessierten zur Einweihung in den Park des Campus der FHNW in Muttenz ein. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

  • HSLU erarbeitet Empfehlungen für nachhaltige Hochhäuser

    HSLU erarbeitet Empfehlungen für nachhaltige Hochhäuser

    Forschende verschiedener Fachbereiche der HSLU haben sich mit der Frage auseinandergesetzt, wie sich ein Hochhaus sozial nachhaltig gestalten lässt, informiert die HSLU in einer Mitteilung. Dazu wurden architektonische, soziale und wirtschaftliche Aspekte untersucht. Aus ihren Erkenntnissen haben die Forschenden Planungs- und Handlungsempfehlungen abgeleitet. Das interdisziplinäre Hochschulprojekt wurde von der Schweizerischen Agentur für Innovationsförderung, Innosuisse, gefördert.

    Ein nachhaltiges Hochhaus biete „sowohl eine hohe individuelle als auch kollektive Lebensqualität und hat das gemeinschaftliche Zusammenleben heute und für künftige Generationen im Blick“, wird Projektinitiator Alex Willener in der Mitteilung zitiert. Um diese Anforderungen zu erfüllen, müsse das Gebäude sowohl seinen Bewohnenden als auch den Menschen in seinem Umfeld von Nutzen sein, den sozialen Zusammenhalt fördern und dazu noch wirtschaftlich tragbar sein, schreibt die HSLU.

    In einem Hochhaus leben Menschen mit unterschiedlichen Lebensstilen und Erwartungen unter einem Dach. Die Forschenden raten dazu, das Zusammenleben dieser Unterschiede bereits bei der Planung zu berücksichtigen und im fertiggestellten Gebäude zu fördern. Damit ein Hochhaus auch in der Umgebung akzeptiert wird, solle es dem ganzen Quartier etwas bieten. Als Beispiele werden in der Mitteilung Arztpraxen, Kinderkrippen oder ein Quartiertreffpunkt genannt. Um das Hochhaus an sich verändernde Bedürfnisse anpassen zu können, empfehlen die Forschenden bereits beim Bau darauf zu achten, dass Räume mit wenig Aufwand zusammengelegt oder neu unterteilt werden können. hs

  • Neuer Re-Use-Pavillon am FHNW Campus Muttenz

    Neuer Re-Use-Pavillon am FHNW Campus Muttenz

    Ganz im Sinne des Jahresthemas «Constructive Futures – Beyond Concrete» haben sich die Studierenden des dritten Jahreskurses des Bachelor-Studiengangs Architektur unter der Leitung der Professorinnen Ursula Hürzeler und Shadi Rahbaran mit der Wiederverwendung von Bauteilen auseinandergesetzt. Ausganslage dafür war die geschosshohe Holzrampe, welche als urbane Intervention im Zuge der Ausstellung «Access for All – Architektonische Infrastrukturbauten São Paulo» 2021 an der Frontfassade des Schweizerischen Architekturmuseums S AM angebracht war. Diese Rampe wurde nach Ende der Ausstellung wieder abgebaut, und die Bauteile sollten nun einem neuen Verwendungszweck zugeführt werden.

    Architekturwettbewerb für Studierende
    Hierfür wurde im Herbstsemester 2021 ein Architekturwettbewerb unter den Studierenden veranstaltet. Die Aufgabe bestand darin, einen vor Wind und Sonne geschützten Aufenthaltsort im Park zu entwerfen, zur Nutzung und freien Bespielung für Hochschule und Quartier. Das aus dem Wettbewerb hervorgegangene Gewinnerprojekt «Silvestris» wurde zur Weiterentwicklung und Umsetzung ausgewählt. In der Folge haben die Studierenden die Entwurfsidee gemeinsam weiterentwickelt und im Frühlingssemester 2022 die Details innerhalb eines fachübergreifenden Wahlpflichtfachkurs weiter vertieft. Parallel dazu erfolgte der strukturelle Entwurf, die statische Dimensionierung, die Entwicklung der Knotenanschlüsse sowie die Ausführungsplanung durch das Institut Bauingenieurwesen unter der Leitung von Prof. Dr. Simon Zweidler, Leiter des Baulabors. Dabei kam vom Konstruieren bis zur Fertigung aller Stahlknoten zukunftsweisend die digitale Fabrikation zum Einsatz: Nach der vollständigen 3D-Modellierung sind die für die Abkantung benötigten Flächen per Software berechnet worden und die abgewickelte Fläche wurde per Laser aus dem Vollblech geschnitten; die nachgelagerte dreidimensionale Abkantung erfolgte ebenfalls vollautomatisch.

    Statische Herausforderungen
    Im Verlauf dieser detaillierten Planung galt es verschiedene konstruktive und statische Herausforderungen zu meistern. Auch zeigten sich die Grenzen der Wiederverwendbarkeit von Bauteilen; in diesem konkreten Fall hatte das Altholz nicht die notwendige Festigkeit, welche für die neue Arena und die geplante intensive Nutzung und Dauer erforderlich war. Dies führte zum Entscheid, die statisch relevanten Bauteile mit dafür vorgesehenem Konstruktionsholz mit entsprechender Festigkeit auszuführen und das Altholz teilweise für sekundäre Bauteile zu verwenden. Daraus resultierte ein wertvoller Lernprozess in Hinblick auf die Komplexität und Herausforderungen der Wiederverwendung von Bauteilen. Die ursprüngliche Struktur der Rampe widerspiegelt sich jedoch nach wie vor in den Abmessungen der Elemente und der Gestalt der neuen Arena.
    Die so geschaffene Arena soll diverse Nutzungsmöglichkeiten bieten. Durch das Dach aus leichtem Gewebe entsteht ein schattiger Aufenthaltsort, welcher nicht nur der Lehre und dem Unterricht der Hochschule dienen kann, sondern auch Platz für Darbietungen gibt und auch die Anwohnenden im Quartier zur Nutzung und Mitgestaltung einlädt. Das Siegerprojekt sowie alle anderen durch die Studierenden entwickelten Projektvorschläge sind zudem in einer Ausstellung im Windfang des Campusgebäudes öffentlich ausgestellt.

  • ZHAW bietet vier neue Studiengänge

    ZHAW bietet vier neue Studiengänge

    An der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) beginnen mit dem Wintersemester 4500 neue Studierende ihre akademische Ausbildung. Im Vorjahr waren es 4700. Damit studieren ab dem 19. September insgesamt 14’100 Personen an den drei ZHAW-Standorten Winterthur, Wädenswil und Zürich. Das sind 600 weniger als zu Studienbeginn des vergangenen Jahres.

    Dabei verzeichnet das ZHAW-Departement Life Sciences und Facility Management mit einem Plus von 13 Prozent den grössten Zuwachs. Laut einer Medienmitteilung sind dafür vor allem die zwei neuen Bachelorstudiengänge Biomedizinische Labordiagnostik und Applied Digital Life Sciences sowie der Master of Science in Real Estate & Facility Management verantwortlich.

    Für den Studiengang Biomedizinische Labordiagnostik arbeiten die beiden ZHAW-Departemente Gesundheit und Life Sciences sowie Facility Management zusammen. Damit, so die ZHAW, entspricht das Studium den wachsenden gesellschaftlichen und technischen Anforderungen an Diagnostik und Gesundheitsversorgung.

    Der Studiengang Applied Digital Life Sciences bildet die Schnittstelle zwischen Data Science und Life Sciences. Neu ist auch der Studiengang Angewandtes Recht. Er vermittelt eine generalistische juristische Grundausbildung. Real Estate & Facility Management ist schweizweit der erste Masterstudiengang, der Immobilien- und Facility Management mit Nachhaltigkeit und Digitalisierung verbindet.

  • EPFL-Doktorandin fordert kleinere Wohnungen

    EPFL-Doktorandin fordert kleinere Wohnungen

    Der ökologische Fussabdruck des Wohnens in der Schweiz bis 2050 kann nur durch eine gemeinsame Anstrengung von Wohnungseigentümern und Mietern verkleinert werden. Diese Forderung nach kleineren Wohnflächen pro Kopf wird laut Medienmitteilung der Hochschule in Lausanne in der Doktorarbeit von Margarita Agriantoni erhoben. Sie ist Studentin des Bauingenieurwesens an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL).

    Die Arbeit basiert auf Computersimulationen verschiedener Wohnszenarien für die nächsten 30 Jahre von 2020 bis 2050, heisst es weiter. Das Ergebnis lautet demnach: Wenn det Energieverbrauch von Wohnungen in der Schweiz deutlich gesenkten werden soll, muss die gesamte Branche ihre Praktiken überdenken. Das betrifft die Art und Weise, wie Wohnungen geplant und gebaut werden, ebenso wie die Art und Weise, wie sie genutzt werden. Pro Bewohner muss weniger Wohnfläche verbraucht werden.

    Rund 58 Prozent der Schweizer Haushalte wohnen zur Miete. Die durchschnittliche Wohnfläche dieser Wohnungen ist in den letzten Jahren stetig gestiegen, ebenso wie die Wohnfläche pro Kopf – eine Kennzahl, die direkt mit dem ökologischen Fussabdruck eines Gebäudes korreliert, heisst es in der Mitteilung. Heute werde eine 100 Quadratmeter grosse Wohnung gleich gebaut oder beheizt, ob sie für zwei oder vier Personen bestimmt ist. „Die Pro-Kopf-Fläche ist die Kennzahl, die wir langfristig reduzieren müssen“, wird die Autorin Agriantoni zitiert. „Eine Verringerung der Fläche um nur ein paar Quadratmeter kann eine echte Wirkung haben.“

    Agriantoni und ihre Kolleginnen und Kollegen haben 11’000 Wohnungen in Gebäuden in der ganzen Schweiz untersucht und 1000 Haushalte befragt.

  • FHNW bekommt Professorin für zirkuläres Bauen

    FHNW bekommt Professorin für zirkuläres Bauen

    Kreislaufwirtschaft ist für das Institut Nachhaltigkeit und Energie am Bau der Hochschule für Architektur, Bau und Geomatik der FHNW ein wichtiger Bestandteil von umwelt- und ressourcenschonendem Bauen. Um Forschung und Bildung bei den Themenbereichen energieeffizientes und klimaneutrales Bauen, integrale Gebäudetechnik, nachhaltiges Bauen und Betreiben, ressourceneffizientes und zirkuläres Bauen sowie gesundheitliche Aspekte in Gebäuden weiterzuentwickeln, richtet das Institut die Professur Zirkuläres Bauen ein. Den entsprechenden Lehrstuhl soll die Architektin Andrea Klinge übernehmen.

    Klinge hat Architektur an der Technischen Universität Berlin studiert, informiert die FHNW in einer Mitteilung zur neuen Professur. Nach einer Weiterbildung im nachhaltigen Bauen an der London Metropolitan University war die designierte Professorin in verschiedenen Architekturbüros in London, Rom und Berlin tätig. Derzeit ist Klinge bei ZRS Architekten Ingenieure Berlin aktiv. Hier habe die studierte Architektin und gelernte Tischlerin eine Forschungsabteilung etabliert, heisst es in der Mitteilung.

    In ihrem neuem Amt will Klinge „die aktuellen Herausforderungen im Bausektor“ angehen. „Dieser ist einer der ressourcenintensivsten Wirtschaftssektoren weltweit und trägt massgeblich zum Klimawandel bei“, wird die designierte Professorin in der Mitteilung zitiert. „Um die Pariser Klimaziele einzuhalten, bedarf es dringend konsequenter Ansätze, die die notwendige Bauwende im Bausektor umsetzen.“ Barbara Sintzel, Leiterin Institut Nachhaltigkeit und Energie am Bau, zufolge verfügt Klinge „über Fachexpertise, um der Anwendung von ReUse-Bauteilen und erneuerbaren Baustoffen in der Praxis mit angewandter Forschung zum Durchbruch zu verhelfen und damit die Bauwende möglich zu machen“.

  • Uni St. Gallen, neuer Campus von Pascal Flammer

    Uni St. Gallen, neuer Campus von Pascal Flammer

    Der Universität St. Gallen wird der Platz knapp. Auf dem Areal Platztor am Unteren Graben entsteht deshalb ein zweiter Campus, um ihre Kernaufgaben in Lehre und Forschung weiterhin qualitativ hochstehend zu erfüllen. Es wird aber nicht nur Raum für Forschung und Lehre geschaffen, vielmehr soll auch ein neues Stück Stadt hinzugefügt werden. Der Architekturwettbewerb um die Gestaltung des neuen Stadtbausteins ist entschieden.

    Der neue Campus soll dereinst genügend Platz für die Ausbildung von 3000 Studierenden bieten. In den zwei Untergeschossen ist eine grosse Aula mit einem Platzangebot für 400 Personen geplant. Um das Gebäude wird ein grosszügiger Park angelegt, der wie das Gebäude öffentlich zugänglich sein wird.

    Am offenen Wettbewerb wurden 59 Projekte eingereicht. Nachdem keines vorbehaltlos überzeugt hatte, entschied sich die Jury für eine anonyme Bereinigungsstufe. Dabei konnte sich schliesslich das Projekt «Haus im Park» von Pascal Flammer durchsetzen. Flammers Vorschlag sieht ein achtzig Meter langes und vierzig Meter breites Gebäude vor, das inmitten eines öffentlichen Parks stehen soll. Dafür wird der Baukörper von der Strasse zurückversetzt. Das sechsstöckige Gebäude aus Holz, Beton und Glas wirkt auf den Visualisierungen leicht und transparent.

    Die publikumsorientierten Nutzungen wie die Caféteria sind zu St. Gallens schöner Altstadt hin ausgerichtet. Bei der Erschliessung des Campus legte Flammer sein Augenmerk auf den öffentlichen Verkehr. Vom bestehenden Campus gelangt man zu Fuss ober- und unterirdisch zum Neubau.

    Nach dem Baubeginn 2025 kann das Gebäude voraussichtlich im Jahr 2029 in Betrieb genommen werden. Für die Stadtentwicklung von St. Gallen bedeutet das Projekt einen grossen Schritt in die Zukunft.

  • «Das Potenzial ist enorm»

    «Das Potenzial ist enorm»

    Im Herzen der Stadt Zürich befindet sich das Hochschulgebiet mit dem Wissens- und Gesundheitscluster des Universitätsspitals Zürich (USZ), der Universität Zürich (UZH) und der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) Zürich – drei erfolgreichen Institutionen mit hohem internationalem Ansehen. Die räumliche Nähe der drei Institutionen bietet einmalige Chancen für eine intensive Zusammenarbeit, welche Innovationen in Forschung, Lehre und medizinischer Versorgung hervorbringt. Zahlreiche Gebäude im Hochschulgebiet Zürich Zentrum erfüllen allerdings die Anforderungen an den modernen Spital-, Forschungs- und Lehrbetrieb nicht mehr. Die Infrastruktur hat ihre Kapazitätsgrenzen erreicht. Mit dem Generationenprojekt Hochschulgebiet Zürich Zentrum (HGZZ) wird die Infrastruktur von USZ, UZH und ETH Zürich verbessert und die führende Position der Institutionen gesichert.

    Gemeinsame Vision
    Das Bauprojekt «Hochschulgebiet Zürich Zentrum» ist eine Herkulesaufgabe: «Es sind drei Staatsebenen (Bund, Kanton und Stadt) und drei Institutionen (Universität, Universitätsspital, ETH) beteiligt», sagt Roman Bächtold, Leiter der Geschäftsstelle HGZZ, welche die verschiedenen Vorhaben im Hochschulgebiet koordiniert. «Die Interessen und Bedürfnisse all dieser Player unter einen Hut zu bekommen, und das mitten im Zentrum von Zürich, das war und ist eine besondere Herausforderung. Das Potenzial ist enorm. Wenn es gelingt, profitiert die Bevölkerung weit über Zürich hinaus davon, und das nicht nur heute und morgen, sondern über Generationen hinweg.» Zürich verfügt über einen einzigartigen Wissens- und Gesundheitscluster, welcher Forschung, Lehre und Gesundheitsversorgung auf engstem Raum integral vereint. Diesen Vorteil gilt es zu sichern und zu stärken. Diese gemeinsame Vision hat es ermöglicht, die Parteien zu einen. Das war und bleibt anspruchsvoll und zeitintensiv.

    Aufwertung des Quartiers
    Die Planung geht weit zurück. Wesentliche Milestones waren der Standortentscheid im September 2011, die Ausarbeitung eines Masterplans (2012/2013), dessen Genehmigung im August 2014, die Ausschreibung und Durchführung des Studienauftrags Stadtraumkonzept HGZZ (2016/2017). Aber auch die Verabschiedung eines gemeinsamen Weissbuchs im März 2018 war ein wichtiger Zwischenstopp unterwegs ans Ziel. Die Universität Zürich ist schon von weitem an ihrer grünen Kuppel zu erkennen. Wird dies so bleiben? – «Die grüne Kuppel bleibt. Aber das Quartier wird massiv aufgewertet, grüner, zugänglicher, lebenswerter», so Bächtold. Und er ergänzt: «Es gibt schweizweit kaum Projekte, die derart komplex und abwechslungsreich sind. Man kommt mit unzähligen Stakeholdern aus Politik, Wirtschaft, Bevölkerung und Medien in Kontakt. Diese grosse Herausforderung ist reizvoll und spannend».

  • Kleinere Mietwohnungen sparen Ressourcen

    Kleinere Mietwohnungen sparen Ressourcen

    Drei Wissenschaftlerinnen der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL) haben laut einer Medienmitteilung herauszufinden versucht, was hinter dem immer weiter steigenden Platzbedarf von Mietenden steckt. Hintergrund ist, das der Wohnungsbau nicht nur in der Schweiz der zweitgrösste Verursacher von Energieverbrauch und CO2-Emissionen ist, gleich nach dem Verkehr.

    Die Forscherinnen des Laboratory on Human-Environment Relations in Urban Systems (HERUS) der EPFL haben deshalb eine Umfrage unter Mietenden lanciert. In der Schweiz machen sie 60 Prozent der Wohnungsbelegung aus. Die Antworten von 968 Mietenden ergaben unter anderem, dass 40 Prozent von ihnen in eine grössere Wohnung gezogen sind, obwohl sich ihre Haushaltsgrösse verringert hatte. Nur 25 Prozent wären unter denselben Umständen zu einer Verkleinerung bereit.

    Die Forscherinnen fassten folgende Haupthindernisse für eine Verkleinerung zusammen: der grosse Wohnraum dient als Statussymbol, die Verbundenheit mit der aktuellen Wohnung und der Nachbarschaft sowie die Furcht vor Einbussen bei der Privatsphäre.

    Sie schlagen mehrere Lösungen vor: finanzielle Anreize für einen Umzug und ein ausreichendes Angebot an kleinen Wohnungen in Stadtzentren. Ausserdem sollten im selben Gebäude Wohnungen unterschiedlicher Grösse vorhanden sein, damit Mietende umziehen können, ohne den Kontakt zu Freunden und Nachbarn zu verlieren.

    Ausserdem empfehlen sie, Mietenden, die sich verkleinern wollen, Vorrang vor anderen potenziellen Mietenden einzuräumen. Zudem sollte der gängige Ansatz in Bezug auf die Privatsphäre im gesamten Gebäude überdacht werden, so Anna Pagani vom HERUS, etwa „durch die Bereitstellung von Werkstätten und Musikräumen, die von den Mietenden genutzt werden können“.

  • FHNW bildet in Geodatenanalyse fort

    FHNW bildet in Geodatenanalyse fort

    Die Hochschule für Architektur, Bau und Geomantik der FHNW offeriert ab Januar an ihrem Standort in Olten einen Zertifikatslehrgang in Spatial Data Analytics, zu deutsch Geodatenanalyse. Dieser soll Fachpersonen etwa aus den Datenwissenschaften, Verkehr, Logistik, Raumplanung sowie Natur- und Umweltwissenschaften befähigen, die Städte der Zukunft digital zu planen und die Daten von Infrastrukturen auszuwerten. Damit reagiere die Hochschule auf ein Bedürfnis der Bau- und Planungsbranche, heisst es in ihrer Medienmitteilung.

    Das Certificate of Advanced Studies (CAS) Spatial Data Analytics solle in 16 Kurstagen und in Zusammenarbeit mit Fachleuten aus der Praxis das erforderliche Wissen vermitteln, um Geodaten zielgerichtet modellieren, verarbeiten und interpretieren zu können. Dafür sei „eine ausgewogene Mischung aus Vorträgen, Fallstudien, Gruppenarbeiten und praktischen Übungen“ vorgesehen, so die FHNW. Zudem seien Zeitblöcke für das Selbststudium eingeplant.

    „Die Frage, wo räumlich messbare Ereignisse stattfinden, reicht nicht mehr aus“, wird Prof. Dr. Pia Bereuter in der Mitteilung zitiert. „In Zukunft müssen wir auch verstehen, warum sich diese ereignen. Dazu braucht es fundierte Analyseprozesse, welche in die Digitalisierungsstrategie von Unternehmen oder Organisationen eingebunden sind.“ Diese Expertise stelle „in nahezu jeder Branche“ die Grundlage für Entscheide mit Raumbezug dar.

  • Hochschule Luzern widmet sich klimagerechtem Bauen

    Hochschule Luzern widmet sich klimagerechtem Bauen

    Die Studie „Bereit für den Klimawandel?“ der Hochschule Luzern (HSLU) will Bauherrinnen und Bauherren dafür sensibilisieren, klimagerecht zu bauen. Aber auch Käuferinnen und Mietern soll sie eine Hilfestellung zur Bewertung einer Immobilie geben.

    Die Studie legt nahe, dass dabei künftig nicht nur Wärme-, sondern auch Kühlkonzepte berücksichtigt werden müssen. „Noch immer richtet sich die Architektur der Schweiz zu sehr darauf, Wohnungen im Winter angenehm und energieeffizient zu machen“, wird Gianrico Settembrini vom Institut für Gebäudetechnik und Energie der Hochschule Luzern in einer Medienmitteilung zitiert. Entscheidend sei jedoch, dass Gebäude mit Klimadaten der Zukunft geplant würden und nicht wie heute mit solchen, die auf vergangenen Werten beruhen.

    Der Gebäudepark verbrauche rund 40 Prozent des Endenergiebedarfs der Schweiz, führt die HSLU weiter aus. Dieser müsse weiter gesenkt werden. Würde jedoch ein vermehrter Einsatz von Klimageräten nötig, drohe dieser Wert stattdessen noch zu steigen. „Der Einsatz von Kühl- oder Klimageräten soll vermieden werden, technische Lösungen dürfen erst zum Zug kommen, wenn die passiven Möglichkeiten ausgeschöpft sind“, so Adrian Grossenbacher vom Bundesamt für Energie. Es hat diese Studie finanziell unterstützt.

    Insgesamt identifizierte das Studienteam elf Parameter, die einen Einfluss auf den Energieverbrauch sowie die thermische und visuelle Behaglichkeit eines Wohnraums haben. Diese Parameter wie Eigenschaften der Fenster, Sonnenschutz- und Beschattungselemente wurden in einem für das Mittelland typischen Referenzgebäude in Basel-Binningen simuliert.

    Einen Leitfaden für Planende stellt die HSLU online zum Herunterladen bereit. Um den Niederschlag verfügbarer Erkenntnisse in der neuen Architektur zu beschleunigen, bringt die Hochschule im September mit dem dreitägigen Weiterbildungskurs „Bauen im Klimawandel – Wirksame Massnahmen für Bauherrschaften und Planende“ auch Fachleute auf den neuesten Stand.