Schlagwort: Hotel

  • Neues Hotelprojekt stärkt Tourismus in Scuol

    Neues Hotelprojekt stärkt Tourismus in Scuol

    Die Halter AG und die Bergbahnen Scuol SA haben einen Kaufrechtsvertrag für die Grundstücke des ehemaligen Engadinerhofs in Scuol unterschrieben. Die beiden Partner wollen dort einen Hotelbetrieb mit 130 Zimmern etablieren, wie aus einer Mitteilung hervorgeht. Duch die gangjährige Auslastung soll zusätzliche Wertschöpfung in die Region gebracht werden. Zusätzlich sollen Personalwohnungen, touristisch bewirtschaftete Apartments sowie Erst- und Zweitwohnungen zur Deckung der lokalen Nachfrage errichtet werden.

    „Die Hotelanlage wird Besuchern unvergessliche Momente schenken und gleichzeitig dazu beitragen, Scuol als lebendige und attraktive Tourismusdestination weiter zu festigen“, wird Roman Kummer in der Mitteilung zitiert, Projektleiter bei der in Schlieren ansässigen Halter AG. Mit dem Projekt soll Scuol als Ferien- und Erholungsdestination langfristig gestärkt werden. Die Bergbahnen Scuol bringen dazu ihre lokale Verankerung und touristische Erfahrung in die Zusammenarbeit ein.

    Aktuell ist geplant, das Baugesuch Mitte 2028 einzureichen.

  • «Resort Dieni in Sedrun − Eine Revolution im Alpentourismus»

    «Resort Dieni in Sedrun − Eine Revolution im Alpentourismus»

    Das Resort Dieni in Sedrun, ein ehrgeiziges Projekt der Andermatt Swiss Alps AG, steht kurz vor einer revolutionären Veränderung der touristischen Landschaft im Kanton Graubünden. Mit einer Investition von 170 Millionen Franken plant das Unternehmen, bis 2027 ein umfangreiches Resort mit 13 Gebäuden und 410 Hotelzimmern zu errichten. Das Angebot reicht von 204 Hostelzimmern bis zu 206 Doppel- und Dreibettzimmern, ergänzt durch 119 Wohneinheiten, die zum Verkauf stehen und touristisch genutzt werden.

    Das Resort wird nicht nur die Anzahl der Hotelbetten in der Region Surselva um mehr als 20% erhöhen, sondern auch eine breite Palette an Freizeitmöglichkeiten bieten. Dazu gehören drei Restaurants, zwei Bars, ein Spa, Bowlingbahnen, ein Boulderbereich, ein Kino, ein Fitnesscenter und Gaming-Einrichtungen. Die strategische Lage des Resorts, direkt an der Bahnverbindung Chur-Andermatt und in der Nähe des grössten Skigebiets im Gotthardgebiet, macht es zu einem einzigartigen Reiseziel.

    Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Nachhaltigkeit des Projekts. Geplant ist ein CO2-neutrale Wärmeversorgung durch eine Holzpellet-Heizung und eine Photovoltaikanlage, die 50% der Dachfläche bedeckt. Die Resort Dieni Development AG, eine Tochtergesellschaft der Andermatt Swiss Alps AG, wird als Bauherr fungieren, während der Betrieb von der Orascom Hotel Management, einem Partnerunternehmen der Orascom Gruppe, übernommen wird.

    Gemeindepräsident Martin Cavegn sieht in dem Projekt einen «Meilenstein für die Gemeinde Tujetsch und die ganze Surselva». Es wird erwartet, dass das Resort vor allem junge Familien und Gruppen anziehen wird, mit besonderen Angeboten wie Ski-in/Ski-out und anderen alpinen Erlebnissen.

    Die Gesamtinvestition der Andermatt Swiss Alps AG in Immobilien und touristische Infrastruktur beträgt in den nächsten Jahren rund 350 Millionen Franken. Zusätzlich werden 149 Millionen Franken aus der Partnerschaft mit Vail Resorts, Inc. investiert, um das Skierlebnis durch neue Bahnen, zusätzliche Beschneiung und neue Restaurants zu verbessern.

    Insgesamt stellt das Resort Dieni-Projekt eine beispiellose Gelegenheit dar, Sedrun als ein führendes touristisches Zentrum in der Schweiz zu etablieren. Es kombiniert Superior-Standard, Nachhaltigkeit und vielfältige Freizeitmöglichkeiten, um ein ganzheitliches Urlaubserlebnis zu bieten.

  • Neues Hotel harry’s home lädt zum Tag der Offenen Tür

    Neues Hotel harry’s home lädt zum Tag der Offenen Tür

    Das Hotel harry’s home an der Industriestrasse 160 in Spreitenbach ist seit Montag, 3. Juli, in Betrieb. An der Eröffnung am Mittwoch, 5, Juli, waren zahlreiche Gästen aus Wirtschaft und Politik sowie der Gründer der internationalen Hotelkette gleichen Namens, Harald Ultsch, anwesend. Das Hotel firmiert unter harry´s home Zürich-Limmattal. Für Samstag, 8. Juli, lädt das Hotel zur Besichtigung der Anlage bei einem Tag der Offenen Tür ein.

    Auf der Internetseite des neuen Spreitenbacher Hotels wird die Lage als Vorzug hervorgehoben. Mitten im schönen Limmattal und nur wenige Meter vom grössten Shopping Zentrum der Schweiz entfernt, befindet sich das harry´s home Zürich-Limmattal, heisst es dort. Damit wird Bezug genommen auf das Einkaufszentrum Shoppi Tivoli mit 150 Geschäften und Gastronomie direkt nebenan. Auch die Umwelt Arena befindet sich in direkter Nachbarschaft.

    Dank der Limmattalbahn sei das Zürcher Zentrum bequem direkt vom Hotel aus erreichbar. Die Betreiber machen zudem Werbung für die Region: Grüne Täler, sanfte Hügel, die Limmat und zahlreiche Wellnessoasen im Bäder Kanton Aargau bilden das perfekte Ziel für Naturliebhaber, Ausflüge, Wanderungen oder Entspannung rund um das Hotel, heisst es.

    Ideengeber und Gründer der Hotelkette harry’s home und Appartements ist Harald Ultsch aus Innsbruck. Dessen Familie sei schon seit fünf Generationen in der Hotellerie tätig, heisst es auf der Seite des Hotels. Das Konzept setze auf Individualisierung und ermögliche in den Studios ein flexibel gestaltbares Wohngefühl. Wie in modernen Hotels üblich gibt es WLAN, einen eigenen Parkplatz sowie auch die Möglichkeit, Haustiere mitzubringen. „Spreitenbach steckt in einer grossen Erneuerungsphase, die Stadtentwicklung, Infrastruktur sowie Mobilität betrifft und wir freuen uns, Teil dieses Prozesses zu sein“, sagte Harald Utsch zur Eröffnung.

    Die Kette harry’s home umfasst nach eigenen Angaben zehn Hotels in Österreich, Deutschland und der Schweiz mit insgesamt 729 Studios und über 1500 Betten. Bei dem neuen Hotel im Limmattal wird auch die Nachhaltigkeit und die Zusammenarbeit mit Unternehmen aus der Region gross geschrieben. Dies zeigt sich zum Beispiel an der Zusammenarbeit mit dem Backwarenanbieter Fredy dä Beck von Bäckerpionier Fredy Hiestand im Bereich Backwaren und Catering. Das Unternehmen betreibt auch eine Filiale in Schlieren ZH.

  • Arbon bekommt zwei b-smart Hotels

    Arbon bekommt zwei b-smart Hotels

    Die b_smart selection mit Standorten in Liechtenstein, Österreich und der Schweiz wird neue Betreiberin des Self Check-in-Hotels Müllers in Arbon und eröffnet zudem ein weiteres Self Check-in-Hotel. Die Marke Müllers soll laut dem in einer Meldung zum Betreiberwechsel zitierten Heinrich Toldo, CEO von b_smart selection, bestehen bleiben.

    Durch den gleichzeitigen Weiterbetrieb des Müllers und dem zusätzlichen Hotelneubau kann die Nachfrage nach Übernachtungen im Kanton Thurgau künftig mit zwei verschiedenen Übernachtungsmöglichkeiten bedient werden.

    Der Hotelbetrieb im neuen b_smart hotel Arbon soll im August 2023 aufgenommen werden. Das neue Hotelgebäude wurde in fussläufiger Distanz zum Müllers erbaut und bietet 63 Zimmer und Suiten sowie ein Restaurant und eine Bar. Im obersten Stockwerk können Gäste einen Fitness- und Wellnessbereich mit Blick über den Bodensee nutzen.

    Die Hotelübernahme ist mit keinerlei Änderungen für Gäste verbunden. Für bestehende und neue Buchungen ist wie bisher ein Kaffee zum Mitnehmen inbegriffen, Frühstück und sonstige Verpflegung müssen anderweitig organisiert werden. Die Schifflände Bar im Erdgeschoss, betrieben durch die Schifflände GmbH, hat weiterhin geöffnet, heisst es.

    Der Betreiberwechsel des Hotel Müllers in Arbon ist zum 1. Mai angekündigt. Die Zusammenarbeit zwischen dem Hotel Müllers und der b_smart services AG besteht bereits seit der Wiedereröffnung im Herbst 2022, heisst es. Der Servicedienstleister für Übernachtungsbetriebe mit Sitz in Liechtenstein wickelt seitdem das Buchungsmanagement ab und ist zuständig für die 24-Stunden-Erreichbarkeit.

  • Mandarin Oriental Palace ist neu eröffnet

    Mandarin Oriental Palace ist neu eröffnet

    Das Fünf-Sterne-Hotel Mandarin Oriental Palace aus der Belle Epoque ist seit Ende September wieder geöffnet. Es war fünf Jahre lang geschlossen. Nach drei Jahren umfassender Renovierungsarbeiten können nun wieder Gäste in diesem exklusiven Haus am Ufer des Vierwaldstättersees logieren. 

    An der feierlichen Wiedereröffnung nahm laut einer Medienmitteilung die Mezzosopranistin Cecilia Bartoli ebenso teil wie der General Manager des Hotels, Christian Wildhaber, und der chinesische Botschafter Shi Ting Wang. Des Weiteren waren unter anderem die Luzerner Stadträtin Franziska Bitzi sowie hochrangige Vertreterinnen und Vertreter der in Hongkong ansässigen Mandarin Oriental Hotel Group, die das Haus betreibt, anwesend. 

    Eigentümer ist der chinesische Unternehmer Yunfeng Gao. Das 1906 erbaute repräsentative Haus soll auch die wichtige Gästegruppe asiatischer Reisender anziehen. Das Hotel sei den Betreibern zufolge „auf dem besten Weg, Luzerns exklusivster Ort zu werden“. 

    Der Mandarin Oriental Palace wurde von Iwan Bühler Architekten aus Luzern und den Londoner Innenarchitekten Jestico Whiles in Abstimmung mit dem Denkmalschutz renoviert und ausgestattet. Es verfügt über 136 Gästezimmer, darunter 48 der grössten Suiten der Stadt, sowie ein Spa und Veranstaltungsräume. Zudem beherbergt es vier Restaurants und Bars unter der Leitung des mit einem Michelin-Stern ausgezeichneten Chefkochs Gilad Peled. 

  • CBRE baut Hotels & Operational Real Estate Team in der Schweiz weiter aus

    CBRE baut Hotels & Operational Real Estate Team in der Schweiz weiter aus

    In ihrer neuen Position verantwortet Wyss zusammen mit Alessia Breda die Weiterentwicklung vom Hotels & Operational Real Estate Business in der Schweiz und begleitet Investoren, Entwickler und Betreiber bei ihren Hotel und anderen operationellen Immobilieninvestitionen. Unterstützt wird das Team durch Mona Walder, welche bereits im März als Neuzugang vermeldet wurde.

    «Letztes Jahr hat CBRE unsere Kunden mit Verkaufs- und Beratungsmandaten von Hotelimmobilien im Wert von rund CHF 1.5 Milliarden unterstützt. Unser Ziel ist es, im Bereich Hotel & Operational Real Estate weiter zu wachsen und mit Julia Wyss und Alessia Breda sind wir hervorragend aufgestellt, um unsere Kunden entsprechend zu beraten und unser Wachstum voranzutreiben.», sagt Florian Kuprecht, Managing Director bei CBRE in der Schweiz.

    «Hotels und andere operationelle Immobilien rücken vermehrt in den Fokus unserer Kunden. Ich freue mich darauf sie bei Entscheidungen in diesen Bereichen zu unterstützen und unsere Plattform gemeinsam mit Alessia und Mona weiter auszubauen. Dieser interne Wechsel mit CBRE bedeutet für mich zudem eine Rückkehr in die Heimat – I fröie mi.», sagt Wyss.

  • Silvio Denz und Peter Spuhler erwerben das Hotel Florhof

    Silvio Denz und Peter Spuhler erwerben das Hotel Florhof

    Die Lalique Group hat in einer Medienmitteilung über den Kauf des Hotels Florhof durch Aktionär und Verwaltungsratspräsident Silvio Denz und den Unternehmer sowie CEO ad interim von Stadler RailPeter Spuhler, informiert. Die neuen Eigentümer wollen das geschichtsträchtige Haus als Lalique Hotel-Restaurant unter dem Namen Villa Florhof fortsetzen.

    Nach einer mehrmonatigen Renovierung sind 15 Suiten und Hotelzimmer in den oberen Etagen vorgesehen, ein Restaurant in der 1. Etage und eine Bar mit Terrasse, Lounge und Fumoir als zentraler Begegnungsort im Parterre. Weitergeführt werden soll zudem der historische Gewölbe-Weinkeller als Fundament des Florhofs. Der Name der Villa hält die Erinnerung an die Seidenproduktion und die Seidenhandlung wach, die im 16. Jahrhundert auf dem Areal Hochkonjunktur hatten.

    Für den in der Medienmitteilung zitierten Spuhler ist der Kauf eine Herzensangelegenheit. Die Liegenschaft sei prädestiniert für die Gestaltung einer einzigartigen Hotelumgebung, die „Tradition und Zukunft kombiniert und sämtliche Ansprüche an gehobene Gastfreundschaft erfüllt“. Denz hebt das grosse Potenzial der seit 1908 als Hotel genutzten Villa Florhof als „Hotel-Restaurant für die Zürcher Bevölkerung und Besuchende aus aller Welt“ hervor.

    Die Eigentümer, die das Haus fast 100 Jahre in Familienbesitz hielten, hätten ein Betriebsende per Ende Juli 2022 angekündigt. Die Lalique Group SA wird neue Pächterin und für den laufenden Betrieb zuständig sein.

  • Artisa Group restauriert Grand-Hotel von Locarno

    Artisa Group restauriert Grand-Hotel von Locarno

    Artisa Group will das Grand-Hotel von Locarno sanieren und erweitern. Ein entsprechender Bauantrag ist bereits eingereicht, informiert das auf Immobilieninvestitionen auf dem schweizerischen und europäischen Markt spezialisierte Zuger Unternehmen in einer Mitteilung. Für das Projekt spannt Artisa Group mit dem Architekten Ivano Gianola zusammen.

    Der Entwurf sehe den Erhalt der bestehenden Substanz und insbesondere die unter Denkmalschutz stehenden Fresken, Verzierungen und Fassaden des historischen Gebäudes vor, schreibt Artisa. Der grosse Saal, in dem 1925 die Friedenskonferenz stattfand, soll zeitgemäss restauriert werden. Neu wird ein SPA- und Wellness-Zentrum eingerichtet.

    „Das neue Grand-Hotel Locarno wird weltweit Massstäbe setzen in Exzellenz, Nachhaltigkeit und moderner Dienstleistung“, erläutert Stefano Artioli, Vizepräsident der Artisa Group, in der Mitteilung. „Darüber hinaus übernehmen wir die Verantwortung für 100 Mitarbeiter, die im Hotel arbeiten werden.“

    Im Aussenbereich sieht das Konzept eine Umgestaltung des über 4000 Quadratmeter grossen Parks vor. Gemeinsam sollen Hotel und Park das touristische Angebot des Tessins ergänzen, heisst es in der Mitteilung. „Das ganzheitliche Hotelkonzept passt perfekt zu der OTR-Strategie (Mendrisiotto und Basso Ceresio, Luganese, Bellinzonese und Hoch-Tessin sowie Lago Maggiore und Täler): Wellness, Essen und Wein, Veranstaltungen, Meetings, Nachhaltigkeit“, lässt sich Fabio Bonetti, Direktor der Tourismusorganisation des Lago Maggiore, dort zitieren.

  • Eberli baut neues Luzerner Stadthotel

    Eberli baut neues Luzerner Stadthotel

    Bis 2025 soll im Luzerner Tribschenquartier das neue Stadthotel Tribschen entstehen. Dabei wird das seit 1975 bestehende Bürogebäude der Eigentümer HG Commerciale (HGC) und der Zentralschweizerischen Baumeisterverbände (ZBV) durch einen Neubau ersetzt.

    Die Eberli AG aus Sarnen wird für die Gesamtprojektleitung, die Bauleitung und das Baumanagement zuständig sein, wie aus einer Mitteilung bei LinkedIn hervorgeht. Den Architekturwettbewerb hatte bereits im vergangenen Jahr das Luzerner Architekturbüro Lütolf und Scheuner Architekten GmbH gewonnen.

    Entstehen soll ein Geschäfts- und Ferienhotel mit rund 140 Zimmern in der Drei-Stern-Superior-Klasse. Betreiberin des Hotels wird die Luzerner Tavolago AG sein. Die Tochterfirma der Schifffahrtsgesellschaft SGV führt in der Region bereits zahlreiche Gastrobetriebe.

    Die Eberli AG hat erst vor Kurzem ein anderes Hotelprojekt abgeschlossen. Sie hat als Totalunternehmerin am Kempinski Palace Engelberg mitgewirkt. Das Obwaldner Hotel hat im vergangenen Sommer seinen Betrieb aufgenommen.

  • Credit Suisse holt Mama Shelter-Hotel nach Zürich

    Credit Suisse holt Mama Shelter-Hotel nach Zürich

    In das Hochhaus am Bahnhof Zürich Oerlikon wird ein Hotel der Marke Mama Shelter einziehen. Credit Suisse Asset Management habe im Auftrag eines Immobilienfonds einen entsprechenden Vertrag mit der Betreibergesellschaft KNSA Hospitality abgeschlossen, informiert die Credit Suisse in einer Mitteilung. Die Eröffnung des ersten Mama Shelter-Hotels in der Schweiz ist für die zweite Jahreshälfte 2024 geplant.

    Das denkmalgeschützte Gebäude hatte vormals das 2020 in Konkurs gegangene Swissôtel beherbergt. Nachfolger Mama Shelter wird neun der insgesamt 28 Stockwerke belegen. In den übrigen Stockwerken sollen insgesamt 132 Wohnungen, mehrheitlich mit 1,5 bis 2,5 Zimmern, entstehen. Der Gebäudesockel werde zudem einen öffentlich zugänglichen Stadtbalkon mit Barbetrieb erhalten, heisst es in der Mitteilung.

    Die Hotels der Marke Mama Shelter seien nicht nur als typische Hotels, sondern auch als Begegnungsorte, Arbeits- und Lebensräume angelegt, wird in der Mitteilung weiter erläutert. Das Konzept sehe auch innovative Gastronomie und eine Co-Working-Zone vor. Mit den Umbauarbeiten soll im kommenden März begonnen werden.

  • Sohn von Samih Sawiris soll bei Orascom übernehmen

    Sohn von Samih Sawiris soll bei Orascom übernehmen

    Die Orascom Development Holding (Orascom DH) kündigt einen Wechsel in der Führung an. Samih Sawiris wird an der nächsten Generalversammlung im Frühling 2022 nach mehr als 30 Jahren von seinem Amt als Verwaltungsratspräsident zurücktreten. Zu Wiederwahl tritt der ägyptische Investor nicht mehr an.

    Neu wird sein Sohn Naguib Samih Sawiris zum Präsidenten des Verwaltungsrats vorschlagen. Er ist seit 2016 Mitglied des Verwaltungsrats und seit 2020 dessen Vizepräsident. Als Teil der geplanten Nachfolgeregelung soll Naguib Samih Sawiris zum neuen Mehrheitsaktionär der Orascom DH werden. Samih Sawiris wird dafür die Kontrolle auf seinen Sohn übertragen.

    Samih Sawiris will der Holding weiterhin als Berater zur Verfügung stehen. Ausserdem bleibt er Präsident des Verwaltungsrats der Andermatt Swiss Alps AG. Die Orascom DH hält einen Anteil von 49 Prozent an der Andermatt Swiss Alps AG. Die Mehrheit ist und bleibt in Privatbesitz von Samih Sawiris.

    Insgesamt umfasst das Portfolio der Orascom DH Destinationen in sieben Ländern. Zu diesen zählen neben der Schweiz Ägypten, die Vereinigten Arabischen Emirate, Oman, Marokko, Montenegro und Grossbritannien. Die Aktien der Holding sind an der SIX kotiert.

  • Ina Invest holt Radisson RED Hotel in die Schweiz

    Ina Invest holt Radisson RED Hotel in die Schweiz

    „Radisson RED ist ein neues, urban-gehobenes Hotelkonzept mit unkonventionellem Design und aussergewöhnlicher Atmosphäre für den modernen Reisenden“, schreibt Ina Invest in einer Mitteilung. Das Immobilienunternehmen auf Opfikon ZH holt Radisson RED in die Schweiz: Nach Destinationen wie Dubai, London, Brüssel und Kapstadt soll ein Radisson RED Hotel in die Lokstadt-Hallen in Winterthur einziehen. Ein entsprechender Mietvertrag mit Franchisenehmerin Success Hotel Group sei bereits Ende September unterzeichnet worden, informiert Ina Invest.

    „Wir freuen uns, Ina Invest und die Radisson Hotel Group für unsere weitere Auslandsexpansion als starke Partner an unserer Seite zu haben“, lässt sich Hotelgruppenchef Michael Friedrich in der Mitteilung zitieren. „Als Hotelbetreiber können wir uns kaum einen besseren Standort vorstellen als die Lokstadt-Hallen, deren Industrial Style das Flair des Radisson RED zum Ausdruck bringt.“

    In unmittelbarer Nachbarschaft des Hotels ziehen zwei Primarschul- und zwei Kindergartenklassen ein. Sie könnten nicht nur das Ambiente der ehemaligen Lokomotivfabrik, sondern auch eine etwa 300 Quadratmeter grosse Dachterrasse geniessen, schreibt Ina Invest. Auch hier ist bereits ein Mietvertrag mit der Stadt Winterthur unterzeichnet.

    Insgesamt habe das Immobilienunternehmen derzeit bereits 5100 der 8200 Quadratmeter Nutzfläche in den Lokstadt-Hallen vergeben, wird in der Mitteilung weiter erläutert. Für die übrigen Flächen werde mit einem weiteren Ankermieter verhandelt. In den Hallen will Ina Invest „vielseitige, publikumswirksame Nutzungen unter einem Dach“ zusammenführen, erläutert Firmenchef Marc Pointet.

  • Baulink realisiert Marriot-Hotel in Basel

    Baulink realisiert Marriot-Hotel in Basel

    Die Munich Hotel Partners GmbH (MHP) hat Baulink mit der Realisierung eines Marriot-Hotels in Basel beauftragt, informiert die Baulink AG in einer Mitteilung. Konkret soll der auf die Inneneinrichtung von Hotels spezialisierte Geschäftsbereich Invita das vormalige Swissôtel Basel renovieren. Das seit November 2020 geschlossene Hotel wurde von MHP und der amerikanischen H.I.G. Capital gekauft.

    Invita werde als Totalunternehmer für die Gestaltung der 125 Zimmer und der öffentlichen Bereiche des Hotels fungieren, wird in der Mitteilung weiter erläutert. „Mit unseren Erfahrungen aus der ersten Umbauphase bieten wir beste Voraussetzungen um das Projekt für die MHP erfolgreich und effizient durchzuführen“, wird Robert Diepenbrock dort zitiert. Der Leiter der Fachabteilung Invita bei Baulink ist überzeugt, „Spezialwissen in Sachen Hospitality in einem Team aus erstklassigen Partnern einbringen zu können“.

    Für die Ausführung des Projekts wird Invita mit dem Architekturbüro Oana Rosen aus Frankfurt zusammenarbeiten. Über den finanziellen Umfang des Auftrags werden in der Mitteilung keine Angaben gemacht.

  • Partners Group übernimmt australische Travelodge-Hotels

    Partners Group übernimmt australische Travelodge-Hotels

    Die Partners Group schafft sich ein Hospitality-Standbein in Australien. In Partnerschaft mit dem singapurischen Staatsfonds GIC und dem australischen Hotelbetreiber Salter Brothers erwirbt sie das Travelodge-Hotelportfolio. Laut einer Medienmitteilung der Partners Group handelt es sich dabei um das grösste Portfolio seiner Art in Australien und ist über Metropolen wie Sydney, Melbourne und Brisbane verteilt. Es biete einen guten Startpunkt für den weiteren Ausbau.

    „Dieses Portfolio stellt eine exzellente Gelegenheit dar, gut gelegene Anlagen zu erwerben“ und gleichzeitig von den pandemiebedingten Preisabschlägen zu profitieren, so Rahul Ghai, Managing Director Private Real Estate der Partners Group. „Uns gefällt dieses Portfolio besonders, da es anfängliche Erträge mit Potenzial für weitere Renditen durch transformative Wertschöpfungsstrategien bietet.“

    Zum einen werde dem Portfolio eine in diesem Jahr gestartete landesweite Kampagne zur Ankurbelung des Inlandstourismus zugutekommen. Zum anderen arbeiteten die neuen Partner an einem Plan, der die Auslastung der Hotels etwa durch ein neues Markenbild und selektive Aufwertung verbessern soll. Ausserdem denken die Eigner an eine Erweiterung der Sichtbarkeit durch die Ausweitung von Treue- und Belohnungsprogrammen über einen breiteren Vertriebskanal.

    Partners Group-Geschäftsleitungsmitglied Euan Kennedy sieht „einige Anzeichen für eine stetige wirtschaftliche Erholung“ in Australien. Steigende Impfraten seien „ein gutes Vorzeichen für eine zunehmende Zimmerbelegung durch in- und ausländische Reisende im Laufe unserer Investition. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit unseren erfahrenen Betriebs- und Kapitalpartnern bei dieser spannenden Gelegenheit.“

  • Hotel Rotbuche: Energie- effizienz, Ökologie und Komfort

    Hotel Rotbuche: Energie- effizienz, Ökologie und Komfort

    Mitte Februar vergangenen Jahres fand der Spatenstich für das Hotel Rotbuche in Rapperswil-Jona statt. Die drei Anforderungen und Vorgaben an die Energieversorgung und an das Energiesystem für das neue Hotel waren klar: Energieeffizienz, Ökologie und Komfort. Um diese Vorgaben umzusetzen, wurden als Energiequelle für die Wärmepumpe Erdwärmesonden gebohrt und in Zusammenarbeit mit der Energie Zürichsee Linth (EZL) ein nachhaltiges Energiekonzept erarbeitet. Die EZL wird auch die Gebäudetechnik als Contractor betreiben und warten.

    Massnahmen zur Wärmerückgewinnung
    «Über die reversible Wärmepumpe kann Wärme für Heizzwecke und für das Brauchwarmwasser bereitgestellt werden», erklärt Roman Fausch, Projektleiter Energiedienstleistungen bei der EZL. Im Sommer bestehe die Möglichkeit, das Gebäude energieeffizient direkt über Erdwärmesonden zu kühlen, so der Fachmann. Bei hohem Kühlbedarf besteht zusätzlich die Möglichkeit, Kälte von der reversiblen Wärmepumpe zu nutzen. Weiter werden verschiedene Massnahmen zur Wärmerückgewinnung verbaut und dank einer intelligenten Steuerung auch bedarfsgerecht geregelt. «Im Zusammenhang mit Energie und Nachhaltigkeit ist es für uns eines der nachhaltigsten Hotelprojekte, welches wir planen und realisieren durften», sagt Stefano Ghisleni, Generalplaner der Ghisleni Partner AG, mit Sitz in Rapperswil, Zürich, St. Gallen und Zug.

    Beim Moxy Hotel Rotbuche stammt die natürliche Wärme aus rund 200 bis 250 Meter Tiefe. Die 23 Sonden, verteilt über die gesamte Baufläche, entziehen dem Erdboden 10 bis 15 Grad. Die Wärme wird durch eine Trägerflüssigkeit in die Wärmepumpe im Gebäude eingespeist und umgewandelt. So gelangt sie ins Heiz- und Klimasystem des Hotels. Die gesamte Länge des Erdsonden-Leitsystems misst mehr als fünf Kilometer.

    Senkung der Raumtemperaturen bis zu vier Grad
    Die Projektverantwortlichen betonen, dass der Grundbedarf für die Raumkühlung in den wärmeren Jahreszeiten im Hotel Rotbuche mit dem umweltschonenden Free-Cooling-System gedeckt werden kann. Damit sei eine Senkung der Raumtemperaturen bis zu vier Grad möglich. Dies hat einen positiven Nebeneffekt: Die abgeführte Wärme wird wiederum in den Erdsonden zwischengespeichert und kann für die Warmwasseraufbereitung oder im Winter für die Wärmeeinspeisung genutzt werden. Eine Photovoltaikanlage auf dem Dach wird für das Betreiben der Wärmepumpe installiert. Sie soll mit rund dreissig Prozent ausreichend Deckung bieten, um einen Teil des geforderten Strombedarfs zu decken. «Der massvoll gesteuerte Ausgleich von Wärme und Kälte macht ein kontinuierliches Raumklima ohne massive Temperaturschwankungen möglich», sagt Projektleiter Roman Fausch. Die ersten Gäste können dies ab kommenden Herbst selber fühlen. Zu diesem Zeitpunkt soll das neue Hotel «Rotbuche» mit seinen 86 Zimmern eröffnet werden. ■

  • Projekt Baufeld Hotel in Geroldswil ist gesichert

    Projekt Baufeld Hotel in Geroldswil ist gesichert

    Mit mehr als 60 Prozent haben die Geroldswiler und Geroldswilerinnen einen Zusatzkredit von 650‘000 Franken bewilligt, der den 2017 zu knapp bemessenen Projektierungskredit auf rund 2,6 Millionen Franken erhöht. Damit kann die Arbeit am Projekt weitergehen. Entstehen soll eine Zentrumsüberbauung mit Unterniveaugarage, einem Grossverteiler im Sockelgeschoss und Wohnungen in den Obergeschossen. Für die Bewilligung der zusätzlichen Mittel stimmten laut Medienmitteilung der Gemeinde Geroldswil 872 Stimmberechtigte. Dagegen standen 559 Nein-Stimmen bei einer Stimmbeteiligung von 50,45Prozent.

    Die Pachtverträge für das Hotel Geroldswil sowie die Pizzeria am Dorfplatz sind befristet und laufen am 31. Dezember 2021 aus, hatte die Gemeinde bei der Vorstellung des Projekts mitgeteilt. Aufgrund einer Wirtschaftlichkeits- und Machbarkeitsstudie sollen die beiden Geschosse mit den Hotelzimmern in Wohnungen umgenutzt werden. Als Ergänzung soll im nordwestlichen Grundstücksteil ein Neubau mit Familienwohnungen als sogenannter Punktbau erstellt werden. Der heutige Gemeindesaal soll abgebrochen und durch einen neuen, modernen und gut ausgerüsteten Gemeindesaal als Verbindungstrakt zwischen dem heutigen Hotel Geroldswil und dem Mehrfamilienhaus realisiert werden. Am Dorfplatz sollen ein bis zwei Gastronomiebetriebe Platz finden, hiess es dort weiter.

    Der parteilose Gemeindepräsident Michael Deplazes wird in einem Artikel der „Limmattaler Zeitung“ zitiert: „Die Stimmbürger erkennen die Notwendigkeit des Projekts und verstehen, weshalb wir in altersgerechte Wohnungen und in einen Neubau investieren.“  Die Planer und Architekten können laut Deplazes nun ihre Arbeit wieder aufnehmen: „Wir haben bis zur Genehmigung des Zusatzkredits einen Projektstopp verhängt, weil wir nicht Geld ausgeben können, das wir gar nicht haben.“

    Die nächste Urnenabstimmung findet am 13. Juni 2021 statt. Dann soll das Volk über den Baukredit befinden. „Wir rechnen mit schätzungsweise 26 Millionen Franken“, sagte Deplazes.

  • Corona-geprägtes Halbjahresergebnis der Zug Estates Gruppe

    Corona-geprägtes Halbjahresergebnis der Zug Estates Gruppe

    • Der Liegenschaftenertrag erhöhte sich gegenüber der Vorjahresperiode um 5.4% auf
    • CHF 28.2 Mio.
    • Promotionsgewinn vor Steuern von CHF 9.5 Mio. beim Projekt Aglaya
    • Das Konzernergebnis beträgt CHF 8.3 Mio. (Vorjahresperiode: CHF 26.1 Mio.). Ohne
    • Neubewertung und Sondereffekte reduzierte sich das Konzernergebnis von CHF 15.4 Mio.
    • auf CHF 11.9 Mio.
    • Solide Kapitalbasis mit einer Eigenkapitalquote von 55.7 % (54.7% per 31. Dezember 2019)

    Das erste Halbjahr 2020 stand auch bei Zug Estates im Zeichen der Herausforderungen, welche uns durch die COVID-19-Pandemie gestellt wurden.

    Im Immobilienbereich mussten zahlreiche unserer Mieter während des behördlich verordneten Lockdowns ihre Geschäfte schliessen. Hiervon waren vor allem unsere Retailmieter und damit die Einkaufs-Allee Metalli betroffen. Im Segment Hotel & Gastronomie führte das nahezu vollständige Erliegen des internationalen Geschäftsreiseverkehrs zu erheblichen Umsatzeinbussen.

    Erfreulicherweise konnten wir trotz Corona sämtliche der verbliebenen 49 Stockwerkeigentumseinheiten des Promotionsprojekts Aglaya fristgerecht an ihre neuen Eigentümer übergeben. Zudem konnten wir bereits mit über 90% der direkt vom Lockdown betroffenen Mieter eine partnerschaftliche und abschliessende Lösung für einen einmaligen Mietzinserlass finden.

    Im ersten Halbjahr 2020 resultiert ein Konzernergebnis von CHF 8.3 Mio., das 68.3% unter dem der Vorjahresperiode (CHF 26.1 Mio.) liegt. Bereinigt um Neubewertungs- und Sondereffekte führen vor allem die rückläufigen Zahlen des Segments Hotel & Gastronomie zu einer Reduktion des Konzernergebnisses um 22.7% von CHF 15.4 Mio. auf CHF 11.9 Mio.

    Erhöhung des Liegenschaftenertrags bei deutlich tieferen Hotel- und Gastronomieumsätzen

    Die volle Periodenwirksamkeit von mehrheitlich im Vorjahr abgeschlossenen Mietverträgen erhöht den Liegenschaftenertrag im ersten Halbjahr 2020 im Vergleich zur Vorjahresperiode um 5.4% auf CHF 28.2 Mio. Durch die COVID-19-Pandemie wurden Mietzinserlasse von CHF 0.7 Mio. gewährt.

    Der Ertrag des Segments Hotel & Gastronomie bildete sich von CHF 8.2 Mio. auf CHF 3.6 Mio. zurück. Die Belegung unserer Hotels reduzierte sich während des Lockdowns zeitweise auf unter 10%. Seither dürfen wir wieder Zuwächse verzeichnen, liegen jedoch immer noch deutlich unter den entsprechenden Vorjahreswerten. Der Gross Operating Profit (GOP) liegt lediglich noch bei 7.8% verglichen mit 39.3% im ersten Halbjahr 2019.

    Aus der Veräusserung der letzten 49 Stockwerkeigentumswohnungen im Projekt Aglaya resultierte ein Ertrag von CHF 72.5 Mio. und ein Promotionsgewinn vor Steuern von CHF 9.5 Mio. Beim gesamten
    Promotionsprojekt Aglaya konnten wir damit eine Rendite auf das Investitionsvolumen von 17.3% erwirtschaften. Da in der Vorjahresperiode keine Verkaufserlöse verbucht wurden, resultierte insgesamt eine deutliche Steigerung des Betriebsertrags von CHF 36.7 Mio. auf CHF 105.4 Mio.

    Das Immobilienportfolio wurde insgesamt um CHF 13.6 Mio. tiefer bewertet, was rund 0.9% des Portfoliowerts sämtlicher Renditeliegenschaften per 30. Juni 2020 entspricht und auf eine leicht konservativere Einschätzung der Marktmieten von Retailflächen im Generellen und einzelner spezifischer Büroflächen zurückzuführen ist. In der Vorjahresperiode resultierte ein Neubewertungsgewinn von CHF 11.5 Mio.

    Der durchschnittliche Zinssatz des verzinslichen Fremdkapitals konnte weiter von 1.4% auf 1.3% gesenkt werden. Erwartungsgemäss führte die deutlich geringere Bautätigkeit zu einem Rückgang der aktivierungsfähigen Zinsen und einer entsprechenden Erhöhung des Finanzaufwands von CHF 2.5 Mio. auf CHF 3.5 Mio.

    Stabiles Portfolio mit höherer Leerstandsquote

    Der Marktwert des Portfolios liegt mit CHF 1.63 Mrd. auf dem Niveau per 31. Dezember 2019. Im ersten Halbjahr 2020 konnte das letzte Gebäude im Baufeld 1 in Rotkreuz in Betrieb genommen werden. Erwartungsgemäss erhöhte sich dadurch die Leerstandsquote von 3.3% per 31. Dezember 2019 auf 5.3% per 30. Juni 2020. Insgesamt haben wir in der Berichtsperiode CHF 16.2 Mio. in unser Portfolio investiert. Die gewichtete durchschnittliche Mietvertragsrestlaufzeit (WAULT) liegt mit 6.7 Jahren (6.8 Jahre per 31.Dezember 2019) auf einem im Branchenvergleich sehr hohen Niveau.

    Während sich unsere Wohnprodukte im aktuellen Marktumfeld einer sehr guten Nachfrage erfreuen, spüren wir derzeit, bedingt durch die COVID-19- Pandemie, vor allem bei grossen Interessenten von Büroflächen eine gewisse Zurückhaltung. Wir sind jedoch zuversichtlich, dass die zentral gelegenen, qualitativ hochwertigen sowie nachhaltig betriebenen Büroflächen der Zug Estates auch künftig rege nachgefragt werden. Erfreulicherweise blieb die Anzahl der Anfragen nach Retailflächen in der Metalli stabil. Wir haben zurzeit keine Indizien, die für einen Rückgang sprechen.

    Solide Kapitalbasis

    Mit der Rückführung von Mitteln aus dem Verkauf der letzten Wohnungen im Aglaya und trotz der Ausschüttung einer Sonderdividende konnte das verzinsliche Fremdkapital im ersten Halbjahr 2020 von CHF 597.4 Mio. auf CHF 587.1 Mio. reduziert werden. Die durchschnittliche Restlaufzeit dieser Finanzierungen beläuft sich auf 4.8 Jahre (Vorjahr: 5.2 Jahre). Mit einer um einen Prozentpunkt erhöhten Eigenkapitalquote von 55.7% verfügt Zug Estates über eine sehr solide Eigenkapitalbasis.

    Projektentwicklung mit Fokus auf den Lebensraum Metalli

    Nachdem die Stadt Zug und Zug Estates im März 2020 das erste Resultat des gemeinsamen Planungsverfahrens zum «Lebensraum Metalli» vorgestellt haben, fand im Anschluss eine Machbarkeitsprüfung mit den Fachplanern statt. Zurzeit werden das Richtprojekt und der Antrag zur Anpassung der beiden betroffenen Bebauungspläne mit allen relevanten Unterlagen erarbeitet. Das Richtprojekt soll im dritten Quartal 2020 bei der Stadt Zug eingereicht werden. Die rechtskräftig angepassten Bebauungspläne werden 2022/23 erwartet.

    Nach erhaltener Baubewilligung hat der Verwaltungsrat die Planungsphase für die beiden letzten Gebäude (S43/45) auf dem Suurstoffi-Areal in Rotkreuz freigegeben. Der Baustart wird unter Berücksichtigung der Markterholung im Zusammenhang mit COVID-19 bedarfsgerecht ausgelöst.

    Schrittweise Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie

    Der Anschluss des Metalli-Gevierts an den Seewasserverbund Circulago konnte per April 2020 planmässig erfolgen. Für den Anschluss der verbleibenden 16 Liegenschaften wurden im Dezember 2019 die entsprechenden Verträge unterzeichnet. Die Inbetriebnahme soll etappiert 2021, 2023 und 2025 erfolgen. Ab diesem Zeitpunkt wird Zug Estates ihr gesamtes Portfolio annähernd CO2-frei betreiben können.

    Seit Anfang Juni stehen der Kundschaft der Einkaufs-Allee Metalli öffentliche Elektroladestationen zur Verfügung. Bei zwei der sechs Stationen handelt es sich um Hochleistungs-Schnellladestationen, die ersten in der Stadt Zug.

    Die Installation der CO2-neutralen Kühlung in den Zimmern des Parkhotels Zug konnte im April 2020 planmässig abgeschlossen werden, was für die Gäste ab sofort eine deutliche Komfortsteigerung bedeutet.

    Ausblick 2020

    Aufgrund des zeitlich beschränkten Effekts der Mietzinsreduktionen im Zusammenhang mit COVID-19 rechnen wir für das Gesamtjahr weiterhin mit steigenden Mieterträgen. Infolge von erhöhten Sanierungs- und Unterhaltsarbeiten bzw. geringeren aktivierungsfähigen Finanzierungskosten werden Liegenschaftenaufwand und Finanzaufwand höher ausfallen.

    Im Segment Hotel & Gastronomie gehen wir aufgrund von erheblichen Umsatzeinbussen durch das Erliegen des internationalen Geschäftsverkehrs unserer Stammkunden von einem Umsatz und GOP deutlich unter Vorjahresniveau aus, wobei die Entwicklungen des zweiten Halbjahres schwierig zu prognostizieren sind.

    Daher werden sowohl ein Betriebsergebnis vor Abschreibungen und Neubewertungen als auch ein Konzernergebnis ohne Neubewertung und Sondereffekte deutlich unter Vorjahr erwartet.

  • Eine Lifestyle-Marke mischt  die Hotellerie in Zürich auf

    Eine Lifestyle-Marke mischt die Hotellerie in Zürich auf

    Das deutsche Hotelunternehmen Althoff Hotels wird gegen Ende des Jahres das traditionsreiche Hotel «Bellerive au Lac» in Zürich übernehmen. Seit Januar dieses Jahres wird das geschichtsträchtige Haus am Utoquai 47 vollständig umgebaut und danach als drittes AMERON Hotel in der Schweiz – zwei Hotels befinden sich in Davos und Luzern – und als erstes AMERON Boutique Hotel in der Schweiz eröffnet. «Grösse und Raumprogramm passen perfekt für den Umbau in ein AMERON Boutique Hotel», wird Thomas H. Althoff, Gründer und Inhaber der Althoff Hotels, in verschiedenen Medien zitiert.

    Hochstehendes Hoteldesign
    Als Interior Konzept hat Monoplan – ein auf Hotellerie spezialisiertes Architekturbüro mit Sitz in Zürich – eine modern interpretierte Weiterführung des bestehenden Hoteldesigns entwickelt, ist auf ihrer Homepage zu lesen. Dazu zählen hauptsächlich das Interior Design, die Ausführungsplanung sowie die gestalterische Leitung. «A World of Many Worlds» – so lautet das Credo der Hotelgruppe. Alle Hotels zeichnet ein kosmopolitisches Interior-Design aus, das gleichzeitig in jedem Haus einen individuellen Charakter hat. Das Haus wird über 61 Zimmer und Suiten, eine Erlebnisgastronomie sowie über unterschiedliche Tagungsräumlichkeiten verfügen. Läuft alles nach Plan, soll das Viersterne-Haus im Winter dieses Jahres eröffnet werden. ■

  • Vom Geschäftshaus zum Design-Hotel

    Vom Geschäftshaus zum Design-Hotel

    Am Beatenplatz, unweit des Zürcher Hauptbahnhofs, entsteht im denkmalgeschützten ehemaligen Geschäftshaus «Haus Du Pont» ein Budget-Design-Hotel der Münchner Hotelgruppe Ruby mit 208 Zimmern sowie ein Restaurant, welches von Candrian Catering betrieben wird. Über 100 Jahre lang beherbergte das Gebäude das Kino ABC aus dem Jahr 1913. In der Historie wird das «Haus Du Pont» der Zürcher Architekten Jakob Haller und Karl Schindler als palastartiges Gebäude bezeichnet. In der Tat: Der Vergleich ist passend.

    Schlichte und repräsentative Erscheinung
    Nun ein Blick in die Zukunft: Im Zuge der Umnutzung wird das grösstenteils denkmalgeschützte Gebäude grundsaniert. Dazu zählen dessen Tragstruktur, Treppenhäuser, Fassade und Dachaufbauten. Um eine elegante, schlichte und zugleich repräsentative Erscheinung zu verwirklichen, werden klassische Mittel eingesetzt, betonen die Projektverantwortlichen. Dazu zählen beispielsweise eine umlaufende Wandfriese. Das heisst ein lineares, waagrechtes Stilelement. Dieser schmale Streifen, umgrenzt, gliedert und dekoriert Teile des Bauwerks. Hinzu kommen strukturierte Wandoberflächen, ein Terrazzoboden sowie Sitz-Nischen in der Lobby. Die Philosophie der Hotelgruppe heisst «Lean Luxury – Luxus auf kleiner Fläche».

    Für die Architektur, das Interior Design, die Gesamtplanung sowie für die Bauleitung zeichnet das Zürcher Architekturbüro Monoplan verantwortlich. Besitzerin und Bauherrin des historischen Bauwerks ist die PSP Swiss Property, die 45 Millionen Franken in den Totalumbau investiert. Läuft alles nach Plan, werden die rund zweijährigen Bauarbeiten Ende 2021 beendet sein. ■

  • Vom denkmalgeschützten Schulhaus zum Privathotel

    Vom denkmalgeschützten Schulhaus zum Privathotel

    Die Vision: Aus einem ehemaligen Schulhaus soll ein Hotel realisiert werden, bei dem der ursprüngliche Nutzungscharakter ebenso wie die Originalsubstanz erhalten bleiben soll. Der Berliner Hotelier Kurt Hermandung und sein Partner Marc Konopatzki haben ihren Traum eines eigenen kleinen Privathotels verwirklicht. Dieses liegt nahe bei Düsseldorf, Köln und den Ruhrmetropolen. «Wir wollten ein kleines, feines Haus mit Charakter, aus dem wir etwas ganz Besonderes machen», sagen die Besitzer. «Nach langem Suchen sind wir auf diese ehemalige Grundschule gestossen – und auf einen Investor, der sich vorstellen konnte, mit uns daraus ein Hotel und aus der ehemaligen Turnhalle ein Restaurant zu machen.» Gestalterisch und konzeptionell griff man beim ehemaligen Schulhaus aus dem Jahre 1915 und die 1980 angebaute Turnhalle auf die ursprüngliche Gebäudenutzung auf.

    Aus Klassenzimmern wurden elegante Hotelzimmer
    Vom Entwurf über die Ausführungsplanung bis hin zur Bauleitung realisierten das ortsansässige Architekturbüro Wilde und Wehnau dieses anspruchsvolle Umnutzungskonzept. Ihre Leistungen umfassten ebenso das Konzept des Denkmalschutzkonzeptes, die Planung der Inneneinrichtung sowie die Lichtplanung. So wurden die Aussenfassade mit ihren typischen Schieferschindeln, dem repräsentativen Erker und den grünen Regenrinnen unter den Augen des Denkmalschutzes restauriert und erhalten. Aus den ehemaligen Klassenzimmern der Grundschule wurden elegant ausgestattete Einzel- und Doppelzimmer mit Eichenparkett und grosszügigen Bädern. Im Dachgeschoss wurde eine Junior-Suite eingebaut. Die früher in den Zimmern üblichen Minibars gehören der Vergangenheit an. Die Alternative ist viel origineller und ökologisch sinnvoller: Ein zentraler «Schulhauskiosk» im Erdgeschoss führt ein Angebot an verschiedenen Getränken.

    Eine Besonderheit im Haus sei der wiederhergestellte, sich über zwei Etagen erstreckende historische Brunnen mit frischem Trinkwasser, betonen die Hotelbesitzer. An die frühere Schulzeit erinnern alte Zeugnisse und Fotos. Sie finden sich in dem ganzen Gebäude wieder. Turnkästen dienen in den Zimmern als Kofferablage. Auch die alte Sprossenkletterwand der Turnhalle erhielt eine neue Funktion. Sie dient im Restaurant als Abtrennung zur Treppe.

    Ehemalige Turnhalle als Restaurant
    Die eher schmucklose Turnhalle wurde im Zuge der Umbauarbeiten vollständig zurückgebaut. Entstanden ist ein modernes Gebäude, welches nun das Restaurant «Die Turnhalle», die Lounge sowie die Bar beherbergen. Im historischen Schulgebäude erschliesst ein Lift barrierefrei alle Etagen und stellt die Verbindung der Hotelzimmer mit dem Restaurant her. Letzteres ist auch für die Öffentlichkeit zugänglich. Eine neu eingezogene Decke unterteilt die ehemalige Turnhalle in zwei Stockwerke. Dadurch konnte die Fläche auf 800 Quadratmeter verdoppelt werden. So konnte Platz für vier Konferenzräume und eine kleine Bar zur Verpflegung des Tagungsbereichs geschaffen werden. Der Erweiterungsbau mit seinen grossen Glasflächen steht im gelungenen Kontrast zum alten und liebevoll restaurierten Schulhaus und ergänzt diesen auf ideale Weise. ■

  • Das Hotel im Einkaufscenter  Wenn Konstruktion und Nutzung dank Trockenbausystemen von Rigips übereinstimmen.

    Das Hotel im Einkaufscenter Wenn Konstruktion und Nutzung dank Trockenbausystemen von Rigips übereinstimmen.

    Das 3-Sterne-Hotel bietet 80 Zimmer. Es verfügt über einen Frühstücksraum, eine Bar und eine Lounge. Die Gäste gelangen über eine Passarelle direkt ins Perry Center und können dort einkaufen sowie das weitere Angebot an Gastronomie und Meetingräumen nutzen. Angesprochen werden vor allem Geschäftsleute, die in der Region zu tun haben und eine Unterkunft für eine oder mehrere Nächte an dieser verkehrstechnisch zentralen Lage suchen.

    Die bauphysikalischen Möglichkeiten des Gipstrockenbaus
    Ein Hotel muss vor allem zwei Anforderungen erfüllen: Ruhe und Sicherheit für seine Gäste. Die Ruhe wird nicht zuletzt durch gute Bauqualität ermöglicht, wobei Gipstrockenbausysteme den herkömmlichen Bauweisen in nichts nachstehen, im Gegenteil. Im Holiday Inn Express spannt sich unter anderem eine 350 m2 Rigiton® Ambiance Akustiklochdecke von Rigips in gut fünf Metern Höhe über das gesamte Erdgeschoss mit Reception, Lobby, Bar sowie Frühstücks- und Selbstbedienungsbereich. Die Löcher unterschiedlicher Grösse (Ø 8, 15 und 20 mm) absorbieren den Schall und sorgen für ein angenehmes akustisches Raumgefühl. Über den Tischen des Frühstücksraums ist eine langgezogene Holzlamellendecke eingebaut, die zu schweben scheint. Sie ist mittels Gewindestangen an den Megastil®-Spezialprofilen von Rigips montiert, mit denen die Deckenunterkonstruktion in diesem Abschnitt verstärkt wurde.

    In Ruhe und Sicherheit schlafen
    Die Trennwände zwischen den einzelnen Zimmern bestehen aus doppelt beplankten Rigips® Doppelständerwänden aus 12,5-mm-Gipsbauplatten mit einer Wandstärke von 205 mm und einem Schalldämmwert von 65 dB. Diese Konstruktionen sind hochwertiger und dennoch rationeller zu erstellen als Beton- oder Backsteinwände. Und vor allem sind sie einfach versetzbar, sollten sich einmal die räumlichen Bedürfnisse ändern. Die Korridorwände sind mit Vorsatzschalen aus Gipsplatten schall- und brandschutztechnisch optimiert, vor allem im Bereich der Schachtwände, in denen die haustechnischen Installationen geführt werden.

    Standardisierte Systeme mit geprüften Leistungswerten
    Rigips verfügt mittlerweile über einen Katalog von Hunderten von geprüften Standardkonstruktionen für Wände, Decken und Bekleidungen. Deren Schall- und Brandschutz-, aber auch statische und klimatische Eigenschaften variieren je nach Höhe, Aufbau und allenfalls der Kombination von Systemen untereinander. Deshalb ist es ratsam, schon in der frühesten Planungsphase mit Trockenbau-Fachleuten zu sprechen. Gerade bei grösseren Projekten kann das Key Project Management von Rigips, die Berater für Planer und Investoren, neben den relevanten Planungsgrössen für Wand-, Decken- sowie Bodenkonstruktionen auch Angaben zu Energieeffizienz, Ökobilanz und Feuchtigkeitsschutz liefern. Unter www.rigips.ch sind sämtliche Konstruktionsvarianten in einem übersichtlichen Systemfinder abrufbar. Die Systeme sind ausnahmslos gemäss den gültigen Normen (EN, SIA) resp. Institutionen (EMPA, VKF) geprüft und zertifiziert.

    Wenn sich die Raumbedürfnisse ändern
    In unserer schnelllebigen Gesellschaft ändern sich die Raumbedürfnisse stetig. Das kann auch in einem Hotel der Fall sein. Um langfristig attraktiv zu bleiben, muss eine Immobilie auf sich verändernde Bedürfnisse und Raumdimensionen reagieren können. Wenn in eine flexible Bauweise mit möglichst wenig tragenden Elementen investiert wird, sind unterschiedlichste Bedürfnisse bei Erstellung der Immobilie, aber auch Veränderungen innerhalb der bestehenden Gebäudehülle mit geringem Kosten- und Zeitaufwand realisierbar. Rigips®- und Alba®-Trockenbausysteme bieten maximale Planungs- und Nutzungsfreiheit. ■

  • Ein neues Kleid für das Grand Hôtel & Centre Thermal Yverdon-les-Bains

    Ein neues Kleid für das Grand Hôtel & Centre Thermal Yverdon-les-Bains

    Seit Herbst 2019 wird das historische Hotel mit 116 Zimmern und Suiten während drei Jahren umgebaut. Das Gesamtbudget von rund 32 Millionen Franken enthält die Kosten für die vollständige Renovierung der Innenräume und des Aussenbereiches sowie des Thermalbades und des Grand Hôtels. Im Grand Hôtel werden die Zimmer und Bäder, die Küche und der Aussenbereich inklusive Schwimmbad renoviert. Der Eingang zu den Thermalbädern wird neu ausgestaltet und mit Geschäftsflächen und Restaurants erweitert. Die Umkleidekabinen werden renoviert.

    Ein neues Café wird nur von den Bädern aus zugänglich sein. Die Zone um die Aussenschwimmbecken wird mit einem 350 m2 grossen Wellnessbereich mit Hamam und Sauna ergänzt. Der Fitnessbereich umfasst neu 700 m2. Während der gesamten Bauzeit wird das Thermalbad den normalen Betrieb aufrechterhalten. BCO SA, eine Tochter der BOAS-Gruppe, leitet die Bauarbeiten; das Architekturbüro Richter Dahl Rocha mit Sitz in Lausanne hat das Projekt ausgearbeitet.

    Das Thermalbad von Yverdon-les-Bains besteht aktuell aus verschiedenen, zum Teil dreistöckigen Gebäuden, die untereinander verbunden sind. Im Aussenbereich stehen zwei grosse Schwimmbecken zur Verfügung. Das 4-Sterne-Superior-Hotel liegt inmitten eines prächtigen Parks mit altem Baumbestand. Aufgrund seiner langjährigen Geschichte strahlen die verschiedenen Räumlichkeiten des Grand Hôtels jeweils ihren eigenen, ganz besonderen Charme aus. So zum Beispiel die sogenannte Rotunde (kreisförmiger Bauteil), in der sich das Restaurant und die Lounge-Bar befinden oder der vor kurzem renovierte «Belle Epoque»-Saal und insbesondere auch das zum Hotel gehörende Schloss. Über einen Glastunnel ist das Hotel mit den Thermalbädern verbunden.

    Neues Seedorf und neue Einrichtungen
    Der erste Schritt des gross angelegten Renovationsprojektes ist der Bau des Seedorfes im Park vor dem Hotel – am Ufer eines neu angelegten Weihers. Drei Holzbrücken führen die Besucher übers Wasser zu den Häusern, die verschiedene Wellnessbereiche wie Hamam, Sauna und Ruheräume beherbergen. Ein Barfussweg wird ebenfalls entstehen. Die bereits heute für die Physiotherapie und Arztpraxen genutzten Räumlichkeiten werden durch zwei Einheiten ergänzt: Entstehen soll ein Zentrum für Sportmedizin mit einem separaten Eingang. Weiter ist vorgesehen, die medizinischen Infrastrukturen räumlich zu konzentrieren, sodass die Patienten über eine grössere Privatsphäre verfügen.
    Durch die Verlegung des Thermalbadeingangs entsteht ein attraktiver, lebendiger Raum, durch den der Gast vom Hotel direkt zur Bäderzone gelangt.

    Dieser Bereich umfasst 900 m2 und umfasst eine Empfangshalle, eine Boutique, ein Restaurant und ein Café. Der bislang für den Übergang genutzte, wenig ansprechende Glastunnel wird abgebaut. Renoviert werden zudem Küche und Restaurationsbereich. Die Fassaden und Dächer der Thermalbad-Gebäude werden abgerissen. Stattdessen wird einer äusseren Einfassung Platz gemacht, die den ganzen Komplex umfasst und vereinheitlicht. Die gesamte Fläche wird um eine Etage aufgestockt. Damit entsteht Raum für moderne, besser durchdachte, architektonisch homogen und stilvoll integrierte Inf-
    rastrukturen. Auch die Infrastruktur des Thermalzentrums wird optimiert: Das Hallenbad wird komplett renoviert und um ein neues Schwimmbad mit Spielbereich erweitert.

    Infrastruktur des Neubaus in der Übersicht:
    Erdgeschoss
    Neuer Eingang, 600 m2
    Boutiquen, Café / Restaurant, 360 m2
    Bäder-Restaurant
    Bereich Physiotherapie (960 m2) mit unabhängigem Rehabilitationsbecken
    Neue Umkleideräume und Duschen
    Neues Innen-Schwimmbecken
    (Unterricht und Erholung)
    Inneres Becken vollständig renoviert
    Zwei Aussen-Schwimmbecken

    Erste Etage
    Fitness-Raum, 700 m2
    Schönheitspflege, 340 m2
    Sportmedizinisches Zentrum (1160 m2) mit Anbindung an den Physiotherapiebereich und neuem separatem Eingang

    Über BOAS Swiss Hotels
    Boas Swiss Hotels ist eine private Hotelgruppe mit Sitz in Crissier / Lausanne. Zur Gruppe gehören zehn Beherbergungsbetriebe in den Kantonen Wallis, Waadt und Genf. Die Hotels gehören mehrheitlich zur Kategorie der 3- und 4-Sterne-Superior-Betriebe. ■

  • Jean Nouvel renoviert  das Grand Hotel Geneva

    Jean Nouvel renoviert das Grand Hotel Geneva

    Anfang Jahr wechselte das Grand-Hotel Geneva die Betreiber: Fairmont Hotels & Resorts, eine der Luxusmarken aus der Accor-Gruppe, übernimmt von der Kempinski-Gruppe. Gleichzeitig wurde von der Eigentümerschaft, der Le Palace Genève SA, die umfassende Renovierung des Hotels angekündigt.

    Das Genfer 5-Sterne-Haus direkt am See mit Aussicht auf den Mont Blanc wird vom französischen Stararchitekten Jean Nouvel umgebaut. Er sicherte sich mit seinem Architekturbüro den Auftrag im Rahmen eines international ausgeschriebenen Architekturwettbewerbs. Das Genfer Partner-Büro von Brigitte Jucker-Diserens koordiniert das Projekt. Aus Nouvels Hand stammen unter anderen das KKL Luzern, die Oper von Lyon, die Galerie Lafayette in Berlin oder das nationale Museum in Doha. Er wurde 2008 mit dem Pritzker-Preis ausgezeichnet und hat bislang über 200 Bauwerke geschaffen.

    Höchste Energieeffizienz-Standards angepeilt
    Die Umbauarbeiten sollen Ende 2020 / Anfang 2021 beginnen, wenn alle Bewilligungen vorliegen. Ein Schwerpunkt der Renovierung liegt auf der Fassade. Sie soll perfekt in die Umgebung integriert werden und sich in Design und Materialien an die anderen in der Seebucht gelegenen Häuser anlehnen. Auch der Innenhof, die öffentlichen Bereiche sowie die Gastronomiebetriebe erfahren eine Erneuerung. Ausserdem soll das Hotel nach dem Umbau höchste Energieeffizienzstandards erfüllen. Abgeklärt wird zurzeit, ob sich eine thermische Heizlösung umsetzen lässt. Dann würde das Hotel mit Wasser aus dem Genfersee beheizt und gekühlt. Dieser Fokus auf Nachhaltigkeit steht im Einklang mit der Philosophie der Marke Fairmont.

    Das Hotel verfügt über 412 Zimmer, darunter 33 Suiten und 14 Apartments; drei Restaurants, eine Lounge und Bar mit Blick auf den See, ein beheizter Innenpool sowie ein Spa- und Fitnesscenter. Die Anzahl der Zimmer wird nach dem Umbau unverändert sein, wie der Presseverantwortliche der Fairmont Hotels & Resort, Philippe Eberhard, mitteilt. Das zentral gelegene Hotel bleibe während der Renovierung geöffnet. Die Kosten dürften sich laut Eberhard auf mehrere zehn Millionen Franken belaufen.

    Zurzeit umfasst das Portfolio von Fairmont 77 Hotels in 29 Ländern, darunter das GrandHotel Geneva. Ebenfalls am Genfersee liegt das Fairmont Le Montreux Palace. ■

  • Das La Margna wird zum Grace Hotel St. Moritz

    Das La Margna wird zum Grace Hotel St. Moritz

    Seit September 2016 sind die Umbauarbeiten im Gange: In St. Moritz wird aus dem ehemaligen Hotel La Margna an der Via Serlas das Grace Hotel. Eigentümerin ist die international tätige Grace-Hotel-Gruppe. Sie lässt das Gebäude sorgfältig renovieren und durch einen Annexbau erweitern. Ursprünglich war die Eröffnung auf 2017 geplant, wurde dann auf Herbst 2019 verschoben und soll nun im Jahr 2022 stattfinden. Der Grund für die Verzögerung: Das Projekt wurde nach Baubeginn nochmals abgeändert und erweitert. So erhöhte man die Anzahl der Hotelzimmer um einen Drittel auf 56, da eine dementsprechend grosse Nachfrage erwartet wird.

    Das Hotel wird nach Fertigstellung den historischen «La Margna Wing» und den modernen neu gebauten «Grace Wing» umfassen. Im «Grace Wing» entstehen eine Tiefgarage, ein Spa-Bereich sowie Hotelzimmer und Suiten. Im «La Margna Wing» werden die Zimmer in den oberen Stockwerken totalsaniert. Die Räume in den unteren Geschossen werden restauriert, sodass die historische Bausubstanz erhalten bleibt. Die Gäste werden hier Gewölbe, Bögen und weitere architektonische Merkmale des Jugendstils entdecken.

    Jugendstil trifft Moderne
    Das ehemalige Hotel Margna wurde in den Jahren 1906 und 1907 nach Plänen des Architekten Nicolaus Hartmann im Engadiner Heimatstil erbaut. 1911 stockte man den Ostflügel um drei Geschosse auf. Danach fanden immer wieder Umbauten und Sanierungen statt, doch das äussere Erscheinungsbild wurde nie wesentlich verändert. Die markante Fassade soll auch nach dem aktuellen Umbau erhalten bleiben.

    Die Entwürfe für das Projekt stammen aus der Feder des Architekten Nikolas Travasaros von Divercity Architects. Für ihn bestand die Herausforderung vor allem darin, die ursprüngliche Architektur aufzufrischen und gleichzeitig einen modernen Anbau für zusätzliche Zimmer und ein Spa zu schaffen. Neben der Berücksichtigung der strengen Bauvorschriften und den gegebenen Einschränkungen durch das abschüssige Gelände musste Travasaros Hotelzimmer planen, die auch zu Langzeitwohnungen umgestaltet werden können.

    Seine Pläne verbinden Alt und Neu, indem die Basis des bestehenden Gebäudes erweitert wird. Der Anbau folgt dem natürlichen Gefälle und fügt sich nahtlos in die Landschaft ein. Der neue Flügel ist bewusst diskret gehalten und stellt die traditionelle Architektur und die atemberaubende alpine Umgebung nicht in den Schatten. Panoramafenster und anpassungsfähige, offene Innenräume schaffen ein Gefühl von Licht und Raum.

    Für die Planung und Umsetzung vor Ort sind Blarer & Reber Architekten in Samedan verantwortlich. Die Denkmalpflege Graubünden wurde in die Projektentwicklung einbezogen, damit der grösstmögliche Erhalt der historisch wertvollen Bausubstanz garantiert ist. Die STW AG für Raumplanung mit Sitz in Chur wurde ebenfalls in das Projektteam aufgenommen.

    Alle Zimmer und Suiten des Boutique-Hotels Grace St. Moritz werden See- oder Panoramasicht bieten. Geplant sind drei Restaurants und eine grosszügige Spa-Anlage mit Swimmingpool sowie ein Fitnesscenter auf über 800 Quadratmetern. Das Hotel verfügt über einen privaten Parkplatz und ist gerade mal 2 Gehminuten vom Bahnhof und von der Bushaltestelle entfernt. Ein Skigeschäft und ein Skiraum sind ebenfalls geplant. In beiden Flügeln sollen auch Serviced Apartments zum Verkauf angeboten werden. ■

  • «Wegen der Corona-Krise werden wohl alle Investitionsvorhaben aufs Eis gelegt»

    «Wegen der Corona-Krise werden wohl alle Investitionsvorhaben aufs Eis gelegt»

    Herr Allemann, seit langem ist in der Schweizer Hotellerie ein Strukturwandel im Gang mit Trend zu grösseren Hotelbetrieben. Dennoch verfügen knapp 90 Prozent der Hotelbetriebe über weniger als 55 Betten. Wie begegnen diese Betriebe diesem Wandel?

    Das grösste Problem sind Betriebe mit zehn bis zwanzig Zimmern, die über 15 bis 30 Betten verfügen. Diese Häuser haben Mühe, rentabel zu sein. Viele Kleinbetriebe weisen jedoch einen sehr starken Gastronomieanteil auf, der zum Teil über achtzig Prozent des Umsatzes generiert. Dort zählt die Hotellerie nicht zum Hauptgeschäft.

    Hotelgäste werden immer anspruchsvoller. Wie können die in die Jahre gekommenen Hotels diesem Trend gerecht werden?

    Das ist tatsächlich ein Problem. Wir haben in der Schweiz viele Betriebe, welche Ende des 19. Jahrhunderts, Anfang des 20. Jahrhunderts gebaut worden sind. Diese verfügen oft über weniger als dreissig Zimmer und sind sehr unterhaltsintensiv. Falls sie sich in Destinationen befinden, die heute nicht mehr so attraktiv sind, wie zum Beispiel Transitrouten, ist das ein erschwerender Umstand. Fehlende Frequenzen führen dann automatisch zu Rentabilitätsproblemen und aufgestautem Unterhalt.

    Benötigt der Betrieb eines Hotels hohe Investitionen?

    Ja, denn die Hotellerie ist sehr anlageintensiv. Ein Hotel sollte nach dreissig bis vierzig Jahren vollständig erneuert werden. Je nachdem wie trendorientiert oder traditionell zeitlos sich ein Hotel architektonisch mit seiner Ausstattung im Markt positioniert sind vor allem bei den Zimmern kürzere Erneuerungszyklen notwendig.

    Verfügen die Hotels generell über die nötigen finanziellen Mittel, um die anfallenden Renovationen und Sanierungen vorzunehmen?

    Grundsätzlich sollten die Investitionen aus dem Cash Flow finanziert werden. In den letzten Jahrzehnten wurde dies für viele Betriebe auch wegen der verschiedenen Krisen zunehmend schwierig. Momentan natürlich besonders wegen der Corona-Krise. Im Luxus-Bereich finden sich oft Mäzene, die sich entweder in das Haus oder in die Region verliebt haben und bereit sind, in Hotelimmobilien zu investieren. Die Motivation ihrer Investitionen sehen sie nicht allein betriebswirtschaftlich an, sondern als «A-fonds-perdu-Beitrag. Damit erreichen deren Hotelbetriebe ihre ausserordentliche Positionierung im Markt. Das kritische Segment sehe ich in den Mittelklasse-Hotels, die wegen mangelnder Auslastung oder ungenügender Positionierung die notwendigen Investitionen nicht tätigen oder nur über eine Fremdverschuldung generieren können.

    Unterstützt ihr Verband finanziell die Renovationen von Hotels?

    Nein, dies ist nicht die Aufgabe des Verbandes; wir hätten auch nicht die notwendigen Mittel dazu. Der Verband verfügt über die Angebotskompetenz und unterstützt seine Mitglieder, wettbewerbsfähig zu sein. Wir haben ein Netzwerk von spezialisierten Beratungsunternehmen aufgebaut, das unsere Mitglieder in verschiedensten Themenbereichen unterstützen kann. Ebenso arbeiten wir sehr eng mit der Schweizerischen Gesellschaft für Hotelkredit (SGH) zusammen, welche über die spezifische Finanzierungskompetenz verfügt.

    Das heisst?

    Die SGH ist ein Instrument des Bundes zur Förderung der Beherbergungswirtschaft. Sie kann nachrangig zu den Banken und subsidiär zu privaten Geldgebern den Hotels im Fremdenverkehrsgebieten und Kurorten Darlehen für Investitionsvorhaben gewähren.

    Welche weiteren Herausforderungen gilt es anzupacken?

    Nachfolgeregelungen sind bei Betrieben mit Investitionsstau und / oder Überschuldung besonders schwierig. Innerhalb der Familie ist dies praktisch nicht möglich oder den Kindern auch nicht zumutbar. Umnutzungen von Hotelliegenschaften sind seit der Annahme der Zweitwohnungsinitiative praktisch nicht mehr möglich. Gerade bei denkmalgeschützten Liegenschaften stellt auch ein Abriss keine Option dar. Gesamtsanierungen oder Teilumnutzung sind zudem aufgrund der Auflagen des Denkmalschutzes sehr kostspielig. Bleibt also noch die Hoffnung, einen Mäzen zu finden. Nur stehen diese leider auch nicht gerade vor der Türe. Sofern die Substanz des Hauses aber noch intakt ist und in der Destination ein Potenzial für eine Nachfrage besteht, sehe ich als Alternative aber den Zusammenschluss von mehreren Betrieben zu einer überbetrieblichen Kooperation als Chance aus diesem Dilemma. So können beispielsweise über die Bündelung des Einkaufs Kosten gespart und mit gemeinsamen Marketingaktivitäten mehr Umsatz erzielt werden.

    Was raten Sie einem Hotelier: Renovieren, abreissen oder versuchen, einen Kredit zu erhalten?

    Schauen Sie, ein Kriterium ist die vorhandene Bausubstanz, gerade bei Hotels aus der Jahrhundertwende. Ist jedoch nur noch die Hülle historisch, bietet dieses Hotel für den Gast kaum Anreize, hier abzusteigen. Um ein geschichtsträchtiges Haus am Leben zu erhalten, braucht es viel persönliches Engagement. Zuerst ist es wichtig, sich mit der Zeitepoche des Hotelbaus auseinanderzusetzen. Hierfür ist eine gewisse Affinität zu der Geschichte des Hotels nötig. Diese muss auch erzählt werden. So braucht es jemanden der bereit ist, die Einrichtung des Betriebes sanft und mit viel Fingerspitzengefühl zu renovieren und auf den Stand der heutigen Gästebedürfnisse zu bringen. ■

  • Coop verwandelt den Basler Märthof in ein Boutique-Hotel

    Coop verwandelt den Basler Märthof in ein Boutique-Hotel

    Im ersten Halbjahr 2021 soll im historischen Gebäude des Märthofs in Basel das Boutique-Hotel Märthof eröffnen. Die Eigentümerin, die Coop Immobilien AG, hat das Architekturbüro Burckhardt + Partner mit der umfassenden Renovation beauftragt. Geführt wird das Hotel nach der Eröffnung von der zu Coop gehörenden Bâle Hotelgruppe. Sie betreibt bereits die Hotels Pullman Basel Europa an der Clarastrasse sowie das Victoria am Centralbahnplatz und das Hotel Baslertor in Basel-Muttenz.

    Das Gebäude des Märthofs entstammt dem 19. Jahrhundert und bestand ursprünglich aus fünf einzelnen Häusern, die 1981 zu einem Gebäudekomplex zusammengeführt wurden. Die freiwillige Denkmalpflege Basel wehrte sich Anfang der 70er-Jahre gegen den geplanten Warenhaus-Neubau, der anstelle des alten Gebäudes vorgesehen war. Der Abbruch wurde 1976 in einer Volksabstimmung abgelehnt. Nun soll ein Hotel der oberen 4-Sterne-Kategorie entstehen, wobei die Fassade mit einem neuen Anstrich in ihrer jetzigen Form erhalten bleibt. Das Mauerwerk selber bleibt unverändert – auch die Natursteinpartien werden nur gereinigt.

    Laut Coop-Mediensprecherin Rebecca Veiga sollen im neuen Boutique-Hotel die Stilepochen der ehemals fünf bestehenden Gebäude unverkrampft und spielerisch vermischt werden. «Verspielte Motive des Neubarocks und die funktionale Gestaltung der Geschäftsfassade aus dem Jahre 1927 treffen im Inneren des Gebäudes auf die lineare 80er-Jahre-Struktur», sagt Veiga.

    Offene Übergänge und eine freundliche Atmosphäre
    Auf die insgesamt 68 geplanten Zimmer, davon acht Suiten und acht Juniorsuiten, werden Stehleuchten, Wandleuchten, Sessel und weiteres Mobiliar individuell verteilt – kein Zimmer wird exakt wie das andere aussehen. Die Zimmer erhalten unterschiedliche Farbschemen und widerspiegeln die Geschichte vom jeweiligen Gebäudeteil, in dem sie sich befinden. Die Farben sind abwechslungsreich und sollen nicht polarisieren – sodass sie das ganze Jahr hindurch auf die Gäste angenehm wirken.

    Des Weiteren sind ein Fitnessraum, eine Bibliothek, ein Res-
    taurant sowie eine Bar auf der Dachterrasse im 6. Stock mit 55 Sitzplätzen vorgesehen – und eine weitere im Erdgeschoss. Alle funktionalen Räumlichkeiten sind analog einer starken Wirbelsäule um den Erschliessungskern des Hauses angeordnet und stossen von innen nach allen drei Aussenseiten. Die Übergänge der unterschiedlichen Nutzungsflächen im Erdgeschoss sind offen gestaltet, sodass es als Fläche ohne Unterbrüche wahrgenommen wird.

    Eine helle und freundliche Atmosphäre empfängt den Gast im Standardzimmer. Der Raum wird mit Ausnahme der abgeschlossenen Dusche und einem separaten WC grosszügig offen gestaltet. Nebst der eingebauten Schrankzeile im Eingang sind alle Möbelstücke freistehend. Sanfte Rundungen gemäss dem Gesamtkonzept des Hauses werden auch im Zimmer durchdekliniert.
    Die Aussenbestuhlung und die grossen Fenster verbinden das Gebäude mit dem Marktplatz. «Die einmalige Lage und das lebendige Geschehen am Marktplatz soll nach innen spielen und umgekehrt», sagt Veiga. Das Boutique-Hotel will internationale wie auch lokale Gäste ansprechen und durch Restaurant und Bar entlang der Eisengasse als Treffpunkt für die lokale Bevölkerung und die Hotelgäste dienen. ■

  • Bündner Luxusresidenzen sollen seltener leer stehen

    Bündner Luxusresidenzen sollen seltener leer stehen

    Die Fachhochschule (FH) Graubünden hat untersucht, wie die Wertschöpfung bei oftmals leerstehenden Luxusresidenzen verbessert werden kann. In diesem Zusammenhang ging das Institut für Tourismus und Freizeit (ITF) der Frage nach, wie deren Besitzerinnen und Besitzer zu überzeugten Vermietenden werden können. Sie seien in Graubünden bisher „eher stiefmütterlich behandelt“ worden, schreibt die FH in einer Mitteilung. Weil der Trend jedoch von Hotellogiernächten zur eigenen Ferienwohnung gehe, dürfe diese Klientel nicht vernachlässigt werden.

    Für eine Bedürfnisanalyse sei jedoch die bestehende Datenlage zu dünn. Deshalb untersuchten die Forschenden in ihrer Studie die Vermietungsbereitschaft bei ähnlichen Prestigeobjekten. Im globalen Yacht-Chartermarkt machten sie neben hohen administrativen Hürden auch psychologische Motive als Hemmnis für eine Vermietung aus. Dazu zählen Eingriffe in die Privatsphäre und eine limitierte Flexibilität bei der Eigennutzung.

    Die wichtigste Erkenntnis aus dieser Bedürfnisanalyse laute jedoch, „dass es sich sowohl bei der Vermietung von Superyachten als auch Luxusresidenzen um Vertrauenssache handelt“. Damit das Potenzial der oftmals leerstehenden Luxusimmobilien in den alpinen Hochpreisdestinationen genutzt werden könne, müssten „alle anfallenden Aufgaben von einer Koordinatoren-Rolle verwaltet werden“. Ihre Aufgabe sei es, ein möglichst reibungsloses Ineinandergreifen aller Service-Beteiligten zu garantieren. „Der Rest kommt dann wie von selbst, denn zufriedene Vermietende generieren zufriedene Mietende“, heisst es in der Mitteilung.