Schlagwort: Hochwasser

  • Monitoring zu Naturgewalten soll Immobilienbranche helfen

    Monitoring zu Naturgewalten soll Immobilienbranche helfen

    Die Immobiliendienstleisterin SMG Swiss Marketplace Group AG (SMG) hat zusammen mit der Tochtergesellschaft IAZI eine datenbasierte Monitoring-Lösung zum Erkennen von potenziellen Naturgefahren entwickelt. Die Lösung sei imstande, für jeden Standort in der Schweiz Angaben zu den regional unterschiedlichen relevanten Naturrisiken zu machen. Dazu zählen Hochwasser, Oberflächenabfluss, Hagel, Sturm, Steinschlag und Felssturz, Erdbeben, Lawinen und Rutschungen. Zugleich nimmt das Monitoring eine Einstufung in die standardisierten Gefahrenklassen «erheblich» und «mittel» vor. Dadurch werden potenzielle Naturgefahren für alle Akteure im Immobilienbereich transparent dargestellt, heisst es in einer Medienmitteilung.

    Wie SMG schreibt, werden Gefahren durch Naturkatastrophen oftmals nicht ausreichend wichtig genommen. So hätten bei einer Entscheidung für die Wohnlage die Aussicht, die Versorgung mit Geschäften, Arztpraxen und Kinderbetreuung oder die Anbindung an den öffentlichen Verkehr den Vorrang. Potenzielle Naturgefahren hingegen blieben bei einer Bewertung der Immobilie aussen vor.

    SMG nimmt Bezug auf Daten des Bundesamtes für Umwelt. Dieses schätzt, dass 7 Prozent der Schweizer Bevölkerung an Orten leben, die von Lawinen, Rutschungen, Felsstürzen oder Steinschlag betroffen sein können. Eine Gefährdung durch Überschwemmungen drohe sogar 20 Prozent der Bevölkerung. «Zur langfristigen Festlegung der Liegenschaftsstrategie gehört es dazu, neben Renovations- und Finanzierungsthemen auch die naturbezogenen Klimarisiken zu berücksichtigen und vorausschauend abzusichern», wird Roman Ballmer zitiert, stellvertretender CEO bei IAZI.

    In der SMG Swiss Marketplace Group sind die digitalen Marktplätze von TX Group, Ringier und Mobiliar vereint.

  • Reuss-Projekt soll vor Hochwasser schützen und Lebensräume sichern

    Reuss-Projekt soll vor Hochwasser schützen und Lebensräume sichern

    Über 135’000 Menschen leben und arbeiten im Reusstal. Nicht zuletzt mit dem boomenden Arbeits- und Lebensraum Luzern Nord wird sich die Region stark weiterentwickeln.

    Hochwasser verursacht grosse Schäden
    Von der Reuss geht aktuell jedoch ein beträchtliches Hochwasser-Risiko aus. Die heutigen Dämme sind über 150-jährig – es besteht die Gefahr, dass sie schweren Hochwassern nicht mehr standhalten. Allein das Hochwasser im Jahr 2005 verursachte entlang der Reuss und der Kleinen Emme an Gebäuden und öffentlichen Infrastrukturen Schäden in der Höhe von 345 Millionen Franken.

    Mit dem Projekt «Hochwasserschutz und Renaturierung Reuss» will der Kanton Luzern den Hochwasserschutz und Renaturierungsmassnahmen aufeinander abstimmen und einen mehrfachen Nutzen generieren. Es soll Menschen, Tiere, Infrastrukturen und Güter schützen, die Reuss und ihren Gewässerraum ökologisch aufwerten und die Lebensqualität der Bevölkerung erhalten und steigern.

    Verbreiterung der Reuss schützt vor Hochwasser
    Das geplante Reuss-Projekt sieht an geeigneten Stellen eine Verbreiterung des Gewässers vor. Das führt zu einer Absenkung des Wasserspiegels und sorgt damit für den Hochwasserschutz. Höhere Dämme böten weniger Schutz als eine breitere Reuss, und eine tiefere Reuss würde das Grundwasser im Reusstal und damit das Trinkwasser im Kanton Luzern gefährden. Wo Siedlungen und Infrastrukturen den benötigten Platz für die Aufweitung beschränken, werden bestehende Dämme erhöht und vereinzelt flache Dämme neu geschaffen.

    Das Reuss-Projekt gliedert sich in fünf geografische Abschnitte. Auf allen sollen spezifische Schutz- und ökologische Massnahmen realisiert werden.

    Bau wird rund zwölf Jahre dauern
    Die öffentliche Auflage des Projekts fand im Herbst 2019 statt. Im Juni 2022 hat der Regierungsrat das Projekt bewilligt, aufgrund von Beschwerden ist es jedoch noch nicht rechtskräftig. Daher wird sich das Projekt zeitlich nach hinten verschieben. Nach der rechtskräftigen Projektbewilligung wird der Regierungsrat einen Sonderkredit für die Realisierung des Vorhabens beantragen, über den die Bevölkerung abstimmen wird. Die Bauarbeiten zur Ausführung des Projekts werden rund zwölf Jahre in Anspruch nehmen.

  • Hochwasser der Sihl soll in den Zürichsee fliessen

    Hochwasser der Sihl soll in den Zürichsee fliessen

    Ab 2026 sollen extreme Hochwasserspitzen der Sihl über einen Entlastungsstollen in den Zürichsee geleitet werden, informiert die Baudirektion des Kantons Zürich in einer Mitteilung. Dazu ist ein rund 2 Kilometer langer unterirdischer Stollen mit 6,6 Meter Durchmesser zwischen Langnau am Albis und Thalwil geplant. Der Baustart für das Projekt erfolgte am 18. März mit dem Spatenstich.

    Extreme Hochwasser der Sihl könnten schwere Überschwemmungen im unteren Sihltal und in der Stadt Zürich verursachen, heisst es in der Mitteilung. Die allein für die Stadt Zürich möglichen Schäden werden dort auf bis zu 6,7 Milliarden Franken geschätzt. Sie sollen durch den Entlastungsstollen abgewendet werden.

    Die Kosten für Planung und Bau des Stollens sowie für die ökologischen Ersatzmassnahmen an der Sihl und am Zürichsee werden in der Mitteilung auf rund 175 Millionen Franken beziffert. Sie werden zum grössten Teil vom Kanton Zürich getragen. Darüber hinaus sind der Bund, die Stadt Zürich, die SBB und die Sihltal Zürich Uetliberg Bahn SZU AG an den Kosten beteiligt. Weitere Informationen zum Projekt stellt der Kanton Zürich im Internet zur Verfügung.