Schlagwort: Immobilienbewertung

  • Wenn der Staat zum Komplizen wird

    Wenn der Staat zum Komplizen wird

    Zwei Häuser, rund 5000 Quadratmeter, direkter Seeanstoss am Ägerisee im Kanton Zug. Wüest Partner schätzte den Wert auf 27 Millionen Franken. Verkauft wurde die Liegenschaft 2017 für 16 Millionen, rund 3300 Franken pro Quadratmeter. Vergleichbare Objekte wechselten zur gleichen Zeit für 6000 bis 13’500 Franken den Besitzer.

    Ein Schnäppchen oder ein krummer Deal
    Die Eigentümerin hatte vorgesorgt. Ihre Liegenschaft steckte in einer Holdingstruktur. 45 Prozent je Kind, 10 Prozent der Enkelin. Doch der Bruder handelte hinter dem Rücken seiner Schwester. In weniger als 100 Tagen war der Verkauf besiegelt, ohne öffentliche Ausschreibung, ohne Bieterverfahren, ohne Zustimmung der Schwester.  Sie erfuhr davon einen Monat nach Vertragsunterzeichnung und reichte sofort eine Strafanzeige ein.

    Wenn 9 Millionen keine Erklärung finden
    Der Käufer bezahlte 16 Millionen und erhielt von der Zuger Kantonalbank einen Blankokredit von bis zu 25 Millionen, eine Different von 9 Millionen. Die Bank bewertete das Grundstück intern also deutlich höher, als es der Kaufpreis vermuten liesse.
    Heute sitzt der Käufer auf der Anklagebank wegen Geldwäscherei. Er soll gewusst haben, dass dem Verkauf schweres Unrecht zugrunde lag.

    Wenn eine Kommission schweigt
    Der Fall wuchs über den Gerichtssaal hinaus. Der Zuger Kantonsrat setzte im Sommer 2025 eine PUK ein, um die Rolle der Kantonsregierung zu untersuchen. Im Fokus standen fehlerhafte Grundbuchinspektionen. Die zuständige Notarin schob das Geschäft ohne gesetzlichen Ausstandsgrund weiter und wich bei der Befragung den entscheidenden Fragen aus.

    Wenn Gerechtigkeit Zeit braucht
    Neun Verhandlungstage bis Ende März. Geleitet von Richterin Svea Anlauf. Ein Urteil frühestens im Juni. Für alle Beschuldigten gilt die Unschuldsvermutung.

    Der Ägerisee glitzert. Was in diesen Wochen im Gerichtssaal ans Licht kommt, könnte den Kanton Zug noch lange beschäftigen.

  • Neue KI-Agenten sollen Effizienz in der Immobilienberatung steigern

    Neue KI-Agenten sollen Effizienz in der Immobilienberatung steigern

    Die PriceHubble AG will neue Massstäbe für die Finanz- und Immobilienbranche setzen. Dazu hat das auf digitale Lösungen für die Finanz- und Immobilienwirtschaft spezialisierte Zürcher Unternehmen drei spezialisierte KI-Agenten lanciert. „Sie vereinen hochwertige Immobiliendaten mit Automatisierung und generativer KI“, erläutert PriceHubble in einer entsprechenden Mitteilung.

    Der KI-Agent PriceHubble Companion berät und liefert personalisierte Einsichten in Immobilien. Der PriceHubble Copilot unterstützt Arbeitsprozesse von der Bewertung einer Immobilie bis zur Beantwortung von komplexen Kundenanfragen. Der PriceHubble Analyst ist auf die Erkennung und Interpretation von Trends und Entwicklungen geschult. Jeder der drei Agenten kann individuell angepasst und in bestehende interne Prozesse integriert werden.

    Mit den drei neuen Agenten will PriceHubble Banken, Vermögensverwalter, Bewirtschafter, Portfolio-Manager und Immobilienmakler bei der Bewältigung konkreter Herausforderungen unterstützen. „KI Agenten sind der logische nächste Schritt – für uns und für den Markt“, wird Stefan Heitmann, CEO und Gründer von PriceHubble, in der Mitteilung zitiert. „Präzise, transparente Daten in Verbindung mit durchdachten, individuell anpassbaren Lösungen sind der Schlüssel für exzellente Kundenerlebnisse, mehr Effizienz bei der Beratung und echten ROI im Finanz- und Immobilienbereich.“

  • Monitoring zu Naturgewalten soll Immobilienbranche helfen

    Monitoring zu Naturgewalten soll Immobilienbranche helfen

    Die Immobiliendienstleisterin SMG Swiss Marketplace Group AG (SMG) hat zusammen mit der Tochtergesellschaft IAZI eine datenbasierte Monitoring-Lösung zum Erkennen von potenziellen Naturgefahren entwickelt. Die Lösung sei imstande, für jeden Standort in der Schweiz Angaben zu den regional unterschiedlichen relevanten Naturrisiken zu machen. Dazu zählen Hochwasser, Oberflächenabfluss, Hagel, Sturm, Steinschlag und Felssturz, Erdbeben, Lawinen und Rutschungen. Zugleich nimmt das Monitoring eine Einstufung in die standardisierten Gefahrenklassen «erheblich» und «mittel» vor. Dadurch werden potenzielle Naturgefahren für alle Akteure im Immobilienbereich transparent dargestellt, heisst es in einer Medienmitteilung.

    Wie SMG schreibt, werden Gefahren durch Naturkatastrophen oftmals nicht ausreichend wichtig genommen. So hätten bei einer Entscheidung für die Wohnlage die Aussicht, die Versorgung mit Geschäften, Arztpraxen und Kinderbetreuung oder die Anbindung an den öffentlichen Verkehr den Vorrang. Potenzielle Naturgefahren hingegen blieben bei einer Bewertung der Immobilie aussen vor.

    SMG nimmt Bezug auf Daten des Bundesamtes für Umwelt. Dieses schätzt, dass 7 Prozent der Schweizer Bevölkerung an Orten leben, die von Lawinen, Rutschungen, Felsstürzen oder Steinschlag betroffen sein können. Eine Gefährdung durch Überschwemmungen drohe sogar 20 Prozent der Bevölkerung. «Zur langfristigen Festlegung der Liegenschaftsstrategie gehört es dazu, neben Renovations- und Finanzierungsthemen auch die naturbezogenen Klimarisiken zu berücksichtigen und vorausschauend abzusichern», wird Roman Ballmer zitiert, stellvertretender CEO bei IAZI.

    In der SMG Swiss Marketplace Group sind die digitalen Marktplätze von TX Group, Ringier und Mobiliar vereint.

  • MLP bewertet Immobilien mit Software von PriceHubble

    MLP bewertet Immobilien mit Software von PriceHubble

    Die MLP Finanzberatung SE arbeitet zukünftig mit den digitalen Lösungen zur Live-Analyse des Immobilienmarktes von PriceHubble. Das Zürcher Technologieunternehmen stellt MLP mit Hauptsitz in Wiesloch bei Heidelberg dafür die Software sowie umfangreiche Immobiliendaten eingebunden in die MLP-Internetseite zur Verfügung, heisst es in einer Medienmitteilung. PriceHubble baut digitale Produkte basierend auf der Analyse grosser Datenmengen sowie Künstlicher Intelligenz, mit denen sich aktuelle Markttrends und die Wertentwicklung von Immobilien beobachten lassen.

    „Unsere Beraterinnen und Berater können damit schnell und effizient auf die Bedarfe ihrer Kunden eingehen, den Marktwert einer Immobilie für den Kauf oder Verkauf einschätzen und darauf aufbauend die beste Strategie für Immobilieninvestments entwickeln“, wird Marc-Philipp Unger, Leiter Finanzierung bei MLP und Vorstand beim Tochterunternehmen Deutschland.Immobilien, in der Medienmitteilung zitiert. Immobilieninvestitionen seien häufig der grösste und emotionalste Vermögenswert in einem privaten Finanzportfolio. Daher sollten sie wohl überlegt sein und auf belastbaren Daten basieren.

    Bestandskunden, die bereits eine Immobilie besitzen, sollen laut Medienmitteilung bald regelmässig Bewertungsdossiers zu ihrer Anlage erhalten. Daran anknüpfend können die Mitarbeitenden von MLP mit ihren Kunden über Investitionen oder einen Verkauf sprechen. Das Programm soll zudem bei Gesprächen mit potenziellen Kunden zum Einsatz kommen, die gerade erst über den Kauf oder Verkauf einer Immobilie, eine Finanzierung oder über den Umbau einer Wohnimmobilie nachdenken und sich zunächst einmal nur informieren möchten.

  • PriceHubble expandiert in Niederlande

    PriceHubble expandiert in Niederlande

    PriceHubble ist jetzt auch in den Niederlanden präsent. Gleichzeitig mit der Eröffnung seiner neuen Präsenz in Amsterdam startet der Zürcher Spezialist für Immobilienbewertungen laut einer Medienmitteilung eine strategische Partnerschaft mit Yellowtail Conclusion. PriceHubble unterstützt Akteure im Immobiliensektor mittels innovativer Technologien wie Machine Learning und Big Data Analytics bei Investitionsentscheiden.

    Thomas Berghaus leitet das neue Unternehmen PriceHubble Netherlands B.V. „Der Immobilienmarkt in den Niederlanden wächst seit Jahren und der starke Zuzug wird diesen Trend vor allem im Bereich der Entwicklung von Wohnimmobilien weiter verstärken“, wird Berghaus in der Mitteilung zitiert. „Deshalb gehöre dieser Standort zu den attraktivsten in ganz Europa. „Unsere digitalen Produktlösungen helfen niederländischen Maklern, Intermediären und Banken, den Markt erfolgreich zu erschliessen und Transparenz zu schaffen.“

    PriceHubble und Yellowtail wollen künftig gemeinsam mithilfe der digitalen Immobilienbewertung neue Servicekonzepte auch für die Hypothekenberatung entwickeln. „Wir sind daher stolz“, so Yellowtail-Geschäftsführer Matthijs Mons, „dass wir PriceHubble beim Eintritt in den niederländischen Markt unterstützen können“.