Schlagwort: Immobilienunternehmen

  • Starkes Wachstum und Portfolioausbau im ersten Halbjahr

    Starkes Wachstum und Portfolioausbau im ersten Halbjahr

    Die Mobimo Holding AG blickt auf ein starkes erstes Halbjahr 2025 zurück. Konkret hat das Luzerner Immobilienunternehmen sein Betriebsergebnis auf Stufe EBIT inklusive Neubewertungen im Jahresvergleich von 83,3 Millionen auf 144,5 Millionen Franken gesteigert, informiert Mobimo in einer Mitteilung. Der Unternehmensgewinn inklusive Neubewertungen legte gleichzeitig von 65,6 Millionen auf 109,7 Millionen Franken zu.

    Als Treiber für die gute Entwicklung führt das Unternehmen den Erfolg aus Entwicklungen und Verkauf Promotion an. Er konnte gegenüber der Vorjahresperiode auf 24,9 Millionen gesteigert und damit fast verdoppelt werden. Neubewertungen spielten Mobimo eine Nettoaufwertung des Immobilienportfolios um 71,6 Millionen Franken ein. Der Ertrag aus Vermietung lag mit 72,6 Millionen Franken auf Vorjahresniveau.

    Der Wert des Immobilienportfolios betrug zum Stichtag per Ende Juni 3,9 Milliarden Franken, gegenüber 3,8 Milliarden per Ende 2024. Bei der Bilanzsumme konnte Mobimo zudem erstmals die Schwelle von 4 Milliarden Franken überschreiten. Im Juni wurde das Unternehmen in den Aktienindex der 600 grössten europäischen Unternehmen (STOXX Europe 600) aufgenommen.

    Mobimo will seine solide Finanzierungssituation für „einen substanziellen externen Wachstumsschritt“ nutzen: Am 7. August hat das Immobilienunternehmen den Vertrag für den Kauf des Portfolios der EMWE Immobilien AG aus Zürich unterzeichnet. Es setzt sich aus fünf Wohnliegenschaften mit einem jährlichen Mietertrag von rund 3 Millionen Franken und drei in Bau befindlichen Wohnliegenschaften zusammen.

  • Implenia erhält Top-Bewertung für Nachhaltigkeit

    Implenia erhält Top-Bewertung für Nachhaltigkeit

    Das Bau- und Immobilienunternehmen Implenia mit Sitz in Opfikon hat beim Rating für Nachhaltigkeit 86 Punkte von der amerikanischen Bewertungsagentur Morningstar Sustainalytics erhalten. Das ist ein Punkt mehr als im vergangenen Jahr. Damit festigt Implenia seine Spitzenposition in den drei Bereichen Umwelt, Soziales und Unternehmensführung (ESG) innerhalb der Branche Construction und Engineering, heisst es in einer Medienmitteilung.

    Demnach liegt Implenia auch beim aktuellen ESG Risk Rating von Sustainalytics weit vorne und zählt zu den Industry Top Rated, also den Spitzenreitern seiner Branche. Dafür wurden den Angaben zufolge neben dem Management von ESG-Themen auch die branchenspezifischen ESG-Risiken angeschaut.

    „Als einer von fünf Unternehmenswerten und Teil unserer Mission ist Nachhaltigkeit in der Kultur von Implenia fest verankert, das zeigt einmal mehr das Sustainalytics-Rating“, wird Anita Eckardt, Vorsitzende des Implenia Sustainability Committee, in der Medienmitteilung zitiert. Die Energiewende sei ein grosser Nachfragetreiber in der Bau- und Immobilienbranche. „Wir unterstützen unsere Kunden dabei, Immobilien sowie Infrastruktur nachhaltig zu planen und zu realisieren und entwickeln die Möglichkeiten dafür ständig weiter.“

    Sustainalytics ist ein zur Morningstar Inc. in Chicago im US-Bundesstaat Illinois gehörendes Unternehmen mit Sitz in Amsterdam und bietet Daten und Ratings zu unternehmerischer Verantwortung für Umwelt, Soziales und Unternehmensführung an.

  • Crowdlending, eine neue Quelle der Immobilienfinanzierung

    Crowdlending, eine neue Quelle der Immobilienfinanzierung

    Die Anleger profitieren von festen Zinsen in Schweizer Franken. Im Gegensatz zu herkömmlichen Sparkonten, die oft nur vernachlässigbare Renditen bieten, bietet Immobilien-Crowdlending attraktive Renditen und ist somit eine interessante Alternative für diejenigen, die ihr Einkommen maximieren möchten. Darüber hinaus sind die erforderlichen Mindestinvestitionen erschwinglich. Dies erweitert den Kreis der Anleger und ermöglicht es ihnen, ihre Immobilienportfolios zu diversifizieren, indem sie in verschiedene kurz- und mittelfristige Projekte investieren und gleichzeitig die Volatilität der Aktienmärkte meiden.

    Die Finanzierungsstrukturen optimieren
    Immobilien-Crowdlending ist kein Ersatz für Banken, sondern ergänzt das Eigenkapital von Immobilienentwicklern. Die von den Anlegern gewährten Kredite sind nachrangig und durch Immobilien besichert, was im Falle eines Zahlungsausfalls Sicherheit bietet. Dieser Ansatz ermöglicht es den Bauträgern, sich auf die Entwicklung bestehender und neuer Projekte zu konzentrieren, ohne einen Grossteil ihres Kapitals in laufenden Projekten zu binden. So können sie ihre Finanzierung schnell abschliessen und vermeiden, dass die künftigen Gewinne aus ihren Geschäften durch die Inanspruchnahme externer Finanzierungspartner verwässert werden.

    Immobilienbesitzer haben dadurch nun Zugang zu einer zusätzlichen Finanzierungsquelle, um ihre Vermögenswerte aufzuwerten. Sie können die erhaltenen Mittel für Renovierungen und Verbesserungen an ihren Immobilien verwenden und so die Finanzstruktur ihrer Immobilienportfolios optimieren. Diese finanzielle Flexibilität ist ein grosser Vorteil für Eigentümer, die den Wert ihrer Immobilien steigern und gleichzeitig die Rendite maximieren möchten.

    Abgesehen von den individuellen Vorteilen trägt das Immobilien-Crowdlending auch zur wirtschaftlichen und sozialen Dynamik der Schweiz bei. Indem es die Schaffung von neuem Wohnraum und die Renovierung bestehender Vermögenswerte fördert, erfüllt es die Wohnbedürfnisse der lokalen Bevölkerung. Die steigende Nachfrage nach Wohnraum in der Schweiz, insbesondere in den städtischen Gebieten, erfordert hohe Investitionen in den Immobiliensektor. Das Immobilien-Crowdlending bietet eine innovative Lösung zur Finanzierung dieser Projekte und trägt damit zum Wirtschaftswachstum des Landes bei. Darüber hinaus schafft Immobilien-Crowdlending durch die Unterstützung von Immobilienprojekten Beschäftigungsmöglichkeiten in der Baubranche und den dazugehörigen Dienstleistungssektoren.

    Fazit
    Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Immobilien-Crowdlending eine innovative Finanzierungsquelle für den Immobiliensektor in der Schweiz ist. Mit unbestreitbaren Vorteilen für Investoren, Bauträger und Immobilienbesitzer eröffnet es neue Perspektiven und spricht mit einem
    Wachstum von über 400% in sechs Jahren und einem Volumen von CHF 142 Millionen1 bis zum Jahr 2022 eine wachsende Zahl von Menschen in der Schweiz an. Dieses Modell bietet eine interessante Alternative zu traditionellen Investitionen und trägt zur Demokratisierung von Immobilieninvestitionen in der Schweiz bei.

  • Klimaschutzmaßnahmen trotz ökonomischer Herausforderungen

    Klimaschutzmaßnahmen trotz ökonomischer Herausforderungen

    Die dritte Ausgabe beinhaltet die Erkenntnisse von Fachleuten zu den entscheidenden ESG-Kernthemen, die für dieses Jahr strategische Entscheidungen beeinflussen werden. Der Bericht basiert auf Roundtable-Interviews mit den Mitgliedern des ULI Americas Sustainable Development Council, dem ULI Europe Sustainability Council und dem ULI Asia Pacific Resilient Cities Council. Er verweist auf fünf Aspekte, die 2023 die Entscheidungen im Immobiliensektor prägen werden.

    Anpassung der ESG-Strategie an makroökonomische Herausforderungen
    Eine erhöhte Inflation und die Gefahr einer Rezession sind erhebliche Hürden, die Unternehmen davon abhalten können, einen entscheidenden Fortschritt bei der Dekarbonisierung im Gebäudebereich zu erzielen. Dennoch werden die führenden Unternehmen im Immobiliensektor die makroökonomischen Probleme durch die Rückstellung von Kapital für Fortschritte im Bereich ESG meistern. Höhere Energiekosten und die Entschlossenheit von Investoren, mehr für grüne Energie zu zahlen, sind nur zwei Faktoren, die den ökonomischen Nutzen der Nachhaltigkeit stärken. 

    Einbindung des Transformationsrisikos in Transaktionen und Bewertungen
    Führende Immobilienunternehmen beginnen damit, das Geschäftsrisiko der Dekarbonisierung in die Wertermittlungen von Immobilien zu integrieren, insbesondere im Hinblick auf ihre Exitstrategie. Rasche Fortschritte bei der Messung des Transformationsrisikos werden dadurch erzielt, dass sich immer mehr Unternehmen den mit dem Klimawandel verbundenen politischen, marktbezogenen, rechtlichen und technologischen Risiken stellen.

    Kooperationen schließen
    Eine Kooperation über die gesamte Wertschöpfungskette im Immobiliensektor hinweg ist wesentlich für die Erreichung der globalen Nachhaltigkeitsziele. Diese Kooperation beinhaltet die Zusammenarbeit des Immobiliensektors mit Regierungen, Community-Mitgliedern, Mietern und den Beteiligten der Wertschöpfungsketten. Hierdurch gelingt es der Immobilienbranche häufig das „S“ in ESG voranzubringen und so sicherzustellen, dass bei Gebäuden und Gemeinschaften Personen sowie ihre Bedürfnisse und Werte an erster Stelle stehen.

    Eine Antwort auf die Herausforderungen weltweit auftretender Flutkatastrophen finden
    Der durch den Klimawandel bedingte Anstieg des Meeresspiegels und vermehrte Starkregenereignisse zeigen, dass Stürme stärker werden und Überflutungen zunehmend die Küstenregionen sowie im Inland liegende Orte bedrohen. Die Branche sucht nach präziseren Daten-Tools, um diese Risiken zu quantifizieren und zu bewerten, und benötigt aktuelle Überflutungskarten von den örtlichen und staatlichen Behörden.

    Reaktion auf den staatlichen Einfluss
    Weltweit reagiert die Immobilienbranche auf politische Vorgaben für Klimaschutzmaßnahmen auf lokaler und staatlicher Ebene sowie in der Bauindustrie und im Rahmen der Portfolios. Diesen Umweltvorschriften fehlt es jedoch häufig an Einheitlichkeit. Dementsprechend investiert die Immobilienbranche vermehrt in Compliance, einschließlich einer Aufstockung des Personals, sowie in die Erkennung von Möglichkeiten zur Steigerung der Wertschöpfung in ihren Unternehmen. 

    Der Bericht bietet einen Überblick über die vielfältigen Herausforderungen, die Entwickler und Investoren überwinden müssen, um einen Ausgleich zwischen der Umsetzung längerfristiger Maßnahmen zur Bewältigung des Klimarisikos und kurzfristiger Investitionsrendite zu finden. Der Bericht betont die Notwendigkeit einer Kooperation über die gesamte Wertschöpfungskette im Immobiliensektor hinweg, die Bedeutung einer Nachhaltigkeitsanalyse bei der Bewertung und die Entwicklung hin zu einer transparenteren, durchgängigeren und in sich stimmigen Regulierung.

    „Trotz der ökonomischen Herausforderungen hat die Immobilienbranche dieses Jahr die Chance, Wertpotenziale durch Investitionen in die Dekarbonisierung und Nachhaltigkeit von Gebäuden zu heben“, sagt Marta Schantz, Co-Executive Director am ULI Randall Lewis Center for Sustainability in Real Estate. „Die gesetzlichen Vorgaben unterstützen zunehmend ein größeres Engagement beim Klimaschutz. Die Immobilienbranche sollte die Zusammenarbeit mit den an der Wertschöpfungskette Beteiligten intensivieren, um diesen Prozess zu beschleunigen. Unser diesjähriger Ausblick bietet Immobilienexperten, die sich für dieses Jahr über Nachhaltigkeitsthemen informieren möchten, eine Hilfestellung.“ 

    „Unser Ziel ist es, Unternehmen dabei zu unterstützen, ESG- und Nachhaltigkeitsstrategien mit messbaren Ergebnissen zu entwickeln, zu erweitern und zu verwalten, um die ESG-Ziele zu erreichen“, sagt Matthew Hardy von Ferguson Partners, der für Australien und Neuseeland sowie für die weltweiten Initiativen im Hinblick auf ESG und Nachhaltigkeit verantwortlich ist. „Es ist klar, dass ESG-Strategien für die ethische und treuhänderische Verantwortung von grundlegender Bedeutung sind. Wir sind stolzer Partner des ULI beim Austausch von Best Practices, die bei der sich verschärfenden Klimakrise diesen so dringend benötigten Fortschritt beschleunigen.“ 

    Den vollständigen „ULI Global Sustainability Outlook 2023“ finden Sie anbei.
    ULI-SustainabilityOutlook_2023_Digital-Final_DE_komprimiert.pdf

  • Allreal plant Wohnüberbauung in Zumikon

    Allreal plant Wohnüberbauung in Zumikon

    Allreal plant ein neues Immobilienprojekt in Zumikon, wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht. Gegenüber der Internationalen Schule am Strubenacher soll auf einem 4500 Quadratmeter grossen Grundstück eine Wohnüberbauung mit insgesamt 19 Reiheneinfamilienhäusern errichtet werden. Die Häuser sollen je fünfeinhalb Zimmer haben. Nach der Fertigstellung sollen sie als Wohneigentum verkauft werden.

    Für die Erarbeitung des Projekts hat Allreal einen Studienauftrag mit vier Architekturbüros durchgeführt. Das Projekt der Zürcher Arbeitsgemeinschaft Mathis Kamplade Architekten in Zusammenarbeit mit der Theres Hollenstein Architektur ist als Gewinner hervorgegangen und wird nun weiterbearbeitet. Der Baubeginn ist für das Jahr 2025 geplant. Allreal rechnet mit einer Fertigstellung im Jahr 2027.

    Die Allreal Generalunternehmung AG mit Sitz in Opfikon ist im Rahmen des Projekts für die Bauherrschaft und die Projektentwicklung zuständig. Die Allreal-Gruppe verwaltet einerseits ein Immobilienportfolio im Wert von 5,1 Milliarden Franken. Andererseits ist sie als Generalunternehmerin aktiv. Das Unternehmen soll ab Mai 2023 von Stephan Widrig, dem derzeitigen CEO des Flughafens Zürich, geleitet werden. Aktueller CEO ist Roger Herzog.

  • «Planerische Rahmenbedingungen mit Weitsicht setzen»

    «Planerische Rahmenbedingungen mit Weitsicht setzen»

    Zur Person
    Balz Halter ist Hauptaktionär und Verwaltungsratspräsident der Halter AG. Die Unternehmensgruppe der Schweizer Bau- und Immobilienwirtschaft beschäftigt rund 320 Mitarbeitende an den Standorten Schlieren, Bern, Basel, Luzern, Lausanne, Genf und St. Gallen. Der Ingenieur ETH und Jurist ist bekannt für Unternehmergeist und Innovationskraft. So hat sein Unternehmen «The Branch», ein Do-Tank und eine Kollaborationsplattform für eine innovative und integrierte Immobilienwelt, initiiert.

    Herr Halter, Ihr Unternehmen ist seit über 100 Jahren am Markt tätig. Was hat sich seither in der Stadtplanung verändert und was ist gleichgeblieben?
    Unverändert ist sicher immer noch die Anziehungskraft von Wirtschaftsmetropolen wie Zürich. Den Drang in die Stadt gab es schon vor 100 Jahren und er ist heute nicht geringer, wahrscheinlich sogar grösser. Es ist immer noch der gleiche Kampf um günstigen Wohnraum. Das wird ein ewiges Thema in allen Städten bleiben. Anders als damals macht man sich heute kaum Gedanken zu einer übergeordneten Stadtplanung und der Frage, wie sich Stadt über ihre politischen Grenzen hinaus entwickeln soll. Mit Aufkommen des Individualverkehrs und Ausbau der S-Bahnen wurde primär in Infrastrukturen gedacht und geplant. Entstanden ist die konturlose Agglomeration, die weder Dorf noch Stadt ist und ihre Identität sucht. Den Herausforderungen des Wachstums und die damit verbundene Not an zahlbaren Wohnraum begegneten unsere Ahnen vor 100 Jahren mit dem internationalen Städtebauwettbewerb Gross-Zürich, der sich weit über die damaligen Stadtgrenzen Zürichs erstreckte. Es wäre höchste Zeit, wieder einen derartigen Wettbewerb angepasst auf die aktuellen Anforderungen und Herausforderungen zu veranstalten.

    Gibt es hier vielleicht einen Wechsel durch die aufkommende Elektromobilität?
    Wir wissen, dass sich etwas verändern wird, aber wir sehen noch zu wenig klar, was da auf uns zukommt. Wie und wann sich Konzepte des Selbstfahrens, motorisierter Individualverkehr im Sharing-Modell kommen wird, wissen wir noch nicht. Wie dieser im Zusammenspiel mit öffentlichen Verkehrsträgern wie Tram, Bus und Bahn funktionieren oder diese sogar teilweise ersetzen werden, können wir noch nicht abschätzen. Es ist jedenfalls anzunehmen, dass diese Entwicklungen Auswirkungen auf die Stadtplanung haben werden, insbesondere auf den öffentlichen Raum. Möglicherweise werden weniger Parkplätze als Umschlagplätze gefragt sein.

    Im Wandel der Mobilität, von der Pferdekutsche bis zum Automobil und vielleicht sogar bis zur künftigen Drohne als individuelles Verkehrsmittel, muss man wie früher auch schon die Strukturen grosszügig planen, dann kann sich Vieles ergeben. Wir sehen gerade vor der Tür in Schlieren mit der Limmattalbahn oder auch im Glatttal die Wiedergeburt der Strassenbahn. Das ist möglich, wenn öffentliche Räume zur Verfügung stehen. Deshalb wäre es falsch, grundsätzlich von einem Paradigmenwechsel auszugehen.

    Faktor Flugzeug und Flughafen – wie strahlt das auf die Region Zürich und die Immobilienprojekte aus?
    Der Flughafen ist ein Treiber für Arbeitsplätze, Wohlstand und Prosperität. Wir verdanken wohl dem Airport Zürich auch, dass Zürich die Wirtschaftsmetropole in der Schweiz ist. Es war damals ein strategischer Entscheid, den Landesflughafen im Gebiet des damaligen Waffenplatzes Kloten-Bülach anzusiedeln. Davon profitieren wir alle heute in hohem Mass. Wir müssen diesen Vorteil weiter nutzen und dem Flughafen mit seiner Hub-Funktion Sorge tragen, so dass er direkte Verbindungen in alle Welt auch nach Corona bieten wird. Das Reisen wird wieder zunehmen, wenn auch nicht in dem rasanten Tempo, wie wir es zuvor erlebt haben. Der Flughafen Zürich hat eine enorm grosse Bedeutung und ich hoffe, dass das auch so bleibt.

    Braucht es einen Flughafenausbau, und falls ja, wie und wann?
    Im Wettbewerb der Volkswirtschaften ist die Schweiz als Binnenland und Exportnation auf diese Stärke angewiesen. Wir müssen den Flughafen als langfristiges Projekt verstehen, dass sich wandelnden Bedürfnissen anpassen kann und muss. Deshalb müssen wir planerisch und regulatorisch die Basis schaffen, dass ein weiterer Ausbau möglich bleiben wird. Ob das dann wirklich geschieht, steht auf einem anderen Blatt. Das können und müssen wir nicht heute oder morgen entscheiden. Aber die Rahmenbedingungen müssen mit Weitsicht gesetzt werden.

    Im Moment sind Lärm und Nachhaltigkeit sowie fossile Brennstoffe grosse Themen. Dank Fortschritt bei neuen Antriebsmodellen und bei der Energiegewinnung wird es auch in der Flugindustrie zu Veränderungen kommen. Es wird andere Kraftstoffe geben, die nachhaltiger sind. Die Lärmbelastung durch den Luftverkehr wird von Jahr zu Jahr weiter sinken. Auch deshalb können und sollten wir Weichen stellen, um einen Airport-Ausbau zu ermöglichen und Wachstum zuzulassen.

    In der Flughafenregion sind Sie zuhause und haben bereits eine Vielzahl an Projektentwicklungen mit Ihrer AG realisiert. Die jüngste in dieser Reihe ist eine Neuüberbauung in Wetzikon in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof. Was ist hier der aktuelle Stand und was entsteht dort genau?
    Das Zentrum Metropol, so der Name des Projektes, ist in meinen Augen ein wegweisendes Vorhaben, das als Modell für Zentrumsüberbauungen in Subzentren dienen könnte. Aus der Sicht des Stadtentwicklers ist es deshalb spannend, weil wir es mit der Um- und Neunutzung eines Einkaufszentrums zu tun haben. Shoppingcenter kennt man aus den 1960er und 1970er Jahren und mit dem Projekt Metropol erfolgt in Wetzikon eine Neuinterpretation dieses Modells. Geplant ist ein neuartiges Einkaufskonzept, das auch nach aussen strahlt. Wir bauen einen Stadtbaustein, der die verschiedenen öffentlichen Räume vernetzt und das Leben dort unterstützt. Wir interpretieren Stadt quasi neu. Es wird nicht mehr ein in sich geschlossenes System sein, sondern ein offener, zugänglicher und vielfältiger Ort für alle. Die Nutzungen werden gemischt sein: neben Retail- entstehen Dienstleistungsflächen, Wohnungen sowie Angebote für Coworking und neue Formen des Zusammenarbeitens. Wir streben einen guten Mix an, so dass der Ort lebt, nicht nur zu Büro- oder Geschäftszeiten. Wetzikon soll an Attraktivität gewinnen, gegenüber den grossen Zentren Zürich und Winterthur, so dass die Leute in ihrer Stadt bleiben.

    Stichwort «Digitales Planen und Bauen»: Mit Raumgleiter besitzt Halter hier eine wegweisende und innovative Schwestergesellschaft. Was wird heutzutage noch analog gemacht und was bereits alles digital?
    Raumgleiter ist ein Pionier im Bereich Virtualisierung, digitaler Planungs- und Bauprozesse auf der Basis von 3D-Modellen, respektive des digitalen Zwillings eines Gebäudes. An diesen Themen arbeiten wir bei Raumgleiter, aber eigentlich in allen Unternehmen unserer Gruppe. Doch: Immobilien sind und bleiben real. Deshalb ist deren Realisierung und auch vieles im Betrieb analog und wird es auch in Zukunft bleiben. Die Digitalisierung hilft uns jedoch, die heute sehr komplexen, hoch fragmentierten Bau- und Betriebsprozesse neu zu gestalten. Das Ziel muss sein, dass Gebäude effizienter und nachhaltiger erstellt und betrieben werden können, in hoher Qualität und ausgerichtet auf die tatsächlichen Bedürfnisse ihrer Nutzer. Wir stehen noch am Anfang: die Digitalisierung bietet unserer Industrie jedoch ein enormes Potenzial.

    Welche Rolle spielt dabei der von Ihnen mitinitiierte Do-Tank «The Branch»?
    Im Branch kommen viele verschiedene Beteiligte aus der Bau- und Immobilienwirtschaft zusammen: Unternehmer, Dienstleister, Bauherren, Investoren und finanzierende Institute. Wir als Halter-Gruppe sind auf Planer und Unternehmer angewiesen, wenn es um die Entwicklung und Realisierung von Gebäuden geht. Deshalb müssen wir Partner haben, die denken wie wir und die bereit sind, neue Prozesse, Produkte und Tools zu entwickeln und auszuprobieren. Deshalb laden wir Gleichgesinnte aus der Branche ein, auf unserem Weg in die Digitalisierung mitzumachen und durch innovative Konzepte neue Geschäftsmodelle, Berufsbilder und Plattformen zu schaffen und zu gestalten. Wir sind ein Do-Tank. Es geht nicht nur darum nachzudenken, sondern konkret zu handeln. Das können gemeinsame Pilotprojekte sein oder sogar gemeinsame Unternehmungen. Diese Initiative ist auf sehr offene Ohren gestossen. Wir haben enormen Zulauf von Bauunternehmern, Zulieferern, institutionellen und privaten Investoren und Planern. Wir sind auf einem sehr guten Weg, ein neues Verständnis und neue Denkmodelle in unsere Industrie hineinzubringen. Ziel ist es, über die Innovation hinaus unsere Wirkung zu verbessern, insbesondere auch bezüglich Nachhaltigkeitsaspekten und einer zirkulären Wirtschaft.

    Vieles in der Digitalisierung hängt scheinbar von gemeinsamen Standards ab. Sollten diese national oder besser international sein?
    Ich glaube, man überschätzt die Möglichkeiten einer Standardisierung, eines technokratischen Ansatzes in einer Zeit der sich rasch wandelnden technischen Möglichkeiten. Es ist verführerisch zu sagen, wir handeln alle gleich und wir denken alle gleich. Aber die Bauindustrie ist extrem regional und wenn man diese international und global betrachtet, findet man so viele unterschiedliche Kulturen, Usancen, aber auch Normen und Standards. Man kann sehr viel Energien verschwenden, wenn man versucht, den einen gemeinsamen Standard zu bauen. Man muss sich vielmehr an der Denkweise der Softwareindustrie orientieren. Dort ist nicht die Frage, ob alles nach dem gleichen Modell funktioniert, sondern wie kann man das «Handover» zwischen den verschiedenen Lösungen mit den richtigen Programmierschnitt- stellen hinbekommen. Am Ende werden sich aus diesen technischen Innovationen auch gewisse Industriestandards formieren. Diese sind dann nicht kraft Definition entstanden, sondern aus Bewährtem im Arbeitsalltag.

    Wie schaut Raumplanung und Stadtentwicklung in 20, 50 oder gar 100 Jahren dann aus?
    Ich bin kein «Digital Native» und keiner, der sich in den «Metaverses» herumtreibt. Aber auch zukünftige Generationen werden reale Geschöpfe bleiben und in der analogen Welt leben. Daran wird sich nichts ändern. Deshalb lohnt sich ein Blick zurück und zu schauen, wie Städte vor 100 Jahren gebaut wurden. Sie sind damals menschengerecht geplant und realisiert worden. Wir leben noch heute in diesen Städten und schätzen gerade diese bewährten Stadtstrukturen und Quartiere sehr. Natürlich verändern sich Möglichkeiten und Bedürfnisse. Die Grundstrukturen funktionieren aber noch, die wesentlichen Elemente, die Stadt ausmachen, bleiben die gleichen. Das ist vor allem am öffentlichen Raum abzulesen, den man früher mit Grosszügigkeit und Weitsichtigkeit, aber auch zuweilen mit einer gewissen ‘Verengtheit’ geplant hat. Das sind heute spezifische Qualitäten, die wir sehr schätzen.

    Wenn man Bilder vom Zürcher Bellevue vor 100 Jahren anschaut: Das war ein riesiger Platz, wo nicht viel passierte. Irgendwann kam das Tram, die Pferdekutschen verschwanden und dann sind die Autos, Zweiräder und Busse dazugekommen. Das konnte alles aufgenommen werden und funktionierte. Man muss offen sein für künftige neue Bedürfnisse und auch neue technologische Möglichkeiten. Grosszügige öffentliche Räumen schaffen Identität, Flexibilität und die Chance neue Entwicklungen zuzulassen. Das ist eine Qualität, die auch den Menschen gerecht wird und die die Attraktivität der Stadt ausmacht. Wenn wir an den bewährten Grundelementen weiterarbeiten, wird die Stadt in 100 Jahren zwar grösser und vielzähliger, aber nicht deutlich anders ausschauen. Gewisse Flächen und Räume werden anders bespielt werden als heute. Aber die Anziehungskraft von Städten wird bleiben.

  • Ina Invest schliesst Übernahme der Ceres Group ab

    Ina Invest schliesst Übernahme der Ceres Group ab

    Ina Invest hat die Ceres Group vollständig übernommen. Damit ist das Immobilienunternehmen mit Sitz in Opfikon Mehrheitseigentümerin an der Ceres Group mit Sitz in Pratteln, heisst es in einer Medienmitteilung.

    Herzstück der Akquisition ist das Buss-Areal am Bahnhof Pratteln mit dem Entwicklungsprojekt Bredella. Der Gewerbe- und Industriepark von mehr als 80‘000 Quadratmetern Fläche soll in den kommenden 20 Jahren in ein Stadtquartier mit 70 Prozent Wohnfläche und 30 Prozent kommerziell genutzten Flächen umgewandelt werden. Mehr als 1000 Wohnungen will Ina Invest dort bauen.

    Die Transaktion war am 16. Dezember 2021 angekündigt worden. Ein Teil des Kaufpreises, über den Stillschweigen vereinbart wurde, hat Ina Invest in eigenen Aktien entrichtet. Dazu wurden 886’656 Titel ausgegeben. Nach Abschluss der Transaktion beträgt das Aktienkapital von Ina Invest rund 292’000 Franken, eingeteilt in 9,75 Millionen Namenaktien.

  • Verit und Flatfox bieten komplett digitale Vermietung an

    Verit und Flatfox bieten komplett digitale Vermietung an

    Die Zürcher Verit Immobilien AG bietet gemeinsam mit dem Vermietungsportal der Berner Flatfox AG einen voll digitalisierten Vermiet- und Mietprozess an. Laut Medienmitteilung wird damit eine mehr als einjährige Pilotprojekt abgeschlossen und das Angebot erstmals auf die ganze Schweiz ausgeweitet. Von der Bewerbung, über den Abschluss der Mieterkaution bis zur Unterschrift des Mietvertrages läuft der gesamte Prozess digital ab. Das gehe bis hin zur Bestellung der Namensschilder für den neuen Mieter. Von der Zeitersparnis profitieren nicht nur die Mietenden, heisst es in der Medienmitteilung. Für die Eigentümer erhöhe sich die Chance auf eine nahtlose Anschlussvermietung

    Kurz vor Jahresende sei im Rahmen des elektronischen Wiedervermietungsprozesses von Verit Immobilien und Flatfox das erste digitale Mietzinsdepot eröffnet worden, rund ein Jahr, nachdem der erste Mietvertrag von Mieter und Vermieter elektronisch signiert wurde. Das erfolgreiche Pilotprojekt werde nun an allen Verit-Standorten in der Schweiz fix angeboten. Nach dem Start von Verit mit Flatfox seien inzwischen auch ELCA Informatik, Skribble, Helvetia Versicherung, SwissCaution, FirstCaution und für ein Mieterkautionskonto die Hypothekarbank Lenzburg an dem Angebot beteiligt.

    Für die Abwicklung des gesamten Prozesses nutzt Verit Immobilien die Plattform Flatfox. „Der ganze Prozess der Wiedervermietung erfolgt nahtlos digital über die Plattform von Flatfox – ab dem Zeitpunkt, zu dem ein potenzieller Mieter auf ein Angebot aufmerksam wird, bis zur formell gültigen Ausstellung des Mietvertrags“, wird Martin Frei, Chief Digital Officer bei Verit, zitiert. „Selbstverständlich betrifft dies auch alle Zwischenschritte wie Erstkontakt, Anmeldung, Kaution, Bonitätsprüfung und Schildchenbestellung.“

  • PSP Swiss Property trotzt der Pandemie

    PSP Swiss Property trotzt der Pandemie

    Einer Mitteilung von PSP Swiss Property zufolge hat das Zuger Immobilienunternehmen im Geschäftsjahr 2020 Liegenschaftserträge in Gesamthöhe von 296,27 Millionen Franken erwirtschaftet. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einem Wachstum von 2,0 Prozent. Das Betriebsergebnis (EBITDA) ohne Liegenschaftserfolge wie Bewertungsdifferenzen belief sich 2020 auf 271,06 Millionen Franken, das sind 5,8 Prozent mehr als 2019.

    Als Reingewinn wurden im Berichtsjahr 292,1 Millionen Franken ausgewiesen, gegenüber 453,4 Millionen Franken im Jahr zuvor. PSP Swiss Property führt den Rückgang auf einmalige Effekte zurück. So hatte sich im Vorjahr ein Steuereffekt und der Verkauf von zwei Anlageliegenschaften positiv bemerkbar gemacht. Darüber hinaus hatte die Portfolioaufwertung 2019 insgesamt 244,2 Millionen Franken eingespielt. Im Berichtsjahr hatte der entsprechende Wert 101,6 Millionen Franken betragen.

    Der Bilanzwert des Portfolios von PSP Swiss Property belief sich zum Stichtag Ende 2020 auf 8,577 Milliarden Franken. Zum Stichtag 2019 hatte der Wert 7,982 Milliarden Franken betragen. Die Leerstandsquote konnte innert Jahresfrist von 3,5 auf 3,0 Prozent gesenkt werden. Einzelheiten zur Portfolioveränderung führt das Immobilienunternehmen in der Mitteilung aus.

    Für das laufende Geschäftsjahr strebt PSP Swiss Property ein EBITDA ohne Liegenschaftserfolge von rund 275 Millionen Franken an. Bei der Leerstandsquote wird mit einer Erhöhung auf 4,5 Prozent gerechnet.

  • Implenia realisiert Grossüberbauung bei Genf

    Implenia realisiert Grossüberbauung bei Genf

    Rund um den Bahnhof Lancy-Pont-Rouge soll ein neues urbanes Zentrum entstehen. Hier habe Implenia bereits drei Gebäude als Totalunternehmer für Swiss Prime Site errichtet, informiert das Bau- und Immobilienunternehmen aus Dietlikon in einer Mitteilung. Nun soll Implenia ein weiteres Gebäude für die Solothurner Immobiliengesellschaft realisieren. Der Auftrag hat ein Volumen von rund 132 Millionen Franken.

    Konkret hat Implenia den Auftrag für die Überbauung Alto Pont-Rouge erhalten. Sie ist als 15-stöckiges Gebäude zuzüglich dreier Tiefgaragenebenen mit einer Nutzfläche von insgesamt 35’000 Quadratmetern angelegt. Die Flächen sind hauptsächlich für Büros vorgesehen, kleinere Flächen sollen als Lebensmittelläden und Restaurants genutzt werden. Kern des Gebäudekomplexes bildet ein zentrales Atrium mit Glasfassaden.

    Die Überbauung werde „höchste Nachhaltigkeitsansprüche erfüllen und mindestens nach SNBS Gold zertifiziert sein“, erläutert Implenia in der Mitteilung. Der Beginn der Bauarbeiten ist für diesen November vorgesehen, im Juni 2023 sollen die Arbeiten fertiggestellt sein. Für Jens Vollmar, Head Division Buildings, ist der neue Auftrag „auf Basis einer langjährigen und vertrauensvollen Beziehung zwischen Swiss Prime Site und Implenia zustande gekommen“.