Schlagwort: Immobiliensektor

  • Neue Erkenntnisse aus 45’000 Baubewilligungen

    Neue Erkenntnisse aus 45’000 Baubewilligungen

    Das Whitepaper «Retrofitting the Future, The Costs, Timelines, and Strategies Shaping Swiss Real Estate», das in Zusammenarbeit mit E4S entstanden ist, verbindet umfassende Datenanalysen mit praxisnahen Handlungsempfehlungen. Ziel ist es, ein realistisches Bild des Renovationsgeschehens in der Schweiz zu zeichnen. Die Forschenden haben systematisch die Dynamik von Sanierungen untersucht, sowohl in Bezug auf Geschwindigkeit und Kosten als auch auf die Art der Projekte.

    Erkenntnisse aus 45’000 Baubewilligungen
    Mit der Analyse von mehr als 45’000 erteilten Baubewilligungen liefert der Bericht erstmals eine detaillierte Übersicht über das tatsächliche Sanierungstempo in der Schweiz. Die Ergebnisse zeigen, dass sich durchaus positive Trends abzeichnen. Gleichzeitig wird jedoch deutlich, dass nur ein kleiner Teil der Renovationen direkt auf eine Verbesserung der Energieeffizienz abzielt. Damit bleibt der Wandel hin zu klimafreundlicheren Gebäuden bislang unvollständig.

    Strategische Bedeutung von Immobilienfonds
    Ein zentraler Aspekt des Berichts ist die Rolle von Immobilien-Investmentvehikeln (REIVs) bei der Erreichung der Klimaziele bis 2050. Um diese Ziele zu realisieren, müssen REIVs im Durchschnitt 13 Prozent ihres Nettovermögens, das entspricht 28,3 Milliarden Franken, für energetische Verbesserungen mobilisieren. Die Studie weist jedoch auf grosse Unterschiede zwischen den einzelnen Marktakteuren hin, was die Umsetzung dieser Investitionen angeht. Einige werden weit über dem Durchschnittsbedarf liegen müssen.

    Neue Instrumente für fundierte Entscheidungen
    Das Whitepaper ist Teil einer Reihe von Initiativen des CRML, die Entscheidungsträgern eine solide Datengrundlage bieten sollen.

    PRESS Scores: Ein umfassendes ESG-Bewertungssystem für über 126 Schweizer Immobilienfonds, das ökologische und soziale Kriterien berücksichtigt.

    PRESS Index: Der erste nachhaltige Börsenindex, der auf ESG-Leistungskennzahlen basiert und Transparenz im Immobiliensektor schafft.

    ES-Score-Whitepaper: Eine eingehende Analyse von 20’000 Gebäuden, die von REIVs verwaltet werden, um regionale Unterschiede zu identifizieren und Prioritäten für Investitionen zu setzen.

    Diese Instrumente haben ein gemeinsames Ziel, sie machen den Wandel im Immobiliensektor messbar und zeigen Handlungsfelder auf, die bislang oft verborgen bleiben. So wird eine Grundlage geschaffen, auf der Entscheidungsträger nicht nur reagieren, sondern proaktiv steuern können.

    Fokus auf zukunftsorientierte Strategien
    «Durch die Kombination von aktuellen Daten und Projekttypologien können wir von einer theoretischen und retrospektiven Sicht zu einer konkreten und prospektiven Lesart der laufenden Veränderungen übergehen», erklärt Dr. Nathan Delacrétaz, einer der Autoren des Berichts. Gemeinsam mit seinen Kollegen, den Professoren Eric Jondeau und Fabio Alessandrini, macht er deutlich, dass es nicht ausreicht, bei Bestandsgebäuden nur den Status quo zu verwalten.

    Die Forscher betonen, dass REIVs in Zukunft verstärkt auf drei strategische Ansätze setzen müssen, die Anpassung ihrer Portfolios durch gezielte Zu- und Verkäufe, die Renovation bestehender Gebäude sowie die Entwicklung neuer, energieeffizienter Immobilien. Auch die gezielte Aufwertung leistungsschwacher Liegenschaften wird eine Schlüsselrolle spielen, um die Energiebilanz des Sektors langfristig zu verbessern.

    Quantitative Grundlage für die Immobilienwende
    Das Whitepaper liefert einen seltenen Einblick in die tatsächliche Dynamik der Sanierungs- und Bauaktivitäten in der Schweiz. Es macht deutlich, dass die Baubewilligungen ein zentraler Indikator für Fortschritte auf dem Weg zur Klimaneutralität sind, gleichzeitig aber auch eine Mahnung. Denn nur wenn diese Renovationen gezielt auf Energieeffizienz und Klimaneutralität ausgerichtet werden, können die gesteckten Ziele erreicht werden.

  • Peter Baumgartner neuer VR Präsident der Admicasa

    Peter Baumgartner neuer VR Präsident der Admicasa

    Die Admicasa Fondsleitung AG gab am 17. Oktober 2024 die Ernennung von Peter Baumgartner zum neuen Verwaltungsratspräsidenten bekannt. Baumgartner bringt jahrelange Erfahrung aus der internationalen Wirtschaft mit und verfügt über ein weitreichendes Netzwerk in verschiedenen Branchen. Zuvor war er als CEO von Etihad Airways tätig und führte dort wichtige strategische Initiativen durch. Baumgartners Berufung erfolgt als Nachfolger von Beat Langenbach, der das Amt bisher innehatte.

    Erfahrung und Weitblick für die Zukunft
    Peter Baumgartner blickt auf eine eindrucksvolle Karriere in der Luftfahrt zurück, darunter leitende Positionen bei Swissair, Swiss und Etihad Airways. Nach seiner Rückkehr in die Schweiz gründete er die Unternehmensberatung Bluearbre Ltd., durch die er weiterhin aktiv in der Beratungs- und Investitionsszene tätig ist. Seine internationalen Mandate in verschiedenen Branchen, darunter auch die Immobilienbranche, machen ihn zur idealen Besetzung für die Admicasa Fondsleitung AG.

    Admicasa auf Wachstumskurs
    Die Admicasa Fondsleitung AG, gegründet im Herbst 2023, hat mit dem Admicasa Real Estate Fund bereits ihren ersten Immobilienfonds erfolgreich lanciert. Der Fonds konzentriert sich auf Investitionen in erstklassige Lagen in der Agglomeration und verfolgt das Ziel, Aufwertungspotenziale zu nutzen und attraktive Renditen zu generieren. Mit Baumgartner als neuen Verwaltungsratspräsidenten plant die Admicasa Fondsleitung, ihre Innovationskraft weiter auszubauen und neue Strategien zur Wertschöpfung im Immobiliensektor zu implementieren.

    Ein visionärer Führungsstil
    Peter Baumgartner betonte in seiner ersten Stellungnahme, dass er sich auf die Zusammenarbeit im erfahrenen Verwaltungsrat der Admicasa freue. «Der innovative Ansatz der Admicasa-Gruppe passt zu meiner Überzeugung von nachhaltiger wirtschaftlicher Wertschöpfung. Ich bin überzeugt, dass wir gemeinsam neue Perspektiven für das Fondsmanagement erschliessen und langfristigen Erfolg sichern werden», so Baumgartner.

  • Zwei Schweizer Immobilienriesen vor Fusion

    Zwei Schweizer Immobilienriesen vor Fusion

    Die Cham Group und Ina Invest, eine an der SIX Swiss Exchange notierte Immobiliengesellschaft, haben eine Absichtserklärung für eine Fusion unterzeichnet. Diese soll als „Merger of Equals“ bis 2025 vollzogen werden. Die Fusion würde eine neue, starke Kraft im Immobiliensektor schaffen, die zu den Spitzenreitern der Branche zählt.

    Ein erstklassiges Portfolio an Schlüsselstandorten
    Das kombinierte Portfolio der beiden Unternehmen umfasst hochwertige Liegenschaften und Entwicklungsprojekte in den wirtschaftlich stärksten Regionen der Schweiz, darunter Basel, Cham, Genf, Lausanne, Winterthur und Zürich. Besonders beeindruckend: Der Wohnanteil wird nach Fertigstellung über 50 % betragen, was den Fokus auf nachhaltiges und zukunftsweisendes Wohnen in urbanen Ballungsräumen unterstreicht.

    Nachhaltigkeit und Synergien als Erfolgsfaktoren
    Beide Gesellschaften legen höchsten Wert auf Nachhaltigkeit und planen, diese Standards bei der Entwicklung und Bewirtschaftung der Liegenschaften konsequent umzusetzen. Der Zusammenschluss bringt nicht nur ein grösseres Portfolio, sondern auch klare Vorteile: Skaleneffekte, mehr Flexibilität in der Projektrealisierung und verbesserte Finanzierungsmöglichkeiten.

    Aktuell befinden sich die Gespräche noch in einem frühen Stadium. Sollten die Verhandlungen erfolgreich verlaufen, wird im Frühjahr 2025 auf den Generalversammlungen der beiden Unternehmen über die Fusion abgestimmt. Ein Zusammenschluss würde die Kräfte im Schweizer Immobilienmarkt neu ordnen und Chancen für eine nachhaltige Zukunft schaffen.

  • ETH und Klimastiftung kooperieren bei Innovationen am Bau

    ETH und Klimastiftung kooperieren bei Innovationen am Bau

    Die Dozentur Bautechnologie und Konstruktion (BUK ETHZ) an der ETH und die Klimastiftung Schweiz arbeiten künftig hinsichtlich klimafreundlicher Baustoffe und Methoden zusammen. Laut einer gemeinsamen Medienmitteilung umfasst die Kooperation die Beurteilung der bei der Klimastiftung eingehenden Förderanträge sowie die Bekanntmachung der Fördermöglichkeiten und der geförderten Innovationen.

    Neue klimafreundliche Materialien und Baumethoden seien notwendig für die Klimaadaption des Immobiliensektors. Um sie marktfähig und bekannt zu machen, müssten innovative Lösungen an Pilotprojekten getestet und demonstriert werden. Die BUK ETHZ werde die Praktikabilität von Innovationen ergänzend zur Klimastiftung Schweiz abschätzen und damit das Restrisiko vermindern helfen. Finanzielle Schwachpunkte könne die Klimastiftung ausgleichen.

    «Erstanwendungen im Baubereich sind immer eine schwierige und risikoreiche Phase für neue Produkte und Methoden», werden die beiden Dozenten Daniel Studer und Daniel Mettler von der BUK ETHZ zitiert. «Mit dieser Kooperation können wir da einen wichtigen Beitrag zur Transformation der Baubranche liefern. Das zeigen Spin-offs wie FenX oder Oxara aus dem Umfeld der ETH, die von der Klimastiftung gefördert wurden.»

    FenX verwandelt mineralische Abfälle in leistungsstarke und nachhaltige Dämmstoffe für die Bauindustrie. Oxara entwickelt zementfreie Zusatzmittel und Bindemitteltechnologie, die das Upcycling von Bauschutt und Aushubmaterialien in einer Vielzahl von Beton- und Blockanwendungen ermöglicht.

  • Reputationsstudie Bau und Immobilien analysiert 42 Firmen

    Reputationsstudie Bau und Immobilien analysiert 42 Firmen

    In der neuen Benchmarkstudie 2023 zur Reputation von Bau- und Immobilienunternehmen in der Schweiz steht bei den Baufirmen Implenia aus Opfikon ZH auf Platz eins, gefolgt von der Schlieremer Halter AG. Auf den weiteren Plätzen folgen Steiner aus Zürich, Allreal mit Sitz in Baar ZG und Frutiger in Thun BE, die insgesamt gute Ergebnisse erzielen.

    Mobimo aus Küsnacht ZH führt laut die Rangliste der Immobilienkategorie an. Zwar hat die zweitplatzierte Swiss Prime Site mit Sitz in Zug eine deutlich grössere Sichtbarkeit als Mobimo und erreicht ähnlich gute Werte. Da Aussagen zum Thema Arbeitgeber fehlen, reichte es jedoch nicht für den Spitzenplatz, heisst es in der Mitteilung. Auf den weiteren Rängen folgen Avobis und UBS Asset Management (beide Zürich) sowie die Fundamenta Group in Zug.

    Die Ranglisten zur Reputation wurden von der Beratungsfirma swissreputation.group gemeinsam mit dem Institut für Management- und Wirtschaftsforschung (IMWF) erstellt. Dazu wurden laut der Mitteilung 42 Bauunternehmen, Generalunternehmungen, Immobiliendienstleister und Immobilieneigentümer untersucht. Insgesamt wurden rund 17‘500 Aussagen in Schweizer Medien und sozialen Medien vom 1. Juni 2022 bis zum 31. Mai 2023 identifiziert und mittels Künstlicher Intelligenz analysiert.

    Die Faktoren Produkt & Service, Innovation, Wirtschaftlichkeit, Nachhaltigkeit, Management und Arbeitgeber formen den guten Ruf von Unternehmen, heisst es zu der Studie. Für die Meinungsbildung spielten dabei medienvermittelte Information und Kommunikation eine wesentliche Rolle.