Schlagwort: Holzboden

  • 90 Jahre Innovation mit Schweizer Parketttradition

    90 Jahre Innovation mit Schweizer Parketttradition

    Der Parketthersteller Bauwerk blickt dieses Jahr auf sein 90-jähriges Bestehen zurück. Eigenen Angaben zufolge wurde begonnen mit der Einführung des ersten Dispersionsklebers zum Schutz gegen schädliche Dämpfe des damals verwendeten Bitumenklebers. Später folgte die Spezialisierung auf Parkettfussböden. Den Anstoss gab der Zürcher Ernst Göhner, der 1935 einen „aus Holzstücken zusammengesetzten Belag für Fussböden oder Wände“ zur Serienreife brachte. Daraus wurde das „industriell gefertigte Mosaik-Parkett oder Klötzli-Parkett“, welches bis heute im Sortiment von Bauwerk erhältlich ist.

    Seit Markteinführung des ersten 2-Schicht-Fertigparketts im Jahr 1976 hat sich der Hersteller zu einem weltweit tätigen Unternehmen der Holzbodenbranche mit 1600 Mitarbeitenden entwickelt. Allein in der Schweiz werden pro Jahr 2 Millionen Quadratmeter Parkett der Marken Bauwerk Parkett, BOEN und Somerset Hardwood Flooring verlegt.

    Mehr als 60 Prozent der Bodenbeläge werden am Firmensitz in St.Margrethen hergestellt. Seit Anfang der 1950er Jahre ist dort auch der Bereich Forschung und Entwicklung angesiedelt. Für Produktionsverfahren, Zusammensetzung, Gebrauch und die Wiederverwertung aller Komponenten sowie für den Umgang mit Ressourcen im Sinne der Kreislaufwirtschaft erhielt der Hersteller die Cradle-to-cradle-Zertifizierung. Parkett zu verwenden, sei per se umweltschonend und stehe für eine positive Ökobilanz. „Zudem ist jede Diele, die unsere Werke verlässt, ein Unikat – das perfekte Zusammenspiel von Schweizer Ingenieurskunst und der Kraft der Natur“, wird Patrick Hardy, seit 2022 CEO der Bauwerk Group, in der Mitteilung zitiert.

    Neben Beachtung einer nachhaltigen Wirtschaftsweise engagiert sich das Unternehmen auch sozial. Mit der Aktion Parkettzauber wurden mehrere karitative Organisationen mit Parkettböden unterstützt – darunter eine Kindertagesstätte und eine sozialpädagogische Wohngruppe.

  • Empa entwickelt recycelbaren Kunststoff für die Industrie

    Empa entwickelt recycelbaren Kunststoff für die Industrie

    Forschende der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) haben eine neue Art von Kunststoff entwickelt. Ihr Epoxidharz lässt sich sowohl reparieren als auch wiederverwerten. Das ist einer Medienmitteilung zufolge ein Novum. Bisher war die Wiederverwertung bei Epoxidharzen nicht möglich. Bei dieser Art von Kunststoffen sind die Polymerketten engmaschig miteinander vernetzt, was das Schmelzen verunmöglicht. „Haben sie einmal ausgedient, werden sie verbrannt oder in Deponien entsorgt”, erklärt Wenyu Wu Klingler vom Empa-Labor Advanced Fibers in St.Gallen.

    Epoxidharze haben allerdings ausgezeichnete mechanische und thermische Eigenschaften, wie die Empa in ihrer Mitteilung schreibt. Entsprechend werden sie vielseitig in der Industrie eingesetzt – etwa bei der Herstellung von Bauteilen für Flugzeuge, Autos, Züge, Schiffe und Windkraftanlagen.

    Mit dem besonderen Epoxidharz der Empa soll also unter anderem der Einsatz von faserverstärkten Kunststoffen in der Industrie nachhaltiger werden. „Die Herstellung von Kohlenstofffasern benötigt sehr viel Energie und setzt enorm viel CO2 frei”, erklärt Sabyasachi Gaan vom Empa-Labor Advanced Fibers. Wenn sie nach ihrer Nutzung in den Stoffkreislauf zurückgebracht werden können, könne der ökologische Fussabdruck verbessert und auch der Preis gesenkt werden, so Gaan.

    Faserverstärkte Kunststoffe, wie sie im Bau von Flugzeugen, Zügen, Booten, Autos und Velos eingesetzt werden, sind laut der Empa aber nicht die einzige Anwendung für den neuen Kunststoff. Er könnte beispielsweise zur Beschichtung von Holzböden eingesetzt werden –  als eine transparente, widerstandsfähige Schicht, die gute flammhemmende Eigenschaften aufweist.