Schlagwort: immo!nvest

  • Tragfähigkeit und Nutzbarkeit von Holzgebäuden

    Tragfähigkeit und Nutzbarkeit von Holzgebäuden

    Holzgebäude haben bereits in der Vergangenheit ihre Tragfähigkeit bewiesen: Der um 1700 v. Chr. erbaute Palast von Knossos auf Kreta wurde mit Säulen aus Holz und horizontal in die Mauern eingebauten Zedernhölzern errichtet. Er überstand um 1400 v. Chr. ein schweres Erdbeben nahezu unbeschädigt. Säulen und Gebälk griechischer Tempel sowie das Fachwerk der Lehmziegelwände bestanden bis 600 v. Chr. aus Holz.

    Einhaltung der SIA-Tragwerksnormen
    Moderne Holzbauten gewährleisten durch die Einhaltung der SIA-Tragwerksnormen die Tragsicherheit und Gebrauchstauglichkeit. Fachplaner und Holzbauunternehmen stehen dafür ein. Durch Analysen in verschiedenen Bemessungssituationen werden auch ungewöhnliche Ereignisse wie Brand und Erdbeben untersucht. Die Vielfalt an Bauhölzern, Holzwerkstoffen und Verbindungsmitteln in Kombination mit zeitgemässen Planungs- und Produktionsmitteln ermöglicht es dem Konstrukteur, für jedes neue Bauprojekt ein optimiertes Tragwerk zu entwerfen.

    Erforschung und Vorhersagbarkeit
    Die Entflammbarkeit von Holz ist weit verbreitet, aber sein Verhalten im Brandfall ist gut erforscht und vorhersehbar. Die ähnlichen Festigkeitseigenschaften bei hohen Temperaturen sowie die geringe Wärmeleitfähigkeit aufgrund der isolierenden Kohleschicht und des austretenden Wasserdampfes machen dieses Baumaterial aus. Die effiziente Brandsicherheit von Holzkonstruktionen wird durch umfangreiche Brandtests bestätigt. Durch entsprechende Dimensionierung oder in Kombination mit anderen Materialien können Feuerwiderstände von bis zu 240 Minuten problemlos erreicht werden. Im Gegensatz zu Stahl- und Stahlbetonkonstruktionen bleiben Holzkonstruktionen auch bei extrem hohen Temperaturen stabil.

    Brandschutznormen für Holzbauteile in der Schweiz
    Brandschutztechnisch widerstandsfähige Holzbauteile, die mit nicht-brennbaren Platten geschützt sind, werden gemäss den Schweizer Brandschutzvorschriften als nichtbrennbar betrachtet. Dies zeigt die Anerkennung der Brandschutzbehörden für die Ergebnisse umfangreicher Studien, die belegen, dass die Brennbarkeit eines Baumaterials nicht das entscheidende Kriterium ist, sondern vielmehr die brandschutztechnisch korrekte Ausführung einer Konstruktion einen grösseren Einfluss auf das Brandverhalten hat. Die aktuellen Vorschriften erlauben den Einsatz von Holz in verschiedenen Bauanwendungen ohne Einschränkungen und sogar in Hochhäusern unter bestimmten Bedingungen. Holz findet somit breite Anwendungsmöglichkeiten in allen Gebäudekategorien und Nutzungen.

    Sichere Holzoberflächen in Innenräumen
    Die Anforderungen an Konstruktionen in sicherheitstechnisch sensiblen Bereichen wie vertikalen Fluchtwegen werden durch geeignete Holzbauteile mit nichtbrennbaren Brandschutzbekleidungen erfüllt. Sichtbare Holzoberflächen sind in Innenräumen, mit Ausnahme von Fluchtwegen, zulässig.

    Einhaltung von Qualitätsansprüchen
    Dank dem seit 2001 laufenden Forschungs- und Entwicklungsprojekt «Brandsicherheit und Holz» wurden umfassende technische und methodische Grundlagen sowie sichere Konstruktionen für Holzbauteile erarbeitet. Ein branchenspezifisches Qualitätssicherungssystem legt die brandschutzrelevanten Qualitätsstandards für Holz im Bau fest. In der Schweiz werden hochwertige Holzbauten unter strenger Einhaltung der Qualitätsansprüche errichtet. Die Lignum-Dokumentation Brandschutz dient als Leitlinie und zeigt die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von Holz auf, um eine korrekte Umsetzung von Holzbauteilen in kleinen, grossen oder hohen Gebäuden zu gewährleisten. Sie entspricht dem aktuellen Stand der Technik im Brandschutz gemäss den schweizerischen Vorschriften.

  • Ein nachhaltiger Holz-Hybrid Bau mit einem «Herz aus Holz»

    Ein nachhaltiger Holz-Hybrid Bau mit einem «Herz aus Holz»

    «Ein Herz aus Holz»
    Das Projekt wird als fünfgeschossiger Sockelbau und einem Hochhaus mit einem Atrium – dem «Herz aus Holz» – realisiert. Auf den Dachflächen wie auch auf Teilbereichen der Fassade sind Photovoltaik-Module für die Stromproduktion vorgesehen. Die gesamte Wärme- und Kälteversorgung erfolgt mittels eines Anschlusses an die Fernwärme «Wärmeverbund Seetalplatz». Das Projekt strebt die Zertifizierung mit den Nachhaltigkeitslabeln SNBS Gold und Minergie-P-ECO an. Für den Holz-Hybridbau und die vorgefertigten Fassadenelemente werden ca. 1420 m3 Holz verarbeitet – v.a. Fichte und Tanne. Der Holzbau trägt dabei nicht nur zum angenehmen Innenklima bei, sondern reduziert auch die CO2-Bilanz der Erstellung des Gebäudes. Die fixfertige Vorfabrikation der Fassadenelemente aus Holz in geschützten Werkhallen stellt zudem die Qualität sicher und ermöglicht eine schnellere Fertigstellung der Gebäudehülle.

    Der Kanton Luzern verfolgt eine Vorreiterrolle bei der Umsetzung der Klimaziele, wie auch Losinger Marazzi. Die Immobilienentwicklerin und Totalunternehmung hat sich zum Ziel gesetzt, ihre CO2-Emmissionen bis ins Jahr 2030 um 30 % im Vergleich zu 2021 zu reduzieren. Dieses Ziel erreicht Losinger Marazzi indem neben einem verstärkten Fokus auf Holzbau- sowie Stadterneuerungsprojekte die Nachhaltigkeit in allen Projekten als zentrales Thema behandelt wird.

    Heute ist die kantonale Verwaltung auf über 30 verschiedenen Standorten verteilt. Durch den Neubau werden im Jahr 2026 rund 1500 Angestellte unter einem Dach zusammengeführt und somit eine zentrale Anlauf-, Auskunfts- und Beratungsstelle im neuen Stadtteil Luzern Nord erschaffen, die mit allen Verkehrsmitteln bestens erschlossen ist. Zudem werden sich in den unteren Geschossen des Gebäudekomplexes die öffentlichkeitswirksamen Dienststellen, ein Polizeiposten, Gastronomie und Läden verteilen. Eine Kita im 6. OG sowie Wohnungen in den obersten Geschossen werden zum belebenden Nutzungsmix beitragen.

  • Weiterentwicklung YOND Campus im Albis-Areal

    Weiterentwicklung YOND Campus im Albis-Areal

    Die geplante Erweiterung des YOND Campus um die Gebäude YOND.02/03 auf einer Gesamtnutzfläche von etwa 31.000 m2 greift das Konzept von YOND.01 auf und passt es gezielter an die Anforderungen produzierender Unternehmen an. Dabei stehen die Bereitstellung robuster und leistungsfähiger Bauten, die Flexibilität durch grosse, teilbare Flächen sowie eine optimierte Logistik im Vordergrund. Diese Anpassungen umfassen eine effiziente Anlieferung, Laderampen, ein logistikgerechtes Untergeschoss sowie eine fortschrittliche vertikale Erschliessung des Gebäudes. Zusätzlich ermöglichen Zwischengeschosse aus Holz eine flexible Raumnutzung, die sich den individuellen Bedürfnissen der Unternehmen anpasst.

    Parallel dazu wird das historische Labor- und Werkstattgebäude in der Albisriederstrasse 203 in ein Zentrum für Klein- und Kreativgewerbe umgewandelt. Die geplante Renovation und Erweiterung um ein Stockwerk zielen darauf ab, die Geschichte des Ortes zu bewahren und einen Arbeitsraum für die Kreativwirtschaft zu schaffen. Die Umgestaltung des Kesselhauses in einen vertikalen Garten und die Einrichtung eines Bistros im Erdgeschoss unterstreichen das Bestreben, einen Campus zu schaffen, der Lebensqualität und Arbeitswelt harmonisch vereint.

    Die öffentlich zugänglichen gastronomischen Einrichtungen entlang der Albisriederstrasse und am angrenzenden Park wird das Areal als attraktiven Standort für Unternehmen und Besucher etablieren. Die Nutzung des Erdgeschosses soll den YOND Campus als Ort des Miteinanders positionieren und zur Aktivierung des Raumes beitragen. Mit dieser Erweiterung wird ein zukunftsweisender Raum geschaffen, der sowohl die dynamischen Anforderungen moderner Unternehmen als auch das Bedürfnis nach sozialem Austausch und Kreativität unterstützt.

  • Impulse für Zürichs Zukunft: Der erste Tag des Standorts

    Impulse für Zürichs Zukunft: Der erste Tag des Standorts

    Der erste «Tag des Standorts» im Kanton Zürich brachte führende Köpfe aus Wirtschaft, Forschung und Politik zusammen, um die Attraktivität und Zukunftsfähigkeit des Standorts zu beleuchten. Im Zentrum standen die Diskussion aktueller Herausforderungen und die Erarbeitung von Strategien zur Stärkung des Wirtschafts- und Innovationsstandorts. Mit Panels und Workshops zu Themen wie Technologie, Fachkräfte, Unternehmertum sowie Mobilität und Nachhaltigkeit wurden wichtige Impulse gesetzt, um Zürichs Position im internationalen Vergleich weiter zu verbessern.

    Eine vorgängige Studie zur Standortattraktivität lieferte die Basis für vertiefte Diskussionen und zeigte die Stärken Zürichs in den Bereichen Bildung, Wirtschaftskraft und Lebensqualität, aber auch die Bereiche mit Verbesserungspotenzial wie Arbeitsmarkt, Innovation und Infrastruktur auf. Hervorgehoben wurden insbesondere die Relevanz von künstlicher Intelligenz für den Technologiestandort und die Notwendigkeit einer stärkeren digitalen Ausrichtung des Gesundheitswesens. Darüber hinaus wurde die Bedeutung der Förderung von Start-Ups und der Integration digitaler Prozesse im Gesundheitswesen hervorgehoben, um sowohl die Attraktivität für Fachkräfte als auch die Effizienz der medizinischen Versorgung zu steigern.

    Der «Tag des Standorts» unterstrich die Dringlichkeit, die heimischen Potenziale zu nutzen und die Rahmenbedingungen für eine digitale und nachhaltige Transformation kontinuierlich zu verbessern. Die Ergebnisse der Workshops und Panels werden nun weiterverfolgt, um konkrete Massnahmen zu entwickeln und umzusetzen. Aufgrund des grossen Interesses und der produktiven Beiträge ist eine Wiederholung der Veranstaltung geplant, um die Fortschritte und neuen Ansätze im kommenden Jahr zu evaluieren.

  • Was im Hochschulgebiet in den nächsten Jahren gebaut wird

    Was im Hochschulgebiet in den nächsten Jahren gebaut wird

    Das ambitionierte Projekt sieht die Errichtung neuer Gebäude für die medizinische Versorgung, Bildung und Forschung sowie eine gesamthafte Aufwertung des Hochschulgebiets vor. Zur Neugestaltung gehört im Herzen des Gebiets das ehemalige, unterirdische Trinkwasserreservoir an der Rämistrasse, welches in ein Café mit Innen- und Aussensitzplätzen umgewandelt wird. Dieses Projekt, betreut von SQUADRAT Architekten, integriert Teile der historischen Wasserhallen und schafft einen einladenden öffentlichen Raum.

    Ein weiteres Highlight ist die Umgestaltung der Rämi- und Gloriastrasse, die zukünftig mehr Raum für Fussgänger bieten und den Lärmpegel durch Verkehrsberuhigungsmassnahmen senken soll. Die Neugestaltung dieser Achsen zielt darauf ab, die Mobilität zu verbessern und gleichzeitig die Aufenthaltsqualität zu erhöhen.

    Das FORUM UZH, ein neues Kollegiengebäude gegenüber dem Hauptgebäude der UZH, wird Lehre und Forschung auf neun Stockwerken beherbergen und zusätzlich eine Mensa sowie Geschäfte umfassen. Der Bau soll bis Ende 2029 fertiggestellt sein und einen modernen Arbeitsplatz für etwa 6.000 Studierende und Mitarbeitende bieten.

    Bereits begonnen haben die Vorarbeiten für den Bau des neuen Campus MITTE des Universitätsspitals. Diese Erneuerung der medizinischen Infrastruktur wird die Patientenversorgung revolutionieren und die Weichen für die Medizin der Zukunft stellen.

    Diese und weitere Projekte im HGZZ unterstreichen Zürichs Engagement für Bildung, Forschung und Gesundheitsversorgung. Sie tragen nicht nur zur städtischen Entwicklung bei, sondern fördern auch die wissenschaftliche Exzellenz und stärken Zürichs Position als führendes Zentrum für Innovation und Wissen.

  • Zukunftsweisende Integration Wohnsiedlung Luchswiese und Schulerweiterung

    Zukunftsweisende Integration Wohnsiedlung Luchswiese und Schulerweiterung

    Inmitten der dynamischen Entwicklung des Zürcher Nordens entsteht ein Vorzeigeprojekt, das den Ansprüchen einer wachsenden Stadt gerecht wird. Die bestehende Wohnsiedlung Luchswiese, charakterisiert durch ihre grüne Gartenstadtatmosphäre und drei viergeschossige Wohnblöcke, wird durch vielfältigen Wohnraum und Bildungseinrichtungen ersetzt. Das Siegerprojekt «Pergola» von Blättler Heinzer Architektur und KOLLEKTIV NORDOST Landschaftsarchitekten zeichnet sich durch eine behutsame Verdichtung aus, die den Gartenstadtcharakter wahrt und gleichzeitig modernen Wohn- und Lernraum schafft.

    Durch den Einsatz vorfabrizierter Holzbausysteme entstehen 76 Wohnungen, die durch ihre Diversität insbesondere Familien ansprechen. Die Integration von vier Kindergärten mit Betreuungsinfrastruktur sowie ein Mehrzwecksaal für die Tagesschule im direkt ans Schulareal angrenzenden westlichen Gebäuderiegel unterstreicht das innovative Konzept der Siedlung. Diese organische Verbindung von Wohnen und Bildung schafft ein harmonisches Ensemble, das durch durchfliessende Grünräume und begrünte Dachterrassen ergänzt wird.

    Das Siegerprojekt «LYNX» von Parameter Architekten und Rosenmayr Landschaftsarchitektur für die angrenzendeSchulanlage Luchswiesen sieht sich mit einem wachsenden Schulraumbedarf konfrontiert. Hier plant die Stadt bis 2028 eine signifikante Erweiterung, die neuen Raum für 750 Kinder bietet. Inspiriert von der ursprünglichen Architektur Max Kollbrunners, verbindet der Erweiterungsbau alte und neue Elemente und integriert eine Dreifachsporthalle sowie moderne Unterrichts- und Betreuungsräume. Die ressourcenschonende Bauweise, inklusive der Nutzung von Photovoltaikelementen und Holz in Skelettbauweise, unterstreicht das Engagement der Stadt für nachhaltige Entwicklung.

    Dieses Projekt illustriert eindrucksvoll, wie durch kreative Stadtplanung und die enge Zusammenarbeit verschiedener Akteure Lösungen für die Herausforderungen der Urbanisierung gefunden werden können. Mit der Wohnsiedlung Luchswiese und der Schulanlage Luchswiesen entsteht ein zukunftsweisendes Modell für das Zusammenleben und Lernen in Zürich.

  • Evolution der Wohnraumgestaltung

    Evolution der Wohnraumgestaltung

    Wohnraumgestaltung im Wandel der Zeit
    Der Flächenbedarf pro Bewohner ist seit 1950 von 25 m² auf heute etwa 46 m² gestiegen. Dadurch haben sich Raumeinteilungen verändert: Was früher eine Familienwohnung war, ist heute eine Wohnung für Singles und kinderlose Paare. Statt zwei kleinen WCs wird nun ein grosszügiges Badezimmer bevorzugt, anstelle separater Küche und Esszimmer eine offene Küche mit Kochinsel. Zudem sind die persönlichen Ansprüche und gesetzlichen Vorschriften in Bezug auf Bauphysik und Ökologie gestiegen. Die Frage nach der Grundversorgung hat sich zur Frage nach der angemessenen Lebensqualität des Wohnraums entwickelt.

    Kosteneinsparung durch verdichtetes Bauen
    In den heutigen Wohnsiedlungen des Konjunkturaufschwungs besteht die Möglichkeit, durch verdichtete Bauweise und höhere Gebäude eine effizientere Nutzung der Baufläche zu erreichen. Besonders in zentrumsnahen Gebieten mit hohem Baulandwert wird oft die Sanierung bevorzugt anstelle von Neubauten. Es ist wichtig, beim Bauentscheid auch die ökologische Bedeutung im Hinblick auf die abnehmenden Baulandreserven der Schweiz zu berücksichtigen. In den letzten Jahrzehnten ist die Siedlungsfläche des Landes stark angewachsen. Durch einfaches Volumen, gut durchdachte Raumfolgen und verdichtetes Bauen mit hohen Ausnützungsziffern können Kosten eingespart und der Zersiedelung der Landschaft entgegengewirkt werden.

    Wärmedämmung renovierungsbedürftiger Gebäude
    Durch eine energieeffiziente Modernisierung eines Gebäudes aus den 1970er Jahren kann der Energieverbrauch um bis zu 90% reduziert werden. Um die Wärmedämmung zu optimieren, müssen äussere Bauteile wie Aussenwände, Dächer oder der Dachboden renoviert werden. Manchmal geht auch unentdeckt Wärme durch eine unzureichend gedämmte Kellerdecke verloren. Insbesondere die Fenster stellen in den Aussenwänden Schwachstellen in Bezug auf Wärme- und Schalldämmung dar. Zur Bewertung der Wärmedämmung kann eine Gebäudethermografie mit einer Wärmebildkamera durchgeführt werden. Zudem kann zur Prüfung der Luftdichtheit der Gebäudehülle das Differenzdruck-Messverfahren (Blower-Door-Test) angewandt werden.

    Effiziente Aussenwandsanierung mit Holz
    Aussenwände sind komplexe Bauteile, die wichtige bauphysikalische Funktionen wie Feuchteschutz, Schall- und Wärmedämmung erfüllen. Bei Fassadensanierungen kann Holz als Unterkonstruktion, Schalung und Wärmedämmung verwendet werden. Auch Dämmstoffe wie Steinwolle, Glaswolle, Schafwolle oder Flachs können eingesetzt werden. Die Sanierung von Aussenwänden wird heutzutage auch mit vorgefertigten Leichtbaufassaden im Rahmenbauweise durchgeführt. Dieses Konzept, ein Gebäude komplett neu zu verkleiden und ihm gleichzeitig ein neues Erscheinungsbild zu verleihen, hat sich als äusserst erfolgreich erwiesen. Dadurch können auch neue Anbauten und Aufstockungen architektonisch mit dem Bestand zu einer neuen Einheit verbunden werden.

    Optimierung von Räumen
    Bei Renovierungen im Innenbereich werden Räume entsprechend den neuen Anforderungen umgestaltet. Es entstehen neue Trennwände, Vorsatzschalen und abgehängte Decken. In die Holzlatten werden neue Sanitär- und Elektroinstallationen eingefügt. Die Hohlräume werden mit Dämmstoffen gefüllt und abschliessend mit Gips-, Zement- oder Holzwerkstoffplatten beplankt, um den Anforderungen an Brandschutz, Schallschutz und Feuchtigkeitsbeständigkeit gerecht zu werden. Zum Schluss werden die Fugen vom Verputzer verspachtelt und die Oberflächen neu verputzt. Gelochte oder geschlitzte Holzwerkstoffe dienen als Akustikpaneele zur Verbesserung der Raumakustik.

    Tipps für alten Boden
    Unebenheiten in alten Böden lassen sich durch verschiedene Massnahmen ausgleichen. Für leichte Unebenheiten eignen sich Feinspachtel oder Nivellierestrich, während Trockenschüttungen meist bei grösseren Unebenheiten verwendet werden. Fliessestriche aus Anhydrit oder Zement werden für umfangreichere Flächen eingesetzt. Eine Trittschalldämmung ist unerlässlich, um die Schallübertragung in darunter liegende Räume zu reduzieren. In Badezimmern und Feuchträumen werden Oberflächen zum Schutz vor eindringendem Wasser mit geeigneten Abdichtungsmassen und -bändern versehen. Gestaltete Aussenbereiche wie Holzterrassen und Wintergärten tragen zur Verbesserung der Wohnqualität bei. Im Rahmen von Fassaden- und Innenausbau-Sanierungen können Balkone, Terrassen, Loggien oder Wintergärten ergänzt oder erweitert werden. Dank widerstandsfähiger Holzarten und behandelter Hölzer sind auch stark beanspruchte Konstruktionen aus Holz möglich.

    Holzkonstruktionen für Wohnraumerweiterungen
    Unter Berücksichtigung lokaler Bauvorschriften und der Auswahl der passenden Haustechnik kann das Potenzial eines Gebäudes voll ausgeschöpft werden. Aufstockungen oder Dachausbauten bieten die beste Möglichkeit, mehr Wohnraum auf gleicher Grundfläche zu schaffen. Aufgrund des geringen Eigengewichts entscheiden sich Bauingenieure häufig für Holz bei Aufstockungen, da dadurch in der Regel die belastete Tragstruktur und das Fundament nicht zusätzlich verstärkt werden müssen. Vorgefertigte Holzelemente können mithilfe eines mobilen Krans auf das Dachgeschoss gehoben werden. Durch die Wahl einer Bauweise mit hoher Vorfertigung reduziert sich der Aufwand auf der Baustelle, und die Räume können schnell bezogen werden. Dadurch werden Bewohner und Nachbarschaft kaum durch Lärm und Staub beeinträchtigt.

  • Implenia und Empa spannen für CO2-negative Baumaterialien zusammen

    Implenia und Empa spannen für CO2-negative Baumaterialien zusammen

    Implenia baut als Realisierungspartnerin der Empa die Beyond Zero Unit im NEST-Gebäude der Empa in Dübendorf, informiert die im Opfikoner Stadtquartier Glattpark ansässige Bau- und Immobiliengesellschaft in einer Mitteilung. Die neue Einheit soll der Erforschung von CO2-reduzierten und CO2-neutralen Baumaterialien dienen. Die Beyond Zero Unit wird der mittleren Ebene der Forschungs- und Innovationsplattform NEST eingegliedert.

    «Wir freuen uns, dass Implenia als Partner die grossartige Forschungs- und Innovationsplattform NEST mit einer neuen Unit bereichern darf», wird Jens Vollmar, Head Division Buildings von Implenia, in der Mitteilung zitiert. «Als führender Schweizer Bau- und Immobiliendienstleister ermöglichen wir so gemeinsam wichtige Erkenntnisse für ein künftiges, CO2-senkendes Bauen und Betreiben von Gebäuden und Infrastruktur.» Implenia will die aus der Beyond Zero Unit gewonnenen Erkenntnisse für eigene Entwicklungen und Planungen nutzen.

    Die neue Einheit im NEST-Gebäude ist nicht die erste Zusammenarbeit des Unternehmens mit der Forschungsanstalt. «Implenia hat wegweisende nachhaltige Bauten auf dem Empa Campus in Dübendorf realisiert, jüngst ein Labor- und Bürogebäude sowie das erste Parkhaus in Holz-Hybridbauweise in der Schweiz», erläutert Empa-Direktorin Tanja Zimmermann. «Dass Empa und Implenia mit der neuen Partnerschaft auch in der Forschung zu innovativen Baumaterialien zusammenspannen und auf unserer Plattform NEST die zukunftsträchtige Anwendung über einen längeren Zeitraum untersuchen, fördert den direkten Transfer nachhaltiger Innovation in die Praxis.»

  • Von Angesicht zu Angesicht: Bauwirtschaft in der Schweiz

    Von Angesicht zu Angesicht: Bauwirtschaft in der Schweiz

    Vom 16. bis 19. Januar 2024 findet die Swissbau in den Hallen der Messe Basel statt, die in diesem Jahr mit einer Ausstellungsfläche von 85’000 Quadratmetern aufwartet. Im Gegensatz zur Spezialausgabe 2022, die pandemiebedingt eingeschränkt war, präsentiert sich die Messe 2024 in vollem Umfang. Mit umfassenden Themenbereichen wie Rohbau, Gebäudehülle, Gebäudetechnik und Innenausbau wird das umfangreiche Know-how der Schweizer Planungs-, Bau- und Immobilienbranche an einem Ort zusammengeführt.

    Die Messe bietet eine einzigartige Plattform für den persönlichen Austausch und das Erleben von Produkten und Lösungen. Veranstaltungen wie Swissbau Focus, Swissbau Lab, Trendwelt Bad und Swissbau Inside stehen im Vordergrund und ermöglichen es den Teilnehmenden, sich effizient und ganzheitlich zu informieren. Swissbau 2024 betont die Bedeutung des persönlichen Austauschs, wobei Rudolf Pfander, Brand Director Swissbau, die Messe als zentralen Ort für das Sammeln von Wissen und den Austausch von Ideen hervorhebt.

    Das Konzept der Swissbau City teilt die Messe in verschiedene Quartiere und zentrale Marktplätze auf, die sich auf die Hauptthemenbereiche konzentrieren. Die Trendwelt Bad, ein fester Bestandteil der Messe, präsentiert in Halle 2.2 die neuesten Produkte und Designs für Badezimmer. Swissbau Inside bietet eine Plattform für Designprodukte rund um den Innenraum, während die Sonderschau „Handwerk live“ in Halle 1.0 Einblicke in den beruflichen Alltag von Handwerkerinnen und Handwerkern bietet.

    Zusätzlich findet parallel zur Messe der Sicherheits-Kongress im Congress Center Basel statt, der sich auf Sicherheitsbestrebungen im beruflichen Umfeld konzentriert. Insgesamt verspricht die Swissbau 2024 ein ganzheitliches Messeerlebnis und eine zentrale Plattform für Fachleute aus der Bau- und Immobilienbranche, um den aktuellen Herausforderungen der Branche, wie Kreislaufwirtschaft, Digitalisierung und Klimawandel, gemeinsam zu begegnen.

  • Europas luxuriösester Coworking Space eröffnet in Zürich

    Europas luxuriösester Coworking Space eröffnet in Zürich

    Nach dem Großbrand, der das Gebäude einsturzgefährdet hinterließ und einen Schaden von 25 Millionen Franken verursachte, war es ein langer Weg bis zur Wiedereröffnung. Die Gebäudeversicherung des Kantons Zürich bezeichnete den Vorfall als den „teuersten Feuerschaden in der über 200-jährigen Geschichte der GVZ“.

    Das nun revitalisierte Gebäude bietet auf 5000 Quadratmetern in den obersten sechs Stockwerken Platz für 76 private Büros und 600 hochmoderne Arbeitsplätze. IWG hat sich damit ihren größten Standort in der Schweiz gesichert und bietet neben Arbeitsplätzen auch eine Reihe von Extras: eine Rooftop-Terrasse mit Panoramablick auf Zürich, ein Fitness-Center mit Personal Trainer, einen privaten Member-Club mit italienischem Restaurant und Bar, ein Gaming-Center und sogar einen Meditations- sowie einen Stillraum.

    Patrizia Statelli, Geschäftsführerin von IWG Schweiz, Monaco und Gibraltar, betont die Bedeutung von hybriden Arbeitsmodellen in der Post-Pandemie-Ära und die veränderten Ansprüche an Arbeitsplätze. Die flexibel nutzbaren Büros, Meeting-Räume und Netzwerk-Zonen können stundenweise oder langfristig gebucht werden, wobei die Kosten von circa 1500 Franken pro Person und Monat alle Nebenkosten sowie die Nutzung des Fitness-Centers und der Unterhaltungsangebote einschließen.

    Der Brand verzögerte den Einzug von IWG um zwei Jahre, doch das Unternehmen hatte bereits vor dem Unglück Pläne für dieses Gebäude. Im Erdgeschoss beleben nun eine Filiale von DQ Solutions, Yumi Hana mit koreanischen und japanischen Artikeln und der neue Club Mini Market das Gebäude.

    Mit dem ambitionierten Ziel, in den nächsten zwei Jahren von 53 auf 70 Standorte in der Schweiz zu wachsen, plant IWG, auch die Vororte der Großstädte abzudecken. Statelli ist überzeugt, dass neue, flexiblere Arbeitsmodelle die Zukunft prägen und das Pendeln reduzieren werden, ein Konzept, das Europas luxuriösester Coworking Space in Zürich nun verkörpert.

  • Bundesrat arbeitet neue Regelung für zulässige Nettorendite aus

    Bundesrat arbeitet neue Regelung für zulässige Nettorendite aus

    Der Nationalrat hat der Landesregierung am Dienstag den entsprechenden Auftrag erteilt. Dies, indem er mit 130 zu 61 Stimmen bei 3 Enthaltungen eine Motion des Bündner Ständerats Stefan Engler mit dieser Forderung annahm.

    Der Mitte-Politiker argumentierte, Marktbeobachter gingen davon aus, dass der Referenzzinssatz weiter ansteigen werde. Kürzlich erhöhte ihn das Bundesamt für Wohnungswesen (BWO) auf 1,75 Prozent.

    Seit 1986 gelte der Grundsatz, dass ein Ertrag aus Mietobjekten dann zulässig sei, wenn dieser 0,5 Prozent über dem Referenzzins liege. Das Bundesgericht habe aber 2020 zwei Praxisänderungen vorgenommen. Unter anderem habe es bestimmt, dass der Ertrag den Referenzzinssatz neu um zwei Prozent übersteigen dürfe, wenn der Referenzzins zwei Prozent oder weniger betrage.

    Bei einem Anstieg des Referenzzinssatzes auf über 2 Prozent werde sich die Frage stellen, ob der bei der Berechnung der Nettorendite zulässige Zuschlag zum Referenzzins direkt wieder auf 0,5 Prozent zu reduzieren sei. Es sei besser, so Engler, wenn der Bundesrat diese Frage auf politischem Weg kläre, als diese für Mieter- und Vermieterschaft wichtige Frage den Gerichten zu überlassen.

    Rot-Grün dagegen
    Der Bundesrat war einverstanden mit der Annahme der Motion, welcher der Ständerat bereits im September zugestimmt hatte. «Gouverner, c’est prévoir», sagte Bundesrat Guy Parmelin am Dienstag im Rat. Regieren heisse Vorausschauen.

    Steigt der Referenzzinssatz um 0,25 Prozentpunkte, können die Vermieter die Mieten um 3 Prozent anheben. Voraussetzung dafür ist bei langjährigen Mietverhältnissen aber, dass auch die früheren Senkungen weitergegeben wurden.

    Eine rot-grüne Minderheit im Nationalrat argumentierte am Dienstag, im Text der Motion werde schon eine bestimmte Richtung für die Neuregelung vorgegeben. Dies in dem Sinne, dass die Interessen der Vermieter in den Vordergrund gestellt würden. Sie scheiterte aber mit ihrem Antrag, die Motion abzulehnen.

  • German Design Award für innovative Energie-App an NeoVac und Fusonic

    German Design Award für innovative Energie-App an NeoVac und Fusonic

    Die App, ermöglicht es Mietern, ihren Strom-, Energie- und Wasserverbrauch direkt über das Smartphone einzusehen und zu steuern. Die App zeichnet sich durch ihre Benutzerfreundlichkeit und ästhetisches Design aus und ist für 400.000 Wohnungen im Abrechnungsservice kostenfrei verfügbar.

    Auszeichnung und Anerkennung
    Die herausragende Gestaltung und Funktionalität der App wurde mit dem German Design Award in der Kategorie „Excellent Communication Design – Apps“ gewürdigt. Die Jury lobte insbesondere die Transparenz und Kontrolle, die die App Nutzern über ihren Verbrauch bietet, sowie die nützlichen Spartipps.

    Innovative Features und Nutzen
    Ein besonderes Merkmal der App ist der „NeoDuck“-Indikator, der den Energieverbrauch visualisiert. Bei optimalem Verbrauch erscheint die Ente glücklich, bei hohem Verbrauch senkt sie den Schnabel, was den Nutzern hilft, Energieeffizienz zu verbessern. Die App trägt damit aktiv zum Umweltschutz bei und kann, wenn vollständig genutzt, jährlich bis zu 16 Tonnen CO2 einsparen.

    Mehrwert und Zukunftsaussichten
    Die App bietet nicht nur Verbrauchsdaten in Echtzeit, sondern auch direkte Abrechnungsoptionen und Warnungen bei ungewöhnlichem Verbrauch. Michael Eugster, Leiter Marketing von NeoVac, betont, dass die App den Zeitgeist trifft und mit Gamification-Elementen Nutzer zur Optimierung ihrer Energiebilanz motiviert.

  • Armasuisse baut alpine Kleinwind-Solaranlage in der Surselva

    Armasuisse baut alpine Kleinwind-Solaranlage in der Surselva

    Die zum Eidgenössischen Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) gehörende armasuisse Immobilien testet mit Partnern aus der Schweizer Wirtschaft und Forschung, wie Wind und Sonne im alpinen Raum zur lokalen Stromerzeugung genutzt werden können. Laut einer Medienmitteilung liegt die Baubewilligung für eine Testanlage am Standort La Stadera in der Region Surselva im Kanton Graubünden vor. Die Bauarbeiten beginnen im August und die Testanlage soll im Herbst 2024 in Betrieb gehen.

    Die Anlage kombiniert die Stromgewinnung durch Nutzung von Windenergie und Nutzung der Sonneneinstrahlung durch Photovoltaik. Die Testanlage besteht aus einer kleinen Windanlage und bifazialen (doppelseitigen) Photovoltaikmodulen, die miteinander kombiniert werden. Das Projekt wurde im Rahmen des militärischen Plangenehmigungsverfahrens bewilligt, heisst es in der Mitteilung des Bundesrats. Ab August 2023 wird die Windanlage installiert. Die um die Windanlage angeordneten Photovoltaikmodule folgen bis Herbst 2024 und vervollständigen die Testanlage.

    Bis Ende 2025 soll die Testanlage Daten liefern, damit sich die Effizienz der neuartigen Konstruktion genauer abschätzen lässt. Der erwartete Energieertrag liegt bei rund 60 Megawattstunden pro Jahr. Das entspricht laut der Mitteilung dem Stromverbrauch von rund 15 Schweizer Haushalten. Die Auswertung der Daten bis Ende 2025 bildet die Grundlage für den Entscheid, ob ein Endausbau mit insgesamt neun Kleinwind-Solaranlagen am Standort umgesetzt werden soll.

    Seit Winter liefert ein in La Stadera schon installierter Solar-Prototyp des schweizerischen Systemlieferanten Turn2Sun aus La Sagne NE bereits erfolgreich Strom. Auch der Solar-Prototyp ist mit doppelseitigen Photovoltaikmodulen ausgerüstet.

  • Bund führt neuen Wegweiser für Standortförderung ein

    Bund führt neuen Wegweiser für Standortförderung ein

    Das Eidgenössische Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) hat einer neue Beratungsplattform für Unternehmen und weitere Organisationsformen eingeführt. Laut einer Medienmitteilung soll die ab dem 16. Februar angebotene Plattform die Nutzenden bei der Suche nach Wirtschaftsstandorten und Fördermitteln unterstützen. Dabei erweitert das aktuell eingeführte Beratungswerkzeug die bereits vorhandenen Portale auf der Internetseite des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO).

    Der jetzt angekündigte mehrsprachige Standortförder-Guide führt verschiedene Förderprojekte zusammen und soll für Interessierte und Gesuchstellende leicht via Internet zugänglich sein. Die aktuelle Palette umfasst 16 Förderinstrumente mit rund 50 unterschiedlichen Angeboten. Primäre Zielgruppen sind Unternehmerinnen und Unternehmer, Behörden aller föderalen Ebenen sowie Einzelpersonen. Der neue Wegweiser soll laut WBF den Wirtschaftsstandort Schweiz noch attraktiver und transparenter machen. Erreichbar ist er unter promotion.guide.

  • EPFL entwickelt Konzept für Stadt-Fluss-Balance an der Rhône

    EPFL entwickelt Konzept für Stadt-Fluss-Balance an der Rhône

    Die Neugestaltung von Industriebrachen entlang der Rhône sollte die Bedürfnisse und Beschränkungen einer Stadt und ihres Flusses ausbalancieren. Ausgehend von dieser Massgabe hat eine Gruppe von Architektinnen und Architekten des Labors für Architektur und nachhaltige Technologien an der EPFL eine entsprechende Handreichung für die politisch Verantwortlichen erarbeitet.

    Für ihre Studie wählte die Gruppe laut einer Mitteilung mit Sitten VS und Genf zwei Standorte in der Schweiz und mit Givors und Avignon zwei in Frankreich aus. Für jedes Quartier entwickelte sie je drei massgeschneiderte und architektonisch unterschiedliche Visionen. Insgesamt hat das Team entlang der Rhône mehr als 1400 Quartiere im Wandel ausgemacht. Darin sieht es ein enormes Potenzial für die Entwicklung von brachliegenden Flächen, die etwa von Unternehmen verlassen wurden, als sie die Wasserwege aufgaben.

    Die Studie nahm nicht wie sonst meist üblich städtische Gebiete als Ganzes in den Blick. „Unser Ansatz ist anders, da wir Stadtentwicklungs- und Planungsfragen in einem kleineren Massstab angehen und uns auf einzelne Flussviertel konzentrieren“, wird Labor- und Studienleiter Emmanuel Rey zitiert. „Unser Werkzeug liefert ein detaillierteres, ganz und gar lokales Bild davon, welche Möglichkeiten der Fluss bietet und wie er mit der Stadt interagiert“, so Rey. „In diesem Sinne ist es ein Argument gegen eine herkömmliche, allgemeine Planung.“

    Diese neue Bewertungsmethode mit ihren 18 Indikatoren wurde exemplarisch auf eine der Fallstudien, das Genfer Quartier La Jonction, angewendet. So zeigt etwa der Indikator für die Energiewende, ob eine bestimmte Vision mit der Gesamtstrategie des Kantons übereinstimmt. Auf Stadtebene kann sie zur Bewertung von Plänen für Shuttles, Fussgängerbrücken oder andere Aspekte des Flussverkehrs herangezogen werden. Und auf Quartiersebene gibt sie beispielsweise Aufschluss darüber, ob Flusswasser zum Heizen oder Kühlen von Gebäuden verwendet werden könnte.

  • Zahlen zum Wirtschaftsraum Schweiz

    Zahlen zum Wirtschaftsraum Schweiz

    Die internationale BIP-Entwicklung sowie die Investitionen haben sich im Jahr 2021 hervorragend erholt. Die jüngsten Entwicklungen
    zeigen jedoch, dass das Investitionsvolumen derzeit verhalten ist und sich die BIP-Entwicklung weltweit abkühlt. Die Prognosen der Wirtschaftsanalysten gehen von einer Beruhigung im Jahr 2024 und einem möglichen Abwärtstrend aus.

    Die Pandemie spielt in den Medien kaum noch eine Rolle, ihre Folgen sind aber weiterhin spürbar. Darüber hinaus haben steigende Energie- und Lebensmittelpreise infolge des Krieges in der Ukraine, Corona-Maßnahmen großer Wirtschaftsakteure und Lieferkettenprobleme zu einer Verunsicherung geführt, die sich in steigenden Inflationsraten niederschlägt. Mit der Zinserhöhung konnte die SNB eine Beruhigung erreichen und liegt leicht über den Zielvorgaben. Die Prognosen einer Verlangsamung des Wirtschaftswachstums spiegeln sich in einer verhaltenen Entwicklung wider.

    Die Realeinkommen in der Schweiz sind leicht gesunken, was sich zusammen mit dem pandemiebedingten Nachholbedarf im Konsumbereich positiv auf die Wirtschaft auswirkt. Die Aussichten auf dem Arbeitsmarkt sind gut und ein Aufschwung bis 2024 ist möglich.

    Der Wohnimmobilienmarkt ist robust und konnte weder durch die Finanzkrise noch durch die Corona-Pandemie oder den Krieg in der Ukraine beeinträchtigt werden. Der Schweizer Büromarkt zeigt sich unbeeindruckt von den negativen Nachrichten aus der Weltwirtschaft.

    Es wird mit weiteren Zinsschritten der SNB gerechnet und die Renditen könnten leicht steigen. Durch die Zuwanderung sinken jedoch die Leerstände in der Peripherie und in den Zentren bleibt die Nachfrage nach Flächen hoch, was zu steigenden Marktmieten führt.

    Im Bereich der Geschäftsimmobilien ist in nächster Zeit nicht mit steigenden Renditen zu rechnen, da die Zinsen steigen könnten. Tendenziell besteht die Möglichkeit, dass die Marktwerte sinken, was durch den Anlagedruck der Investoren abgefedert werden könnte.

  • Ein ganzes Schiff für die Immo-Branche

    Ein ganzes Schiff für die Immo-Branche

    [smartslider3 slider=“3″]

    Wo kommt denn dieses Saxophon her? – Mr. G-Sax, einer der renommiertesten Saxophonisten der Schweiz, verkürzt die Wartezeit bei der Eingangskontrolle. «Ich bin schon zum 10. Mal dabei», sagt er in einer Spielpause. «Das Immo-Boat war von Beginn weg ein Renner. Die ganze Immo-Szene trifft sich hier in einem fast schon familiären Rahmen. Man kennt sich, spricht über die jeweilige Geschäftssituation und freut sich übers Wiedersehen.» Geschickt sei auch, dass das Immo-Boat seit jeher immer an einem Montag stattfindet, was Marnie Baldessari von SVIT Zürich bestätigt: «Wir planen das Immo-Boat immer am letzten Montag des Monats August. Wegen Corona ist es dieses Jahr September geworden. Aber am Montag haben die Leute im Gegensatz zu anderen Wochentagen Zeit.»

    Nach früheren Referenten wie Thomas Borer (2011), Valentin N. J. Landmann (2013), Jean-Claude Biver (2016), Bertrand Piccard (2017) oder Ottmar Hitzfeld (2018) gab sich dieses Jahr Mario Gyr, Olympiasieger, Ruder-Weltmeister und Europameister im Leichtgewichts-Vierer ohne Steuermann sowie Olympia-Diplomgewinner von London 2012, die Ehre. In seinem Referat plauderte er frisch und frei aus dem Nähkästchen eines Spitzensportlers und schlug immer wieder Parallelen zum heutigen Arbeitsleben längst nicht nur in der Immobilienbranche. Mit seiner durch und durch sympathischen Art eroberte er das Publikum im Nu und bedankte sich mit dem Herumreichen seiner Goldmedaille, die sich gewichtsmässig viel schwerer anfühlt als gedacht.

    Einmal mehr fühlte sich die Zürichsee-Rundfahrt auf der MS Panta Rhei an wie Ferien: Ein idyllisches Ambiente und wunderbare Landschaftsbilder, unterhaltsame Gesprächspartner und eine vergnügte Feierabend-Stimmung unter allen Gästen sind wesentliche Erfolgsfaktoren. Zum Ausklang des Abends gabs nicht nur erlesene Weine und einen grosszügigen Apéro riche, sondern auch eine Cigar-Lounge auf dem Sonnendeck. «Hier kommen auch Leute, die sich sonst keine Zigarre gönnen, zu einem Stumpen», meinte ein Gast schon fast zynisch. Dem gemütlichen Philosophieren tat aber selbst die Beleuchtungspanne keinen Abbruch. Ganz im Gegenteil. So manche Lady wippte fast schon wie in der Disco zum coolen Mr. G-Sax-Beat.

    Frei nach dem Motto «Never Change a Winning Team» war nebst Christoph M. Steiner (Präsident SVIT Zürich) und Pascal Stutz (CEO SVIT Zürich) auch die bekannte SRF-Moderatorin Monika Schärer zum zehnten Mal mit von der Partie. Keine Frage: Sowohl der Schweizerische Verband der Immobilienwirtschaft (SVIT) Zürich, als auch die Gastgeber ImmoScout24, Quooker, Raiffeisen, Siemens Hausgeräte, Sunrise UPC und immo!nvest dürfen zufrieden sein. Die zehnte Ausgabe des Networking-Events für Führungskräfte aus der Immobilienbranche wird allen Beteiligten wieder in guter Erinnerung bleiben. «Jede Immo-Boat-Ausgabe ist ein Highlight», sagt Marnie Baldessari (Stv. CEO SVIT Zürich). «Wir haben viele wiederkehrende Gäste und führen gar eine Warteliste. Aber wegen Corona ist diese kürzer geworden als auch schon.» Schiff ahoi: Auf ein freudiges Wiedersehen im 2022!

  • Trend geht zu längerfristigen Hypotheken

    Trend geht zu längerfristigen Hypotheken

    Schweizerinnen und Schweizer tendieren zunehmend zu längerfristigen Hypotheken. War vor zehn Jahren noch die fünfjährige Festhypothek die erste Wahl, setzen inzwischen immer mehr Menschen auf zehnjährige Darlehensverträge für den Bau oder Kauf einer Immobilie. Zu diesem Schluss kommt der Vergleichs- und Vermittlungsdienst MoneyPark laut einer Medienmitteilung.

    Insgesamt 55 Prozent des vermittelten Hypothekarvolumens sei 2020 auf zehn Jahre abgeschlossen worden. Weitere 24 Prozent der vermittelten Verträge seien über eine noch längere Laufzeit fixiert worden, teilt das Unternehmen mit Sitz in Freienbach mit. Der Anteil dieser langfristigen Hypothekarprodukte habe sich seit 2016 verdoppelt. Der Zinssatz lag im Durchschnitt bei „rekordgünstigen“ 0,92 Prozent.

    Grund für den Trend hin zu längeren Laufzeiten seien bessere Möglichkeiten zum Vergleich der Produkte zur Fremdfinanzierung einer Immobilie. Auch werde der Markt transparenter und umkämpfter, weil professionelle Vermittler wie MoneyPark neben Banken neuen Anbietern wie Versicherungen und Pensionskassen Zugang verschafften. „Banken verkauften in der Vergangenheit bevorzugt kürzere Laufzeiten, auch weil relativ gesehen das ‚risk-return-Verhältnis‘ besser ist als bei längeren Laufzeiten“, wird Stefan Heitmann, CEO und Gründer von MoneyPark, in der Medienmitteilung zitiert.

    Des Weiteren begünstige das aktuelle Niedrigzinsumfeld die Wahl einer langjährigen Festhypothek, da die Zinsdifferenzen zwischen den Laufzeiten gering seien.

  • Kompotoi spürt den Frühling

    Kompotoi spürt den Frühling

    Mit dem Frühling kommt auch wieder der Bedarf nach Toilettenhäuschen im öffentlichen Raum. Kompotoi, der Zürcher Anbieter von Komposttoiletten, ist seit dem letzten Montag im März denn auch wieder mit über 20 seiner Toilettenhäuschen in der Stadt Zürich zu finden. Sie stehen etwa auf der Saffainstel bei der Landiwiese, auf dem Bullingerplatz und im Hohensteinpark auf dem Uetliberg, wie das Unternehmen mitteilt.

    Kompotoi setzt dieses Jahr auch seine Expansion nach Deutschland fort. Nachdem die Firma ihre Toilettenhäuschen in Deutschland von Darmstadt aus geliefert hat, ist sie dieses Jahr auch in München vertreten. In der Schweiz liefert Kompotoi ausser von Zürich auch von Basel, Bern, Freiburg, aus Graubünden, Lausanne, Martigny und St.Gallen sowie neu auch von Wohlen BE.

    Die Toiletten von Kompotoi verarbeiten die menschlichen Hinterlassenschaften ohne Chemie und Spülung in einen Bodenverbesserer. Sie werden in der Schweiz in Handarbeit hergestellt. Kompotoi verkauft und vermietet die Anlagen.

  • Repower investiert mit Partnern in deutschen Windpark

    Repower investiert mit Partnern in deutschen Windpark

    Zum Jahresbeginn habe Repower sein Portfolio von Windanlagen in Deutschland erweitert, informiert der Bündner Energieversorger in einer Mitteilung. Konkret hat Repower den Windpark Berlar in Nordrhein-Westfalen übernommen. Die Anlage mit fünf Turbinen und einer Gesamtleistung von 7,5 Megawatt soll jährlich rund 14,4 Gigawattstunden Strom produzieren. Über den Kaufpreis werden in der Mitteilung keine Angaben gemacht.

    Der Bündner Energieversorger betreibt laut Mitteilung bereits eine ganze Reihe von Windparks in Italien und Deutschland. Die Neuerwerbung soll in die deutsche Repartner Wind GmbH integriert werden. Das Unternehmen gehört zu 100 Prozent zur Bündner Repartner Produktions AG, die sich mit 51 Prozent mehrheitlich im Besitz von Repower befindet. Die LKW halten mit 10,39 Prozent den grössten Minderheitenanteil.

    Über die Repartner Produktions AG will Repower seinen Aktionären „Zugang zu diversifizierter, erneuerbarer Stromproduktion“ bieten, heisst es in der Mitteilung. An der Repartner Produktions AG sind neben Repower und den LKW weitere Schweizer Energieunternehmen beteiligt, darunter Eniva, WWZ und die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich (EKZ).

    „Für die LKW ist diese Beteiligung ein absoluter Gewinn“, wird Gerald Marxer, Vorsitzender der Geschäftsleitung der LKW, in einer eigenen Mitteilung der LKW zur Übernahme des Windparks zitiert. „Zum einen können wir unsere Eigenproduktion erhöhen und zum anderen investieren wir gemäss unserer Strategie in erneuerbare Produktionstechnologien.“