Schlagwort: Immobilienwelt

  • 102. immoTable Schaffhausen auf dem Weg in die Zukunft

    102. immoTable Schaffhausen auf dem Weg in die Zukunft

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    Stadtrat Daniel Preisig gab einen Überblick über die wirtschaftliche Entwicklung von Schaffhausen in den letzten Jahrzehnten. Nach der Industriekrise und Stagnation in den 1990er Jahren hat sich Schaffhausen dank gezielter Wirtschaftsförderung wieder erholt. 2023 wurde der Bevölkerungsrekord von 1969 erstmals wieder erreicht. Preisig hob hervor, wie Projekte wie die Umnutzung der alten Stahlgiesserei und die Verlegung von Straßen zur Schaffung verkehrsfreier Rheinuferpromenaden zur Attraktivität der Stadt beitrugen. Schaffhausen investiert kontinuierlich in smarte, zukunftsgerichtete Stadtentwicklung und digitale Verwaltung.

    Dino Tamagni zeigte die beeindruckende wirtschaftliche Entwicklung des Kantons Schaffhausen auf. Mit dem Bau des Moserdamms im 19. Jahrhundert begann die industrielle Erfolgsgeschichte der Region. Das Wasserkraftwerk, einst das größte seiner Art in der Schweiz, legte den Grundstein für die Ansiedlung bedeutender Industriepioniere wie Georg Fischer, SIG und IWC, die Schaffhausen zu einem zentralen Industriestandort machten.
    In den 1990er Jahren führte die Globalisierung zu Betriebsschließungen, Arbeitsplatzverlusten und Abwanderung, wodurch 11 % der Arbeitsplätze verloren gingen. Doch durch gezielte wirtschaftliche Maßnahmen, wie die Schaffung einer Wirtschaftsförderungsstelle, gelang es Schaffhausen, die Herausforderungen zu meistern und seine Wettbewerbsfähigkeit zurückzugewinnen.
    Heute zählt der Kanton zu den wirtschaftlich stärksten der Schweiz, mit dem höchsten BIP pro Kopf. Dank der Förderung von Innovationsprojekten und dem kontinuierlichen Ausbau der Infrastruktur, bleibt Schaffhausen ein attraktiver und zukunftsorientierter Wirtschaftsstandort.

    Andreas Campi, Geschäftsleiter Entwicklung, Halter AG stellte das Wohnprojekt „Im Pantli“ im Waldquartier Schaffhausen vor. Auf dem Gelände, das einst als Arbeiterbauernsiedlung von der Georg Fischer AG genutzt wurde, entsteht ein modernes Wohnquartier. Die Gebäude sind um ein Quartierzentrum angeordnet, um urbane Gassen und Begegnungsräume zu schaffen. Die autofreie Überbauung bietet großzügige, familienfreundliche Wohnungen mit privaten Außenbereichen. Ein Kinderbetreuungsangebot und eine eigene Bushaltestelle erhöhen die Standortqualität. Das Projekt fördert nicht nur modernes Wohnen, sondern auch ein lebendiges Gemeinschaftsleben.

    Pascal Stutz, CEO SVIT Zürich, Joëlle Zimmerli, Geschäftsführerin Zimraum GmbH und Christian Brütsch, Inhaber und Geschäftsführer Stratcraft GmbH zeigten Lösungen für den Fachkräftemangel auf. Eine zentrale Herausforderung der Immobilienbranche thematisiert den Fachkräftemangel und die Unzufriedenheit unter den erfahrenen Fachkräften. Rund 60 % der befragten Senior-Profis empfinden ihre Arbeitsbelastung als zu hoch, und über 50 % sehen große Portfolios als problematisch an. Die vorgestellte Studie verdeutlichte den Handlungsbedarf und schlug Lösungen wie die Standardisierung von Prozessen, intelligente Digitalisierung sowie die Förderung von Führungskompetenzen vor, um die Herausforderungen besser zu bewältigen.

    Tindaro Milone präsentierte beim immoTable einen Vergleich der Energiequellen für Wärmepumpen. EKZ betreibt schweizweit über 1200 Energiesysteme und setzt auf nachhaltige Lösungen. Luft ist kostengünstig, aber weniger leistungsstark. Erdwärme bietet stabile Energie, ist jedoch teuer und standortabhängig. Grundwasser ist effizient, erfordert aber strenge Bewilligungen. Abwasser liefert viel Energie, ist jedoch unregelmäßig verfügbar. Seewasser ist besonders effizient, aber teuer und an Gewässer gebunden. Die Wahl der Energiequelle hängt von den Projektanforderungen ab, wobei EKZ maßgeschneiderte Lösungen bietet. Wir freuen uns, Sie beim nächsten immoTable in Zug begrüßen zu dürfen, wo erneut spannende Themen und wegweisende Entwicklungen der Immobilienbranche im Mittelpunkt stehen werden. Seien Sie dabei, wenn Experten über die Zukunft des Standortes Zug und die neuesten Innovationen in der Branche diskutieren.

    Weitere Informationen zur Veranstaltung und künftigen Terminen finden Sie www.immotable.ch

  • 101. immoTable – Wirtschaftsraum Genf

    101. immoTable – Wirtschaftsraum Genf

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    Beim 101. immoTable, der renommierten Veranstaltung für die Immobilienbranche im Signatur Rhône in Genf, standen bedeutende Themen im Mittelpunkt, die die Zukunft der Immobilienwelt massgeblich beeinflussen. Von nachhaltiger Raumentwicklung über Geothermie als Teil der Energiewende bis hin zu Gesundheitsrisiken im Wasser und rechtlichen Fragen bei Renovierungen in Genf – die Veranstaltung bot eine umfassende Plattform für den Austausch über aktuelle Herausforderungen und Innovationen in der Branche.

    Die Direktorin des Departements für Territorium des Kantons Genf, Marta Alonso, präsentierte wegweisende Projekte zur Stadtentwicklung und Raumplanung. Bis 2060 sollen auf einer Fläche von 230 Hektar über 12.000 neue Wohneinheiten, 6.000 Arbeitsplätze sowie Schulen, ein grosser Park und revitalisierte Flussbereiche entstehen. Moderne Visualisierungstechniken und 3D-Modelle ermöglichen eine transparente Darstellung der Entwicklungsszenarien.

    David Faehndrich, Leiter der Westschweizer Abteilung bei EKZ Contracting SA, betonte die Rolle nachhaltiger und wirtschaftlicher Energieversorgungssysteme. Es wurden bereits mehrere bedeutende Projekte wie die geothermische Energieversorgung der neuen Wohnungen in den „Jardins du Bourg“ in Châtel-St-Denis realisiert. Diese Massnahmen reduzieren CO₂-Emissionen und fördern die Energiewende.

    Pierre Descloux, CEO von Dipan SA, hob in seinen Ausführungen die Bedeutung der Behandlung von hydraulischen Systemen hervor, insbesondere in Bezug auf Rost, Kalk und Legionellen. Er betonte, wie wichtig die Sicherung der Hygiene und Effizienz dieser Systeme ist.

    Cosima Trabichet-Castan, eine Spezialistin im Bereich Immobilienrecht bei MLL Legal, thematisierte in ihrem Referat die Herausforderungen bei der Einholung von Baugenehmigungen und der Einhaltung lokaler Bauvorschriften. Sie sprach auch über die komplexen regulatorischen Anforderungen in Genf, wo gemäss einer aktuellen UBS-Studie die längsten Wartezeiten für Baugenehmigungen in der Schweiz bestehen. Ihre Ausführungen beleuchteten, wie wichtig die Integration nachhaltiger Praktiken in diesem kontextreichen regulatorischen Umfeld ist.

    Fabio Nairi von IWG Switzerland sprach über Massnahmen zur Reduzierung von Pendelzeiten und CO₂-Emissionen sowie über den Übergang zu hybriden Arbeitsmodellen.

    Der 101. immoTable stellte erneut unter Beweis, warum die Veranstaltung eine der Top-Plattformen für die Immobilienbranche ist. Die behandelten Themen sind von zentraler Bedeutung für die zukünftige Entwicklung der Branche und bieten wertvolle Lösungsansätze für aktuelle Herausforderungen.

    Weitere Informationen zur Veranstaltung und künftigen Terminen finden Sie www.immotable.ch

  • The Branch – Für eine integrierte Immobilienwelt

    The Branch – Für eine integrierte Immobilienwelt

    Die Digitalisierung der Bau- und Immobilienindustrie ermöglicht mit neuen technologischen Werkzeugen integrierte Wertschöpfungsprozesse. Diese lösen die sequentielle und isolierte Bearbeitung der Teilphasen ab. Insbesondere wird die klare Trennung zwischen Planung und Ausführung eine für die Teilnehmer disruptive wahrnehmbare Veränderung erfahren. In Fachkreisen spricht man von der vertikalen Integration. Digitale Baustellen sind nicht vorstellbar ohne digital kompetente ausführende Unternehmungen. Dies bedingt zwingend, dass die Planung zukünftig mit den Ausführungsunternehmen gemacht wird und nicht mehr für sie.

    Andererseits ermöglicht die Digitalisierung auch eine horizontale Integration. Dank der Digitalisierung lassen sich auch Herausforderungen aus den Themenfeldern Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt integral durch die Immobilienwirtschaft angehen. Auf diesem Hintergrund wird auch der vermeintliche Interessenkonflikt zwischen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Interessen sowie energie- und klimapolitischen Anliegen neu gesehen werden können.

    Neue Technologien und Zusammenarbeitsformen
    Neue Technologien und eine neue Prozesslandschaft in der Immobilienwelt genügen jedoch nicht für eine bedürfnisgerechtere, nachhaltigere und produktivere Industrie. Unabdingbar sind darüber hinaus ein neues Verständnis und eine neue Kultur der Zusammenarbeit. Die Erbringung von Marktleistungen innerhalb geschlossener Unternehmensgrenzen und hierarchischen Organisationen werden den komplexeren Aufgaben nicht mehr gerecht.

    Offene Ecosysteme
    Diese höheren Anforderungen verlangen eine Geschäftstätigkeit in offenen
    Ecosystemen, die aus einem strategischen Verbund unternehmerisch eigenständiger Organisationen bestehen. Hinsichtlich ihrer Geschäftsmodelle ergänzen sie sich, konzentrieren sich dabei aber klar und wettbewerbsorientiert auf die betriebs- und unternehmenseigenen Kernkompetenzen.

    Entscheidendes Merkmal dieser Ecosysteme ist der temporäre oder auch längerfristige Zusammenschluss für bestimmte Aufgaben und Projekte. Dieser fördert offenen Austausch von Wissen und Können, um die individuelle Wettbewerbsfähigkeit aller beteiligten Unternehmungen und damit auch die gemeinsame Wettbewerbsfähigkeit des ganzen Verbundes im Markt kontinuierlich zu steigern. Die Zusammenarbeit in solchen Ecosystemen bedingt auch neue Arbeits- und Kollaborationsformen – und eine entsprechende Arbeitsumgebung.

    The Branch
    Vor diesem Hintergrund hat die Halter AG mit The Branch eine Plattform zur Integration der Immobilienwelt initiiert. Integration der Immobilienwelt bedeutet, diese als Teil gesellschaftlicher, ökologischer und wirtschaftlicher Zusammenhänge zu begreifen, marktfähige Antworten auf die jeweiligen Herausforderungen zu finden und den Kundenbedürfnissen entsprechende Angebote und Prozesse zu schaffen. Dabei ist die Digitalisierung auch in der Immobilienindustrie der wichtigste Treiber der Produktivitätssteigerung und gleichzeitig der Schlüssel zur Lösung der drängenden gesellschafts-, klima- und energiepolitischen Fragestellungen. Mit dieser Mission bietet The Branch einen virtuellen und physischen Ort, um solchen Fragestellungen gemeinsam zu begegnen: Einerseits mit einem Trägerverein, dem Branch Do Tank, und andererseits mit dem Branch Collab mit Räumlichkeiten für die Zusammenarbeit in neuen Ecosystemen.

    Branch Do Tank
    Der Verein Branch Do Tank versteht sich als Impulsgeber für die im Kontext der Digitalisierung eingeleiteten Transformation der Bau- und Immobilienindustrie. Kernelement ist die Etablierung eines integrierten Wertschöpfungsprozesses durch die Nutzung der neuen digitalen Möglichkeiten und damit einhergehend die Ablösung des bestehenden Wasserfallmodells, in welchem das lineare Planen in Projektetappen und die Lösung von isolierten Einzelthemen dominieren. Eine integrierte Immobilienwelt bedeutet Transparenz über den Immobilien-Lebenszyklus sowie die Wirkungen der Raum- und Stadtentwicklung auf Ressourcen-Effizienz und Gesellschaftsstrukturen. Sie ist Voraussetzung für enkeltaugliche Lösungen. Die Umsetzung ist nur mehr eine Frage der Bereitschaft der Branche, neue Wege zu beschreiten. Dazu braucht es eine kritische Masse von innovativen Unternehmungen und die Kooperation in Verbänden.

    Branch Collab
    Branch Collab bietet Räumlichkeiten für innovatives und effektives Arbeiten und Kollaboration aller Beteiligten der Bau- und Immobilienbranche. Eine integrierte Immobilienwelt bedingt ein neues Verständnis und eine neue Kultur der Zusammenarbeit von unternehmerisch eigenständigen Unternehmungen und Menschen mit sich ergänzenden Geschäfts- und Leistungsmodellen, die jedoch strategisch im Hinblick auf integrierte Wertschöpfungsprozesse zusammenarbeiten. Entscheidendes Merkmal dieser Ecosysteme ist der gegenseitige offene Austausch von Knowhow und Informationen, um die individuelle Wettbewerbsfähigkeit von allen Beteiligten und damit auch jene des ganzen Verbundes im Markt kontinuierlich zu steigern. Das Branch Collab ist die Homebase des Branch Do Tank und gleichzeitig dessen Trainingsplatz, denn es bietet eine offene Kollaborationsumgebung, in welcher tagtäglich an der gemeinsamen Vision gearbeitet wird. ■